CH356774A - Verfahren zur Herstellung von kristallinem 1,6-Bis-äthylenimino-1,6-didesoxy-3,4-isopropyliden-D-mannit - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von kristallinem 1,6-Bis-äthylenimino-1,6-didesoxy-3,4-isopropyliden-D-mannit

Info

Publication number
CH356774A
CH356774A CH356774DA CH356774A CH 356774 A CH356774 A CH 356774A CH 356774D A CH356774D A CH 356774DA CH 356774 A CH356774 A CH 356774A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
isopropylidene
mannitol
dideoxy
bis
ethyleneimino
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Dumbovich Boris
Lenghel Piroska
Institoris Laszlo
Vargha Laszlo
Original Assignee
Gyogyszeripari Kutato Intezet
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gyogyszeripari Kutato Intezet filed Critical Gyogyszeripari Kutato Intezet
Publication of CH356774A publication Critical patent/CH356774A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D203/00Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D203/04Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings
    • C07D203/06Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D203/08Heterocyclic compounds containing three-membered rings with one nitrogen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with only hydrogen atoms, hydrocarbon or substituted hydrocarbon radicals, directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D203/12Radicals substituted by nitrogen atoms not forming part of a nitro radical

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Oxygen Or Sulfur (AREA)

Description


  



   Verfahren zur Herstellung von kristallinem 1,   6-Bis-äthylenimino-1,    6-didesoxy-3,4-isopropyliden-D-mannit
Das Hauptpatent Nr. 349266 betrifft ein Verfahren zur Herstellung von biologisch aktiven, mindestens eine Athyleniminogruppe aufweisenden.



  Derivaten von Zuckern oder Zuckeralkoholen, welches dadurch gekennzeichnet ist,   dal3    man auf einen mindestens eine vicinale Epoxydgruppe aufweisenden Anhydrozucker oder Anhydrozuckeralkohol mit ge  gebenenfalls    acetalisierten Hydroxygruppen Athylenimin unter Anlagerung an die vicinale Epoxydgruppe einwirken lässt. Wenn man die   Athylenimino-    Derivate mit   Halogen-Wasserstoffsäure    behandelt, so erhält man aktive   A-Chlor-äthyl-amino-Derivate,    die in der Pharmazie verwendet werden können.

   Die biologische Untersuchung der ebenfalls aktiven N-substituierten Athylenimin-Derivate und deren Verwendung in der Pharmazie wurde jedoch bis jetzt dadurch verhindert, dass das gewünschte Produkt aus dem sirupartigen Reaktionsgemisch in kristallinem und stabilem Zustande nicht isoliert werden konnte. Gemäss dem Hauptpatent gearbeitet, entsteht z. B. bei der Reaktion von 1,2-5,6-Dianhydro-3,4-isopropylid'en-D-mannit und Athylenimin nach Verdampfung des Athyleniminüberschusses ein dicker Sirup, dessen   elementar-analytische    Daten den erwarteten Werten des   1,      6-Bis-äthylenimino-1,    6didesoxy-3,4-isopropyliden-D-mannits entsprechen, jedoch ist das Produkt weder kristallin noch stabil.



  Das im J. Chem. Soc. London (1957) 805-809 beschriebene verbesserte Verfahren, welches zur Entfernung der Athylenimin-Spuren ein Verdampfen mit Methanol vorschlägt, führt zu einem sirupartigen Produkt, welches binnen einiger Tage zu einem in Wasser unlöslichen Polymer erstarrt.



   Es wurde nun gefunden, dass die Kristallisierung durch Gegenwart von   Athylenimin    und flüchtigen Nebenprodukten gehindert wird. Diese können weder durch einfaches Eindampfen noch durch Destillation mit Methanol oder andern Alkoholen entfernt werden.



   Gegenstand des vorliegenden Patentes ist ein Verfahren zur Herstellung von kristallinem 1,6-Bis  äthylenimino-1,    6-didesoxy-3, 4-isopropyliden-Dmannit, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man 1, 2-5,6-Dianhydro-3,4-isopropyliden-D-mannit mit Athylenimin zur Reaktion bringt, das erhaltene Reaktionsgemisch mit einem hydroxylgruppenfreien organischen Lösungsmittel versetzt, das so erhaltene Reaktionsgemisch so lange einer Destillation unterwirft, bis das Destillat neutral abläuft, im   Rück-    stand das 1,   6-Bis-äthylenimino-1,    6-didesoxy-3, 4-iso  propyliden-D-mannit zur    Kristallisation bringt und aus dem Lösungsmittel isoliert.



   Die Kristallisation kann dadurch eingeleitet werden, dass man das Produkt mit Lösungsmitteln, in denen es schwer löslich ist, fällt. Als hydroxylgruppenfreies Lösungsmittel (zur Durchführung der azeotropen Destillation) kann man vorteilhaft Benzol oder einen chlorierten Kohlenwasserstoff verwenden. Zum Fällen des Produktes ist es vorteilhaft, Ather zu verwenden. Es ist vorteilhaft, die Reaktion unter wasserfreien Bedingungen und mit wasserfreien Lösungsmitteln durchzuführen, da durch diese   MaSnahmen    die Isolierung und weitere Reinigung des Produktes erleichtert wird.



   Um Nebenreaktionen des   Athylenimins    (z. B.



  Polymerisation) entgegenzuwirken, ist es vorteilhaft, die Reaktion in Gegenwart von Alkalimetallen,   Al-    kalihydroxyden oder tertiären Aminen durchzuführen.



   Die Lösungsmittel, welche bei der Isolierung   g    des Produktes verwendet werden können, sind auch zum Umkristallisieren des Produktes geeignet.



  Zweckmässig wird das Gemisch von Aceton oder Dichloräthan und Ather verwendet.



   Das kristalline Produkt wird zweckmässig frei von jeder Feuchtigkeit und Säurespuren gelagert.



   Das erfindungsgemäss hergestellte Produkt ist eine biologisch wirksame Substanz. Bei der Behandlung von Grocker Sarcoma,   S37    Sarcoma und Ehrlich Carcinoma wurde eine bedeutende Besserung   (35"/ 53"/o    bzw. 76, 7%) beobachtet. Bei der Behandlung von Ehrlich Ascites trat eine vollständige Heilung ein. Das Produkt ist auch ein wertvolles Zwischenprodukt bei der Herstellung von weiteren wertvollen Arzneimitteln. So kann z. B.   1,    6-Bis-(ss   chlor-äthylamino)-l,      6-didesoxy-D-mannit    mit einer   90 folgen Ausbeute    aus dem Produkt hergestellt werden.



   Beispiel 1
In 27 g   1,    2-5,6-Dianhydro-3,4-isopropyliden-Dmannit werden 40 ml Athylenimin eingetragen.



  Während der exothermen Reaktion wird eine Temperatur von 45  C beibehalten. Nachdem keine weitere Wärmeentwicklung stattfindet, wird der grösste Teil des   Äthyleniminüberschusses    unter vermindertem Druck abgetrieben. Nach Zugabe von 3 X 30 ml wasserfreiem Benzol wird im Vakuum destilliert, bis das Destillat neutral abläuft. Die zurückgebliebene sirupartige Benzollösung wiegt etwa 50 g. Man hält die Lösung 24 Stunden lang im Eisschrank, dann werden die ausgeschiedenen Kristalle filtriert und im Vakuum über Lauge getrocknet. Man erhält 10   g    des 1,   6-Bis-äthylenimino-l, 6-didesoxy-    3,4-isopropyliden-D-mannits. Schmelzpunkt 91 bis 92  C. Spezifisches   Drehungsvermögen    in Chloro  form : a20    = + 26,12  (C = 1,835).



  Analyse : erhalten    C /o    = 57,45   H /o =    8,84   N /ol=    10,27 berechnet    CID/o =    57,40 H /o= 8,80   N /@=    10,30
Das Produkt ist in Wasser, in Alkoholen, Aceton, Benzol, chloriertem Kohlenwasserstoff, Äthanolamin gut löslich. Es löst sich kaum in   Ather    und Dioxan.



   Beispiel 2
Die   sirupartige    Benzollösung des Beispiels 1 wird mit 10 ml Ather versetzt. Das Gemisch wird 24 Stunden lang im Eisschrank aufbewahrt, dann werden die ausgeschiedenen Kristalle filtriert und im Vakuum über Lauge getrocknet. Man erhält 17,5 g des 1,   6-Bis-äthylenimino-1,    6-didesoxy-3,4-isopropyliden-D-mannits. Schmelzpunkt 91-92 C.



   Beispiel 3
Zu 27 g   1,    2-5,6-Dianhydro-3,4-isopropyliden-Dmannit werden 40 ml Äthylenimin und 0,1 g Natrium hinzugefügt. Man arbeitet weiter wie in Beispiel   1    oder 2. Es werden   19 g 1, 6-Bis-äthylenimino-1,    6didesoxy-3,4-isopropyliden-D-mannit erhalten.



  Schmelzpunkt 92  C.



   Beispiel 4
Zu 27 g   1,    2-5,6-Dianhydro-3,4-isopropyliden-Dmannit werden 40 ml Athylenimin und 0,1 g Natrium hinzugefügt. Nach Beendigung der exothermen Reaktion wird der grösste Teil des   Athylenimin-    überschusses im Vakuum abdestilliert, dann werden 3 X 30 ml Dichloräthan zugesetzt. Nach wiederholter Destillation unter vermindertem Druck wird die erhaltene dickflüssige Lösung mit 100 ml Ather versetzt, worauf nach einigem Stehen Kristalle ausfallen, die nach 24 Stunden Kühlen isoliert werden.



  15 g des 1,   6-Bis-äthylenimino-1,    6-didesoxy-3,4-isopropyliden-D-mannits werden erhalten. Schmelzpunkt   92     C.



   Das in den Beispielen 1-4 erhaltene rohe 1,6  Bis-äthylenimino-1,    6-didesoxy-3,4-isopropyliden-Dmannit kann gegebenenfalls durch Umkristallisieren aus Aceton gereinigt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von kristallinem 1,6 Bis-äthylenimino-1, 6-didesoxy-3,4-isopropyliden-Dmannit, dadurch gekennzeichnet, dass man 1,2-5,6 Dianhydro-3,4-isopropyliden-D-mannit und Athylenimin zur Reaktion bringt, das erhaltene Reaktionsgemisch mit einem hydroxylgruppenfreien organischen Lösungsmittel versetzt, das so erhaltene Reaktionsgemisch so lange einer Destillation unterwirft, bis das Destillat neutral abläuft, im Rückstand das 1, 6-Bis-äthylenimino-1, 6-didesoxy-3,4-isopropyliden D-mannit zur Kristallisation bringt und aus dem Lösungsmittel isoliert.
    UNTERANSPRUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungsmittel Benzol oder halogenierte Kohlenwasserstoffe, z. B. Chloroform oder Dichloräthan, verwendet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Kristallisation durch Hinzufügen von Äther oder Aceton bewerkstelligt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion von 1, 2-5,6-Dianhydro-3,4-isopropyliden-D-mannit und Athylenimin in Gegenwart von Alkalimetall, Alkalihydroxyd oder einem tertiären.
    Amin durchgeführt wird.
CH356774D 1958-07-07 1959-07-06 Verfahren zur Herstellung von kristallinem 1,6-Bis-äthylenimino-1,6-didesoxy-3,4-isopropyliden-D-mannit CH356774A (de)

Applications Claiming Priority (3)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH356774X 1958-07-07
CH349266T 1959-07-06
CH356774T 1959-07-06

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH356774A true CH356774A (de) 1961-09-15

Family

ID=27178400

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH356774D CH356774A (de) 1958-07-07 1959-07-06 Verfahren zur Herstellung von kristallinem 1,6-Bis-äthylenimino-1,6-didesoxy-3,4-isopropyliden-D-mannit

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH356774A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH507970A (de) Verfahren zur Herstellung neuer desacylierter mehrkerniger Indole sowie deren Verwendung
CH500203A (de) Verfahren zur Herstellung von Nucleosiden
DE1251770B (de) Verfahren zur Herstellung von aliphatischen Hydroxydiammen und de ren Saureadditionssalzen
CH356774A (de) Verfahren zur Herstellung von kristallinem 1,6-Bis-äthylenimino-1,6-didesoxy-3,4-isopropyliden-D-mannit
EP0025140B1 (de) Verfahren zur Herstellung bekannter und neuer 6-Amino-6-desoxy-2,3-0-isopropyliden-alpha-L-sorbofuranose-Derivate sowie neue Zwischenprodukte des Verfahrens
DE1274100B (de) Verfahren zur Herstellung von 1, 6-Dibrom-1, 6-didesoxydulcit
EP0003052B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Methyl-5-chlormethylimidazol
AT208872B (de) Verfahren zur Herstellung neuer 1,4-Diazacycloheptane
DE1241831B (de) Verfahren zur Herstellung von kristallinem 1, 6-bis-AEthylenimino-1, 6-didesoxy-3, 4-isopropyliden-D-mannit
AT229874B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen (5- oder 6)-Alkyl- und 5, 6-Dialkyl-3-alkoxy-pyrazinen
AT244344B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Pyrimidinverbindungen
DE948687C (de) Verfahren zur Herstellung von Dialkylxanthinabkoemlingen
DE1001274B (de) Verfahren zur Herstellung des Isocyanursaeuremonovinylesters
DE1940704C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Mercaptoinosin
DE2166258C3 (de) Aminoalkohole, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese Verbindungen enthaltende Arzneipräparate
DE1173101B (de) Verfahren zur Herstellung von N-(ª‰-Aminoaethyl)-derivaten von 5-bzw. 6gliedrigen Stickstoffheterocyclen
AT206900B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 1-Amino-2,4-dioxo-azetidin-Derivaten
DE1024948B (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Amino-2-desoxy-aldohexosen und deren Salzen
AT264722B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen alicyclischen Verbindungen
DE1670261A1 (de) Verfahren zur Herstellung von N-Hexahydropyrimidyl-(4)-carbamin-saeureestern
DE1193499B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Sulfonamide
CH629205A5 (en) Process for the preparation of novel 6-substituted tropinones
DE2224379A1 (de) Verfahren zur herstellung von 7-beta-d-ribofuranosyl-4,6-dihydroxypyrazolo eckige klammer auf 3,4-d eckige klammer zu -pyrimidin
CH338464A (de) Verfahren zur Herstellung eines 2-Amino-imidazolins
CH376118A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Theophyllin-Derivaten