CH357067A - Verfahren zur Herstellung von Sulfurylamiden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von SulfurylamidenInfo
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C307/00—Amides of sulfuric acids, i.e. compounds having singly-bound oxygen atoms of sulfate groups replaced by nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups
- C07C307/02—Monoamides of sulfuric acids or esters thereof, e.g. sulfamic acids
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Description
Verfahren zur Herstellung von Sulfurylamiden Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Her stellung von Sulfurylamiden der Formel R NH-S02 NH-Rl in der R einen durch ein oder mehrere Halogen atome und gegebenenfalls durch eine oder mehrere Trifluormethylgruppen substituierten Aryl-,
Alkyl- aryl- oder Aralkylrest und R1 eine Alkylgruppe oder eine Aryl- oder Aralkylgruppe bedeutet, die gege benenfalls durch Halogenatome, Trifluormethyl- und/oder Alkylgruppen substituiert sein kann, da durch gekennzeichnet,
dass man ein entsprechendes unhalogeniertes oder nur teilweise halogeniertes Sulfurylamid mit einem Halogenierungsmittel be handelt.
Die erfindungsgemäss hergestellten Sulfurylamide zeichnen sich durch eine gute insektizide Wirksam keit besonders gegen Motten, Silberfischchen und Termiten aus. Darüber hinaus besitzen die nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhältlichen Verbin dungen auch bakterizide Eigenschaften. Die Pro dukte sollen deshalb zum Schutz von nicht textilen Materialien, wie z. B. Pelzen, gegen die Einwirkung der genannten Insekten sowie gegen Schimmel- und Bakterienbefall Verwendung finden.
Die Verwendung der erfindungsgemäss hergestell ten Sulfurylamide für den genannten Zweck kann dabei nach Verfahren erfolgen, wie sie in der Praxis üblich sind, z. B. aus organischen Lösungsmitteln in der chemischen Wäsche, in Form wasserlöslicher Salze oder als Emulsion bzw. Dispersion aus wässri ger Flotte, in Pulverform beim Läutern von Pelzen, als Zusatz zu Färbebädern in Form der wasser löslichen Salze und dergleichen.
Die folgenden Beispiele erläutern das bean spruchte Verfahren. <I>Beispiel 1</I> 2,4,2',4'-Tetrachlor-sulfurylanilid In eine Lösung von 25 g Sulfurylanilid in 150 ml Eisessig wird bei 40 bis 45 unter Rühren Chlor ein geleitet, wobei Chlorwasserstoff entweicht. Sobald die vierfach molare Menge Chlor aufgenommen ist, beginnt sich ein farbloser körniger Niederschlag ab zuscheiden. Man bläst überschüssiges Chlor mit Stickstoff aus, gibt 100 ml Wasser hinzu und saugt den kristallinen Niederschlag ab.
Man erhält nach dem Trocknen 30,5 g (79 /o d. Th.) 2,4,2',4'-Tetra- chlor-sulfurylanilid, das nach Umkristallisieren aus Chloroform bei 149 bis 150,5 schmilzt.
<I>Beispiel 2</I> 4,4'-Dichlor-2,2'-dimethyl-sulfurylanilid 27,6 g 2,2'-Dimethyl-sulfurylanilid, hergestellt aus o-Toluidin und Sulfurylchlorid in Gegenwart von Pyridin, werden mit 30 g Sulfurylchlorid allmählich auf etwa 75 erwärmt, bis die Chlorwasserstoff- und Schwefeldioxydentwicklung aufgehört hat. Der Rückstand wird mit siedendem Methanol in Lösung gebracht, die Lösung mit Absorptionskohle geklärt und abgekühlt.
Es kristallisieren 25,5 g 4,4'-Dichlor- 2,2'-dimethyl-sulfurylanilid (= 74% d. Th.) in Form farbloser Kristallnadeln aus.
<I>Beispiel 3</I> 2,2',4,4'-Tetrabrom-sulfurylanilid 25 g Sulfurylanilid werden in 150 ml Eisessig gelöst und nach Zusatz von etwa 0,5 g subl. Eisen chlorid bei 50 unter Rühren tropfenweise mit 32 g Brom versetzt. Sobald die Lösung sich aufgehellt hat, setzt man 100 ml Wasser hinzu, saugt nach dem Abkühlen den ausgefallenen Niederschlag ab und kristallisiert ihn aus Chloroform um. Man erhält 32 g 2,2',4,4' - Tetrabrom - sulfurylanilid (= 60 d. Th.) in Form farbloser Kristalle vom F. 128 bis 131 .
<I>Beispiel 4</I> 32 Gewichtsteile 3,3' Dichlor-sulfurylanilid wer den in 300 Volumteilen Eisessig gelöst und in Ge genwart von etwas Eisen(III)-chlorid etwa 36 g Chlor langsam eingeleitet. Die filtrierte Lösung wird im Vakuum eingeengt. Der abgeschiedene Kristallbrei wird abgesaugt, in warmer etwa 5a/oiger Natronlauge gelöst, von etwas Schmutz filtriert und mit Salzsäure bis zur kongosauren Reaktion ver setzt. Der Niederschlag wird abgesaugt, gewaschen, getrocknet, in Äther gelöst, mit Kohle entfärbt und der Äther zur Trockne gebracht. Das Chlorierungs- produkt schmilzt bei 169 bis 170 .
In analoger Weise wird aus 3,3'-Bis-trifluor- methyl-sulfurylanilid ein Chlorierungsprodukt vom F. 130 erhalten.
<I>Beispiel 5</I> 13 Gewichtsteile N,N' - Dibenzyl-sulfurylamid werden unter Erwärmen in 400 Volumteilen Eisessig gelöst, etwas Eisen(III)-chlorid zugegeben und bei Zimmertemperatur so lange Chlor eingeleitet, bis kein Chlor mehr aufgenommen wird. Das anfangs ausgeschiedene Ausgangsprodukt geht dabei wieder in Lösung.
Der Eisessig wird im Vakuum abdestil- liert, der Rückstand in Äther aufgenommen, von etwas Schlamm abfiltriert, mit Wasser gewaschen und abdestilliert. Der Rückstand, etwa 15 Gewichts teile, wird in Wasser und Natronlauge unter Zusatz von etwas Aceton gelöst und mit Salzsäure wieder ausgefällt. F. 109 bis 111 .
Analyse: Gef. 27,05<B>Ob,</B> Cl, 8,5 % S und 7,33 % N.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Sulfurylamiden der Formel R NH-S02 NH-Rl in der R einen durch ein oder mehrere Halogen atome und gegebenenfalls durch eine oder mehrere Trifluormethylgruppen substituierten Aryl-, Alkyl- aryl- oder Aralkylrest und R1 eine Alkylgruppe oder eine Aryl- oder Aralkylgruppe bedeutet, die gege benenfalls durch Halogenatome,Trifluormethyl- und/oder Alkylgruppen substituiert sein kann, da durch gekennzeichnet, dass man ein entsprechendes unhalogeniertes oder nur teilweise halogeniertes Sulfurylamid mit einem Halogenierungsmittel be handelt. 1I. Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellten Verbindungen zum Schützen von nicht textilen Materialien gegen Insek ten-, Schimmel- und Bakterienbefall.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE357067X | 1957-04-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH357067A true CH357067A (de) | 1961-09-30 |
Family
ID=6290466
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH357067D CH357067A (de) | 1957-04-20 | 1958-03-12 | Verfahren zur Herstellung von Sulfurylamiden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH357067A (de) |
-
1958
- 1958-03-12 CH CH357067D patent/CH357067A/de unknown
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