CH359814A - Verfahren zur Herstellung neuer Monoazofarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Monoazofarbstoffe

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CH359814A
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sulfonic acid
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pyrazolone
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Alfred Dr Fasciati
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/02Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/04Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring to a triazine ring
    • C09B62/08Azo dyes
    • C09B62/085Monoazo dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


  Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 355880    Verfahren zur Herstellung neuer     Monoazofarbstoffe       Die vorliegende     Erfindung    bezieht sich auf ein  Verfahren zur Herstellung neuer, wertvoller     Mono-          azofarbstoffe,    die einen     halogenierten        Triazinrest    auf  weisen.

   Diese neuen     Monoazofarbstoffe    enthalten  mindestens zwei     Sulfonsäuregruppen    und entsprechen  der Formel  (1)     X-D-N        -N-A     worin A den Rest eines in     4-Stellung        kuppelnden        5-          Pyrazolons    und X einen über eine     Stickstoffbrücke    an  den Rest D einer     Diazokomponente    gebundenen     Di-          halogentriazinrest    der Formel  
EMI0001.0019     
    bedeuten und worin D und A zusammen mindestens  einen     bicyclischen        

  Arylrest    enthalten.  



  Die     Sulfonsäuregruppen    können im Farbstoff  molekül beliebig verteilt sein.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man einen     Monoazofarbstoff    der       Formel     
EMI0001.0026     
    worin n eine ganze positive Zahl, vorzugsweise 1, D  den Rest einer     Diazokomponente    und A den Rest  eines in     4-Stellung    an die     Azogruppe    gebundenen     5-          Pyrazolons    bedeuten und worin D und A zusam-         men    mindestens zwei     Sulfonsäuregruppen    und min  destens einen     bicycüschen        Arylrest    enthalten,

   mit  einem     Trihalogentriazin    im     Molverhältnis    von etwa  1 : 1 kondensiert.  



  Die Ausgangsfarbstoffe können nach an sich  bekannten Methoden, zum Beispiel aus den ent  sprechenden     5-Pyrazolonen    durch     Kuppeln    mit     Di-          azoverbindungen    aromatischer Amine hergestellt wer  den, die neben einem an ein Stickstoffatom gebun  denen, reaktionsfähigen Wasserstoffatom noch einen  in eine     Aminogruppe        überführbaren        Substituenten,     z. B. eine     Nitrogruppe,    aufweisen, die nach der  Kupplung in eine     NH.-    Gruppe umgewandelt wird.

    Der leichteren Zugänglichkeit wegen sind aber die  aus einem aromatischen     Diamin    erhältlichen     Diazo-          komponenten    dieser Art besonders wertvoll. Als  aromatische Diamine kommen sowohl     bicyclische     aromatische Verbindungen wie auch     monocyclische     Diamine in Betracht.  



  Als Beispiele von solchen     Aminen,    deren     Diazo-          verbindungen    zur Herstellung der     beim    vorliegenden  Verfahren zu verwendenden Farbstoffe in Betracht  kommen, seien die folgenden erwähnt:

    Die     monoacylierten    Produkte von       4,4'-Diamino-diphenyl-3-sulfonsäure,          4,4'-Diamino-stilben-2,2'-disulfonsäure,          4-(4'-Amino-benzoylamino)-1-amino-benzol-          2-sulfonsäure,          4-(4'-Amino-benzoylamino)-2-amino-benzol-          1-sulfonsäure,     1,3- oder     1,4-Diamino-benzol     und     insbesondere          1,3-Diamino-benzol-4-sulfonsäure,          1,4-Diamino-benzol-3-sulfonsäure    oder       2-Methoxy-1,4-diamino-benzol-5-sulfonsäure.              5-Pyrazolone,

      die in     4-Stellung    kuppeln, sind  z. B. das       3-Methyl-5-pyrazolon,          1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolone,          1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon-2'-,    -3'- oder     -4'-          sulfonsäure,          1-Phenyl-5-pyrazolon-3-carbonsäure,          1-(2'-Clüor-phenyl)-3-methyl-5-pyrazolon-          5'-sulfonsäure,     1-(3'     Nitro-phenyl)-5-pyrazolon-3-carbonsäure,          1-(2',5'-Dichlor-phenyl)-3-methyl-5-pyrazolon-          4'-Sulfonsäure,          1-(2',5'-Dichlor-phenyl)

  -5-pyrazolon-          3-carbonsäure-4'-sulfonsäure     und     die    entsprechenden     Pyrazolon-3-carbonsäure-          amide.     



  Bei der Wahl der zu verwendenden     Diazo-    und       Pyrazolonverbindungen    ist aber darauf zu achten, dass  man nur solche miteinander kombiniert, dass Farb  stoffe entstehen, die mindestens zwei     Sulfonsäure-          gruppen    und mindestens einen     bicyclischen        Arylrest     aufweisen.  



  Die Kondensation der Ausgangsstoffe mit dem       Trihalogentriazin    führt man     zweckmässig    in Gegen  wart säurebindender Mittel     wie        Natriumacetat    oder       Natriumcarbonat    aus. Damit bei der Kondensation  zwei der drei austauschbaren Halogenatome übrig  bleiben, arbeitet man am besten in schwach saurem  bis neutralem Medium     undloder    bei möglichst     niedrig-          gehaltenen    Temperaturen.  



  Die Einführung des     Halogentriazinrestes    in die  fertigen     Farbstoffe    ist deshalb besonders     vorteilhaft,     weil man auch solche     Farbstoffe    herstellen kann, die  als     Azokomponenten    eine in relativ stark alkalischem  Medium     kuppelnde    Verbindung enthalten.

   Durch  diese Herstellungsweise ist die Gefahr, die stark al  kalische     Medien    für die     zwei    übrigbleibenden Halo  genatome des     Triazinkerns    darstellen, leicht zu ver  meiden, indem man nach der gegebenenfalls in stark  alkalischem Medium stattfindenden     Farbstoffherstel-          1_ung    die Kondensation mit     Cyanurchlorid    in schwach  alkalischem bis schwach saurem Medium durchführt.  



  Aus dem Herstellungsmedium können die Farb  stoffe z. B. durch Aussahen und Filtrieren isoliert  werden. Sie     können    gegebenenfalls nach Zugabe von       Puffermitteln,    z. B. nach Zugabe eines Gemisches  gleicher Teile Mono- und     Dialkaliphosphate,    getrock  net bzw. zu trockenen Färbepräparaten verarbeitet  werden; wegen der Anwesenheit von labilen Halogen  atomen im Molekül empfiehlt es sich dabei, vorsichtig       vorzugehen,    z. B. nicht zu hohe     Trocknungstempera-          turen    zu wählen und     gegebenenfalls    unter verminder  tem Druck zu operieren.

   Durch     Zerstäubungstrock-          nung    des     ganzen    Herstellungsgemisches der Farb  stoffe kann man trockene Präparate in der Regel di  rekt, das heisst ohne Zwischenisolierung der Farb  stoffe, gewinnen.  



  Diese neuen     Farbstoffe    eignen sich zum Färben  und Bedrucken der verschiedensten Materialien, ins-    besondere     cellulosehaltiger    faseriger Struktur wie  Zellstoff, Leinen, regenerierte     Cellulose    und vor  allem Baumwolle. Sie eignen sich ganz besonders zum  Färben nach dem sogenannten     Kaltfärbeverfahren,     wonach die Färbung bei Raumtemperatur bis mässig  erhöhter Temperatur in     wässrigen    und gegebenenfalls  auch salzhaltigen, alkalisch reagierenden Bädern er  zeugt wird.  



  Die nach der     Direktfärbemethode    aus stark salz  haltigen Bädern oder nach der Druck- oder nach  der     Foulardiermethod'e    auf die zu färbenden Materia  lien aufgebrachten, erfindungsgemäss hergestellten  Farbstoffe können dort durch     Alkalibehandlung    und  gegebenenfalls Hitzebehandlung fixiert werden.  



  Die mit den neuen Farbstoffen auf     celluiosehal-          tigen    Fasern     erhältlichen    Färbungen zeichnen sich  in der Regel durch die Reinheit ihrer Farbtöne, durch  eine gute Lichtechtheit und vor allem durch hervor  ragende Waschechtheit aus.  



  Im nachfolgenden Beispiel bedeuten die Teile,  sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile,  die Prozente Gewichtsprozente, und die Temperatu  ren sind in Celsiusgraden angegeben.    <I>Beispiel</I>  58,3 Teile des     Aminoazofarbstoffes,    den man  erhält durch Kuppeln von     diazotierter        4-Acetylamino-          2-amino-benzol-l-sulfonsäure    mit     1-(2'-Naphthyl-3-          methyl-pyrazolon-4',8'-disulfonsäure    in alkalischem  Medium und anschliessender saurer     Verseifung    der       Acetylgruppe,    werden in 2000     Teilen    Wasser gelöst.

    Die so erhaltene Lösung lässt man zu einer auf 0 bis  2  gekühlten Suspension von 18,4 Teilen     Cyanur-          chlorid    fliessen. Man rührt bei 0 bis 2  und lässt lang  sam eine     10 /aige        Natriumcarbonatlösung        zutropfen,     bis die Reaktion neutral wird und keine freie     Amino-          gruppe    mehr nachweisbar ist.  



  Dann wird der Farbstoff durch Zusatz von     Ka-          liumchlorid    abgeschieden,     filtriert    und im Vakuum  bei 30 bis 35  getrocknet.  



  Der gebildete Farbstoff färbt     Cellulosefasern    aus  alkalischem salzhaltigem Bade bei 20 bis 40  in rei  nen, echten, gelben Tönen an.  



  <I>Färbevorschrift:</I>  2 Teile des gemäss Beispiel erhaltenen Farbstoffes  werden mit 8 Teilen Harnstoff vermischt in 100 Tei  len Wasser gelöst. Mit dieser Lösung imprägniert man  bei 40  am     Foulard    ein Baumwollgewebe und  quetscht die überschüssige Flüssigkeit so ab, dass der  Stoff 75 % seines Gewichtes an     Farbstofflösung    zu  rückhält. Die so imprägnierte Ware     wird    getrocknet,  dann bei Zimmertemperatur in einer Lösung imprä  gniert, die pro Liter 30 Gramm     Natriumcarbonat    und  300 Gramm     Natriumchlorid        enthält,    auf 75     %a    Flüs  sigkeitsaufnahme abgequetscht, und während 60 Se  kunden bei 100 bis 101  gedämpft.

   Dann wird ge  spült, während einer Viertelstunde in einer 0,3     %        igen     Lösung eines     ionenfreien        Waschmittels    bei Kochtem-           peratur    geseift, wieder gespült und getrocknet. Es       resultiert    eine leuchtend gelbe, kochecht     fixierte    Fär  bung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstof- fen, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Mono- azofarbstoff der Formel EMI0003.0008 worin n eine ganze positive Zahl, D den Rest einer Diazokomponente und A den Rest eines in 4-Stel- lung an die Azogruppe gebundenen 5-Pyrazolons be deuten und worin D und A zusammen mindestens zwei Sulfonsäuregruppen und mindestens einen bi- cyclischen Arylrest enthalten,
    mit einem Trihalogen- triazin im Molverhältnis von etwa 1 : 1 kondensiert. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man Cyanurchlorid mit einem Farbstoff der Formel H,N-D1- N=N-Pz im Molverhältnis von etwa 1 :
    1 kondensiert, worin Dl einen sulfonsäuregruppenhaltigen Rest der Ben- zolreihe und Pz den in 4-Stellung an die Azogruppe gebundenen Rest eines sulfonsäuregruppenhaltigen 1-Naphthyl-5-pyrazolons bedeuten. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die so erhaltenen Farbstoffe isoliert und trocknet.
CH359814D 1957-06-06 1957-06-06 Verfahren zur Herstellung neuer Monoazofarbstoffe CH359814A (de)

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