CH359815A - Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe

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CH359815A
CH359815A CH359815DA CH359815A CH 359815 A CH359815 A CH 359815A CH 359815D A CH359815D A CH 359815DA CH 359815 A CH359815 A CH 359815A
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Hugo Dr Illy
Rudolf Dr Rueegg
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Ciba Geigy
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/02Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/343Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring to a five membered ring
    • C09B62/347Azo dyes
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/38General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using reactive dyes

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Description


  Verfahren zur     Herstellung    neuer     Farbstoffe       Die vorliegende     Erfindung    betrifft die Herstellung  neuer wertvoller, vorzugsweise wasserlöslicher     Azo-          farbstoffe    durch Kuppeln     diazotierter    Amine mit  Kupplungskomponenten, wobei man die Ausgangs  stoffe so wählt, dass wenigstens einer von ihnen einen       Sultonring    aufweist, dessen     S02-Gruppe        einerseits    an  einen aromatischen     Ring    und anderseits an ein  Sauerstoffatom gebunden ist,

   das seinerseits über  eine     Methylen-    oder     Äthylenbrücke    an denselben  aromatischen Ring gebunden ist.  



  Die Herstellung der Farbstoffe erfolgt vorzugs  weise durch die Verwendung von     Diazokomponenten,     die einen     Sultonring    bereits enthalten,     beispielsweise     durch Verwendung eines     diazotierten    Amins der For  mel  
EMI0001.0017     
    So ,gelangt man z. B. durch Nitrieren des sog.

         Tolylsultons    der Formel  
EMI0001.0019     
    und vorsichtiges Reduzieren des erhaltenen     Nitro-          körpers    zu einem wertvollen, gemäss vorliegendem  Verfahren verwendbaren Amin, das einen     Sulton-          ring    der angegebenen Art aufweist und nach     erfolgter          Diazotierung    mit     sulfonsäure-    oder     carboxylgruppen-          haltigen        Azokomponenten    gekuppelt werden kann.

      Die Kupplung der einen     Sultonring        enthaltenden          diazotierten    Amine     erfolgt        vorteilhaft    im schwach  alkalischen bis schwach sauren     Medium.     



  Nach dem erfindungsgemässen Verfahren können       insbesondere        Monoazofarbstoffe    der     Pyrazolonreihe     hergestellt werden.  



  Zweckmässig enthalten die     erfindungsgemäss    her  gestellten Farbstoffe neben mindestens     einem        Sulton-          ring    .der angegebenen Art mindestens eine     wasser-          löslichmachende        Gruppe,    z.

   B.     eine    gegebenenfalls       acylierte        Sulfonsäureamidgruppe,    eine     Sulfongruppe,     insbesondere     eine        Methylsulfongruppe,    oder mit Vor  teil mindestens eine stark saure     wasserlöslich-          machende    Gruppe wie eine     Carboxyl-    oder eine       Sulfonsäuregruppe.    Sie können auch weitere, insbe  sondere nicht     wasserlöslichmachende        Sub.stituenten,     wie Halogenatome,     Nitro-,        Acylamino-,

          Alkyl-    oder       Alkoxygruppen        aufweisen.     



  Die     wasserlöslichmachenden    Gruppen und der       Sultonring    können im     Farbstoffmolekül    beliebig  verteilt sein, das     heisst,    dass beide im Rest einer ein  zigen Komponente vorhanden sein können, oder eine       Farbstoffkomponente    kann z. B. eine     löslichmachende     Gruppe und     eine    andere den     Sultonring    aufweisen. Die  nach vorliegendem Verfahren erhaltenen     Farbstoffe     sind neu.

   Sie eignen sich zum Färben     und    Bedrucken  der     verschiedensten    Materialien, insbesondere     poly-          hydroxylierter    Materialien     faseriger        Struktur    wie  Zellstoff und synthetische Fasern, z. B. aus     Polyvinyl-          alkohol,    regenerierter     Cellulose,    oder auch natürlicher  Materialien, z. B.

   Leinen oder vor allem     Baumwolle.     Sie     :eignen    sich     zum    Färben nach der     sogenannten          Direktfärbemethode    und auch nach dem Druck- oder  nach dem     Foulardierfärbeverfahren,    wonach die auf  die zu färbende Ware aufgebrachten Farbstoffe durch  Wärmebehandlung, z. B. durch     Dämpfen        in    Gegen-      wart von Alkali,     fixiert    werden. Es     empfiehlt    sich bei  der Fixierung der Farbstoffe auf den zu färbenden  Materialien ziemlich starke     Alkalien,    z. B.

   Alkali  hydroxyde, zu verwenden, um eine bessere Fixierung  zu     erwirken;        gute    Resultate erhält man schon bei       pH-Werten    oberhalb 9 und besser noch oberhalb 10.  



  Die mit den     erfindungsgemäss    hergestellten Farb  stoffen auf     cellulosehaltigen    Fasern     erhältlichen    Fär  bungen zeichnen sich     in    der Regel durch die     Reinheit     ihrer Farbtöne, .durch eine gute Lichtechtheit und vor  allem durch hervorragende Waschechtheit aus.  



  Erfindungsgemäss hergestellte Farbstoffe, die höch  stens zwei     Sulfons:äuregruppen,    vorzugsweise aber  eine einzige saure     wasserlöslichmachende    Gruppe auf  weisen, eignen sich auch zum Färben und Bedrucken  von     stickstoffhaltigen        Textilmaterialien    wie Leder,  Seide und vor allem Wolle, sowie     Superpolyamid-          oder        Superpolyurethanfasern    aus schwach alkalischem  Bade.  



  Die auf Wolle mit solchen     Farbstoffen    erhaltenen  Färbungen     sind    ausgezeichnet wasch- und     walkecht.     Im nachfolgenden Beispiel bedeuten die     Teile,     sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichtsteile,  die Prozente Gewichtsprozente, und die Tempera  turen sind in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel</I>  8,5 Teile     Tolylsulton    werden bei Zimmertempe  ratur in 29     Teilen    93     o/aiger    Schwefelsäure gelöst. Im  Verlauf einer Stunde unter ständigem Rühren wird  bei -10  eine Mischung aus 3,3 Teilen 99      /oiger     Salpetersäure und 5,3 Teilen 93     o/oiger    Schwefelsäure       zugetropft.    Das Ganze wird 3 Stunden bei einer  Temperatur von -10 bis -5  und     3/.4        Stunden    bei         Zimmertemperatur    weitergerührt, auf Eis gegossen  und nach dem Filtrieren gründlich mit Wasser,

   bis  das Waschwasser auf     Congopapier    eine neutrale  Reaktion zeigt, gewaschen und getrocknet. Nach Um  kristallisieren aus     Benzol-Petroläther    erhält man       blassgelbe    Kristalle, die bei 160  schmelzen.  



  10 Teile des so erhaltenen     Nitrotolylsultons    wer  den in 130 Teile 37     o/oiger    Salzsäure     suspendiert.     Unter Eiskühlung wird das Ganze gerührt und all  mählich mit 20 Teilen granuliertem Zinn versetzt.  Das Produkt geht vorübergehend in Lösung und schei  det sich nach etwa 3 bis 4 Stunden als weisse Kristall  masse ab. Es wird noch eine Stunde bei Zimmertem  peratur weitergerührt und     abfiltriert.    Das gebildete       Chlorhydrat    des     Aminosultons    wird aus Wasser bei  40 bis 45  umkristallisiert. Die Ausbeute ist prak  tisch quantitativ.  



  22,15 Teile dieses     Aminotolylsultons    werden  in 600 Teilen Wasser und 31     Vol.-Teilen    30     o/aiger     Salzsäure bei     40     gelöst, rasch auf 0  abgekühlt und  mit 6,9 Teilen     Natriumnitrit        diazotiert.    Die klare       Diazolösung    wird unter Rühren auf eine neutrale  Lösung von 25,4 Teilen     1-(2',5'-Dichlorphenyl)-3-          me:thyl-5        pyrazolon-4'-sulfonsäure    in 300 Teilen Was  ser bei 0     bis    4  zugegeben. Nach beendeter Kupp  lung wird das Reaktionsgemisch angesäuert, mit Na  triumchlorid versetzt und filtriert.

   Das erhaltene, im  Vakuum bei 30  getrocknete gelbe Pulver färbt  Baumwolle und Wolle in echten gelben Tönen.  



  In ähnlicher Weise erhält man bei Verwendung  der in Kolonne I der folgenden Tabelle erwähnten  Kupplungskomponenten     Monoazofarbstoffe,    die  Baumwolle in den in Kolonne Il angegebenen Tönen  echt färben.  
EMI0002.0053     
  
    I
<tb>  Kupplungskomponente <SEP> 1I
<tb>  1 <SEP> 1-Phenyl-3-methyl-5-pyrazolon-4' <SEP> sulfonsäure <SEP> gelb
<tb>  2 <SEP> 1-(2'-Chlorphenyl)-3-methyl-5-pyrazolon-5'-sulfonsäure <SEP> gelb
<tb>  3 <SEP> 1-(3'-Aminophenyl)-5 <SEP> pyrazolon <SEP> 3-carbonsäure <SEP> gelb-rotstichig
<tb>  4 <SEP> 2 <SEP> Aminonaphthalin-3,6-disulfonsäure <SEP> orange
<tb>  5 <SEP> 1-Acetylamino-8-oxynaphthalin-3,

  6-disulfonsäure <SEP> rot            Färbevorschrift   <I>1</I>    2 Teile des     gemäss    obigem Beispiel erhaltenen  Farbstoffes der vermutlichen Formel  
EMI0002.0056     
    werden in 100 Teilen Wasser durch Aufkochen ge  löst. Die erhaltene Stammlösung fügt man zu 2900  Teilen Wasser von     2011.    Nach Zugabe von 60 Teilen       Natriumchlorid    geht man mit 100 Teilen Baumwolle  ein, steigert die Temperatur in 45 Minuten auf 80 ,  gibt 30 Teile     Natriumhydroxyd    und nochmals 60     Teile          Natriumchlorid    zu und färbt nach 30 Minuten bei 90  bis 95 .

   Dann wird die Färbung gespült und während  15 Minuten bei Siedetemperatur in einer Lösung  nachbehandelt, die im Liter Wasser     2'g        Natrium-          carbonat    und 3 :g Seife enthält. Dann wird     noch    ein  mal kalt gespült und getrocknet.  



  Man erhält eine gelbe Färbung von sehr guter  Wasch- und Lichtechtheit.      <I>Färbevorschrift 2</I>  1 Teil des gemäss obigem Beispiel erhaltenen  Farbstoffes wird in 100 Teilen Wasser gelöst und mit  9 Teilen Harnstoff vermischt.  



  Mit dieser Lösung imprägniert man bei 80  am       Foulard        ein    Baumwollgewebe und quetscht die  überschüssige Flüssigkeit so ab, dass der Stoff     750/9     seines Gewichtes an     Farbstofflösung    zurückhält.  



  Die so     imprägnierte    Ware wird getrocknet, dann  bei Zimmertemperatur in einer Lösung imprägniert,  die pro Liter 10 g     Natriumhydroxyd    und 300 g     Na-          triumchl.orid        enthält,        auf        75        %        Flüssigkeitszunahme     abquetscht und während 60 Sekunden bei 100 bis       l01         gedämpft.        Dann        wird        gespült,        in        0,

  5        %iger        Na          triumbicarbonatlösung    behandelt, gespült, während       einer        Viertelstunde        in        einer        0,3        %igen        Lösung        eines          ionenfreien        Waschmittels    bei     Kochtemperatur    ,geseift,  gespült und getrocknet.  



  Es resultiert eine gelbe, kochecht fixierte Färbung.  Verwendet man anstelle eines Baumwollgewebes ein       Zellwollgewebe,    so erhält man ein ähnlich gutes  Resultat.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen durch Kuppeln dianotierter Amine mit Kupplungs komponenten, dadurch gekennzeichnet, dass man die Ausgangsstoffe so wählt, dass wenigtens einer von ihnen einen Sultonring aufweist, dessen<B>SO</B> z Gruppe einerseits an einen aromatischen Ring und anderseits an ein Sauerstoffatom gebunden ist, das seinerseits über eine Methylen- oder Äthylenbrücke an .denselben aromatischen Ring gebunden ist. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsstoff ein den erwähnten Sultonring aufweisendes dianotiertes Amin verwendet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsstoff ein diano tiertes Amin der Formel EMI0003.0050 verwendet. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch .gekennzeichnet, dass man das den Sultonring enthaltende dianotierte Amin mit einer wasserlöslichen Kupplungskomponente in schwach alkalischem bis schwach saurem Medium kuppelt. 4.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, -dass man Monoazofarbstoffe der Pyr- azolonreihe herstellt.
CH359815D 1957-09-03 1957-09-03 Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe CH359815A (de)

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