CH345956A - Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe

Info

Publication number
CH345956A
CH345956A CH345956DA CH345956A CH 345956 A CH345956 A CH 345956A CH 345956D A CH345956D A CH 345956DA CH 345956 A CH345956 A CH 345956A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
dye
anthraquinone
formula
amino
sulfonic acid
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Jakob Dr Brassel
Alfred Dr Fasciati
Raymond Dr Gunst
Krannichfeldt Walter Dr Von
Original Assignee
Ciba Geigy
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy filed Critical Ciba Geigy
Publication of CH345956A publication Critical patent/CH345956A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/02Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/04Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring to a triazine ring
    • C09B62/08Azo dyes
    • C09B62/082Azo dyes dyes containing in the molecule at least one azo group and at least one other chromophore group

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description


      Verfahren    zur Herstellung neuer     Farbstoffe       Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Herstellung neuer Farbstoffe, die gleich-  
EMI0001.0003     
    Zur Herstellung der neuen Farbstoffe wird erfin  dungsgemäss eine reaktionsfähige Halogenatome auf  weisende     heterocyclische    Verbindung einerseits mit  einem     Anthrachinonfarbstoff,    der eine mindestens ein  reaktionsfähiges Wasserstoffatom aufweisende     Amino-          gruppe    und eine     Sulfonsäuregruppe    enthält, und  anderseits mit einem     Aminomonoazofarbstoff    kon  densiert,

   der die     Aminogruppe    in einem     Benzolrest     aufweist, der in     4-Stellung    eines     5-Pyrazolons    über  die     Azogruppe    gebunden ist.  



  Als     Anthrachinonfarbstoffe    der angegebenen Art  kommen für das vorliegende Verfahren als Ausgangs  stoffe vorzugsweise solche in Betracht, die die reak  tionsfähige     Aminogruppe    in einem externen Kern  enthalten, das heisst in einem Kern, welcher mit dem       Anthrachinonkern    über ein Sauerstoffatom oder mit  Vorteil über eine     NH-Gruppe    gebunden ist, wie  z.

   B. die     Aminobenzoylaminoanthrachinone    oder die       Aminophenylaminoanthrachinone.    Man kann auch       Anthrachinonfarbstoffe        mit        ankondensierten    Ringen,    zeitig     Azo-    und     Anthrachinonchromophore    enthalten.  Ein solcher Farbstoff entspricht z. B. der Formel    wie z. B. diejenigen der     Dibenzanthron-,        Pyranthron-,          Pyrazolanthron-,        Antanthron-    oder     Dibenzpyren-          chinonreihe,    verwenden.  



  Als Beispiele von     Anthrachinonfarbstoffen,    die  beim vorliegenden Verfahren als Ausgangsstoffe ver  wendet werden können, seien die folgenden erwähnt:       1-Amino-4-(4'-amino-phenylamino)-anthrachinon-          2,3'-disulfonsäure,          1-Amino-4-(4'-amino-phenylamino)        -anthrachinon-3'-          sulfonsäure,          1-Amino-4-(3'-amino-phenylamino)-anthrachinon        -4'-          sulfonsäure,          1-Amino-4-(4'-    oder     3'-amino-phenylamino)-          anthrachinon-2-sulfonsäure,

            1-Amino-4-(3'-amino-4'-    oder     -6'-methyl-phenyl-          amino)-anthrachinon-2-sulfonsäure,          1-Amino-4-(4'-amino-3'-methyl-phenylamino)-          anthrachinon-2-sulfonsäure,          1-Amino-4-(3'-amino-4',6'-dimethyl-phenylamino)-          anthrachinon-2-sulfonsäure,              1-Amino-4-(4'-amino-phenylamino)        -anthrachinon-3'-          sulfonsäurediäthylamid-2-sulfonsäure,          1-Amino-4-(4'-amino-phenylamino)        -anthrachinon-3'-          methylsulfon-2-sulfonsäure,

          ferner    auch       1-Amino-4-(4'-monoacylamino-phenylamino)-          anthrachinon-2-sulfonsäuren,    wie z. B. die       1-Amino-4-(4'-acetylaminophenyl-amino)-          anthrachinon-2-sulfonsäure,          1-Amino-4-(4'-chloracetylamino-phenylamino)-          anthr        achinon-2-sulfonsäure.     



  Als     heterocyclische    Verbindungen der angege  benen     Art    sind z. B. zu erwähnen:       2,4-Dichlor-chinolin,        N-Methyl-2,4-dichlor-pyrimidin,          4,4'-Dichlor-6,6'-diphenyl-1,1',3,3'-bisdiazin,          1,4-Dichlor-phthalazin,        2,4-Dichlor-chinazolin,          2,4-Dichlor-pyrimidin     und vor allem     Cyanurtrichlorid    oder     Dihalogentriazine     der Formel  
EMI0002.0025     
    worin- A einen organischen,

   vorzugsweise höchstens  12     Kohlenstoffatome    enthaltenden Rest ohne     Farb-          stoffcharakter    und X eine     -S-,    -O- oder     NH-          Brücke    oder eine direkte Bindung bedeutet.  



  Die     Dihalogentriazine    dieser Zusammensetzung  können nach an sich bekannten Methoden aus       Cyanurhalogeniden    wie     Cyanurbromid    oder     Cyanur-          chlorid    hergestellt werden, indem man z. B. 1     Mol          Cyanurchlorid    mit einem     Mol    einer     Amino-,        Mer-          kapto-    oder     Oxyverbindung    ohne     Farbstoffcharakter     umsetzt.

   Als solche Verbindungen kommen hierbei       Ammoniak,        aliphatische    oder aromatische     Hydroxyl-          verbindungen    und     Merkaptane    wie     Methyl-,        Äthyl-          oder        Butylalkohol,    Phenol, o-, m- oder     p-Kresol,          4-Sekundärbutyl-phenol,        4-Tertiäramyl-phenol,        Di-          alkylphenole,        p-Chlor-phenol,        ss        Oxy-äthylmerkaptan,

            Dodecylmerkaptan,        Thiophenol    und vor allem orga  nische     Stickstoffverbindungen    wie     Methyl-,        Dimethyl-,     Äthyl-,     Diäthyl-,        Isopropyl-,        Butyl-,        Hexyl-,        Phenyl-,          Tolyl-,        4-Chlor-phenyl-,        N-Methyl-phenyl    oder     Cyclo-          hexylamin,    ferner     ss        Chloräthylamin,

          Methoxyäthyl-          amin,        Methoxypropylamin    oder     Äthanolamine    in Be  tracht. Verwendbare     Dihalogentriazine    der Formel  
EMI0002.0084     
    (2) können ebenfalls nach an sich bekannten Metho  den aus einem     Mol        Cyanurchlorid    und einem     Mol     eines     Alkyl-,        Cycloalkyl-,        Aralkyl-    oder     Aryl-          magnesiumhalogenide    erhalten werden,

   während die  erfindungsgemäss zu verwendenden     Monoazofarbstoffe     der Formel    (3)     H@N-R1-    N =     N-Pz       worin     R1    den Rest einer vorzugsweise     monocyclischen          Diazoverbindung    der     Benzolreihe    und     Pz-    einen in       4-Stellung    an die     Azogruppe    gebundenen     5-Pyrazolon-          rest    bedeuten,

   bekanntlich aus in     4-Stellung    kuppeln  den     5-Pyrazolonen    durch Kupplung mit     Diazover-          bindungen    der     Benzolreihe,    die neben der     Diazo-          gruppe    noch eine freie     Aminogruppe    oder einen in  eine solche Gruppe     überführbaren        Substituenten     aufweisen, nach an sich bekannten Methoden her  gestellt werden.  



  Die Kondensation der     heterocyclischen    Verbin  dungen mit den     Anthrachinonfarbstoffen    führt man  zweckmässig in Gegenwart säurebindender Mittel wie       Natriumacetat    oder     -carbonat    vorzugsweise in     wäss-          rigem    Medium aus.  



  Die besonders wertvollen Farbstoffe, die einen       Triazinrest    enthalten, können ebenfalls so hergestellt  werden, dass man     Anthrachinonfarbstoffe,    die eine       -NH2    Gruppe und eine     Sulfonsäuregruppe    enthal  ten, mit     Cyanurhalogeniden,    insbesondere mit     Cyanur-          chlorid    oder mit     einemDihalogentriazin    der Formel (2)  im molekularen Verhältnis 1 : 1 kondensiert und das  so erhaltene Kondensationsprodukt danach mit einem       Mol    eines Farbstoffes der Formel (3) kondensiert.  



  Falls in den so erhaltenen Kondensationspro  dukten noch ein austauschbares Halogenatom vor  handen ist, kann es mit einer der weiter oben bei  der Herstellung der     Dihalogentriazine    der Formel (2)  aufgeführten     Oxy-,        Merkapto-    oder     Aminoverbindun-          gen    ohne     Farbstoffcharakter    umgetauscht werden.  



  Sämtliche Kondensationen erfolgen zweckmässig  bei     pH-Werten        zwischen    5 und 7. Je nach     Ausgangs-          Stoffen    kann es von Vorteil sein, den     pH-Wert    von  Stufe zu Stufe etwas zu erhöhen. Allgemein ist zu  empfehlen, den     pH-Wert    auf den einzelnen Stufen  möglichst konstant zu halten, was durch laufende  Kontrolle und Neutralisation der freiwerdenden Halo  genwasserstoffsäure, z. B. mittels     Alkalicarbonaten     oder     -hydroxyden,    gut möglich ist.  



  Besonders wertvoll und leicht zugänglich sind die  so erhaltenen Farbstoffe, die der Formel      entsprechen, worin Z eine     Sulfonsäuregruppe    oder  ein Wasserstoffatom, A einen direkt oder vorzugs  weise über eine Stickstoffbrücke gebundenen, höch  stens 12     Kohlenstoffatome    aufweisenden     Substituen-          ten    oder ein Chloratom und Y den Rest eines in       4-Stellung    an die     Azogruppe    gebundenen     3-Methyl-          5-pyrazolons    bedeuten.  



  Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren  erhaltenen Farbstoffe sind neu. Sie sind wertvolle  Farbstoffe, die sich zum Färben und Bedrucken der  verschiedensten Materialien, wie     polyhydroxylierte     Textilmaterialien z. B. aus     Polyvinylalkohol    oder aus  natürlicher oder regenerierter     Cellulose    und stickstoff  haltiger Textilmaterialien wie Seide, Leder und vor  allem Wolle, sowie vollsynthetischen Fasern aus  Superpolyamiden und     Superpolyurethanen        eignen.     Wählt man die Ausgangsfarbstoffe bei der Farbstoff  herstellung so, dass Farbstoffe entstehen, die eine bis  höchstens zwei     Sulfonsäuregruppen    aufweisen,

   so  eignen sie sich insbesondere zum Färben stickstoff  haltiger Textilmaterialien aus neutralem oder schwach  saurem Bade, vorzugsweise aus einem essigsauren  Bade, dessen     pH-Wert    zwischen 5 und 7 liegt, wäh  rend die erfindungsgemässen Farbstoffe, die mehr als  zwei     Sulfonsäuregruppen    im Molekül und auch ein  Halogenatom im     Triazinkern    aufweisen, vor allem  zum Färben von Baumwolle und     polyhydroxylierten     Materialien geeignet sind.

   Diese zuletzt erwähnten  Farbstoffe, die einen     halogenierten        Triazinkern    und  mehr als zwei     Sulfonsäuregruppen    enthalten, kön  nen auf die zu färbende Faser nach der     Direktfärbe-          methode,    nach dem Druck- oder nach dem sogenann  ten     Padfärbeverfahren    gebracht und durch Alkali  behandlung auf der Faser fixiert werden.

    
EMI0003.0025     
         als        etwa        25        %        ige        wässrige        Paste        eingetragen.        Das     Reaktionsgemisch wird während 30 Minuten bei 35  bis 40  und während 30 Minuten bei 45 bis 50   gerührt. Anschliessend wird auf 70  erwärmt.

   Der  entstandene Farbstoff wird bei dieser Temperatur       abfiltriert        und        mit        150        Teilen        einer    2     %        igen        Natrium-          chloridlösung    gewaschen. Er stellt getrocknet ein  dunkles Pulver dar, das sich in Wasser mit grüner  Farbe löst und Wolle aus neutralem oder schwach  essigsaurem Bade in klaren, grünen Tönen färbt.  



  Der nach den Angaben des vorhergehenden Ab  schnittes erhaltene Farbstoff wird, vorteilhaft ohne  vorherige Trocknung, mit 1000 Teilen Wasser und  3,8 Teilen Anilin während 6 Stunden unter Rück  fluss gekocht. Nach Zugabe von 120 Teilen einer  gesättigten     Natriumchloridlösung    wird 15 Minuten  nachgerührt. Der fast völlig ausgefallene Farbstoff    In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die  Teile, sofern nichts anderes angegeben wird, Ge  wichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die  Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.  



       Beispiel   <I>1</I>  18,5 Teile     Cyanurchlorid    werden in 400 Teilen  Eiswasser suspendiert und mit 29,7 Teilen einer       Anschlämmung    des sauer abgeschiedenen Farbstoffes  der Formel  
EMI0003.0049     
    (hergestellt durch Kuppeln von     diazotierter        1-Acetyl-          amino-3-amino-benzol-4-sulfonsäure    mit     3-Methyl-          5-pyrazolon    und anschliessender     Verseifung    der       Acetylaminogruppe)    in 400 Teilen Wasser versetzt.

    Dieser gelben Suspension werden innert 3 Stunden  bei 2 bis 5  10,6 Teile     Natriumcarbonat,    in 100 Tei  len Wasser gelöst,     zugetropft.    Die Farbe der Suspen  sion schlägt nach grüngelb um.  



  8,18 Teile     1-Amino-4-(4'-amino-phenylamino)-          anthrachinon-2-sulfonsäure    werden in 200 Teilen  Wasser unter Zugabe von 0,9 Teilen Natrium  hydroxyd und 1,1 Teilen     Natriumcarbonat    bei 40   gelöst. In die erhaltene Lösung werden 9,8 Teile des  in der eben beschriebenen Weise hergestellten Farb  stoffes der Formel    wird heiss     abfiltriert.    Er stellt getrocknet ein dunkles  Pulver dar, das sich in Wasser mit grüner Farbe löst  und Wolle aus neutralem oder schwach essigsaurem  Bade in     klaren    grünen Tönen färbt.

      <I>Beispiel 2</I>    23,0 Teile     1-Acetylamino-3-amino-benzol-4-          sulfonsäure    werden in bekannter Weise     diazotiert     und alkalisch bei 0 bis 5  mit 20,8 Teilen     1-(2'-          Methyl-6'-chlor-phenyl)-3-methyl-5-pyrazolon    gekup  pelt. Der entstandene gelbe     Farbstoff    wird     mit    Na  tronlauge bei 90 bis 95  verseift und durch Zurück  stellen bis zu     phenolphthaleinneutraler    Reaktion bei  50  abgeschieden.

   Man filtriert ab und erhält in guter  Ausbeute den zu erwartenden gelben     Aminoazo-          farbstoff.         45 Teile des so erhaltenen     Aminoazofarbstoffes     werden in 650 Teilen Wasser von 60 bis 700 gelöst  und zu einer Suspension von 18,4 Teilen     Cyanur-          chlorid    in 200 Teilen Eis und 50 Teilen Wasser  unter gutem Rühren zufliessen gelassen. Die Tempe  ratur wird durch Eiszugabe auf 10 bis 150 gehalten.  Man rührt 4 Stunden bei 10 bis 150, wobei man  gleichzeitig die freiwerdende Salzsäure durch Zugabe  von     ln-Natronlauge    neutralisiert.  



  40,9 Teile     1-Amino-4-(4'-amino-phenylamino)-          anthrachinon-2-sulfonsäure    werden in 500 Teilen  Wasser bei 500 mit Natronlauge neutral gelöst und  zur Suspension des     Cyanurchlorid-Monokondensates     zugegeben. Man heizt auf 400 und rührt über Nacht  bei dieser Temperatur, wobei die freiwerdende Salz  säure laufend mit     ln-Natronlauge    neutralisiert wird.

    Dann gibt man<B>18,0</B> Teile Anilin zu,     heizt    auf 90  
EMI0004.0010     
    der durch Umsetzung des entsprechenden     Amino-          azofarbstoffes,        resp.    von Anilin mit     Cyanurchlorid     und des so erhaltenen Monokondensates mit Anilin       resp.    mit dem     Aminoazofarbstoff    gemäss den Angaben  in Beispiel 2 erhalten wurde, werden mit 200 Teilen  Wasser von 700 verrührt.

   Nach Zugabe einer 400  warmen Lösung von 4,09 Teilen     1-Amino-4-(4'-          amino-phenylamino)-anthrachinon-2-sulfonsäure    und  0,4 Teilen     Natriumhydroxyd    in 200 Teilen Wasser  wird das Reaktionsgemisch während 24 Stunden  unter     Rückfluss    gekocht, wobei die Reaktion durch  Zugabe von verdünnter     Natriumcarbonatlösung    stän  dig     lackmusneutral    gehalten wird. Nach Zugabe von  
EMI0004.0023     
  
EMI0004.0024     
    bis 950 und rührt     21i    Stunden bei 90 bis 950.

   Nach       dem        Abkühlen        auf        800        gibt        man        10%        des        Volu-          mens    = etwa 240 Teile     Natriumchlorid    zu, rührt  kurze Zeit und filtriert ab. Nach dem Trocknen im  Vakuum bei 90 bis 950 erhält man ein grünes     Farb-          stoffpulver    in guter Ausbeute, das sich     färberisch     praktisch gleich verhält wie der nach Beispiel 2 her  gestellte Farbstoff.  



  Anstelle der     1-Amino-4-(4'-amino-phenylamino)-          anthrachinon-2-sulfonsäure    kann auch die     1-Amino-          4-(3'-amino-phenylamino)-anthrachinon-2-sulfonsäure     verwendet werden. Der daraus erhaltene Farbstoff  färbt Wolle jedoch trüber oliver als der oben er  wähnte Farbstoff.    <I>Beispiel 3</I>  5,2 Teile des Farbstoffes der Formel    60 Teilen einer gesättigten     Natriumchloridlösung     wird 15 Minuten nachgerührt. Der ausgefallene Farb  stoff wird bei 50 bis 550     abfiltriert    und mit 200 Tei  len einer     5-1/oigen        Natriumchloridlösung    gewaschen.

    Er stellt getrocknet ein dunkles Pulver dar, das sich  in Wasser mit grüner Farbe löst und Wolle aus  neutralem oder schwach essigsaurem Bade in klaren  grünen Tönen färbt.  



  Ebenfalls gute Resultate werden erhalten, wenn  anstelle des     Azofarbstoffes    der angegebenen Formel  folgende Farbstoffe bei der Kondensation verwendet  werden:    
EMI0005.0001     
    <I>Beispiel 4</I>    Eine Lösung von 0,02     Mol    des     Dinatriumsalzes     der     1-Amino-4-(4'-amino-phenylamino)-anthrachinon-          2,3'-disulfonsäure    in 400     cm3    kaltem Wasser wird  auf 0  gekühlt und hierauf mit einer Lösung von  <B>3,8</B> g     Cyanurchlorid    in 20     cm3    Aceton versetzt.

   Man  rührt das Gemisch während 30 bis 60 Minuten bei 0  bis 5 , wobei die freiwerdende Säure laufend durch  Zugabe von verdünnter     Natriumhydroxydlösung    neu  tralisiert wird. Nach beendigter Kondensation wird  eine neutrale Lösung von 0,02     Mol    des Farbstoffes  der Formel  
EMI0005.0011     
    in 400     cm3    Wasser zugegeben. Man erwärmt das  Gemisch auf 35  und rührt während etwa 7 Stunden  bei 35 bis 40 , wobei die freiwerdende Säure laufend  durch Zugabe von verdünnter     Natriumhydroxyd-          lösung    neutralisiert wird.

   Der entstandene grüne  Farbstoff wird durch Zugabe von     Natriumchlorid     
EMI0005.0016     
  
     abgeschieden und     abfiltriert.    Er stellt getrocknet ein  dunkles Pulver dar, das sich in Wasser mit     grüner     Farbe löst und     Cellulose    nach dem     in    der Färbevor  schrift B angegebenen Verfahren in sehr wasch- und  lichtechten grünen Tönen färbt.  



  Der als Zwischenprodukt verwendete gelbe Farb  stoff der obigen Formel kann in an sich bekannter  Weise durch     Diazotieren    von     4-Acetylamino-2-amino-          benzol-1-sulfonsäure,    Kuppeln mit     3-Methyl-5-          pyrazolon    und anschliessendes Verseifen der     Acetyl-          aminogruppe    mit verdünnter Salzsäure dargestellt  werden.  



  Der oben beschriebene,     Cellulose    in grünen  Tönen färbende Farbstoff kann auch in der Weise  hergestellt werden, dass man zuerst 1     Mol    des gelben  Farbstoffes der obigen Formel mit 1     Mol        Cyanur-          chlorid    umsetzt und anschliessend das so erhaltene  gelb gefärbte primäre Kondensationsprodukt mit  1     Mol        1-Amino-4-(4'-amin(%-phenylamino)-anthra-          chinon-2,3'-disulfonsäure    kondensiert.  



  In analoger Weise können die in folgender Ta  belle erwähnten Blau- und Gelbkomponenten zu  Farbstoffen kondensiert werden, die     Cellulose    sehr  wasch- und lichtecht in den in Kolonne IV der    Tabelle angegebenen Tönen färben.    
EMI0006.0001     
  
     
EMI0007.0001     
  
     
EMI0008.0001     
  
     
EMI0009.0001     
  
     
EMI0010.0001     
  
     
EMI0011.0001     
  
       <I>Färbevorschrift A</I>  Man löst 2 Teile des nach Beispiel 1 erhältlichen  Farbstoffes in 4000 Teilen Wasser auf, setzt dem  Färbebad 10 Teile kristallisiertes Natriumsulfat zu  und geht mit 100 Teilen Wolle bei 40 bis     50     ein.

         Man        gibt        alsdann    2     Teile        40%ige        Essigsäure        zu,     treibt innerhalb einer halben Stunde     zum    Kochen und  färbt     3/,4    Stunden bei dieser Temperatur. Nach dem  Spülen und Trocknen erhält man eine grüne Färbung,  die sehr gut wasch- und     walkecht    ist.  



  Zum gleichen Ergebnis gelangt man, wenn an  stelle von Wolle     Superpolyamidfasern    verwendet wer  den oder wenn dem Färbebad keine Essigsäure zu  gegeben wird.    <I>Färbevorschrift B</I>    1 Teil des gemäss Beispiel 4, 1. Absatz erhaltenen  Farbstoffes wird mit 9 Teilen Harnstoff vermischt  in 100 Teilen Wasser gelöst.  



  Mit dieser Lösung imprägniert man bei 80  am       Foulard    ein Baumwollgewebe und quetscht die über  schüssige Flüssigkeit so ab, dass der Stoff 75     1/a    seines  Gewichtes an     Farbstofflösung        zurückhält.     



  Die so imprägnierte Ware wird getrocknet, dann  bei Zimmertemperatur in     einer    Lösung imprägniert,  die pro Liter 10g     Natriumhydroxyd    und 300g     Na-          triumchlorid        enthält,        auf        75%        Flüssigkeitsaufnahme     abgequetscht, und während 60 Sekunden bei 100 bis       101         gedämpft.        Dann        wird        gespült,        in        0,

  5%iger          Natriumbicarbonatlösung    behandelt, gespült, während  einer Viertelstunde in einer 0,3     0/eigen    Lösung eines       ionenfreien    Waschmittels bei Kochtemperatur geseift,  gespült und getrocknet.  



  Es resultiert eine kochecht fixierte Färbung. Ver  wendet man statt eines Baumwollgewebes ein     Zell-          wollgewebe,    so     erhält    man ein ähnlich gutes Resultat.  



  Führt man die Imprägnierung mit der Farbstoff  lösung statt wie beschrieben bei 80  bei 30  aus, so       erhält    man ein ähnlich gutes Resultat.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe, die gleichzeitig Azo- und Anthrachinonchromophore ent halten, dadurch gekennzeichnet, dass man eine reak tionsfähige Halogenatome enthaltende heterocyclische Verbindungen einerseits mit einem Anthrachinon- farbstoff, der eine mindestens ein reaktionsfähiges Wasserstoffatom aufweisende Aminogruppe und eine Sulfonsäuregruppe enthält, und anderseits mit einem Aminomonoazofarbstoff kondensiert,
    der die Amino- gruppe in einem Benzolrest aufweist, der in 4-Stellung eines 5-Pyrazolons über die Azogruppe gebunden ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Anthrachinonfarbstoffe solche der Formel EMI0012.0058 verwendet, worin R" einen Benzolrest, eines der bei den Z eine Sulfonsäuregruppe und das andere Z ein Wasserstoffatom bedeuten. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als heterocyclische Verbin dung ein Chlorpyrimidin, Cyanurchlorid oder ein Di- halogentriazin der Formel EMI0012.0067 Halogen verwendet, worin A einen organischen, höchstens 12 Kohlenstoffatome enthaltenden Rest ohne Farb- stoffcharakter und X eine -S-, -O- oder NH- Brücke oder eine direkte Bindung bedeutet. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Monoazofarbstoffe der Formel EMI0012.0077 verwendet, worin Pz einen 3-Methyl-5-pyrazolonrest bedeutet. 4.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zuerst ein Cyanurhalogenid oder ein Dihalogentriazin der Formel EMI0012.0082 worin A einen organischen, höchstens 12 Kohlen stoffatome enthaltenden Rest ohne Farbstoffcharakter und X eine -S-, -O- oder Stickstoffbrücke oder eine direkte Bindung bedeutet, im molekularen Ver hältnis 1 :
    1 mit einem Anthrachinonfarbstoff, der eine mindestens ein reaktionsfähiges Wasserstoffatom aufweisende Aminogruppe und eine Sulfonsäure- gruppe enthält, kondensiert, danach das erhaltene Kondensationsprodukt mit einem Farbstoff der Formel H"N-RI- N = N-Pz umsetzt, worin R1 den Rest einer Diazoverbindung der Benzolreihe und Pz einen in 4-Stellung an die Azogruppe gebundenen 5-Pyrazolonrest bedeuten. 5.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die heterocyclische Ver bindung zuerst mit dem Aminomonoazofarbstoff kon densiert und danach die Kondensation mit dem An thrachinonfarbstoff vornimmt.
CH345956D 1957-01-07 1956-01-27 Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe CH345956A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH345956T 1957-01-07

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH345956A true CH345956A (de) 1960-04-30

Family

ID=4507448

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH345956D CH345956A (de) 1957-01-07 1956-01-27 Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH345956A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4039866C2 (de) Reaktivfarbstoffe
CH473880A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Metallkomplexverbindungen von Monoazofarbstoffen
DE1230152B (de) Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen
EP0069703B1 (de) Reaktivfarbstoffe, deren Herstellung und Verwendung
CH345956A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe
DE1298663B (de) Verfahren zur Herstellung wasserunloeslicher Disazofarbstoffe
CH495564A (de) Filmprojektor mit einem Filmschaltwerk
DE3009788A1 (de) Wasserloesliche nickelphtalocyaninazofarbstoffe
DE3835724A1 (de) Faserreaktive metallisierte monoazoverbindungen
DE1444719A1 (de) Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Formazanfarbstoffen
AT214029B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Monoazofarbstoffe
AT220739B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Farbstoffen
DE1231365B (de) Verfahren zur Herstellung faserreaktiver Azofarbstoffe
DE1444640C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Azoreaktivfarbstoffen
CH349015A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe
CH606345A5 (en) Tetrakis:azo dyes contg. two fibre-reactive triazinyl gps.
CH640876A5 (de) Monoazoverbindungen mit faserreaktivem rest, verfahren zur herstellung und verwendung.
DE2000753A1 (de) Wasserloesliche difluorpyrimidyloxygruppenhaltige Reaktivfarbstoffe
AT163617B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Azofarbstoffe
CH521428A (de) Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen
CH405537A (de) Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen
DE1283984B (de) Verfahren zur Herstellung von faserreaktiven Schwermetallkomplexen von Monoazofarbstoffen
CH391926A (de) Verfahren zur Herstellung von metallhaltigen Monoazofarbstoffen
CH512568A (de) Verfahren zur Herstellung eines reaktiven Monoazofarbstoffs
DE1111317B (de) Verfahren zur Herstellung von Monoazofarbstoffen