CH361286A - Verfahren zur Herstellung neuer Benzimidazole - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Benzimidazole

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CH361286A
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halogen
benzyl
acid
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diethylamino
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Inventor
Karl Dr Hoffmann
Alfred Dr Hunger
Jindrich Dr Kebrle
Alberto Dr Rossi
Original Assignee
Ciba Geigy
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  Verfahren zur Herstellung neuer     Benzimidazole       Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur  Herstellung von 1-     (tert.    -     Amino    -     niederalkyl)    - 2     -          (p-alkoxy-benzyl)-benzimidazolen    der Formel  
EMI0001.0007     
    worin A einen niederen     Alkylenrest,    R eine tertiäre       Aminogruppe    und     alkyl    eine     Alkylgruppe    bedeuten,  und worin einer der Reste     R1    und     R,    für Wasserstoff  oder Halogen und der andere für Halogen steht.

   Die  tertiäre     Aminogruppe    ist beispielsweise eine gege  benenfalls durch ein     Heteroatom    unterbrochene  niedere     Alkyleniminogruppe,    wie eine     Piperidino-,          Pyrrolidino-    oder     Morpholinogruppe,    besonders aber  eine     Di-niederalkyl-aminogruppe,    vor allem die     Di-          äthylaminogruppe.     



  Die neuen Verbindungen sind wirksam als Anal  getika und     Muskelrelaxantia    und können dement  sprechend als Arzneimittel Verwendung finden. Von  besonderem Interesse wegen ihrer therapeutischen  Eigenschaften sind die Verbindungen der     Formel     
EMI0001.0025     
    worin     alkyl    für einen     Niederalkylrest,    wie     Methyl,          Propyl,    in erster Linie Äthyl, steht, und     R1        undioder     R2 Chlor bedeuten, wie     1-(ss-Diäthylamino-äthyl)-2-          (p-äthoxy-benzyl)-5-chlor-benzimidazol,

          1-(ss        Diäthyl-          amino-äthyl)-2        (p-methoxy-benzyl)-5-chlor-benzimid-          azol    und ihre Salze.  



  Das erfindungsgemässe     Verfahren    ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man ein     2-(p-Alkoxy-benzyl)-5-          und/oder        -6-halogen-benzimidazol    mit einem reak  tionsfähigen Ester eines Alkohols der Formel       HO-A-R     umsetzt.

   Reaktionsfähige Ester sind insbesondere  solche starker anorganischer oder organischer Säuren,  wie der     Halogenwasserstoffsäuren,    oder organischer       Sulfonsäuren,    wie     p-Toluol-sulfonsäure.    Die Um  setzung wird vorzugsweise vorgenommen in Gegen  wart von Kondensationsmitteln, insbesondere sol  cher, die     mit    den     2-(p-Alkoxy-benzyl)-benzimidazolen     Metallsalze zu bilden vermögen, wie Alkali- und       Erdalkalimetalle,        beispielsweise    Natrium,     Lithium     und     Calcium,    ihre     Amide,    Hydride, Kohlenwasser  stoffverbindungen,

       Alkoholate,    Oxyde und     Hy-          droxyde,    z. B.     Natriumamid,        Natriumhydrid,        Butyl-          lithium,        Phenylkalium,        Phenyllithium,        Kalium-tert.-          butylat,        Kalium-tert.-amylat,        Natriumäthylat,    Na       triumoxyd    und     Natriumhydroxyd,    oder unter Ver  wendung der     vorgebildeten    Metallsalze der Benz  imidazole.  



  Die Umsetzungen können in An- oder Abwesen  heit von     Verdünnungs-        undloder        Kondensationsmit-          teln,    wenn nötig, bei erhöhter Temperatur, im offenen  oder     im        geschlossenen    Gefäss unter Druck     ausgeführt     werden.  



  Je nach der Arbeitsweise erhält man die neuen  Verbindungen in Form der freien Basen oder ihrer      Salze. Aus den Salzen können in an sich     bekannter     Weise die freien Basen gewonnen werden. Von letz  teren lassen sich durch Umsetzung mit Säuren, die  zur Bildung therapeutisch verwendbarer     Salze    ge  eignet sind,     Salze    gewinnen, wie z.

   B. von Halogen  wasserstoffsäuren, Schwefelsäure, Salpetersäure,  Phosphorsäure,     Rhodanwasserstoffsäure,    Essigsäure,       Propionsäure,        Oxalsäure,        Malonsäure,    Bernstein  säure, Apfelsäure,     Methansulfonsäure,        Äthansulfon-          säure,        Oxyäthansulfonsäure,    Benzol- oder     Toluol-          sulfonsäure    oder von therapeutisch wirksamen Säuren.  



  Die Ausgangsstoffe sind     bekannt    oder können  nach an sich bekannten Methoden gewonnen werden.  Die neuen Verbindungen können als Arznei  mittel, z. B. in Form pharmazeutischer Präparate,  Verwendung finden, welche sie oder ihre Salze in  Mischung mit einem für die     enterale,        parenterale     oder     topicale    Applikation geeigneten, pharmazeuti  schen, organischen oder anorganischen, festen oder  flüssigen     Trägermaterial    enthalten.  



  Im folgenden Beispiel sind die Temperaturen  in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel</I>  2,7 g     2-(p-Methoxy-benzyl)-5-chlor-benzimidazol     werden in 100     cm3    absolutem     Dioxan    gelöst, 0,4 g       Natriumamid    werden unter Rühren zugefügt. Die Re  aktionsmischung wird auf 70  erwärmt.

   Bei dieser       Temperatur    werden 1,4 g     ss-Diäthylamino-äthyl-          chlorid,    gelöst in 10     cm3        Dioxan,    während 1 Stunde  langsam     zugetropft.    Unter Rühren wird die Reak  tionsmischung 4 Stunden bei 70  gehalten, dann mit        Norit         (Markenprodukt)    versetzt, filtriert, einge  dampft und in 100     cm3    Äther aufgenommen.

   Die  ätherische Lösung wird dreimal mit 20     cm3        1n    Salz  säure ausgeschüttelt, der     Salzsäureauszug        mit    Na  tronIauge alkalisch gestellt und die freigesetzte Base       in    Äther aufgenommen, getrocknet und vom Lö  sungsmittel befreit. Durch Lösen in Alkohol und  Zugabe von einem Äquivalent alkoholischer Salz  säure wird die Base in ihr     Hydrochlorid    übergeführt.  Das so erhaltene     1-(ss-Diäthylamino-äthyl)-2-(p-          methoxy-benzyl)-5-chlor-benzimid'azol-hydrochlorid          schmilzt    bei 183-184 .  



  Das als Ausgangsmaterial verwendete     2-(p-Meth-          oxy-benzyl)-5-chlor-benzimidazol    kann wie     folgt    her  gestellt werden:  11,8 g     p-Methoxy-benzylcyanid    werden in einer  Mischung von 80     cm3        Chloroform    und 4,64     cm3          Äthanol    gelöst.

   Die Mischung wird bei 0  mit  trockenem     Salzsäuregas    gesättigt und 12 Stunden  bei     Zimmertemperatur    stehengelassen. 10 g 2     Amino-          5-chlor-anüin,    in 100     cm3    Chloroform gelöst, wer  den nun zu der oben genannten Reaktionsmischung  zugefügt und das ganze 12 Stunden am     Rückfluss     gehalten. Zu der abgekühlten     Reaktionsmischung       werden 200     eins    Wasser zugefügt und so viel       wässriges        Ammoniak,    dass nach dem Durchschütteln  der zwei Phasen die     wässrige    Schicht deutlich alka  lisch reagiert.

   Die     Chloroformschicht    wird mit Ma  gnesiumsulfat getrocknet, eingedampft und der  Rückstand aus     Chloroform-Ligroin    kristallisiert. Das  erhaltene     2-(p-Methoxy-benzyl)-5-chlor-benzimidazol          schmilzt    bei 169 .  



  In analoger Weise können die folgenden Verbin  dungen hergestellt werden:  1-     (ss-Diäthylamino-äthyl)-2-(p-äthoxy-benzyl)-5-          chlor-benzimidazol,    F. des Hydrochlorids 205-207 ;  1-     (ss    -     Diäthylamino-äthyl)-2-(p-methoxy-benzyl)-          5,6-dichlor-benzimidazol,    F. des Hydrochlorids 220 ;       1-(ss        Diäthylamino-äthyl)-2-(p-äthoxy-benzyl)-5,6-          dichlor-benzimidazol,    F. des Hydrochlorids 115 ;       1-(ss-Dimethylamino-äthyl)-2-(p-äthoxy-benzyl)-          5,6-dichlor-benzimidazol,    F. 86-87 ;

   F. des     Hydro-          chlorids    120-130 .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer Benzimidazole der Formel EMI0002.0077 worin A einen niederen Alkylenrest, R eine tertiäre Aminogruppe und alkyl eine Alkylgruppe bedeuten, und worin einer der Reste R1 und R, für Wasserstoff oder Halogen und der andere für Halogen steht, dadurch gekennzeichnet, dass man ein 2-(p-Alkoxy- benzyl)
    -5- und/oder -6-halogen-benzimidazol mit einem reaktionsfähigen Ester eines Alkohols der Formel HO-AR umsetzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die erhaltenen basischen Ver bindungen in Säureadditionssalze überführt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man ein 2-(p-Alkoxy-benzyl)-5- undloder -6-halogen-benz- imidazol mit einer Verbindung der Formel Hal-AR, worin Hal ein Halogenatom bedeutet, umsetzt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man ein 2-(p-Äthoxy-benzyl)-5- und/oder -6-chlor- benzimidazol mit einem ss Diäthylamino-äthyl- halogenid umsetzt.
CH361286D 1957-09-27 1957-09-27 Verfahren zur Herstellung neuer Benzimidazole CH361286A (de)

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