CH362691A - Verfahren zur Herstellung von neuen Halogenandrostanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Halogenandrostanen

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CH362691A
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oxo
oxy
methyl
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CH3361556A
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Albert Dr Wettstein
Julius Dr Schmidlin
Original Assignee
Ciba Geigy
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J1/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


      Verfahren    zur Herstellung von neuen     Halogenandrostanen       Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein  Verfahren zur Herstellung von im     Ring    A gesättig  ten oder ungesättigten     3-Oxo-llss-oxy-12a-fluor-          oder        -chlor-androstanen,    die in     17-Stellung    eine freie  oder veresterte     Oxygruppe,    eine     Oxogruppe    oder eine  freie oder veresterte     Oxygruppe    und einen niederen       aliphatischen    Kohlenwasserstoffrest enthalten.  



  Diesen neuen     Halogenandrostanen    kommen wert  volle pharmakologische     Eigenschaften    zu; so besitzen  sie auf Grund ihrer hohen     androgenen    bzw.     anabo-          len    Wirkung therapeutisches Interesse und können als  Heilmittel bei entsprechenden Krankheiten Verwen  dung finden.  



  Die genannten     Halogenandrostane    werden erfin  dungsgemäss erhalten, indem man     11,12ss-Epoxyde     von entsprechend substituierten, im Ring A gesättig  ten oder ungesättigten     3-Oxo-androstanen    mit     Fluor-          oder        Chlorwasserstoffsäure    behandelt. Die Reaktion  kann in wasserfreiem oder     wässrigem    Medium, z. B.  in     wässrigem        D.ioxan,    ausgeführt werden.  



  Die erhaltenen Verfahrensprodukte lassen sich in  bekannter Weise in ihre Ester verwandeln. In diesen  Estern sind die Säurereste solche beliebiger organi  scher oder anorganischer Säuren, wie     aliphatischer,          alicyclischer,        araliphatischer,    aromatischer oder     he-          terocyclischer        Carbon-,        Thioncarbon-,        Thiolcarbon-          oder        Sulfonsäuren,    vorzugsweise der Ameisensäure,  Essigsäure, Chloressigsäure,     Trifluoressigsäure,        Pro-          pionsäure,

      Buttersäuren,     Valeriansäuren,        Trimethyl-          essigsäure,        Capronsäuren,        Önanthsäuren,        Caprylsäu-          ren,        Palmitinsäuren,        Undecylensäure,        ss-Cyclopentyl-          propionsäure,        Hexahydrobenzoesäure,        Benzoesäure,          Phenylessigsäure,        Cyclohexylessigsäure,        Phenylpro-          pionsäuren,

          Furancarbonsäure,    Schwefelsäuren oder  Phosphorsäuren.  



  Die Ausgangsstoffe können nach dem Verfahren  des Patentes Nr. 316 023 erhalten werden, zum    Beispiel ausgehend von     lla-Brom-12-oxo-and'rosta-          nen    oder 11a -     Brom-12-oxo-testanen,    welche in       3-Stellung    eine freie oder funktionell abgewandelte,  z.

   B. veresterte oder     verätherte        Oxygruppe,    und     in          17-Stellung    eine freie oder veresterte     Oxygruppe    oder  eine     Oxygruppe    und einen niederen     aliphatischen          Kohlenwasserstoffrest,    wie eine     Methyl-,        Äthylu,          Vinyl-    oder     Äthinylgruppe,    enthalten, wobei die       überführung    der 3- und einer sekundären     17-Oxy-          gruppe    in     Oxogruppen,

      die Einführung von Doppel  bindungen im Ring A, das heisst in 4,5- und/oder     1,2-          Stellung,    und     gewünschtenfalls    die     Einführung    eines  niederen     aliphatischen    Kohlenwasserstoffrestes, wie  eines     Methyl-,    Äthyl-,     Vinyl-    oder     Äthinylrestes        in          17-Stellung    nach bekannten Methoden vorgenom  men wird.  



  In den folgenden Beispielen sind die Temperatu  ren in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  1 g     44-3,17-Dioxo-11,12fl-oxido-androsten    löst  man in<B>100</B>     ems        alkoholfreiem        Chloroform,    leitet bei  0  1 g     Fluorwasserstoff    ein und lässt 5 Stunden bei  der gleichen Temperatur stehen. Hierauf wird die  Lösung mit Wasser gewaschen, getrocknet und im  Vakuum eingedampft. Als Rückstand erhält man das       A4-3,17-Dioxo-11        ss-oxy-12a-fluor-androsten,     das durch Kristallisation aus     Äther-Petroläther    ge  reinigt werden kann.  



  Wird das     44-3,17-Dioxo-11,12ss-oxido-androsten     in analoger Weise mit     Chlorwasserstoffsäure    um  gesetzt, so gewinnt man das       44-3,17-Dioxo-11        ss-oxy-12a-chlor-androsten.     



  Der oben verwendete Ausgangsstoff lässt sich z. B.  wie folgt herstellen:  3,5 g     3a-Acetoxy-12,17-dioxo-testan    löst man in  50     cm33    Eisessig, fügt 0,1     cm3    einer Bromwasserstoff-           Eisessig-Lösung    zu und gibt hierauf unter Rühren  tropfenweise eine Lösung von 1,65 g Brom in 50     cm3     Eisessig zu.

   Nach beendeter     Bromierung    wird das  Reaktionsgemisch in 1 Liter Wasser gegossen und  das ausgefüllte     3a-Acetoxy-lla-brom-12,17-d'ioxo-          testan        abgenutscht,    mit Wasser     gut    gewaschen und  im Vakuum über     Phosphorpentoxyd    gut getrocknet.  



  Das getrocknete     Bromid    wird in 50     cm3        Tetra-          hydrofuran    gelöst. Zu dieser Lösung lässt man unter  Rühren eine Lösung von 2 g     Lithiumborhydrid    in  100     cm3        Tetrahydrofuran        zutropfen.    Das Reaktions  gemisch wird nach 4 Stunden vorsichtig mit Wasser  versetzt und dann mit verdünnter Essigsäure an  gesäuert, und das     Tetrahydrofuran    im Vakuum ein  gedampft.

   Den Rückstand     nutscht    man ab, wäscht ihn  mit Wasser und trocknet das erhaltene     3a-Acetoxy-          11a-brom-12,B,17ss-dioxy-testan    im Vakuum.  



  3 g des     erhaltenen        Bromhydrins-    löst man in  100     cm3    Methanol und versetzt die Lösung unter  Stickstoffatmosphäre mit einer Lösung von 3 g     Ka-          liumhydroxyd    in 60     cm3    Methanol. Nach 72 Stunden  Stehen bei Raumtemperatur wird das Reaktions  gemisch mit Essigsäure neutralisiert und in 1,5 Liter  Wasser gegossen. Das ausgefallene Rohprodukt wird       abgenutscht,    mit Wasser gewaschen und im Vakuum  getrocknet. Das erhaltene 3     a,17ss    -     Dioxy    - 11,12ss  oxido-testan ist praktisch halogenfrei.  



  1 g des so gewonnenen     3a,17ss-Dioxy-11,12ss-          oxido-testans    wird mit 150     cm3        Toluol    und 20     cm3          Cyclohexanon    übergossen.

   Zur     Entwässerung    werden  50     cm3    Lösungsmittel     abdestilliert.    Dann gibt man  1 g     Aluminiumisopropylat    zu und kocht 6 Stunden  am     Rückfluss.    Zur Reaktionsmischung     fügt    man  50     cms        molare        Seignettesalzlösung    und destilliert mit  Wasserdampf das     Toluol    und     Cyclohexanon    ab.

   Nach  dem Abkühlen wird das Reaktionsprodukt in     Äther-          Benzol-Gemisch    (2: 1) aufgenommen, das Lösungs  mittel mit     Seignettesalzlösung    und Wasser gewaschen,  getrocknet und im Vakuum eingedampft. Der Rück  stand wird an 30g Aluminiumoxyd     chromatogra-          phiert.    Die mit     Hexan-Benzol-Gemischen    abgelösten  Fraktionen     liefern    das     3,17-Dioxo-11,12ss-oxido-          testan.     



  2 g dieses rohen     3,17-Dioxo-11,12f-oxido-testans     werden in 50     cms    alkoholfreiem     Chloroform    gelöst.  Hierauf leitet man während 4 Stunden bei 0  einen  langsamen     Bromwasserstoffstrom    in die Lösung,  wäscht sie dann mit Wasser, trocknet sie und dampft  sie ein. Das als Rückstand erhaltene     3,17-Dioxo-llss-          oxy-12a-brom-testan    wird in 50     cm3    Eisessig gelöst.

    Die Lösung versetzt man unter Rühren zuerst mit  einem Tropfen konzentrierter     Bromwasserstoff-Eis-          essig-Lösung    und hierauf langsam mit einer Lösung  von 1 g Brom in 20     cm3    Eisessig. Es wird so lange  gerührt, bis die Lösung hellgelb geworden ist. Hier  auf giesst man das     Reaktionsgemisch    in Eiswasser und  schüttelt die     wässrige    Suspension mit Essigester aus.  Die     Essigesterlösung    wird mit Wasser gewaschen, ge  trocknet und im Vakuum eingedampft.

   Das als Rück  stand erhaltene     3,17-Dioxo-1    lss-oxy-4,12a-dibrom-         testan    löst man in 100     cm3    Chloroform und versetzt  die Lösung in einer     Kohlensäureatmosphäre    mit 2,7 g       Semicarbazid    und 120     cms        t-Butanol.    Beim leichten  Schütteln färbt sich die Lösung stark; nach 1 Stunde  ist sie wieder hell geworden.

   Nach total 2 Stunden  wird das Reaktionsgemisch im Vakuum eingedampft  und sofort ebenfalls in einer     Kohlensäureatmosphäre     in einem Gemisch von 100     cm3    Eisessig, 40 cm:,  Wasser und 2     cm3    einer 2n     Brenztraubensäurelösung     gelöst. Das verschlossene Gefäss lässt man 24 Stun  den bei     20     stehen, giesst dann das Reaktionsgemisch  in Wasser und schüttelt die erhaltene Suspension mit  Essigester aus. Die     Essigesterlösung    wird mit ver  dünnter     Sodalösung,    Wasser, verdünnter Salzsäure  und Wasser gewaschen, getrocknet und eingedampft.

    Durch     Umkristallisieren    des Rückstandes aus     Äther-          Petroläther    erhält man das     J-1-3,17-Dioxo-11,12ss-          oxido-androsten.     



  <I>Beispiel 2</I>  0,2 g     .4-1    - 3 -     Oxo        -17ss-oxy-11,12ss-oxido-17a-          methyl-androsten    löst man in 20     cm3        Dioxan,    ver  mischt mit 5     cm3    wässriger 2,5n Salzsäure und lässt  1 Stunde bei Raumtemperatur stehen. Der Lösung  werden sodann im Verlaufe von 10 Minuten unter  Umschwenken etwa 15     cm3    Wasser zugesetzt.

   Die  ausgeschiedenen Kristalle werden nach einiger Zeit       abgenutscht,    mit     wässrigem        Dioxan    und Wasser ge  waschen und hierauf über     Phosphorpentoxyd    im Va  kuum getrocknet. Durch Kristallisation aus     Methy-          len-chlorid-Äther    erhält man das     J-1-3-Oxo-11        f,17ss-          dioxy-12a-chlor-17a-methyl-androsten.     



  0,2 g     d4    - 3 -     Oxo    -     17ss-oxy-11,12ss-oxido-17a-          methyl-androsten    löst man in 20     cm3    Chloroform,  tropft bei 0  5     cm3    einer Lösung von 0,2 g Fluor  wasserstoff in Chloroform zu und lässt 5 Stunden ste  hen. Hierauf wird die Lösung mit Wasser gewaschen,  getrocknet und im Vakuum eingedampft. Der Rück  stand stellt das     A-1-3-Oxo-llss,17ss-dioxy-12a-fluor-          17a-methyl-androsten    dar, das durch Kristallisation  aus     Methylenchlorid'-Äther    rein erhalten wird.  



  Der oben verwendete Ausgangsstoff lässt sich  z. B. wie folgt herstellen:  7,1 g 3 a -     Acetoxy        -17ss-oxy-17a-methyl-12-oxo-          testan    (erhalten durch Umsetzung von     3a-Acetoxy-          12,17-d'ioxo-testan    mit     Methylmagnesiumbromid    und       Acetylierung    des Umsetzungsproduktes in     3-Stellung)     werden in 90     cm3    Eisessig, enthaltend 0,15     cm3    einer       Bromwasserstoff-Eisessig-Lösung,    gelöst und hierauf  tropfenweise mit einer Lösung von 3,5 g Brom in  75     cm3    Eisessig versetzt.

   Nach beendeter     Bromierung     wird das Reaktionsgemisch in 2 Liter Wasser gegos  sen und das     ausgefällte        3a-Acetoxy-17ss-oxy-17a-          methyl    - 11a -Brom -     12-oxo-testan        abgenutscht,    mit  Wasser gut gewaschen und im Vakuum über     Phos-          phorpentoxyd    getrocknet.  



  Das     Bromid    wird in 100     em3        Tetrahydrofuran     gelöst und unter Rühren mit einer Lösung von 2 g       Lithiumborhydrid    in 100     cm3        Tetrahydrofuran    ver  setzt. Zum Reaktionsgemisch gibt man nach 4 Stun  den Wasser und säuert mit Essigsäure an. Nach Ver-      dampfen des     Tetrahydrofurans    im Vakuum     nutscht     man den Rückstand ab, wäscht ihn mit Wasser und  trocknet das so erhaltene 3a     Acetoxy-12ss,17ss-dioxy-          17a-methyl-11        a-bromtestan    im Vakuum.  



  3 g     ja-Acetoxy-12ss,17ss-dioxy-17a-methyl-Ila-          bromtestan    löst man analog den Angaben in Beispiel  1 in 100 cm-' Methanol und versetzt die Lösung mit  einer Lösung von 3 g     Kaliumhydroxyd    in 60     cm3     Methanol. Nach dreitägigem Stehen bei Raumtempe  ratur wird mit Essigsäure neutralisiert und das Re  aktionsprodukt mit Wasser ausgefällt.

   Das     3a,17ss-          Dioxy    -     11,12ss    -     oxido    - 17a -     methyl    -     testan    wird     ab-          genutscht,    mit Wasser gewaschen und im Vakuum  getrocknet.  



  Zur     Dehydrierung    der     Oxygruppe    in     3-Stellung     zur     Oxogruppe    löst man 2 g     3a,17ss-Dioxy-11,12ss-          oxido-17a-methyltestan    in 300     cm3        Toluol    und  40 cm,'<B>,</B>     Cyclohexanonon,    destilliert zur Entwässerung  etwa 50 cm-' Lösungsmittel ab, gibt dann 2 g     Alu-          miniumisopropylat    zu, und kocht 6 Stunden am       Rückfluss.    Die Aufarbeitung und Isolierung des       3-Oxo-17ss-oxy-11,

  12ss-oxido-17a-methyl-testans     erfolgt analog den Angaben in Beispiel 1.  



  In eine Lösung von 3 g     3-Oxo-17ss-oxy-11,12ss-          oxido-17a-methyl-testan    in 80     cm3    alkoholfreiem  Chloroform leitet man während 4 Stunden bei 0   einen     Bromwasserstoffstrom    ein. Die Reaktions  lösung wird hierauf mit Wasser gewaschen, getrock  net und im Vakuum eingedampft.

   Das erhaltene       3-Oxo-11        ss,17ss-dioxy-12a-brom-17a-methyl-          testan     wird in 75 cm"- Eisessig gelöst und die Lösung nach  Zugabe von wenig     Bromwasserstoffsäure    mit 1,5 g  Brom in 40     cm3    Eisessig     bromiert.    Nach beendeter       Bromierung    giesst man das Reaktionsgemisch in Eis  wasser, extrahiert mit Äther, wäscht ihn     mit    Wasser  und verdampft ihn nach dem Trocknen über Na  triumsulfat. Der Rückstand stellt das     3-Oxo-4,12a-di-          brom-llss,17ss-dioxy-17a-methyl-testan    dar.

   Er wird  in<B>150</B> cm? Chloroform gelöst und nach Verdrängen  der Luft mit     Kohlensäuregas    mit 4 g     Semicarbazid     und 180     cm3        t-Butanol    versetzt. Die anfänglich braun  gefärbte Lösung hellt sich nach etwa einer Stunde auf.  Nach 2 Stunden wird das hellgelb gefärbte Reaktions  gemisch im Vakuum eingedampft.

   Den Rückstand  löst man in einem Gemisch von 150     cm3    Eisessig,  30     cm3    Wasser und 3     cms    einer 2n     Brenztrauben-          säurelösung,    verdrängt die Luft mit     Kohlensäuregas     und lässt das verschlossene Gefäss 24 Stunden bei  Raumtemperatur stehen. Das Reaktionsgemisch giesst  man hierauf in 1 Liter Wasser, extrahiert     mit    Äther,  wäscht den Äther mit verdünnter     Sodalösung,    Was  ser, verdünnter Salzsäure und Wasser und verdampft  das Lösungsmittel nach dem Trocknen über Natrium  sulfat.

   Als Rückstand erhält man das       J4-3-Oxo-17ss-oxy-11,12ss-oxido-17a-methyl-          androsten.     



  <I>Beispiel 3</I>  0,3 g     3-Oxo-17ss-oxy-11,12ss-oxido-17a-methyl-          androstan    löst man in 30     cm3        Dioxan,    vermischt     mit       8     ems    wässriger 2,5n Salzsäure und lässt 1 Stunde bei  Raumtemperatur stehen. Der Lösung werden     sodann     unter Umschwenken etwa 25     cm3    Wasser zugesetzt.  Die ausgeschiedenen Kristalle werden nach einiger  Zeit     abgenutscht,    mit     wässrigem        Dioxan    und Wasser ge  waschen und hierauf über     Phosphorpentoxyd    im Va  kuum getrocknet.

   Durch Kristallisation aus     Methy-          lenchlorid-Äther    erhält man das     3-Oxo-llss,17ss-          dioxy-12a-chlor-17a-methyl-androstan.     



  0,2 g     3-Oxo-17ss-oxy-11,12ss-oxido-17a-methyl-          androstan    löst man in 20     cm3    Chloroform, tropft bei       0     5     cm-'    einer Lösung von 0,2 g     Fluorwasserstoff        in     Chloroform zu und lässt 5 Stunden stehen. Hierauf  wird die Lösung mit Wasser gewaschen,     getrocknet     und im Vakuum eingedampft. Der Rückstand stellt  das 3 -     Oxo    -11     ss,17ss   <I>-</I>     dioxy        -1.2a-fluor-17a-methyl-          androstan    dar.  



  Der oben verwendete Ausgangsstoff lässt sich z. B.  wie folgt herstellen:  14 g     3ss-Acetoxy-        17ss-oxy-17a-methyl-12-oxo-          androstan    (erhalten durch Umsetzung von       3ss-Acetoxy-12,17-dioxo-androstan     mit     Methylmagnesiumbromid    und     Acetylierung    des       Umsetzungsproduktes        in        3-Stellung)    werden     in     175     cm3    Eisessig, enthaltend 0,3     cm3        einer    gesättig  ten     Bromwasserstoff-Eisessiglösung,

      gelöst und hier  auf tropfenweise mit einer Lösung von 6,9 g Brom  in 160     cm3    Eisessig versetzt. Nach beendeter     Bromie-          rung    wird das     Reaktionsgemisch        in    Wasser gegossen  und das ausgefällte     3ss-Acetoxy-17ss-oxy-17a-methyl-          l        la-brom-12-oxo-androstan        abgenutscht,    mit Wasser  gut gewaschen und im Vakuum über     Phosphorpent-          oxyd    getrocknet.  



  Das     Bromid    wird in 180     cm3        Tetrahydrofuran    ge  löst und unter Rühren mit einer Lösung von 4 g       Lithiumborhydrid    in 200     cms        Tetrahydrofuran    ver  setzt. Zum     Reaktionsgemisch    gibt man nach 4 Stun  den Wasser und     säuert    mit Essigsäure an.

   Nach Ver  dampfen des     Tetrahydrofurans    im Vakuum     nutscht     man das ausgefallene Produkt ab, wäscht es mit  Wasser und trocknet das so     erhaltene        3ss-Acetoxy-          12ss,17ss    -     dioxy-17a-methyl-l    l     a-brom-and'rostan    im  Vakuum.  



  3 g     3ss-Acetoxy-12ss,17ss-d'ioxy-17a-methyl-lla-          brom-androstan    löst man in 100     cm3    Methanol und  versetzt die Lösung mit einer Lösung von 3 g     Ka-          liumhydroxyd    in 60     cm3    Methanol. Nach dreitägigem  Stehen bei Raumtemperatur wird mit Essigsäure neu  tralisiert und das Reaktionsprodukt mit Wasser aus  gefällt; hierauf wird es mit Wasser gewaschen und  im Vakuum getrocknet.  



  Zur     Dehydrierung    der     Oxygruppe    in     3-Stellung          zur        Oxogruppe    löst man 2 g     3ss,17ss-Dioxy-11,12ss-          oxido-17a-methyl-androstan    in 300     cm3        Toluol    und  40     cm3        Cyclohexanon,        destilliert    zur     Entwässerung     etwa 50     em3    Lösungsmittel ab, gibt dann 2 g Alu  miniumisopropylat zu und kocht 6 Stunden am Rück  fluss.

   Die Aufarbeitung und     Isolierung    des     3-Oxo-          17ss-oxy-11,12ss-oxido-17a-methyl-androstans    erfolgt  analog den Angaben in Beispiel 1.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von im Ring A ge sättigten oder ungesättigten 3-Oxo-11 ss-oxy-12a-fluor- oder -chlor-androstanen, die in 17-Stellung eine freie oder veresterte Oxygruppe, eine Oxogruppe oder eine freie oder veresterte Oxygruppe und einen nie deren aliphatischen Kohlenwasserstoffrest aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass man 11,
    12ss-Epoxyde von entsprechend substituierten und im Ring A ge sättigten oder ungesättigten 3-Oxo-androstanen mit Fluorwasserstoffsäure oder Chlorwasserstoffsäure be handelt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man erhaltene Verbindungen ver- estert. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Ausgangsstoff das 11,12f Epoxyd von J-1-3,17-Dioxo-androstenen verwendet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Ausgangsstoff J4-3-Oxo- 17ss-oxy-11,12/3-oxido-17a-methyl-androsten verwen det.
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