CH365160A - Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe

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CH365160A
CH365160A CH272361A CH272361A CH365160A CH 365160 A CH365160 A CH 365160A CH 272361 A CH272361 A CH 272361A CH 272361 A CH272361 A CH 272361A CH 365160 A CH365160 A CH 365160A
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amino
acid
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CH272361A
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Henri Dr Riat
Karl Dr Seitz
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Ciba Geigy
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/44Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/465Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring the reactive group being an acryloyl group, a quaternised or non-quaternised aminoalkyl carbonyl group or a (—N)n—CO—A—O—X or (—N)n—CO—A—Hal group, wherein A is an alkylene or alkylidene group, X is hydrogen or an acyl radical of an organic or inorganic acid, Hal is a halogen atom, and n is 0 or 1

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Description


  Verfahren zur Herstellung neuer     Farbstoffe       Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Herstellung neuer, wertvoller, wasserlöslicher  organischer Farbstoffe, die neben mindestens einer       wasserlöslichmachenden    Gruppe noch eine     Amino,          gruppe    enthalten, die den Rest einer über ihre     -CO-          Gruppe    gebundenen,     a,ss-ungesättigten,        aliphatischen,          niedrigmolekularen        Carbonsäure    mit mindestens 3       Kohlenstoffatomen    enthält.  



  Als Reste     a,ss-ungesättigter        Carbonsäuren    kom  men vor allem solche mit 3     Kohlenstoffatomen    in  Betracht, die eine einfache Doppelbindung aufweisen,  wie der sich von     Acrylsäure    ableitende Rest der  Formel     CH2=C-CO-          und    die     Acrylreste,    welche in der a- oder     f        Stellung     einen negativfierenden     Substituenten,    z.

   B. ein Halo  genatom enthalten; es kommen aber auch Reste mit  einer dreifachen Bindung, wie der sich von der     Pro-          piolsäure    ableitende Rest der Formel  in Betracht.     HC=C-CO-          Das    Stickstoffatom der     Aminogruppe    kann weiter  durch einen     aliphatischen,        cycloaliphatischen,        arali-          phatischen    oder aromatischen Rest substituiert sein.

    Besonders wertvoll sind die Farbstoffe der vorlie  genden Erfindung, die mindestens eine Gruppe der  
EMI0001.0031     
    enthalten, worin n eine ganze Zahl, vorzugsweise 1,  ein X Wasserstoff und das andere X Chlor oder  Wasserstoff bedeuten.  



  Neben einer Gruppe dieser     Art,    welche gege  benenfalls über einen     Alkylenrest,    vorzugsweise aber    direkt an einen aromatischen Ring des Farbstoff  moleküls gebunden ist, enthalten die erfindungs  gemässen Farbstoffe     mindestens    eine,     vorzugsweise     jedoch mehr als eine,     wasserlöslichmachende    Gruppe,  z.

   B. eine gegebenenfalls     acylierte        Sulfonsäureamid-          gruppe,    eine     Methylsulfongruppe,    eine oder mit Vor  teil mehr als eine ionisierte, stark saure,     wasser-          löslichmachende    Gruppe, wie eine     Carboxyl-    oder  eine     Sulfonsäuregruppe.    Die Farbstoffe     können    auch  weitere, insbesondere nicht     wasserlöslichmachende          Substituenten,    wie Halogenatome,     Nitro-,        Acyl-          amino-,

          Alkyl-    oder     Alkoxygruppen    aufweisen.  



  Die     wasserlöslichmachenden    Gruppen und die  sich von einer     a,ss-ungesättigten        Carbonsäure    ab  leitende Gruppe können     im        Farbstoffmolekül    belie  big verteilt sein, das heisst, je     eine    Gruppe beider  Arten kann     im    Rest einer einzigen Komponente vor  handen sein oder eine     Farbstoffkomponente    kann  z. B. die     löslichmachende    Gruppe und eine andere       Farbstoffkomponente    die     a,ss-ungesättigte        Acyl-          gruppe,    z.

   B. die Gruppe der Formel (1),     enthalten.     



  Das erfindungsgemässe     Verfahren    ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man     wasserlösliche    organische  Farbstoffe, die einen von einer gesättigten     alipha-          tischen    a- oder     ss-halogenierten        Carbonsäure    mit min  destens 3     Kohlenstoffatomen,        vorzugsweise    von einer       niedr        bamolekularen        f        halogenierten        Carbonsäure    ab  geleiteten     Acylaminorest,

      insbesondere eine     ss-Chlor-          propionylaminogruppe,    aufweisen, mit     halogen-          wasserstoffabspaltenden        Mitteln    behandelt. So kann  man z. B.     wasserlösliche        Farbstoffe,    die einen       ss-Chlor-propionylrest,    insbesondere eine     '-Chlor-          propionylaminogruppe,    enthalten, mit     Alkali-    oder       Erdalkalihydroxyden    bzw. mit     Alkalicarbonaten    bei  Raumtemperatur oder bei mässig erhöhter Tempera  tur umsetzen.  



  Die als Ausgangsprodukte verwendeten Farb-      Stoffe können dabei aus     Farbstoffkomponenten    her  gestellt werden, von denen mindestens eine einen der  genannten     aliphatischen,        halogenierten        Acylreste    auf  weist. Derartige     Farbstoffkomponenten    können nach  an sich bekannten Methoden, z. B. durch     Acylie-          rung    geeigneter Verbindungen, mittels Halogeniden  oder     Anhydriden        aliphatischer,        halogenierter        Carbon-          säuren    hergestellt werden.  



  Für diesen Zweck geeignete Verbindungen sind  z. B. Monoamine, die neben der zu     acylierenden          Aminogruppe    einen in eine     diazotierbare        Amino-          gruppe        überführbaren        Substituenten    aufweisen, oder       Diamine,    die     monoacyliert    werden.

   Zu einer solchen       Monoacylierung    sind die aromatischen     Diamine    be  sonders geeignet, die in     o-Stellung    zu einer     Amino-          gruppe    einen     negativierenden        Substituenten,    z. B.

    eine     Sulfonsäure-,    eine     Carbonsäuregruppe    oder ein  Chloratom, aufweisen.     Als        Azokomponenten    sind  Verbindungen zu erwähnen, die neben einer kupp  lungsbedingenden     Amino-    oder     Oxygruppe    bzw. einer       Ketomethylengruppe    eine     acylierbare        Aminogruppe     oder einen nach der Kupplung in eine     derartige          Aminogruppe        überführbaren        Substituenten    auf  weisen.  



  Statt die genannten     halogenierten        Acylreste    in       Farbstoffkomponenten    vor der     Farbstoffherstellung          einzuführen,    kann man sie ebenfalls in die fertigen       Farbstoffe    einbauen. So erhält man durch Umsetzung  von Farbstoffen, die eine     acylierbare        Aminogruppe,     vor     allem    eine     NH.-    Gruppe, enthalten, durch       Acylieren,    z.

   B. mit     Chlorpropionsäurechlorid    oder       -anhydrid,    wertvolle, einen     halogenierten        Carbon-          säurerest    aufweisende Ausgangsfarbstoffe.  



  Als lösliche organische Farbstoffe, die so her  gestellt werden können, kommen hierbei Farbstoffe  der verschiedensten Klassen in Betracht, z. B.     Stilben-          farbstoffe,    saure     Phthalocyaninfarbstoffe,    vor allem  aber saure     Anthrachinonfarbstoffe    und insbesondere       Azofarbstoffe,    und zwar sowohl     metallfreie    wie me  tallhaltige, insbesondere     kupfer-,    Chrom- oder     kobalt-          haltigeMono-    und     Polyazofarbstoffe.    Besonders gute  Resultate werden mit löslichen     Azofarbstoffen    erhal  ten,

   die für Baumwolle keine oder mindestens keine  ausgesprochene     Affinität    haben und die mehr als  eine saure,     wasserlöslichmachende    Gruppe aufweisen.  



  Als Beispiele von     acylierbare        Aminogruppen     enthaltenden Farbstoffen, in welche     ss-halogenierte          Acylreste    eingeführt werden können, seien die folgen  den erwähnt:

       Aminoazofarbstoffe,    die durch     Ver-          seifung    von     Acylaminoazofarbstoffen,    durch Redu  zieren der     Nitrogruppe    von Nitrogruppen     enthaltenden          Azofarbstoffen    oder durch Kupplung     diazotierter    aro  matischer Amine mit     acyherbaren        Aminogruppen    ent  haltenden     Azokomponenten,    wie z.

   B.     1-Amino-3-          alkyl-    oder     -acylamino-benzole,        ss-Keto-carbonsäure-          arylide,    m- oder     p-Amino-phenyl-5-pyrazolone,          Aminonaphtholsulfonsäuren    und dergleichen erhalten  werden;

       Aminofarbstoffe    der     Anthrachinonreihe,    wie       1-Amino-4-(3'-    oder     -4'-amino-phenylamino)-          anthrachinon-2-sulfonsäure,            1-Amino-4-(4'-amino-phenylamino)-anthra-          chinon-2'-    oder     -3'-sulfonsäure,          1-Amino-4-(4'-amino-phenylamino)-anthra-          chinon-2,2'-    oder     -2,3'-disulfonsäure,          1-Amino-4-(3'-amino-phenylamino)-anthra-          chinon-2,4'-disulfonsäure,          1-Amino-4-(4'-amino-phenylamino)

  -anthra-          chinon-2,3',5-,    -2,3',6-, -2,3',7- oder     -2,3',8-          trisulfonsäure,          1-Amino-4-(4'-amino-phenylamino)-anthra-          chinon-2,2',5-trisulfonsäure,          1-Amino-4-(3'-amino-phenylamino)-anthra-          chinon-2,2',8-trisulfonsäure,    ferner       1,5-Dioxy-4,8-diamino-anthrachinon-2,6-di-          sulfonsäure,     1,4- oder     1,5-Diamino-anthrachinon-2-sulfon-          säure,     4-,

   5- oder     8-Amino-l-acylamino-anthrachinone     (die durch     Acylieren    von     1-Amino-anthrachinonen,     welche in 4-, 5- oder     8-Stellung    eine Nitrogruppe auf  weisen, mittels     Sulfo-    oder     Disulfobenzoesäure-          halogeniden    und nachträgliche Reduktion der Nitro  gruppe in eine     Aminogruppe    erhalten werden),

         Aminodibenzanthronsulfonsäuren    und     Amino-isodi-          benzanthronsulfonsäuren    (die durch Einführung von  zwei     Sulfonsäuregruppen    in     Aminodibenzanthron     oder in     Amino-isodibenzanthron    erhalten werden  können); ferner erhält man z.

   B. aus einem     Mol    eines       Tri-    oder     Tetrasulfonsäurechlorids    eines farbigen       Anthrachinonderivates    oder aus 1     Mol    eines     Phthalo-          cyanintri-    oder     -tetrasulfonsäurechlorids    durch par  tielle     Amidierung    mit einem     Mol    eines     Diamins,     z.

   B. mit einem     Mol    einer     Diaminobenzolsulfonsäure     bzw. deren     Monoacylderivaten    sehr wertvolle Ver  bindungen, die nach Hydrolyse der nicht umgesetz  ten     Sulfonsäurechloridgruppen    und der gegebenen  falls vorhandenen     Acylaminogruppe    eine     acylierbare          Aminogruppe    enthalten,

   und die mit dem Chlorid  oder     Anhydrid    einer     halogenierten        Carbonsäure        acy-          liert    und anschliessend erfindungsgemäss durch Halo  genwasserstoffabspaltung in die Endfarbstoffe über  führt werden können.  



  Die     Acylierung    der als     Farbstoffkomponente,     z. B. als     Diazo-    und Kupplungskomponente verwend  baren Verbindungen und der eine     acylierbare        Amino-          gruppe    enthaltenden Farbstoffe führt man zweck  mässig in Gegenwart säurebindender Mittel, wie Na  triumacetat,     Natriumhydroxyd    oder     Natriumcarbonat     und unter relativ milden Bedingungen, z. B. in orga  nischen Lösungsmitteln oder bei relativ tiefen Tempe  raturen in wässerigem Mittel, aus.  



  In entsprechender Weise kann die erfindungs  gemässe Abspaltung des Halogenwasserstoffes aus  dem     Acylrest    ausgeführt werden.  



  Die nach dem angegebenen     Verfahren    erhaltenen  Farbstoffe sind neu. Sie eignen sich zum Färben und  Bedrucken der verschiedensten Materialien, insbe  sondere     polyhydroxylierter    Materialien faseriger  Struktur, wie     cellulosehaltiger    Stoffe, und zwar so-      wohl synthetischer Fasern, z. B. aus regenerierter       Cellulose    als auch natürlicher Materialien, z. B. Lei  nen oder vor allem Baumwolle. Sie eignen sich zum  Färben nach der sogenannten     Direktfärbemethode     und auch nach dem Druck- oder nach dem     Foular-,          dierfärbeverfahren.    Die Farbstoffe können auf die  zu färbende Ware durch Alkali- und Wärmebehand  lung, z.

   B. durch Dämpfen, fixiert werden.  



  Zwecks Verbesserung der     Nassechtheiten    emp  fiehlt es sich, die so erhaltenen Färbungen und  Drucke einem     gründlichen    Spülen mit kaltem und  heissem Wasser, gegebenenfalls unter Zusatz eines       dispergierend    wirkenden oder die Diffusion nicht  fixierter     Farbstoffanteile    fördernden Mittels zu unter  werfen.

      Die     mit    den erfindungsgemässen     Farbstoffen    auf       cellulosehaltigen    Fasern     erhältlichen    Färbungen zeich  nen sich in der Regel durch die Reinheit ihrer Farb  töne, durch     eine    gute     Lichtechtheit    und vor     allem     durch hervorragende Waschechtheit aus.  



  Die erfindungsgemässen Farbstoffe eignen sich  auch zum Färben und Bedrucken von     stickstoffhalti-          gen        Textilmaterialien,    wie Leder, Seide und vor allem  Wolle, sowie Superpolyamid- oder     Superpolyurethan-          fasern    aus schwach     alkalischem,    neutralem oder  saurem Bade, z. B. aus essigsaurem Bade.  



  Die auf Wolle mit solchen Farbstoffen erhaltenen  Färbungen sind ausgezeichnet wasch- und     walkecht.          Im    nachfolgenden Beispiel bedeuten die Teile,  sofern nichts anderes angegeben     wird,        Gewichtsteile.       <I>Beispiel</I>  20 Teile des Farbstoffes der Formel  
EMI0003.0026     
    (erhalten durch     Kuppeln    von     diazotierter        1-Amino-          4-ss-chlor-propionyl-amino-benzol-2-sulfonsäure        mit     1     -Benzoylamino-8-oxy-naphthalin-3,6-disulfonsäure)

       werden in Form des     Trinatriumsalzes    in etwa<B>1000</B>  Teilen Wasser, welche 20 Teile     Natriumhydroxyd-          lösung    enthalten, gelöst. Diese Lösung wird ungefähr  30 Minuten stehengelassen. Dann wird der über  schuss an     Natriumhydroxyd    mit     Salzsäure    neutralisiert  und der Farbstoff durch Zugabe von     Natriumchlorid     abgeschieden,     abfiltriert    und getrocknet. Er färbt  Baumwolle in echten, rotvioletten Tönen.  



  Eine Analyse zeigt, dass der     Farbstoff    kein orga  nisches Chlor mehr enthält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher, einen a,ss-ungesättigten aliphatischen Acylaminorest enthal- tender organischer Farbstoffe, dadurch gekennzeich net, dass man wasserlösliche, organische Farbstoffe, die einen von einer entsprechenden gesättigten aliphati- schen halogenierten Carbonsäure mit mindestens 3 Kohlenstoffatomen abgeleiteten Acylaminorest auf weisen,
    mit halogenwasserstoffabspaltenden Mitteln behandelt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Farbstoffe verwendet, die einen niedrigmolekularen ss-halogenierten Acylrest enthalten. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Farbstoffe verwendet, die einen ss-Chlorpropionylrest enthalten.
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