CH372403A - Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Farbstoffe

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CH372403A
CH372403A CH6558758A CH6558758A CH372403A CH 372403 A CH372403 A CH 372403A CH 6558758 A CH6558758 A CH 6558758A CH 6558758 A CH6558758 A CH 6558758A CH 372403 A CH372403 A CH 372403A
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CH
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dyes
sulfonic acid
amino
acid
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CH6558758A
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Inventor
Karl Dr Seitz
Henri Dr Riat
Original Assignee
Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/44Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/78Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group not directly attached to a heterocyclic ring with other reactive groups

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Description


  Verfahren zur Herstellung neuer     Farbstoffe       Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Herstellung neuer, wertvoller, wasserlöslicher       Farbstoffurethane    der     Phthalocyanin-,    der     Azo-    und  der     Anthrachinonreihe,    die neben mindestens einer       Sulfonsäuregruppe    einen über seine     Aminogruppe     an das     Farbstoffmolekül    gebundenen     Carbamin-          säurearylesterrest    aufweisen.  



  Diese     Arylurethane    von     Aminofarbstoffsulfon-          säuren    der     Phthalocyaninreihe,    der     Azoreihe    und der       Anthrachinonreihe    können neben der     Carbamin-          säurearylestergruppe    und mindestens einer     Sulfon-          säuregruppe    auch weitere, insbesondere nicht     wasser-          löslichmachende        Substituenten,    wie Halogenatome,       Nitro-,        Acylamino-,

          Alkyl-    oder     Alkoxygruppen    auf  weisen.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man in wasserlösliche organische  Farbstoffe der     Phthalocyanin-,        Azo-    oder     Anthrachi-          nonreihe,    die eine     Sulfonsäuregruppe    und eine     acy-          lierbare        Aminogruppe,    vor allem eine     -NH,-    Gruppe,  enthalten, durch Einwirkung des     Chlorameisensäure-          esters    einer aromatischen     Oxyverbindung,    insbeson  dere eines Phenols, einen     Carbaminsäurearylesterrest     einführt.

   Als     Chlorameisensäureester    kommen in  Betracht beispielsweise diejenigen, die sich aus Chlor  phenolen,     Kresolen,    aus     Phenolen    mit einer löslich  machenden Gruppe, wie aus     Phenolcarbonsäuren     oder     Phenolsulfonsäuren,    ferner aus     Nitro-    und aus       Chlorphenolsulfonsäuren    ableiten.  



  Die     Azofarbstoffe    können sowohl     metallfreie    wie       metallhaltige    Mono- und     Polyazofarbstoffe    sein. Be  sonders gute Resultate werden mit     löslichen        Azo-          farbstoffen    erhalten, die für Baumwolle keine oder  mindestens keine ausgesprochene Affinität haben.  



  Als Beispiele von     acylierbare        Aminogruppen     enthaltenden Farbstoffen, welche gemäss vorliegen  dem Verfahren mit     Chlorameisensäurearylestern       kondensiert werden können, seien die folgenden er  wähnt:

         Aminoazofarbstoffe,    die durch     Verseifung    von       Acylaminoazofarbstoffen,    durch Reduzieren der     Ni-          trogruppe    von Nitrogruppen enthaltenden     Azofarb-          stoffen    oder durch Kupplung     diazotierter    aromati  scher Amine mit     acylierbaren        Aminogruppen    enthal  tenden     Azokomponenten,    wie       1-Aminophenyl-5-pyrazolone,          m-Acylaminoaminobenzole,          Aminonaphtholsulfonsäuren     usw. erhalten werden;

       Aminofarbstoffe    der     Anthra-          chinonreihe,    wie       1-Amino-4-(3'-    oder     -4'-amino-phenylamino)-          anthrachinon-2-sulfonsäure,          1-Amino-4-(4'-amino-phenylamino)-anthra-          chinon-2'-    oder     -3'-sulfonsäure,          1-Amino-4-(4'-amino-phenylamino)-anthra-          chinon-2,2'-    oder     -2,3'-disulfonsäure,          1-Amino-4-(3'-amino-phenylamino)-anthra-          chinon-2,4'-disulfonsäure,

            1-Amino-4-(4'-amino-phenylamino)-anthra-          chinon-2,3',6-,    -2,3',7- oder     -2,3',8-          trisulfonsäure,          1-Amino-4-(4'-amino-phenylamino)-anthra-          chinon-2,2',5-trisulfonsäure,          1-Amino-4-(3'-amino-phenylamino)-anthra-          chinon-2,2',8-trisulfonsäure,     ferner       1,5-Dioxy-4,8-diamino-anthrachinon-2,6-di-          sulfonsäure,     1,4- oder     1,5-Diamino-anthrachinon-2-sulfon-          säure,     4-,

   5- oder     8-Amino-l-acylamino-anthrachinone     (die durch     Acylieren    von     1-Amino-anthrachinonen,     welche in 4-, 5- oder     8-Stellung    eine Nitrogruppe  aufweisen, mittels     Sulfo-    oder Disulfonbenzoesäure-           halogeniden    und nachträgliche Reduktion der     Nitro-          gruppe    in eine     Aminogruppe    erhalten werden),

         Amino-dibenzanthronsulfonsäuren    und       Amino-isodibenzanthronsulfonsäuren     (die durch Einführung von zwei     Sulfonsäuregruppen     in     Aminodibenzanthron    oder     in        Amino-isodibenz-          anthron    erhalten werden können); ferner erhält man  z.

   B. aus einem     Mol    eines     Tri-    oder     Tetrasulfon-          säurechlorids    eines farbigen     Anthrachinonderivates     oder aus einem     Mol    eines     Phthalocyanintri-    oder       -tetrasulfonsäurechlorids    durch partielle     Amidierung     mit einem     Mol    eines     Diamins,    z.

   B. mit einem     Mol     einer     Diaminobenzolsulfonsäure    bzw. deren Mono  acylderivaten sehr wertvolle, als Ausgangsstoffe beim  vorliegenden Verfahren verwendbare Farbstoffe, die  nach Hydrolyse der nicht umgesetzten     Sulfonsäure-          chloridgruppen    und der gegebenenfalls vorhandenen       Acylaminogruppe    eine     acylierbare        Aminogruppe    ent  halten, welche erfindungsgemäss mit den erwähnten       Chlorameisensäurearylestern    kondensiert werden kön  nen.  



  Die erfindungsgemässe     Umsetzung    solcher, eine       acylierbare        Aminogruppe    enthaltender Farbstoffe mit  den angegebenen     Chlorameisensäurearylestem        führt     man zweckmässig in Gegenwart säurebindender Mit  tel, wie     Natriumacetat,        Natriumhydroxyd    oder       -carbonat    und unter relativ milden Bedingungen,  z. B. in     organischen    Lösungsmitteln oder bei relativ  tiefen Temperaturen und mittleren     pH-Werten    in  wässerigem Mittel aus.  



  Die erfindungsgemäss erhaltenen Farbstoffe sind  neu. Sie eignen sich zum Färben und Bedrucken  der verschiedensten Materialien, insbesondere     poly-          hydroxylierter    Materialien faseriger Struktur, wie       cellulosehaltiger    Stoffe, und zwar sowohl synthetische  Fasern, z. B. aus regenerierter     Cellulose,    als auch  natürliche Materialien, z. B. Zellstoff, Leinen oder  vor allem Baumwolle.

   Sie eignen sich zum     Färben,     nach der sogenannten     Direktfärbemethode    und auch  nach dem Druck- oder nach dem     Foulardierfärbe-          verfahren,    insbesondere aus alkalischen, gegebenen  falls stark     salzhaltigen,    wässerigen Lösungen, z. B.  nach den Verfahren, wonach die Farbstoffe auf die  zu färbende Ware durch Wärmebehandlung, z. B.  durch Dämpfen, in Gegenwart von Alkali, fixiert  werden.  



  Zur Entfernung des nicht fixierten Farbstoff  anteils und zur Verbesserung der     Nassechtheiten    wer  den die so auf     Cellulosefasern    erhaltenen Färbungen  mit kaltem und heissem Wasser     gründlich    gespült.    Zweckmässig können sie noch einer Behandlung mit  einer verdünnten, kochenden Lösung eines     ionen-          freien    Waschmittels oder eine     Dispergiermittels,     während einiger Zeit, z. B. 5 bis 10 Minuten, unter  worfen werden.  



  Die mit den erfindungsgemässen Farbstoffen auf       cellulosehaltigen    Fasern erhältlichen Färbungen  zeichnen sich in der Regel durch die Reinheit ihrer  Farbtöne, durch eine gute Lichtechtheit und vor  allem durch hervorragende Waschechtheit aus.  



  Die erfindungsgemässen Farbstoffe eignen sich  auch zum Färben und Bedrucken von stickstoffhalti  gen Textilmaterialien, wie Leder, Seide und vor  allem Wolle sowie Superpolyamid- oder     Superpoly-          urethanfasern    aus schwach alkalischem, neutralem  oder saurem Bade, z. B. aus essigsaurem Bade. Die  auf Wolle mit solchen Farbstoffen erhaltenen Fär  bungen sind ausgezeichnet wasch- und     walkecht.     



  Im nachfolgenden Beispiel bedeuten die Teile,  sofern nichts anderes angegeben wird, Gewichts  teile, die Prozente Gewichtsprozente, und die Tempe  raturen sind in Celsiusgraden angegeben.  



       Beispiel     8,76 Teile des Farbstoffes der Formel  
EMI0002.0061     
    werden in 300 Teilen Wasser gelöst, mit Natrium  hydroxydlösung neutralisiert und mit 3,18 Teilen       Natriumcarbonat    versetzt. Zu der auf 0 bis 5  abge  kühlten Lösung gibt man eine Lösung von 3,44  Teilen     Chlorameisensäurephenylester    in 50 Teilen  Aceton. Der nach 1 bis 2 Stunden in roten     Nädel-          chen    auskristallisierende Farbstoff wird     abfiltriert,     mit gesättigter Kochsalzlösung gewaschen und im  Vakuum bei 40 bis 45  getrocknet.  



  Der so erhaltene Farbstoff färbt Baumwolle in  blaustichig roten Tönen von guter Waschechtheit.  Durch Umsetzung der in Kolonne I folgender  Tabelle aufgeführten Farbstoffe mit Chlorameisen  säurephenylester nach den Angaben dieses Beispiels  erhält man Farbstoffe, die Baumwolle in den in Ko  lonne     II    angegebenen Tönen färben.    
EMI0003.0001     
  
       <I>Färbevorschrift:</I>  2 Teile des Farbstoffes Nr. 1 der Tabelle werden  in 100 Teilen Wasser gelöst. Mit der erhaltenen Lö  sung wird ein Baumwollgewebe imprägniert, so dass  es um 75<B>%</B> seines Gewichtes zunimmt, und dann  getrocknet.  



  Darnach imprägniert man das Gewebe mit einer  20  warmen Lösung, die pro Liter 10g Natrium  hydroxyd und 300 g     Natriumchlorid    enthält, quetscht       auf        75%        Gewichtszunahme        ab,        dämpft        die        Färbung     während 60 Sekunden bei 100 bis 101 , spült, seift  während einer Viertelstunde in einer     0,3o/oigen,    ko  chenden Lösung eines     ionenfreien    Waschmittels,  spült und trocknet.  



  Man erhält eine wasch- und lichtechte Färbung.  <I>Färbevorschrift:</I>  Man löst 2 Teile des gemäss Beispiel erhältlichen  Farbstoffes in 4000 Teilen Wasser, setzt 10 Teile       kristallisiertes        Natriumsulfat    zu und geht mit 100  Teilen gut     genetzter    Wolle bei 40 bis 50  in das so  erhaltene Färbebad ein. Alsdann gibt man 4 Teile       4011/oige    Essigsäure zu, treibt innert     1/2    Stunde zum  Kochen und färbt     3!1        Stunden    kochend.     Zuletzt    wird  die Wolle mit kaltem Wasser gespült und getrocknet.

      Die     Wolle    ist in waschechten, blaustichig roten  Tönen von guter Lichtechtheit gefärbt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung organischer Farb stoffe, dadurch gekennzeichnet, dass man in wasser lösliche organische Farbstoffe der Phthalocyanin- reihe, der Azo- oder der Anthrachinonreihe, die eine Sulfonsäuregruppe und eine acylierbare Amino- gruppe aufweisen, einen Carbaminsäurearylesterrest durch Einwirkung des Chlorameisensäureesters einer aromatischen Oxyverbindung einführt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man sulfonsäuregruppenhaltige Monoazofarbstoffe verwendet, die eine acylierbare Aminogruppe, vorzugsweise eine freie NH2- Gruppe, enthalten und die im Rest der Diazokomponente eine Sulfonsäure- oder Carboxylgruppe aufweisen. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man Chlorameisensäurephenyl- ester verwendet, deren Phenylrest gegebenenfalls Sulfonsäure- und/oder Carboxylgruppen aufweist.
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