CH366052A - Verfahren zur Herstellung von festen, haltbaren Diazoniumverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von festen, haltbaren Diazoniumverbindungen

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CH366052A
CH366052A CH6425358A CH6425358A CH366052A CH 366052 A CH366052 A CH 366052A CH 6425358 A CH6425358 A CH 6425358A CH 6425358 A CH6425358 A CH 6425358A CH 366052 A CH366052 A CH 366052A
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CH
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diazonium
amino
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durable
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CH6425358A
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Herbert Dr Kracker
Hans Dr Albert
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Hoechst Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B43/00Preparation of azo dyes from other azo compounds
    • C09B43/44Preparation of azo dyes from other azo compounds by substituting amine groups for hydroxyl groups or hydroxyl groups for amine groups; Desacylation of amino-acyl groups; Deaminating

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Description


  Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. 361007    Verfahren zur Herstellung von festen, haltbaren     Diazoniumverbindungen       Gegenstand des Hauptpatentes ist ein Verfahren  zur Herstellung von festen, haltbaren     Diazoniumver-          bindungen,    welches dadurch gekennzeichnet ist, dass  man eine     o-Aminoazoverbindung    der Formel  
EMI0001.0005     
    worin X eine     Alkyl-    oder     Alkoxygruppe    bedeutet,       diazotiert    und die erhaltene     Diazoniumverbindung     der Formel  
EMI0001.0010     
    worin R einen Säurerest bedeutet, als     Salz    in fester  Form abscheidet.  



  Die so erhältlichen     Diazoniumverbindungen    sind  in Wasser gut löslich und besitzen vielfach     eine    sehr  gute Haltbarkeit. Sie können, mit den gebräuchlichen  Einstellmitteln vermischt, zu haltbaren     Färbesalzen     verarbeitet werden, die zur Herstellung von wert  vollen, wasserunlöslichen     Azofarbstoffen    auf der  Faser Verwendung finden können.  



  Bei der Weiterbearbeitung dieses Erfindungs  gedankens wurde nun gefunden, dass man zu     Diazo-          niumverbindungen    von ähnlichen wertvollen Eigen  schaften gelangt, wenn man     o-Aminoazoverbindungen     der Formel  
EMI0001.0019     
         worin    X eine     Alkyl-    oder     Alkoxygruppe    bedeutet,       diazotiert    und die entstandenen     Diazoniumverbindun-          gen    der Formel  
EMI0001.0026     
    worin R einen Säurerest bedeutet, als Salz in fester  Form abscheidet.  



  Die neuen     Diazoniumverbindungen    können hier  bei beispielsweise als     Diazoniumchloride,        Diazonium-          sulfate,        Diazoniumphosphate,        Diazoniumchlorid-          Chlorzinkdoppelsalze    usw. abgeschieden werden.  



  Die neuen     Diazoazoverbindungen    können, mit den  gebräuchlichen Einstellmitteln     vermischt,    zu haltbaren  Färbesalzen verarbeitet werden, die zur Herstellung  von wertvollen, wasserunlöslichen     Azofarbstoffen    auf  der Faser Verwendung finden können.  



  Die als Ausgangsmaterial für das     vorliegende    Ver  fahren dienenden, in der Literatur zum Teil noch  nicht beschriebenen     o-Aminoazoverbindungen    kön  nen nach bekannten Methoden erhalten werden, bei  spielsweise durch Kuppeln von     diazotierten        1-Amino-          4-nitrobenzol-2-arylsulfonen    mit     1-Amino-4-alkyl-3-          alkoxybenzolen    bzw.

       1-Amino-3,4-dialkoxybenzolen     oder deren kupplungsfähigen Derivaten, beispielsweise  den     Arylsulfonylaminoverbindungen    oder den N-Sul-           fonsäuren    und anschliessende Abspaltung der     Aryl-          sulfonsäure-    bzw.     Sulfonsäuregruppe.     



  <I>Beispiel 1</I>  42,6 Gewichtsteile     2-Amino-4-methoxy-5-methyl-          2'-phenylsulfonyl-4'-nitro-1,1'-azobenzol,    erhältlich  durch Kuppeln von     diazotiertem        1-Amino-4-nitro-          benzol-2-phenylsulfon    mit dem     Natriumsalz    der     4-          Methyl-5-methoxybenzol-l-sulfaminsäure    und an  schliessende Abspaltung der     Sulfonsäuregruppe,    wer  den durch Eintragen in 142 Gewichtsteile     9,3%ige          Nitrosylschwefelsäure    bei Zimmertemperatur diano  tiert.

   Nach dem Verdünnen mit 3500     Volumteilen     Wasser von 25  und Zugabe von 20 Gewichtsteilen       Kieselgur    wird die Lösung durch Filtration geklärt.  Aus dem Filtrat wird dann durch Zugabe von 400       Gewichtsteilen    Schwefelsäure 95%ig das     Diazonium-          sulfat    der     Aminoazoverbindung    abgeschieden. Das  gegebenenfalls aus Wasser unter Zugabe von Essig  säure umgefällte     Diazoniumsulfat    stellt nach dem  Trocknen ein gelbes, kristallines, in Wasser lösliches  Pulver dar, das bei Temperaturen bis zu     40     eine gute  Haltbarkeit aufweist.  



  In derselben Weise lassen sich die nachstehenden       Aminoverbindungen    in ihre     Diazoniumsulfate    über  führen, die ebenfalls eine gute Haltbarkeit besitzen:       2-Amino-4-äthoxy-5-methyl-2'-phenylsulfonyl-4'-          nitro-1,1'-azobenzol,          2-Amino-4-methoxy-5-äthyl-2'-phenylsulfonyl-4'-          nitro-1,1'-azobenzol.     



  <I>Beispiel 2</I>  44,2 Gewichtsteile     2-Amino-4,5-dimethoxy-2'-          phenylsulfonyl-4'-nitro-1,1'-azobenzol,    erhältlich  durch     Kuppeln    von dianotiertem     1-Amino-4-nitro-          benzol-2-phenylsulfon    mit dem     Natriumsalz    der 4,5  Dimethoxybenzol-l-sulfaminsäure und anschliessende  Abspaltung der     Sulfonsäuregruppe,    werden mit 750  Gewichtsteilen 60%iger Schwefelsäure in das     Sulfat     übergeführt und mit 35 Gewichtsteilen 42%iger     Nitro-          sylschwefelsäure    bei Zimmertemperatur dianotiert.

    Das sich abscheidende orangefarbige     Diazoniumsulfat     wird nach Zugabe von 600     Volumteilen    Eiswasser  abgesaugt und getrocknet. Das so erhaltene Produkt  stellt ein in Wasser lösliches Pulver dar, das bei Tem  peraturen bis zu 40  eine gute Haltbarkeit aufweist.

    <I>Beispiel 3</I>  47     Gewichtsteile        2-Amino-4,5-diäthoxy-2'-phenyl-          sulfonyl-4'-nitro-1,1'-azobenzol    werden, gegebenen  falls nach     Umlösen    aus Chlorbenzol, mit 600 Ge  wichtsteilen 60%iger Schwefelsäure in das Sulfat  übergeführt und nach dem Verdünnen mit 800     Vo-          lumteilen    Wasser bei 30-35  mit einer     wässrigen     Lösung von 10 Gewichtsteilen     Natriumnitrit    in übli  cher Weise dianotiert. Das abgeschiedene orange  farbige     Diazoniumsulfat    der     Aminoazoverbindung     wird abgesaugt und bei mässiger Temperatur getrock  net.

   Das so erhaltene Produkt stellt ein in Wasser       lösliches    Pulver dar, das bei Temperaturen bis zu  40  eine gute Haltbarkeit besitzt.    <I>Beispiel 4</I>  46 Gewichtsteile     2-Amino-4-methoxy-5-methyl-          2'    - (4" -     chlorphenylsulfonyl)        -4'-nitro-1,1'-azobenzol,     erhältlich durch Kuppeln von     diazotiertem        1-Amino-          4-nitrobenzol-2-(4'-chlorphenyl)

  -sulfon    mit dem Na  triumsalz der     4-Methyl-5-methoxybenzol-l-sulfamin-          säure    und anschliessende Abspaltung der     Sulfonsäure-          gruppe,    werden mit 800     Volumteilen    25%iger Salz  säure verrührt und bei 30  mit einer     wässrigen    Lö  sung von 10 Gewichtsteilen     Natriumnitrit    in der übli  chen Weise     diazotiert.    Nach zwei Stunden wird mit  3000     Volumteilen    Wasser verdünnt und nach Zugabe  von 20 Gewichtsteilen     Kieselgur    die     Diazolösung     durch Filtration geklärt.

   Aus der so erhaltenen Lö  sung wird durch Zugabe von 7 Gewichtsteilen Zink  chlorid, gelöst in wenig Wasser, das     Diazonium-          chlorid-Chlorzinkdoppelsalz    der     Aminoazoverbindung     abgeschieden, wobei die     Abscheidung    durch Zugabe  von 400 Gewichtsteilen     Natriumchlorid    vervollstän  digt wird. Der gelbbraune Niederschlag wird abge  saugt und bei mässiger Temperatur getrocknet. Das  so erhaltene Produkt stellt ein in Wasser lösliches  Pulver dar, das bei Temperaturen bis zu     40     eine gute  Haltbarkeit aufweist.  



  In derselben Weise lassen sich die nachstehenden       Aminoazoverbindungen    in ihre     Diazoniumchlorid-          Chlorzinkdoppelsalze    überführen, die ebenfalls eine  gute Haltbarkeit besitzen:       2-Amino-4-äthoxy-5-methyl-2'-(4"-chlorphenyl-          sulfonyl)-4'-nitro-1,1'-azobenzol,          2-Amino-4-methoxy-5-äthyl-2'-(4"-chlorphenyl-          sulfonyl)-4'-nitro-1,1'-azobenzol,          2-Amino-4,5-dimethoxy-2'-(4"-chlorphenylsulfonyl)-          4'-nitro-1,1'-azobenzol.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von festen, haltbaren Diazoniumverbindungen, dadurch gekennzeichnet, dass man o-Aminoazoverbindungen der Formel EMI0002.0088 worin X eine Alkyl- oder Alkoxygruppe bedeutet, dianotiert und die entstandenen Diazoniumverbindun- gen der Formel EMI0002.0093 worin R einen Säurerest bedeutet, als Salz in fester Form abscheidet.
CH6425358A 1956-05-09 1958-09-23 Verfahren zur Herstellung von festen, haltbaren Diazoniumverbindungen CH366052A (de)

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DEF0024022 1957-09-25

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NL95223C (de) 1900-01-01
CH361007A (de) 1962-03-31
US2961436A (en) 1960-11-22
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