CH370775A - Verfahren zur Herstellung neuer Ester des Allopregnan-3b,16a-diol-20-ons - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Ester des Allopregnan-3b,16a-diol-20-ons

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CH370775A
CH370775A CH5402757A CH5402757A CH370775A CH 370775 A CH370775 A CH 370775A CH 5402757 A CH5402757 A CH 5402757A CH 5402757 A CH5402757 A CH 5402757A CH 370775 A CH370775 A CH 370775A
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allopregnan
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CH5402757A
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Albert Dr Wettstein
Robert Dr Neher
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Ciba Geigy
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    • C07J7/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms
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Description


  Verfahren zur Herstellung neuer Ester des     Allopregnan-3ss,16a-diol-20-ons       Eine grosse Anzahl von Wirkstoffen wurde bereits  aus Nebennieren gewonnen. So haben wir vor einigen  Jahren zusammen mit T.     Reichstein    unter anderem       Aldosteron    isoliert.  



  Es war bekannt, dass bei einer besonderen Form  des     familiär    angeborenen     Adrenogenital-Syndroms     grosse     Salzverluste    auftreten. Es stand die Hypothese  zur Diskussion, dass durch die     hyperplasierte    Neben  niere ein Natrium ausscheidender Faktor im über  schuss produziert werde.     Andere    Autoren     nahmen     dagegen als Ursache eine     Nebennierenrinden-Insuffi-          zienz    mit ungenügender Produktion Natrium     retirie-          render    Steroide, wie z. B.     Aldosteron,    an.

   Wir gingen  dann von der Annahme aus, dass ein Natrium aus  scheidender Faktor vorliege und suchten seit 1955  systematisch nach einem solchen Wirkstoff. In  schwierigen Arbeiten, unter Anwendung von beson  deren     Isolierungs-    und Prüfungsmethoden, gelang  es uns, einen Stoff in reiner kristallisierter Form mit  dem     Schmelzpunkt    von 258-260  zu isolieren, der  Natrium ausscheidende Eigenschaften aufweist.  



  Überraschenderweise zeigte sich, dass der neue  Wirkstoff Mono- und     Diester    bildet. Die     Esterreste     sind z. B. solche von gesättigten oder ungesättigten       aliphatischen    oder     cycloaliphatischen,    von aromati  schen oder     heterocyclischen        Carbonsäuren,    beispiels  weise  der Ameisensäure, Essigsäure, Chloressigsäure,       Tritluoressigsäure,        Carbaminsäuren,          Alkoxycarbonsäuren,        Propionsäure,     der Buttersäuren, Milchsäure,     Valeriansäuren,

       wie     n-Valeriansäure    oder     Trimethylessigsäure,          Diäthylessigsäure,     der     Capronsäuren,    wie     ss-Trimethylpropionsäure,     der     önanth-,        Capryl-,        Pelargon-,        Caprin-,          Undecylsäuren,    z. B. der     Undecylensäure,       der     Laurin-,        Myristin-,        Pahnitin-    oder       Stearinsäuren,    z.

   B. der Ölsäure, der     Crotonsäure,     der     Undecansäure,    der     Cyclopentyl-,        Cyclohexyl-          oder        Phenylessigsäuren    oder     -propionsäuren,     der     Hexahydrobenzoesäure,        Benzoesäure,          Phenoxyalkansäuren,    wie     Phenoxy-essigsäure,          p-Chlor-phenoxy-essigsäure,          2,4-Dichlor-phenoxy-essigsäure,          4-tert.-Butyl-phenoxy-essigsäure,          3-Phenoxy-propionsäure,

            4-Phenoxy-buttersäure,     der     Furan-2-carbonsäure,          5-tert.-Butyl-furan-2-carbonsäure,          5-Brom-furan-2-carbonsäure,     der     Nicotin-,        Isonicotinsäure,     ferner von     Dicarbonsäuren,    wie       Oxal-,    Bernstein-,     Malein-,    Glutar-,       Dimethylglutar-,        Pimelin-,        Acetondicarbon-,          Phthal-,        Tetrahydrophthal-,        Hexahydrophthal-,

            Endomethylen-tetrahydrophthal-,          Endomethylen-hexahydrophthal-,          Endoxy-hexahydrophthal-,          Endoxy-tetrahydrophthalsäure,          Camphersäure,          Cyclopropandicarbonsäure,          Cyclobutandicarbonsäure,        Diglykolsäure,          Athylenbisglykolsäure,          Polyäthylenbisglykolsäuren,          Chinolin-,        Cinchomeronsäure,

       sowie die     Polyäthylenglykolmonoalkyläther-          halbester    der obigen     Dicarbonsäuren,     von     Ketocarbonsäuren,    wie     ss-Keto-carbonsäuren,     z. B. der     Acetessig-,        Propionylessig-,        Butyrylessig-          oder        Caprionoylessigsäure,     von     Aminosäuren,    wie der     Diäthylaminoessig-          säure,    usw.

        Anstelle von     Carbonsäureresten    können auch  solche von     Sulfonsäuren,    wie der     Methansulfonsäure     oder     Toluolsulfonsäure,        ferner    von anorganischen  Säuren, wie von Phosphor- oder Schwefelsäuren,  vorliegen.  



  Bei der     erstmaligen        Isolierung    des neuen Wirk  stoffes konnte aus 1000 kg     Schweine-Nebennieren     1 mg der neuen Verbindung in reiner kristallisierter  Form gewonnen werden. Auf     Grund    weiterer Be  funde kann der Gehalt an diesem Wirkstoff auf etwa  30 mg pro 1000 kg Nebennieren geschätzt werden.       Offensichtlich    kommt diese     Drüse    nicht als Aus  gangsstoff in Frage, um den neuen Wirkstoff oder  seine Ester als     Heilmittel    den Kranken zur Ver  fügung zu stellen.

   Es wurde daher versucht, die  Konstitution der reinen kristallisierten Verbindung  aufzuklären, um damit     eventuell    neue Wege zu ihrer  Herstellung zu eröffnen. Wie oben dargelegt, zeigte  sich, dass der neue Wirkstoff Mono- und     Diester     bildet. Es wurde dann gefunden, dass diese neue Ver  bindung und ihre Ester das     Allopregnan-3ss,16a-          diol-20-on    der Formel  
EMI0002.0017     
    bzw. seine Ester darstellen.  



  Das obengenannte     Allopregnan-3ss,16a-diol-20-on     ist neu. Bekannt ist sein     3ss-Acetat    sowie das     3ss,16a-          Diacetat.    Deren Herstellung erfolgte durch Reduk  tion des     entsprechenden        3ss-Acetat-16a-benzyläthers     und Einwirkung von     Acetylierungsmitteln    auf das  gebildete     Allopregnan-3ss,16a-dioxy-20-on-3ss-acetat     (H. Hirschmann et     a1.,    J.     Org.        Chem.    20, 572 [1955]).  



  Es war aber nicht bekannt, dass diesen Acetaten  eine therapeutische Wirkung zukommt. Es konnte  daher nicht     vermutet    werden, dass sie in irgendeinem  Zusammenhang mit dem Natrium ausscheidenden  Faktor der Nebenniere stehen.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren ist dadurch ge  kennzeichnet, dass man     Allopregnan-3ss,16a-diol-          20-on    der     Formel     
EMI0002.0034     
    zu 3- oder     16-Monoestern    oder     3,16-Diestern    um  setzt, wobei die Monoester nur in     16-Stellung    und  die     Diester    höchstens einmal den     Acetylrest    auf  weisen. Sie enthalten vorzugsweise die obengenannten  Säurereste. Die     Veresterung    erfolgt nach an sich  bekannten Methoden.

   So kann man den Wirkstoff  mit Säuren, wie den obengenannten, oder ihren  funktionellen Derivaten, wie ihren Halogeniden,       Anhydriden,        Thiolderivaten    sowie     Ketenen,    um  setzen. Ferner lassen sich auch     Umesterungsmetho-          den    anwenden.

   Durch geeignete Wahl der Reaktions  bedingungen und Menge der Mittel gelingt es, den  Wirkstoff vollständig oder auch partiell zu     ver-          estern.    Aus den erhaltenen     Monoestern    lassen sich  durch anschliessende     Veresterung        Diester,    deren       Acylreste    verschieden sein können, herstellen.  



  Die neuen Ester können als Zwischenprodukte  zur Herstellung des     Allopregnan-3/3,16a-diol-20-ons,     wie z. B. zu dessen Reinigung, dienen. Sie besitzen  aber auch, wie der neue Wirkstoff, Natrium aus  scheidende Wirkung an der Ratte ohne wesentliche  Beeinflussung des Kaliums in der während der Ver  suchsdauer ausgeschiedenen Urinmenge. Die     Be-          stimmung    der     Elektrolytausscheidung    (Natrium und  Kalium) und der Wasserausscheidung erfolgt z. B.  gemäss den in der Publikation von P.     Desaulles    und  R. Meier (Schweiz.     Med.        Wschr.    86,     Suppl.    zu Heft  37, 1060 [1956]) niedergelegten Versuchsbedingun  gen.

   Besonders wertvoll sind solche Ester, deren       Acylrest    eine wasserlöslich machende     Gruppe,    wie  die     Carboxylgruppe    oder eine     Aminogruppe,    auf  weist, wie den Rest der     Glutarsäure,        Tetrahydro-          phthalsäure,    oder in erster Linie der Bernsteinsäure,  in Form ihrer     Salze    mit anorganischen oder organi  schen Basen, wie ihrer Natrium- oder     Triäthanol-          aminsalze,    oder bei Anwesenheit einer basischen       Gruppe    in Form ihrer     Salze    mit Säuren, wie z. B.

    mit     Halogenwasserstoffsäuren.    Sie können daher als       Heilmittel,    wie zur Herstellung des gestörten Na  triumgleichgewichtes, besonders bei     Retention    von  Natrium, z. B. Ödemen,     Kreislaufstörungen,        incl.          Hochdruck,    Verwendung finden. Die     Diester    können  auch für die Herstellung der Monoester, z. B. durch  Hydrolyse, verwendet werden.  



  In den nachfolgenden Beispielen sind die Tempe  raturen in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  100 mg     Allopregnan-3ss,16cc-diol-20-on    werden  mit 4     cm3        Pyridin    und 2     cm3        Propionsäureanhydrid     kurze Zeit auf 50  erwärmt und dann 60 Stunden  bei 20  stehengelassen. Nach     Abdestillieren    des       Pyridins    und überschüssigen     Säureanhydrides    im  Vakuum wird mit Wasser versetzt und     ausgeäthert.     Die ätherische Lösung wäscht man mit verdünnter       Salzsäure,    verdünnter Natronlauge und Wasser neu  tral, trocknet über Natriumsulfat und destilliert das  Lösungsmittel ab.

   Der Rückstand liefert, aus     Me-          thanol-Wasser        umkristallisiert,    das     Allopregnan-          3ss,16a-diol-20-on-3ss,16a-dipropionat,    F.109-111 .      <I>Beispiel 7</I>  0,44 g des     in    Beispiel 3 beschriebenen     Allo-          pregnan-3ss,16a-diol-20-on-3-monobenzoats    werden  in 5     cm3        Pyridin    mit 2 g     Bernsteinsäure-anhydrid     unter Stickstoff 3 Tage bei Raumtemperatur stehen  gelassen.

   Man giesst in Wasser, nimmt in Essigester  auf und wäscht die Lösung mit verdünnter     Salzsäure     und Wasser     pyridinfrei.    Nach Trocknen über Na  triumsulfat und  destillieren des Lösungsmittels er  hält man 0,54 g     Allopregnan-3ss,16a-diol-20-on-3-          benzoat-16-hemisuccinat.     



  <I>Beispiel 8</I>  6,6g     Allopregnan    -     3ss,16a    -     diol    - 20 -     on,    6,0 g       Tetrahydrophthalsäure-anhydrid    und 150     cm3        Pyri-          din    werden zusammen unter Stickstoff während 4  Stunden zum Sieden erhitzt. Nach Abkühlen destil  liert man im Vakuum bei 40-60      Badtemperatur    das       Pyridin    ab. Der Rückstand wird in Essigester auf  genommen, der etwas Methanol beigemischt enthält.

    Man wäscht den Extrakt mit verdünnter     Salzsäure     und Wasser     pyridinfrei    und schüttelt dann die sauren  Reaktionsprodukte mittels verdünnter     Natriumbikar-          bonatlösung    aus. Die filtrierten     Natriumbikarbonat-          auszüge    werden mit verdünnter     Salzsäure    angesäuert.  Das ausgefällte Reaktionsprodukt wird     abgenutscht,     mit Wasser gründlich ausgewaschen und getrocknet.  Die Ausbeute beträgt 12,2 g     Allopregnan-3ss,16a-          diol-20-on-3,16-di-hemitetrahydrophthalat.     



  Zur Herstellung des wasserlöslichen     Dinatrium-          salzes    des     Allopregnan-3ss,16a-diol-20-on-3,16-di-          hemitetrahydrophthalates    werden 0,64 g     Allopregnan-          3        ss,16a    -     diol    - 20 -     on-3,16-di-hemitetrahydrophthalat,     gelöst in 5     cm3    Feinsprit unter Eiskühlung mit  20 cm-     0,1n    Natronlauge versetzt. Die     filtrierte    Lö  sung wird     lyophilisiert    nach bekannter Technik.

   Man  erhält 0,69 g     Dinatriumsalz    des     Allopregnan-3ss,16a-          diol-20-on-3,16-di-hemitetrahydrophthalates.     



  In analoger Weise erhält man aus     Allopregnan-          3        ss,16a    -     diol    - 20 -     on-3,16-di-hemitetrahydrophthalat     und     Triäthanolamin    das     Triäthanolaminsalz    des       Allopregnan    -     3ss,16a    -     diol    - 20     -on-3,16-di-hemitetra-          hydrophthalates.     



  <I>Beispiel 9</I>  3,34 g     Allopregnan-3ss,16a-diol-20-on,    2,2 g       t3,ss-Dimethylglutarsäure-anhydrid    und 100     cm3        Pyri-          din    werden unter     Stickstoff    6 Stunden zum Sieden  erhitzt. Man kühlt ab und dampft die Reaktions  lösung im Vakuum bei 40-60      Badtemperatur    ein.  Der Rückstand wird in Chloroform     aufgenommen          nud    der Extrakt mit verdünnter     Salzsäure    und  Wasser     pyridinfrei    gewaschen. Die sauren Reaktions  produkte zieht man mit verdünnter, eiskalter Na  triumbikarbonatlösung aus.

   Die     filtrierten    Natrium  bikarbonatauszüge werden mit verdünnter     Salzsäure     angesäuert. Das ausgefällte     Reaktionsprodukt        wird          abgenutscht,    mit Wasser ausgewaschen und getrock  net.

   Man erhält 6 g     Allopregnan-3ss,16a-diol-20-on-          3,16-di-hemi        fl,ss-dimethylglutarat.       Zur Herstellung des wasserlöslichen     Dinatrium-          salzes    löst man 6,19g     Allopregnan-3ss,16a-diol-20--          on-3,16-di-hemi-ss,ss-dimethylglutarat    in 50     cm3    Fein  sprit und fügt eisgekühlte 222     cm3    0,1n Natronlauge  hinzu. Die filtrierte Lösung wird nach bekannter  Technik der     Gefriertrocknung    unterworfen.

   Man er  hält 6,6g     Dinatriumsalz    des     Allopregnan-3ss,16a-          diol-20-on-3,16-di-hemi-ss,ss-dimethylglutarates.     



  In analoger Weise erhält man aus     Diäthanolamin     und     Allopregnan-3ss,16a-diol-20-on-3,16-di-hemi-ss,ss-          dimethylglutarat    das wasserlösliche     Diäthanolamin-          salz    des     Allopregnan-3ss,16a-diol-20-on-3,16-di-hemi-          ss,ss-dimethylglutarates.     



  <I>Beispiel 10</I>  3,34 g     Allopregnan        3ss,16a-diol-20-on,    5 g     Di-          glykolsäure=anhydrid    und 100     cm3        Pyridin    werden  unter     Stickstoff    während 6 Stunden zum Sieden er  hitzt. Die Aufarbeitung erfolgt gemäss Beispiel 9.  Man erhält 5,5 g     Allopregnan-3ss,16a-diol-20-on-          3,16-di-hemidiglykolat.     



  Zur Herstellung des wasserlöslichen     Dinatrium-          salzes    löst man 5,67 g     Allopregnan-3ss,16a-diol-20-          on-3,16-di-hemidiglykolat    unter Kühlung in 22     cm3     0,1n     Natriumbikarbonatlösung    auf und     lyophilisiert.     Die Ausbeute beträgt 6 g     Dinatriumsalz    des     Allo-          pregnan    - 3     ss,16a-diol-20-on-3,16-di-hemidiglykolates.     



  In analoger Weise erhält man aus     Ephedrin    und       Allopregnan-3ss,16a-diol-20-on-3,16-di-hemidiglykolat     das     Di-ephedrinsalz    des     Allopregnan-3ss,16a-diol-20-          on-3,16-di-hemidiglykolates.     



  <I>Beispiel 11</I>  0,33g     Allopregnan-3ss,16a-diol-20-on    und 0,6 g       Camphersäure-anhydrid    werden in 25     cm3        Pyridin,     das 7     cm3        Triäthylamin    beigemengt enthält, unter  Stickstoff während 5 Stunden zum Sieden erhitzt.  Nach dem Abkühlen dampft man die Lösungsmittel  im Vakuum bei 40-60     Badtemperatur    ab und  nimmt den Rückstand     in        Essigester-Methanol    9: 1  auf. Die     Essigesterlösung    wird mit verdünnter Salz  säure und Wasser gewaschen.

   Man extrahiert die  sauren Reaktionsprodukte mittels eiskalter, verdünn  ter     Natriumbikarbonatlösung.    Die     Natriumbikarbo-          natauszüge    werden mit verdünnter     Salzsäure    ange  säuert. Das ausgefällte Reaktionsprodukt wird     ab-          genutscht,    mit Wasser ausgewaschen und getrock  net. Die Ausbeute beträgt 0,5 g     Allopregnan-3ss,16a-          diol-20-on-3,16-di-hemicamphorat.     



  <I>Beispiel 12</I>  0,335 g     Allopregnan-3ss,16a-diol-20-on,    0,6 g       Endoxy    -     tetrahydro    -     phthalsäure    -     anhydrid,    25     cm3          Collidin    und 5     cm3        Diäthylamin    werden unter Stick  stoff während 6 Stunden auf     110-120     erhitzt. Die  weitere Aufarbeitung erfolgt nach Beispiel 12. Man  erhält 0,6 g     Allopregnan-3ss,16a-diol-20-on-3,16-di-          hemi-endoxy-tetrahydrophthalat.     



       In    analoger Weise erhält man aus     Allopregnan-          3ss,16a-diol-20-on    und     Endoxy        hexahydro-phthal-          säure-anhydrid        mit        82%        Ausbeute    Allopregnan-      <I>Beispiel 2</I>  100 mg     Allopregnan-3ss,16a-diol-20-on    werden  in 4 cm?,     Pyridin    gelöst und mit 2     cm3        Benzoylchlo-          rid    in 2     cm3    Benzol versetzt und nach kurzem Er  wärmen auf 40  62 Stunden bei 20  stehengelassen.

    Nach     Abdestillieren    des     Pyridins    im Vakuum     wird     mit Wasser versetzt,     ausgeäthert    und wie in Beispiel  1 beschrieben aufgearbeitet. Das erhaltene     Allo-          pregnan-3ss,16a-diol-20-on-3ss,16a-dibenzoat    kristal  lisiert aus Methanol oder     Benzol-Äther    und     schmilzt     bei 224-226 .  



  <I>Beispiel 3</I>  500 mg     Allopregnan-3ss,16a-diol-20-on    werden  in 25 cm-     Benzol    und 25     cm3        Pyridin        mit    0,25     cm3          Benzoylchlorid        in    5 ml Benzol 20 Stunden bei 22   stehengelassen. Das Gemisch wird hierauf unter  Kühlung mit Methanol     versetzt    und im Vakuum bis  60  eingedampft.

   Der Rückstand wird in Benzol  aufgenommen, mit 2n     Salzsäure    und Wasser neutral  gewaschen, getrocknet und an 30 g neutralem     Alu-          miniumoxyd    in     Benzol-Petroläther    (1 : 1)     adsorbiert.     Nach Vorwaschen mit Benzol und     Benzol-Äther     (9: 1) lässt sich das     Allopregnan-3ss,16a-diol-20-on-          3-monobenzoat    mit Äther und     Methylenchlorid-          Aceton    (9: 1)     eluieren    und aus     Benzol-Äther    um  kristallisieren.  



  50 mg     Allopregnan-3ss,16a-diol-20-on-3ss-mono-          benzoat    werden in 0,5     em3        Pyridin    und 0,2     em3          Acetanhydrid    während 20 Stunden bei 20  stehen  gelassen. Nach Zufügen von wenig Wasser, Abdamp  fen des     Pyridins    und der Essigsäure im Vakuum  wird der     Rückstand    in Äther gelöst, mit Wasser,  verdünnter     Salzsäure    und     Natriumhydrogencarbonat-          lösung    neutral gewaschen.

   Nach Entfernen des Lö  sungsmittels     liefert    der aus     Äther-Hexan        umkristalli-          sierte    Rückstand reines     Allopregnan-3ss,16a-diol-20-          on-3ss-benzoat-16a-acetat.     



  <I>Beispiel 4</I>  300 mg     Allopregnan-3ss,16a-diol-20-on    werden  in 20     ml        Pyridin    gelöst und     mit   <B>0,15</B>     cm3        Trimethyl-          essigsäurechlorid    60 Stunden bei     20     stehengelassen.  Das Gemisch wird mit etwas     Methanol    versetzt, im  Vakuum bis 60  C eingeengt und dann in ätherischer  Lösung mit 2n     Sodalösung    und Wasser neutral ge  waschen.

   Nach Trocknen über Natriumsulfat und       Abdestillieren    des     Lösungsmittels    nimmt man den  Rückstand in Benzol auf und     chromatographiert    an  15 g neutralem     Aluminiumoxyd.    Nach Vorwaschen       mit        Benzol    und     Benzol-Äther    (9: 1) lässt sich das       Allopregnan    -     3ss,16a    -     diol    -     20-on-3        ss-trimethylacetat     vom F. 192-198  mit     Benzol-Äther   <B>(9:</B> 1) und (1 :

   1)       eluieren    und aus     Aceton-Äther        umkristallisieren.     



  80 mg     Allopregnan-3P,16a-diol-20-on-3ss-mono-          trimethylacetat    werden in 0,5     cm3        Pyridin    und  0,3     cm3        Acetanhydrid    36 Stunden bei 20  stehen  gelassen. Nach Zugabe von wenig Wasser und Ab  dampfen von     Pyridin    und Essigsäure wird der Rück  stand in Äther aufgenommen, mit     verdünnter    Salz  säure, kalter     Sodalösung    und Wasser neutral ge-    waschen.

   Der nach Trocknen und     Abdestillieren    er  haltene Rückstand liefert aus     Äther-Hexan        um-          kristallisiert        Allopregnan    -     3ss,16a    -     diol-20-on-3/3-tri-          methyl-acetat-16a-acetat.     



  <I>Beispiel</I>     S     50 mg     Allopregnan-3fl,16a-diol-20-on    werden in  2     cm3        Pyridin        gelöst        und        mit        0,158        cm3        10        %        igem          Acetanhydrid    in Benzol 18 Stunden bei 20  stehen  gelassen.

   Der nach Aufarbeitung (wie in Beispiel 4)  erhaltene, neutrale Rückstand von 51 mg wird an  50 Blatt     Whatman-Papier    Nr. 1 (Breite 19 cm,  Länge 45 cm) mit dem System     Petroläther-Benzol-          Methanol-Wasser    (33 :17 :

   40:10) bei 38  C     präpara-          tiv        papierchromatographiert,    zur Abtrennung von       unumgesetztem    Ausgangsmaterial, von     3,16-Diacetat     und     3-Monoacetat.    Die Zone mit dem     Rf-Wert    0,45  bis 60 wird mit     Methanol-Wasser        eluiert,    und nach  Eindampfen erhält man das     Allopregnan-3ss,16a-diol-          20-on-16a        monoacetat    in reiner Form vom F.

   259  bis 261  durch     Umkristallisieren    aus     Aceton-Äther.     In dem angegebenen System wandert diese Verbin  dung wie etwa     Cortexon,    zeigt blaue     Antimontri-          chlorid-Fluoreszenz    (UV.) und gelbe Farbreaktion  mit     Dinitrophenylhydrazin.     



  <I>Beispiel 6</I>  2,0 g     Allopregnan-3ss,16a-diol-20-on    und 4,8 g       Bernsteinsäure-anhydrid    werden in 100     cm3        Pyridin     während 4 Stunden unter Stickstoff zum Sieden er  hitzt.

   Die klare Reaktionslösung wird gekühlt und  im Vakuum das     Pyridin    weitgehend     abdestilliert.     Man löst den kristallinen Rückstand in     Chloroform,     wäscht den Extrakt zunächst mehrmals mit ver  dünnter     Salzsäure,    dann mit Wasser und zieht die  sauren Reaktionsprodukte mit 0,5n     Natriumbikarbo-          natlösung,    die etwas     Sodalösung    beigemischt enthält,  aus. Die alkalischen Extrakte werden mit verdünnter       Salzsäure    angesäuert und mit Chloroform ausgeschüt  telt. Die     Chloroformlösung    wird mit Wasser gewa  schen, über Natriumsulfat getrocknet und einge  dampft.

   Man erhält 3,12g     Allopregnan-3j3,16a-diol-          20-on-3,16-di-hemisuccinat,    das nach einmaligem       Umkristallisieren    aus Essigester bei l95-196        schmilzt.    Das Produkt ist löslich in     0,1n    Natrium  bikarbonatlösung.  



  Zur Herstellung des wasserlöslichen Natrium  salzes werden 0,2 g     Allopregnan-3ss,16a-diol-20-on-          3,16-di-hemisuccinat    in 8,0     cm3        0,1n        Natriumbi-          carbonatlösung    gelöst. Die Lösung wird filtriert und       lyophilisiert.    Man erhält 0,22 g     Dinatriumsalz    des       Allopregnan-3ss,16a-diol-20-on-3,16-di-hemisuccinats.     Das     pH    der 1     o/oigen        wässrigen    Lösung liegt bei 6,3,  gemessen mit     Lyphanpapier    Nr. 670.  



  In analoger Weise erhält man aus     Allopregnan-.     3     ss,16a    -     diol    - 20 -     on-        3,16-di-hemisuccinat    und     Tri-          äthanolamin    das wasserlösliche     Triäthanolaminsalz     des     Allopregnan    -     3ss,16a    -     diol    - 20 -     on-3,16-di-hemi-          succinats.              3ss   <I>16a</I> -     diol    - 20 -     on-3,

  16-di-hemi-endoxy-hexahydro-          phthalat.     



  <I>Beispiel 13</I>  0,335 g     Allopregnan-3ss,16a-diol-20-on,    0,6 g       Endomethylen-tetrahydro        phthalsäure-anhydrid    und  25     cm3        Collidin    werden unter Stickstoff während 8  Stunden auf 1l0-120  erhitzt. Die klare Reaktions  lösung wird gekühlt und im Vakuum bei 40-70        Badtemperatur    eingeengt. Man nimmt den Rückstand  in     Essigester-Methanol    9 : 1 auf und wäscht die Lö  sung mit verdünnter     Salzsäure    und Wasser.

   Die  sauren Reaktionsprodukte werden mit verdünnter       Natriumbikarbonatlösung    ausgezogen und daraus  nach Filtrieren mit verdünnter     Salzsäure    wieder aus  gefällt. Man     nutscht    ab, wäscht mit Wasser und  trocknet. Die Ausbeute beträgt 0,6 g Allopregnan       3ss,16a-diol-20-on-3,16-di-hemi-endomethylen-tetra-          hydrophthalat.     



  In analoger Weise erhält man aus     Allopregnan-          3ss,16a-diol-20-on    und     Endomethylen-hexahydro-          phthalsäureanhydrid        mit        80%        Ausbeute        Allopregnan-          3ss,16a    -     diol-20-on-3,16-di-hemi-endomethylen-hexa-          hydro-phthalat.     



  <I>Beispiel 14</I>  0,335 g     Allopregnan    -     3ss,16a    -     diol-20-on    und  0,64 g     Athylen-bis-glykolsäure-anhydrid    werden in  20     cm3        Pyridin    gelöst und 9 Stunden unter Stickstoff  zum Sieden erhitzt. Die klare, gekühlte Reaktions  lösung konzentriert man im Vakuum bei 40-60        Badtemperatur.    Der Rückstand wird in Essigester  aufgenommen, die Lösung mit verdünnter     Salzsäure     und Wasser     pyridinfrei    gewaschen, getrocknet und  eingedampft.

   Beim     Umlösen    aus Essigester oder     Me-          thylenchlorid-Petroläther    kristallisiert     Allopregnan-          3ss,16a-diol-20-on-3,16-di-hemi-äthylen-bis-glykolat.     <I>Beispiel<B>15</B></I>  0,7 g     Polyäthylenglykolmonomethyläther    mit einem  mittleren     Molekulargewicht    von 350 werden während       11,Stunden    im Vakuum bei 80  getrocknet und mit  0,3g     Tetrahydro-phthalsäureanhydrid    durch     4stündi-          des    Erhitzen auf 170  unter Stickstoff umgesetzt,

   wo  bei nahezu quantitativ     Methoxypolyäthylenglykol-          350-hemitetrahydrophthalat    entsteht. Die     Estersäure     wird durch 1stündiges Kochen mit 1 g     Thionylchlorid     in das Säurechlorid übergeführt und das überschüs  sige     Thionylchlorid    vollständig entfernt.  



  Das erhaltene Säurechlorid wird in 50     cm3    Benzol  gelöst und bei 0  in eine Mischung von 0,3 g     Allo-          pregnan-3ss,16a-diol-20-on    in 50     cm3    Benzol und  50     cm3        Pyridin    eingetragen. Man     erwärmt    langsam  auf Raumtemperatur und lässt das Reaktionsgemisch  20 Stunden stehen. Das ausgeschiedene     Pyridin-          hydrochlorid    wird abgetrennt. Das Filtrat schüttelt  man hintereinander mit 6 Portionen von je 1 g Alu  miniumoxyd. Das Filtrat wird filtriert und vollstän  dig eingedampft.

   Nach Entfernung der     Lösungsmit-          telreste    im Hochvakuum weist das Produkt eine       Reinheit        von        etwa        90%        auf,        wie        sich        aus        verglei-          chender        Papierchromatographie    mit Allopregnan-         3ss,16a-diol-20-on    ergibt.

   Der erhaltene     Allopregnan-          3        ss,16a-diol-20-on-3,16-bis-methoxypolyäthylen    -     gly-          kol- 350 -tetrahydrophthalat    ist gut wasserlöslich.  



  Der in den obigen Beispielen verwendete neue  Wirkstoff kann z. B. wie folgt aus Nebennieren iso  liert werden:  500 kg frische oder tiefgekühlte Rinder- oder       Schweine-Nebennieren    werden nach einem der be  kannten Verfahren, vorzugsweise nach     Cartland    und       Kuizenga    (J.     Biol.        Chem.   <I>116, 57</I> [1936]) extrahiert,  wobei die Entfettung mit     Petroläther    ausgelassen  wird.

   Je nach der Qualität der Drüsen erhält man so  4-25 kg Rohextrakt, der sodann durch Verteilung       zwischen        wässerigem        Alkohol,        z.        B.        60%igem        Me-          thanol,    und     Petroläther    im Gegenstromverfahren  nach Schema 1 gründlich entfettet wird. Die     wässe-          rig-methanolische    Phase extrahiert man hierauf  ebenfalls im     Gegenstromverfahren    zweimal mit dem  halben Volumen Chloroform (Schema 1).

   Die ver  einigten     Chloroformlösungen        a2    und     b2    werden nach  Waschen mit verdünnter Salzsäure und Hydrogen  karbonatlösung und Trocknen über     Natriumsulfit        im,     Vakuum unter 50      eingedampft.    Man erhält auf  diese Art 64 g steroidreichen Extrakt A und 47 g       steroidarmen    Extrakt B. Extrakt A dient als Aus  gangsstoff für das vorliegende Verfahren.  



  64 g des     genannten    Extraktes A werden einer       Chromatographie    an 2,0 kg     Silicagel    mit     201/o     Wassergehalt unterworfen, wobei     mit    Chloroform,       Chloroform/Aceton-Gemischen,    Aceton und Metha  nol     eluiert    wird.

       Vorversuche    hatten gezeigt, dass  sich die     Auftrennung    so     wesentlich    rascher, scho  nender und in besserer Ausbeute erreichen lässt als  durch Verteilung an     Kieselgur.        Durchlaufgeschwin-          digkeit    etwa 1000     ml    pro Stunde und Fraktion.

   Die       mit        1-5%        Aceton        in        Chloroform        eluierten        Frak-          tionen,    die     Corticosteron,        17-Hydroxy-cortexon    (S)  und     11-Dehydro-corticosteron    enthalten, werden     ver-          einigt        und        erneut        an        1,

  5        kg        Silicagel        mit        90%     Wassergehalt     chromatographiert.    Der neue Wirkstoff  befindet sich in den Fraktionen 6-8, erhalten durch       Elution        mit        3-4,5%        Aceton        in        Chloroform.        Aus     Aceton ergeben diese Fraktionen bereits grosse Men  gen von     Kristalüsaten,    welche sich in der Folge als  frei vom neuen Wirkstoff erweisen.

   Die 9,45 g  Mutterlaugen werden     einzeln    auf     Whatmanpapier     Nr. 1 (19 X 37 cm) im     Chromatoblockverfahren    (je  160-170 Blatt pro Block und 10 mg pro Blatt) mit  dem System     Formamid/Benzol-Chloroform    (1:1)  aufgetrennt. Dieses Verfahren erweist sich durch  scharfe und rasche     Auftrennung    für die Isolierung  des Wirkstoffes als äusserst nützlich.

   Die     wirkstoff-          haltigen    Zonen der verschiedenen Blöcke können  durch den Farbstoff     F5        (4-Nitro-2'-methyl-4'-di-          äthanolamino-azobenzol)    und durch das im Extrakt  befindliche 11-     Dehydrocorticosteron    (vor dem  Wirkstoff laufend) bzw.

       Corticosteron    und     17-Hy-          droxycortexon    (knapp hinter dem     Wirkstoff    laufend)  nach Auswertung der     einzelnen    Blätter in dem       Fluoreszenzschirm    leicht festgelegt werden, ohne dass      auf dieser Reinigungsstufe ein Nachweis des Wirk  stoffes selbst mit einer Farbreaktion möglich wäre.  Das auf den ausgeschnittenen Zonen befindliche Ma  terial wird auf übliche Weise mit     wässrigem    Methanol       eluiert    und daraus mit Chloroform zurückgewonnen.  



  Anschliessend wird im System     Propylenglykolj          Toluol,    und zwar auf     einzelnen    Blättern,     rechro-          matographiert;    hierbei entwickelt man so lange, bis  der Farbstoff F, etwa     3;@    der Papierlänge     zurück-          gelegt    hat. Die     Wirkstoffzone    befindet sich stets  etwa auf halbem Weg zwischen F, und Startlinie und  wird durch zwei Linien bei     Ri""5    0,35 und     RF5    0,6  begrenzt.

   Ausser dem Farbstoff ist für die Lokalisie  rung des Wirkstoffes in den meisten Fällen auch eine  im UV schwach grünlich     fluoreszierende    Bande  knapp hinter der     Wirkstoffzone    nützlich; im UV bei  240     mu    absorbierende Substanzen sind in dieser Rei  nigungsstufe nicht mehr nachweisbar. Hingegen ist  es nun nach Einwirkung von     Antimontrichlorid     möglich, den Wirkstoff selbst durch eine schwach  blaue bis blauviolette     UV-Fluoreszenz    sichtbar     zii     machen.  



  Das     Eluat    dieser Zone liefert mit     Aceton    oder       Aceton-Äther-Genvsch    leicht ein     Rohkristallisat.     Durch     einmalige        Umkristallisation    aus     Methanol-          Aceton    und     Waschen    der     Kristalle    mit Aceton und       Aceton-Äther    erhält man den reinen     einheitlichen          Wirkstoff    vom F. 258-260 .

   Der Wirkstoff kristalli-         siert    aus Methanol, Aceton,     Äthylacetat,        Dioxan     oder     Tetrahydrofuran,    mit oder ohne Zusatz von  Wasser, in kleinen dünnen Blättchen. Die Kristalle  beginnen ab etwa 210  zu sublimieren, stark ab etwa  230  und schmelzen bei 258-260 ; der Schmelz  punkt ist wegen der vorangehenden starken Sublima  tion nicht leicht zu bestimmen.  



  Das UV-Spektrum des Wirkstoffes zeigt keine  charakteristische Absorption bei 240     mcc,    sondern  nur eine sehr schwache bei 287     mci    (E     i        m    = l,65).  Das     IR-Spektrum    in Chloroform zeigt charakte  ristische Banden bei 2,77     ,cs    (OH), 3,43     P    und 3,52<B>111</B>  (CH, stark), bei 5,87     ,u    (im     C=O-Bereich),    6,92<I>u,</I>       7,24,u,        7,40,u    und 9,70     ,u.     



  Der neue Wirkstoff ist von ähnlicher Polarität  wie     Corticosteron.    Nachstehend ist das Resultat  einiger Farbreaktionen zusammengestellt (alle An  gaben beziehen sich auf 10     ;,        Substanz/cm2    Papier).  
EMI0006.0052     
  
    SbCl3: <SEP> blau <SEP> (UV)
<tb>  UV <SEP> (240 <SEP> mu) <SEP>   Reduktionsvermögen <SEP> (Blautetrazolium) <SEP>   NaOH-Fluoreszenz <SEP> (d4-3-Ketosteroide) <SEP>   Dinitrophenylhydrazin <SEP> + <SEP> (gelb)
<tb>  Zimmermann <SEP> (17-Ketosteroide) <SEP>   Zinntetrachlorid <SEP>   J!KJ <SEP> (+ <SEP> Äther) <SEP>   FeCl3 <SEP> K3Fe(CN)o <SEP> (auf <SEP> Enole) <SEP>   Ninhydrin <SEP> -       <I>Schema 1</I>  <I>Entfettung von</I>     NN-Rohextrakt     22,5 kg Rohextrakt aus 500 kg Schweine-NN.

   Lösen in 200 1     Petroläther    und       Abfiltrieren    von unlöslichen Stoffen.  
EMI0006.0056     
  
    <I>Gegenstromextraktion</I> <SEP> mit <SEP> 60o/oigem <SEP> wässrigem <SEP> Methanol <SEP> (mit <SEP> 5 <SEP> g <SEP> NaCl,.-'1) <SEP> im
<tb>  Luwesta <SEP> EG <SEP> 2006-Extraktor:

   <SEP> Durchlaufgeschwindigkeit <SEP> der <SEP> Petrolätherphase
<tb>  600 <SEP> 1!Stunde, <SEP> Temperatur <SEP> 18-31  <SEP> C, <SEP> Volumverhältnis <SEP> der <SEP> wässrigen <SEP> Methanol  zu <SEP> den <SEP> Petroläther-Phasen <SEP> 3,6-4,1.
<tb>  Passage <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP> Petroläther
<tb>  --' <SEP> '--v-@ <SEP> verwerfen
<tb>  100 <SEP> 106
<tb>  Methanolauszug <SEP> a <SEP> Methanolauszug <SEP> b
<tb>  <I>Waschen</I> <SEP> der <SEP> Methanolauszüge <SEP> mit <SEP> Petroläther <SEP> im <SEP> Luwesta-Extraktor: <SEP> Durch  laufgeschwindigkeit <SEP> der <SEP> Methanolphasen <SEP> etwa <SEP> 300 <SEP> 1/Stunde, <SEP> Temperatur <SEP> 25  <SEP> C,
<tb>  Volumverhältnis <SEP> von <SEP> a,IPetroläther <SEP> 2,6 <SEP> und <SEP> b(Petroläther <SEP> 3,7.

         
EMI0007.0001     
  
    Methanollösung <SEP> a1 <SEP> Methanollösung <SEP> b1 <SEP> -a <SEP> Petroläther <SEP> verwerfen
<tb>  Reextraktion <SEP> der <SEP> gewaschenen <SEP> Methanollösungen <SEP> mit <SEP> Chloroform <SEP> im <SEP> Luwesta  Extraktor: <SEP> Durchlaufgeschwindigkeit <SEP> der <SEP> Methanolphasen <SEP> etwa <SEP> 2601/Stunde, <SEP> Tem  peratur <SEP> 25  <SEP> C, <SEP> Volumverhältnis <SEP> von <SEP> Chloroformjai <SEP> bzw. <SEP> b1 <SEP> = <SEP> 2,1.
<tb>  Chloroformextrakt <SEP> a2 <SEP> Chloroformextrakt <SEP> b2--> <SEP> wässr. <SEP> Methanol <SEP> verwerfen
<tb>  Einengen <SEP> der <SEP> Chloroformextrakte <SEP> im <SEP> Vakuum, <SEP> neutral <SEP> waschen, <SEP> trocknen <SEP> und
<tb>  eindampfen, <SEP> zuletzt <SEP> im <SEP> Hochvakuum:
<tb>  i
<tb>  Extrakt <SEP> A: <SEP> 64 <SEP> g <SEP> Extrakt <SEP> B: <SEP> 47 <SEP> g

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von funktionellen Derivaten eines neuen Wirkstoffes aus Nebennieren, dadurch gekennzeichnet, dass man Allopregnan- 3fl,16a-diol-20-on der Formel EMI0007.0004 zu 3- oder 16-Monoestern oder 3,16-Diestern um setzt, wobei die Monoester nur in 16-Stellung und die Diester höchstens einmal den Acetylrest auf weisen. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene 3- oder 16-Mono- ester zu 3,16-Diestern umsetzt, die höchstens einmal den Acetylrest aufweisen. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man Allopregnan-3fl,16a-diol- 20-on mit einem niederaliphatischen Säureanhydrid und Pyridin erwärmt und den entsprechenden Diester isoliert. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Allopregnan-3fl,16a-diol- 20-on mit einem Carbonsäurechlorid in Gegenwart von Pyridin bei Zimmertemperatur behandelt und den entstandenen Monoester isoliert. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man Allopregnan-3fl,16a-diol- 20-on mit einem Anhydrid einer Dicarbonsäure in Gegenwart von Pyridin umsetzt und den erhaltenen Hemiester der Dicarbonsäure isoliert.
    PATENTANSPRUCH 1I Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellten 3,16 - Diestern des Allopregnan-3f,16a-diol-20-ons zur Herstellung von 3- oder 16-Monoestern durch Hydrolyse.
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