CH378893A - Verfahren zur Herstellung von neuen N-heterocyclischen Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen N-heterocyclischen Verbindungen

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CH378893A
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Walter Dr Schindler
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Geigy Ag J R
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      Verfahren    zur Herstellung von neuen     N-heterocyclischen        Verbindungen       Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein  Verfahren zur -Herstellung neuer     N-heterocyclischer     Verbindungen mit wertvollen pharmakologischen  Eigenschaften.  



  Es wurde überraschenderweise     gefunden,    dass  Derivate des     Iminodibenzyls        (10,11-Dihydro-5H-          dibenzo[b,f]azepin)    der Formel  
EMI0001.0009     
    worin R einen niedermolekularen     Alkylrest    oder     einen          Cycloalkylrest    und     alkylen    einen     geradkettigen    oder  verzweigten     Alkylenrest    mit     2-6        Kohlenstoffatomen     bedeuten, wertvolle pharmakologische Eigenschaften,  insbesondere antiallergische,     antiemetische,

      antikon  vulsive und sedative Wirksamkeit besitzen.  



  Zur Herstellung der neuen Verbindungen der  Formel I lässt man erfindungsgemäss auf Verbindun  gen der Formel  
EMI0001.0019     
    worin     Rl    einen     Arylmethyl-    oder     Diarylmethylrest     und R, Wasserstoff oder einen     Arylmethyl-    oder       Diarylmethylrest    bedeuten, katalytisch aktivierten  Wasserstoff bis zur Aufnahme von im wesentlichen    einem bzw. zwei     Mol    je nach der Bedeutung von     R,     einwirken (das heisst zwei     Mol,    wenn     R2    nicht  Wasserstoff bedeutet). Die     Hydrogenolyse    des Restes       R1    kann z.

   B., falls     R2    Wasserstoff bedeutet, in einer  organischen oder vorzugsweise in saurer, wässrig  organischer     Lösung,    z. B. in     methanohscher    Salz  säure, in Gegenwart eines Nickel- oder     Edelmetall-          katalysators    erfolgen. So wird z.

   B. die     Hydrogeno-          lyse    in     Gegenwart    von     Palladiumkohle    bei Raum  temperatur und Niederdruck bis zur Aufnahme von  ungefähr der     molaren    Menge Wasserstoff     durchge-          führt.    Zur gleichzeitigen Abspaltung eines von  Wasserstoff verschiedenen Restes     R2    sind meist etwas  energischere Reaktionsbedingungen, z. B.

   Hydrierung  in     Gegenwart    von     Raney-Nickel    bei Temperaturen  bis etwa 80  und Drücken bis etwa 50 Atmosphären  notwendig; die Hydrierung wird in diesem Falle erst  nach Aufnahme von ungefähr der     doppeltmolaren     Menge     Wasserstoff    abgebrochen.  



  In den Ausgangsstoffen der allgemeinen Formel       II    bedeutet     R1    vorzugsweise ein     Benzyl-    oder Benz  hydrykest und     R2        Wasserstoff    oder ein     Benzylrest.          Als    Reste R kommen dabei z.

   B. der     Methyl-,    Äthyl-,       n-Propyl-,        Isopropyl-,        n-Butyl-,        Isobutyl-,        sek.-Butyl-,          n-Amyl-,        Isoamyl-,        n-Hexyl-,        Cyclopentyl-,        Cyclo-          hexyl-,        Cyclohexylmethyl-,        Cycloheptyl-    und     Cyclo-          octylrest        in    Betracht.  



  Die Ausgangsstoffe der Formel     II    sind ihrerseits  z. B. durch Umsetzung von reaktionsfähigen Estern,  z. B. Halogeniden, von Verbindungen der Formel  
EMI0001.0073     
      mit     primären    oder sekundären Aminen der Formel  
EMI0002.0002     
    in Gegenwart eines säurebindenden Mittels, vorzugs  weise eines     überschusses    an     umzusetzendem        Amin,          erhältlich.    Zur Herstellung von Ausgangsstoffen der  Formel     II,    worin     R2    Wasserstoff bedeutet,

       können     auch     Alkalimetallverbindungen    von     N-Acylderivaten     von     primären    Aminen der Formel IV, z. B. von  niedermolekularen       N-Alkyl-acetamiden,          N-Alkyl-formamiden,

            N-Cycloalkyl-acetamiden    oder       N-Cycloalkyl-formamiden     mit reaktionsfähigen     Estern    von Verbindungen der  Formel     III    umgesetzt und die     unmittelbar    erhaltenen       N-Acylderivate    zu Verbindungen der Formel     1I        hy-          drolysiert    werden.  



  Zu     reaktionsfähigen    Estern von Verbindungen  der Formel     III    gelangt man     beispielsweise    durch       Umsetzung    von     Alkalimetallverbindungen    von  2     Arylmethoxy-iminodibenzyl    oder  2     Diaryhnethoxy-iminodibenzyl          mit        reaktionsfähigen,    vorzugsweise gemischten     Di-          estern    von     Alkylenglykolen,    wie z. B.

         1-Chlor-2-brom-äthan,          1-Chlor-3-brom-propan,          1,2-Dichlor-propan,          1,2-Dibrom-propan,          1-Chlor-4-brom-n-butan,          1,4-Dibrom-butan,          1-Brom-2-methyl-3-chlor-propan    oder       oi-        Halogenalkylestern    der       p-Toluolsulfonsäure,     2,4     Dinitro-benzolsulfonsäure    oder       Methansulfonsäure.            Ferner    erhält man solche reaktionsfähige Ester z. B.

    auch durch Umsetzung der obengenannten     Alkali-          metallverbindungen    mit     Alkylenoxyden    und Behand  lung der entstandenen     Hydroxyalkylverbindungen    mit       anorganischen        Säurehalogeniden,        Arylsulfonsäure-          chloriden    oder     Methansulfochlorid,    wobei     man          5-Halogenalkyl-,        5-Arylsulfonyloxy-alkyl-    bzw.

       Me-          thansulfonyloxyalkyl-derivate    von     2-Arylmethoxy-          oder    2     Diarylmethoxy-iminodibenzyl    erhält.  



  2 -     Arylmethoxy-    und 2 -     Diarylmethoxy    -     imino-          dibenzyle,    z. B. das 2     Benzyloxy-iminodibenzyl,    er  hält man beispielsweise durch Oxydation von     Imino-          dibenzyl    mittels einer Lösung von     Kaliumnitroso-          disulfonat        (Fremysches        Salz),    Reduktion oder Hy  drierung, z.

   B. in     Methanollösung    in     Gegenwart    von       Lindlar-Katalysator,    des erhaltenen     2-Oxo-10,11-          dihydro-2H-dibenzo[b,f]azepin    und     Verätherung    des,  entstandenen     2-Hydroxy-iminodibenzyls    durch Um  setzung     mit    reaktionsfähigen     Estern    von     Arylmetha-          nolen    oder     Diarylmethanolen    in Gegenwart säure-    bindender Mittel, z.

   B. mit     Benzylehlorid    in     alkoho-          lischer        Kalilauge.     



  Mit     anorganischen    oder organischen Säuren, wie       Salzsäure,        Bromwasserstoffsäure,        Schwefelsäure,     Phosphorsäure,     Methansulfonsäure,        Äthandisulfon-          säure,    Essigsäure,     Citronensäure,        Äpfelsäure,    Bern  steinsäure,     Maleinsäure,        Fumarsäure,    Weinsäure,

         Benzoesäure    und     Phthalsäure    bilden die     erfindungs-          gemäss    erhaltenen sekundären Basen     wasserlösliche     Salze.  



  Im nachfolgenden Beispiel bedeuten Teile Ge  wichtsteile; diese     verhalten    sich zu     Volumteilen    wie  g zu     cm3.    Die Temperaturen sind in Celsiusgraden  angegeben.  



  <I>Beispiel</I>  a) 7,5     Teile    2     Benzyloxy-iminodibenzyl    und 5,5  Teile     1-Chlor-3-brom-propan    werden in 150     Volum-          teilen        abs.    Benzol gelöst und bei 58-60  mit einer  Suspension von 1,5 Teilen     Natriumamid    in     Toluol          portionenweise    versetzt. Man rührt das Reaktions  gemisch     anschliessend    16 Stunden bei dieser Tempe  ratur.

   Nach dem Abkühlen wird es mit Wasser ver  setzt, die     Benzollösung    abgehoben,     gründlich        mit     Wasser     gewaschen,    getrocknet und eingedampft, wo  bei das     5-(y-Chlor-propyl)-2-benzyloxy-iminodibenzyl          als    viskoses<B>öl</B> zurückbleibt.  



  b) 8,5     Teile    der obigen     Chlorpropylverbindung     werden     in    25     Volumteilen        abs.        Benzol    gelöst und  im     Autoklaven        mit    40     Volumteilen    bei 5  mit     Me-          thylamin    gesättigtem Methanol 12 Stunden auf 80  bis 90  erhitzt.

   Nach dem Abkühlen     wird    das Lö  sungsmittel abgedampft und der Rückstand mit  Wasser versetzt und erschöpfend     ausgeäthert.    Durch       dreimaliges        Schütteln    mit verdünnter Essigsäure wer  den der ätherischen Lösung die basischen Anteile       entzogen.     



  Die vereinigten essigsauren Auszüge werden  alkalisch gestellt und     ausgeäthert.    Die ätherische Lö  sung wird gewaschen, getrocknet und eingedampft.  Der ölige Rückstand wird im Hochvakuum     destilliert,     wobei das 5 - (y     -Methylamino-propyl)-2-benzyloxy-          iminodibenzyl    unter 0,02 mm Druck bei 225  über  geht.  



  c) 3,4 Teile des obigen Destillats werden in 9,2       Volumteilen    1n     Salzsäure    gelöst und mit Methanol  auf 100     Volumteile    ergänzt. Diese Lösung     wird    in       Gegenwart    von 1 Teil     5a/miger        Palladiumkohle    bei  Raumtemperatur und     Niederdruck        hydriert,    bis die  berechnete Menge Wasserstoff aufgenommen ist.  Man     filtriert    vom Katalysator ab, engt das     Filtrat     ein und versetzt den Rückstand mit verdünnter       Ammoniaklösung    bis zur alkalischen Reaktion.

   Die  ausgeschiedenen Kristalle werden abgesaugt und aus  Aceton     umkristallisiert.    Das so erhaltene     5-(y-Methyl-          amino-propyl)-2-hydroxy-iminodibenzyl        schmilzt    bei  160 .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen N-hetero- cyclischen Verbindungen der Formel EMI0003.0001 worin R einen niedermolekularen Alkyl- oder einen Cycloalkylrest und alkylen einen geradkettigen oder verzweigten Alkylenrest mit zwei bis sechs Kohlen stoffatomen bedeuten, dadurch gekennzeichnet,
    dass man auf eine Verbindung der Formel EMI0003.0010 worin R1 einen Arylmethyl- oder Diarylmethylrest und R2 Wasserstoff oder einen Arylmethyl- oder Diarylmethylrest bedeuten, katalytisch aktivierten Wasserstoff bis zur Aufnahme von im wesentlichen einem bzw. zwei Mol einwirken lässt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, da.ss man von Verbindungen der For mel II, worin R1 einen Benzylrest und R2 Wasser stoff bedeuten, ausgeht. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man von Verbindungen der For mel II, worin R1 und R2 Benzylreste bedeuten, aus geht.
CH97960A 1959-05-28 1960-01-29 Verfahren zur Herstellung von neuen N-heterocyclischen Verbindungen CH378893A (de)

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