Verfahren zur Herstellung neuer 9-Anunoalkyl-9, 10-dihydro-9, 10-äthano-(1, 2)-anthrazene
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von 9- Arninoalkyl -9,10 - dihydro-9,10- äthano(1,2)-anthrazenen der Formel
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worin A eine gegebenenfalls mono oder disubstituierte Aminogruppe und Alk einen Alkylenrest bedeutet, und die in einer oder mehreren der Stellungen 1-8 und 10 substituiert sein können, oder ihren Salzen.
In den neuen Verbindungen kann die. Aminogruppe des Amino-alkyirestes unsubstituiert sein.
Vorzugsweise ist sie jedoch mono- oder disubstituiert. Dabei kommen als Substituenten vor allem niedere Kohlenwasserstoffreste in Frage, die auch durch Heteroatome, wie Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff, unterbrochen und/oder durch freie Hydroxy-, Amino- oder Mercaptogruppen oder Halo- genatome, wie Fluor, Chlor, Brom oder Jod, substituiert sein können.
Als Kohlenwasserstoffreste sind vor allem zu nennen: Alkyl- oder Alkenylreste, wie
Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropylreste, gerade oder verzweigte, in beliebiger Stelle verbundene Butyl, Pentyl-, Hexyl- oder Heptylreste,
Allyl- oder Methallylreste, unsubstituierte oder alkyl-substituierte Cycloalkyloder Cycloalkenylreste, wie
Cyclopentyl-, Cyclohexyl-, Cycloheptyl-,
Cyclopentenyl-, Cyclohexenylreste, unsubstituierte oder alkyl-substituierte Cycloalkyl oder -alkenyl-alkylreste, wie
Cyclopentyl- oder Cyclohexenylmethyl-, äthyl oder -propyireste, Aralkyl- oder Aralkenyl- wie
Phenylmethyl-, -äthyl-, -vinyl- oder -propylreste, oder Aryl-, insbesondere Phenylreste, oder Alkylenoder Alkenylenreste, wie z. B.
Butylen-(1,4), Pentylen-(1,5),
1,5-Dimethyl-pentylen-(1,5), Hexylen-(1,6), Hexylen-(1, 5).
Durch Heteroatome unterbrochene Reste dieser Art sind z. B. Alkoxyalkyl- oder Oxa-cycloalkylalkylreste, wie
Methoxyäthyl, Äthoxyäthyl, Propoxyäthyl,
Butoxyäthyl, Methoxypropyl,
Methoxyäthoxyäthyl, Tetrahydrofurvlmethyl, Methylmercaptoäthyl, Oxa-, Aza- oder Thiaalkylen- oder -alkenylenreste, wie
3-Aza-, Oxa- oder Thiapentylen-(1,5),
3-Aza-hexylen-(1,6), 1,5-Dimethyl-3-aza-pentylen-(1,5),
3-Methyl-3-aza-pentylen-(1,5) oder
3-Hydroxyäthyl-3-aza-pentylen-(1,5).
Die Aminogruppe ist vor allem eine Di-niederalkyl-aminogruppe, wie die Dimethylaniino-, Diäthylamino-, Dipropylamino-,
N-Methyl-N-äthylaminogruppe, eine N-Niederalkyl-N-cycloalkylaminogruppe, wie die
N-Methyl-N-cyclopentyl- oder -cyclohexylamino gruppe, eine Pyrrolidino, Piperidino-, Morpholino- oder Thia-morpholinogruppe, wie die
Pyrrolidino, Piperidino-, Morpholino-,
Piperazino-, N-Methyl-, N-Sithyl-oder
N-ss-Hydroxyäthyl-piperazinogruppe.
Die genannten Verbindungen lassen sich quaternisieren.
Als vierter Substituent an einer quaternären Ammoniumgruppe sind vor allem niedere Alkyloder Alkenylreste, wie Methyl-, Äthyl-, Allyl-oder Propylreste, Benzylreste oder Phenoxy-niederalkylreste, wie der Phenoxyäthyfrest, zu erwähnen.
Der die genannte Aminogruppe mit dem Anthrazenkern verbindende Alkylenrest ist vor allem ein nie derer, gerader oder verzweigter Alkylenrest, vor zugsweise mit 14 Kohlenstoffatomen, wie der
Methylen-, Äthyien-( 1,2)-, Propylen-(1,2)-, Propylen-(1,3)-, Butylen-(1,2)-, Butylen-(1,5)-,
Butylen-(2,3)- oder Butylen-(1,4)-rest.
Die neuen Verbindungen können noch weiter substituiert sein. So können sie z. B. in den Stellungen 1-8 des Anthrazenringes oder an sonstigen aromatischen Ringen niedere Alkyl-, Alkoxy-, Alkenyloxy- oder Alkylendioxy-oder Alkylmercaptogruppen, Halogenatome, wie Fluor, Chlor, Brom oder Jod, oder das Pseudohalogen Trifluormethyl, Alkylsulfonyl-, Alkanoyl-, Nitro- oder Aminogruppen tragen, wobei als Alkylreste z. B.
Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, Butyl, i-Butyl, tert.-Butyl, als Alkoxy- oder Alkenyloxy- oder Aikylendioxy- gruppen die
Methoxy-, Äthoxy-, ATlyloxy-oder Methylen dioxygruppe, als Alkylmercaptogruppen die Methyl- oder Äthylmercaptogruppe, und als Alkanoylreste vor allem der Acetyl-, Propionyl- oder Butyrylrest zu nennen sind. In 10-Stellung können die neuen Verbindungen vor allem einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest, wie einen der oben genannten niederen Alkyl- oder Alkenylreste, oder auch ein Halogenatom aufweisen.
Die neuen Verbindungen besitzen wertvolle pharmakologische Eigenschaften. So zeigen sie eine zentralhemmende Wirkung, die durch einen Antagonismus gegenüber psychomotorischen Stoffen, wie z. B. Mezcalin, sowie durch eine Hemmung der spinalen Reflexübertragung gekennzeichnet ist, und können daher als beruhigende und tranquillisierende Medikamente in der Human- und Veterinärmedizin Verwendung finden. Sie eignen sich aber auch als Zusätze zu Tierfutter, da sie eine bessere Nahrungsverwertung bewirken. Weiter können die neuen Verbindungen als Ausgangs- oder Zwischenprodukte für die Herstellung anderer wertvoller Verbindungen dienen.
Besonders wertvoll sind die 9-Amino-alkyl-9,10- dihydro-9,10-äthano-(1 ,2)-anthrazene und ihre Salze, in denen der Alkylenrest in 9-Stellung ein Methylenoder Sithylen-(1, 2)-rest ist, und vor allem diejenigen darunter, in denen die Aminogruppe tertiär, vorzugsweise eine Di-niederalkyl- oder Cycloalkyl amino-, Pyrrolidino-, Piperidino-, Morpholino-, Piperazino-, N-Methylpiperazino-, N-Äthyipiperazino- oder N-ss-Hydroxyäthyl-piperazinogruppe ist.
Besonders zu erwähnen sind die Verbindungen der Formeln
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und ihre Salze, worin A eine tertiäre Aminogruppe, besonders eine der zuletzt erwähnten Aminogruppen, ist, und speziell das
9-Diäthylamino-methy1-,
9-Dimethylamino-methyl- oder
9-N-Cyclopentyl-N-methyl- amino-methyl 9,10-dihydro-9,10-äthano-(l ,2)-anthrazen und ihre Salze und das
9 -ss-Diäthylamino-äthyl-,
9-ss-Dimethylaminoäthyl- oder
9-ss-N-CyclopentylWN-methylamino-äthyl-
9, 10-dihydro-9, 10-äthano-(1, 2)-anthrazen und ihre Salze.
Das erfindungsgemässe Verfahren besteht darin, dass man in 9, 1 0-Dihydro-9, 1 0-äthano-(1', 2')-anthrazenen, die in 9-Stellung einen durch Reduktion einer -CO-N < oder Aminohydroxyalkylgruppe in eine Aminoalkylgruppe überführbaren Rest aufweisen, reduziert.
Es können z. B. Carbamyl- oder Carbamylalkylgruppen in üblicher Weise, zweckmässig mit Lithiumaluminiumhydrid oder analogen Amidreduktionsmitteln, zu den entsprechenden Aminoalkylgruppen reduziert werden. Entsprechende Amino-hydroxyalkylreste können ebenfalls unter Anwendung der üblichen Reduktionsmittel, vornehmlich Metallhydriden, z. B.
Di-leichtmetallhydriden, wie Alkaliborhydriden, oder von katalytisch aktiviertem Wasserstoff, wobei als Katalysatoren vor allem Platinoxyd oder Raney Nickel zu erwähnen sind, in die Aminoalkylreste überführt werden.
In erhaltene primäre, sekundäre oder tertiäre Aminogruppen lassen sich in üblicher Weise noch weitere Stickstoffsubstituenten einführen, z. B. durch Behandlung mit reaktionsfähigen Estern, z. B. den obengenannten, der entsprechenden Alkohole oder nach der Methode der reduktiven Alkylierung unter Verwendung der entsprechenden Carbonylverbindungen oder durch Acylierung mit Carbonsäuren und Reduktion der erhaltenen N-Acylverbindungen.
Die Ausgangsstoffe können auch unter den Reaktionsbedingungen gebildet werden.
Die genannten Reaktionen können in üblicher Weise durchgeführt werden.
Die Ausgangsstoffe sind bekannt oder können nach an sich bekannten Verfahren gewonnen werden.
Die neuen Verbindungen werden je nach den Reaktionsbedingungen und Ausgangsstoffen in freier Form oder in Form ihrer Salze erhalten. Die Salze der neuen Verbindungen können in an sich bekannter Weise in die freien Verbindungen übergeführt werden, z. B. Säureadditionssalze durch Reaktion mit einem basischen Mittel. Anderseits können gege benenfalis erhaltene freie Basen mit anorganischen oder organischen Säuren Salze bilden. Zur Herstellung von Säureadditionssalzen werden insbesondere therapeutisch verwendbare Säuren verwendet, z. B.
Halogenwasserstoffsäuren, beispielsweise
Salzsäure oder Bromwasserstoffsäure,
Perchlorsäure, Salpetersäure oder Thiocyansäure, Schwefel- oder Phosphorsäuren, oder organische Säuren, wie
Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure,
Glykolsäure, Milchsäure, Brenztraubensäure,
Oxalsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure,
Maleinsäure, Fumarsäure, Äpfelsäure,
Weinsäure, Zitronensäure, Ascorbinsäure,
Hydroxymaleinsäure, Dihydroxymaleinsäure,
Benzoesäure, Phenylessigsäure, 4Amino-benzoesäure, 4-Hydroxy-benzoesäure
Anthranilsäure, Zimtsäure, Mandelsäure,
Salicylsäure, 4-Amino-salicylsäure,
2-Phenoxy-benzoesäure, 2-Acetoxy-benzoesäure,
Methansulfonsäure, Äthansulfonsäure,
Hydroxyäthansulfonsäure, Benzolsulfonsäure, p-Toluol-sulfonsäure, Naphthalinsulfonsäure oder
Sulfanilsäure, oder Methionin, Tryptophan,
Lysin oder Arginin.
Dabei können Mono- oder Polysalze vorliegen.
Quaternäre Ammoniumsalze können auch z. B. durch Einwirkung von frisch gefälltem Silberoxyd auf die Ammoniumhalogenide, oder Einwirkung von Barytlauge auf die Ammoniumsulfate, oder unter Verwendung von basischen Ionenaustauschern in die Ammoniumhydroxyde übergeführt werden, aus denen durch Umsatz mit Säuren, z. B. den oben angeführten, andere Ammoniumsalze erhalten werden können. Dieser Austausch kann auch direkt, unter Verwendung geeigneter Ionenaustauscher stattfinden.
Die neuen Verbindungen können als Heilmittel in Form von pharmazeutischen Präparaten verwendet werden, welche diese Verbindungen zusammen mit pharmazeutischen, organischen oder anorganischen, festen oder flüssigen Trägerstoffen, die für enterale, z. B. orale, oder parenterale Gabe geeignet sind, enthalten. Für die Bildung derselben kommen solche Stoffe in Frage, die mit den neuen Verbindungen nicht reagieren, wie z. B. Wasser, Gelatine, Milchzucker, Stärke, Magnesiumstearat, Talk, pflanzliche Öle, Benzylalkohole, Gummi, Polyalkylenglykole, Cholesterin oder andere bekannte Arzneimittelträger. Die pharmazeutischen Präparate können z. B. als Tabletten, Dragees, Kapseln oder in flüssiger Form als Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen vorliegen.
Gegebenenfalls sind sie sterilisiert und bzw. oder enthalten Hilfsstoffe, wie Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netz-oder Emulgiermittel, Salze zur Veränderung des osmotischen Druckes oder Puffer. Sie können auch noch andere therapeutisch wertvolle Stoffe enthalten.
Die neuen Verbindungen können auch in der Tiermedizin, z. B. in einer der obengenannten Formen, oder bei der Aufzucht und Ernährung von Tieren in Form von Futtermitteln oder von Zusatzmitteln für Tierfutter verwendet werden. Dabei werden z. B. die üblichen Streck- und Verdünnungsmittel bzw. Futtermittel angewendet.
Die Temperaturen sind in den folgenden Beispielen in Celsiusgraden angegeben.
Beispiel I
Zu einer Suspension von 2,5 g Lithium-aluminiumhydrid in 100 cm3 Tetrahydrofuran tropft man unter Rühren bei Zimmertemperatur eine Lösung von 9,0 0 g
9,1 0-Dihydro-9, lO-äthano-(l ,2)-anthrazen- (9)-carbonsäure-diäthylamid in 50 cm3 Tetrahydrofuran. Man erwärmt die Mischung 3 Stunden zum Sieden und kühlt dann in Eis ab. Die Organo-metallkomplexe und überschüssiges Lihtium-aluminiumhydrid werden durch vorsichtiges Zutropfen von 2,5 cm3 Wasser, 2,5 cm3 15 % iger Natronlauge und 7,5 cm3 Wasser zersetzt. Es fällt ein körniger Niederschlag aus, den man abfiltriert.
Nach dem Eindampfen des Lösungsmittels bleibt das 9-Diäthylamino-methyl-9,10-dihydro9, 10- äthano-(1,2)-anthrazen der Formel
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zurück, das nach Umkristallisieren aus Alkohol bei 112-1150 schmilzt. Das Hydrochlorid schmilzt bei 243-2450.
Das als Ausgangsmaterial verwendete 9,1 0-Dihydro-9, 1 0-äthano-( 1 ,2)-anthrazen- (9)-carbonsäure-diäthylamid wird z. B. wie folgt hergestellt: 10,0 g 9,1 O-Dihydro9, 1 0-äthano(1 ,2)-anthrazen- (9)-carbonsäure und 100 cm3 Thionylchlorid werden während 6 Stunden unter Rückfluss gekocht. Nach dem Verdampfen des Thionylchlorids bleibt ein Ö1 zurück, das nach einigem Stehen Irristallisiert. Nach Umkristallisation aus Petroläther erhält man das 9,10-Dihydro-9,10-äthano-(1,2)-anthrazen (9)-carbonsäurechlorid der Formel
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in Kristallen vom F. 72750.
Zu 5 g des Säurechlorids in 50 cm3 Benzol tropft man bei Zimmertemperatur unter gutem Rühren 10,0 g Diäthylamin in 25 cm3 Benzol. Man erwärmt 2 Stunden auf 400 und extrahiert hierauf das Reaktionsgemisch mit Wasser. Nach dem Eindampfen des Benzols verbleibt ein Öl, das langsam kristallisiert. Durch Umkristallisation aus Methanol-Wasser wird das 9, 10-Dihydro-9, 10-äthano-(1, 2)-anthrazen- (9)-carbonsäure-diäthylamid der Formel
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in Kristallen vom F. 108-109 erhalten.
In ähnlicher Weise erhält man das 9-(ss-Phenyläthyl-ammomethyl)-9, 10-dihydro 9, 10-äthano-(1, 2)-anthrazen-hydrochlorid, das nach Umkristallisation aus Äthanol-Äther bei 253-255 schmilzt; das 9-(n-Butylamino-methyl)-9,10-dihydro-9,10 äthano-(1,2)-anthrazen, das nach Umkristallisation aus Äthanol bei 76 bis 780 schmilzt; das 9-Methylamino-methyl-9,10-dihydro-9,10 äthano-(1, 2)-anthrazen-hydrochlorid, das nach dem Kristallisieren aus Methanol bei
320-322 schmilzt; das Hydrochlorid des 9-Aminomethyl-9,10-dihydro- 9,1 0-äthano(1,2)-anthrazens, das bei 313-315 schmilzt;
das 2- oder 3-Chlor-9-methylamino-methyl-9 10- dihydro-9, 10-äthano-(1, 2)-anthrazen- hydrochlorid, das nach dem Kristallisieren aus Wasser bei
223-226 schmilzt.
Beispiel 2
Das Gemisch aus 10 g
9-Methylamino-methyl-9,10-dihydro-9,10 äthano-(1,2)-anthrazen, 4 cm3 30 % iger wässriger Formaldehydlösung und 50 cm3 Ameisensäure wird während 5 Stunden auf 900 erwärmt. Nach dem Abkühlen wird das Reaktionsgemisch durch Zugabe von 2n Natronlauge alkalisch gestellt. Das ausgeschiedene Ö1 extrahiert man mit Methylenchlorid und dampft den Extrakt ein. Es verbleibt das
9-Dimethylamino-methyl-9,10-dihydro-9,10 äthano-(1,2)-anthrazen der Formel
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das nach Kristallisation aus Äthanol bei 78-80 schmilzt; F. Hydrochlorid 233-2340.
In analoger Weise erhält man aus dem nach Beispiel 1 erhaltenen
9-(n-Butylamino-methyl)-9,10-dihydro-9,10 äthano-(1, 2)-anthrazen das
9-(N-Methyl-N-n-butylamino-methyl)-9,10 dihydro-9, 10-äthano-(1, 2)-anthrazen- hydrochlorid vom F. 2570.
Beispiel 3
Eine Lösung von 17,8 g
N-Acetyl-9-methylamino-methyl-9,10-dihydro
9,10-äthano-(1,2)-anthrazen in 50 cm3 Tetrahydrofuran wird unter Rühren zu 4 g Lithium-aluminiumhydrid in 100 cm3 Tetrahydrofuran getropft und das Gemisch anschliessend noch 2 Stunden bei 500 weiter gerührt. Die Mischung versetzt man hierauf mit 4 cm3 Wasser, 4 cm3 15%iger Natronlauge und 12 cm3 Wasser, nutscht den ausgefallenen Niederschlag ab und dampft das Filtrat im Vakuum zur Trockne ein. Es verbleibt das
9-(Methyl-äthylamino-methyl)-9,10-dihydro
9,10-äthano-(1,2)-anthrazen der Formel
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das nach Kristallisation aus Methanol bei 77-79 schmilzt; F. Hydrochlorid 235-2360.
Das als Ausgangsmaterial verwendete
N-Acetyl-9-methylamino-methyl-9, 1 0-dihydro
9,l(räthano-(1,2)-anthrazen kann in üblicher Weise durch Acetylieren von
9-Methylamino-9,10-dihydro-9,10-äthano (1,2)-anthrazen mit Acetylchlorid in Pyridin hergestellt werden.
Die Verbindung schmilzt nach Umkristallisation aus Äthanol bei 1280.
Beispiel 4
In eine Suspension von 3,5 g Lithium-aluminiumhydrid in 100 cm3 trockenem Tetrahydrofuran tropft man unter Rühren bei Zimmertemperatur 12g ss-[9, 10-Dihydro-9, 10-äthano-(1, 2)-9-anthryl]- propionsäire-dimethylamid in 50 cm3 Tetrahydrofuran und lässt das Gemisch hierauf noch 2 Stunden am Rückflusskühler sieden.
Anschliessend tropft man unter Eiskühlung 4 cm3 Wasser und 10 cm3 15 % ige Natronlauge zu und filtriert den ausgefallenen Niederschlag ab. Das Filtrat dampft man im Vakuum zur Trockne ein, löst den öligen Rückstand in Äther und schüttelt die Ätherlösung mit 2n Salzsäure aus. Die saure Lösung stellt man durch Zugabe von 10n Natron-. lauge alkalisch und extrahiert die ausgefallene Base mit Äther. Nach dem Trocknen und Eindampfen des Extraktes verbleibt das 9-γ-Dimethyl-amino-propyl-9,10-dihydro-
9,10-äthano-(1 ,2)-anthrazen der Formel
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das nach Sublimation bei 88-90 schmilzt; F. Hydrochlorid 205-206 .
Das als Ausgangsmaterial verwendete ss-[9,10-Dihydro-9,10-äthano-(1,2)-9-anthryl] propionsäure-dimethylamid kann wie folgt hergestellt werden:
Eine Lösung von 10 g ss-(9-Anthryl)-propionsäure, [hergestellt nach F. H. C. Stewart, Australian Journal of Chem. 13, 483 (1960)] in 200 cm3 Di methylformamid sättigt man mit Athylen und erhitzt das Gemisch anschliessend im Autoklaven während 24 Stunden auf 1700. Nach dem Abkühlen fügt man 500 cm3 Wasser zu und filtriert den ausgefallenen Niederschlag ab. Dieser wird aus Äthanol umkristallisiert. Man erhält so die ss-[9,10-Dihydro-9,10-äthano-(1,2)-9-anthryl] propionsäure der Formel
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in Kristallen vom F. 218-219 .
10 g dieser Säure kocht man nun während 4 Stunden mit 500 cm3 Thionylchlorid und dampft dann das Gemisch im Vakuum zur Trockne ein.
Es verbleibt ein kristalliner Rückstand, den man in 50 cm3 Benzol löst. Zu dieser Lösung lässt man bei Zimmertemperatur unter Rühren eine Lösung von 5 g Dimethylamin in 50 cm3 Benzol zutropfen. Nach 2 Stunden fügt man 100 cm3 Wasser zu, trennt die Benzolschicht ab, trocknet sie über Natriumsulfat und dampft sie ein. Es verbleibt das kristalline ss-[9, 10-Dihydro-9, 10-äthano-(1, 2) ,2)9-anthryij propionsäuredimethylamid, das ohne weitere Reinigung verwendet werden kann.
Beispiel 5
Zu 4,0 g
1,5-Dichlor-9,10-dihydro-9,10-äthano-(1,2) anthrazen-9-carbonsäurechlorid in 50 cm3 Benzol tropft man unter Rühren bei Zimmertemperatur eine Lösung von 5,0 g Dimethylamin in 50 cm3 Benzol. Nach 2 Stunden werden 100 cm3 Wasser zugegeben, und die Benzolschicht wird im Vakuum zur Trockne eingedampft. Den Rückstand löst man in 50 cm3 absolutem Tetrahydrofuran und tropft die erhaltene Lösung unter Rühren zu einem Gemisch von 2,0 g Lithium-aluminiumhydrid und 50 cm3 Tetrahydrofuran. Man er hitzt hierauf 2 Stunden zum Sieden und zersetzt anschliessend das Reaktionsgemisch durch Zugabe von Wasser und 15%iger Natronlauge. Nach dem Abfiltrieren des ausgefallenen Niederschlages und Eindampfen des Filtrates verbleibt ein Öl, das in 10 cm3 Äthanol gelöst wird.
Die Lösung wird mit 0,5 cm3 10n äthanolischer Salzsäure versetzt und das gebildete Hydrochlorid durch Zugabe von Diäthyläther ausgefällt. Man erhält so das
1,5-Dichlor-9-dimethylamino-methyl-9,10 dihydro-9, 10-äthano-(1, ,2)-anthrazen- hydrochlorid der Formel
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in Kristallen vom F. 158-162 .
Das als Ausgangsmaterial verwendete
1,5-Dichlor-9,10-dihydro-9,10-äthano-(1,2) anthrazen-9-carbonsäurechlorid kann wie folgt hergestellt werden:
Eine Lösung von 12 g 1,5-Dichlor-anthrazen (9)-carbonsäure in 200 cm3 Dimethylformamid sättigt man mit Äthylen und erhitzt sie anschliessend im Autoklaven während 24 Stunden auf 170 . Der nach dem Eindampfen der Lösung im Vakuum verbleibende Rückstand wird in 2n Natronlauge gelöst und durch Kohle filtriert. Beim Ansäuern der Lösung fällt die rohe
1,5-Dichlor-9,10-dihydro-9,10-äthano-(1,2) anthrazen-9-carbonsäure aus, die man abfiltriert und trocknet. 10,0 g dieser Säure werden während 2 Stunden mit 200 cm3 Thionylchlorid gekocht. Nach dem Eindampfen der Lösung verbleibt ein Ö1, das langsam kristallisiert.
Nach Umkristallisation aus Petroläther erhält man das
1,5-Dichlor-9,10-dihydro-9,10-äthano-(1,2) anthrazen-9-carbonsäurechlorid der Formel
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das bei 1321350 schmilzt.