CH424032A - Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen

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CH424032A
CH424032A CH347463A CH347463A CH424032A CH 424032 A CH424032 A CH 424032A CH 347463 A CH347463 A CH 347463A CH 347463 A CH347463 A CH 347463A CH 424032 A CH424032 A CH 424032A
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Walter Dr Wehrli
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Sandoz Ag
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Description


  Verfahren     zur    Herstellung von     Reaktivfarbstoffen       Gegenstand des     Hauptpatentgesuches    ist ein Ver  fahren zur Herstellung von     Reaktivfarbstoffen,    wel  ches dadurch gekennzeichnet ist, dass man 1     Mol     eines Farbstoffes, welcher mindestens einen     Dihalo-          gentriazinylrest    enthält, mit mindestens 1     Mol    eines  gegebenenfalls weiter substituierten     Hydroxylamins,     welches mindestens ein an das Stickstoffatom gebun  denes, austauschfähiges Wasserstoffatom     enthält,     umsetzt.  



  Diese Farbstoffe enthalten mindestens eine  Gruppe der Formel  
EMI0001.0011     
    worin A Wasserstoff oder einen gegebenenfalls sub  stituierten Kohlenwasserstoffrest,     Hal    Chlor oder  Brom,     R,    Wasserstoff oder einen gegebenenfalls  substituierten Kohlenwasserstoffrest, und     R.    Was  serstoff oder einen gegebenenfalls substituierten  Kohlenwasserstoffrest bedeuten.  



  Es wurde nun gefunden, dass man die     gleichen     Farbstoffe erhält, wenn man 1     Mol    eines Farbstoffes,  welcher mindestens eine gegebenenfalls monosubsti  tuierte     Aminogruppe    enthält, mit mindestens 1     Mol     einer Verbindung der Formel  
EMI0001.0019     
    worin     Hal,        R1    und     R2    die oben genannten Bedeutun  gen besitzen, umsetzt.  



  Das neue     Verfahren    eignet sich für alle Klassen  von wasserlöslichen und wasserunlöslichen Farbstof  fen, welche     mindestens    eine gegebenenfalls mono  substituierte     Aminogruppe    enthalten; erwähnens  werte Beispiele dieser Art sind     Aminomono-    und       -polyazofarbstoffe,        Aminoanthrachinonfarbstoffe    und       Aminophthalocyaninfarbstoffe.    Die     Aminomono-          und        -polyazofarbstoffe    können     koordinativ    gebun  dene Metallatome, beispielsweise Chrom, Kobalt,  Nickel oder Kupfer, aufweisen.

   Es können auch sol  che     Aminoazofarbstoffe    mit einer Verbindung der  Formel (11) umgesetzt werden, welche     metallisierbare          Gruppierungen    aufweisen. Derartige Farbstoffe wer  den z. B. nach der Kondensation in Substanz metalli  siert oder aber in metallfreier Form nach einer der  üblichen Methoden mit der Faser zur Reaktion ge  bracht, wobei die erhaltenen Färbungen mit metall  abgebenden Mitteln nachbehandelt werden können.  



  Neben den wasserlöslichen Farbstoffen, welche  mindestens eine, und vorzugsweise zwei bis vier was  serlöslich machende Gruppen wie z. B.     -S03H,        -CO-          OH,    gegebenenfalls substituierte     Sulfonsäureamid-          oder        Alkylsulfonylgruppen,    enthalten, kommen auch  die in Wasser unlöslichen oder schwer löslichen  Farbstoffe, z. B. die     Dispersionsfarbstoffe,    in Be  tracht.  



  Die     Aminogruppe    bzw. die     Aminogruppen    kön  nen direkt an aromatische Kerne des     Farbstoffmole-          küls    oder indirekt über eine     aliphatische    Kette und  gegebenenfalls ein Brückenglied an das     Farbstoffmo-          lekül    gebunden sein.

   Als     aliphatische    Ketten seien die  folgenden genannt:       -CH2-,        -CH2-CH2-,        -C1T2-CH2-CH2-.       
EMI0002.0001     
  
    -CH2-CH-, <SEP> und <SEP> -CH2-CH2-CH2-CH2-.
<tb>  CHs       Als     Brückenglieder        kommen        beispielsweise    fol  gende in Betracht:

    
EMI0002.0005     
  
    <B>-S02-, <SEP> -CO-, <SEP> -0-, <SEP> -S-, <SEP> -S02-N</B> <SEP> -,
<tb>  R' <SEP> R'
<tb>  -CO-N/ <SEP> , <SEP> -N/ <SEP> -, <SEP> NHCONH-, <SEP> -NHCOO-,       wobei R'     für    Wasserstoff,     niedrigmolekulares        Alkyl,          Hydroxyalkyl,        Cycloalkyl,        Aryl    oder     Arallcyl    steht.  oder  
EMI0002.0013     
         worin    R" für einen     Acylrest    steht.  



  Die Umsetzung kann     in    wässeriger,     wässerig-or-          ganischer    oder organischer Lösung oder Suspension  bei mässig erhöhter Temperatur, vorzugsweise zwi  schen 30  und 60 C, in schwach saurem bis neutra  lem     pH-Gebiet,    vorzugsweise zwischen den pH-Wer  ten 3,5 und 6,5     gegebenenfalls    in     Gegenwart    von  säurebindenden     Mitteln,    wie     Natriumacetat    oder ein       Natriumphosphatgemisch    usw. erfolgen.

       Man    kann  dem Reaktionsgemisch in     kleinen    Anteilen ein säure  bindendes Mittel wie     Natrium-    oder     Kaliumcarbonat     oder     -hydroxyd    zusetzen. Die Menge an Verbindung  der Formel     II    beträgt vorzugsweise 1-1,2     Aequiva-          lenten    für jede     im        Farbstoffmolekül    vorhandene,       acylierbare        Aminogruppe,    so dass nur ein Halogen  atom der Verbindung der Formel     II    umgesetzt wird.  



  Sind die     als        Ausgangsprodukte    verwendeten  Farbstoffe     wasserlöslich,    so     arbeitet    man     vorteilhaft     in wässerigem oder wässerig-organischem Medium.  Verwendet man hingegen in Wasser schwer bis     un-          lösliche    Farbstoffe, so ist es oft von Vorteil, die Um  setzung in wässerig-organischer oder organischer  Lösung     auszuführen    und als     säurbindendes    Mittel  ein     tertiäres        Amin    zu verwenden.  



  Nach der Umsetzung kann der     fertige    Farbstoff  aus seiner Lösung oder Suspension abgeschieden,       abfiltriert,    gewaschen und getrocknet werden.  



  Die     Verbindungen    der Formel     II    werden durch  Umsetzung     äquimolarer    Mengen eines     Cyanurhalo-          genids        mit    einem     Hydroxylamin    der     Formel     
EMI0002.0059     
    worin     R1    und R2 die oben genannten Bedeutungen  besitzen, hergestellt.  



  Man kann die Umsetzung in wässrigem, wässerig  organischem oder organischem Medium ausführen;  man arbeitet     vorteilhaft    bei einer Temperatur zwi  schen etwa -5  und 30 C, vorzugsweise zwischen 0   und 20 C, in schwach saurem Medium, vorzugsweise  im     pH-Bereich    2,5 bis etwa 5,     in    Gegenwart von säu  rebindenden     Mitteln,    die am     Anfang    oder, in     kleinen            Anteilen,        während    des     Verlaufes    der Reaktion zuge  setzt werden können.  



  Die erhaltenen     Farbstoffe    besitzen die im Haupt  patentgesuch     erwähnten    Eigenschaften.  



  Die     im    Beispiel genannten Teile sind Gewichts  teile und die Prozente sind Gewichtsprozente. Die  Temperaturen sind in     Celsiusgraden    angegeben.    <I>Beispiel</I>  In 100 Teilen Wasser und 50     Teilen    Eis suspen  diert man 18,

  5 Teile     Cyanurchlorid.    Nach Zugabe  einer Lösung von 7 Teilen     Hydroxylaminchlorhydrat     in 50 Teilen Wasser     rührt    man das Gemisch     während     mehreren Stunden bei 0  und     hält    den     pH-Wert        zwi-          schen    4     und    5     durch        Zugabe        einer        10%igen        Natrium-          carbonatlösung.    Wenn die Reaktion beendet ist,

   setzt  man eine auf den     pH-Wert    6 eingestellte Lösung von  57     Teilen        1-hydroxy-2-phenylazo-8-amino-naphtha-          lin-3.5.2'-trisulfonsauren    Natrium in 350 Teilen  Wasser zu.

   Man erwärmt das Gemisch auf 35  und  rührt es     während    2 Stunden bei     35-40     unter Ein  haltung eines     pH-Wertes    von 5-6 durch Zugabe       einer        10%igen        Natriumcarbonatlösung.        Nach        Been-          digung    der     Reaktion        filtriert    man die Lösung und  setzt dem Filtrat     Natriumchlorid    zu, um den Farb  stoff     auszufällen.    Er wird abgesaugt, durch     Umlösen     gereinigt, wieder abgesaugt, getrocknet und gemah  len.

   Man erhält ein braunrotes Pulver, das sich in  Wasser mit roter Farbe löst.  



       Klotzvorschri        f   <I>t</I>  Man imprägniert ein Baumwollgewebe     mit    einer       l%igen        Lösung        dieses        Farbstoffes,        welche        zudem        20     Teile     Natriumcarbonat    und 150 Teile Harnstoff je  1000 Teile gelöst     enthält,    quetscht es zu einer     Trok-          kengewichtszunahme    von 700/0, trocknet es und er  hitzt es 5 Minuten auf 150 .

   Nach dem     Spülen,        an-          schliessendem        30-minütigem    kochendem Seifen und  erneutem Spülen, erhält man eine     egale    und echte  rote     Färbung.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarb- stoffen, welche mindestens eine Gruppe der Formel EMI0002.0134 worin A Wasserstoff oder einen gegebenenfalls sub stituierten Kohlenwasserstoffrest, Hal Chlor oder Brom, R, Wasserstoff oder einen gegebenenfalls substituierten Kohlenwasserstoffrest,
    und R2 Was serstoff oder einen gegebenenfalls substituierten Kohlenwasserstoffrest, bedeuten, dadurch gekenn zeichnet, dass man 1 Mol eines Farbstoffes, welcher mindestens eine gegebenenfalls monosubstituierte Aminogruppe enthält, mit mindestens 1 Mol einer Verbindung der Formel EMI0003.0001 worin Hal, R1 und R2 die oben genannten Bedeutun gen besitzen, umsetzt.
    II. Verwendung der gemäss Patentanspruch I hergestellten Reaktivfarbstoffe zum Färben von Leder.
CH347463A 1962-02-23 1963-03-19 Verfahren zur Herstellung von Reaktivfarbstoffen CH424032A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2130673A1 (de) * 1971-03-24 1972-11-03 Bayer Ag

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