CH303895A - Verfahren zur Herstellung eines metallhaltigen Azofarbstoffes. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines metallhaltigen Azofarbstoffes.Info
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Verfahren zur Herstellung eines metallhaltigen Azofarbstoffes. Es wurde gefunden, dass man zu einem neuen, wertvollen, metallhaltigen Azofarbstoff gelangt, wenn man auf den Monoazofarbstoff der Formel
EMI0001.0006
ehromabgebende Mittel derart einwirken lässt, dass ein chromhaltiger Azofarbstoff entsteht, der zwei Monoazofarbstoffmoleküle an ein Chromatom komplex gebunden enthält.
Der neue Farbstoff bildet ein wasserlösli- c hes Pulver, das Wolle aus schwach alkali schem, neutralem oder essigsaurem Bade in blauen Tönen von ausgezeichneter Wasch-, Dekatur- und Carbonisiereehtheit färbt.
Der als Ausgangsstoff dienende, der oben stehenden Formel entsprechende Monoazofarb- Stoff kann durch Kupplung des 5,8-Dichlor- 1-oxynaphthalins mit. nach an sich bekannten Methoden, z. B. mittels Salzsäure und Na triumnitrit diazotiertem 4-Methoxy-2-amino-l- oxybenzol - 5 - sulfonsäureamid hergestellt wer den.
Die Behandlung mit den chromabgebenden Mitteln erfolgt, wie bereits erwähnt, in der Weise, dass ein chromhaltiger Farbstoff ent steht, der zwei iVonoazofarbstoffmoleküle an ein Atom Chrom komplex gebunden enthält. Demgemäss führt man die Chromierung zweck mässig mit solchen chromabgebenden Mitteln und nach solchen Methoden durch, welche er fahrungsgemäss komplexe Chromverbindungen dieser Zusammensetzung liefern. Es empfiehlt. sich im allgemeinen, auf ein Molekül eines Farbstoffes weniger als ein, mindestens aber ein halbes Atom Chrom zu verwenden und/ oder die Chromierung in schwach saurem bis alkalischem Medium auszuführen.
Demzufolge sind auch diejenigen Chromverbindungen, die in alkalischem Medium beständig sind, für die Durchführung des Verfahrens besonders gut geeignet, wie z. B. solche Chromverbindun gen aliphatischer Oxycarbonsä-Liren oder vor- zugsweise aromatischer o-Oxycarbonsäuren, welche das Chrom in komplexer Bindung ent halten. Die Metallisierung geschieht mit Vor teil in der Wärme, offen oder unter Druck, z. B. bei Siedetemperatur des Reaktionsgemi sches, gegebenenfalls in Anwesenheit geeigne ter Zusätze, z.
B. in Anwesenheit von Salzen organischer Säuren, von Basen, organischen Lösungsmitteln oder weiteren die Komplex bildung fördernden Mitteln.
Beispiel: 21,8 Teile 4-Methoxy-2-amino-l-oxybenzol- 5-sulfonsäureamid werden in üblicher Weise in Gegenwart von 16 Teilen 30 /o iger Salz säure mit 7 Teilen Natriumnitrit diazotiert. Die erhaltene Suspension der Diazoverbin- dung wird unter gutem Rühren zu einer auf 10 gekühlten Lösung aus 22,6 Teilen 5,8- Dichlor-l-oxvvnaphthalin, 9,6 Teilen 7;,*#%-atrium- h5droxyd und 200 Teilen Wasser zufliessen gelassen.
Das Kupplungsgemiseh wird 20 Stun den bei Raumtemperatur gerührt, und der ausgeschiedene Farbstoff abfiltriert. Der Fil terrückstand wird in verdünnter Natrium- hydroxy dlösung bei 50 gelöst, die Lösung von eventuellen Verunreinigungen abfiltriert und der Farbstoff aus dem Filtrat durch Neutrali sation mit verdünnter Salzsäure abgeschieden und abfiltriert. Er stellt getrocknet eine dun kel gefärbte Substanz dar,
die sich in ver dünnter Natriumh5droxydlösung mit rotvio letter und in konzentrierter Schwefelsäure mit blaugrüner Farbe löst und Wolle aus essig saurem Bade in rotvioletten Tönen färbt.
44,2 Teile eines nach vorstehenden An gaben hergestellten Farbstoffes werden in 500 Teilen heissem Wasser unter Zusatz von 6 Tei len Natriumhydroxyd gelöst. Nach Zugabe von 140 Teilen einer Lösung von ehromsalieylsau- rem Kalium/Natrium mit einem Chromgehalt von 2,6 1/o wird das Chromiergemisch eine Stunde unter Rückfluss gekocht. Der gebildete Chromkomplex wird durch Zusatz von Na triumchlorid abgeschieden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines inetall- haltigen Azofarbstoffes, dadurch gekennzeich net, dass man auf den Monoazofarbstoff der Formel EMI0002.0031 ehromabgebende Mittel derart einwirken lässt, dass ein chromhaltiger Azofarbstoff entsteht, der zwei Monoazofarbstoffmoleküle an ein Chromatom komplex gebunden enthält.Der neue Farbstoff bildet ein wasserlösli ches Pulver, das Wolle aus schwach alkali schem, neutralem oder essigsaurem Bade in blauen Tönen von ausgezeichneter Wasch-, Dekatur- und Carbonisiereehtheit färbt. UNTERANSPRL CFIE l.. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man auf ein Mole kül Monoazofarbstoff eine weniger als ein Atom Chrom enthaltende Menge eines chrom abgebenden Mittels anwendet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Chromie- rung in alkalischem Medium ausführt. 3.Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als chrom abgebende Mittel Chromverbindungen ver wendet, welche eine aromatische o-Oxy carbon- säure in komplexer Bindung enthalten. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als chrom abgebende Mittel Chromverbindungen ver wendet, welche Salieylsäure in komplexer Bin dung enthalten.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH303895T | 1951-08-17 | ||
| CH301442T | 1952-07-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH303895A true CH303895A (de) | 1954-12-15 |
Family
ID=25734374
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH303895D CH303895A (de) | 1951-08-17 | 1951-08-17 | Verfahren zur Herstellung eines metallhaltigen Azofarbstoffes. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH303895A (de) |
-
1951
- 1951-08-17 CH CH303895D patent/CH303895A/de unknown
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