CH434275A - Verfahren zur Herstellung basisch substituierter Dibenzo(b,e) (1,4)diazepine - Google Patents
Verfahren zur Herstellung basisch substituierter Dibenzo(b,e) (1,4)diazepineInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung basisch substituierter Dibenzo[b,e] [1,4]diazepine Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung l0basisch substituierter 10,11-Dihydro-11-oxo-5H-di benzo[b,e][1,4]diazepine der Formel:
EMI0001.0011
oder von Säure-Additionssalzen davon.
In Formel I stellt R, Wasserstoff, einen Alkylrest mit höchstens 5 C-Atomen oder einen gegebenenfalls substituierten Ben- zylrest dar.
X ist eine gerade oder verzweigte Alkylen- gruppe mit höchstens 5 C-Atomen und Y eine dialky- lierte Aminogruppe mit höchstens 6 C-Atomen, bei spielsweise eine Dimethylamino- oder Diäthylamino- gruppe oder eine gegebenenfalls weitere Heteroatome enthaltende cyclische Alkyleniminogruppe, z.
B. eine Pyrrolidino-, Piperidino-, Morpholino- oder N2-Methyl- piperazinogruppe, oder eine den genannten tert. Amino- gruppen entsprechende quaternäre Ammoniumgruppe. R2 und R3 sind gleich oder verschieden und bedeuten Wasserstoff oder Substituenten, wie insbesondere Halo gen,
Trifluormethyl oder 1 bis 3 C-Atome enthaltendes Alkyl, Alkoxy oder Alkylmercapto.
Verbindungen gemäss Formel I werden erfindungs- gemäss erhalten,. wenn man ein Amin der Formel Z-H, gegebenenfalls nach vorausgegangener oder unter, gleich zeitiger Einwirkung eines Kondensationsmittels, mit einem reaktionsfähigen Ester eines Alkohols der Formel Y-X-OH umsetzt. In diesen Formeln sind Z und Y unter sich vertauschbar.
Z hat die Bedeutung eines 10,11-Dihydro-11-oxo-5H-dibenzo[b,e][1,4] - diazepi - nylrestes der Formel:
EMI0001.0072
Als reaktionsfähige Ester kommen solche anorgani scher und organischer Säuren in Betracht, z.
B. Halogen- wasserstoffsäure-, Sulfonsäure- oder Kohlensäureester. Während bei Verwendung von Kohlensäureestern die Zuhilfenahme eines Kondensationsmittels gewöhnlich nicht erforderlich ist, sollte ein solches. beim Arbeiten mit Halogenwasserstoffsäure- und Sulfonsäureestern in der Regel benützt werden.
Als Kondensationsmittel eignen sich insbesondere Alkahmetalle, deren Hydride, Amide oder andere Alkaliverbindungen, z. B. Natrium- amid, Natriumhydrid, Phenylnatrium oder tertiäres Butylkalium.
Geht man von einem Ausgangsstoff der Formel Z-H aus, in welchem R, Wasserstoff darstellt, so bleibt, da der basische Rest ausschliesslich in die 10-Stellung geht, nach der Umsetzung mit dem reaktionsfähigen Ester das Stickstoffatom in 5-Stellung ursubstituiert, so dass nachträglich ein Alkyl- oder Benzylrest eingeführt werden kann.
Dies geschieht durch Umsetzen mit einem reaktionsfähigen Ester eines Alkanols oder gegebenen falls substituierten Benzylalkohols, nötigenfalls nach vorausgehender oder unter gleichzeitiger Einwirkung eines Kondensationsmittels. Als Ester und Kondensa tionsmittel kommen die gleichen in Betracht wie für die Aminoalkylierung.
Die Produkte gemäss Formel I können sowohl in Form der freien Basen als auch in Form ihrer Salze mit geeigneten Säuren, wie Halogenwasserstoffsäuren, Schwefelsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure, Essig säure, Oxalsäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Äpfel- säure, Maleinsäure, Weinsäure oder Toluosulfonsäure, gewonnen werden.
Um zu den quaternären Ammonium derivaten zu gelangen, kann man entweder an Stelle der oben bezeichneten basischen Ausgangsstoffe deren qua- ternäre Ammoniumderivate einsetzen oder das Produkt 1 nachträglich in an sich bekannter Weise quaternisieren, beispielsweise durch Behandeln mit Dialkylsulfaten, Al- kylhalogeniden oder Sulfonsäurealkylestern.
Als Ausgangsverbindungen verwendbare 10,11-Di- hydro-ll-oxo-5H-dibenzo[b,e][1,4]diazepine erhält man beispielsweise durch Cyclisierung von in den Benzol- kernen gegebenenfalls entsprechend substituierten o- Amino-o'-carboxy(bzw. carbalkoxy)-diphenylaminen.
Die in der beschriebenen Weise erhaltenen Sub stanzen sind neue Verbindungen, welche als Wirkstoffe in Arzneimitteln Verwendung finden können. Sie sind insbesondere von Interesse als An & histaminika und Anti depressive.
<I>Beispiel</I> 7,35 g (0,03 Mol) 7-Chlor-10,11-dihydro-11-oxo- 5H-dibenzo[b,e][1,4]diazepin wurden während 1 Stunde mit 1,40 g (0,036 Mol) pulverisiertem Natriumamsd in 50 ml absolutem Dioxan gekocht.
Nach Zusatz einer konzentrierten benzolischen Lösung von 0,039 Mol ss-Dimethylamino-äthylchlorid, welche durch Zerlegen einer äquivalenten Menge (5,62 g) des Hydrochlorids mit konzentrierter Natronlauge, Aufnehmen in Benzol und Trocknen der Lösung mit Pottasche frisch zube reitet worden war, wurde während 16 Stunden unter Rückfluss gekocht, worauf man das Reaktionsgemisch zur Trockne einengte und den Rückstand zwischen Äther und Wasser verteilte.
Durch erschöpfendes Extrahieren der basischen Anteile mit verdünnter Essigsäure, Aus fällen mit Ammoniak, Aufnehmen der Base in Äther und Aufarbeitung der ätherischen Lösung erhielt man 8,07 g (85 % der Theorie) 7-Chlor-10-ss-dsmethylamino- äthyl-10,11-dihydro-11-oxo-5H-dibenzo[b,e][1,4]diazepin vom Schmelzpunkt 164-165 C (aus Aceton/Petrol- äther).
Bei analogem Vorgehen wie im vorerwähnten Bei spiel erhält man aus entsprechend substituiertem 10,11- Dihydro-11-oxo-5H-dibenzo[b,e][1,4]diazepin die in der folgenden Tabelle angeführten Verbindungen entspre chend Formel 1:
EMI0002.0062
Produkt <SEP> Ausbeute <SEP> an <SEP> Base <SEP> Smp. <SEP> bzw. <SEP> Sdp. <SEP> der <SEP> Base <SEP> Smp. <SEP> des <SEP> Salzes
<tb> (% <SEP> der <SEP> Theorie)
<tb> 8-Methoxy-10-ss-dimethylaminoäthyl-10,11-dihydro- <SEP> 84 <SEP> Smp. <SEP> 126-127 <SEP> C
<tb> 11-oxo-5H-dibenzo[b,e][1,4]diazepin
<tb> 8-Methoxy-10-y-dimethylaminopropyl-10,11-dihydro- <SEP> 75 <SEP> Sdp.216 C/0,02Torr. <SEP> HCl:
<SEP> 184-186 C
<tb> 11-oxo-5H-dibenzo[b,e][1,4]diazepin
<tb> 8-Methyl-10-ss-dimethylaminoäthyl-10,11-dihydro- <SEP> 82 <SEP> Smp. <SEP> 137-138 <SEP> C
<tb> 11-oxo-5H-dibenzo[b,e][1,4]diazepin
<tb> 3-Chlor-10-ss-dimethylaminoäthyl-10,11-dihydro- <SEP> 83 <SEP> Smp. <SEP> 159-160 <SEP> C
<tb> 11-oxo-5H-dibenzo[b,e][1,4]diazepin
<tb> 5-Methyl-7-chlor-10-ss-dimethylaminoäthyl-10,11- <SEP> 99 <SEP> Sdp. <SEP> 179-180 C/ <SEP> HCI:250-253 C
<tb> dihydro-11-oxo-5H-dibenzo[b,e][1,4]diazepin <SEP> 0,05 <SEP> Torr.
<tb> 2 <SEP> Methoxy-5-methyl-10-ss-dimethylamnoäthyl-10,11- <SEP> 91 <SEP> Sdp. <SEP> 201-202 <SEP> C/ <SEP> HCl:
<SEP> <B>207-210'C</B>
<tb> dihydro-11-oxo-5H-dibenzo[b,e][1,4]diazepin <SEP> 0,04 <SEP> Torr.
<tb> 5-Methyl-8-methoxy-10-ss-dimethylaminoäthyl-10,11- <SEP> 89 <SEP> Sdp. <SEP> 204-206 C/ <SEP> HC1:213-215 C
<tb> dihydro-11-oxo-5H-dibenzo[b,e][1,4]diazepin <SEP> 0,02 <SEP> Torr.
<tb> 5,8-Dimethyl-10-ss-dimethylaminoäthyl-10,11- <SEP> 90 <SEP> Sdp. <SEP> 193-195 <SEP> C/ <SEP> HCl: <SEP> <B>220-222'C</B>
<tb> dihydro-11-oxo-5H-dibenzo[b,e][1,4]diazepin <SEP> 0,02 <SEP> Torr.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von lObasisch substi tuierten 10,11-Dihydro-11-oxo-5H-dibenzo[b,e][1,4]di- azepinen der Formel: EMI0002.0067 oder von Säure-Additionssalzen davon, in welcher R1 Wasserstoff, einen Alkylrest mit höchstens 5 C-Atomen oder einen gegebenenfalls substituierten Benzylrest be deutet,X eine Alkylengruppe mit höchstens 5 C-Atomen und Y eine dialkylierte Aminogruppe mit höchstens 6 C-Atomen oder eine gegebenenfalls westere Heteroatome enthaltende cyclische Alkyleniminogruppe oder eine den genannten tert. Aminogruppen entsprechende quater- näre Ammoniumgruppe darstellt,und R2 und R3 gleich oder verschieden sind und Wasserstoffatome oder Sub- stituenten darstellen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Amin der Formel 7@H mit einem reaktionsfähigen Ester eines Alkohols der Formel Y-X-OH umsetzt, wobei Z und Y untereinander vertauschbar sind und Z die Bedeutung eines 10,l1 Dihydro-11-oxo-5H-dibenzo- [b,e][1,4]diazepinylrestes der Formel EMI0002.0107 besitzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man als Ester denjenigen einer, Halogen wasserstoffsäure oder Sulfonsäure verwendet und auf das Amin vor oder während der Umsetzung mit dem Ester ein Kondensationsmittel einwirken lässt. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man ein am 5ständigen N -Atom unsub- stitusertes Reaktionsprodukt nachträglich mit einem reaktionsfähigen Ester eines Alkanols mit höchstens 5 C-Atomen oder von gegebenenfalls substituiertem Ben- zylalkohol umsetzt.3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass man erhaltene tertiäre Amine mit einem Quatennisierungsmittel behandelt. 4. Verfahren nach Patentanspruch zur Herstellung von 7-Chlor-10 ss-dimethylamino-äthyl-10,11-dihydro- 11-oxo-5H dibenzo[b,e][1,4]diazepin. 5.Verfahren nach Patentanspruch zur Herstellung von 8-Methoxy-10-ss-dimethylamino-äthyl-l0,ll-lihydro- 11-oxo-5H-dibenzo [b,e] [ 1,4]diazepin. EMI0003.0034 6. <SEP> Verfahren <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> zur <SEP> Herstellung <tb> von <SEP> 8-Methoxy-10-y-dimethylamino-propyl <SEP> -10,11- <SEP> di <SEP> hydro-11-oxo-5H-dibenzo[b,e][1,4]diazepin. <tb> 7. <SEP> Verfahren <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> zur <SEP> Herstellung <tb> von <SEP> 8-Methyl-10-ss-dimethylamino-äthyl-10,11-dihydro 11-oxo-5H-dibenzo[b,e][1,4]diazepin. <tb> B.<SEP> Verfahren <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> zur <SEP> Herstellung <tb> von <SEP> 3-Chlor-10-ss-dimethylamino-äthyl-10,11-dihydro 11-oxo-5H-däbenzo[b,e] <SEP> [ <SEP> 1,4]diazepin. <tb> 9. <SEP> Verfahren <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> zur <SEP> Herstellung <tb> von <SEP> 5-Methyl-7-chlor-10-ss-dimethylamino-äthyl-10,11 dihydro-11-oxo-5H-dibenzo[b,e][1,4]diazepin. <tb> 10. <SEP> Verfahren <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> zur <SEP> Herstellung <tb> von <SEP> 2-Methoxy-5-methyl-10 <SEP> - <SEP> ss <SEP> - <SEP> dimethylamino <SEP> - <SEP> äthyl <SEP> 10,11-dihydro-11-oxo-5H-dibenzo[b,e][1,4]diazepin. <tb> 11.<SEP> Verfahren <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> zur <SEP> Herstellung <tb> von <SEP> 5-Methyl-8-methoxy-10 <SEP> - <SEP> ss <SEP> - <SEP> dsmethylamino <SEP> - <SEP> äthyl <SEP> 10,11-dihydro-11-oxo-5H-dibenzo[b,e] <SEP> [1,4]diazepin. <tb> 12. <SEP> Verfahren <SEP> nach <SEP> Patentanspruch <SEP> zur <SEP> Herstellung <tb> von <SEP> 5,8-Dimethyl-10-ss-dimethylamino-äthyl-10,11- <SEP> di <SEP> hydro-11-oxo-5H-dibenzo[b,e][1,4]diazepin.
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|---|---|---|---|
| CH199162A CH434275A (de) | 1961-02-07 | 1961-02-07 | Verfahren zur Herstellung basisch substituierter Dibenzo(b,e) (1,4)diazepine |
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Publications (1)
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|---|---|
| CH434275A true CH434275A (de) | 1967-04-30 |
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ID=4223345
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| CH199162A CH434275A (de) | 1961-02-07 | 1961-02-07 | Verfahren zur Herstellung basisch substituierter Dibenzo(b,e) (1,4)diazepine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH434275A (de) |
-
1961
- 1961-02-07 CH CH199162A patent/CH434275A/de unknown
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