CH474562A - Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Pyrimidinfarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Pyrimidinfarbstoffe

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CH474562A
CH474562A CH755968A CH755968A CH474562A CH 474562 A CH474562 A CH 474562A CH 755968 A CH755968 A CH 755968A CH 755968 A CH755968 A CH 755968A CH 474562 A CH474562 A CH 474562A
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sodium
dyes
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CH755968A
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Hans Dr Ischer
Hans Dr Siegrist
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Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/02Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/20Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring to a pyrimidine ring

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Description


  Verfahren     zur    Herstellung wasserlöslicher     Pyrimidinfarbstof%       Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Ver  fahren zur Herstellung wasserlöslicher     Pyrimidinfarb-          stoffe,    welche mindestens eine Gruppe der Formel  
EMI0001.0005     
    tragen, worin Z den nach Umsetzung mit der     Hydroxy-          gruppe    verbleibenden Rest von     2,4,6-Trihalogen-5-          methyl-,        -5-chlorvinyl-    oder     -5-carboxymethylpyrimidin     bedeutet,

   der Kern A weitere     Substituenten    tragen kann  und der Rest     -CH2-O-Z    in     ortho-    oder vorzugsweise in       meta-Stellung    zur Gruppe     -HN-    steht.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekenn  zeichnet, dass man in einem Amin der Formel  
EMI0001.0017     
    die     Hydroxygruppe    mit     2,4,6-Trihalogen-5-methyl-,        -5-          chlorvinyl-    oder     -5-carboxymethylpyrimidin    umsetzt und  dann die     Aminogruppe    mit einem ein funktionelles  Derivat einer     Carbonsäure-    oder     Sulfonsäuregruppe     tragenden     Farbstoff        acyliert.     



  Als funktionelle Derivate einer     Carbonsäure-    oder       Sulfonsäuregruppe    können z. B. die     Carbonsäure-    oder       Sulfonsäurefluorid-,        -chlorid-    oder     -bromidgruppen    er  wähnt werden.  



  Geeignete Farbstoffe dieser Art sind z. B     Azo-,        An-          thrachinon-    oder     Phthalocyaninfarbstoffe    mit derartigen  Gruppen.  



  Die Gruppe der Formel (I) leitet sich z. B. von einem  der     folizenden    Amine ab:  
EMI0001.0039     
  
    3-Aminobenzylalkohol,
<tb>  3-Amino-4- <SEP> oder <SEP> -6-methoxy- <SEP> oder <SEP> äthoxybenzyl  alkohol,
<tb>  3-Amino-2-, <SEP> -4- <SEP> oder <SEP> -6-methylbenzylalkohol,     
EMI0001.0040     
  
    3-Amino-4- <SEP> oder <SEP> -6-hydroxybenzylalkohol,
<tb>  3-Amino-4- <SEP> oder <SEP> -6-chlor- <SEP> oder <SEP> -4-cyan  benzylalkohol,
<tb>  3-Amino-4-butoxy-benzylalkohol,
<tb>  3-Amino-4,5-diäthoxy-benzylalkohol,
<tb>  3-Amino-5-brom-6-hydroxy-benzylalkohol,
<tb>  3-Amino-2-methyl-5-chlor-benzylalkohol,
<tb>  3-Amino-4-methyl-5-chlor-benzylalkohol.

         Die Umsetzung der     Hydroxygruppe    in den Aminen  der Formel     (II)    mit den     Halogenpyrimidinen    wird vor  zugsweise in     wässrigem    Medium durchgeführt. Sie kann  aber auch     in    organischen Lösungsmitteln oder in Ge  mischen von solchen mit Wasser ausgeführt werden,  was im Hinblick auf die in Wasser unlöslichen     Halogen-          pyrimidine    von Vorteil sein kann. Als organische Lö  sungsmittel kommen in Betracht Alkohole, Aceton,  Benzol, Chlorbenzol,     Toluol,    tertiäre organische Basen  wie     Pyridin    usw.

   Die     Halogenpyrimidine    können als  solche in konzentrierter Form oder aber     in    einem organi  schen Lösungsmittel gelöst zur Anwendung gebracht  werden. Als Lösungsmittel für die     Halogenpyrimidine     eignen sich insbesondere Aceton, Benzol, Chlorbenzol  und     Toluol.     



  Die Reaktionstemperatur ist der Reaktionsfähigkeit  der     einzelnen    Ausgangsprodukte anzupassen und variiert  z. B. zwischen 0 und 30  C. Vorzugsweise werden jedoch  Temperaturen zwischen 0 und 10  C angewendet. Die  Umsetzung wird zweckmässig in alkalischem Medium  durchgeführt, vorzugsweise in stark alkalischem Medium.

    Zur Neutralisation des entstehenden einen Äquivalents  Halogenwasserstoff wird der Reaktionslösung entweder  zu Beginn oder während der Umsetzung ein säure  bindendes Mittel wie beispielsweise Natrium- oder     Ka-          liumcarbonat,        Natriumhydroxyd,        Kaliumhydroxyd,        Cal-          ciumhydroxyd    oder     Bariumhydroxyd    in fester, pulveri  sierter Form oder als     wässrige    Lösung hinzugefügt. Der  Zusatz von geringen Mengen eines Netz- oder     Emulgier-          mittels    zur Reaktionsmischung kann die Umsetzungs  reaktion beschleunigen.

        Die Umsetzungsprodukte scheiden sich aus der     wäss-          rigen    Lösung aus und können, gegebenenfalls nach Neu  tralisation des überschüssigen     Alkalis    mit einer Säure,  abgesaugt, mit Wasser gewaschen und getrocknet wer  den. Wird die Umsetzung in einem organischen oder  einem wässrig-organischen Lösungsmittel vorgenommen,  so erfolgt die Isolierung durch eine der grundlegenden  Operationen, wie z. B. Filtration, Einengen des Lösungs  mittels gegebenenfalls unter vermindertem Druck, Fäl  lung aus dem Lösungsmittel mit einem geeigneten  Medium.  



  Die     Acylierung    der so erhaltenen Amine der Formel  
EMI0002.0005     
    mit den ein funktionelles Derivat einer     Carbonsäure-          oder        Sulfonsäuregruppe    tragenden Farbstoffen wird vor  zugsweise in     wässrigem    Medium durchgeführt. Sie kann  aber auch in Gemischen von organischen     Lösungsmitteln     mit Wasser ausgeführt werden; als organische Lösungs  mittel kommen in erster Linie     niedrigmolekulare    Alko  hole und Aceton in Betracht.  



  Die Reaktionstemperatur ist der Reaktionsfähigkeit  der     einzelnen    Ausgangsprodukte anzupassen     und    variiert  vorzugsweise zwischen 0 und 30  C, doch können auch  höhere Temperaturen, z. B. bis etwa 100  C, ange  wendet werden.

   Zur Neutralisation des entstehenden  einen Äquivalents Halogenwasserstoff wird der Re  aktionslösung entweder zu Beginn oder während der  Umsetzung ein säurebindendes Mittel wie beispielsweise  Natrium- oder     Kaliumcarbonat,        Natriumhydroxyd,        Ka-          liumhydroxyd,        Calciumhydroxyd    oder     Bariumhydroxyd     in fester, pulverisierter Form oder als     wässrige    Lösung  hinzugefügt. Der Zusatz von geringen Mengen eines  Netz- oder     Emulgiermittels    zur Reaktionsmischung     kann     die Umsetzungsreaktion beschleunigen.  



  Der fertige     Pyrimidinfarbstoff    wird aus seinen gege  benenfalls vorher neutralisierten Lösungen oder Suspen  sionen mit Natrium- oder     Kaliumchlorid        ausgesalzen     oder mit Säure ausgefällt, hierauf abgesaugt, gewaschen  und getrocknet.  



  Die neuen wasserlöslichen     Pyrimidinfarbstoffe    eignen  sich zum Färben von Leder, zum Färben, Klotzen     und          Bedrucken    von Fasern pflanzlicher     und    tierischer Her  kunft wie Baumwolle,     Leinen,    Hanf,     Ramie,    Jute, Wolle,  Seide, von Fasern aus regenerierter Zellulose, wie     Zell-          ,wolle,        Viskoserayon,    von     Caseinfasern,    von     aminalisier-          ten        Zellulosefasern,    von synthetischen     Polyamidfasern,     z. B.

   Nylon,  Perlon ,      Rislan     (eingetragene Schutz  marken), sowie von Gemischen dieser Fasern. Die er  haltenen, gegebenenfalls einer alkalischen Nachbehand  lung bei gegebenenfalls erhöhter Temperatur unterwor  fenen und anschliessend geseiften Färbungen besitzen  gute Licht-, Wasch-, Walk-, Wasser-, Schweiss-,     Reib-          und        Trockenreinigungsechtheiten.    Die neuen Farbstoffe       eignen    sich auch für halb- und vollkontinuierliche Färbe  verfahren wie     Pad-Jig,        Pad-Roll,

          Pad-Steam    sowie       Thermofixierverfahren.    Die neuen     Pyrimidinfarbstoffe     eignen sich auch zum Färben der     Viskosemasse        (Cellu-          losexanthogenatlösung).    Die nach dem Verspinnen er  haltenen Fäden aus regenerierter     Cellulose    besitzen sehr  gute Licht- und     Nassechtheiten.     



  Die Färbungen und Drucke mit den neuen Farb  stoffen sind vor     allem    deshalb     besonders        wertvoll,    weil         diese    mit dem Fasermolekül eine stabile, chemische Bin  dung eingehen und daher in der Regel hervorragende       Nassechtheiten    aufweisen.

   Sofern nicht die gesamte       Farbstoffmenge    an der chemischen Umsetzung mit der  Faser teilnimmt, kann man durch geeignete Operatio  nen, wie     nachträgliches    Spülen und/oder Seifen, gege  benenfalls unter Anwendung höherer Temperaturen,  den nicht umgesetzten     Anteil    des Farbstoffes von der  Faser     entfernen,    wobei auch synthetische Waschmittel,  wie z. B.     Alkylarylsulfonate,        Natriumlaurylsulfat,        Na-          triumlaurylpolyglykol'äthersulfate,        Alkylpolygly'koläther,     Mono- und     Dialkylphenylpolyglykoläther,    Verwendung  finden können.  



  Die Fixierung der Farbstoffe beim Färben, Klotzen  oder Bedrucken kann     gleichzeitig    oder nachträglich, im  gleichen Bad oder in einem frischen Bad, gegebenen  falls nach einer Zwischentrocknung, vorgenommen wer  den. Arbeitet man     in        einem    frischen Bad, so ist es rat  sam, die Fixierung in Gegenwart von     wasserlöslichen     Salzen, z. B.     Natriumsulfat,    auszuführen, um eine teil  weise Wiederauflösung des     Farbstoffes    in der     Flotte    zu  verhüten. Die Fixierung des     Farbstoffrestes    auf der Faser  findet in der Hitze statt, z.

   B.     unter    den     Bedingungen     der     Thermofixierung;    man kann aber den     P'rozess    stark       beschleunigen    bzw. bei tieferer Temperatur ablaufen  lassen, wenn man dem Färbe- bzw. Nachbehandlungs  bad sauer oder     alkalisch    reagierende Mittel als Kataly  satoren     zusetzt.     



  Die     optimalen        Versuchsbedingungen    zur Applikation  der     Farbstoffe    können je nach Art der Faser sehr ver  schiedenartig sein. Für das Färben,     Klotzen        un'd    Be  drucken von tierischen Fasern sowie von synthetischen       Polyamidfasern    färbt bzw. fixiert man vorzugsweise in  saurem, neutralem oder schwach alka'lisc'hem Medium,  z.

   B. in Gegenwart von Essigsäure, Ameisensäure,  Schwefelsäure,     Ammoniumsulfat,    Milchsäure,     Oxal-          :säure,        Natriumacetat,        Natr%umbicarbonat,        Natrium-          oder        Kaliumcarbonat,        Natriummetaphosphat,        Trimethyl-          amin,        Pyridin,        Chinolin    usw. Man kann auch     in    Gegen  wart von     Egalisiermitteln,    z.

   B.     po@lyoxäthylierten        Fett-          aminen    oder von Gemischen derselben mit     Alkylpdly-          glykolä'thern,    essigsauer bis neutral     färben    und am  Schluss der Färbung das Bad durch     Zusatz    von ge  ringen Mengen eines     alkalisch    reagierenden Mittels,  z. B.     Ammoniak,        Natriumbicarbonat,    Soda usw., oder       Verbindungen,    welche in der Hitze     alkalisch    reagieren,  z.

   B.     Hexamethylentetramin,    Harnstoff, bis     zur    neutralen       oder    schwach     alkalischen    Reaktion abstumpfen. Hierauf       wird    gründlich gespült und     gegebenenfalls    mit etwas       Essigsäure        abgesäuert.     



  Das Färben, Klotzen und     Bedrucken    von     Cellulose-          fasern    erfolgt     vorteilhafterweise    in     alkalischem    Medium,  z. B. in Gegenwart von     Natriumbicarbonat,    Natrium  carb.onat, Natronlauge, Kalilauge,     Calciumhydraxyd,          Natriummetasilikat,        Natriumborat,        Wasserglas,        Tri-          rnatriumphosphat,        Ammoniak,        Trimethylamin,        quater-          nären    Basen,

   z. B.     Tetraalkylammoniumverbindungen     usw. Zur Vermeidung von reduktiven Reaktionen wer  den beim Färben, Klotzen oder     Bedrucken    der Fasern  oft mit     Vorteil    milde     Oxydationsmittel,    wie     1-nitro-          benzol-3-sulfonsaures    Natrium,     zugesetzt.    Die Fixierung  erfolgt auch bei den     Cellulosefasern    in der Regel in der  Wärme.

   Ein Teil der     Farbstoffe    kann bei Verwendung  von genügend starken     Alkalien,    wie Natrium- oder       Kaliumhydroxyd    oder     Trinatriumphosphat,    auch als       Kaltfärber    verwendet werden. Nach erfolgter Fixierung  wird das gefärbte,     geklotzte    oder bedruckte     Material         gründlich gespült und geseift, um     urifixierte    Farbstoff  anteile zu entfernen.  



  In den folgenden Beispielen bedeuten die Teile  Gewichtsteile, die Prozente Gewichtsprozente, und die  Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.  



       Beispiel   <I>1</I>  <B>123</B> Teile     3-Aminobenzylalkohol    werden in 1500  Teilen Wasser gelöst und mit 450 Teilen 30 %     iger        Na-          triumhydxoxydlösung    versetzt. Man     kühlt    die Lösung       durch    Zugabe von Eis auf 2  ab.

   Nun gibt man unter  Rühren     innert    5 Stunden 245     Teile        2,4,6-Trichlor-5-          carboxymet'hylpyrimidin    in kleinen Portionen zu, wobei  man die Temperatur auf 0-3      hält.        Anschliessend        rührt     man noch 10-15 Stunden bei 0-3  und     säuert    darauf  mit 30 %     iger    Salzsäure schwach an. Nach einer     weiteren     Stunde     filtriert    man den Niederschlag ab,     wäscht    ihn  mit Wasser und trocknet ihn im Vakuum bei     35-40 .     



  Anderseits werden 57,6 Teile     Kupferphthalocyanin     in 270 Teile     Chlorsulfonsäure    eingetragen und die Lö  sung     während    3 Stunden auf 140-145  .erhitzt. Nach  dem Abkühlen auf Raumtemperatur giesst man die  Masse auf     Eis-Wasser-Gemisch    aus,     filtriert    den Nieder  schlag bei 0  ab und wäscht ihn mit     eiskalter    verdünn  ter     Chf'orwasserstoffsäure    nach.

   Der     Presskuchen    wird  mit 300 Teilen Eis und 300 Teilen Wasser angerührt  und hierauf durch Zugabe von verdünnter Natronlauge  auf einen     pH-Wert    von 5 gestellt.     Anschliessend        streut     man 35 Teile     3-Amino-1-(dichlor    - 5' -     carboxymethyl-          pyrimidyloxymet'hyl)-benzol    ein und rührt die Suspen  sion über Nacht bei     20-25 ,    wobei durch Zusatz von  verdünnter     Natriumhydroxydlösung    der     pH-Wert    auf  5,0-5,5 gehalten wird.

   Dann stellt man die Lösung durch  Zusatz von     Natriumhydroxydlösung    schwach alkalisch  und erwärmt sie     einige    Stunden auf 40-50 , bis die  restlichen     Sul'fonsäurechlori:dgruppen    zu     Sulfonsäure-          gruppen    verseift sind. Der Farbstoff     wird        hierauf    aus  gesalzen, abgesaugt und im Vakuum .bei 50  getrocknet.  Man erhält ein dunkelblaues Pulver, das sich in Wasser  mit     türkisblauer    Farbe löst.  



  <I>Druckvorschrift</I>       Mercerisierter    Baumwollsatin wird mit einer Druck  paste der folgenden     Zusammensetzung    bedruckt:  20 Teile des nach den oben stehenden Angaben  erhaltenen Farbstoffes,  100 Teile Harnstoff,  405 Teile Wasser,  450 Teile einer 4 %     igen        Natriumalginatverdickung,     10 Teile     1-nitrobenzol-3-sulfonsaures    Natrium,  15 Teile     kalziniertes        Natriumcarbonat       1000 Teile  Das getrocknete Textilgut wird während 10 Minuten  bei 100-103  gedämpft. Anschliessend wird das Gewebe  zunächst kalt, dann warm gespült, 15 Minuten lang  kochend geseift und wiederum warm und kalt gespült.

    Man erhält einen     brillanten    blauen Druck von sehr  guter Nass- und Lichtechtheit.  



  <I>Beispiel 2</I>  43,6 Teile 100%ige     1-Amino-4-(2',4',6'-trimethyl)-          phenyl-aminoanthrac'hinon-2-sulfonsäure    werden bei 20  bis 30  in 270 Teile     Chlorsulfonsäure    eingetragen. So  bald     alles    gelöst ist, tropft man 80     Teile        Sulfurylchlorid     zu     und.    erwärmt in etwa 30 Minuten auf 50 .

   Nach  16 Stunden bei     5055     lässt man die Mischung erkalten    und giesst sie auf ein Gemisch aus 2000 Teilen Eis,  1000 Teilen Wasser und 200 Teilen     Natriumchl'orid.     Der Niederschlag wird abgesaugt, mit 10 %     iger    Natrium  chloridlösung gewaschen und in 500 Teilen Wasser auf  geschlämmt. Die Suspension wird     auf    den     pH-Wert    7  eingestellt und 38 Teile fein pulverisiertes     3-Amino-l-          (dichlor    - 5'-     carboxymethylpyrimidyloxymeth.yl)    -     benzol          (erhältlich    nach den Angaben des ersten Absatzes von  Beispiel 1) werden eingestreut.

   Man rührt noch einige  Stunden bei 20-30  und hä'l't durch Zugabe von ver  dünnter     Natriumcarbonatlösun@g    den     pH-Wert    des Ge  misches auf 7-7,5. Wenn die Kondensation beendet ist,  salzt man den Farbstoff aus, saugt ihn ab, wäscht ihn  mit einer     Natriumchloridlösung    und trocknet     ihn    im  Vakuum bei 50 .  



  Der gemahlene Farbstoff stellt ein dunkelblaues  Pulver dar, das sich in Wasser mit blauer Farbe löst und  Walle in brillanten blauen Tönen von sehr guten Licht-,  Wasch-,     Wafk-,    Wasser-, Schweiss-, Reib- und Trocken  reinigungsechtheiten färbt. Die     Klotzfärbungen    und  Drucke auf Baumwolle,     Zellwolle    und Viskose besitzen  ebenfalls sehr gute Licht- und     Nassechtheiten.     



  Man erhält ebenfalls gute     Farbstoffe,    wenn man den       Ausgangsfarbstoff    durch     1-Amino-4-phenylamino-,        -4-          (2',4'-dimethyl)-phenylamino-    oder     -4-(2',6'-dimethyl)-          phenylaminoanthrachinon-2-sulfonsäure    ersetzt oder  wenn man statt des     3-Amino-1-(d'ichfor-5'-carboxyme-          thyl-pyrimidyl'oxymet'hyl)-benzols    das aus     2,4,6-Trichlor-          5-methyl-pyrimidin    oder 2,4,

  6 -     Trichlor-5-ch        orvinyl-          pyrimidin    und     3-Aminobe.nzylalkohol    nach den Angaben  des Beispiels 1     erhältliche        Kondensationsprodukte    ein  setzt.  



       Färbevorschrift     2 Teile des obengenannten     Farbstoffes    werden in  4000 Teilen     Wasser    kalt gelöst und auf 40  erwärmt.  Man gibt 2 Teile 100 %     ige    Essigsäure und 3     Teile    eines  Gemisches aus einem     polyoxäthylierten        Fettamin    und  einem     Alkylpolyglycoläther    zu und geht hierauf mit  100 Teilen eines Wollgewebes ein. Man treibt     innert     15-20 Minuten zum Kochen und hält     während    45-60  Minuten auf Kochtemperatur.

   Hierauf gibt man     bei    85  bis 90  etwa 3 Teile 25 %     iges    Ammoniak     oder    3 Teile       Hexamet'hylentetramin    zu und behandelt während 20  Minuten bei 90 . Anschliessend spült man     gründlich,     indem man dem Spülwasser in einer Passage     etwas    Essig  säure zusetzt und trocknet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Pyrimidin- farbstoffe, welche mindestens eine Gruppe der Formel EMI0003.0115 tragen, worin Z den nach Umsetzung mit der Hydroxy- gruppe verbleibenden Rest von 2,4,6-Triha'ogen-5- methyl-, -5-chlorvinyl- oder -5-carboxymethylpyrimidin bedeutet,
    der Kern A weitere Substituenten tragen kann und' der Rest -CH2--O-Z in ortho- oder in meta-Stel- lung zur Gruppe -NH- steht, dadurch gekennzeichnet, dass man in einem Amin der Formel EMI0003.0130 die Hydroxygruppe mit 2,4,6-Trihalogen-5-methyl-,
    -5- chlorvinyl- oder -5 - carboxymethylpyrimidüi umsetzt und dann die Aminogruppe mit einem ein funktionelles Derivat einer Carbonsäure- oder Sulfonsäuregruppe tragenden Farbstoff acyliert. <I>Anmerkung des</I> Eidg. <I>Amtes für geistiges Eigentum:
    </I> Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patentanspruch gegebenen Definition der Erfindung nicht in Einklang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art. 51 des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sachlichen Geltungs bereich des Patentes massgebend ist.
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