CH361874A - Verfahren zur Herstellung von Pyrimidinfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pyrimidinfarbstoffen

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CH361874A
CH361874A CH361874DA CH361874A CH 361874 A CH361874 A CH 361874A CH 361874D A CH361874D A CH 361874DA CH 361874 A CH361874 A CH 361874A
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pyrimidine
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August Dipl Chem Schweizer
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Sandoz Ag
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B62/00Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves
    • C09B62/02Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring
    • C09B62/20Reactive dyes, i.e. dyes which form covalent bonds with the substrates or which polymerise with themselves with the reactive group directly attached to a heterocyclic ring to a pyrimidine ring

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Pyrimidinfarbstoffen            Gegenstandi        der        vorliegenden        Erfindung    ist ein       Verfahren    zur Herstellung von     mindestens        einen          trihalogenierten        Pyrimidinmsng        enthaltenden    wasser  löslichen     Farbstoffen,    welches dadurch     :

  gekennzeIch-          net    ist, dass man     organische        Farbstoffe,        die        minde-          stens    eine     reaktionsfähige        Hydiroxy-    oder     Thiol-          gruppe        enthalten,    mit--     2,4,5,6-Tetrahalogen        pyriini-          din,        vorzugsweise        2,4,5,6-Tetrachlor-pyrimidin,        um-          setzt.     



  Das neue     Verfahren        :eignet    sich     für        alle        Klassen     von wasserlöslichen     Farbstoffen,    z.

   B. der     Azo-,          Anthrachinon-    und     Phthalocyaninreihe.    Die     Azo-          farbstoffe    können     koordinativ        gebundene    Metall-         atome,    beispielsweise Chrom,     Kobalt,    Nickel oder       Kupfer,    oder     metalllisserbare    Gruppen     aufweisen.     Derartige     Farbstoffe    werden z.

   B.     nach        der    Kon  densation     in        Substanz        metallisiert    oder     aber    in       metallfreier    Form nach     einer    der     übächen    Methoden       mit    der     Faser        zur        Reaktion        gebracht,    wobei die er  haltenen Färbungen     mit        metallabgebenden        Mitteln          nachbehandielt    werden können.

   Dabei     kann    die     Hy-          droxygruppe        direkt    an     aromatische        Kerne        dies        Farb-          stoffmoleke    oder     indürekt    über     eine        aliphatische     Kette     und        .gegebenenfalls        ,ein        Brückenglied    an     das          Farbstoffanolekül        gebunden    sein.

   Als     aliphatische     Ketten seien die     folgenden    genannt:  
EMI0001.0090     
    Als     Brückengtlieder    kommen     beispielsweise        folgende    in Betracht:  
EMI0001.0094     
    wobei R'     für        Wasserstoff,        niedrigmolekulares        Alkyl,          Hydroxyalkyl,        Cycloalkyl,        Aryl    oder     Airalkyl    stehen  kann, oder  
EMI0001.0103     
    worin R" für einen     Acylrest    steht.  



  Die     Umsetzung    der     als        Ausgangsprodukte    zur  Anwendung gelangenden     wasserlöslichen    Farbstoffe  mit     2,4,5,6-Tetrahallogen-pyrimidin    wird     vorzugsweise     in wässerigem Medium     durchgeführt.    Hierbei     kann     das     Halogenid        als        solches        in        konzentrierter    Form       oder        aber        in        einem        

  organischen        Lösungsmittel    ge-    löst zur     Anwendung    :gebracht werden. Als     Lö,sungs-          mitted        für    die     Halogenpyrimidineeignen    sich     ins-          besondeme        Aceton,        Benzol,        Chl'orbenzod    und     Toluol.     



  Die     Reaktionstemperatur    ist der     Reaktionsfähig-          keit    der     einzelnen    Ausgangsprodukte     anzupassen    und       ,liegt        vorteilhaft        im    Bereich von 0      bis    100  C.

   Müs  sen höhere     Temperaturen    als.     etwa    40  C angewendet  werden, so ist es 'im     Hinblick    auf die     Wasserd'ampf-          Rüchtigkeit        der        Halogenpyrimidine        angezeigt,        in    ge  gebenenfalls mit     einem        Rückflwsskühler        ausgerüsteten          Gefässen        zu        arbeiten.     



  Die     Umsetzung        kann    in     alkalischem,        neutralem     bis schwach     saurem    Medium     durchgeführt    werden.

         Zur        Neutralisation    des entstehenden einen Äquiva-           lentes        Halogenwasserstoff    kann der     Reaktionslösung          entweder    zu     Beginn    ein säurebindendes Mittel, wie  beispielsweise     Natriumacetat,        zugesetzt    werden, oder  man kann während der     Umsetzung    in kleinen Por  tionen Natrium- oder     Kal'iumcarbonat    bzw.

       -bicar-          bonat    in     fester,        pulverisierter    Form oder als kon  zentrierte wässerige Lösung     hinzufügen.    Als     Neutra-          lisationsmittel        eignen    sich aber     auch        wässerige    Lö  sungen von Natrium- oder     Kaliumhydraxyd.    Der  Zusatz von geringen Mengen     eines    Netz- oder     Emul-          giermittels    zur     Reaktionsmischung        kann    die Um  setzungsreaktion 

      beschleunigen.     



  Nach Beendigung der     Kondensation    kann der  fertige     Pyrimidinfarbstoff    aus seiner     gegebenenfalls     vorher neutralisierten Lösung oder     Suspension    mit  Natrium- oder     Kahumchlorid        ausgesalzen    oder mit  Säure     ausgefällt,    hierauf abgesaugt,     gewaschen    und       getrocknet    werden.  



  Die     e,Tfindungsgemäss        mindestens    einen über ein  Schwefel= oder Sauerstoffatom gebundenen     trihalo-          genierten        Pyrimdnnri@ng    tragenden, wasserlöslichen  Farbstoffe     eignen    sich zum Färben,     Klotzen    und       Bedrucken    von Fasern     tierischer    Herkunft, z. B.  Wolle, Seide, von     synthetischen        Polyamidfasern,    z. B.  Nylon, von Leder, von     Cellulosefasern,    z. B.

   Baum  wolle, Leinen und von Fasern aus     regenerierter        Cellu-          lose,    z. B.     Viskosereyon,        Kupferreyon,    Zellwolle,  sowie von     Gemischen        undiioder        Gebilden    aus, diesen       Fasern.    Die     optimalen        Applikationsbedingungen        sind     je nach der Art     der    Faser und der zur Anwendung       gelangenden    Farbstoffe verschieden.

   Tierische     Fasern     und synthetische     Polyamidfasern    wird man vorzugs  weise     in    saurem, neutralem oder schwach alkalischem       Medium'    färben und     bedrucken    bzw. fixieren, z. B.  in     Gegenwart    von Essigsäure, Ameisensäure, Schwe  felsäure,     Ammoniumsulfat,        Natriummetaphosphat     usw. Man kann auch im Gegenwart von     Egalisier-          mitteln,    z.

   B.     polyoxäthylierten        Fettaminen    .oder von  Gemischen derselben mit     Alkydpolyglykoläthern,     essigsauer     bis        neutral    färben und am Schluss     der     Färbung das Bad     durch        Zusatz    von geringen Mengen  eines     alkalisch    reagierenden Mittels, z. B. Ammo  niak,     Natriumbicarbonat,    Soda usw., oder Verbin  dungen,     welche    in der Hitze     alkalisch        reagieren,     z.

   B.     Hexamethylentetramin,        Harnstoff,    bis     zurr    neu  tralen oder schwach     alkalischen        Reaktion    abstumpfen.  Hierauf wird     gründfich    gespült und gegebenenfalls  mit     etwas        Essigsäure        abgesäuert.     



  Beim Färben und Bedrucken     vorn    Fasern und  Gebilden     tierischer    Herkunft und Fasern und     Ge-          bilden    aus     synthetischem    Polyamid     trirot    je     nach    der       Reaktivität    des     Farbstoffes    oftmals eine     weniger          ausgeprägte        Bindung        zwischen    dem     Farbstoffmolekül     und der Faser     ein,

          indem        ev        Farbstoffe    zum Teil  auch dank     ihres    sauren Charakters. Affinität zur  Faser beisitzen.  



  Das Färben, Klotzen und Bedrucken     bzw.    Fixie  ren der     Farbstoffe    auf     Cellulosefasern        erfolgt        vor-          teilhafterweise    in     alkalischem    Medium, z. B. in Ge  genwart von     Natriumbicarbonat,        Natriumcarbonat,            Natronlauge,        Kalilauge,        Natriummetasilikat,        Natrium-          borat,        Tninatriumphosphat,    Ammoniak usw.

   Zur       Vermeidung    von     Reduktionserscheinungen    werden  beim Färben, Klotzen oder Bedrucken der Fasern  oft mit     Vorteil    milde Oxydationsmittel, wie     1-nitro-          benzol-3-su,Ifon,saumes    Natrium, zugesetzt. Die     Fixi!e-          rung    der Farbstoffe     erfolgt    auch bei den     Cellulose-          fasern    in der Regel. in der Wärme. Die Farbstoffe       können    aber auch bei niedrigen Temperaturen, z. B.

    bei 20 bis 40  C,     in        wenigen    Stunden bei Verwen  dung von starken     Alkalien,    wie Natrium- oder       Kaliumhyd'roxyld,        Natriummetasilikat    oder     Trinatrium-          phosphat,    in 24 oder mehr Stunden bei' Verwendung  von     schwächeren        Alkalien        fixiert    werden.  



  Die Färbungen und Drucke auf     Ce!llulosefasern          zeichnen        such    insbesondere durch     hervorragende          Nassechtheiten    aus. Diese sind in der     Büdung    einer  stabilen     chemischen    Bindung zwischen dem     Farb-          stoffmol'ekül    und dem     Cellulosemolekül    begründet.  Oft     .nimmt    nicht die     gesamte        Farbstoffmenge    an der  chemischen     Umsetzung    mit     der    Faser teil.

   Der An  teil des nicht     umgesetzten    Farbstoffes wird in diesen  Fällen durch geeignete     Operationen,    wie Spülen       und/oder    Seifen, gegebenenfalls     unter    Anwendung  von höheren Temperaturen, von der Faser entfernt,  wobei     auch    synthetische     Waschmittel,    wie z. B.       Alkyliarylsulfonate,        Na@triiumlauryl.sulfat,        Natrium-          laurylpolyglycol'äthersulfat    sowie Mono- und     Dialkyl-          phenalpalyglycol'äther,    Verwendung     finden.     



  Im     nachfolgenden    Beispiel bedeuten die Teile       Gewichtsteile,    die Prozente Gewichtsprozente und  die     Temperaturen    sind, in Celsiusgraden angegeben.  <I>Beispiel</I>  43,9 Teile des     Farbstoffes        1-(5'-Hydiroxy-phenyl-          1')        -azo-2-amino-8-hydroxy-naphthalin,-6,

  2'-disulfon-          säure    werden     in    800     Teilen    Wasser unter     Zusatz    von       30        %        iger        Natriumhydroxydlösung        neutral        gelöst.     Nach Zusatz von 22     Teilen        2,4,5,6-Tetirachlor-pyri-          midin        wird    das     Reaktionsgemisch        während    ungefähr  einer     Stunde    bei 65 bis. 75  C gerührt.

   Durch Zugabe  von     verdünnter        Natriumcarbonatlösung    wird dafür  gesorgt, dass der     pH-Wert    des     Reaktionsmaediums     ständig     zwischen    7 und 8     liegt.    Nach beendigter  Umsetzung     filtriert    man die Lösung bei 50  C und       salzt    den Farbstoff aus dem Filetrat durch langsame  Zugabe von:     Natriumchlorid    aus.

   Nach dem     Ab-          filtrieren.,    Trocknen im Vakuum und anschliessenden  Manien     erhält    man ein     dunkles    Pulver, das sich in  Wasser mit     roter    Farbe löst.  



       Ersetzt    man die 22     Teile        2,4,5,6-Tetrachlor-pyri-          midin    durch 40     Teile        2,4,5,6-Tetrabrom-pyrinniidn,     soRTI ID="0002.0221" WI="9" HE="3" LX="1178" LY="2365">  erhält    man einen     ähnlichen    Farbstoff.  



  <I>Färbevorschrift</I>  2 Teile des nach den     oben    stehenden Angaben  erhaltenen Farbstoffes werden in 5000 Teilen     Was-          scr    gelöst.     Hierauf    gibt man 2 Teile Essigsäure zu  und geht bei 50  C mit 100     Teilen    eines     Woll-          gewebes        :ein.    Man     erwärmt        innert    30     Minuten    zum      Kochen und hält das Färbebad     anschliessend    wäh  rend 40 bis 60 Minuten auf Kochtemperatur.

   Nun       gilbt    man 5 Teile 25     1/ai@ge        Ammoniaklösuing        zu    und  behandelt die Färbung während 20 Minuten     bei     90  C.     Anschliessend    wird, gründlich     gespült.    Wäh  rend     einer        Passage        setzt    man dem Spülwasser etwas       Ameisensäure        zu.    Nach dem Trocknen     erhä!t    man    eine rote     Färbung    von guter     Wasch-,

          Schweiss-    und       Walkechtheit.     



  Die folgende     Tabelee    enthält     wettere    erfindungs  gemässe     Farbstoffe,        welche    nach dem     Verfahren        'des     Beispieles     erhältlich    sind. In dieser Tabelle     bedeuten     A den     Trichlorpyriniidylrest    und PC den     Kupfer-          phthalocyaninilest.     
EMI0003.0030     


Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur HerstAlung von mindestens. einen triihalogenierten Pyr :
    imidinring enthaltenden wasser- löslichen Farbstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man organische Farbstoffe, die mindestens eine reak tionsfähige Hydroxy- oder Thiolgruppe enthalten, mit 2,4,5,6-Tetrahalogen pyrimidiin umsetzt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren .nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man Azofarbstoffe, welche minde- stens eine reaktionsfähige Hydroxygruppe enthalten, mit 2,4,5,6-Tetrahalogeu pyrimidin umsetzt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man Anthrachinonfarbstoffe, wel- ehe mindestens eine reaktionsfähige Hydroxygruppe enthalten, mit 2,4,5,6-Tetrahalogen-pyrimidin um setzt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass man Phihalbcyaninfarbstoffe, wel che mindestens eine reaktionsfähige Hydroxygruppe enthalten, mit 2,4,5,6-Tetrahalogen-pyrimidin um- setzt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als 2,4,5,6-Teeahalogen- pyrimidin das 2,4,5,6-Tetrachlor-pyrimddhn verwendet.
CH361874D 1958-05-28 1958-05-28 Verfahren zur Herstellung von Pyrimidinfarbstoffen CH361874A (de)

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