CH480363A - Verfahren zur Herstellung neuer Phenothiazin-Derivate - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Phenothiazin-Derivate

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CH480363A
CH480363A CH679966A CH679966A CH480363A CH 480363 A CH480363 A CH 480363A CH 679966 A CH679966 A CH 679966A CH 679966 A CH679966 A CH 679966A CH 480363 A CH480363 A CH 480363A
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oxo
hydroxy
pyrrolidinyl
methyl
phenothiazine
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CH679966A
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Ernst Dr Jucker
Anton Dr Ebnoether
Erwin Dr Rissi
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Sandoz Ag
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung neuer Phenothiazin-Derivate
Die vorliegende   Enfmdung betnfft em    Verfahren zur Herstellung neuer   Pbenotbiazinderivate    der Formel I, worin Ri Wasserstoff, Halbgen, die Trifluormethyl, die Cyanogruppe oder eine niedere Alkoxy-oder Alkylthiogruppe,   Rz    Wasserstoff oder die Methylgruppe und R3 eine niedere Alkylgruppe bedeuten, sowie ihrer Säureadditionssalze.



   Erfindungsgemäss werden die Verbindungen der Formel I erhalten, indem man Verbindungen der Formel II, worin   Ri    und R2 obige Bedeutung besitzen und X für Chlor, Brom, Jod oder den Rest einer organischen Sulfonsäure steht, in Gegenwart eines säurebindenden Mittels in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten Lösungsmittel mit Verbindungen der Formel III, worin Rs obige Bedeutung besitzt, umsetzt und die so erhaltenen Verbindungen der Formel I gegebenenfalls in ihre Säureadditionssalze überführt.



   Das Verfahren wird beispielsweise wie folgt durchgeführt : Man erhitzt eine Verbindung der Formel II in einem wasserfreien organischen Lösungsmittel, vorzugsweise abs. Toluol oder abs. Xylol, während längerer Zeit   (10    bis 50 Stunden) mit einer Verbindung der Formel III unter Rühren bei Normaldruck zum Sieden, oder eventuell im Bombenrohr auf 130 bis   180 .    Als   säurebindendes    Mittel verwendet man vorzugsweise eine anorganische oder tertiäre   organischeeBase    oder aber ein zweites Mol einer Verbindung der Formel III.

   Das er  haltene Produkt    wird in bekannter Weise aus dem Reak  tionsgemisch    isoliert und durch chromatographische Adsorption, Kristallisation oder durch   tJberführung    in ein geeignetes Salz gereinigt,
Die Verbindungen der Formel I sind in der Literatur bisher nicht beschrieben worden. Sie stellen basische Substanzen dar und bilden mit anorganischen oder organischen Säuren beständige, bei Raumtemperatur kristallisierte Salze, welche ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind. Beispiele solcher Salze sind die Hydrochloride, Hydrobromide, Sulfate oder die   Malonate, Succinate, Fumarate, Hydrogenfumarate,    Maleinate, Tartrate,   p-Toluolsulfonate,    Methansulfonate usw.



   Die Verbindungen der Formel I zeichnen sich durch sedative und neuroleptische Eigenschaften aus, wie z. B. narkosepotenzierende Wirkung, Hemmung bedingter und   emotioneller    Reaktionen sowie der motorischen Aktivität usw. Daneben besitzen die Verbindungen ausgeprägte   adrenolytische,    ferner auch hypotensive bzw. antihypertensive,   bradykarde      und analgetische Eigen,    schaften. Die Tagesdosis soll 10 bis   500    mg betragen.



   Die neuen Verbindungen der Formel I können in der Inneren Medizin als Sedative, zur Behandlung von Kreislauferkrankungen, insbesondere des hypertonen Formenkreises und zur Behebung von vegetativen Dystonien verwendet werden, vorzugsweise in Form ihrer physiologisch verträglichen, wasserlöslichen Salze.



   Die Verbindungen können als Arzneimittel allein oder in entsprechenden Arzneiformen für enterale oder parenterale Verabreichung verwendet werden. Zwecks Herstellung geeigneter Arzneiformen werden die   Wirk-    stoffe mit anorganischen oder organischen, pharma  kologisch    indifferenten Hilfsstoffen verarbeitet.



   Man verwendet beispielsweise für Tabletten und   Dragées    : Milchzucker, Stärke, Talk, Stearinsäure usw. ; für Injektionspräparate: Wasser Alkohole, Glycerin, pflanzliche Öle und dergleichen. Zudem können die Zubereitungen   geeignete'Konservierungs-, Stabilisie-    rungs-und Netzmittel, Lösungsvermittler,   Süss-und    Farbstoffe, Aromantien usw. enthalten..



   Die Ausgangsprodukte der Formel III können hergestellt werden, indem man eine Verbindung der Formel IV, worin Rs obige Bedeutung besitzt, in Gegenwart eines Alkalimetallamids, wie Lithiumamid, in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten   Lö-    sungsmittel, z. B. in flüssigem Ammoniak oder abs.



  Abher, abs. Dioxan oder deren Gemischen, mit   1-Benzol-      4-piperidon    umsetzt und von dem erhaltenen Konden  sationsprodukt    die Benzylgruppe hydrogenolytisch abspaltet. 



   Praktisch verfährt man beispielsweise so,   dal3    man eine Suspension von Lithiumamid in flüssigem Ammoniak langsam mit der Verbindung der Formel IV versetzt und nach etwa   30minutigem Rühren 1-Benzyl-      4-piperidon    tropfenweise zugibt. Nach etwa zweistündigem Rühren lässt man den Ammoniak verdampfen, versetzt den Rückstand mit abs.   Ather    und rührt das Gemisch zur Vervollständigung der Reaktion während 4 bis 5 Stunden bei Siedetemperatur des   Lösungs-    mittels. Anschliessend wird das Reaktionsgemisch unter Kühlen mit wässriger Ammoniumchloridlösung zersetzt ; die Atherphase wird mit Wasser gewaschen, getrocknet und eingedampft.



   Zur hydrogenolytischen Abspaltung der Benzylgruppe wird die als Rückstand erhaltene Verbindung z. B. in Eisessig über einem Palladiumkatalysator bei etwa   50'und    etwa 5   atü    in einem Druckgefäss hydriert.



   Die Verbindungen der Formel II sind bekannt oder aus den Phenothiazinen der Formel V, worin   Ri    obige Bedeutung besitzt, zugänglich, z. B. durch Umsetzung mit 1,   3-Dihalogenpropanen    oder   3-Halogen-l-propano-    len, welche in 3-Stellung eine Methylgruppe tragen können, in Gegenwart einer starken Base, wie Natriumamid in flüssigem Ammoniak und anschliessende Behandlung der in letzterem Falle erhaltenen 3-Hy  droxypropyl-phenothiazine    mit z. B. Thionylchlorid, Phosphortribromid oder p-Toluol-,   Methan-,    Athan  sulfonylchlorid.   



   In den nachfolgenden Beispielen, welche die   Durch-    führung des Verfahrens erläutern, den Umfang der vorliegenden Erfindung aber in keiner Weise einr schränken sollen, erfolgen alle Temperaturangaben in Celsiusgraden ; die Schmelz-und Siedepunkte sind nicht korrigiert (Numerierung des Phenothiazin-Gerüstes nach den Regeln der IUPAC).
EMI2.1     

EMI2.2     




   Beispiel    2-ChIor-10- {3- [4-hydroxy-4- ( l-methyl-2-oxo-   
3-pyrrolidinyl)-1-piperidyl]-propyl}-phenothiazin
Ein Gemisch von 5, 6 g   2-Chlor-10- (3-chlorpropyl)-    phenothiazin und 7, 2 g   4-Hydroxy-4- (l-methyl-2-oxo-      3-pyrrolidinyl)-piperidin    wird in 40 ml Xyloi im   Bom-    benrohr während 48 Stunden auf   170  erhitzt.    Der Rohrinhalt wird mit 100 ml Benzol herausgespült und mit Wasser neutral gewaschen. Man trocknet die organische Phase   uir    Natriumsulfat und dampft zur Trockne ein.

   Man nimmt den kristallinen Rückstand in 50 ml eines Gemisches von Benzol/Petroläther 4 :   1    auf, filtriert ab, dampft das Lösungsmittelgemisch ab und kristallisiert den Rückstand zur weiteren Reinigung aus   Aceton/Petroläther      um.    Man erhält das reine   
2-Chlor-10- {3- [4-hydroxy-4- (l-methyl-2-oxo-
3-pyrrolidinyl)-l-piperidyl]-propyl}-phenothiazin    vom Smp. 122 bis   123 .   



   Das als Ausgangsmaterial benötigte   4-Hydroxy-4-      (1-methyl-2-oxo-3-pyrrolidinyl)-piperidin    wird z.   B.    wie folgt hergestellt : a)   l-Benzyl-4-lhydroxy-4-(l-met3lyl-2-oxo-       3-pyrrolidinyl)-piperidin   
1, 4 g Lithium werden in 300 ml flüssigem Ammoniak in Gegenwart von   Eisen-III-nitrat    zu Lithiumamid umgesetzt. Diese   Lithiumamidsuspension    wird darauf tropfenweise mit 20, 8 g   1-Methyl-2-pyrrolidon    versetzt.



  Man rührt das Gemisch während 30 Minuten bei der Temperatur des flüssigen Ammoniaks und tropft darauf langsam 18, 9 g   1-Benzyl-4-piperidon    zu. Nach   zweistün-    digem Rühren lässt man den Ammoniak verdampfen und versetzt den Rückstand mit 500 ml abs. Äther. Man rührt während   41/2    Stunden bei Siedetemperatur und zersetzt darauf das Reaktionsgemisch unter Eiskühlung    g    mit 100 ml 10 %iger Ammoniumchloridlösung. Die   Atherphase    wird zweimal mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft.

   Man destil  liert den, Rückstand    unter stark vermindertem Druck, wobei das reine l-Benzyl-4-hydroxy-4- (l-methyl-2-oxo  3-pyrrolidinyl)-piperidin    bei 155 bis 170 /10-4 mm Hg übergeht (Temperatur im Luftbad gemessen). b)   4-Hydroxy-4-(1-methyl-2-oxo-3-pyrrolidmyl)-    piperidin
11, 8 g 1-Benzyl-4-hydroxy-4- (l-methyl-2-oxo-3-pyr  rolidinyl)-piperidin    werden in 150 ml Eisessig gelöst und in Gegenwart von 2, 5 g eines Palladiumkatalysators   (10%    auf Kohle) bei einem Anfangsdruck von 5   atü    und einer Temperatur von   50     hydriert. Die für die   Debenzylierung    berechnete Menge Wasserstoff ist nach 4 Stunden absorbiert.

   Man filtriert vom Katalysator ab, dampft das Filtrat zur Trockne ein und nimmt den Rückstand in   40% iger wässriger Kaliumcarbonatlösung    und Chloroform auf. Man sättigt die wässrige Phase annähernd mit festem Kaliumcarbonat, extrahiert mehrmals mit Chloroform und dampft die über Natrumsulfat getrockneten Extrakte ein. Der Rückstand wird unter stark vermindertem Druck destilliert, wobei das reine 4-Hydroxy-4-(1-methyl-2-oxo-3-pyrrolidinyl)-piperidin bei 120 bis   140 /10-4    mm Hg übergeht (Temperatur im Luftbad gemessen).



   Beispiel 2    2-Cyano-10 {3- [4-hydroxy-4- (l-methyI-2-oxo-   
3-pyrrolidingyl)-piperidino]-propyl}-phenothiazin
Ein Gemisch von 16, 5   g 2-Cyano-10-(3-chlorpropyl)-    phenothiazin, 10, 9 g   4-Hydroxy-4-(1-methyl-2-oxo-3-      pyrrolidinyl)-piperidin    und 25, 3 g Kaliumcarbonat wird in 300 cm3 Toluol unter Rühren während 42 Stunden zum Sieden erhitzt. Man filtriert von den anorganischen Bestandteilen ab und wäscht das Filtrat mit Wasser neutral. Die organische Schicht wird über Magnesiumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck bei 60 bis   70  zur    Trockne eingedampft. Das erhaltene Rohprodukt wird in Äther aufgekocht und der erhaltene Kristallbrei abgesaugt.

   Zur Reinigung kristallisiert man einmal aus Aceton um und erhält das reine    2-Cyano-10-    {3-[4-hydroxy-4-(1-methyl-2-oxo
3-pyrrolidinyl)-piperidino]-propyl}-phenothiazin vom Smp. 152 bis 153 .



   Beispiel 3    2-Trifluormetbyl-10- {3- [4-'hydroxy-4- (l-methyl-   
2-oxo-3-pyrrolidinyl)-piperidino]-propyl} phenothiazin
Aus 13, 3 g   2-Trifluormethyl-10-(3-chlorpropyl)-    phenothiazin, 7, 7 g   4-Hydroxy-4- (1-methyl-2-oxo-3-pyr-    rolidinyl)-piperidin und 16, 0 g Kaliumcarbonat in 250 cm3 Toluol erhält man nach dem im Beispiel 2 be  schriebenen Verfahren ;   
2-Trifluormethyl-10- {3- [4-hydroxy-4- (1-methyl   2-oxo-3-pyrrolidinyl)-piperidino]-propyl}-    phenothiazin, das nach Umkristallisieren aus   Aceton/Ather    bei 129, 5 bis 130,   5     schmilzt.



   Beispiel 4
10-{3-[4-Hydroxy-4-(1-methyl-2-oxo-3-pyrolidinyl)   piperidino]-propyl}-phenothiazin-hydrobromid   
Ein Gemisch von 23, 35 g 10-   (3-Chlorpropyl)-pheno-    thiazin, 16, 8 g   4-Hydroxy4-(l-methyl-2-oxo-3-pyrroli-    dinyl)-piperidin und 35, 2 g Kaliumcarbonat wird in 400 cm3 Xylol während 15 Stunden unter Rühren zum Sieden erhitzt. Man filtriert von den organischen Be  standteilen    ab und wäscht das Filtrat mit Wasser   neural.   



  Man trocknet über Magnesiumsulfat, dampft das Lö  sungsmittel    bei 60 bis   70     unter vermindertem Druck ab und löst den dickflüssigen Rückstand in Toluol. Man extrahiert dreimal mit   10% iger wässriger Weinsäure-      losung, stellt    darauf die Weinsäureextrakte mit festem Kaliumcarbonat basisch und extrahiert mit Benzol.



   Die vereinigten Benzolauszüge werden über Magne  siumsulfat    getrocknet und bei   50     unter vermindertem Druck eingedampft. Das erhaltene Rohprodukt wird in Aceton gelöst und mit der berechneten Menge Bromwasserstoffsäure (33   %    in Eisessig) versetzt. Man dampft zur Trockne ein und kristallisiert den Rückstand aus einem Gemisch von Methanol und Aceton um. Smp.



  185 bis   187 .   



   Beispiel 5   
2-Brom-10- {3- [4-hydroxy-4- (l-methyl-2-oxo-
3-pyrrolidinyl)-piperidino]-propyl}-phenothiazin   
Man lässt, wie in Beispiel 4 beschrieben,   20,    45 g   2-Brom-10-    (3-chlorpropyl)-phenothiazin, 11, 42   g    4  Hydroxy-4- (1-methyl-2-oxo-3-pyrrolidinyl)-piperidin und    28, 9 g Kaliumcarbonat in 300 cm3 Xylol während 16 Stunden unter Rühren bei Siedetemperatur reagieren und arbeitet, wie dort angegeben, auf. Das so erhaltene    2-Brom-10- {3- [4-hydroxy-4- ( l-methyl-2-oxo-
3-pyrrolidinyl)-piperidino]-propyl}-phenothiazin    schmilzt bei 116 bis 118  (aus Isopropanol).



   Beispiel 6   
2-AcetyI-10- {3- [4-hydroxy-4- (l-methyl-2-oxo-
3-pyrrolidinyl)-piperidino]-propyl}-phenothiazin   
Ein Gemisch von 17, 2 g   2-Acetyl-10- (3-chlorpropyl)-    phenothiazin, 10, 7 g   4-Hydroxy-4- (1-methyl-2-oxo-3-    pyrrolidinyl)-piperidin und 22, 4 g Kaliumcarbonat in   300    cm3 abs. Xylol wird während 18 Stunden unter Rühren zum Sieden erhitzt. Man filtriert von den anor  ganischen    Bestandteilen ab, wäscht das Filtrat mit Wasser neutral und extrahiert die   Xylolphase    dreimal mit insgesamt 1000 cm3 10%iger Weinsäurelösung. Die sauren Extrakte werden einmal mit   Ather    ausgezogen und darauf durch Zugabe von Kaliumcarbonat alkalisch gestellt.

   Die freigesetzte Base wird mit Benzol extrahiert, die Benzolextrakte über Magnesiumsulfat getrocknet und unter vermindertem Druck bei 70  zur Trockne eingedampft.



   Das Rohprodukt wird in Benzol gelöst und an 560 g Aluminiumoxyd chromatographiert. Man eluiert zuerst mit Benzol und anschliessend mit einem Gemisch Benzol/ Chloroform 7 : 3. Der Eindampfrückstand des Benzol/   Chloroform-Eluats    wird in Aceton gelöst und durch Zugabe von   95 %    der berechneten Menge 33 igen   Bromwasserstoffs    in Eisessig in das Hydrobromid übergeführt. Nach   zweimaligem    Umkristallisieren aus   Aoeton    erhält man reines   
2-Acetyl-10- {3- [4-hydroxy-4- (l-methyl-2-oxo-3- pyrrolidinyl)-piperidino]-propyl}-phenothiazin-    hydrobromid vom Smp. 191 bis   194 .   



   Nach der in Beispiel 5 beschriebenen   Mehtode,    jedoch ohne den Schritt der chromatographischen Reinigung, werden die folgenden Verbindungen erhalten :
Beispiel 7
2-Chlor-10- {3- [4-hydroxy-4- ( l-methyl-2-oxo  3-pyrrolidinyl)-piperidino]-2-methylpropyl}-phenothiazin    aus 16, 8 g 2-Chlor-10-(2-emthyl-3-chlorpropyl)-phenothiazin, 10, 3 g   4-Hydroxy-4- (l-methyl-2-oxo-3-pyrroli-      dinyl)-piperidin    und 21, 5 g Kaliumcarbonat in 300 cm3 abs. Xylol.   Hydrogenmaleinat    Smp. 121 bis 125  (Aceton/Äther).



   Beispiel 8
2-Methylmercapto-10-{3-[4-hydroxy-4-(1-methyl
2-oxo-3-pyrrolidinyl)-piperidino]-propyl}-phenothiazin aus 12, 4 g   2-Methylmercapto-10- (3-chlorpropyl)-pheno-    thiazin, 7, 6 g   4-Hydroxy-4- (1-methyl-2-oxo-3-pyrroli-    dinyl)-piperidin und 16, 0 g Kaliumcarbonat in 250 cm3 abs. Xylol. Klare, glasartige Masse.



   IR-Spektrum   (CH2CI2)   
Charakteristische Banden bei 1667   mit    (C=O) und 3450   mit    (OH)
UV-Spektrum (CH30H)
Absorptionsmaxima bei 263, 5 nm (log   a      4,    56) und 315, 5 mn (log   #    3, 64) 
Beispiel 9   
2-CMor-10- {3- [4-hydroxy-4- (l-äthyl-2-oxo-
3-pyrrolidinyl)-piperidino]-propyl}-phenothiazin    aus 21, 3 g   2-Chlor-10- (3-mesyloxypropyl)-phenothiazin,    12, 2 g   4-Hydroxy-4-(1-äthyl-2-oxo-3-pyrrolidin, yl)-pipe-    ridin und 23, 8 g Kaliumcarbonat in 250 cm3 abs. Toluol.



  Klare, glasartige Masse.



   IR-Spektrum (CH2Cl2)
Charakteristische Banden bei 1662   mit    (C=O),   3400 cm-i    (OH)
UV-Spektrum   (CHsOH)   
Absorptionsmaxima bei 256, 5 nm (log   #    4, 52), 311 nm   (log # 3,   62)
Das als Ausgangsmaterial benötigte   4-Hydroxy-4-    (l-äthyl-2-oxo-3-pyrrolidinyl)-piperidin kann wie folgt hergestellt werden : a)   1-Benzyl-4-hydroxy-4-(1-äthyl-2-oxo-   
3-pyrrolidinyl)-piperidin
1, 4 g Lithium werden in 400 ml flüssigem Ammoniak in Gegenwart von   Eisen-III-nitrat    zu Lithiumamid umgesetzt. Diese   Lithiumamidsuspension wird    darauf tropfenweise mit 44, 3 g   l-Äthyl-2-pyrroMon    versetzt.

   Man rührt das Gemisch während 30 Minuten bei einer Temperatur des flüssigen Ammoniaks und tropft darauf langsam   18,    9 g   1-Benzyl-4-piperidon    zu. Nach   zweistün-    digem Rühren lässt man den Ammoniak verdampfen und versetzt den Rückstand mit 500 ml abs. Ather. Man rührt während 41, Stunden bei Siedetemperatur und zersetzt darauf das Reaktionsgemisch unter Eiskühlung mit 100 ml   l Öliger Ammoniumchloridlösung.    Die Atherphase wird zweimal mit Wasser gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft.

   Man   destil-    liert den Rückstand unter stark vermindertem Druck, wobei das   l-Benzyl-4 hydroxy-4-(1-äthyl-2-oxo-3-pyrro-    lidinyl)-piperidin erhalten wird, das   ohne weitere Reini-    gung in der nächsten Stufe weiterverwendet wird. b   4-Hydroxy-4-(1-äthyl-2-oxo-3-pyrrolidinyl)-    piperidin
11, 8 g   1-Benzyl-4-hydroxy-4-(1-äthyl-2-oxo-3-pyrro-    lidinyl)-piperidin werden in   150    ml Eisessig gelöst und in Gegenwart von 2, 5 g eines Palladiumkatalysators   (10    auf Kohle) bei einem Anfangsdruck von 5 atü und einer Temperatur von   50  hydriert.    Die für die Debenzylierung berechnete Menge Wasserstoff ist nach 4 Stunden absorbiert.

   Man filtriert vom Katalysator ab, dampft das Filtrat zur Trockne ein und nimmt den Rückstand in   40%piger    wässriger   Kaliumcarbonatlösung    und   Chloro-    form auf. Man sättigt die wässrige Phase annähernd mit festem Kaliumcarbonat, extrahiert mehrmals mit   Chloro-    form und dampft die über Natriumsulfat getrockneten Extrakte ein. Der Rückstand wird unter stark   vermin-    dertem Druck   destillient,    wobei das reine 4-Hydroxy4-(1-äthyl-2-oxo-3-pyrrolidinyl)-piperidin bei 170 bis 190 /0,08 mm Hg übergeht (Temperatur im Luftbad gemessen).



   Beispiel 10   
2-Chlor-10- 3-[4-hydroxy-4-(1-isopropyl-2-oxo
3-pyrrolidinyl)-piperidino]-propyl}-phenothiazin    aus   10,    4 g   2-Chlor-10- (3-mesyloxypropyl)-phenothiazin,    6, 3   g    4-Hydroxy-4-(1-isopropyl-2-oxo-3-pyrrolidinyl)piperidin und 11, 6 g Kaliumcarbonat in 150 cm abs.



  Toluol. Klare, glasartige Masse.



   IR-Spektrum (CH2Cl2)
Charakteristische Banden bei 1658 cm-1 (C=O),   3400    cm-1 (OH)
UV-Spektrum   (CH30H)   
Absorptionsmaxima bei 266, 5 nm (log   #    5, 51), 306 nm (log   s    3, 63)
Das als Ausgangsmaterial benötigte 4-Hydroxy-4  (l-isopropy1-2-oxo-3-pyrrolidinyl)-piperidin    wird analog Beispiel 9a) und 9b) hergestellt. Siedepunkt 159 bis 160 /0,   1    mm Hg.



   Beispiel 11   
2-Methoxy-10- {3- [4-hydroxy-4- (1-methyl-2-oxo-
3-pyrrolidinyl)-piperidino]-propyl}-phenothiazin    aus 15, 3 g 2-Methoxy-10-(3-chlorpropyl)-phenothiazin, 9, 9 g 4-Hydroxy-4-(1-methyl-2-oxo-3-pyrrolidinyl)-piperidin und 20, 7 g Kaliumcarbonat in   250    cm3 abs. Xylol.



  Klare, glasartige Masse.

Claims (1)

  1. IR-Spektrum (CH2Cl2) Charakteristische Banden bei 1667 cm-1 (C=O), 3400 cm-1 (OH) UV-Spektrum (CH30H) Absorptionsmaxima bei 253, 5 nm log e 4, 41), 308 nm (log e 3, 66) PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer Phenothiazinderi- vate der Formel I, worin Ri Wasserstoff, Halogen, die Trifluormethyl, die Cyanogruppe oder eine niedere Alkoxy-oder Alkylthiogruppe, R Wasserstoff oder die Methylgruppe und Rs eine niedere Alkylgruppe bedeuten, sowie ihrer Säureadditionssalze, dadurch gekenn- zeichnet, dass man Verbindungen der Formel II, worin Ri und R obige Bedeutung besitzen und X fur Chlor, Brom, Jod oder den Rest einer organischen Sulfonsäure steht,
    in Gegenwart eines säurebindenden Mittels in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten Lösungsmittel mit Verbindungen der Formel III, worin R3 obige Bedeutung besitzt, umsetzt und die so erhaltenen Verbindungen der Formel I gegebenenfalls in ihre Säure- additionssalze überführt.
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