CH484144A - Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonylharnstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonylharnstoffen

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CH484144A
CH484144A CH1294667A CH1294667A CH484144A CH 484144 A CH484144 A CH 484144A CH 1294667 A CH1294667 A CH 1294667A CH 1294667 A CH1294667 A CH 1294667A CH 484144 A CH484144 A CH 484144A
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CH1294667A
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Henri Dr Dietrich
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Geigy Ag J R
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D223/00Heterocyclic compounds containing seven-membered rings having one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D223/14Heterocyclic compounds containing seven-membered rings having one nitrogen atom as the only ring hetero atom condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D223/18Dibenzazepines; Hydrogenated dibenzazepines
    • C07D223/22Dibenz [b, f] azepines; Hydrogenated dibenz [b, f] azepines

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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung von neuen SulfonylharnstofFen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonylharnstoffen.



   Verbindungen der allgemeinen Formel I,
EMI1.1     
 in welcher   Ri    eine Alkyl-oder Alkenylgruppe von höchstens 10 Kohlenstoffatomen, eine Cycloalkyl-oder   Cycloalkenylgruppe    von höchstens 12   Kohlenstoff-    atomen, oder eine Polycycloalkylgruppe von höchstens
11 Kohlenstoffatomen bedeutet, sowie ihre Salze mit anorganischen oder organischen Basen sind bisher nicht bekanntgeworden.



   Wie nun gefunden wurde, besitzen diese Verbindungen sowie ihre pharmazeutisch annehmbaren Salze wertvolle pharmakologische Eigenschaften. Sie zeigen überraschenderweise bei peroraler oder parenteraler Verabreichung lang anhaltende   hypoglykämische    Wirkung, die sie als geeignet zur Behandlung der Zuckerkrankheit charakterisiert.



   In den Verbindungen der allgemeinen Formel I kann   Rl    die folgenden Gruppen sein : als Alkylgruppe z. B. die Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Isobutyl-, sek. Butyl-, tert. Butyl-, Pentyl-,   Isopentyl-,    tert. Pentyl-, 1 Methyl-butyl-, 2-Methyl-butyl-, 1,2-Dimethyl-propyl-, 2,2-Dimethyl-propyl-, Hexyl-, 2-Methyl-pentyl-, Heptyl-, 4-Methyl-hexyl-, Octyl-, Nonyl-oder die   Decylgruppe    ; als Alkenylgruppe z. B. die Allyl-, Crotyl-oder Methallylgruppe ; als Cycloalkylgruppe z.

   B. die Cyclobutyl-,   Cyclopentyl-,      Cyclohexyl-,    Cycloheptyl-, Cyclooctyl-, Cyclononyl-, Cyclodecyl-, Cyclododecyl-, Cyclopentylmethyl-,   Cyclohexylmethyl-,    Cycloheptylmethyl-oder die Cyclooctylmethylgruppe sowie Derivate von solchen Resten, die gegebenenfalls durch Methyl-, Athyl-oder tert. Butylgruppen substituiert sind ; ferner als Cycloalkenylgruppe, z. B. die   2-Cyclopenten-1-yl-oder    die   3-Cyclohexen-1-yl-gruppe    und als Polycycloalkylgruppe z. B. die Bornyl-, Norbornyl-,   Norbornylmethyl-,    Adamantyl-oder die   Octahydro-1,    2,4-methenopentalenylgruppe.



   Die Verbindungen der allgemeinen Formel I werden erfindungsgemäss hergestellt, indem man eine Verbindung der allgemeinen Formel   II,   
EMI1.2     
 in welcher   Rl    Wasserstoff oder einen Acylrest bedeutet, mit einem Isocyanderivat der allgemeinen Formel III,    Ri-N=C=O (III)    oder mit einem reaktionsfähigen Ester einer   Carbamin-    säure der allgemeinen Formel IV,
EMI1.3     
 in welchen   Ri    die unter Formel I angegebene Bedeutung hat, umsetzt, nötigenfalls das Reaktionsprodukt zur Abspaltung eines an den Ringstickstoff gebundenen Acylrestes partiell hydrolysiert und gewünschtenfalls eine erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel I mit einer anorganischen oder organischen Base in ein Salz überführt.



     Ra    kann als Acylrest von Verbindungen der allgemeinen Formel II z. B. eine niedere Alkanoylgruppe, insbesondere die Acetylgruppe, oder eine niedere Alkoxycarbonylgruppe, wie z. B. die Methoxycarbonyl-oder Athoxycarbonylgruppe, sein. Als reaktionsfähige Ester von Carbaminsäuren der allgemeinen Formel IV kommen niedere Alkylester, insbesondere der Methyl-oder Äthylester, ferner auch Phenylester, in Betracht.



   Die erfindungsgemässe Umsetzung erfolgt beispielsweise in der Kälte oder durch Erwärmen, vorzugsweise in einem inerten organischen Lösungsmittel und in Gegenwart eines Kondensationsmittels. Geeignete inerte organische Lösungsmittel sind beispielsweise   Kohlen-    wasserstoffe, wie Benzol, Toluol oder Xylol, ätherartige Flüssigkeiten, wie Ather, Dioxan oder Tetrahydrofuran, chlorierte Kohlenwasserstoffe, wie Methylenchlorid, oder niedere Ketone, wie Aceton oder Methyläthylketon. Als Kondensationsmittel kann ein Alkalimetallhydroxid, wie   Natrium-oder    Kaliumhydroxid, oder ein   Alkalimetallalkanolat,    wie Natriumoder Kaliummethylat oder ein entsprechendes Äthylat, eingesetzt werden.

   Als weitere Kondensationsmittel   kön-    nen bei der Umsetzung eines Isocyanderivates tertiäre organische Basen Verwendung finden.



   Verfahrensgemäss erhaltene Reaktionsprodukte, die am Ringstickstoff durch eine Acylgruppe substituiert sind und vorzugsweise der allgemeinen Formel V
EMI2.1     
 entsprechen, in welcher R eine niedere Alkanoyl-oder Alkoxycarbonylgruppe bedeutet und   Ri    die unter Formel   I      angegebene    Bedeutung hat, werden anschliessend durch partielle Hydrolyse in Verbindungen der allgemeinen Formel I übergeführt. Die partielle Hydrolyse wird vorzugsweise in alkalischem Milieu, beispielsweise in methanolischer oder äthanolischer Natrium-oder Kaliumhydroxidlösung vorgenommen.



   Ausgangsstoffe der allgemeinen Formel II, das 10,11-Dihydro-5H-dibenz [b,   f] azepin-3-sulfonamid    sowie das entsprechende   5-Acetylderivat,    sind in der Literatur beschrieben   (vgl.    J. R. Geigy AG, belgische Patentschrift Nr.   616 134).    Weitere Verbindungen von diesem Typus können analog hergestellt werden.



   Die neuen Wirkstoffe oder pharmazeutisch annehmbaren Salze derselben werden vorzugsweise peroral verabreicht. Zur Salzbildung können anorganische oder organische Basen, wie beispielsweise   Alkali-oder    Erdalkalihydroxide, Carbonate oder Bicarbonate,   Triätha-    nolamin, Cholin,   Nt-Dimethyl-oder      N1-(ss-Phenyläthyl)-      biguanid,    verwendet werden. Die täglichen Dosen bewegen sich zwischen 50 und 2000 mg für erwachsene Patienten. Geeignete   Doseneinheitsformen,    wie   Dragées,    Tabletten oder Steckkapseln, enthalten vorzugsweise 25-500 mg eines erfindungsgemässen Wirkstoffes, und zwar 20 bis   80% einer    Verbindung der allgemeinen Formel   I.   



   Zur Herstellung von   Dragées    und Tabletten kombiniert man den Wirkstoff z. B. mit festen   pulverförmi-    gen Trägerstoffen, wie Lactose, Saccharose, Sorbit, Mannit ; Stärken, wie Kartoffelstärke, Maisstärke oder Amylopektin, ferner Laminariapulver oder Citruspulpenpulver ; Cellulosederivaten oder Gelatine, gegebenenfalls unter Zusatz von Gleitmitteln, wie Magnesiumoder Calciumstearat oder   Polyäthylenglykolen,    zu Tabletten oder zu   Dragee-Kernen.    Letztere überzieht man beispielsweise mit konzentrierten Zuckerlösungen, welche z. B. noch arabischen Gummi, Talk und/oder Titandioxid enthalten können, oder mit einem in leichtflüchtigen organischen Lösungsmitteln oder Lösungs  mittelgemischen    gelösten Lack.

   Diesen   tJberzügen      kön-    nen Farbstoffe zugefügt werden, z.   B.    zur Kennzeichnung verschiedener Wirkstoffdosen.



   Die erwähnten Steckkapseln aus Gelatine enthalten den Wirkstoff vorzugsweise als Granulat, z. B. in Mischung mit Füllstoffen, wie Maisstärke   und/oder    Gleitmitteln, wie Talk oder Magnesiumstearat, und gegebenenfalls Stabilisatoren, wie Natriummetabisulfit   (NagS2OD)    oder Ascorbinsäure.



   Die folgenden Vorschriften sollen die Herstellung von Tabletten und Dragees näher erläutern : a) 1000 g   1-(10, 11-Dihydro-5H-dibenz [b, f]-azepin-    3-yl-sulfonyl)-3-butyl-harnstoff werden mit   550    g Lactose und 292 g Kartoffelstärke vermischt, die Mischung mit einer wässrigen Lösung von 8,0 g Gelatine befeuchtet und durch ein Sieb granuliert.

   Nach dem Trocknen mischt man 60,0 g Kartoffelstärke, 60,0 g Talk, 10,0 g Magnesiumstearat und 20,0 g kolloidales Siliciumdioxid zu und presst die Mischung zu   10000    Tabletten von je 200 mg Gewicht und 100 mg Wirkstoffgehalt, die gewünschtenfalls mit Teilkerben zur feineren Anpassung der Dosierung versehen sein können. b) Aus 1000 g Natrimusalz von   1- (10, 11-Dihydro-    5H-dibenz-[b, f] azepin-3-ylsulfonyl)-3-butyl-harnstoff, 379,0 g Lactose und der wässrigen Lösung von 6,0 g Gelatine stellt man ein Granulat her, das man nach dem Trocknen mit   10,      0 g    kolloidalem Siliciumdioxid, 40,0 g Talk, 60,0 g Kartoffelstärke und 5,0 g Magnesiumstearat mischt und zu 10000 Dragee-Kernen presst.



  Diese werden anschliessend mit einem konzentrierten Sirup aus 533,5 g krist. Saccharose, 20,0 g Schellack, 75,0 g arabischem Gummi, 250 g Talk, 20 g   kolloida-    lem Siliciumdioxid und 1,5 g Farbstoff überzogen und getrocknet. Die erhaltenen   Dragées    wiegen je 240 mg und enthalten je 100 mg Wirkstoff.



   Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Herstellung der neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I und von bisher nicht beschriebenen Zwischenprodukten näher, stellen jedoch keineswegs die einzige Ausführungsform derselben dar. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1 a) 31,6 g 5-Acetyl-10,11-dihydro-5H-dibenz   [b, f]-      azepin-3-sulfonamid      (vgl.    J. R. Geigy AG, belgische Patentschrift Nr.   616134)    werden in 25 ml 5n Natronlauge und 200 ml Dioxan unter Rühren gelöst und mit 8,5 g Propylisocyanat versetzt. Eine leicht exotherme Reaktion setzt ein. Nachdem diese abgeklungen ist, wird das Reaktionsgemisch eine Stunde bei   80     gerührt, anschliessend auf 20  gekühlt und im Vakuum eingeengt. Man löst den Rückstand in Wasser, filtriert die Lösung und giesst sie auf eiskalte 2n Salzsäure. Das Rohprodukt fällt aus. Es wird abgesaugt, mit Wasser gewaschen, mit 2n Ammoniak versetzt, der Rückstand abfiltriert und die Ammoniaklösung auf eiskalte 2n Salzsäure gegossen.

   Der rohe   1- (5-Acetyl-10, 11-di-      hydro-5H-dibenz [b, f] azepin-3-yl-sulfonyl)-3-propyl-    harnstoff fällt aus. Das Rohprodukt wird abgesaugt, mit Wasser gründlich gewaschen und im Vakuum bei   60     getrocknet. b) 40,1 g roher   1-(5-Acetyl-10, 11-dihydro-5H-    dibenz [b, f] azepin-3-ylsulfonyl)-3-propyl-harnstoff wer den in 400 ml Athanol gelöst und mit 20,0 g Natriumhydroxid versetzt. Man kocht das Gemisch 3 Stunden unter Rückfluss, wobei das Natriumsalz von   1- (10,    11  Dihydro-5H-dibenz    [b, f] azepin-3-yl-sulfonyl)-3-propylharnstoff auskristallisiert. Das Natriumsalz wird abfiltriert, mit Athanol nachgewaschen, aus   50 % igem    Athanol (Volumprozente) umkristallisiert und in 300 ml warmem Wasser gelöst.

   Diese Lösung giesst man auf 2n Salzsäure. Der freie, rohe   1- (10, 11-Dihydro-5H-    dibenz [b,   f]'azepin-3-yl-sulfonyl)-3-propyl-harnstoff fällt    aus. Das Rohprodukt wird abgesaugt, gründlich mit Wasser gewaschen und aus Athanol umkristallisiert, worauf die reine Verbindung nach vorangehendem Sintern bei   183-185     schmilzt.



   Beispiel 2 a) Analog Beispiel la stellt man, ausgehend von 5 Acetyl-10,11-dihydro-5H-dibenz [b, f]   azepin-3-sulfon-    amid die folgenden Zwischenprodukte her :   al mit Isopropylisocyanat den 1- (5-Acetyl-10, 11-       dihydro-5H-dibenz    [b,   f] azepin-3-ylsulfonyl)-3-       isopropyl-harnstoff    (Rohprodukt) ;   a'mit    Butylisocyanat den amorphen   1- (5-Acetyl-   
10,11-dihydro-5H-dibenz [b, f]   azepin-3-ylsulfonyl)-   
3-butyl-harnstoff vom Zersetzungspunkt 100-105  ; mit sek.

   Butylisocyanat den   1- (5-Acetyl-10, 11-       dihydro-5H-dibenz    [b,   f] azepin-3-ylsulfonyl)-   
3-sek. butyl-harnstoff   (1/3    Mol Kristallwasser ent haltend) vom Smp.   118-120     ;   a ; mit Isopentylisocyanat den 1-(5-Acetyl-10, 11-       dihydro-5H-dibenz    [b,   f] azepin-3-ylsulfonyl)-3-    isopentyl-harnstoff vom Smp.   106-110     ;

     a5 mit    Cyclohexylisocyanat den   1- (5-Acetyl-10, 11-       dihydro-5H-dibenz    [b,   f] azepin-3-ylsulfonyl)-3-       cyclohexyl-harnstoff    vom Smp.   133-136 ,    und   azi mit (Octahydro-1,    2,4-methenopentalen-5-yl) isocyanat den 1- (5-Acetyl-10, 11-dihydro-5H dibenz [b, f]   azepin-3-ylsulfonyl)-3- (octahydro-1,    2,4    methenopentalen-5-yl)-harnstoff    (Rohprodukt vom Smp.   92-95 ).    b) Analog Beispiel lb erhält man durch Hydrolyse der entsprechenden Zwischenprodukte folgende Endprodukte :

   bl aus 40,1 g   1- (5-Acetyl-10, 11-dihydro-5H-dibenz-     [b, f]   azepin-3-ylsulfonyl)-3-isopropyl-harnstoff    den    1-    (10, 11-Dihydro-5H-dibenztb, f] azepin-3-yl    sulfonyl)-3-isopropyl-harnstoff    vom Smp.   196-197     ;   b2 aus    41,5 g   1- (5-Acetyl-10, 11-dihydro-5H-dibenz-     [b,   f] azepin-3-ylsulfonyl)-3-butyl-harnstoff    den
1- (10, 11-Dihydro-5H-dibenz [b, f] azepin-3-yl sulfonyl)-3-butyl-harnstoff vom Smp. 183,5 bis
185,5  ;

   bs aus 42,1 g   1- (5-Acetyl-10, 11-dihydro-5H-dibenz-     [b, f] azepin-3-ylsulfonyl)-3-sek. butyl-harnstoff den    1- (10, 11-Dihydro-SH-dibenz    [b,   f] azepin-3-yl-    sulfonyl)-3-sek. butyl-harnstoff vom Smp. 184 bis    185     (aus Methanol) ; b aus 42,9 g   1- (5-Acetyl-10, 11-dihydro-5H-dibenz-     [b, f]   azepin-3-ylsulfonyl)-3-isopentyl-harnstoff den       1- (10, 11-Dihydro-5H-dibenz    [b, f] azepin-3-yl sulfonyl)-3-isopentyl-harnstoff vom Smp. 170,5 bis
171,5  (aus Methanol) ;

     bÏ    aus 44,1 g   1- (5-Acetyl-10, 11-dihydro-5H-dibenz-     [b, f]   azepin-3-ylsulfonyl)-3-cyclohexyl-harnstoff den       1-    (10, 11-Dihydro-5H-dibenz [b, f] azepin-3-yl sulfonyl)-3-cyclohexyl-harnstoff vom Smp. 186 bis    188     (aus   Methylenchlorid-Essigsäureäthylester),    und   bG aus    47,8 g   1- (5-Acetyl-10, 11-dihydro-5H-dibenz-       [b,    f]   azepin-3-ylsulfonyl)-3-(octahydro-1,    2,4 methenopentalen-5-yl)-harnstoff den   1- (10,    11    Dihydro-5H-dibenz    [b,   f] azepin-3-ylsulfonyl)-3-       (octahydro-1,    2,4-methenopentalen-5-yl)-harnstoff vom Smp.

     182     (aus Essigsäureäthylester).



   Beispiel 3
27,4 g 10,11-Dihydro-5H-dibenz [b, f] azepin-3-sulfonamid (vgl. J. R. Geigy AG, belgische Patentschrift Nr.   616 134)    und 5,6 g fein pulverisiertes Kaliumhydroxid werden in 250 ml Dioxan gelöst und mit 9,9 g Butylisocyanat eine Stunde unter Rückfluss gekocht.



  Dann kühlt man das Reaktionsgemisch ab und dampft es im Vakuum ein. Den Rückstand nimmt man in 300 ml heissem Wasser auf, filtriert von wenig   Unlös-    lichem ab, kühlt das Filtrat und giesst es unter Rühren auf 2n Salzsäure. Das Rohprodukt fällt aus ; es wird abfiltriert, mit Wasser nachgewaschen und in 2n Ammoniaklösung aufgenommen. Die Ammoniaklösung wird von wenig Unlöslichem abgetrennt und wiederum auf 2n Salzsäure gegossen. Das Rohprodukt fällt aus ; es wird abfiltriert, gründlich mit Wasser gewaschen und aus Aceton umkristallisiert. Der erhaltene, reine   1- (10,       11-Dihydro-SH-dibenz    [b,   f] azepin-3-ylsulfonyl)-3-butyl-    harnstoff schmilzt bei 183,5-185,5 .



   Dieses Harnstoffderivat wird wie folgt in das Natriumsalz übergeführt : 37,3 g der erhaltenen Verbindung werden in 400 ml   Athanol,    das 5 g pulverisiertes Natriumhydroxid enthält, unter Rückfluss erhitzt. Dann wird das Reaktionsgemisch abgekühlt und das ausgefallene Natriumsalz des   1- (10, 11-Dihydro-5H-dibenz-    [b, f]   azepin-3-ylsulfonyl)-3-butyl-harnstoffs    abfiltriert und im Vakuum getrocknet.



   Beispiel 4
Aus 27,4 g 10,11-Dihydro-5H-dibenz [b,   f] lazepin-3-    sulfonamid und 5,6 g pulverisiertem Kaliumhydroxid in 250 ml Dioxan erhält man analog Beispiel 3 folgende Endprodukte : a) mit 8,5 g Propylisocyanat den   1- (10, 11-Dihydro-   
5H-dibenz [b, f] azepin-3-ylsulfonyl)-3-propyl harnstoff vom Smp. 183-183,5  (aus Athanol) ; b) mit 8,5 g Isopropylisocyanat den   1- (14, 11-Dihydro-   
5H-dibenz [b, f] azepin-3-ylsulfonyl)-3-isopropyl harnstoff vom Smp.   196-197     ; c) mit 9,9 g sek.

   Butylisocyanat den   1- (10, 11-Dihydro-   
5H-dibenz [b, f] azepin-3-ylsulfonyl)-3-sek. butyl harnstoff vom Smp.   184-185     (aus Methanol) ; d) mit 11,3 g   Isopentylisocyanat    den   1- (10, 11-Di-       hydro-5H-dibenz    [b, f]   azepin-3-ylsulfonyl)-3-    isopentyl-harnstoff vom Smp. 170,5-171,5   (aus Methanol) ;

   e) mit 12,5 g Cyclohexylisocyanat den   1- (10,    11-Di    hydro-5H-dibenz    [b, f] azepin-3-ylsulfonyl)-3-cyclo    hexyl-harnstoff    vom Smp.   186-188 ,    und    f) mit    16,1 g   Octahydro-1,    2,4-methenopentalen-5-yl isocyanat den   l-(10, 11-Dihydro-5H-dibenz [b, f]-       azepin-3-ylsulfonyl)-3- (octahydro-1,    2,4-metheno     pentalen-5-yl)-harnstoff vom Smp. 182     (aus
Essigsäureäthylester).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von neuen Sulfonylharnstoffen der allgemeinen Formel I, EMI4.1 in welcher Ri eine Alkyl-oder Alkenylgruppe von höch- stens 10 Kohlenstoffatomen, eine Cycloalkyl-oder Cycloalkenylgruppe von höchstens 12 Kohlenstoff- atomen, oder eine Polycycloalkylgruppe von höchstens 11 Kohlenstoffatomen bedeutet, sowie ihre Salze mit anorganischen oder organischen Basen, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel II, EMI4.2 in welcher R2 Wasserstoff oder einen Acylrest bedeutet, mit einem Isocyanderivat der allgemeinen Formel III, Ri-N=C=O (III) oder mit einem reaktionsfähigen Ester einer Carbaminsäure der allgemeinen Formel IV,
    EMI4.3 in welchen Ri die unter Formel I angegebene Bedeutung hat, umsetzt, nötigenfalls das Reaktionsprodukt zur Abspaltung eines an den Ringstickstoff gebundenen Acylrestes partiell hydrolysiert und gewünschtenfalls eine erhaltene Verbindung der allgemeinen Formel I mit einer anorganischen oder organischen Base in ein Salz überführt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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