CH501636A - Verfahren zur Herstellung von neuen N'-substituierten N-Arylsulfonylharnstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen N'-substituierten N-Arylsulfonylharnstoffen

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CH501636A
CH501636A CH1335766A CH1335766A CH501636A CH 501636 A CH501636 A CH 501636A CH 1335766 A CH1335766 A CH 1335766A CH 1335766 A CH1335766 A CH 1335766A CH 501636 A CH501636 A CH 501636A
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D223/00Heterocyclic compounds containing seven-membered rings having one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D223/14Heterocyclic compounds containing seven-membered rings having one nitrogen atom as the only ring hetero atom condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D223/16Benzazepines; Hydrogenated benzazepines

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  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen N'-substituierten N-Arylsulfonylharnstoffen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen N'-substituierten N-Arylsulfonylharnstoffen.



   Verbindungen der allgemeinen Formel I,
EMI1.1     
 in welcher R1 Wasserstoff, Halogen bis Atomnummer 35, eine niedere Alkyl-, Alkoxy-, Alkylthio- oder Alka noylgruppe oder die Aminogruppe, R2 Wasserstoff oder R1   R.    die Trimethylen- oder die Tetramethylengruppe be deutet, sowie ihre Salze mit anorganischen oder organischen Basen sind bisher nicht bekannt geworden.



   Wie nun gefunden wurde, besitzen die neuen Verbindungen sowie ihre pharmazeutisch annehmbaren Salze wertvolle pharmakologische Eigenschaften. Sie zeigen überraschenderweise bei peroraler oder parenteraler Verabreichung hypoglykämische Wirkung, die sie als geeignet zur Behandlung der Zuckerkrankheit charakterisieren.



   In den Verbindungen der allgemeinen Formel I kann R1 die   o-,    m- oder p-Stellung einnehmen und beispielsweise folgende Bedeutungen haben: als niedere Alkylgruppe die Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Isobutyl-, sek.Butyl-, tert.Butyl-, Pentyl-, Isopentyl- oder 2,2-Dimethyl-propylgruppe;

   als niedere Alkoxygruppe die Methoxy-, Äthoxy-, Propoxy-, Isopropoxy-, Butoxy-, Isobutoxy-, sek.Butoxy-, tert.Butoxy-, Pentoxy-, Isopentoxy- sowie die   2,2-Dimethyl-propoxygruppe;    als niedere Alkylthiogruppe die Methylthio-,   Äthylthio-,    Propylthio-, Isopropylthio-, die Butylthio-, Isobutylthio-, sek.Butylthio-, tert.Butylthio-, Pentylthio-, Isopentylthiosowie die 2,2-Dimethyl-propylthiogruppe und als niedere Alkanoylgruppe die Acetyl-, Propionyl-, 2-Methyl-propionyl-, Butyryl-, 2-Methyl-butyryl- sowie die 3-Methyl -butyrylgruppe.

  Zur erfindungsgemässen Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formel I setzt man ein Isocyanatderivat der allgemeinen Formel II,
EMI1.2     
 in welcher R1, Wasserstoff, Halogen bis Atomnummer 35, die
Aminogruppe oder eine niedere Alkyl-, Alkoxy-,
Alkylthio- oder Alkanoylgruppe, oder einen Rest bedeutet, der durch Hydrolyse, Reduktion oder reduktive Spaltung in eine Aminogruppe über geführt werden kann, R2 Wasserstoff oder   R1, R2 die    Trimethylen- oder Tetramethylengruppe be deutet, oder ein reaktionsfähiges funktionelles Derivat einer Carbaminsäure der allgemeinen Formel III,
EMI1.3     
 in welcher   R1,,    R2 oder R1,   R.    die unter Formel I bzw. II angegebene Bedeutung haben, mit dem 1,2,4,5   -Tetrahydro - 3H - 3 -    benzazepin [vgl. P.

  Ruggli et al.,
Helv.   Chim.    Acta 18, 1388 (1935)] oder mit einem Alkalimetallderivat dieser Verbindung um, hydrolysiert oder reduziert nötigenfalls das erhaltene Reaktionsprodukt zur Umwandlung der Gruppe R1, in die freie Ami  nogruppe und führt gewünschtenfalls das erhaltene Reaktionsprodukt mit einer anorganischen oder organischen Base in ein Salz über.



   Als reaktionsfähige funktionelle Derivate von Carbaminsäuren der allgemeinen Formel III kommen beispielsweise deren Halogenide, insbesondere die Chloride, und deren niedere Alkylester, insbesondere die Methyloder Äthylester, ferner die Phenylester in Betracht.



  Weiter eignen sich Amide, Nitroamide, niedere Alkylamide, Dialkylamide, Diphenylamide, insbesondere N Methylamide, N,N-Dimethylamide, ferner N-Acylamide, wie z. B. Benzoylamide und 2-Oxoderivate von Polymethylenimiden, wie z. B. die 2-Oxoderivate der Pyrrolidinide, Piperidide, Hexamethylenimide oder der Octamethylenimide.



   Als Beispiele von solchen funktionellen Derivaten von   Carbaminsäuren    der allgemeinen Formel III seien genannt: das N-Phenylsulfonyl-carbaminsäure-chlorid, der N-Phenylsulfonyl-carbaminsäure-methylester, -äthylester und -phenylester, der N-Phenylsulfonyl-harnstoff, der N-Nitro-N'-phenylsulfonyl-harnstoff, der N-Methyl-N' -phenylsulfonyl-harnstoff, der N,N-Dimethyl-N'-phenylsulfonyl-harnstoff, der   N,N-Diphenyl-N' -phenylsulfonyl-    harnstoff, der N-Benzoyl-N'-phenylsulfonyl-harnstoff,

   das   N-Phenylsulfonyl-2-oxo-pyrrolidin 1-carboxamid,    das N   -Phenylsulfonyl-2-oxo-piperidin- 1-carboxamid,    N-Phenylsulfonyl-2-oxo-hexahydro-   iH-azepin- 1    -carboxamid sowie das N-Phenylsulfonyl-2-oxo-octahydro-   lH-azonin- 1 -carb-    oxamid oder Derivate solcher Verbindungen, deren Rest   R1,    oder R,' R2 am Benzolkern mit den anschliessend an Formel I für den Rest R1 bzw. R1 R2 explizit aufgezählten Gruppen übereinstimmt.



   Die Umsetzung erfolgt beispielsweise in der Kälte oder durch Erwärmen in einem inerten organischen Lösungsmittel. Geeignete inerte organische Lösungsmittel sind beispielsweise Kohlenwasserstoffe, wie Benzol, Toluol oder Xylol, ätherartige Flüssigkeiten, wie Diäthyl äther, Dioxan oder Tetrahydrofuran, chlorierte Kohlenwasserstoffe, wie Methylenchlorid, und niedere Ketone, wie Aceton oder Methyläthylketon.



   Die Umsetzung eines Isocyanats, Carbaminsäureesters oder Harnstoffs kann auch in Abwesenheit von Lösungsoder Verdünnungsmitteln durchgeführt werden. Sie benötigt im allgemeinen auch kein Kondensationsmittel; gewünschtenfalls kann aber als solches Mittel z. B. ein Al   kalialkoholat    verwendet werden. Als weitere Kondensationsmittel können bei der Umsetzung eines Isocyanats tertiäre organische Basen Verwendung finden; Isocyanate können aber auch in Form eines Anlagerungsproduktes mit einer tertiären organischen Base eingesetzt werden.



   Ein Carbaminsäurehalogenid wird erfindungsgemäss mit dem   1 ,2,4,5-Tetrahydro-3H-3-benzazepin,    vorzugsweise in Gegenwart eines säurebindenden Mittels, umgesetzt. Als solches verwendet man anorganische Basen oder Salze, wie beispielsweise ein Alkalihydroxyd, -acetat, -hydrogencarbonat, -carbonat und -phosphat, wie Natrium-hydroxyd, -acetat, -hydrogencarbonat, -carbonat und -phosphat oder die entsprechenden Kaliumverbindungen. Ferner können auch Calcium-oxid, -carbonat sowie -phosphat und Magnesiumcarbonat eingesetzt werden. Anstelle von anorganischen Basen oder Salzen eignen sich auch organische Basen, wie z. B. Pyridin, Trimethyl- oder Triäthylamin, N,N-Diisopropylamin, Tri äthylamin oder Collidin. Diese können, im Überschuss zugefügt, auch als Lösungsmittel verwendet werden.

  Anstelle von   1,2,4,5-Tetrahydro-3H-3-benzazepin    kann zur erfindungsgemässen Umsetzung mit einem Carbaminsäurechlorid ein Alkalimetallderivat dieser Base, wie z. B. ein Natrium-, Kalium- oder Lithiumderivat, eingesetzt werden.



   Die Umwandlung einer Gruppe R1, des Reaktionsproduktes in die freie Aminogruppe, welche das Reaktionsprodukt in eine Verbindung der allgemeinen Formel I überführt, wird je nach der Art der Gruppe   R1    durch eine Hydrolyse, Reduktion oder reduktive Spaltung vorgenommen.



   Durch Hydrolyse in die freie Aminogruppe überführbare Reste R1, sind beispielsweise Acylaminoreste, wie z. B. die Acetamidogruppe, oder Alkoxy- oder Phenoxycarbonylaminoreste, wie z. B. die Äthoxycarbonylaminooder Phenoxycarbonylaminogruppe. Weitere Beispiele sind substituierte Methylenaminoreste, wie z. B. die Benzylidenamino- oder die p-Dimethylamino-benzylidenaminogruppe. Die Hydrolyse zur Freisetzung der Aminogruppe kann z. B. in saurem Medium, wie durch Erhitzen in verdünnter methanolischer Salzsäure, oder, falls   R1,    einen Alkoxy- oder Phenoxycarbonylaminorest bedeutet, auch unter milden alkalischen Bedingungen, zum Beispiel mittels 1-n. bis 2-n. Natronlauge, bei Raumtemperatur erfolgen.



   Ein Beispiel für einen durch Reduktion in die Aminogruppe überführbaren Rest R1, ist die Nitrogruppe und   Beispiele    für solche Reste, die durch reduktive Spaltung zur Aminogruppe führen, sind die Phenylazo- oder p-Dimethylamino-phenylazogruppen. Die Reduktion dieser Reste kann allgemein katalytisch, z. B. mittels Wasserstoff in Gegenwart von Raney-Nickel, Palladium- oder Platin-Kohle, in einem inerten Lösungsmittel, wie zum Beispiel Äthanol, erfolgen. Neben diesen kommen auch andere übliche Reduktionsverfahren in Betracht, beispielsweise die Reduktion von Nitrogruppen oder die reduktive Spaltung von Azogruppen mit Hilfe von Eisen in Essigsäure oder Salzsäure.



   Die neuen Wirkstoffe oder die pharmazeutisch annehmbaren Salze derselben werden vorzugsweise peroral verabreicht. Zur Salzbildung können anorganische oder organische Basen, wie beispielsweise Alkali- oder Erdalkalihydroxyde, Carbonate oder Bicarbonate, Triäthanolamin, Cholin, N1-Dimethyl- oder   N1-(h-Phenyläthyl)-    -biguanid, verwendet werden. Die täglichen Dosen bewegen sich zwischen 100 und 2000 mg für erwachsene Patienten. Geeignete   Doseneinheitsfonnen,    wie Dragees, Tabletten, enthalten vorzugsweise 100 bis 500 mg eines erfindungsgemässen Wirkstoffes, und zwar 20 bis   80 ,go    einer Verbindung der allgemeinen Formel I. Zu ihrer Herstellung kombiniert man den Wirkstoff z. 

  B. mit festen pulverförmigen Trägerstoffen, wie Lactose, Saccharose, Sorbit, Mannit; Stärken, wie Kartoffelstärke, Maisstärke oder Amylopektin, ferner Laminariapulver oder Citruspulpenpulver; Cellulosederivaten oder Gelatine, gegebenenfalls unter Zusatz von Gleitmitteln, wie Magnesiumoder Calciumstearat oder Polyäthylenglykolen von geeigneten Molekulargewichten zu Tabletten oder zu Dra   gée-Kernen.    Letztere überzieht man beispielsweise mit konzentrierten Zuckerlösungen, welche z. B. noch arabischen Gummi, Talk und/oder Titandioxid enthalten können, oder mit einem in leichtflüchtigen organischen Lösungsmitteln oder Lösungsmittelgemischen gelösten Lack. Diesen Überzügen können Farbstoffe zugefügt werden, z. B. zur Kennzeichnung verschiedener Wirkstoffdosen.



   Die folgenden Vorschriften sollen die Herstellung von Tabletten und Dragees näher erläutern:  a) 1000 g   N-(p-Tolylsulfonyl)- 1 ,2,4,5-tetrahydro-3H-    -3-benzazepin-3-carboxamid werden mit 550 g Lactose und   292 g    Kartoffelstärke vermischt, die Mischung mit einer wässerigen Lösung von 8,0g Gelatine befeuchtet und durch ein Sieb granuliert. Nach dem Trocknen mischt man 60,0 g Kartoffelstärke, 60,0 g Talk, 10,0 g Magnesiumstearat und 20,0g kolloidales Siliciumdioxid zu und presst die Mischung zu 10000 Tabletten von je 200 mg Gewicht und 100 mg Wirkstoffgehalt, die gewünschtenfalls mit Teilkerben zur feineren Anpassung der Dosierung versehen sein können.



   b) Aus 1000 g   N-(p-Chlor-phenylsulfonyl)-1,2,4,5-te-    trahydro-3H-3-benzazepin-3-carboxamid, 379 g Lactose und der wässerigen Lösung von 6,0 g Gelatine stellt man ein Granulat her, das man nach dem Trocknen mit 10,0 g kolloidalem Siliciumdioxid, 40,0 g Talk, 60 g Kartoffelstärke und 5,0 g Magnesiumstearat mischt und zu 10 000 Dragee-Kernen presst. Diese werden anschliessend mit einem konzentrierten Sirup aus   533,5 g    krist. Saccharose, 20,0 g Schellack, 75,0 g arabischem Gummi, 250g Talk, 20g kolloidalem Siliciumdioxid und   1,5 g    Farbstoff überzogen und getrocknet. Die erhaltenen Dragees wiegen je 240 mg und enthalten je 100 mg Wirkstoff.



   Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Herstellung der neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I und von bisher nicht beschriebenen Zwischenprodukten näher, stellen jedoch keineswegs die einzige Ausführungsform derselben dar. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1
14,7 g   1 ,2,4,5-Tetrahydro-3H-3-benzazepin    [vergleiche P. Ruggli et al., Helv. Chim. Acta 18, 1338 (1935)] in 50 ml abs. Aceton werden zu 20 g p-Tolylsulfonylisocyanat in   150ml    Aceton gegeben. Das Rohprodukt kristallisiert aus der Reaktionslösung aus. Man verdünnt die Lösung mit 200 ml Wasser, nutscht die Kristalle ab und nimmt sie in 2-n. Ammoniak auf. Von einem geringen unlöslichen Rückstand wird abfiltriert und die klare Lösung unter Rühren und Eiskühlung zu 2-n. Salzsäure getropft. Das rohe   N-(p-Tolylsulfonyl)-1,2,4,5-tetrahydro-    -3H-3-benzazepin-3-carboxamid fällt aus der Lösung aus.



  Es wird abgenutscht, mit Wasser gewaschen und im Vakuum bei 600 getrocknet, wonach es bei 158,5 bis 1600 schmilzt. Aus wenig Methanol kristallisiert die Substanz mit Kristall-Methanol und zersetzt sich bei 1010.



   Beispiel 2
Zu 18,3 g Phenylsulfonylisocyanat in 100 ml abs. Toluol werden 14,7 g   1,2,4,5-Tetrahydro-3H-3-benzazepin    gegeben. Nach dem Abklingen der eintretenden exothermen Reaktion nutscht man die ausgefallenen Kristalle ab und wäscht sie mit Petroläther nach. Die Kristalle werden in 150 ml Aceton kalt gelöst und die Lösung von einem geringen Rückstand filtriert. Man engt das Filtrat auf das halbe Volumen ein und verdünnt es mit Wasser bis zur beginnenden Trübung. Das ausgefallene, kristalline Endprodukt wird abgenutscht, mit Wasser gewaschen und unter Vakuum bei 600 getrocknet. Das erhaltene   N-Phenylsulfonyl-l,      2,4, 5-tetrahydro-3    H-3-benzazepin-3 -carboxamid schmilzt bei 176 bis 1790.



   Beispiel 3
Analog Beispiel 2 erhält man ausgehend von 14,7 g    1 .2,4,5-Tetrahydro-3H-3-benzazepin folgende folgend Endpro-    dukte.



   a) mit 22g p-Chlor-phenylsulfonylisocyanat das N -(p-Chlor-phenylsulfonyl) -   1,2,4, 5-tetrahydro-3H-3-benz-    azepin-3-carboxamid vom Smp. 166,5 bis 1680, b) mit 20,1 g p-Fluor-phenylsulfonylisocyanat das N -(p-Fluor-phenylsulfonyl)- 1,2,4,5 - tetrahydro-3H-3-benzazepin-3-carboxamid vom Smp. 101 bis 1030 und c) mit 28,4 g p-Nitro-phenylsulfonylisocyanat das N   -(p-Nitrophenylsulfonyl) - 1,2,4,5 - 5- tetrahydro-3H-3-benz-    azepin-3-carboxamid vom Smp. 203 bis 2080, das in 300 ml Methanol und 4 g Platin-Kohle bei Raumtemperatur und Normaldruck zum N-(p-Amino-phenylsulfonyl) - 1,2,4,5 - tetrahydro-3 H-3-benzazepin-3-carboxamid hydriert wird.



   Beispiel 4
24,3 g N-(p-Tolylsulfonyl)-carbaminsäureäthylester werden mit 14,7 g 1,2,4,5-Tetrahydro-3H-3-benzazepin in 400 ml abs. Dioxan 3,5 Stunden zum Sieden erhitzt. Anschliessend wird die Lösung unter Vakuum eingedampft und der Rückstand aus Essigsäureäthylester umkristallisiert. Das erhaltene   N-(p-Tolylsulfonyl- 1 ,2,4,5-tetrahy-    dro-1H-3-benzazepin-3-carboxamid schmilzt bei 158,5 bis 1600 und ist nach Schmelzpunkt und Mischschmelzpunkt identisch mit der nach Beispiel 1 erhaltenen Verbindung.



   Beispiel 5
Analog Beispiel 4 erhält man ausgehend von 14,7 g   1 ,2,4,5-Tetrahydro-3H-3-benzazepin    folgende Endprodukte: a) mit 25.9 g N-(p-Methoxy-phenylsulfonyl)-carbaminsäureäthylester das N-(p-Methoxy-phenylsulfonyl) -   1,2,4, 5-tetrahydro-3H-3-benzazepin-3-carboxamid    vom Schmelzpunkt 150 bis 1520 und b) mit 27,3 g   N-(p-Äthoxy-phenylsulfonyl)-carbamin-    säureäthylester das   N- (p-Äthoxy-phenylsulfonyl)- 1,2,4,5-    -tetrahydro-3H-3-benzazepin-3-carboxamid vom Schmelzpunkt 171 bis 1720.



   Beispiel 6
14,7 g   1,2,4,5-Tetrahydro-3H-3-benzazepin    werden mit 21,5 g Sulfanilylharnstoff in   1000ml    Dioxan unter Rückfluss gekocht, wobei Ammoniak entweicht. Nach einer Stunde wird das Reaktionsgemisch eingeengt und mit 200 ml Wasser versetzt. Die erhaltenen Kristalle werden in 2-n. Ammoniak gelöst. Die filtrierte Lösung wird unter Rühren und Eiskühlung mit 2-n. Salzsäure angesäuert. Das reine   N-(p-Amino-phenylsulfonyl)- 1,2,4,5-    -tetrahydro-3H-3-benzazepin-3-carboxamid wird abgenutscht, mit Wasser gewaschen und unter Vakuum bei 600 getrocknet. Es schmilzt bei 182 bis 1830.

 

   Beispiel 7
23 g   (p-Methoxy-phenylsulfonyl)-harnstoff    werden mit
14,7 g 1,2,4,5-Tetrahydro-3H-3-benzazepin in 1000 ml abs. Dioxan unter energischem Rühren eine Stunde unter Rückfluss gekocht, wobei Ammoniak entweicht. Nach dem Eindampfen des Reaktionsgemisches unter Vakuum wird der Rückstand aus Essigsäureäthylester umkristallisiert. Das erhaltene   N-(p-Methoxy-phenylsulfonyl- 1,2,-    4,5-tetrahydro -   3H - 3-    benzazepin-3-carboxamid schmilzt bei 150 bis 1520 und ist nach Schmelzpunkt und Mischschmelzpunkt identisch mit der nach Beispiel 5a) erhaltenen Verbindung.



   Beispiel 8
Analog Beispiel 7 erhält man ausgehend von 14,7 g    1,2,4,5-Tetrahydro-3H-3-benzazepin    folgende Endpro dukte:  a) mit 24,4 g   (p-Äthoxy-phenylsulfonyl)-harnstoff    das N-(p-Äthoxy-phenylsulfonyl)-   1,2,4, 5-tetrahydro-3H-    -3-benzazepin vom Schmelzpunkt 171 bis 1720, welches nach Schmelzpunkt und Mischschmelzpunkt mit der nach Beispiel Sb) erhaltenen Verbindung identisch ist; b) mit 24,2 g (p-Acetyl-phenylsulfonyl)-harnstoff das   N-(p-Acetyl-phenylsulfonyl)- 1 ,2,4,5-tetrahydro-3H-3-    -benzazepin-3-carboxamid; c) mit 21,8 g   (p-Fluor-phenylsulfonyl)-harnstoff    das N-(p-Fluor-phenylsulfonyl) 1 ,2,4,5-tetrahydro-3H-3 -benzazepin-3-carboxamid, das nach Schmelzpunkt und Mischschmelzpunkt identisch ist mit der nach Beispiel 3b) erhaltenen Verbindung;

   d) mit 23,7 g (m-Chlor-phenylsulfonyl)-harnstoff das N - (m - Chlor - phenylsulfonyl) - 1,2,4,5 - tetrahydro-3H-3 -benzazepin-3-carboxamid vom Smp. 134 bis 1370; e) mit 24,6 g (p-Methylthio-phenylsulfonyl)-harnstoff das   N-(p-Methylthio-phenylsulfonyl)-1, 2,4, 5-tetrahydro-    -3H-3-benzazepin-3-carboxamid; f) mit 24 g (Indan-5-ylsulfonyl)-harnstoff das N-(In   dan-5-ylsulfonyl)- 1,2,4,5- tetrahydro-3H-3-benzazepin-3-    -carboxamid und g) mit 21,4 g   (o-Tolylsulfonyl)-hamstoff    das N-(o -Tolylsulfonyl) - 1,2,4,5- tetrahydro - 3H-3 - benzazepin-3 -carboxamid, Smp. 169 bis 1710.



   Beispiel 9
15,3 g   1,2,4,5-Tetrahydro-3H-3-benzazepin    werden mit 25,6 g 1-Acetyl-3-(p-tolylsulfonyl)-harnstoff eine Stunde in   1000ml    abs. Dioxan unter energischem Rühren unter Rückfluss gekocht. Anschliessend wird das Reaktionsgemisch eingeengt, mit Wasser versetzt, das kristalline Rohprodukt abgenutscht und mit Wasser nachgewaschen. Man kristallisiert das Rohprodukt aus Essigsäureäthylester um, wonach man reines N-(p-Tolylsulfonyl) - 1,2,4,5 -   tetrahydro-3H-3-benzazepin-3-carbox-    amid erhält, das nach Schmelzpunkt und Mischschmelzpunkt mit der nach Beispiel 1 erhaltenen Verbindung identisch ist.



   Beispiel 10
Analog Beispiel 9 erhält man ausgehend von 14,7 g   1 ,2,4,5-Tetrahydro-3H-3-benzazepin    folgende Endprodukte: a) mit   28.2g    N-(p-Tolylsulfonyl)-2-oxo-pyrrolidin-1 -carboxamid (Smp. 145 bis 1470) oder mit 29,6 g N-(p   -Tolylsulfonyl)-2-oxopiperidin- 1 -carboxamid    (Smp. 106 bis 1070) das   N-(p-Tolylsulfonyl)- 1 ,2,4,5-tetrahydro-3H    -3-benzazepin-3-carboxamid, das nach Schmelzpunkt und Mischschmelzpunkt mit der nach Beispiel 1 erhaltenen Verbindung identisch ist; 

   b) mit 31,7 g   N-(p-Chlor-phenylsulfonyl)-2-oxo-pipe-    ridin-1-carboxamid (Schmelzpunkt 138 bis 1400) oder mit 35,9 g N-(p-Chlor-phenylsulfonyl)-2-oxo-octahydro   - 1    H-azonin- 1 -carboxamid das   N-(p-Chlor-phenylsulfo-      nyl)-1,2,4, 5-tetrahydro-3H-3-benzazepin -3- carboxamid,    das nach Schmelzpunkt und Mischschmelzpunkt mit der nach Beispiel 3a) erhaltenen Verbindung identisch ist, und c) mit 31,7 g   N-(p-Chlor-phenylsulfonyl)-2-oxo-hexa-      hydro-lH-azepin-1-carboxamid    (Smp. 120 bis 121,50) das N-(p-Chlor-phenylsulfonyl)-   1,2,4,5-tetrahydro-3H-3-    -benzazepin-3-carboxamid, das mit der nach Beispiel   10b)    erhaltenen Verbindung identisch ist. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von neuen N' -substi- tuierten N-Arylsulfonylharnstoffen der allgemeinen Formel I, EMI4.1 in welcher R1 Wasserstoff, Halogen bis Atomnummer 35, eine niedere Alkyl-, Alkoxy-, Alkylthio- oder Alka noylgruppe oder die Aminogruppe, R2 Wasserstoff oder R1 R2 die Trimethylen- oder Tetramethylengruppe be deutet, sowie ihrer Salze mit anorganischen oder organischen Basen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Isocyanatderivat der allgemeinen Formel II, EMI4.2 in welcher R1, Wasserstoff, Halogen bis Atomnummer 35, die Aminogruppe oder eine niedere Alkyl-, Alkoxy-, Alkylthio- oder Alkanoylgruppe, oder einen Rest bedeutet, der durch Hydrolyse, Reduktion oder reduktive Spaltung in eine Aminogruppe über geführt werden kann, Ro Wasserstoff oder R1,
    R2 die Trimethylen- oder Tetramethylengruppe be deutet, oder ein reaktionsfähiges funktionelles Derivat einer Carbaminsäure der allgemeinen Formel III, EMI4.3 in welcher R1,, R3 oder R1, R3 die unter Formel I bzw. II angegebene Bedeutung haben, mit dem 1,2,4,5-Tetrahydro-3H-3-benzazepin oder mit einem Alkalimetallderivat dieser Verbindung umsetzt, nötigenfalls das erhaltene Reaktionsprodukt zur Umwandlung der Gruppe R1' in die freie Aminogruppe hydrolysiert oder reduziert und gewünschtenfalls das erhaltene Reaktionsprodukt mit einer anorganischen oder organischen Base in ein Salz überführt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in einem inerten Lö- sungsmittel durchführt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung eines Carbaminsäurehalogenids in Gegenwart eines säurebindenden Mittels vornimmt.
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