CH484886A - Verfahren zur Herstellung von anabol wirksamen 1,2a-Methylen-19-nor-testosteron-derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von anabol wirksamen 1,2a-Methylen-19-nor-testosteron-derivaten

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CH484886A
CH484886A CH1495066A CH1495066A CH484886A CH 484886 A CH484886 A CH 484886A CH 1495066 A CH1495066 A CH 1495066A CH 1495066 A CH1495066 A CH 1495066A CH 484886 A CH484886 A CH 484886A
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keto
acetate
steroids
acid
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CH1495066A
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Otto Dr Engelfried
Hans-Guenter Dr Lehmann
Friedmund Dr Neumann
Rudolf Dr Wiechert
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Schering Ag
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J53/00Steroids in which the cyclopenta(a)hydrophenanthrene skeleton has been modified by condensation with a carbocyclic rings or by formation of an additional ring by means of a direct link between two ring carbon atoms, including carboxyclic rings fused to the cyclopenta(a)hydrophenanthrene skeleton are included in this class
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    • C07JSTEROIDS
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von anabol wirksamen 1,   2a-Methylen-19-nor-testosteron-derivaten   
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von 1,   2u-Methylen-19-nor-testosteron-deri-    vaten der Formel
EMI1.1     
 worin R Wasserstoff oder einen gesättigten oder unge  sättigten    Kohlenwasserstoffrest und   R'Wasserstoff    oder einen Acylrest bedeuten.



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man in entsprechende, im A-Ring gesättigte 1,   2a-MethyIen-3-keto-steroide    bzw. 1, 2a Methylen-3-keto-4-halogen-steroide durch Dehydrierung bzw.   Dehydrohalogenierung    in 4,5-Stellung eine Doppelbindung einführt.



   Verbindungen der Formel   I,    in welcher R'für einen Acylrest steht, können anschliessend zu den entsprechenden Hydroxyverbindungen verseift werden.



   Die Erfindung betrifft ferner die Verwendung von nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Verbindungen der Formel   I,    in welcher   RI fUr    ein Wasserstoffatom steht, zur Herstellung entsprechender, in der 17-Stellung eine Acyloxygruppe tragender Verbindungen durch Acylierung.



   Als Acylreste kommen alle die in Frage, die sich von solchen Säuren ableiten, die in der   Steroidchemic    gebräuchlicherweise für Veresterungen angewandt werden. Bevorzugt geeignet sind die Acylreste der aliphatischen Carbonsäuren mit insbesondere 1-12 Kohlenstoffatomen.   Selbstverstindlich    können die Säuren auch ungesättigt, verzweigt, mehrbasisch oder in üblicher Weise, z. B. durch Hydroxyl-, Aminogruppen oder Halogenatome, substituiert sein. Geeignet sind auch   cycloaliphatische, aromatische, gemischt aromatisch-    aliphatische oder heterocyclische Säuren, die ebenfalls in üblicher Weise substituiert sein können.

   Als bevorzugte Säuren zur Ausbildung des Acylrestes   RI    seien beispielsweise genannt : Essigsäure, Propionsäure,   Onanthsäure,    Capronsäure,   Undecylsäure, Trimethyl-    essigsäure, Halogenessigsäure, Cyclopentylpropionsäure, Phenylessigsäure, Phenoxyessigsäure,   Dialkylaminoessig-    säure,   Piperidinoessigsäure,    Bernsteinsäure,   Benzoesäurc    und ähnliche.



   Als gesättigter oder ungesättigter Kohlenwasserstoffrest R kommen insbesondere der Methyl-,   Äthyl-,    Vinyl-und   Äthinylrest    in Frage.



   Die Dehydrierung der gesättigten Kohlenstoff Kohlenstoffbindung in 4,5-Stellung des   Ausgangs-    steroides erfolgt nach Methoden, wie sie in der Steroidchemie zur Einführung von Doppelbindungen bekanntermassen angewandt werden. Beispielsweise aufgeführt sei hier die Dehydrierung mittels Selendioxyd oder Chinonen, vorzugsweise 2,3-Dichlor-5,6-dicyan-benzochinon.



  Die Einführung der   Ja-Doppelbindung kann    aber auch bei entsprechenden 4-Halogensteroiden, die man z. B. vorzugsweise durch Bromierung von 3-Enolestern erhalten kann, mittels   Halogenwasserstoffabspaltung    bewirkt werden.



   Die gewünschtenfalls anschliessend durchzuführende   Veresterungs-bzw.      Verseifungsreaktion    kann ebenfalls nach an sich bekannten Arbeitsweisen durchgeführt werden.



   Die erfindungsgemäss erhältlichen neuen Verfahrensprodukte zeichnen sich durch überlegene anabole Wirksamkeit und gleichzeitig durch eine besonders günstige Dissoziation der erwünschten anabolen Wirkung zur unerwünschten androgenen Nebenwirkung aus, wie die nachfolgende Tabelle am Beispiel des 1,   2u-Methylen-      19-nor-testosteron-acetats    (2) und 1,   2fl-Methylen-l9-nor-    testosteron-propionats (3) im Vergleich zum als Standardsubstanz bekannten Testosteronpropionat   (1)    dar   lcgt.

   Die    in der Tabelle angegebenen Testergebnisse wurden an kastrierten Ratten nach   subcutaner    Applikation im üblichen   Anabol/'Androgen-Test    ermittelt, wobei als Vergleichswert die Dosis ermittelt wurde, mit der ein   Levator-ani-Gewicht    von mindestens 50 mg pro 100 g Ratte (anabole Wirkung) erzielt wird ; als Mass der   androgenen    Wirkung wurde das   Samenblasengewicht    pro 100 g Ratte in die Tabellc aufgenommen.



   Tabelle   
Dosis Levator-ani-Gewicht Samenblasengewicht
Substanz    in mg in mg in mg 1 Testosteronpropionat 1 56 529 2 1, 2a-Methylen-19-nortestosteron-propionat 0,1 55 147 3 1,2a-Methylen-19-nortestosteron-acetat 0,3 51 165
Die erfindungsgemäss herstellbaren Verbindungen solen in Verbindungen mit den in der galenischen Pharmazie bekannten und üblichen Trägersubstanzen zur Herstellung anabol wirksamer, insbesondere subcutan, aber auch oral anwendbarer Arzneimittel dienen.



  Die Ester unter den erfindungsgemäss herstellbaren Steroiden, in denen sich der   Esterrest    von einer höheren Fettsäure ableitet, sind aufgrund ihrer protrahierten Wirkung insbesondere geeignet zur Herstellung entsprechender   Depot-Präparate.   



   Die in den Beispielen genannten Ausgangsmaterialien können wie folgt hergestellt werden : a) 1, 2a-Methylen-19-nor-5a-androstan-17ss-ol
3-on-acetat
Man löst   412 mg    Trimethylsulfoxoniumjodid in 7 ml Dimethylsulfoxyd und versetzt diese Lösung mit 46 mg Natriumhydrid unter Stickstoffatmosphäre. Man rührt etwa 25 Minuten unter Stickstoff, gibt 500 mg 19-Nor  #1-5a-androsten-17ss-ol-3-on-acetat (hergestellt gemäss    US-Patent   Nr.    3 007 947) hinzu, rührt   5    Stunden bei Raumtemperatur unter Stickstoff und arbeitet durch   Wasserfällung      (essigsauer)    auf. Man wäscht mit Wasser, trocknet und chromatographiert an 80 g Silicagel.

   Mit Methylenchlorid/Benzol (1.1) werden 3,70 mg 1,   2a-    Methylen-19-nor-5a-androstan-17ss-ol-3-on-acetat   cluicrt.    Nach Umkristallisieren aus Essigester schmilzt die   Methylenverbindung    bei 144-147  C. b)   1,    2a-Methylen-19-nor-5a-androstan-17ss-ol-3-on propionat
Analog werden 3,61 g 19-Nor- 1-5a-androsten-17ss  ol-3-on-I-propionat    (hergestellt durch Umsetzung von 19  Nor-¯J'-5u-androsten-17p-ol-3-on    [nach DAS Nummer    1 079    040   erhaltcn]    mit   Propionsäureanhydrid    oder   gemmas    US-Patent Nr.

   3 007 947) mit 2,9 g Trimethyl  sulfoxoniumjodid    in 55 ml Dimethylsulfoxid in Gegenwart von Natriumhydrid   umcesetzt.    Nach Chromatographie an Silicagel werden 2,94 g   1,    2a-Methylen-19  nor-5a-androstan-17-ol-3-on-propionat    erhalten, welches nach Umkristallisieren aus Essigester bei 143 bis    144= C    schmilzt.

   c)   1,    2a-Methylen-17a-äthinyl-19-nor-5a-androstan   t7/-ol-3-on-acetat   
Man löst 265 mg Trimethylsulfoxoniumjodid in 5 ml   Dimethylsulfoxyd,    gibt unter Rühren in einer Stickstoffatmosphäre 57 mg einer   50      10      igen Natriumhydrid-01-    suspension hinzu, rührt 20 Minuten unter Stickstoff und versetzt mit   340    mg   17a-Athinyl-19-nor-di-5a-andro-    sten-17ss-ol-3-on-acetat. [Eine Lösung von 2 g 17a Äthinyl-19-nor-5a-androstan-17ss-ol-3-on (hergestellt gemäss US-Patent Nr. 2 940 989) in 70 ml Dioxan wird bei Raumtemperatur unter Rühren mit 0,32   ml    Brom innerhalb von 15-30 Sekunden versetzt.

   Anschiessend wird mit Eiswasser gefällt, abfiltriert und mit Wasser gewaschen. Ausbeute 2,39 g ;   Bromgehalt    : berechnet   21, 01,    gefunden 20,9 Brom. Das rohe   Bromierungs-    produkt wird mit 21 ml Dimethylformamid, 8,1 g Calciumcarbonat und 3,64 g Lithiumbromid 3 Stunden bei   1I5 C    unter Stickstoff gerührt. Das heisse Reaktionsgemisch wird abgesaugt, die   Saize    werden mit Dimethylformamid gewaschen.

   Die Filtrate werden in Eiswasser ausgerührt, das ausgefallene Produkt abfiltriert und mit Wasser gewaschen. 1,63 g Rohprodukt vom Schmelzpunkt   164-175  C.    Nach fraktionierter Filtration an 65 g Silicagel und Umkristallisieren aus Essigester erhält man das reine   17a-Äthinyl-19-nor-@-5a-androsten-   
17ss-ol-3-on vom Schmelzpunkt   180,    5-182, 5 C @230   = 10400.    0,5 g   17a-Äthinyl-19-nor-@-5a-androsten-       17r,-ol-3-on    werden mit 2   ml    Pyridin und 2 ml Acetanhydrid 7 Stunden unter Stickstoff zum Rückfluss erhitzt.

   Nach üblicher   Aufarbeitung und Umkristalli-    sation aus Hexan erhält man   17a-Äthinyl-19-nor-.      11-5 { -      androsten-17 S-ol-3-on-acetat    vom Schmelzpunkt 151,5 bis   152 C.]   
Nach   Sstündigem Rühren    unter Stickstoff fällt man die   Methylenverbindung    in essigsaurem Eiswasser aus, filtriert sie ab, wäscht mit Wasser und trocknet.

   Nach chromatographischer Reinigung an Silicagel und Umkristallisieren aus Methanol erhält man 1,2sz-Methylen17a-Äthinyl-19-nor-5a-androstan-17ss-ol-3-on-acetat vom Schmelzpunkt 196,5-197,5  C. d)   1,      2u-Methylen-19-nor-5a-androstan-17p-ol-3-on   
Man löst 265 mg Trimethylsulfoxoniumjodid in   15 ml Dimethylsulfoxyd,    gibt unter Rühren in einer Stickstoffatmosphäre 57 mg einer   50 ö igen Natrium-      hydrid-Ölsuspension    hinzu, rührt 20 Minuten unter Stickstoff und versetzt mit 274 mg   19-Nor-#-5a-andro-    sten-17ss-ol-3-on (hergestellt gemäss DBP Nummer 1   079 040).

   Nach 15stündigem Rühren    unter Stickstoff fällt man die   Methylenverbindung    mit   essigsaurem    Eiswasser aus, filtriert sie ab, wäscht mit Wasser und trocknet. Nach chromatographischer Reinigung an Silicagel und/oder Umkristallisieren aus Methanol erhält man 1,2a-Methylen-19-nor-5a-androstan-17ss-ol-3-on vom Schmelzpunkt   212,    5-214  C. (Die Verbindung wird auch erhalten durch alkalische Verseifung des Acetats oder Propionats.) 
Beispiel 1
4,3 g 1,2a-Methylen-19-nor-5a-androstan-17ss-ol-3on-acetat (F. 149, 5-151 C) (hergestellt gemäss a) werden mit 85 ml abs. Benzol, 17 ml Isopropenylacetat und   515    mg   p-Toluolsulfonsäure    4 Stunden zum Sieden erhitzt.

   Nach Abkühlung auf Raumtemperatur wird mit Essigester verdünnt und das Reaktionsgemisch mit verdünnter   Bicarbonatlösung, Kochsalzlösung    und Wasser gewaschen. Nach Trocknen über Natriumsulfat wird cingedampft und der Rückstand aus Aceton-Hexan Umkristallisiert. Man erhält 3,6 g Enolacetat vom Schmelzpunkt 127, 5-133 C. Dieses wird in 97 ml Tetrachlorkohlenstoff allmählich mit 0,49 ml Brom in
10   mi    Tetrachlorkohlenstoff versetzt. Nach etwa 3-5 Minuten wird mit Essigester verdünnt, mit verdünnter   Bicarbonatlösung und Wasser gewaschen, über Natrium-    sulfat getrocknet und eingedampft. Die rohe Bromverbindung (3,94 g) wird mit 125 ml Dimethylformamid, 8,30   g Calciumcarbonat    und 4,15 g Lithiumbromid 3 Stunden bei 120  C gerührt.

   Dann wird über eine Glassinternutsche   abgcsaugt,    das Filtrat mit   Essig-    ester verdünnt und nacheinander mit verdünnter Salzsäure, verdünnter   Bicarbonatlösung    und Wasser gewaschen. Der nach Trocknung und Eindampfen ver  bleibendc    Rückstand wird an Silicagel chromatographiert. Man erhält 1,2a-Methylen-19-nor-testosteronacetat vom Schmelzpunkt 134-135,5 C (aus Essigester Hexan). Absorption im ultravioletten Licht :   241 =       14400.   



   Beispiel 2
0,65 g   1,    2a-Methylen-17a-äthinyl-19-nor-5a-androstan-17ss-ol-3-on-acetat (hergestellt gemäss b) werden mit
13 ml absolutem Benzol, 2,6 ml   Isopropenylacetat    und 80   mg p-Toluolsulfonsäure    4 Stunden am Rückfluss erhitzt. Man kühlt ab, verdünnt mit Essigester, wäscht mit kalter   Bicarbonatlösung,    trocknet die   Esterphase    und zieht alle flüchtigen Lösungsmittel im Vakuum ab.



   Den schaumigen Rückstand von 0,72 g   1,    2a-Me  thylen-17a-äthinyl-19-nor-#3-5a-androsten-3,17ss- diol-    diacetat löst man in 17, 5   mi    absolutem   Tetrachlor-    kohlenstoff. Zu dieser Lösung gibt man unter Rühren eine Lösung von 302 mg Brom in 1 ml Tetrachlorkohlenstoff tropfenweise hinzu, bis sich die Bromlösung nicht mehr momentan entfärbt. Man wäscht sofort mit   Bicarbonatlösung,    trocknet die organische Phase und zieht das Lösungsmittel im Vakuum ab.



   Den   schaumigen    Rückstand von 0,79 g   4-Brom 1, 2rz-    methylen-17a-äthinyl-19-nor-5a-androstan-17ss-ol-3-onacetat erhitzt man mit 1,95 g Calciumcarbonat, 0,99 g Lithiumbromid und 30 ml Dimethylformamid unter Rühren in einer Stickstoffatmosphäre 20 Stunden auf   120e C.    Man kühlt ab, verdünnt mit Essigester, filtriert von den anorganischen Salzen ab, wäscht mit Essigester nach und vereinigt die Filtrate. Nach dem Waschen mit Wasser, verdünnter Salzsäure, Wasser und Bicarbo  natlösung    trocknet man das Filtrat und zieht es im Vakuum zur Trockne ab. Man erhält 0,62   g rohes 1, 2a-    Methylen-17a-äthinyl-19-nor-testosteron-acetat vom Schmelzpunkt 169-171 C.

   Nach Filtration über saures AI2O3 erhält man aus den Methylenchlorid-Filtraten nach   zweimaligem      Umloristallisieren    aus Diisopropyl äther 250 mg   analysenreine    Substanz vom Schmelzpunkt 182-183 C.



     Bey. apiol    3
1 g I, 2a-Methylen-19-nor-5a-androstan-17ss-ol-3-on (hergestellt gemäss c) wird mit I g 2,3-Dichlor-5,6-dicyan-benzochinon in 40 ml absolutem Benzol 30 bis 52 Stunden zum Sieden erhitzt. Dann wird im Vakuum eingedampft, der Rückstand mit Methylenchlorid ausgezogen und die   Methylenchloridlösung über Silicagel    fraktioniert filtriert. Nach Eindampfen der Filtratc erhält man 1,2a-Methylen-19-nor-testosteron.



   Beispiel 4
1, 5 g 1,   2    t-Methylen-19-nor-5a-androstan-17ss-ol-3  on-propionat    (dargestellt nach a) werden analog Beispiel   I mit Isopropylacetat umgesetzt.    Man erhält nach Umkristallisieren aus Essigester/Hexan 1,2 g 3-Enolacetat-17-propionat vom Schmelzpunkt 122-124  C, welches   analog Beispiel I    bromiert und dehydrobromiert wird. Nach   präparativer    Dünnschichtchromatographie werden 850 mg I, 2a-Methylen-19-nor-testosteron-propionat erhalten, welches nach Umkristallisieren aus Es  sigesterg'Hexan    bei   113-114  C    schmilzt. Absorption im ultravioletten Licht :   #210= 14300.   



      Bcispiel 5   
288 mg I, 2a-Methylen-19-nor-5a-androstan-17ss  ol-3-on (hergestellt    nach c) werden in 12 ml absolutem Dioxan gelöst und mit 0,053 ml Brom versetzt. Nach Entfärbung wird in Eiswasser gefällt ; man erhält so 340 mg Monobromverbindung, welche zur Dehydrobromierung in   10    ml Dimethylformamid und in Gegenwart von 170 mg Lithiumbromid und 170 mg Lithiumcarbonat 45 Stunden unter   Argon auf 125Z C erhitzt    und danach das Reaktionsgemisch in Wasser gefällt und der gebildete Niederschlag abgetrennt wird. Das so erhaltene Rohprodukt wird durch präparative Dünn  schichtchromatographie    gereinigt.

   Man erhält 1,   2a-Me-      thylen-19-nor-#4-androsten-17ss-ol-3-on, welches nach    Umkristallisieren aus Essigester bei 216 bis   220  C    schmilzt.



   Beispiel 6
500 mg 1,   2a-Methylen-19-nor-@4-androsten-17ss-ol-    3-on-acetat (hergestellt nach Beispiel 1) werden in 32 ml Tetrahydrofuran gelöst, die L/sung auf - bis - 20  C abgekühlt, mit 3 ml etwa   Imol. Natriummethylatlösung    versetzt und 30 Minuten gerührt. Die Reaktionslösung wird dann auf 0 C erwärmt, mit   gesättigter NH, CI-    Lösung zersetzt und mit Äther extrahiert. Man erhält in nahezu quantitativer Ausbeute 1,2a-Methylen-19-nor  #4-androsten-17ss-ol-3-on,    welches nach Umkristalli  sieren    aus Essigester bei   219-222  C    schmilzt. Die Substanz ist mit der im Beispiel 5 beschriebenen identisch.



   Die gleiche Verbindung wird auch bei analoger Behandlung von   1,      2a-Methylen-19-nor-#4-androsten-    17ss-ol-3-on-propionat (hergestellt nach Beispiel 4) erhalten.



   Beispiel 7
200 mg 1, 2a-Methylen-19-nor-testosteron (hergestellt nach Beispiel 5) werden mit 2 ml Pyridin und 2 ml   Onanthsäureanhydrid    2 Stunden in der Wärme behandelt. Die Reaktionslösung wird dann mit Wasser zersetzt und mit   Ather    extrahiert. Die   Atherlösung    wird nacheinander mit verdünnter Schwefelsäure, verdünnter Natriumcarbonatlösung,   lOn    Natronlauge und Wasser gewaschen und nach dem Trocknen bis zur Trockne eingedampft. Man erhält 1,   2rt-Methylen-19-nor-testo-      steron-önanthat    als   01.    Absorption im ultravioletten Licht :   #239=13900.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Herstellung von 1, 2a-Methylen-19- nor-testosteron-derivaten der Formel EMI4.1 worin R Wasscrstoff oder einen gesättigten oder ungesättigten Kohlenwasserstoffrest und RI Wasserstoff oder einen Acylrest bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man in entsprechende, im A-Ring gesättigte 1, 2a- Methylen-3-keto-steroide bzw. 1, 2a-Methylen-3-keto-4- halogen-steroide durch Dehydrierung bzw. Dehydrohalo genierung in 4,5-Stellung eine Doppelbindung einführt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die entsprechenden I, 2a-Me- thylen-3-keto-steroide mit Selendioxyd dehydriert.
    2. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die entsprechenden 1, 2a-Methylen-3-keto-steroide mit Chinonen, vorzugsweise 2,3 Dichlor-5, 6-dicyan-benzochinon, dehydriert.
    3. Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man die entsprechenden 1, 2a-Me- thylen-3-keto-4-halogen-steroide dehydrohalogeniert.
    4. Verfahren nach Patentanspruch I oder einem der Unteransprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel I, in welcher R'für einen Acylrest steht, anschliessend zu den entsprechenden Hydroxyverbindungen verseift.
    PATENTANSPRUCH II Verwendung der nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I hergestellten Verbindungen der Formel I, in welcher RI fdr ein Wasserstoffatom steht, zur Herstellung entsprechender, in der 17-Stellung eine Acyloxygruppe tragender Verbindungen durch Acylierung.
CH1495066A 1966-10-17 1966-10-17 Verfahren zur Herstellung von anabol wirksamen 1,2a-Methylen-19-nor-testosteron-derivaten CH484886A (de)

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