CH487982A - Verfahren zur Herstellung von Dis- und Polyazofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Dis- und Polyazofarbstoffen

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CH487982A
CH487982A CH258865A CH258865A CH487982A CH 487982 A CH487982 A CH 487982A CH 258865 A CH258865 A CH 258865A CH 258865 A CH258865 A CH 258865A CH 487982 A CH487982 A CH 487982A
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Walter Dr Wehrli
Carl Dr Ryffel
Hans Dr Ischer
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Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/24Disazo or polyazo compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C09B43/12Preparation of azo dyes from other azo compounds by acylation of amino groups
    • C09B43/136Preparation of azo dyes from other azo compounds by acylation of amino groups with polyfunctional acylating agents

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Description


      Verfahren        zur    Herstellung von Dis- und     Polyazofarbstoffen            Gegenstand    der     Erfindung    ist ein Verfahren zur  Herstellung von Dis- und     Polyazofarbstoffen,    welches  darin besteht, dass man 2     Mol    einer Verbindung der  Formel  
EMI0001.0008     
    worin A einen ein- oder zweikernigen aromatischen  Rest und R eine primäre oder sekundäre     Aminogruppe     bedeuten,

   mit 1     Mol    eines     Dihalogenids    einer zweibasi  schen Säure oder mit     Cyanurchlorid    oder dessen       Monokondensationsprodukten    verknüpft und die zum  Aufbau der Farbstoffe zu verwendenden einzelnen  Komponenten so wählt,     dass    diese zumindest die für  die Wasserlöslichkeit der Farbstoffe notwendige An  zahl     löslichmachender    Gruppen enthalten;

   die Kompo  nenten können in     ortho-Stellung    zu den mit     1-Hydro-          xynaphthalin-4,6-disulfonsäure    verknüpften     Azobrük-          ken    einen zur     Metallkomplexbildung    befähigten     Substi-          tuenten    enthalten. Die erhaltenen Farbstoffe können in  Substanz mit     kupfer-    oder nickelabgebenden Mitteln  behandelt werden.  



  Verbindungen der Formel (1), in denen R eine pri  märe     Aminogruppe    bedeutet, lassen sich durch Reduk  tion der entsprechenden Nitroverbindungen, z. B. mit  tels     Alkalimetallsulfiden,    in alkalischem Milieu herstel  len oder durch     Verseifung    eines     Acylderivats    der     Ami-          noazofarbstoffe    der Formel (1). Verbindungen der For  mel (1), in denen R eine Nitrogruppe bedeutet, können  beispielsweise so aufgebaut werden, dass man z. B.

    eine     1-Amino-4-nitrobenzol-2-carbonsäure        diazotiert     und hierauf in alkalischem Medium mit der     1-Hydro-          xynaphthalin-4,6-disulfonsäure    kuppelt. Anstelle der       1-Amino-4-nitrobenzol-2-carbonsäure    können auch  Verbindungen wie         1-Amino-4-(oder-5-)-nitro-2-hydroxybenzol,          1-Amino-2-methoxy-4-(oder        -5-)-          nitrobenzol,          1-Amino-2-carboxy-methoxy-4-(oder     -5-)-n i     trobenzo    1,       1-Hydroxy-2-amino-4-chlor-5-nitrobenzol,

            1-Hydroxy-6-amino-2-chlor-4-nitrobenzol,          1-Hydroxy-2-amino-4-nitrobenzol-6-sulfonsäure,          1-Hydroxy-2-amino-6-nitrobenzol-4-sulfonsäure,          1-(4'-Nitrobenzoyl-)-amino-4-aminobenzol-          3-carbonsäure     verwendet werden.  



  Diese     Aminoazofarbstoffe    können durch     Alkylie-          rung,    z. B. mit     Dimethylsulfat    oder     4-Methylbenzol-          1-sulfonsäuremethylester    oder mit     Äthylenoxyd    bzw.       Äthylenchlorhydrin    usw. in sekundäre     Aminoderivate     übergeführt werden.  



  Sehr wertvolle Farbstoffe erhält man, wenn man 2       Mol        dieser        A.minoazofarbstoffe    mit 1     Mol    eines     Diha-          logenids    einer zweibasischen Säure zu einem symmetri  schen     Disazofarbstoff    verknüpft und     diesen,    wenn er       metallisierbare    Gruppen enthält, anschliessend in Sub  stanz mit kupier- oder nickelabgebenden Mitteln be  handelt.

   Als solche     Dihalogenide    kommen vor allem       Phosgen,        Fumarsäuredichlorid,        Oxyalylchlorid,        The-          rephthalsäuredichlorid,        Isophthalsäuredichlorid    sowie  die entsprechenden     Säurebromide    in Frage. Die Umset  zung mit den     Säuredihalogeniden    kann in schwach sau  rem bis schwach alkalischem Milieu, gegebenenfalls in  Gegenwart von organischen Lösungsmitteln wie Ace  ton, Alkohol usw. oder in Gegenwart von tertiären  organischen Basen wie     Pyridin,    ausgeführt werden.  



  Die Behandlung mit kupier- oder nickelabgebenden  Verbindungen kann in Substanz in sehr verschiedener  Art ausgeführt werden, z. B. durch Erhitzen der     Farb-          stofflösungen    mit wasserlöslichen Kupfer- oder Nickel  salzen in schwach saurem bis schwach alkalischem  Medium, vorzugsweise in Gegenwart von Ammoniak  oder organischen Basen, wie     Pyridin,    Mono- oder       Diäthanolamin,        Methylamin,        Di-    und     Trimethylamin,              Propylamin    usw.,

   oder in der konzentrierten     wässrigen     Lösung von     Alkalimetallsalzen        aliphatischer        Monocar-          bonsäuren,    wie z. B.     Natriumacetat.    Die nach dem  Verfahren erhältlichen neuen Farbstoffe dienen zum  Färben, Klotzen oder Bedrucken von Baumwolle und       Fasern    aus regenerierter     Cellulose    in sehr echten, je  nach dem Aufbau variierenden Farbtönen. Insbeson  dere erhält man sehr lichtechte blaue und rote Färbun  gen.

   Durch gleichzeitige oder nachträgliche Behandlung  der Färbungen mit     Polyalkylenpolyaminen    können die       Nassechtheiten    noch verbessert werden.  



  Die Färbungen auf natürlicher und regenerierter       Cellulose        besitzen    sehr gute Lichtechtheit und     Nass-          echtheiten,    wie Wasch-,     Wasser-,    Schweiss-, Seewas  ser-,     Nassbügelechtheit,        Wassertropfenechtheit    usw.  Zudem besitzen sie gute     Avivierechtheit,    Formalde  hyd-, Alkali- und Säureechtheit. Die neuen Farbstoffe  reservieren sehr gut     Celluloseacetat,    Wolle, Seite,  Nylon, Perlon, Acryl- und Polyesterfasern. Die     Gasfu-          meechtheit    ist ausgezeichnet.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten die Teile  Gewichtsteile und die Prozente Gewichtsprozente. Die  Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.  



  <I>Beispiel 1</I>  43,9 Teile des     Aminomonoazofarbstoffs,    den man  durch Kuppeln der     Diazoverbindung    des     1-Amino-          2-hydroxy-4-nitrobenzols    mit     1-Hydroxy-naphthalin-          4,6-disulfonsäure    und anschliessende Reduktion der  Nitrogruppe zur     Aminogruppe    erhält, werden in 1000  Teilen Wasser neutral gelöst.

   Bei Raumtemperatur  lässt man unter sehr gutem Rühren die Lösung von 9,4  Teilen     Monochlorfumarsäure-dichlorid    in 30 Teilen  Chlorbenzol     zutropfen    und     hält    den     pH-Wert    der Reak  tionsmischung durch allmähliche Zugabe von Natrium-         hydrogencarbonat    bei 5-7.     Sobald    keine freie     Amino-          gruppe    mehr nachweisbar ist, ist die Kondensation be  endet.

   Man stellt die     Farbstofflösung    mit Essigsäure  auf einen     pH-Wert    von 4,5 und lässt bei 30-60  eine  Lösung von 49,5 Teilen kristallisiertem Kupfersulfat in  200 Teilen Wasser     zutropfen    bis sich ein geringer       Cberschuss    an Kupferionen nachweisen lässt. Der ge  bildete Kupferkomplex des neuen Farbstoffs wird  durch     Aussalzen    mit     Natriumchlorid    in üblicher Weise  isoliert und durch     Umlösen    aus     Wasser        gereinigt,        abfil-          triert    und bei 60-70  im Vakuum getrocknet.  



  Man erhält ein dunkles Pulver, das sich in Wasser  mit rubinroter Farbe löst und Baumwolle und     Fasern     aus regenerierter     Cellulose    in sehr licht- und     nassech-          ten    egalen Tönen rubinrot färbt.  



  In der nachfolgenden Tabelle sind weiter     Disazo-          farbstoffe    aufgeführt, welche auf ähnliche Weise nach  den Angaben des Beispiels 1     hergestellt    werden kön  nen. Sie entsprechen in der metallfreien Form der For  mel  
EMI0002.0056     
    worin A1 einen gegebenenfalls substituierten Rest der       Benzol-,        Stilben-    oder     Diphenylreihe,    X     CO    oder den  Rest einer zweiwertigen organischen Säure oder einer       Triazinverbindung    und     R,    Wasserstoff oder gegebenen  falls     substituiertes        Alkyl    bedeuten.

    
EMI0002.0065     
  
     
EMI0003.0001     
  
     
EMI0004.0001     
  
     Zum Färben verfährt man wie folgt:  Man löst 0,1 Teil des kupferhaltigen     Disazofarb-          stoffs    des Beispiels 1 in 300 Teilen kalkfreiem Wasser.  In dieser Flotte färbt man 10 Teile     angenetztes    Baum  wolltuch, indem man     das    Bad, beginnend bei einer  Temperatur von 30 , innerhalb von 30 Minuten auf  100  erhitzt und     während    15 Minuten bei dieser Tem  peratur hält. Im Verlauf des Färbeprozesses gibt man  dem Bad     portionenweise        3-4    Teile Natriumsulfat in  Form einer 10     o/oigen    wässrigen Lösung zu.

   Hierauf  lässt man das Färbegut in der Flotte innerhalb von  15-20 Minuten auf 50  abkühlen, nimmt es heraus,  spült es mit Wasser, schwingt es aus und trocknet es.  Durch Nachbehandlung des Färbeguts mit einer basi  schen,     kationaktiven        Kupferkomplexverbindung    wer  den die Echtheitseigenschaften der Färbung deutlich  verbessert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Dis- und Polyazo- farbstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man 2 Mol einer Verbindung der Formel EMI0004.0016 worin A einen ein- oder zweikernigen aromatischen Rest und R eine primäre oder sekundäre Aminogruppe bedeuten, mit 1 Mol eines Dihalogenids einer zweibasi schen Säure oder mit Cyanurchlorid oder dessen Monokondensationsprodukten verknüpft und die zum Aufbau der Farbstoffe zu verwendenden einzelnen Komponenten so wählt,
    dass diese zumindest die für die Wasserlöslichkeit der Farbstoffe notwendige An zahl löslichmachender Gruppen enthalten. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man solche Komponenten wählt, die in ortho-Stellung zu den mit 1-Hydroxynaphthalin- 4,
    6-disulfonsäure verknüpften Azobrücken einer zur Metallkomplexbildung befähigten Substituenten enthal ten. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man die erhaltenen Farbstoffe in Substanz mit kupfer- oder nickelabgebenden Mitteln behandelt.
    <B><I>Anmerkung des</I></B> Eidg. <B><I>Amtes für</I></B> geistiges <B><I>Eigenrum:</I></B> Sollten Teile der Beschreibung mit der im Patentanspruch gegebenen Definition der Erfindung nicht in Einklang stehen, so sei daran erinnert, dass gemäss Art. 51 des Patentgesetzes der Patentanspruch für den sachlichen Geltungsbereich des Patentes <B>massgebend</B> ist.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE2847912A1 (de) * 1978-11-04 1980-05-22 Bayer Ag Azofarbstoffe

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2847912A1 (de) * 1978-11-04 1980-05-22 Bayer Ag Azofarbstoffe
FR2440971A1 (fr) * 1978-11-04 1980-06-06 Bayer Ag Colorants azoiques et leurs applications tinctoriales
US4337195A (en) 1978-11-04 1982-06-29 Bayer Aktiengesellschaft Azo dyestuffs

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