CH488732A - Verfahren zur Herstellung neuer Thiazolverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Thiazolverbindungen

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CH488732A
CH488732A CH1428469A CH1428469A CH488732A CH 488732 A CH488732 A CH 488732A CH 1428469 A CH1428469 A CH 1428469A CH 1428469 A CH1428469 A CH 1428469A CH 488732 A CH488732 A CH 488732A
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thiomorpholine
nitrothiazolyl
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dimethyl
dependent
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CH1428469A
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Atso Dr Ilvespaeae
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Ciba Geigy
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    • C07D277/02Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings not condensed with other rings
    • C07D277/20Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D277/32Heterocyclic compounds containing 1,3-thiazole or hydrogenated 1,3-thiazole rings not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D277/58Nitro radicals
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Description


  Verfahren zur Herstellung neuer Thiazolverbindungen    Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur  Herstellung von 1-Oxyden und 1,1-Dioxyden von     Thio-          morpholinen,    die in 4-Stellung einen     5-Nitrothiazolyl-          (2)-rest    tragen.  



  In den neuen Verbindungen können die     Thiomor-          pholin-    und Thiazolringe noch weiter substituiert sein,  so z. B. der Thiomorpholinring durch Alkylreste und/  oder Alkoxyalkylreste und,oder die 4-Stellung des     Thia-          zolringes    z. B. durch niedere Kohlenwasserstoffreste  aliphatischen Charakters.  



  Als niedere Kohlenwasserstoffreste aliphatischen  Charakters kommen vor allem niedere Alkylreste in Be  tracht, wie Methyl, Äthyl, Propyl, Isopropyl, Butyl,  Isobutyl oder Pentylreste. Alkylreste am     Rhiomorpho-          lin-l-oxyd-    oder 1,1-dioxydring sind vor allem niedere  Alkylreste, wie die oben genannten, und als     Alkoxyal-          kylreste    sind vor allem Niederalkoxyniederalkylreste  zu nennen, worin die niederen Alkylreste insbesondere  die oben genannten sind, wie z. B. Methoxymethyl-,  Athoxymethyl-, Propoxymethyl- oder -äthylreste.  



  Die neuen Verbindungen besitzen wertvolle pharma  kologische Eigenschaften. So weisen sie neben einer     tri-          chomonadenhemmenden    Wirkung insbesondere eine  amoebicide Wirkung auf, wie sich im Tierversuch, z. B.  bei oraler Gabe in Dosen von 30-150 mg/kg an Ham  stern zeigt. Ferner zeigen sie eine Wirkung gegenüber  Schistosomen, insbesondere S. mansoni, wie sich in Ver  suchen an der mit Schistosomen infizierten Maus zeigt.  Die neuen Verbindungen können daher als antiparasi  täre Mittel in der Human- oder Veterinärmedizin Ver  wendung finden. Insbesondere eignen sie sich zur Be  handlung der durch die genannten Erreger verursachten  Erkrankungen. Die neuen Verbindungen sind aber auch  wertvolle     Zwischenprodukte    für die Herstellung anderer  nützlicher Stoffe.

      Besonders wertvoll bezüglich ihrer biologischen Ei  genschaften sind diejenigen Verbindungen, in denen der  5-Nitrothiazolyl-(2)-rest unsubstituiert ist, insbesondere  Verbindungen der Formel  
EMI0001.0015     
    worin n für 1 oder 2 steht und R" und R.,     Niederalko-          xyniederalkylreste,    Niederalkylreste oder Wasserstoff  atome bedeuten.  



  Hervorzuheben sind vor allem die 1-Oxyde und 1,1  Dioxyde von Verbindungen der Formel  
EMI0001.0018     
    worin n für 1 oder 2 steht und R und R1 niedere Alkyl  reste oder Wasserstoff bedeuten, und ganz besonders das       4-[5-Nitrothiazolyl-(2)]-2,6-dimethyl-thiomorpholin-l-          oxyd    der Formel  
EMI0001.0021     
      das     4-[5-Nitrothiazolyl-(2)]-2,6-dimethyl-thiomorpholin-          1,1-dioxyd    der Formel  
EMI0002.0002     
    das 4-[5-Nitrothiazolyl-(2)]-thiomorpholin-l-oxyd und  vor allem das     4-[5-Nitrothiazolyl-(2)]-thiomorpholin-          1,

  1-dioxyd    der Formel  
EMI0002.0005     
    das beispielsweise an Hamstern bei oraler Gabe in Do  sen von 30-100 mg kg eine ausgeprägte Heilwirkung  bei durch E. histolytica verursachten Leberabszessen  aus übt.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung  der neuen Verbindungen ist dadurch gekennzeichnet,  dass man Thiomorpholine, die in 4-Stellung einen     5-          Nitrothiazolyl-(2)-rest    tragen, zu den Sulfoxyden bzw.  Sulfonen oxydiert.  



  Diese Oxydation kann in bekannter Weise durchge  führt werden, z. B. durch Umsetzung mit einem Oxyda  tionsmittel, wie Wasserstoffperoxyd, Persäuren, wie be  sonders Peressigsäure, Perbenzoesäuren oder     Phthalmo-          nopersäuren,    die auch substituiert sein können, z. B.  durch Halogenatome, Chromsäure, Kaliumpermanganat  oder Salpetersäure und dgl. Bei dieser Umsetzung er  hält man bei tieferen Temperaturen d. h. bei guter  Kühlung, oder bei Verwendung von nur einem Mol  äquivalent des Oxydationsmittels die Sulfoxyde, wäh  rend bei Erwärmen und oder     Verwendung    von min  destens 2 Moläquivalenten des Oxydationsmittels die  Sulfone erhalten werden.  



  Die neuen     Verbindungen    können, falls sie an den  C-Atomen des Thiomorpholin-l-oxyd- oder     -1,1-di-          oxyd-ringes    substituiert sind, je nach Grad der Sub  stitution als cis- und trans-Isomere oder gegebenen  falls als Racemate bzw. als optische Antipoden vor  kommen. Die erhaltenen Racemate bzw.     lsomerenge-          mische    können. falls erwünscht, in üblicher Weise auf  getrennt werden.  



  Isomeren- bzw. Raccmatgemische können auf Grund  der physikalich-chemischen Unterschiede der Bestand  teile in b, kannter Weise in die reinen Isomeren bzw.  reinen Racemate aufgetrennt werden, beispielsweise  durch Chromatographie und,oder fraktionierte Kristalli  sation.  



  Reine Racemate lassen sich ebenfalls nach bekann  ten Methoden zerlegen,     beispielsweise    durch Umkristal  lisation aus einem optisch aktiven Lösungsmittel, oder  mit Hilfe von Mikroorganismen. Vorzugsweise isoliert  man den Wirksameren der Bestandteile.     Erfindungsge-          mäss    kann man aber auch die Endprodukte in Form  der cis-trans-Isomeren bzw. optischen Antipoden erhal  ten, wenn man ein cis- oder trans-Isomeres bzw. einen  optischen Antipoden der substituierten     Nitrothiazolyl-          thiomorpholine    oxydiert.

      Die genannten Reaktionen können in üblicher Weise,  in An- oder Abwesenheit von Verdünnungsmittel, Kon  densationsmitteln und/oder Katalysatoren, bei erniedrig  ter Temperatur, gewöhnlicher oder erhöhter Tempera  tur und bei normalem oder erhöhtem Druck durchge  führt werden.  



  Vorzugsweise verwendet man solche Ausgangsstoffe,  die zu den eingangs genannten, besonders wertvollen  Produkten führen.  



  Die verwendeten Ausgangsstoffe sind bekannt oder  können, falls neu, in an sich bekannter Weise hergestellt  werden. So kann man die Ausgangsstoffe gemäss dem  Belgischen Patent Nr. 634 527 durch Kondensation ei  nes 5-Nitrothiazols, das in 2-Stellung einen gegen eine  Aminogruppe austauschbaren Rest besitzt, vorzugsweise  eines 2-Halogen-5-nitrothiazols, mit einem     Thiomor-          pholin    gewinnen.  



  Die nach diesem Verfahren erhaltenen     Racemat-          oder    1somerengemische können nach den bei den End  produkten beschriebenen, üblichen Methoden in die rei  nen Racemate bzw. in die cis- und trans-Isomeren bzw.  optischen Antipoden aufgetrennt werden.  



  Die Erfindung betrifft auch diejenigen Abwandlungs  formen des Verfahrens, bei denen man von einer als       Zwischenprodukt    auf irgendeiner Verfahrensstufe er  h;iltlichen Verbindung ausgeht und die fehlenden Ver  fahrensschritte vornimmt oder bei denen ein Ausgangs  stoff in Form eines unter den Reaktionsbedingungen  gebildeten rohen Reaktionsgemisches eingesetzt oder ge  gebenenfalls in Form eines Isomeren- bzw.     Racemat-          gemisches    bzw. ihrer Bestandteile verwendet wird.  



  Die neun Verbindungen können als Heilmittel,  z. B. in Form     pharmazeutischer    Präparate, verwendet  werden, welche diese Verbindungen zusammen mit  pharmazeutischen, organischen oder anorganischen, fe  sten oder flüssigen Trägerstoffen, die für enterale, z. B.  orale, oder parenterale Gabe geeignet sind, enthalten.  



  Die eingangs genannten Verbindungen können aber  auch zusammen mit gebräuchlichen Futter- bzw. Trä  gerstoffen in der Veterinärmedizin in Form von Prä  paraten oder als Futter- bzw. Futterzusatzmittel bei  der Aufzucht von Tieren Verwendung finden.  



  In den nachfolgenden Beispielen sind die Tempe  raturen in Celsiusgraden angegeben.         Beispiel   <I>></I>    Eine Lösung von 2,0 g 5511 oiger     m-Chlorperbenzoe-          säure    in 50 cm3 Methylenchlorid wird während 30 Mi  nuten unter Rühren bei 20-25- einer Lösung von 2,6 g  2,6-Dimethyl-4-[5-nitro-thiazolyl-(2)]-thiomorpholin in  50 cm-' Methylenchlorid zugetropft. Man rührt     an-          schliessend    noch 3 Stunden bei Zimmertemperatur und  schüttelt dann das klare Reaktionsgemisch zuerst drei  mal mit je 50 cm3 0,5 N wässeriger     Natriumbicarbonat-          lösung    und dann noch zweimal mit je 50 cm' Wasser  aus.

   Die Methylenchlorid-Lösung wird mit wasserfreiem       @ia@nesium@ulfat    getrocknet und eingedampft. Der     ver-          b!eibLnde    ölige Rückstand kristallisiert beim Stehen       üb:r    Nacht und schmilzt dann bei     113-121'.    Nach  dem     Unnkristallisieren        atts    10 cm' Methanol erhält man      das     4-[5-Nitrothiazolyl-(2)]-2,6-dimethyl-thiomorpho-          lin-1-oxyd    der Formel  
EMI0003.0002     
    vom F. 129-132 .

      <I>Beispiel 2</I>  Eine Lösung von 4,0 g 85% iger     m-Chlor-perben-          zoesäure    in 75 cm-, Methylenchlorid wird während 30  Minuten unter Rühren bei 20-25  einer Lösung von  2,6 g     2,6-Dimethyl-(4-[5-nitro-thiazolyl-(2)-thiomor-          pholin    in 50 cm3 Methylenchlorid zugetropft. Man rührt  noch 4 Stunden bei Zimmertemperatur weiter, putscht  die ausgefallene m-Chlorbenzoesäure ab und schüttelt  die klare Lösung zuerst dreimal mit je 50 cm.' 0,5 N  wässeriger Natriumbicarbonatlösung und dann noch  zweimal mit je 50 cm" Wasser aus. Die     Methylen-          chlorid-Lösung    wird mit wasserfreiem Magnesiumsulfat  getrocknet und eingedampft.

   Der verbleibende Rück  stand schmilzt bei ca. 165-175 . Nach dem Umkri  stallisieren aus 10 cm3 Dioxan erhält man     4-[5-Nitro-          thiazolyl-(2)]-2,6-dimethyl-thiomorpholin-1,1-dioxyd     der Formel  
EMI0003.0011     
    vom F. 189-193=.    <I>Beispiel 3</I>    Eine Lösung von 2,0 g 85% iger     m-Chlorperbenzoe-          säure    in 50 cm" Methylenchlorid wird während 30  Minuten unter Rühren bei 20-25' einer Lösung von  2,3 g 4-[5-Nitrothiazolyl-(2)]-thiomorpholin in 50 cm'  Methylenchlorid zugetropft. Man rührt anschliessend  noch 3 Stunden bei Zimmertemperatur, verdünnt das  trübe Reaktionsgemisch mit 50 cm, Methylenchlorid,  schüttelt es mit 50 cm3 0,5N Natriumbicarbonatlösung  aus und putscht das Ungelöste ab.

   Nach dem Waschen  mit Wasser und Methanol erhält man das     4-[5-Nitro-2-          thiazolyl-(2)]-thiomorpholin-1-oxyd    der Formel  
EMI0003.0016     
    vom F. 227-228  (unter schwacher Zersetzung).  



  Die Methylenchlorid-Lösung wird noch zweimal mit  je 50 cm' 0,5N Natriumbicarbonatlösung und dann  noch zweimal mit je 50 cm3 Wasser ausgeschüttelt, ge-    trocknet, eingedampft und der Rückstand aus 5 cm'  Dimethylformamid umkristallisiert, wobei man weiteres  4-[5-Nitro-2-thiazolyl-(2)]-thiomorpholin-l-oxyd ge  winnt.  



  <I>Beispiel 4</I>  Eine Lösung von 4,0 g 85% iger     m-Chlor-perbenzoe-          säure    in 225 cm' Methylenchlorid wird während 30  Minuten unter Rühren bei 20-25  einer Lösung von  2,3 g 4-[5-Nitrothiazolyl-(2)]-thiomorpholin in 150 cm3  Methylenchlorid zugetropft. Man rührt anschliessend  noch 3 Stunden bei Zimmertemperatur, schüttelt dann  das trübe Reaktionsgemisch mit 50 cm' 0,5N     Natrium-          bicarbonatlösung    aus und putscht das Ungelöste ab.  Nach dem Waschen mit Wasser und Methanol erhält  man reines     4-[5-Nitro-thiazolyl-(2)]-thiomorpholin-1,1-          dioxyd    der Formel  
EMI0003.0023     
    Es schmilzt bei 258  (unter schwacher Zersetzung).

    Durch Aufarbeiten der Methylenchloridlösung kann  man weiteres     4-[5-Nitro-thiazolyl-(2)]-thiomorpholin-          1,1-dioxyd    gewinnen.    <I>Beispiel 5</I>    Eine Lösung von 20,0 g 850% iger     m-Chlorperbenzoe-          säure    in 500 ml Methylenchlorid wird während 1 Stun  de unter Rühren, bei 20-25  einer Lösung von 25,9 g       4-[5-Nitro-thiazolyl-(2)]-trans-2,6-dimethyl-thiomorpho-          lin    in 500 ml Methylenchlorid zugetropft.

   Man rührt  anschliessend noch 3 Stunden bei Zimmertemperatur  und schüttelt dann das klare Reaktionsgemisch zuerst  zweimal mit je 300 ml 0,5N wässeriger     Natriumbicar-          bonatlösung    und dann noch zweimal mit je 200 ml  Wasser aus. Die Methylenchlorid-Lösung wird mit was  serfreiem Magnesiumsulfat getrocknet und eingedampft.  Der verbleibende feste Rückstand wird aus 500 ml  Methanol umkristallisiert. Man erhält so das     4-[5-Nitro-          thiazolyl-(2)]-trans-2,6-dimethyl-thiomorpholin-l-oxyd     der Formel  
EMI0003.0034     
    vom F. 224-225  (unter schwacher Zersetzung).

    Das     4-[5-Nitro-thiazolyl-(2)]-trans-2,6-dimethyl-          thiomorpholin    kann wie folgt hergestellt werden:  Eine Lösung von 16,5 g 2-Chlor-5-nitro-thiazol in  200 ml Toluol wird innert 30 Minuten unter Rühren bei  15-20  einer Lösung von 13,1 g     trans-2,6-Dimethyl-          thiomorpholin    und 15 m1 absolutem Triäthylamin in  200 ml Toluol zugetropft. Man rührt anschliessend 1'/x  Stunden bei Zimmertemperatur, dann 30 Minuten bei       ca.    50', kühlt schliesslich das Reaktionsgemisch im Eis,  putscht das ausgefallene     Triäthylamin-hydrochlorid    ab  und dampft das Filtrat ein. Der     Eindampfungsrückstand         wird aus 140 ml Isopropanol umkristallisiert.

   Man er  hält so das     4-[5-Nitro-thiazolyl-(2)]-trans-2,6-dimethyl-          thiomorpholin,    das bei 120-121' schmilzt.  



  Das trans-2,6-Dimethyl-thiomorpholin kann durch  sorgfältige fraktionierte Destillation des durch Konden  sation von Diallylamin mit Schwefelwasserstoff erhal  tenen Isomerengemisches gewonnen werden. Es siedet  bei 105-106 /63 Torr und schmilzt bei 37-39 .  



  Weiterhin kann das     4-[5-Nitro-thiazolyl-(2)]-trans-          2,6-dimethyl-thiomorpholin    aus dem Racemat der oben  genannten Verbindung, dessen Herstellung im Belgi  schen Patent 684 527 beschrieben wurde,     folgender-          massen    gewonnen werden:  1300 g Kieselgel für die Chromatographie     (Korn-          grösse    0,05-0,20 mm) werden in einem     Cyclohexan-          Essigester-Gemisch    95:5 suspendiert.

   Mit dieser Suspen  sion präpariert man eine Chromatographiesäule, wobei  Sorge getragen werden muss, dass die Säule     gleich-          mässig    gefüllt ist. 8,5 g     4-[5-Nitro-thiazolyl-(2)]-2,6-          dimethyl-thiomorpholin    werden in 400 ml     Cyclohexan-          Essigester    9:1 gelöst. Diese Lösung lässt man in die  Säule einsickern. Anschliessend eluiert man mit einem  Cyclohexan-Essigester-Gemisch 95:5. Die ersten 10,5  Liter Eluat werden verworfen. Sieben darauf folgende  Fraktionen (insgesamt 3,5 Liter) werden vereinigt, ein  gedampft und der Rückstand aus 40 ml Isopropanol  umkristallisiert.

   Man erhält so das     4-[5-Nitro-thiazolyl-          (2)]-trans-2,6-dimethyl-thiomorpholin    der Formel  
EMI0004.0018     
    vom F. 119-121<B>1</B>.  



  Man eluiert weiter und verwirft die nächsten 2,5  Liter (Gemi chfraktionen). Die nachfolgenden 4 Liter  werden wieder vereinigt, eingedampft und aus 30 ml  Methanol umkristallisiert. Man erhält so das     4-[5-Nitro-          thiazolyl-(2)]-cis-2,6-dimethyl-thiomorpholin    der For  mel  
EMI0004.0021     
    vom F.     104-106',            Beispiel   <I>6</I>    Eine Lösung von 20,0 g 85% iger     m-Chlorperbenzoe-          säure    in 500 ml Methylenchlorid wird während 1 Stunde  unter Rühren bei 20-25' einer Lösung von 25,9 g  4-[5-Nitro-thiazolyl-(2)]-cis-2,6-dimethyl-thiomorpholin  schliessend noch 3 Stunden bei Zimmertemperatur und  in 500 ml Methylenehlorid zugetropft.

   Man rührt an  schüttelt dann das klare Reaktionsgemisch zuerst zwei  mal mit je 300 ml 0,5 N wässeriger     Natriumbicarbonat-          lösung    und dann noch zweimal mit je 200 ml Wasser  aus. Die Methylenchlorid-Lösung wird mit wasser-    freiem Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Der  verbleibende feste Rückstand wird aus 150 ml Metha  nol umkristallisiert. Nach nochmaligem Umkristallisie  ren aus 150 ml Methanol erhält man das     4-[5-Nitro-          thiazolyl-(2)]-cis-2,6-dimethyl-thiomorpholin-l-oxyd    der  Formel  
EMI0004.0030     
    vom F. l44-146 .  



  Das     4-[5-Nitro-thiazolyl-(2)]-cis-2,6-dimethyl-thio-          morpholin    kann analog zu dem im Beispiel 5 beschrie  benen Verfahren aus 16,5 g 2-Chlor-5-nitro-thiazol und  13,1 g cis-2,6-Dimethyl-thiomorpholin gewonnen wer  den. Es schmilzt bei 104-106 .  



  Das cis-2,6-Dimethyl-thiomorpholin kann durch  tenen Isomerengemisches gewonnen werden. Es stellt ein  wasserklares Öl vom Sdp. 110/63 Torr dar.    Beispiel 7    Eine Lösung von 27,5 g 85% iger     m-Chlor-perbenzoe-          säure    in 600 ml Methylenchlorid wird während 1 Stunde  unter Rühren bei 20-25  einer Lösung von 17,0 g  4-[5-Nitro-thiazolyl-(2)]-cis-2,6-dimethyl-thiomorpholin  in 800 ml Methylenchlorid zugetropft. Man rührt     an-          schliessend    noch 4 Stunden bei Zimmertemperatur,  nutscht die ausgefallene m-Chlor-benzoesäure ab und  schüttelt das Filtrat zuerst zweimal mit je 500 ml 0,5 N  wässeriger Natriumbicarbonatlösung und dann zweimal  mit je 200 ml Wasser aus.

   Die Methylenchloridlösung  wird mit wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet,     ein-          Redampft,    der Rückstand zuerst mit ca. 150 ml     Isopro-          panol    zerrieben, abgenutscht und aus 250 ml Dioxan  umkristallisiert. Man erhält so das     4-[5-Nitro-thiazolyl-          (2)]-cis-2.6-dimethyl-thiomorpholin-1,1-dioxyd    der For  mel  
EMI0004.0043     
    vom F. 216-217<B>'</B>.

           Beispiel   <I>8</I>    Eine Lösung von 27.5 g 85% iger     m-Chlorperbenzoe-          säure    in 600 ml Methylenchlorid Wird während 1 Stunde  unter Rühren bei 20-25  einer Lösung von 17,0 g       4-[5-Nitro-thiazolyl-(2)]-trans-2,6-dimethyl-thiomorpho-          lin    in 800 ml Methylenchlorid zugetropft. Man rührt  anschliessend noch 4 Stunden bei Zimmertemperatur,  nutscht die ausgefallene m-Chlor-benzoesäure ab und  schüttelt das Filtrat zuerst zweimal mit je 500 ml 0,5 N  wässeriger Natriumbicarbonatlösung und dann zweimal  mit je 200     ml    Wasser aus.

   Die     i1-lethylenchlloridlösung          \@        ird    mit     wasserfreiem        hla"nesiumsulfat    getrocknet, ein-      gedampft und der Rückstand mit Isopropanol gründ  lich zerrieben und abgenutscht. Man erhält so das     4-[5-          Nitro-thiazolyl-(2)]    -     trans-2,6-dimethyl-thiomorpholin-          1,1-dioxyd    der Formel  
EMI0005.0004     
    vom F. 206-207'.  



  In analoger Weise können auch folgende Verbin  dungen erhalten werden:       4-[5-Nitro-4-methyl-thiazolyl-(2)]-thiomorpholin-1,1-          dioxyd,    F. 233';       4-[5-Nitro-thiazolyl-(2)]-3-(methoxymethyl)-thiomor-          pholin-1,1-dioxyd,    F. 155-156' (aus Essigester).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 1-Oxyden und 1,1- Dioxyden von Thiomorpholinen, die in 4-Stellung einen 5-Nitrothiazolyl-(2)-rest tragen, dadurch gekennzeich net, dass man Thiomorpholine, die in 4-Stellung einen 5-Nitrothiazolyl-(2)-rest tragen, zu den Sulfoxyden oder Sulfonen oxydiert. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man als Oxydationsmittel Wasser stoffperoxyd, Persäuren, Chromsäure, Kaliumperman ganat oder Salpetersäure verwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man bei tiefer Temperatur und 'oder unter Verwendung von 1 Mol äquivalent des Oxydationsmittels arbeitet. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man bei höhe rer Temperatur und oder unter Verwendung von minde stens 2 Moläquivalenten des Oxydationsmittels arbeitet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass man einen Ausgangsstoff in Form eines Racemates oder Racematgemisches oder ihrer Be standteile verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass man erhaltene Racemat- oder Diastereoisomerengemi- sche auftrennt. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass man 1-Oxyde und 1,1-Dioxyde von Verbindungen der Formel EMI0005.0019 worin R und R1 niedere Alkylreste oder Wasserstoff bedeuten, herstellt. 7. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass man 4-[5-Nitrothiazolyl-(2)]-2,6-dimethyl-thiomor- pholin-l-oxyd der Formel EMI0005.0022 herstellt. B. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass man 4-[5-Nitrothiazolyl-(2)]-2,6-dimethyl-thiomor- pholin-1,1-dioxyd der Formel EMI0005.0025 herstellt. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man 4-[5-Nitrothiazolyl-(2)]-thiomorpholin-l-oxyd her stellt. 10. Verfahren nach Patentanspruch oder einem der Unteransprüche 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass man 4-[5-Nitrothiazolyl-(2)]-thiomorpholin-1,1-dioxyd der Formel EMI0005.0026 herstellt.
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