Einrichtung zum Empfang von Fernsteuersignalen, insbesondere in Rundsteueranlagen mit dem Starkstrom überlagerten Steuerimpulsen Gegenstand des Hauptpatentes bildet ein Verfahren zum Empfang von Fernsteuersignalen, insbesondere in Rundsteueranlagen mit Odem Starkstrom überlagerten Steuerimpulsen, welches sich dadurch auszeichnet,
dass die steuerfrequenten Impulse in einem elektromechani- schen Wandler mit mindestens einem auf -die Steuer- frequenz abgestimmten schwingungsfähigen Gebilde vor erst in mechanische Schwingungen umgewandelt wer den, wobei mindestens ein schwingendes mechanisches Teil nur beim Vorhandensein eines Steuersignals einen Stromkreis mindestens einmal schliesst bzw. unterbricht, wobei durch diese Schliessung bzw.
Unterbrechung, eine Spannung bereitgestellt wird, durch welche ein Speicher kondensator aufgeladen wird, und wobei die Aderart im Speicherkondensator aufgespeicherte Energie zur Betä tigung der Empfänger ausgenützt wind.
Das Hauptpatent betrifft auch eine Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens und ist durch einen tro-mechanischen Wandler mit mindestens einem auf die Steuerfrequenz abgestimmten schwingungsfähigen Gebil de und mindestens einem, durch dieses schwingende Ge bilde betätigten Kontakt im Ladepfad eines Speicher- kondensators gekennzeichnet.
Dieser bekannten Anordnung haftet - trotz ihrer ho hen Selektivität und einer ;guten Störfestigkeit - noch die nachteilige Eigenschaft an, dass allenfalls im Speicher kondensator vorhandene, durch Störimpulse verursachte Ladungen über einen verhältnismässig hochohmigen Entladewiderstand abfliessen müssen, und daher nur verhältnismässig langsam abgebaut werden.
Es ist daher vorgeschlagen worden, die Kontaktein richtung so zu gestalten, dass - beim Vorhandensein eines Steuersignals - Öffnungs- ,und Schliesszeiten des Kontaktes verschieden gross gemacht werden, d. h. dass seine Öffnungszeit grösser ist als seine Schliesszeit, und dass die Schaltung so gewählt wird, dass ein Entlade widerstand nur bei geschlossenem Kontakt als solcher wirksam ist. Diese verbesserte Anordnung ist im Schwei zer Patent 441483 näher beschrieben.
Es wird dort nachgewiesen, dass durch ein vorgegebenes Verhältnis von Öffnungs- zu Schliesszeit des Kontaktes und einer vorgegebenen Aufteilung des Ladewiderstandes auf zwei Widerstände, von welchen einer während der Dauer der Kontaktschliessung ausschliesslich als Entladewider stand wirksam ist, die ,Störfestigkeit gegenüber sich wie derholenden Störspannungsimpulsen wesentlich verbes sert werden kann.
Mit dieser Anordnung ist die erreichte Verbesserung jedoch noch nicht optimal, da bei jeder Auslenkung des schwingungsfähigen Gebildes - welche einmal pro Pe riode der Steuerfrequenz erfolgt - der ,genannte Kontakt auch beim Vorhandensein eines Steuersignals vorüber gehend geschlossen wird, wodurch ein Teil der in die sem Falle erwünschten Ladung ges Speicherkondensa- tors ebenfalls wieder abfliesst.
Bei ,den bekannten Ver fahren und Einrichtungen ist es daher nicht möglich, den Entladewiderstand zur Verbesserung des Empfän gerverhaltens gegenüber Störimpulsen massiv zu ver kleinern, d. h. die Entladezeit ganz extrem zu verkür zen, weil diese Massnahme leider auch einen ungünsti- gen Einfluss auf :den über mehrere Perioden gemittelten Ladevorgang .ausübt, welcher,durch ,Steuerimpulse ver ursacht wird.
Die Zeitdauer, welche ab Beginn des Steu- ersignales notwendig ist, bis der Speicherkondensator so weit aufgeladen ist, dass der Empfänger anspricht (d. h. .bis z.
B. eine Glimmröhre zündet), ist bei der be kannten Technik zudem weitgehend vom Verhältnis Öffnungszeit zu Schliesszeit des Kontaktes, mit ande ren Worten von der Amplitude ges ,schwingenden Or gans oder letzten Endes von der Amplitude des Steuer signales abhängig.
Vorteilhafter wäre es aber, ,die ;genannte Zeitdauer von der Amplitude des Steuersignales unabhängig zu machen, sobald diese Amplitude den minimal notwendi gen Pegel erreicht hat. Mit anderen Worten, eine ideale Empfangseinrichtung .sollte lauf Signale unter :diesem kritischen Pegel überhaupt nicht ansprechen, und zwar auch dann nicht, wenn -sie von unendlich langer Dauer sind.
Anderseits sollte eine ideale Empfangseinrichtung auf Steuersignale, deren Amplitude über dem kritischen Minimalpegel liegt, immer möglichst genau ,nach der vor bestimmten gleichen Zeitdauer ansprechen, und zwar unabhängig vom Pegel des Signales.
Drittens sollte ein idealer Empfänger auf Signale auch unendlich grosser Amplitude nicht ansprechen, so lange die ununterbrochene Dauer dieser Signale kleiner ist als die genannte Zeitdauer.
Die vorliegende Erfindung realisiert diesen idealem Empfänger weitgehend und betrifft eine Einrichtung, welche sich .dadurch auszeichnet, dass zur Abtastung des mechanisch schwingenden Gebildes mindestens zwei Kontakte vorgesehen sind, und zwar in ,solcher Anord nung, dass deren Öffnungszeiten beim Vorhandensein eines Steuersignales zeitlich gegeneinander verschoben sind.
Auf .diese Weise -kann nämlich erreicht werden, dass schon bei Steuersignalen, deren Amplitude nur wenig über dem kritischen Minimalpegel liegt, entweder der eine, oder dann der andere Kontakt geöffnet ist, so dass die - beim Vorhandensein eines Signals uner wünschte - Schliesszeit praktisch zu Null wird.
Eine weitere Erhöhung des Steuersignalpegels kann dann das Verhältnis Öffnungs- zu Schliesszeit und damit auch die ,Zeitdauer, welche ;ab Beginn des Steuer signales notwendig ist, bis der Empfänger anspricht, praktisch nicht mehr beeinflussen.
Zudem gestattet diese Massnahme, den Entladewi derstand erheblich zu verkleinern, weil er jetzt praktisch keinen Einfluss mehr auf den - über die Zeitdauer eines Steuerimpulses gemittelten - .gewünschten Ladevorgang ausüben kann.
Ein sehr kleiner Entladewiderstand macht Aden Emp fänger, wie ;gewünscht, sehr unempfindlich auf Störspan nungen auch grösster Amplitude und -auch dann, wenn sich solche Störspannungen oft und rasch wiederholen. Notwendig ist nur, dass jeder einzelne ununterbrochene Störspannungsstoss kürzer ist als die vorgegebene mini male Zeitdauer der Steuerimpulse, so dass vor einer fälschlichen Empfängerauslösung die beiden Kontakte wenigstens einmal kurzzeitig ,gemeinsam geschlossen werden, wodurch eine durch Störungen verursachte Teil ladung des Speicherkondensators rechtzeitig,
rasch und möglichst vollständig wieder abgebaut werden kann.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von Aus führungsbeispielen näher erläutert. Dabei zeigt: Fig. 1 ein prinzipielles Schaltungsschema für eine Einrichtung zum Empfang von Fernsteuersignalen, Fig. 2 eine erste mögliche Kontaktanordnung mit Federkontakten, Fig. 3 eine weitere mögliche Kontaktanordnung mit Schwerkraftkontakten, Fig. 4 und 5 den zeitlichen Verlauf der Schwing amplitude der Kontaktstücke unter verschiedenen Ver hältnissen, Fig. 6 und 7 die Kontakt-Öffnungs- bzw. Schliess- zeiten beim Bewegungsablauf gemäss Fig. 4 .und 5, Fig. 8 ein Zeit Spannungsdiagramm mit Minimal werten.
In der Schaltungsanordnung gemäss Fig. 1 stellen 1 und 2,die Klemmen dar, mit welchen die Empfangsein richtung an das Starkstromnetz angeschlossen wird. Ein auf die Steuerfrequenz abgestimmtes elektrisches Filter mit Induktivität 13 und Kondensator 14 :bewirkt eine Trennung der tonfrequenten Steuerspannung Ust von der 50-Hz-Netzspannung UN. Über einen Ladewiderstand 3 -und einen Gleichrichter 4 gelangt !die 50-Hz-Netz- spannung zum Speicherkondensator 10, der aufgeladen würde, wenn ihm nicht zwischen den Punkten 15, 16 ein niederohmiger Entladepfad :parallel geschaltet wäre.
Dieser Entladepfad wird gebildet laus zwei in Reihe liegenden Kontakten 8, 9, die in Ruhelage .der Schwing zunge 6 ;geschlossen sind. :Sobald auch nur einer dieser Kontakte geöffnet wird, ist der Kurzschluss unterbro chen und die an :den Klemmen 1, 2 anstehende 50-Hz- Starkstromspannung vermag :
den Ladekondensator 10 über -den Widerstand 3 und den Gleichrichter 4 in einer vorgegebenen Zeitdauer, die .etwas kleiner ist als die Dauer eines Steuerimpulses, effektiv bis zum Zünden der Glimmröhre 11 aufzuladen. Die Öffnung der Kon takte 8, 9 erfolgt dabei - wie im Hauptpatent beschrie- ben -durch ein Steuersignal, welches an den Klemmen 1, 2 ansteht und über :
die als Erregerspule ausgebildete Induktivität 13 die Schwingzunge 5, 6 zum mechani schen Schwingen bringt.
Erfindungsgemäss ist die Schwingzunge 6 jetzt mit zwei in Reihe geschalteten Kontakten 8, 9 ausgerüstet, welche so angeordnet sind, dass .beim Schwingen der Schwingzunge 6 - genügend grosse Schwingamplitude vorausgesetzt - entweder der eine oder der andere Kon takt geöffnet ist.
Um .dies zu realisieren, werden die Massen der Gegenkontakte 27, 28 und deren Anpress- druck an das Kontaktstück 17 so gewählt, dass ober halb einer vorgegebenen Schwingamplitude der Schwing zunge 6 bzw. des Kontaktstückes 17, ,d. h. einer vorge gebenen minimalen Steuerspannung Ust, die Eigenbe schleunigung der ,genannten Massender Gegenkontakte 27, 28 gegen .die Ruhelage so :klein ist, dass diese Massen den Schwingungen des Kontaktstückes 17 nicht mehr ständig folgen können.
Beginnt nun die Schwingzunge 6 .zu .schwingen, so vermögen die Gegenkontakte 27, 28 der Schwingzunge 6 wohl bis zu einer gewissen Amplitude A 100%ig zu folgen und der niederohmige Entladepfad zwischen den Punkten 15 und 16 bleibt ,zunächst 100%ig .bestehen. Steigt die Amplitude A jedoch weiter; so nimmt auch die in ,den beiden Schwingungsendlagen auftretende maxi male Beschleunigung der Schwingzunge 6 zu und er reicht bei einer bestimmten Amplitude A diejenige Grenzbeschleunigung, welcher die Gegenkontakte 27, 28 auf Grund ihrer Masse und -der Kontaktdruckkräfte noch fähig sind.
Liegt die Amplitude A der Zunge nur sehr wenig über diesem Grenzwert, heben die Gegen kontakte 27, 28 in den Zungen-Endlagen wohl für kurze Zeit ab, bleiben aber in der Umgebung .des Nulldurch ganges der Schwingzunge 6 nach wie vor geschlossen.
Eine merkliche Aufladung ,des Speicherkondensators 10 findet unter diesen Verhältnissen jedoch noch nicht statt, weil die während der kurzen Öffnungszeit im Speicher kondensator 10 eingelagerte kleine Ladung anschliessend sofort wieder über ,die geschlossenen Kontakte 8, 9 ab gebaut wird. :
Steigt jedoch die Amplitude A der Schwing zunge 6 weiter an, erreicht sie sehr @bald einen Wert, bei dem der Kontakt 8 öffnet, bevor sein Partner 9 wieder schliesst, so dass Überdeckung :der Öffnungszeiten ein tritt.
Dies bedeutet einen vollständigen Unterbruch zwi schen den Punkten 15 und 16, der so lange anhält, bis die Amplitude am Ende des viele Perioden der Signal- frequenz dauernden Signalimpulses wieder unter den, dem Eintritt der Überdeckung entsprechenden Ampli- tudenwert tabsinkt, worauf der Speicherkondensator über den Entladestromkreis rasch entladen wird.
Die zur Wirkung kommende Ladezeit des Kondensators beginnt somit praktisch mit dem Erreichender der Überdeckung entsprechenden Schwingzungenamplitude und endet mit dem Unterschreiten dieses Wertes.
Fig. 2 zeigt nun ein erstes Ausführungsbeispiel für die Kontaktanordnung 8, 9 mit Federkontakten. Beid seits -des auf der Schwingzunge 6 befestigten Doppel- Kontaktstückes 17 sind in einem Support 26 Federn 24, 25 eingespannt, :die .die Gegenkontakte 27, 28 tragen. Eine isoliert befestigte Zugfeder 29 zieht die Gegen kontakte 27, 28 gegen das Doppel-Kontaktstück 17.
Der Dimensionierung der Zugfeder 29 kommt die wesentli che Aufgabe zu, die Beschleunigung der Massen der Federn 24, 25 mit ihren Gegenkontakten 27, 28 so zu bemessen, dass oberhalb einer vorgegebenen Amplitude A der Schwingzunge 6 .die oben erläuterte Überdeckung der Öffnungsintervalle für die Kontakte 8, 9 zustande kommt.
Fig. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel für die Kontaktanordnung, bei welcher die Andrückkraft zwi- sehen Doppel-Kontaktstück 17 und Gegenkontakte 27, 28 durch die ,Schwerkraft ausgeübt wird. Beidseits der Schwingzunge<B>6,d.</B> h. oberhalb und unterhalb derselben sind in Lagern 22, 23 zweiarmige Hebel 20, 21 drehbar gelagert, ,die mit den Gegenkontakten 27, 28 versehen sind. Zusatzgewichte G1, G2 bewirken einen vorgegebe nen Kontaktdruck zwischen den Kontakten 8, 9.
Bei kleinen Schwingamplituden der Schwingzunge 6 vermö gen die Zusatzgewichte G1, G2 eine dauernde Kontakt gabe sicherzustellen; bei .grösser werdenden Amplituden können jedoch ;die Zusatzgewichte die Hebel 20, 21 nicht mehr derart .beschleunigen, dass die Kontakte 8, 9 ständig :geschlossen bleiben; es tritt also Kontaktöffnung und ,damit Unterbruch des Entladepfades 15-16 auf.
Sobald die Schwingamplitude der Schwingzunge 6 wieder abnimmt, sind beim :Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2 die Zugfeder 29 bzw. beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 3 die Zusatzgewichte G1, G2 wieder in der Lage, die Gegenkontakte 27, 28 dauernd an das Doppel- Kontaktstück 17 anzulegen und Aden Entladepfad 15-16 wieder herzustellen. Dadurch wird jegliche eventuelle Ladung im Speicherkondensator 10 kurzfristig,abgebaut.
Treten an den Klemmen 1, .2 Störspannungsimpulse mit der Frequenz der Steuerimpulse auf, so vermögen diese unter Umständen die Schwingzunge 6 anzustossen und ihr eine solche Amplitude zu erteilen, dass eine kurzzeitige Kontaktöffnung eintritt. Da aber die Stör spannungsimpulse nur von kurzer Dauer sind - vor -al lem, wenn sie sich mehrmals wiederholen - so folgt auf jede Kontaktöffnung :bereits nach kurzer Zeit wieder ein Abklingen der Schwingamplitude der Schwingzunge 6 und damit .das Schliessen der Kontakte 8, 9.
Eine all fällige teilweise Aufladung -des Speicherkondensators 10 durch solche Störspannungsimpulse wird also in jedem Intervall zwischen zwei Störspannungsstössen rasch wie der abgebaut, so :dass praktisch vorkommende Störspan- nungen den Speicherkondensator 10 nie voll aufzuladen vermögen.
Nur die eigentlichen Steuersignale, die der Schwingzunge 6 eine vorgegebene konstante Amplitude während eines bestimmten Zeitintervalls ununterbrochen erteilen, lassen .den Kurzschlusspfad 15-16 mindestens so lange ,geöffnet, bis die Ladespannung des Ladekon- densators 10 die Zündspannung,der Glimmröhre 11 er reicht.
Anhand der Fig. 4, 5, 6 und 7 werden die Kontakt- Öffnurngs- und .Schliesszeiten der Kontakte 8, 9 in Funk tion des Weges des Doppel-Kontaktstückes 17 näher erläutert. Das Doppel-Kontaktstück 17 beschreibe - an- geregt durch einen Steuerimpuls - eine erzwungene Schwingung 41 mit der Amplitude A. Die vom Gegen kontakt 27 beschriebenen für verschiedene Dimensio- nierungen möglichen Bahnkurven sind zur Verdeutli chung der Darstellung in Fig. 4 und die entsprechenden möglichen Bahnkurven des,Gegenkontaktes 28 in Fig. 5 gezeigt.
Betrachtet man zunächst .das Diagramm der Fig. 4: Vom Ursprung 0 bis zum Punkt 42 bzw. 43 folgt der Gegenkontakt 27 der Kurve 41. Dabei ist zu bedenken, dass Idas Doppel-Kontaktstück 17 vom gezeichneten er sten 0 -Durchgang an bis zum ,zweiten Nulldurchgang seine Bewegung in Richtung das Weges S verzögert, wo bei der Wert dieser Verzögerung bei der maximalen Amplitude A ein Maximum erreicht. Der Gegenkontakt 27 hebt ab, sobald die Feder 29 bzw. das Zusatzgewicht G1 bzw. G2 nicht mehr .gross genug .ist, um ihn minde stens gleich stark zu verzögern, wie dies der Verzöge rung des Doppel-Kontakstückes 17 entspricht.
In der Graphik .gemäss Fig. 4 sind für den Gegen kontakt 27 zwei verschiedene Rückstellkräfte angenom men, wobei die Bahnkurve 44 des Gegenkontaktes 27 einer grossen Rückstellkraft und die Bahnkurve 4.5 einer kleinen Rückstellkraft entspricht. Die Pfeilhöhen 49 stel len für jeden Fall den Kontaktabstand dar. Die Bahn kurve 44 trennt sich im Punkt 42 von der Kurve 41 und fällt in Punkt 46 wieder mit dem Wegdes Doppel-Kon taktstückes 17 zusammen, d. h. Kontakt 8 schliesst hier wieder. Für die Bahnkurve 45 erfolgt Kontaktöffnung im Divergenzpunkt 43 und erneute Kontaktgabe im Punkt 47.
Der Vorgang wiederholt sich für den Gegenkontakt 27 bei jeder folgenden Schwingperiode. Die Öffnungszeit des Kontaktes 8 dauert also - je nach Rückstellkraft vom Zeitpunkt t42 bis zum Zeitpunkt t48 (Fig. 6) bzw. vom Zeitpunkt t43 bis t47 (Fig. 7).
Das gleiche gilt für den gegenphasig schwingenden Gegenkontakt 28 (Graphik Fig. 5). Zunächst folgt der Gegenkontakt 28 - je nach Rückstellkraft - der Bahn 41 bis zum Punkt 32 bzw. 33; dort verlässt Gegenkon takt 28 .das Kontaktstück 17 (Kontakt 9 öffnet) und kehrt in einem der Punkte 36 bzw. 37 zum Kontaktstück 17 zurück (Kontakt 9 schliesst), worauf im nächsten Zeitpunkt 32 bzw. 33 wieder Kontaktabhebung erfolgt. Auch hier stellen die Pfeilhöhen 39 den jeweiligen Kon taktabstand dar.
Die sich ergebende Überdeckung der Öffnungs- und Schliesszeiten aus diesen Bahnkurven ist nun in Fig. 6 und 7 zusammengefasst, wobei - für jede Rückstellkraft gemäss Bahnkurven 34, 35 bzw.
44, 45 getrennt - die Öffnungszeiten durch ausgezogene Linien, die Schliess- zeiten durch Unterbruch der Linien veranschaulicht sind und jeweils die obere Strichfolge für Kontakt 8, die unmittelbar darunter liegende Strichfolge für Kontakt 9 gilt.
Für den Fall einer grossen Rückstellkraft (Bahn kurven 44, 34, Fiig. 6) liegt Kontaktschliessung des Kon- taktes 8 bis zum Punkt t42 vor, dann Kontaktöffnung bis t48, wieder Schliessung beim zum folgenden t42. Kontakt 9 bleibt bis ,zum Zeitpunkt t32 geschlossen, öffnet dann bis t38 usw.
In den Zeitintervallen 128-t42 und t48-132 herrscht nun Überdeckung 40, 40' der Schliesszeiten; d. h. in diesen Zeitintervallen kann sich der Speicher kondensator 10 über den Entladepfad 15-16 entladen.
Bei -kleiner Rüekstellkraft unter ,gegebener Ampli- tude A des Kontaktstückes 17 (oder bei grösserer Am plitude A bei gleicher Rückstellkraft wie oben) möge die Bahnkurve 45 bzw. 35 beschrieben werden. Korntakt 8 bleibt bis zum Punkt 43 geschlossen und hebt ,dann ,ab bis zum Punkt 47, schliesst wieder bis zum nächsten Punkt 43 usw. Kontakt 9 bleibt bis zum Punkt 33 ge schlossen und .steht bis Punkt 37 offen.
Die Nebenein anderreihung der Schliesszeiten in Fig. 7 zeigt nun, dass nie beide Kontakte gleichzeitig geschlossen ,sind, sondern dass Zeitintervalle 50 (t33-t47) und 50' (t43 t37) entstan den sind, wo gleichzeitig beide Kontakte geöffnet sind. Bei .dieser Amplitude ist also der Entladepfad 15-16 dauernd unterbrochen.
Sobald die Schwingamplitude wieder auf ein Mass abnimmt, (dass die Überdeckungen 50, 50' der Öfffnungs- zeiten wieder wegfallen, bedeutet (dies, dass sich der Punkt 37 (Kontakt 9 zu) vor Punkt 43 (Kontakt 8 auf) verlagert, dass also wahrend dieses Zeitintervalls t37-t43 beide Kontakte gleichzeitig geschlossen sind, und sich damit der Zustand gemäss Fig. 6 :einstellt.
Da der Übergang vom Zustand
EMI0004.0020
Zeitpunkt <SEP> t37 <SEP> liegt <SEP> vor <SEP> dem <SEP> Zeitpunkt <SEP> t43
<tb> bzw. <SEP> Zeitpunkt <SEP> t47 <SEP> liegt <SEP> vor <SEP> dem <SEP> Zeitpunkt <SEP> t33 in den Zustand
EMI0004.0021
Zeitpunkt <SEP> t37 <SEP> liegt <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Zeitpunkt <SEP> t43
<tb> bzw. <SEP> Zeitpunkt <SEP> t47 <SEP> liegt <SEP> nach <SEP> dem <SEP> Zeitpunkt <SEP> 43 sehr ausgeprägt ist, stellt dies ein sehr scharfes Krite rium dafür dar, dass die Empfangseinrichtung nur für Signale hinreichender Amplitude und Dauer anspricht.
Alle Störspannungen, die entweder eine kleinere Schwingamplitude bewirken oder deren Dauer kürzer ist als zur Aufladung des Speicherkondensators 10 nötig ist, bleiben für Schaltoperationen des Empfängers wirkungs los.
Da beim Auftreten von Steuerimpulsen mit hinrei- chender Amplitude der dem Speicherkondensator 10 parallel liegende Entladepfad 15-16 dauernd unterbro chen ist, kann - wie eingangs erwähnt - ein sehr kleiner Entladewiderstand 19 in Aden Entladestromkreis geschal tet werden, ohne dass hierdurch oder über die Zeitdauer eines normalen Steuerimpulses gemittelte Ladevorgang ungünstig beeinflusst würde.
Die Entladezeitkonstante kann somit äusserst kleingehalten ,werden, d. h. bereits bei kleinsten Überdeckungen (der Schliesszeiten gemäss Fig. 6 erfolgt eine völlige Entladung der Speicherenergie des Speicherkondensators 10. Hingegenwind von klein sten Überdeckungen der Öffnungszeiten gemäss Fig. 7 an die Aufladung des Speichenkondensators 10 ununter brochen und ausschliesslich nach Massgabe der Zeit konstanten von Ladewiderstand 3 und Kapazität des Speichenkondensators 10 bestimmt;
sie ist also von der Schwingamplitude A nicht weiter abhängig, sobald diese einmal einen vorgegebenen Wert erreicht hat.
Dieses vorteilhafte Verhalten ist in Fig. 8 dargestellt. In diesem Diagramm ist als Ordinate die Steuerspan nung Ust, als Abszisse die Impulsdauer ti aufgetragen. Die Kurve 53 repräsentiert die minimal notwendige Stör- oder Steuerspannung Ust (richtige Frequenz) in Funktion ihrer ununterbrochenen Dauer tist, welche not wendig ist, damit der Empfänger gerade anspricht. Eine vertikale Grenzlinie 51 stellt die minimale Impulsdauer timin dar,
unter der eine Aufladung des Speicherkonden- sators 10 bis zum. Zündpunkt der Glimmröhre 11 auch bei beliebig hoher Amplitude unmöglich ist. Grenzlinie 52 stellt die minimale Signalspannung Ustmin dar (bzw. die minimale Schwingamplitude), unter der keine ge nügende Aufladung des Speicherkondensators 10 - auch bei beliebig langer Dauer ti - erfolgt.
Das Verhalten der erfindungsgemässen Empfangseinrichtung ist nun eben durch Kurve 53 qualifiziert, die sich sehr stark an die genannten Grenzlinien 51, 52 - welche als Idealverhal ten anzustreben sind - anschwiegt und in deren Schnitt punkt sie nur eine unwesentliche Abrundung aufweist. Die Verbesserung der Störfestigkeit ,
gegenüber sich wie derholenden Störspannungsimpulsen und die Verkleine rung der Abhängigkeit der Ansprechzeit von der Ampli tude der Steuerimpulse im Vergleich zur entsprechen den Darstellung des Hauptpatentes (siehe dessen Fig. 2) sind ,somit hervorstechend.