CH505052A - Verfahren zur Herstellung von tricyclischen Aminen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von tricyclischen Aminen

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CH505052A
CH505052A CH887869A CH887869A CH505052A CH 505052 A CH505052 A CH 505052A CH 887869 A CH887869 A CH 887869A CH 887869 A CH887869 A CH 887869A CH 505052 A CH505052 A CH 505052A
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formula
hydrogen
atom
dibenzo
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Emilio Dr Kyburz
Hans Dr Spiegelberg
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Hoffmann La Roche
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C63/00Compounds having carboxyl groups bound to a carbon atoms of six-membered aromatic rings
    • C07C63/68Compounds having carboxyl groups bound to a carbon atoms of six-membered aromatic rings containing halogen
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    • C07C63/68Compounds having carboxyl groups bound to a carbon atoms of six-membered aromatic rings containing halogen
    • C07C63/72Polycyclic acids

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  • Organic Chemistry (AREA)
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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von tricyclischen Aminen
5H-Dibenzo[a,d]cycloheptene und 10,11-Dihydro5H-dibenzo[a,d]cycloheptene mit einer basischen Seitenkette in 5-Stellung sind bereits als antidepressiv wirkende Pshchopharmaka bekannt, z.B.



   10,11-Dihydro-5-(3'-dimethylaminopropyliden)
5H-dibenzo[a,d]cyclohepten und
10,11-Dihydro-5-(3'-dimethylaminopropyliden)
5H-dibenzo[a,d]cyclohepten.



   Gegenstand des   Hauptpatentes    Nr. 485 648 ist ein Verfahren zur Herstellung von tricyclischen Aminen der   Formel   
EMI1.1     
 in der R1 ein Wasserstoff oder eine Methylgruppe und X eine   Athylengruppe    oder eine   gegebenenfalls    durch ein   Halogenatom    substituierte Vinylgruppe bedeutet, die im   aromatischen    Teil durch   Chor    oder Fluor   substi-    tuiert sind, wobei ein bzw. der Substituent in 1 -Stellung steht, und von Salzen dieser Verbindungen.

  Diese tri   acyclischen    Amine, die sich von den   bekannten    Vertretern der betreffenden Substanzgruppe durch die Anwesenheit eines Chlor- oder Fluoratoms in   l-Stellung    unterscheiden, zeichnen sich durch eine beträchtlich erhöhte antidepressive Wirkung und stark verminderte Toxizität aus. Als besonders vorteilhaft ist die fehlende oder nur geringfügige anticholinergische Wirkung zu   er    wähnen. Die Verbindungen der Formel Ia zeichnen sich ausserdem durch vielfältige Wirkungen auf das Nervensystem aus. So sind narkosepotenzierende, andrenolytische, sedative, antihistaminartige und lokalanästhetische Wirkungen festgestellt worden.



   Es wurde nun gefunden, dass tricyclische Amine der Formel Ia, welche ausser dem Chlor- bzw. Fluoratom in 1-Stellung zusätzlich durch Chlor- bzw. Fluor in den aromatischen Kernen substituiert sind, und zwar Verbindungen der Formel
EMI1.2     
 in der R1 ein Wasserstoffatom oder die   Methyligruppe,    R ein Chlor- oder   Fluoratom,    X eine   Athylengrilppe    oder eine gegebenenfalls   durch    ein Halogenatom substituierte Vinylengruppe und R2 und R3 je ein Wasserstoff-, Chlor oder Fluoratom bedeuten, wobei mindestens einer der Reste R2 und R3 Chlor oder Fluor darstellt, sowie dieser Verbindungen ebensolche Eigenschaften wie die Verbindungen der oben stehenden Formel In besitzen.



   Die Verbindungen der Formel I bilden geometrische Isomere. Auch diese Isomere zeigen die vorstehend erwähnten überragenden Eigenschaften. Sie werden im folgenden als   a-    bzw.   /3-Isomere    bezeichnet.



   In der obigen Formel I bedeutet R bevorzugt ein Chloratom. Bevorzugte Gruppen von Verbindungen der Formel I sind diejenigen, in der R2 ein Chloratom in 3-Stellung und R3 Wasserstoff bedeuten, sowie auch Verbindugen der Formel I, in der R2 Wasserstoff und R8 ein Chloratom in 9-Steliung darstellen. X ist vorzugsweise eine unsubstituierte Äthylen- oder Vinylengruppe, kann aber auch eine durch ein Halogenatom, insbesondere ein Chlor- oder Bromatom, substituierte Vinylengruppe darstellen. Besonders interessante Vertreter von   Verbindungen    der Formel I sind z.  



   1 ,3-Dichlor-1 0,11   -dihydro-5-'(3 -dimethyiamino-       propyliden)-5H-dibenzo[a,d]cyclohepten    (insbesondere dessen   p-Isomeres)    und    1 ,9-Dichlor- 10,11 -dihydro-5 -(3 -dimethyiamino-    propyliden)-5H-dibenzo[a,d]cyclohepten.



   Die Verbindungen der Formel I können in   glei-    cher Weise wie die oben stehenden Verbindungen der Formel   Ia    hergestellt werden, z. B. gemäss den Ausführungsformen des obengenannten Hauptpatents.



  Die vorliegende Erfindung betrifft ein   Verfahren    zur Herstellung von tricyclischen Aminen der Formel I sowie von Salzen dieser Verbindungen gemäss dem Verfahren des Hauptpatentes und ist   dadurch      gekennzeich-    net, dass man eine Verbindung der Formel
EMI2.1     
 in der R1,   R    R2,   Rs    und X die oben gegebene Bedeutung haben und eines der Symbole Y1 und   Y    ein Wasserstoffatom und das andere eine Hydroxylgruppe bedeutet, dehydratisiert, worauf man in   beliebiger    Reihenfolge erwünschtenfalls die Isomeren aus dem erhaltenen   Isomerengemisch    isoliert und   erwünschtenfalls    eine erhaltene Base in ein Säureadditionssalz überführt.



   Bevorzugte   Ausgangsstoffe    sind Verbindungen der Formel II, in denen Y1 eine Hydroxylgruppe und   Y    Wasserstoff darstellen.



   Die erfindungsgemässe Dehydratisierung wird zweckmässig unter Verwendung von Mineralsäuren, wie Chlor- oder Bromwasserstoffsäure, durchgeführt, wobei in wasserfreiem oder wässrigem Medium gearbeitet werden kann. Vorzugsweise wird die Dehydratisierung in äthanolischer Salzsäure bei einer Temperatur zwischen Raumtemperatur und dem Siedepunkt des Reaktionsgemisches ausgeführt. Sie gelingt jedoch auch durch Erwärmen, z.B. bei 50  bis Rückfllusstemperatur, vorzugsweise bei Rückflusstemperatur, mit einem hochsiedenden, wasserfreien Lösungsmittel, wie Dimethylsulfoxid. Andere übliche Wasserabspaltungsmittel können ebenfalls   eingesetzt    werden, z. B.



   Acetylchlorid, Essigsäureanhydrid,
Trifluoressigsäureanhydrid, Schwefelsäure oder
Phosphoroxychlorid,   p-Toiuolsulfochlorid,   
Zinkchlorid oder Kaliumbisulfat, z.B. in einem inerten organischen Lösungsmittel, beispielsweise in Chloroform oder Methylenchlorid, und bei einer Temperatur zwischen Raumtemperatur und dem Siedepunkt des Reaktionsgemisches.



   Das in der obigen Umsetzung eingesetzte Carbinol der Formel II kann z. B. in an sich   bekannter    Weise durch   Umsetzen    des entsprechenden tricyclischen 5 Ketons mit geeigneten Grignard-Verbindungen erhalten werden. Die tricyclischen 5-Ketone sind nach an sich bekannten Methoden erhältlich, wobei jedoch zu beachten ist, dass die Einführung eines Halogenatoms in 10 (bzw.11)-Stellung von   l-Chlor(oder      Fluor)-5H-      dibenzo[a,d]cyclohepten-5;on    bevorzugt unter Zugabe des entsprechenden Halogens mit gleichzeitiger Belichtung erfolgt.

  Das resultierende
1-Chlor(oder Fluor)-10,11-dihalogen-10,11 dihydro-5H-dibenzo[a,d]cyclohepten-5-on spaltet nach Zugabe von Alkali ein Molekül Halogenwasserstoff ab, wobei ein
1-Chlor(oder Fluor)-10(bzw,11)-halogen-5H dibenzo[a,d]cyclohepten-5-on entsteht.



   Carbinole der Formel II, in denen Y1 Hydroxyl und   Y.2    Wasserstoff darstellen, werden zweckmässig wie folgt erhalten:
Falls ein Carbinol der Formel II, in der R1 Methyl bedeutet, hergestellt werden soll, setzt man ein entsprechendes tricyclisches 5-Keton direkt z.B. mit Dimethylaminopropyl-magnesiumchlorid um und hydrolysiert anschliessend das Reaktionsprodukt. Bedeutet R1 Wasserstoff, so empfiehlt es sich,
Mehylbenzylaminopropyl-magnesiumchlorid als Reagenz für die Umsetzung zu verwenden.

  Nach beendigter Umsetzung und anschliessender   Hydrolyse    setzt man das entstandene Produkt mit Chlorameisensäureäthylester um und hydrolysiert anschliessend die entstandene
5-Hydroxy-5-[3'-(methyl-carbäthoxy-amino) propyl]-Verbindung, wobei eine spontane Decarboxylierung unter Bildung der entsprechenden    5-Hydroxy-5-(3 '-methylaminopropyl)-Verbindung    eintritt.



   Carbinole der Formel II, in denen umgekehrt Y1 Wasserstoff und   Y    Hydroxyl bedeuten, erhält man beispielsweise dadurch, dass man ein entsprechendes tricyclisches 5-Keton mit Äthylmagnesiumbromid umsetzt und das Reaktionsprodukt hydrolysiert. Die entstandene   5-Hydroxy-5-Äthyl-Verbindung    wird mit Acetylchlorid dehydratisiert und anschliessend mit Ameisensäure und Wasserstoffperoxid behandelt. Es entsteht eine
5-Hydroxy-5-(1'-hydroxyäthyl)-Verbindung, welche mit wässriger Schwefelsäure zu der entsprechenden 5-Acetyl-Verbindung dehydratisiert wird. Durch Behandeln mit Formaldehyd und Methyl- bzw.

  Dime   thylamin-hydrochiorid    erhält man eine    5-(Methyl-    bzw.   Dimethylaminoprs)pionyl)-   
Verbindung, die nach Reduktion mit Natriumborhydrid in das ent sprechende Carbinol übergeht.



   Erhaltene, unsymmetrisch substituierte Verbindun gen der Formel I und deren Salze können in ihre geo metrischen Isomeren, d. h. a- bzw.   fi-Isomeren,    getrennt werden. Die Trennungsmethoden sind an sich bekannt. Bevorzugt trennt man die geometrischen Isomeren durch fraktionierte Kristallisation der Säureadditionssalze   aus    einem Lösungsmittel, z. B. Aceton, oder aus einem Lösungsmittelgemisch, z. B.   MethanoVDi-     äthyläther.

 

   Die Erfindung erfasst auch die Herstellung der   Säureadditionssalze    der tricyolischen Amine der Formel I. Solche Salze sind   beispielsweise    diejenigen mit organischen Säuren, wie Oxalsäure, Zitronensäure, Essigsäure, Milchsäure, Maleinsäure und Weinsäure, oder    mit    anorganischen Säuren, wie   Chlorwasserstoffsäure,       Bromwass erstoffs äure    oder Schwefelsäure.



   Die Verfahrensprodukte können als Heilmittel in Form pharmazeutischer Präparate Verwendung finden, welche sie oder ihre Salze in Mischung mit einem für die enterale oder parenterale Applikation geeigneten  pharmazeutischen, organischen oder   aanorganischen    inerten Trägermaterial   enthalten.    Die pharmazeutischen Präparate können in fester   Form oder    in flüssiger Form vorliegen. Sie können rauch Hilfsstoffe, wie Kon   servierungs-,      Stabilisierung & ,    Netz- oder   Emulgiermit-    tel, Salze zur Veränderung des osmotischen Druckes oder Puffer, sowie auch noch andere therapeutisch wertvolle Stoffe   enthalten.   



   Beispiel 1
25 g 1,3-Dichlor-10,11-dihydro-5-(3'-dimethylamino propyl)-5-hydroxy-5H-dibenzo[a,d]cyclo hepten werden mit 250 ml 30%iger äthanolischer Salzsäure 15 Studen unter Rückflussdedingungen erhitzt. Nach dem Eindampfen unter vermindertem Druck wird   das      Reaktionsgemisch    in Wasser gelöst, mit Äther gewaschen und mit verdünnter Natronlauge   alkalisch    gestellt. Nach   Idem    Ausschütteln mit Äther und Eindampfen zur Trockne wird das zurückbleibende ölige Isomerengemisch von
1,3-Dichlor-10,11-dihydro-5-(3'-dimethylamino propyliden)-5H-dibenzo[a,d]cyclohepten durch Behandeln mit methanolischer Salzsäure in das Hydroxychlorid übergeführt. Nach dem Umkristallisieren aus Aceton fällt zuerst das Hydrochlorid des   α-Iso-    meren aus, Schmelzpunkt 231-233 C.

  Aus den Mutterlaugen erhält man Kristallisation aus Methanol/Äther ein Produkt, das aus 94% des Hydrochlorids des ss-Isomeren besteht, Schmelzpunkt 180-183 C.



   Das als Ausgangsmaterial eingesetzte
1,3-Dichlor-10,11-dihydro-5-(3'-dimethylamino propyl)-5-hydroxy-5H-dibenzo[a,d]cyclo hepten wird wie folgt hergestellt:
50 g 2-(2',4'-Dichlorphenäthyl)-benzoesäure und 100 ml Thioylchlorid werden 4 Studen unter Rückflussbedingungen erhitzt. Nach dem Einengen unter vermindertem Druck wird das erhaltene Säurechlorid in 500 ml    & wefelkohlenstoff    gelöst und zu einer siedenden Suspension von 70 g Aluminiumchlorid in 1 Liter Schwefelkohlenstoff eingetropft. Nach   4-stüh-    digem Kochen wird unter vermindertem Druck einige dampft, mit Eis hydrolysiert und mit Äther ausgezogen, mit Wasser, 2n Natronlauge und   Wasser      gewa-    schen, getrocknet und eingedampft.

  Das rohe
1,3-Dichlor-10,11-dihydro-5H-dibenzo[a,d] cyclohepten-5-on wird an 300 g Silikagel in Benzol chromatographiert und schmilzt dann bei 108-110 C.



   Durch Verwendung von 2,9 Gilman Legierung, 13,5 g   Dimethyiaminopropylchlorid    und 18 g
1,3-Dichlor-10,11-dihydro-5H-dibenzo[a,d] cyclohepten-5-on erhält man nach der im Beispiel 1 angegebenen Arbeizsweise
1,3-Dichlor-10,11-dihydro-5-(3'-dimethylamino propyl)-5-hydroxy-5H-dibenzo[a,d]cyclo hepten, das sofort weiter umgesetzt wird.



   Beispiel 2
4,1 g 1,9-Dichlor-10,11-dihydro-5-(3'-dimethylamino propyl)-5-hydroxy-5H-dibenzo[a,d]cyclo hepten werden in 100 ml   30% iger    äthanolischer   Salzsäure    2 Stunden unter Rückflussbedingungen erhitzt. Nach dem Eindampfen unter vermindertem Druck wird der Rückstand in Wasser gelöst, mit Äther gewaschen, mit Natronlauge alkalisch gestellt und in   Ather    aufgenommen. Das nach dem Abdampfen   des    Äthers zurückbleibende, ölige
1,9-Dichlor-10,11-dihydro-5-(3'-dimethylamino propyliden)-5H-dibenzo[a,d]cyclohepten wird in Benzol gelöst, durch Filtration an 50 g Aluminiumoxyd (Aktivitätsstufe II) gereinigt und in das Hydrochlorid übergeführt, das nach dem Umkristallisieren aus Methano/Äther bei   234-2350 C    schmilzt.



   Das als Ausgangsmaterial eingesetzte
1,9-Dichlor-10,11-dihydro-5-(3'-dimethylamino propyl)-5-hydroxy-5H-dibenzo[a,d]cyclo hepten wird wie folgt hergestellt:
18,2 g 3-Chlor-phthalsäureanhydrid und 20,5 g (2 Chlorphenyl)-essigsäure werden mit 0,5 g   Natriumace-    tat geschmolzen. Die Schmelze wird unter Rühren in 120 ml Äthanol gegossen,   abgekühlt    und anschliessend   filtriert.    Das erhaltene Gemisch der beiden Isomeren
4-Chlor-3-(2'-chlorbenzyliden)-phthalid (A) und
7-Chlor-3-(2'-chlorbenzyliden)-phthalid (B)   schmilzt    bei 159-190  C. Die Trennung erfolgt durch   Umkristallisation    aus Aceton. Das gewünschte Isomere A fällt in über 96%iger Reinheit aus und schmilzt bei 204-209 C.



   53 g des so erhaltenen Isomeren A werden in 300 ml Jodwasserstoffsäure mit dem spezifischen Gewicht 1,75 zusammen mit 40 g rotem Phosphor 24 Stunden in einer Argonatmosphäre unter   Rückflúss-      bedingun,gen    erhitzt. Das   Reaktionsgemisch    wird nach dem Abkühlen mit 400 ml Wasser versetzt, filtriert und mit   Wasser    gewaschen. Der Rückstand wird in heisser 2n Natronlauge aufgelöst und die Lösung zur Entfernung von rückständigem Phosphor nochmals filtriert. Das Filtrat wird mit konzentrierter Salzsäure   sauer    gestellt und mit Methylenchlorid extrahiert. Der Methylenchlorid-Extrakt wird mit Wasser gewaschen, mit Natriumsulfat getrocknet und eingedampft.

  Das erhaltene    4-Chlor-3-(2'-chlorbenzyl)-phthalid    schmilzt nach dem   Umkristallisieren      aus    Aceton/tiefsiedendem   Petroläther bei    129-130  C.



   32,5 g 4-Chlor-3-(2'-chlorbenzyl)-phthalid werden in einer Lösung von 14 g Kaliumhydroxid in 350   rm    Wasser gelöst. Nach dem Einengen des   Reaktionsge    misches unter   vermindertem    Druck erhält man   
Kalium-[3-chlor-2-(2'-chlor-α-hydroxy-phenäthyl) olophen-5-on,    als einen festen Schaum.



   48,6 g   Kalium-[3-chlor-2-(2'-chlor-α-hydroxy-phen-      äthyl)-benzoat]    werden in 300   mi    Dimethylsulfoxid gelöst und in einer Argonatmosphäre 3 1/2 Stunden auf 1700 C erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird auf Eiswasser gegossen, das Ganze mit 2n Salzsäure angel säuert und mit Methylenchlorid extrahiert. Der Methylenchloridextrakt wird mit Wasser gewaschen, mit Natriumsulfat   getrocknet    und eingeengt. Man erhält
3-Chlor-2-(2'-chlorstyryl)-benzoesäure vom Schmelzpunkt 151-155  C.

 

   15 g 3-Chlor-2-(2'-chlorstyryl)-benzoesäure werden in 250   ml      Jodwasserstoffsäure    vom spezifischen Gewicht 1,75 gelöst und mit 12 g rotem Phosphor 24   Stunden    bei 1250 C in einer Argonatmosphäre geführt.



  Das Reaktionsgemisch wird darauf mit 200   mi    Wasser versetzt und filtriert. Der Rückstand wird in 50%iger   Natronlauge unter Erwärmung gelöst. Nach dem Abfiltrieren der Phosphorrückstände wird Lösung mit Äther gewaschen, mit konzentrierter Salzsäure angesäuert und mit   Methylenchlorin    extrahiert. Der   Mc      thylenchlorid-Extrakt    wird mit Natriumsulfat getrocknet und eingedampft. Man erhält
3-Chlor-2-(2'-chlorphenäthyl)-benzoesäure, die bei 137-139 C schmilzt.



   50 g Polyphosphorsäure wird auf 120 C erhizt.



  In einer Argonatmosphäre weden nun 7 g 3-Chlor-2   (2'-chlorphenäthyl)-benzoesäure      hinzugefügt    und das Ganze 5 Stunden auf 1500 C erhitzt. Das   Reaktionsge-    misch wird   auf    Eis gegossen und mit Benzol extrahiert.

 

  Der Benzol-Extrakt wird   nacheinander    mit 2n Natronlauge und Wasser gewaschen, mit   Nafriumsulfat    getrocknet und   eingedampft.    Man erhält
1,9-Dichlor-10,11-dihydro-5H-dibenzo[a,d]cy clophen-5-on, das nach dem Umkristallisieren aus   Aceton/tiefsieden-    dem Petroläther bei   185-187     C schmilzt.



   Durch Verwendung von 1,1 g Gilman-Legierung,
5,3 g Dimethylaminopropylchlorid und
3,4 g 1,9-Dichlor-10,11-dihydro-5H-dibenzo  [a,d]cyclophen-5-on erhält man mit der im Beispiel 1 angegebenen Arbeitsweise rohes
1,9-Dichlor-10,11-dihydro-5-(3'-dimethylamino propyl)-5-hydroxy-5H-dibenzo[a,d]cyclo hepten als ein gelbes   Öl',    das sofort weiter umgesetzt wird. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von tricyclischen Aminen der Formel EMI4.1 in der R1 ein Wasserstoffatom oder die Methylgruppe, R ein Chlor- oder Fluoratom, X eine Äthylengruppe oder eine gegebenenfalls durch ein Halogenatom substituierte Vinylengruppe und R2 und R3 je ein Wasserstoff-, Chlor-oder Fluoratom bedeuten, wobei mindestens einer der Reste R2 und R3 Chlor oder Fluor darstellt, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der Formel im der eines der Symbole Y1 und Y ein Wasserstoffatom und das andere eine Hydroxylgruppe bedeutet, dehydratisiert.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Isomeren aus dem erhaltenen Isomerengemisch isoliert.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine erhaltene Base in ein Säureadditionssalz überführt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Ausgangsverbindung der Formel II einsetzt, in der R ein Chloratom darstellt.
    4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch ge kennzeichnet, dass man eine Ausgangsverbindung der Formel II einsetzt, in der R. ein Chloratom in 3 Stellung und R Wasserstoff darstellen.
    5. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Ausgangsverbindung der Formel II einsetzt, in der R. Wasserstoff und Rs ein Chloratom in 9-Stellung darstellen.
    6. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Ausgangsverbindung der Formell II einsetzt, in der X eine Äthylengruppe oder eine gegesbenenfalls durch Brom oder Chlor substituierte Vinylengruppe darstellt.
    7. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man 1,3-Dichlor-10,11-dihydro-5-(3'dimethylamino propyl)-5-hydroxy-5H-dibenzo[a,d]cyclo hepten dehydratisiert.
    8. Verfahren nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass man die geometrischen Isomeren aus dem erhaltenen Isomerengemisch isoliert.
    9. Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man 1 9-Dichlor- 10,11 -dihydro-5-(3 '-dimethylamino propyl)-5-hydroxy-5H-dibenzo[a,d]cyclo hepten dehydratisiert. EMI4.2
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