CH507209A - Verfahren zur Herstellung eines bisher unbekannten Polypeptides - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines bisher unbekannten Polypeptides

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CH507209A
CH507209A CH1079868A CH1079868A CH507209A CH 507209 A CH507209 A CH 507209A CH 1079868 A CH1079868 A CH 1079868A CH 1079868 A CH1079868 A CH 1079868A CH 507209 A CH507209 A CH 507209A
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Stephan Dr Guttmann
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Sandoz Ag
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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung eines bisher unbekannten Polypeptides
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines bisher unbekannten Polypeptides der Formel
EMI1.1     


<tb>  <SEP>    1    <SEP> l <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP> 5 <SEP> 6 <SEP> 71 <SEP> 8 <SEP> 9 <SEP> 10
<tb> H-Cys- <SEP> Ser-Asn- <SEP> Leu <SEP> - <SEP> Ser-Thr-Cys-Val-Leu- <SEP> Ser     11    12 13 14 15 16 17 18 19 20 21   Ala-Tyr-Trp-Arg-Asn-Leu-Asn-Asn-Phe-His-   
22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32   Phe-Ser-Gly-Met-Gly-Phe-G ly-Pro-Glu-Thr-Pro-      NHo,    seiner therapeutisch wirksamen Säureadditionssalze und Schwermetallkomplexe.



   Das bisher unbekannte Polypeptid - kann nach für die Synthese von Verbindungen dieser Art allgemein bekannten Methoden hergestellt werden, wobei die Aminosäuren in der in der obigen Formel festgelegten Reihenfolge einzeln oder nach vorheriger Bildung kleinerer Peptideinheiten miteinander verknüpft werden, indem man entsprechende zu seinem Aufbau nötige Aminosäuren unter Bildung von CONH-Bindungen in beliebiger zeitlicher Reihenfolge miteinander kondensiert, wobei nicht an der Reaktion teilnehmende freie funktionelle Gruppen intermediär durch geeignete Schutzgruppen geschützt werden, zu einem beliebigen Zeitpunkt der Synthese die Mercaptogruppen nach Bildung der Aminosäureteilsequenz 1 bis 7 und vor Einbau der eine Methionylgruppe enthaltenden Teilsequenz zum Disulfid oxydiert und die Carboxylgruppe des terminalen Prolylrestes in die Amidgruppe überführt.



   Beim Aufbau des neuen Polypeptids hat sich für die Blockierung der   y-Carboxylgruppe,    beispielsweise in der nachstehend beschriebenen Teilsequenz A, die tert. Butyloxygruppe bewährt, doch können auch andere Schutzgruppen, wie die Methoxy-, die   Äthoxy-,    die tert.-Amyloxy-, die Amid- oder die Benzyloxygruppe verwendet werden.



   Für die Blockierung der Imidazolgruppe des Histidinrestes in der nachstehend beschriebenen Teilsequenz C hat sich die Triphenylmethylgruppe bewährt, doch können auch andere geeignete Schutzgruppen, wie die Carbo-tert.-butoxy-, die   Carbo-tert. -amyloxy-,    die Carbobenzoxy- oder die Benzylgruppe verwendet werden.



   Für die Blockierung der   ct)-Aminogruppe    des   Lysin-    restes in der nachstehend beschriebenen Teilsequenz C kann eine tert.-Alkoxy-carbonylgruppe, vorzugsweise die tert.-Butoxy-carbonylgruppe, verwendet werden.



   Für die Blockierung der Guanidogruppe des Argininrestes in der nachstehend beschriebenen Teilsequenz E wurde die Nitrogruppe verwendet, doch können auch andere geeignete Schutzgruppen, wie die Tosylgruppe, die p-Nitrocarbobenzoxygruppe oder die 2-(Isopropyl   oxycarbonyl)-3,4,5,6-tetrachlorobenzoylgruppe,    verwendet werden. Man kann auch den Schutzeffekt der Protonisierung der Guanidogruppe bei der Synthese verwenden.



   Zum Schutz der Sulfhydrylgruppe in der nachstehend beschriebenen Teilsequenz F1 und F2 kann z. B.



  die Benzyl-, die p-Brombenzyl- oder die p-Methylbenzylgruppe verwendet werden. Das neue Polypeptid lässt sich auch in Form seiner Salze gewinnen bzw. verwenden. Als Salze kommen solche mit organischen Säuren, wie Essigsäure, Propionsäure, Glykolsäure, Milchsäure, Brenztraubensäure, Malonsäure, Bernsteinsäure, Maleinsäure, Fumarsäure, Weinsäure, Zitronensäure, Benzoesäure, Zimtsäure, Salicylsäure, 2-Phenoxyoder   2-Acetoxy-benzoesäure,    Mandelsäure, Methansulfonsäure, Äthansulfonsäure, Hydroxyäthansulfonsäure, Benzol- oder Toluolsulfonsäure, Naphthalinsulfonsäure, Sulfanilsäure sowie polymere Säuren wie   Gerb-    säure, Alginsäure, Polygalacturonsäure, Polyphloretinphosphat oder Carboxymethylcellulose und Salze mit anorganischen Säuren, wie Halogenwasserstoffsäure, z. B.

  Salzsäure oder Bromwasserstoffsäure, Salpetersäure, Thiocyansäure, Schwefelsäure und Phosphorsäure in Frage. Als Schwermetallkomplex kommt z. B. derjenige vom   ZinkS3    in Frage.  



   Die Ausgangsprodukte zur Herstellung des neuen Polypeptids können, sofern sie nicht bekannt waren, nach den für die Peptidchemie bekannten Methoden erhalten werden, wobei die Aminosäuren einzeln oder nach vorheriger Bildung kleinerer Peptideinheiten miteinander verknüpft werden.



   Die neue Verbindung stellt ein wichtiges therapeutisches Prinzip dar, das den Calciumplasmaspiegel, insbesondere den erhöhten Calciumplasmaspiegel, senkt und als Antagonist des Parathormons eine positive Calciumbilanz im Knochen bewirkt.



   Es ist somit indiziert bei allen Zuständen, bei welchen eine Senkung des Plasmacalciumspiegels erwünscht ist, z. B. Hypercalcämien verschiedener Genese, Mangel des endogenen Thyreocalcitonins infolge Ausfall von Schilddrüsengewebe, Hyperfunktion der Nebenschild   drüsen.   



   Die neue Verbindung ist indiziert bei allen Knochenaffektionen, die auf einem vermehrten Abbau beruhen oder bei welchen eine vermehrte Calciumfixation im Knochen erwünscht ist, z. B. Osteoporose verschiedener Genese (z. B. postklimakterisch, posttraumatisch, bedingt durch Corticosteroidtherapie oder Inaktivität usw.), Frakturen, Osteomalacie, Rachitis sowie insbesondere zur Kombinationstherapie mit Calcium bzw.



  Phosphat. Die biologische Prüfung der neuen Verbindung ergab eine Wirksamkeit von etwa 100 bis 450 MRC-Einheiten/mg Peptid. Die erforderliche Tagesdosis (i. m. verabreicht) in MRC-Einheiten beträgt 20 mE bis 10E, vorzugsweise 100 mE/kg Tiergewicht.



   Beim Menschen beträgt die tägliche Dosis (i. m.



  verabreicht) in MRC-Einheiten 1 bis 500 E. Vorzugsweise wird eine tägliche Dosis von 5 E i. m. verabreicht.



   Die neue Verbindung kann als Heilmittel,   z. B.    in Form pharmazeutischer Präparate, Verwendung finden.



  Diese enthalten die genannte Verbindung in Mischung mit einem für die parenterale Applikation geeigneten organischen oder anorganischen Trägermaterial. Für dasselbe kommen solche Stoffe in Frage, die mit der neuen Verbindung nicht reagieren, wie z. B. Gelatine, Milchzucker, Stärke, Magnesiumstearat, Talk, pflanzliche Öle, Benzylalkohole, Gummi arabicum, Polyalkylenglykole, Vaseline, Cholesterin oder andere bekannte Arzneimittelträger. Die pharmazeutischen Präparate können z. B. in flüssiger Form als Lösungen, Suspensionen oder Emulsionen vorliegen. Gegebenenfalls sind sie sterilisiert und bzw. oder enthalten Hilfsstoffe, wie Konservierungs-, Stabilisierungs-, Netzmittel oder Emulgiermittel. Sie können auch noch andere, therapeutisch wertvolle Stoffe enthalten. Die neue Verbindung kann auch in Form eines Depotpräparates verabreicht werden.



   Die neue Verbindung und ihre Salze kann auch als Zwischenprodukt zur Herstellung von pharmazeutischen Präparaten Verwendung finden.

 

   Es werden folgende Abkürzungen verwendet:
Z = Carbobenzoxy
Bzl = Benzyl
BOC = tert.-Butyloxycarbonyl
Trt = Trityl = Triphenylmethyl
OTB = tert.-Butyloxy
ONP = p-Nitrophenylester
OCP = 2,4,5-Trichlorphenoxy
OMe = Methoxy
OEt = Äthoxy    NOs    = Nitro
Ser = L-Seryl
Asn = L-Asparaginyl
Leu = L-Leucyl
Thr = L-Threonyl
Val = L-Valyl
Ala = L-Alanyl
Tyr = L-Tyrosyl
Trp = L-Tryptophanyl
Arg = L-Arginyl
Lys = L-Lysyl
Phe =   Il-Phenylalanyl   
Glu = L-Glutamyl
His = L-Histidyl
Pro = L-Prolyl
Gly =   Glycol   
Met = L-Methionyl
Cys = L-Cysteinyl
In den folgenden Beispielen, die die Ausführung des Verfahrens erläutern, den Umfang der Erfindung aber in keiner Weise einschränken sollen, erfolgen alle Temperaturangaben in Celsiusgraden.  



   Teilsequenz A
L-Phenylalanyl-glycyl-L-prolyl-y-tert.-butyloxy    L-glutamyl-L-threonyl-L-prolinamid     (H-Phe-Gly-Pro-Glu(OTB)-Thr-Pro-NH2)
Man löst   bei-5     134 g Z-Thr-NH-NH2 in 2 Liter in Salzsäure und versetzt mit 0,55 Liter in Natriumnitrit. Nach 5 Minuten wird Kaliumcarbonat bis pH 9 zugegeben, das entstandene Azid mit Äthylacetat extrahiert und eine Lösung von 80 g   H-ProNH. hydro-    chlorid in 100 ml Wasser, 500 ml Dimethylformamid und 77 ml Triäthylamin hinzugefügt. Man verdampft das   Athylacetat    bei 200 im Vakuum und lässt über Nacht bei 250 stehen. Die restliche Lösung wird im Vakuum verdampft, der Rückstand in Äthylacetat gelöst, mit Wasser, verdünnter Salzsäure und einer wässrigen Kaliumcarbonatlösung gewaschen und über Natriumsulfat getrocknet.

  Man verdampft im Vakuum, löst in warmem Äthylacetat und kühlt ab. Man erhält Z-Thr-Pro-NH2; Smp.   1480,      [a] 2D    =   -720    in 95    0    Essigsäure. Man löst hierauf 90 g Z-Thr-Pro-NH2 in 2 Liter Dioxan und 260 ml in Salzsäure und hydriert bei 200 und Normaldruck in Gegenwart eines Palladiumkatalysators. Man filtriert, verdampft die Lösung im Vakuum, wäscht den Rückstand mit Äthylacetat und erhält   H-Thr-Pro-NH,-HCI,    Smp.   2160,    [a]   D0    =   -640    in 95% Essigsäure. Dieses wird in 500 ml Dimethylformamid, 50 ml Wasser und 32 ml Triäthylamin gelöst und 118 g Z-Glu(OTB)-OCP und 800 ml Tetrahydrofuran zugegeben.

  Man lässt über Nacht bei 200 stehen, verdampft im Vakuum und kristallisiert den Rückstand mit Äthyläther. Man erhält Z-Glu(OTB)   Thr-Pro-NH,    Smp. 650 (Zers.), [a] 20D =   -18     in Dimethylformamid.



   Man löst 80 g Z-Glu(OTB)-Thr-Pro-NH2 in 1,5 Liter Dioxan und 200 ml Wasser und hydriert bei 200 und Normaldruck in Gegenwart eines Palladiumkatalysators. Die Lösung wird filtriert und im Vakuum verdampft und der Rückstand mit Diäthyläther versetzt, wobei   H-Glu(OTB)-Thr-Pro-NH.'    erhalten wird, Smp.



  650 (Zers.),   [0] D0    =   -280    in Dimethylformamid. Dieses wird in 700 ml Dimethylformamid bei   0     gelöst, 200 ml Acetonitril, 68 g Z-Phe-Gly-Pro-OH und 32 g Dicyclohexylcarbodiimid hinzugefügt, über Nacht bei 200 stehengelassen,   abfiltriert,    im Vakuum eingedampft und mit   Athylacetat    versetzt. Danach wäscht man die Lösung mit Wasser, verdünnter Salzsäure und wässriger Kaliumcarbonatlösung, trocknet über Natriumsulfat, verdampft im Vakuum und kristallisiert den Rückstand aus   Athylacetat/Äthyläther.    Man erhält Z-Phe-Gly-Pro   Glu(OTB)-Thr-Pro-NH2    vom Smp. 1200 (Zers.), [a] 20D =   -660    in Dimethylformamid, das man in 1500 ml Dioxan und 300 ml Wasser löst.

  Man gibt 30 g Palladiumkohle (10%) zu und hydriert bis zum Ende der Wasserstoffaufnahme. Man   flitriert,    dampft das Filtrat ein und kristallisiert den Rückstand aus Dioxan. Man erhält das   H-Phe-Gly-Pro- Glu(OTB)-Thr-Pro- NH-2,    Smp.   1530    [a]   2D      = -79     in Dimethylformamid.



   Teilsequenz B
N-tert.-Butyloxycarbonyl-L-seryl-glycyl    L-methionyl-glycin     (BOC-Ser-Gly-Met-Gly-OH) a) L-Methionyl-glycin-äthylester-hydrochlorid  (H-Met-Gly-OEt.HCl)
Man löst 65 g BOC-Met-OH in 900 ml Chloroform, kühlt auf   -10 ,    gibt 30 ml N-Methylmorpholin und 35,6 g Chlorameisensäureisobutylester zu. Nach 10 Minuten fügt man langsam eine Lösung von 30 g Glycin äthylester in 200 ml Chloroform hinzu und lässt bei 200 eine Stunde reagieren. Man extrahiert mit 0,5n Ammoniumhydroxid, dann mit 0,2n Schwefelsäure, wäscht mit Wasser neutral, trocknet über Natriumsulfat und engt ein. Nach Umkristallisieren aus Petroläther erhält man BOC-Met-Gly-OEt; Smp. 490,   [cz]    20D=-19  in Äthanol.

  Man löst es in 750 ml 4n   HCl/Äthanol,    lässt 1 Stunde bei 250 stehen, dampft ein, wäscht den Rückstand mit Diäthyläther und trocknet bis zur Gewichtskonstanz. Man erhält das   H-Met-Gly-OEt. HCl    in Form eines Öles.



  b) N-tert.-Butyloxycarbonyl-L-seryl-glycin-äthylester  (BOC-Ser-Gly-OEt)
Man löst 12,5 g N-tert.-Butyloxycarbonyl-serin in100 ml Chloroform und gibt 6,1 g   N-Methylm.orpholin    dazu; danach tropft man 8,2 g Chlorameisensäureisobutylester hinzu. Nach 10 Minuten wird eine Lösung von 6,6 g Glycin-äthylester in 50 ml Chloroform hinzugefügt und 1 Stunde bei Raumtemperatur gerührt. Das Reaktionsgemisch wird mit verdünntem Ammoniak, dann mit Salzsäurelösung gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und die organische Phase abgedampft.



  Man erhält BOC-Ser-Gly-OEt als   Öl,    [a]20D =   -30    in Dimethylformamid.



  c) N-tert.-Butyloxycarbonyl-L-seryl-glycin-hydrazid  (BOC-Ser-Gly-NHNH2)
Man löst 19,4 g BOC-Ser-Gly-OEt in 270 ml Äthylalkohol, gibt 48,6 ml Hydrazinhydrat hinzu und lässt 2 Tage bei Raumtemperatur stehen. Anschliessend dampft man die Lösung ab und kristallisiert den Rückstand aus einem   Methylalkohol/Athyläther-Gemisch    (1:3). Man erhält BOC-Ser-Gly-NHNH2, Smp.   1570,      [a] D0    =   -5     in Dimethylformamid.



  d) N-tert.-Butyloxycarbonyl-L-seryl-glycyl    L-methionyl-glycin-äthylester     (BOC-Ser-Gly-Met-Gly-OEt)
Zu 200 ml Dimethylformamid werden 25 ml einer 4n Chlorwasserstofflösung in Äthyläther gegeben und darin bei   -10     11 g   BOC-Ser-Gly-NHNH2    gelöst. Anschliessend tropft man   bei 10    5,4 ml tert.-Butylnitrit hinzu, fügt der Lösung zuerst 18 ml Triäthylamin und dann eine Lösung von 12 g   H-Met-Gly-OEt. HCl    in 100 ml Dimethylformamid und 6,2 ml Triäthylamin bei.

 

  Es wird 3 Stunden bei Raumtemperatur gerührt, nach 12 Stunden filtriert und eingedampft. Den Rückstand löst man in Chloroform, wäscht nacheinander mit verdünnter Ammoniak- und Salzsäurelösung, trocknet über Natriumsulfat und dampft ein. Man erhält BOC-Ser Gly-Met-Gly-OEt,   [o] 2D0    =   -140    in Dimethylformamid.



  e) tert.-Butyloxycarbonyl-L-seryl-glycyl    L-methionyl-glycin     (BOC-Ser-Gly-Met-Gly-OH)
Man löst 24 g BOC-Ser-Gly-Met-Gly-OEt in 250 ml Dioxan, gibt 75 ml in Natronlauge zu, rührt 1 Stunde bei 250, behandelt mit 150 ml Dowex-50 (H+-Form), filtriert, dampft das Filtrat ein und kristallisiert den Rückstand aus   Essigester, Diäthyläther.    Man erhält BOC-Ser-Gly-Met-Gly-OH, Smp. 870 (Zers.), [a] 20D=   -170    in Dimethylformamid.  



   Teilsequenz C    Na,Nimid    Ditrityl-L-histidyl-tert.-butyloxy-carbonyl
L-lysyl-L-phenylalaninhydrazid  (Trt)-His(Trt)-Lys(BOC)-Phe-NH-NH2 a) Z-Lys(BOC)-Phe-OMe
94,8 g   H-Phe-OMe HCl    werden in 1 Liter   Ather    und etwa 50 ml Eiswasser gelöst und unter Rühren und Kühlen genügend Natriumcarbonat zugegeben, bis alles Wasser abgebunden ist. Man filtriert und dampft das Filtrat bis zur Gewichtskonstanz ein, wobei ein farbloses Öl erhalten wird.



   144 g Z-Lys(BOC)-OH werden in 300 ml Acetonitril und 150 ml Dimethylformamid gelöst und mit dem oben erhaltenen H-Phe-OMe versetzt. Danach wird auf   -20     abgekühlt und eine Lösung von 90,8 g Dicyclohexylcarbodiimid in 100 ml Acetonitril zugegeben.



  Das Ganze lässt man unter zeitweiligem Umschütteln während 4 Stunden im Eiskasten stehen. Der entstandene Niederschlag wird abfiltriert und das Filtrat eingedampft. Der Eindampfrückstand wird in 1 Liter Essigester gelöst und hierauf in der Kälte mit In Sodalösung, Wasser,   1n    Schwefelsäure, Wasser und   gesättig-    ter Kochsalzlösung gewaschen. Die über Natriumsulfat getrocknete Essigsäureäthylester-Phase wird vollständig eingedampft. Nach Umkristallisieren aus   Essigester/Pe-    troläther erhält man Z-Lys(BOC)Phe-OMe; Smp. 102   bis 1050, [a] = 70 in Methanol, -120 in Dimethyl-    formamid.



  b) H-Lys(BOC)-Phe-OMe   HCl   
29 g Z-Lys(BOC)-Phe-OMe werden in 500 ml Methanol gelöst und nach Zugabe von 53 ml In HCl/ Methanol in Anwesenheit von Palladiumkohle hydriert.



  Nach Filtrieren und Eindampfen wird der Rückstand im Hochvakuum getrocknet.



  c) ZHis-Lys(BOC)-Phe-OMe
45 g H-Lys(BOC)-Phe-OMe    HCI    werden in einem Gemisch von 300 ml Acetonitril und 50 ml Dimethylformamid gelöst, danach eine Lösung von 40 g   Z-His-Ns    in 150 ml Essigester und 20 ml Triäthylamin zugegeben und das Ganze 4 Stunden bei   0     stehengelassen. Nach Abfiltrieren wird das Filtrat eingedampft. Der Rückstand wird in Essigsäureäthylester aufgenommen und anschliessend mit gesättigter Kochsalzlösung gewaschen.



  Die über Natriumsulfat getrocknete Essigsäureäthylester-Phase wird vollständig eingedampft, wobei Z-His Lys(BOC)-Phe-OMe (hellbeiger, amorpher Schaum) erhalten wird.   [a]2D      = 110    in Dimethylformamid.



  d) H-His-Lys(BOC)-Phe-OMe   HCl   
96 g Z-His-Lys(BOC)-Phe-OMe werden in 2000 ml Methanol gelöst. Danach werden 10 g 10% Palladium auf Aktivkohle in 120 ml ln Salzsäure angerührt und in die Lösung gegeben. Das Ganze wird einer 2stündigen Hydrierung unterworfen und anschliessend der Katalysator abfiltriert. Das Filtrat wird erneut mit 5 g   10,0    Palladium auf Aktivkohle in Wasser versetzt und der Hydrierung unterworfen, die nach 51/2 Stunden beendet ist. Hierbei werden etwa 80 % der theoretischen Menge Wasserstoff verbraucht. Der Katalysator wird abfiltriert und das Filtrat vollständig eingedampft, wobei H-Hys-Lys(BOC)-Phe-OMe   HCl    in Form eines amorphen Schaumes erhalten wird.



  e) Trt-His(Trt)-Lys(BOC)-Phe-OMe
144 g   H-His-Lys(BOC)-Phe-OMe      HCI    werden in 3000 ml Pyridin gelöst. Bei etwa + 50 werden 122 ml Triäthylamin zugegeben und anschliessend eine Lösung von 207 g Tritylchlorid in 1000 ml Pyridin während 15 Minuten zugetropft. Nach Beendigung der Zugabe wird von Zeit zu Zeit das pH geprüft und nötigenfalls mit Triäthylamin auf etwa pH 9 gestellt. Das Ganze wird nach ungefähr 24 Stunden eingedampft, der Rückstand in Chloroform und Wasser aufgenommen und unter Zugabe von wenig ln Salzsäure auf pH 4 gestellt.



  Man trennt die   Chloroformphase    ab, wäscht sie zweimal mit Wasser, trocknet über Natriumsulfat und dampft vollständig ein. Der Rückstand wird mit   Ather    gelöst, mit Petroläther gefällt und   anschliessend    abfiltriert, wobei Trt-His(Trt)-Lys(BOC)-Phe-OMe erhalten wird.



     [&alpha;]20D=-26     in Dimethylformamid.



  f) Trt-His(Trt)-Lys(BOC)-Phe-NH-NH2
134 g Trt-His(Trt)-Lys(BOC)-Phe-OMe werden in 1000 ml Methanol gelöst und mit 60 ml Hydrazinhydrat versetzt. Danach wird 2 Tage bei Zimmertemperatur stehengelassen. Man dampft ein, löst den Rückstand in einem Gemisch von Essigester/n-Butanol (9:1) und wäscht zweimal mit Wasser. Die organische Phase wird über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft.



  Hierauf wird der Rückstand mit Äther gewaschen und abfiltriert. Er besteht aus Trt-His(Trt)-Lys(BOC)-Phe NH-NH2 vom Smp. 1250 mit Zers., [a]   2ODCC    =   +    100 in Dimethylformamid.



   Teilsequenz D
1-(L-Asparaginyl-L-leucyl-L-asparaginyl
L-asparaginyl-L-phenylalanin)-2-benzyloxy carbonyl-hydrazid   Trifluoracetat     (H-Asn-Leu-Asn-Asn-Phe-NH-NH-Z   Trifluoracetat)    a) 1-(N-tert.-Butyloxyxarbonyl-L-phenylalanin)
2-benzyloxycarbonyl-hydrazid  (BOC-Phe-NH-NH-Z)
Man löst 72 g BOC-Phe-OH und 28 g N-Methylmorpholin in 500 ml Methylenchlorid auf und tropft   bei 5    26 ml Chlorameisensäuremethylester zu. Nach 10 Minuten gibt man noch 44 g Z-NHNH2 in 100 ml Methylenchlorid zu und rührt 4 Stunden bei Zimmertemperatur weiter. Nach Auswaschen mit verdünnter Phosphorigersäure wird getrocknet und eingedampft.



  Nach Kristallisieren aus Petroläther erhält man BOC Phe-NH-NH-Z vom Smp.   1170,      [a] D    =   -5     in Dimethylformamid.

 

  b)   1 -(N-tert.-Butyloxycarbonyl-L-asparaginyl-   
L-phenylalanin)-2-benzyloxycarbonyl-hydrazid  (BOC-Asn-Phe-NH-NH-Z)
Man löst 41 g BOC-Phe-NHNH-Z in 400 ml Trifluoressigsäure und lässt eine Stunde bei 200 stehen.



  Beim Verdampfen der Trifluoressigsäure erhält man das H-Phe-NHNH-Z als kristallines Trifluoracetat vom Smp. 1910,   [rij      2r)0    =   + 26,40    in Dimethylformamid.



  Diese Substanz wird zusammen mit 35 g BOC-Asn ONP und 30 g N-Methylmorpholin in 200 ml Dimethylformamid gelöst. Nach 16 Stunden Stehen bei 200 wird das Lösungsmittel verdampft und der Rückstand nacheinander mit Essigester und verdünnter Phosphorigersäure gewaschen. Man erhält BOC-Asn-Phe-NH-NH-Z vom Smp.   2100,      [o]D0    =   -lo      in Dimethylformamid.  



  c) 1-(N-tert.-Butyloxycarbonyl-L-asparaginyl
L-asparaginyl-L-phenylalanin)-2-benzyloxy carbonyl-hydrazid  (BOC-Asn-Asn-Phe-NH-NH-Z)
Man löst 26 g BOC-Asn-Phe-NH-NH-Z in 200 ml Trifluoressigsäure auf und lässt 1 Stunde bei 200 stehen.



  Nach Verdampfen des Lösungsmittels versetzt man in 100 ml Dimethylformamid mit 17 g BOC-Asn-ONP und 15 g N-Methylmorpholin. Nach 16 Stunden bei 200 wird das Lösungsmittel verdampft und der Rückstand nacheinander mit Essigester und verdünnter Phosphorigersäure gewaschen. Man erhält BOC-Asn Asn-Phe-NH-NH-Z, Smp.   2400,      [a]    20D =   -280    in Dimethylformamid.



  d) 1-(N-tert.-Butyloxycarbonyl-L-leucyl    L-asparaginyl-L-asparaginyl-L-phenylalanin)-   
2-benzyloxycarbonyl-hydrazid  (BOC-Leu-Asn-Asn-Phe-NH-NH-Z)
Man löst 22 g BOC-Asn-Asn-Phe-NH-NH-Z in 150 ml Trifluoressigsäure und lässt 1 Stunde bei 200 stehen. Nach Verdampfen des Lösungsmittels wird der Rückstand mit 12 g BOC-Leu-ONP und 10 g N-Methylmorpholin in 100 ml Dimethylformamid versetzt. Nach 16 Stunden Stehenlassen bei 200 wird das Dimethylformamid verdampft und der Rückstand nacheinander mit Essigester und verdünnter Phosphorigersäure gewaschen. Man erhält   BOC-Leu-Asn-Asn-Phe-NH-NSI-Z    vom Smp.   2100,      [aJ 20    =   -340    in Dimethylformamid.



  e) 1-(N-tert.-Butyloxycarbonyl-L-asparaginyl
L-leucyl-L-asparaginyl-L-asparaginyl-L-phenyl alanin)-2-benzyloxycarbonyl-hydrazid  (BOC-Asn-Leu-Asn-Asn-Phe-NH-NH-Z)
Man löst 57 g   BOC-Leu-Asn-Asn-Phe-NH-NH-Z    in 300 ml Trifluoressigsäure und lässt eine Stunde bei 200 stehen. Nach Verdampfen des Lösungsmittels wird der Rückstand in Äther kristallisiert. Man löst das Tetrapeptid-trifluoracetat in 400 ml Dimethylformamid und versetzt die Lösung mit 27 g   BOC-Asn-ONP    und 25 g N-Methylmorpholin. Nach 16 Stunden Stehenlassen bei 200 wird das Lösungsmittel verdampft und der Rückstand nacheinander mit Essigester und verdünnter Phosphorigersäure gewaschen. Man erhält BOC-Asn-Leu-Asn-Asn-Phe-NH-NH-Z vom Smp. 2500 (Zers.),   [a]      =      = ¯34     in Dimethylformamid.



  f)   1 -(L-Asparaginyl-L-leucyl-L-asparaginyl-   
L-asparaginyl-L-phenylalanin)-2-benzyloxy carbonyl-hydrazid   trifluoracetat     (H-Asn-Leu-Asn-Asn-Phe-NH-NH-Z   Trifluoracetat)   
Man löst 43,5 g   BOC-Asn-Leu-Asn-Asn-Phe-NH-    NH-Z in 200 ml Trifluoressigsäure und lässt eine Stunde bei 200 stehen. Nach Eindampfen wird der Rückstand mit Hilfe von   Äther    kristallisiert. Man erhält H-Asn Leu-Asn-Asn-Phe-NH-NH-Z.-Trifluoracetat, Smp.



     2420,    [a]   2D=      -    220 in Dimethylformamid.



   Teilsequenz E
Trityl-L-seryl-L-alanyl-L-tyrosyl-L-tryptophanyl
L-arginin-hydrazid  (Trt-Ser-Ala-Tyr-Trp-Arg-NHNH2) a) N-tert.-Butyloxycarbonyl-L-tryptophanyl    (guanido)-N-nitro-L-argininmethylester     (BOC-Trp-Arg(NO2)-OMe)
Man löst 35 g   H-Arg(NOs)-OMe       HCI,    63 g BOC Trp-OCP und 14 g N-Methylmorpholin in 300 ml Dimethylformamid auf und lässt 1 6 Stunden bei 200 stehen. Nach Verdampfen des Lösungsmittels wird der Rückstand in Essigester aufgenommen und mit verdünnter Schwefelsäure gewaschen. Man engt etwas ein und fällt mit   Ather    aus. Dabei kristallisiert BOC-Trp   Arg(NO,)-OMc    vom Smp.   1300,      [a] 2D0    =   -220    in Dimethylformamid.



  b) N-tcrt.-Butyloxycarbonyl-L-tyrosyl-L-tryptophanyl     (guanido)N-nitro-argininmethylester  (BOC-Tyr-Trp-Arg(NOs)-OMe)   
Man löst 15 g BOC-Trp-Arg(NO2)-OM3 in 80 ml 5n methanolischer Salzsäurelösung auf und lässt 1 Stunde bei Zimmertemperatur stehen. Nach Verdampfen des Lösungsmittels und Behandeln mit   Ather    verbleiben 13 g H-Trp-Arg(NO2)-OMe als Hydrochlorid zurück; Smp.   1200,    [a]D =   -90    in Dimethylformamid. Dieses Dipeptid wird zusammen mit 14 g BOC-Tyr-OCP und.



  8 g N-Methylmorpholin in 200 ml Dimethylformamid gelöst. Nach 16 Stunden Stehen bei 200 wird das Lösungsmittel verdampft und der Rückstand in Essigester aufgenommen. Nach Waschen mit verdünnter Phosphorigersäure und Einengen des Lösungsmittels kann man mit Hilfe von   Ather      BOC-Tyr-Trp-Arg(NO. -    OMe isolieren; Smp.   1300,      [a]    20D =   -110    in Dimethylformamid.



  c) tert.-Butyloxycarbonyl-L-alanyl-L-tyrosyl
L-tryptophanyl-(guanido)N-nitro-L-arginin methylester    (BOC-Ala-Tyr-Trp-Arg(NOO)-OMe)   
Man löst 13,5 g   BOC-Tyr-Trp-Arg(NOo)-OMe    in 130 ml 5n methanolischer Salzsäurelösung auf, lässt 1 Stunde bei 250 stehen, dampft zur Trockne ein, wäscht den Rückstand mit Dimethyläther, filtriert ab, löst in 100 ml Dimethylformamid auf und versetzt mit 8,0 g BOC-Ala-OCP und 3,0 ml Triäthylamin. Nach 16 Stunden bei 250 gibt man 500 ml Essigester hinzu, wäscht mit verdünnter Schwefelsäure und Kaliumbicarbonatlösung und dampft zur Trockne ein. Nach Waschen des Rückstandes mit Chloroform erhält man   BOC-Ala-Tyr-Trp-Arg(NO2)-OMe    vom Smp. 1200 (Zers.),   [aj 2D0    =   -120    in Dimethylformamid.



  d) tert.-Butyloxycarbonyl-L-seryl-L-alanyl-L-tyrosyl
L-tryptophanyl-(guanido)N-nitro-L-arginin methylester  (BOC-Ser-Ala-Tyr-Trp-Arg(NO2)-OMe)
Man löst 12,3 g   BOC-Ala-Tyr-Trp-Arg(NO )-OMe    in 100 ml 5n methanolischer Salzsäure, lässt 1 Stunde bei 250 stehen, dampft zur Trockne ein, wäscht den Rückstand mit Diäthyläther, löst ihn in 100 ml Dimethylformamid, versetzt mit 14 ml Triäthylamin und 8,5 g BOC-Ser-N3, lässt 16 Stunden bei   0     stehen, gibt 500 ml Essigester zu, wäscht nacheinander mit verdünnter Schwefelsäure und Ammoniumhydroxid, trocknet über Natriumsulfat und dampft das Lösungsmittel ab.

 

  Nach Waschen des Rückstandes mit Chloroform löst man ihn in Essigester und fällt durch Zugabe von Di äthyläther. Man erhält 13,5 g BOC-Ser-Ala-Tyr-Trp Arg(NO2)-OMe; Smp. 135  (Zers.),   [&alpha;]D=    -15  in Dimethylformamid.



  e) Trityl-L-seryl-L-alanyl-L-tyrosyl-L-tryptophanyl
L-arginin   hydrazid       (Trt-Ser-Ala-Tyr-Trp-Arg-NHNH2)     
Man löst 13,2 g von dem obigen Pentapeptidester in 300 ml Essigsäure, gibt 60 ml Wasser und 13,2 g Palladium-Kohle (10%ig) zu und hydriert bis zum Ende der Wasserstoffaufnahme. Man   abfiltriert,    dampft ab, löst den Rückstand in Dimethylformamid auf, dampft wiederum ab, um die Spuren von Essigsäure zu beseitigen. Anschliessend löst man den Rückstand in 250 ml 5n methanolischer Salzsäure, lässt 1 Stunde bei   200    stehen, dampft ab und löst in 250 ml Pyridin auf.



  Danach gibt man 7 ml Triäthylamin zu, kühlt auf 00, gibt 9,5 g Triphenylchlormethan zu und lässt 16 Stunden bei   0     stehen. Man dampft zur Trockne ein, löst in Essigester und wäscht mit einer 5 %igen NaCl-Lösung.



  Man trocknet, dampft ab, wäscht den Rückstand mit einem Gemisch von Diäthyläther-Petroläther (2:1) und löst in 260 ml Methanol, versetzt mit 26 ml Hydrazinhydrat und lässt 16 Stunden bei 400 stehen. Man dampft ab, wäscht den Rückstand bis zur Neutralität mit Wasser und trocknet im Hochvakuum über Schwefelsäure.



  Man erhält   Trt-Ser-Ala- Tyr-Trp-Arg-NHNH-,    Smp.



     1530,    [a]   2D0 =      -60    in Dimethylformamid.



      Teilsequenz Fl   
L-Threonyl-S-benzyl-L-cysteinyl-L-valyl    L4eucinmethylester. hydrobromid     (H-Thr-Cys(Bzl)-Val-Leu-OMe   HBr)    a) H-Cys(Bzl)-Val-Leu-OMe   HBr   
Man löst 21,0 g Z-Cys(Bzl)-OCP und 12,3 g H-Val   Leu-OMe-HCl    in 120 ml Dimethylformamid. Danach gibt man 5,9 ml Triäthylamin hinzu, lässt 16 Stunden bei 250 stehen, fügt Essigester hinzu, wäscht mit verdünnter Salzsäure, trocknet über Natriumsulfat, dampft zur Trockne ab und kristallisiert den Rückstand aus   EssigsäureäthylesterlDiäthyläther.    Man erhält Z-Cys (Bzl)-Val-Leu-OMe, Smp.   1600,      [a] D0    =   -280    in Dimethylformamid, das man in 210 ml einer 40%igen Lösung von Bromwasserstoff in Eisessig löst.

  Man lässt 1 Stunde bei 250 stehen, dampft zur Trockne ein und kristallisiert den Rückstand aus Isopropanol/Diäthyl äther um. Man erhält   H-Cys(Bzl)-Val-Leu-OMe.    HBr, Smp.   1680      [ < i]20    =   +    140 in Dimethylformamid.



  b) H-Thr-Cys(Bzl)-Val-Leu-OMe   HBr   
Man löst 20 g Z-Thr-NHNH2 in 350 ml Dimethylformamid, kühlt auf   -200,    gibt 100 ml einer Lösung von 2n Salzsäure in Dioxan und anschliessend noch 10 ml tert.-Butylnitrit zu. Nach 10 Minuten bei   -200    werden 45 ml Triäthylamin und 25,5 g H-Cys(Bzl)-Val Leu-OMe HBr hinzugefügt und das erhaltene Gemisch während 16 Stunden bei   0     geschüttelt. Man dampft zur Trockne ein, löst den Rückstand in einem Gemisch von Essigsäureäthylester/Wasser, wäscht die organische Phase mit verdünnter Salzsäure, trocknet über Natriumsulfat, dampft ein und kristallisiert den Rückstand aus Essigester um. Man erhält Z-Thr-Cys(Bzl)-Val-Leu- OMe, Smp.   2080,    [a]   2D    =   -270    in Dimethylformamid.



   Man löst 20 g von dem oben erhaltenen Tetrapeptid in 200 ml eines Gemisches von   Trifluoressigsäure/Essig-    ester (1:1) auf, leitet während 1 Stunde bei   0     einen Strom gasförmigen Bromwasserstoffs ein, dampft anschliessend ein und kristallisiert den Rückstand aus Methanol/Diäthyläther um. Man erhält H-Thr-Cys(Bzl)   Val-I eu-OMe-    1,3 HBr, Smp. 202 ,   [r±]    20D =   -100    in Dimethylformamid.



     TeZlsequenz    F2 tert .-Butyloxycarbonyl-S-benzyl-L-cysteinyl
L-   seryl-L-asparaginyl-L-leucyl-L-serin-hydrazid     (BOC-Cys(Bzl)-Ser-Asn-Leu-Ser-NH-NH2) a) H-Asn-Leu-Ser-OMe.HCl
Man löst 43 g   H-Leu-Ser-OMe HCl    und 53 g BOC-Asn-ONP in 400 ml Dimethylformamid auf, gibt 22 ml Triäthylamin zu, lässt 16 Stunden bei 250 stehen, dampft zur Trockne ein und kristallisiert den Rückstand aus Methanol um. Man erhält 51,6 g BOC-Asn-Leu Ser-OMe, Smp.   1900,      [aJ D0    =   -240    in Dimethylformamid, das man in 500 ml einer 4n Lösung von Salzsäure in Methanol löst. Man lässt 1 Stunde bei 250 stehen, dampft zur Trockne ein, löst den Rückstand in Methanol und fällt mit Diäthyläther.

  Man erhält H-Asn   Leu-Ser-OMe HCl,    Smp.   1800,      [a]D    =   -230    in Dimethylformamid.



  b) H-Ser-Asn-Leu-Ser-OMe   HCl   
Man löst 39,5 g BOC-Ser-NHNH2 in 500 ml Dimethylformamid, kühlt auf   -200,    gibt 200 ml einer 2n Lösung von Salzsäure in Dioxan und anschliessend 20 ml tert.-Butylnitrit zu. Nach 10 Minuten bei 200 werden 40 ml Triäthylamin und 38,0 g H-Asn-Leu Ser-OMe HCl hinzugefügt, danach 16 Stunden bei   0     gerührt, zur Trockne eingedampft und der Rückstand aus Chloroform/Diäthyläther umkristallisiert. Man erhält BOC-Ser-Asn-Leu-Ser-OMe, Smp.   1350      [aj    20D =   -220    in Dimethylformamid, das man in 420 ml einer 4n Salzsäurelösung in Methanol löst. Man lässt 1 Stunde bei 250 stehen, dampft zur Trockne ein und kristallisiert aus   Methanol/Essigsäureäthylester    um.

  Man erhält H-Ser-Asn-Leu-Ser-OMe    HCI,    Smp. 1550 (Zers.), [a] 20D =   -150    in Dimethylformamid.



  c) BOC-Cys(Bzl)-Ser-Asn-Leu-Ser-NHNH2
Man löst 18,5 g H-Ser-Asn-Leu-Ser-OMe.HCl und 18,0 g BOC-Cys(Bzl)-ONP in 100 ml Dimethylformamid auf, gibt 10 ml Wasser, 3,5 ml Essigsäure und 5,6 ml Triäthylamin zu, lässt 16 Stunden bei 250 stehen, dampft zur Trockne ein und kristallisiert aus Methanol um. Man erhält 25,1 g BOC-Cys(Bzl)-Ser-Asn-Leu-Ser OMe, Smp. 182 ,   [&alpha;]20D= -17     in Dimethylformamid, das man unter leichtem Erwärmen in 200 ml Dimethylformamid löst. Man gibt 200 ml Methanol und 20 ml Hydrazinhydrat zu, lässt 16 Stunden bei 300 stehen, fällt mit Diäthyläther, wäscht den Niederschlag mit Di äthyläther/Methanol (1:1) und trocknet das so erhaltene   BOC-Cys(Bzl)- Ser-Asn-Leu- Ser-NHNH-,    Smp.

 

     2240,      [&alpha;]20D    =   -130    in Dimethylformamid.



   Teilsequenz F tert.-Butyloxycarbonyl-L-hemicystinyl-L-seryl
L-asparaginyl-L-leucyl-L-seryl-L-threonyl
L-hemicystinyl-L-valyl-L-leucin-hydrazid  (BOC-Cys-Ser-Asn-Leu-Ser-Thr-Cys-Val-Leu
NHNH2)
Man löst 18,4 g BOC-Cys(Bzl)-Ser-Asn-Leu-Ser   NHNH2    (Teilsequenz F2) in 150 ml Dimethylformamid, kühlt auf   -200,    gibt 40 ml einer 2n Lösung von Salzsäure in Dioxan und 15 ml tert.-Butylnitrit zu. Nach
10 Minuten bei 200 gibt man noch 28 ml Triäthylamin und 24,8 g   H-Thr-Cys(BzU-Val-Leu-OMe.    1,3 HBr (Teilsequenz Fl) zu und rührt 16 Stunden bei 250.



  Danach wird filtriert, die Lösung eingedampft und der   Rückstand mit heissem   lilethanol      durchgewaschen.    Man erhält BOC-Cys(Bzl)-Ser-Asn-Leu-Ser-Thr-Cys(Bzl) Val-Leu-OMe, Smp.   212-244 ,      [&alpha;]20D    =   -25     in Di   methylformamid,    das man bei   60     in 100 ml Dimethylformamid löst. Man gibt   l0    ml Hydrazinhydrat zu und lässt 2 Stunden bei   60     stehen; das entstandene Nonapeptidhydrazid kristallisiert aus. Man wäscht mit Di äthyläther, Wasser und Methanol und trocknet im Hochvakuum über Phosphorpentoxid.

  Man erhält Nonapeptidhydrazid vom Smp.   260     (Zers.),   [a] r) =      -33     in Dimethylformamid/Wasser (3:1). Man suspendiert das erhaltene Produkt in 5000 ml getrocknetem Ammoniak, gibt unter Rühren und Sieden des Ammoniaks Natriummetall bis zur tiefblauen Färbung zu. Zwecks Entfärbung wird Ammoniumchlorid hinzugefügt und danach ein Luftstrom bis zur negativen Nitroprussiatreaktion durch die Lösung geleitet. Man dampft zur Trockne ein und wäscht den Rückstand mit Wasser und Aceton
I durch. Nach Trocknen erhält man BOC-Cys-Ser-Asn Leu-Ser-Thr-Cys-Val-Leu-NHNH2, Smp. 298  (Zers.),   [&alpha;]20D=    -20  in Dimethylformamid/Wasser (3:1).



   Teilsequenz ABC    L-Histidyl-#-tert.-butyloxycarbonyl-L-lysyl-   
L-phenylalanyl-L-seryl-glycyl-L-methionyl-glycyl
L-phenylalanyl-glycyl-L-prolyl-L-glutamyl
L-threonyl-L-prolinamid.Triacetat  (H-His-Lys(BOC)-Phe-Ser-Gly-Met-Gly-Phe-Gly
Pro-Glu-Thr-Pro-NH2.3CH3CO2H) a) L-Seryl-glycyl-L-methionyl-glycyl-L-phenylalanyl glycyl-L-prolyl-L-glutamyl-L-threonyl
L-prolinamid.Hydrochlorid  (H-Ser-Gly-Met-Gly-Phe-Gly-Pro-Glu-Thr
Pro-NH2.HCl)
Man löst 6,7 g BOC-Ser-Gly-Met-Gly-OH (Teilsequenz B). 12 g H-Phe-Gly-Pro-Glu(OTB)-Thr-Pro NH2 (Teilsequenz A) in 50 ml Dimethylformamid und 20 ml Acetonitril auf, kühlt auf 0 , gibt 4,0 g Dicyclohexylcarbodiimid hinzu und lässt 16 Stunden bei   0     stehen. Man dampft das Lösungsmittel ab, wäscht den Rückstand mit Wasser, Diäthyläther und Essigester und kristallisiert aus Chloroform um.

  Man erhält BOC Ser-Gly-Met-Gly-Phe-Gly-Pro-Glu(OTB)-Thr-Pro-NH2 Smp.   121     (Zers.),   [&alpha;]20D= -47     in Dimethylformamid, das man in 250 ml einer Lösung von 8n Chlorwasserstoff in Dioxan löst. Man rührt während 2 Stunden bei   25 ,    dampft zur Trockne ein und verarbeitet den Rückstand in Diäthyläther. Man erhält H-Ser-Gly-Met-Gly Phe-Gly-Pro-Glu-Thr.Pro-NH2.HCl [Smp. 130  (Zers.),   [&alpha;]      r) =      -48     in Dimethylformamid].



  b)   L-Histidyl-#-tert.-butyloxycarbonyl-L-lysyl-   
L-phenylalanyl-L-seryl-glycyl-L-methionyl glycyl-L-phenylalanyl-glycyl-L-prolyl-L-glutamyl
L-threonyl-L-prolinamid.Triacetat  (H-His-Lys(BOC)-Phe-Ser-Gly-Met-Gly-Phe    Gly-Pro-Gly-Thr-Pro-NH2. zu 3 CHsCOOH)   
Man löst 9,9 g Trt-His(Trt)-Lys(BOC)-Phe-NHNH2 (Teilsequenz C) in 100 ml Dimethylformamid kühlt   auf-20 ,    gibt 15 ml   Dioxan/HCI    2n und anschliessend 1,16 ml   tert.-Butylnitrit    zu, rührt 10 Minuten bei   -20 ,    gibt 28 ml Triäthylamin und 10,0 g H-Ser-Gly-Met Gly-Phe-Gly-Pro-Glu-Thr-Pro-NH2.HCl zu, rührt 4 Stunden bei   0 ,    filtriert und dampft zur Trockne ein.



  Man löst den Rückstand in einem Gemisch von Essig   estcr/Methanol      (8: 2)    auf, wäscht mit verdünntem Ammoniak und anschliessend mit Wasser bis zur Neutralität, trocknet über Natriumsulfat, konzentriert auf 100 ml und fällt durch Zugabe von Diäthyläther. Man löst den Niederschlag wiederum in Dimethylformamid auf und fällt durch Zugabe von Diäthyläther. Man erhält Trt-His(Trt)-Lys(BOC)-Phe-Ser-Gly-Met-Gly Phe-Gly-Pro-Glu-Thr-Pro-NH2 [Smp. 150  (Zers.),   [a]D    =   -48     in Dimethylformamid], das man in 500 ml Essigsäure/Wasser   (8: 2)    löst.

  Man lässt 3 Stunden bei   40     stehen, dampft ein, wäscht den Rückstand in Di äthyläther und trocknet im Hochvakuum über KOH Spänc, Man erhält H-His-Lys(BOC)-Phe-Ser-Gly-Met Gly-Phe-Gly-Pro-Glu-Thr-Pro-Nh2.3CH3COOH, Smp.



     201     (Zers.),   [&alpha;]20D      =      -53     in Essigsäure.



   Teilsequenz DE
Trityl-L-seryl-L-alanyl-L-tyrosyl-L-tryptophanyl
L-arginyl-L-asparaginyl-L-leucyl-L-asparaginyl
L-asparaginyl-L-phenylaianin-hydrazid.diacetat  (Trt-Ser-Ala-Tyr-Trp-Arg-Asn-Leu-Asn-Asn    Phe-NHNH2-    2   CHSCOOH)    a) 1-(N-Trityl-L-seryl-L-alanyl-L-tyrosyl-L-trypto phanyl-L-arginyl-L-asparaginyl-L-leucyl
L-asparaginyl-L-asparaginyl-L-phenylalanin)
2-benzyloxycarbonyl-hydrazid-diacetat  (Trt-Ser-Ala-Tyr-Trp-Arg-Asn-Leu-Asn-Asn    Phe-NHNH-Z    diacetat)    blan    kühlt 320 ml Dimethylformamid auf   -20 C,    gibt 100 ml 2n Chlorwasserstoff in dioxan zu und löst darin 72 g Trt-Ser-Ala-Tyr-Trp-Arg-NHNH2 (Teilsequenz E). Anschliessend versctzt man mit 12 ml tert. Butylnitrit, lässt 10 Minuten bei   -20     rühren und tropft 35 ml Triäthylamin zu.

  Das so erhaltene Gemisch wird mit einer Lösung, entstanden aus 8,8 g H-Asn-Leu-Asn   Asn-Phe-NHNH-Z    Trifluoracetat (Teilsequenz D) und 17 ml   Triälhylamin    in 150 ml Dimethylformamid vereinigt. Nach 16 Stunden bei   0     wird eingedampft. Man löst den Rückstand in Essigester und wäscht mit verdünnter Essigsäure und Sodalösung. Nach Eindampfen des Lösungsmittels verbleibt das Trt-Ser-Ala-Tyr-Trp Arg-Asn-Leu-Asn-Asn-Phe-NHNH-Z.2 CH3COOH vom Smp. 168 ,   [&alpha;]20D=    -19  in dimethylformamid.



  b) Trityl-L-seryl-L-alanyl-L-tyrosyl-L-tryptophanyl
L-arginyl-L-asparaginyl-L-leucyl-L-asparaginyl
L-asparaginyl-L-phenylalanin.hydrazid.diacetat  (Trt-Ser-Als-Tyr-Trp-Arg-Asn-Leu-Asn-Asn    Phe-NHNH2- zu 2 CH3COOH)   
Man löst 90   g    Trt-Ser-Ala-Tyr-Trp-Arg-Asn-Leu Asn-Asn-Phe-NHNH-Z 2   CHsCOOH    in 500 ml Dimethylformamid und hydriert mit 10 g Pd/C (10 %ig) bis zum Ende der Wasserstoffaufnahme. Nach Abfiltrieren des Katalysators wird das Lösungsmittel verdampft und der Rückstand aus einem Gemisch von Äther und Äthanol, enthaltend 1 % Essigsäure, kristallisiert. Man erhält Trt-Ser-Ala-Tyr-Trp-Arg-Asn-Leu   Asn-Asn-Phe-NHNH- 2      CH3COOH    vom Smp.   215 ,      [&alpha;]20D=    -53  in Dimethylformamid.

 

     Teilsequenz    ABCDE
L-Seryl-L-alanyl-L-tyrosyl-L-tryptophanyl
L-arginyl-L-asparaginyl-L-leucyl-L-asparaginyl    L-asparaginyl-L-phenylalanyl-L-histidyl-#-tert.-    butyloxycarbonyl-L-lysyl-L-phenylalanyl-L-seryl  glycyl-L-methionyl-glycyl-L-phenylalanyl-glycyl
L-prolyl-L-glutamyl-L-threonyl-L-prolin amid.Hexaacetat  (H-Ser-Ala-Tyr-Trp-Arg-Asn-Leu-Asn-Asn
Phe-His-Lys(BOC)-Phe-Ser-Gly-Met-Gly-Phe
Gly-Pro-Glu-Thr-pro-NH2.6CH3CO2H)    Man    löst 15,2 g   Trt-Ser-Ala-Tyr-Trp-Arg-Asn-Leu-    Asn-Asn-Phe-NHNH2. Diacetat (Teilsequenz DE) in   200    ml Dimethylformamid, kühlt auf 200, gibt 15 ml Dioxan HC1 2n und anschliessend 1,16 ml tert.-Butylnitrit zu und rührt 10 Minuten bei 200.

  Man gibt 14 ml Triäthylamin und eine Lösung von 18,9 g des in Teilsequenz ABC erhaltenen Tridecapeptidacetats in Dimethylformamid zu, rührt das erhaltene Gemisch 16 Stunden bei 00, filtriert und dampft zur Trockne ein.   ian      wäscht    den Rückstand mit Diäthyläther und Chloroform, löst in Dioxan/Wasser   (8 : 2),    behandelt die erhaltene Lösung mit   100    ml   Amberlit-IRA-41(}    (Acetat-Form), dampft ein und kristallisiert den Rückstand aus Isopropanol/Wasser um. Man erhält das
Trt-Ser-Ala-Tyr-Trp-Arg-Asn-Leu-Asn-Asn    Phe-His-Lys(BOC)-Phe-Ser-Gly-Met-Gly-   
Phe-Gly-Pro-Glu-Thr-pro-NH2.Acetat,   Smp. 128  (Zers.), [&alpha;]20D= -40  in Dimethylformamid,    das man unter Stickstoffatmosphäre in 500 ml 80%iger Essigsäure löst.

  Man lässt 1 Stunde bei 450 stehen, konzentriert auf 100 ml und fällt durch Zugabe von 1000 ml Diäthyläther. Man filtriert, löst den Rückstand in Dimethylformamid und fällt mit Diäthyläther. Nach Trocknen über KOH-Späne erhält man das    H-Ser-Ala-Tyr-Trp-Arg-Asn-Leu-Asn-Asn-   
Phe-His-Lys(BOC)-Phe-Ser-Gly-Met-Gly
Phe-Gly-Pro-Glu-Thr-Pro-NH2.6CH3CH2H, Smp.   130    (Zers.),   [&alpha;]20D=    =   48     in Essigsäure.



   Beispiel 1 tert.-Butyloxycarbonyl-L-hemicystinyl-L-seryl
L-asparaginyl-L-leucyl-L-seryl-L-threonyl
L-hemicystinyl-L-valyl-L-leucyl-L-seryl-L-alanyl    L-tyros,vl-L-tryptophanyl-L-arninyl-L-asparaginyl-   
L-leucyl-L-asparaginyl-L-asparaginyl-L-phenyl alanyl-L-histidyl-tert.-butyloxycarbonyl-L-lysyl
L-phenylalanyl-L-seryl-glycyl-L-methionyl glycyl-L-phenylalanyl-glycyl-L-prolyl-L-glutamyl    L-threonvl-L-prolinamid Hexaacetat Hydrat   
EMI8.1     


<tb> (BOC-Cys-Ser-Asn-Leu-Ser-Thr-Cys-Val-Leu 
Ser-Ala-Tyr-Trp-Arg-Asn-Leu-Asn-Asn-Phe
His-Lys(BOC)-Phe-Ser-Gly-Met-Gly-Phe
Gly-Pro-Glu-Thr-Pro-NH2    6    Acetat   Hydrat)   
Man löst 1,05 g Nonapeptid-Hydrazid (Teilsequenz F) in einem Gemisch von 50 ml Dimethylformamid und 1.2 ml 2n   Dioxan/HCl    bei   -200.    

   Man gibt 0,116 ml   tert.-Butylnitrit    zu, rührt 10 Minuten bei   -200,    gibt   1,4    ml Triäthylamin und 3,1 g Tricosapcptid-Hexaacetat (Teilsequenz ABCDE) und 5 ml Wasser zu und rührt 16 Stunden bei 00. Man dampft zur   Trockne    ein, wäscht den Rückstand mit Diäthyläther, Chloroform und Aceton. löst in Trifluoressigsäure, lässt 1 Stunde bei 25  stehen, dampft ab und wäscht mit Essigester.



  So erhält man das rohe Dotriacontapeptid, das man in 100 ml 0.3n Essigsäure löst, mit 20 ml Amberlit-IRA410 (Acetat) behandelt und anschliessend 50 ml 0,6n Ammoniumhydroxid hinzugibt. Man stellt das pH auf 6.5 ein und schichtet di erhaltene Lösung auf eine   Carboxvmethvlcellulosesäule      (10 X 100    cm), die mit einer   0,1 5n    Ammoniumacetatpuffer-Lösung equilibriert wurde. Die Elution wird mit einem steigenden Konzentrations- und pH-Gradient (0,15n auf 0,4n; pH 6,5 auf pH 7,0) eines Ammoniumacetatpuffers durchgeführt. Die vereinigten Fraktionen, die das reine Peptid enthalten, werden dreimal gefriergetrocknet, der Rückstand mit Äthanol und anschliessend mit Diäthyläther gewaschen und über Kaliumhydroxid im Hochvakuum getrocknet.

  Man erhält
EMI8.2     


<tb> BOC-Cys-Ser-Asn-Leu-Ser-Thr-Cys-Val-Leu 
Ser-Ala-Tyr-Trp-Arg-Asn-Leu-Asn-Asn
Phe-His-Lys(BOC)-Phe-Ser-Gly-Met-Gly
Phe-Gly-Pro-Glu-Thr-Pro    NH       6    CH3CO2H   10      ff2O,       Smp. 2200 (Zers.), [&alpha;]20D D0 = -58  in Essigsäure In.   



  Aminosäurezusammensetzung nach Säurehydrolyse (6n, 16 Std.): Ala1.1, Arg1.0, Asn3.0, Cys/21.6, Glu1.2, Gly3.0, His1.1, Leu2.9, Lys1.1, Met1.0, Phe3.0, Pro2.1, Ser3.8, Thr1.9, Tyr1.0,   Val0,0      (Trpt 0    durch Spektrophotometrie).



   Beispiel 2
L-Hemicystinyl-L-seryl-L-asparaginyl-L-leucyl
L-seryl-L-threonyl-L-hemicystinyl-L-valyl
L-leucyl-L-seryl-L-alanyl-L-tyrosyl-L-trypto phanyl-L-arginyl-L-asparaginyl-L-leucyl
L-asparaginyl-L-asparaginyl-L-phenylalanyl
L-histidyl-L-lysyl-L-phenylalanyl-L-seryl-glycyl
L-methionyl-glycyl-L-phenylalanyl-glycyl
L-prolyl-L-glutamyl-L-thyreonyl-L-prolin amid   10.Acetat    10 Hydrat
EMI8.3     


<tb>   (H-Cvs-Ser-Asn-Leu-Ser-Thr-Cys-Val-Leu-    <SEP> 
<tb>  Ser-Ala-Tyr-Trp-Arg-Asn-Leu-Asn-Asn-Phe His-Lys-Phe-Ser-Gly-Met-Gly-Phe-Gly-Pro Glu-Thr-Pro-NH2.10 Acetat.10 Hydrat) Man löst 3.3 g
EMI8.4     


<tb> BOC-Cys-Ser-Asn-Leu-Ser-Thr-Cys-Val-Leu 
Ser-Ala-Tyr-Trp-Arg-Asn-Leu-Asn-Asn
Phe-His-Lys(BOC)-Phe-Ser-Gly-Met-Gly
Phe-Gly-Pro-Glu-Thr-Pro-NH2.Hexaacetat unter Stickstoffatmosphäre in 100 ml Trifluoressigsäure, 

   lässt 15 Minuten bei 200 stehen und dampft zur Trockne ein. Man löst in 300 ml 0,2n Essigsäure, behandelt mit 20 ml Amberlit-IRA-410 (Acetat), lyophilisiert, wäscht mit Diäthyläther und trocknet über Kaliumhydroxid im Hochvakuum. Man erhält
EMI8.5     


<tb> H-Cys-Ser-Asn-Leu-Ser-Thr-Cys-Val-Leu 
Ser-Ala-Tyr-Trp-Arg-Asn-Leu-Asn-Asn
Phe-His-Lys-Phe-Ser-Gly-Met-Gly-Phe-Gly
Pro-Glu-Thr-Pro-NH2.10CH3CO2H.10H2O,, Smp. 2200 (Zers.),   [&alpha;]20D      -      520    in Essigsäure 1n.



   Aminosäurezusammensetzung nach Säurehydrolyse (6n, 16 Std.): Ala1.1, Arg1.0, Asn3.9, Cys/21.6, Glu1.2, Gly3.0, His1.1, Leu2.9, Lys1.1, Met1.0, Phe3.0, Pro2.1, Ser3.8, Thr1,9, Tyr1,0, Val0,9 (Trp1,0 durch Spektrophotometrie). 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE
    I. Verfahren zur Herstellung eines bisher unbekannten Polypeptides der Formel EMI8.6 <tb> <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP> 5 <SEP> 6 <SEP> 7 <SEP> 8 <SEP> 9 <SEP> 10 <tb> H-Cys-Ser-Asn-Leu-Ser-Thr-Cys-Val-Leu-Ser 11 12 13 14 15 16 17 In 19 20 21 Ala-Tyr-trp-Arg-Asn-Leu-Asn-Asn-Phe-His-Lys0 23 23 24 25 26 27 20 29 30 31 32 Phe-Ser-Gly-Met-Gly-Phe-Gly-Pro-Glu-Thr-Pro NH und seiner therapeutisch wirksamen Säureadditionssalze, dadurch gekennzeichnet, dass man entsprechende zu seinem Aufbau nötige Aminosäuren unter Bildung von CONH-Bindungen in beliebiger zeitlicher Reihenfolge miteinander kondensiert,
    wobei nicht an der Reaktion teilnehmendc freie funktionelle Gruppen intermediär durch geeignete Schutzgruppen geschützt werden, zu einem beliebigen Zeitpunkt der Synthese die Mercaptogruppen nach Bildung der Aminosäureteilsequenz I bis 7 und vor Einbau der eine Methionylgruppe enthaltenden Teilsequenz zum Disulfid oxydiert, die Carboxylgruppe des terminalen Prolylrestes in die Amidgruppe überführt und gegebenenfalls anschliessend die Säureadditionssalze herstellt, indem man das PoW-- peptid der obigen Formel durch Umsetzung mit organischen oder anorganischen Säuren in die entsprechenden Salze überführt.
    II. Verwendung des nach Patentanspruch I hergestellten Polypeptides der Formel EMI9.1 <tb> <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP> 5 <SEP> 6 <SEP> 7 <SEP> 1 <SEP> <SEP> 8 <SEP> 9 <SEP> 10 <tb> H-Cys- <SEP> Ser-Asn-Leu <SEP> - <SEP> Ser-Thr-Cys <SEP> -Val- <SEP> Leu <SEP> - <SEP> Ser 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 Ala-Tyr-Trp-Arg-Asn-Leu-Asn-Asn-Phe-His-Lys 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 Phe-Ser-Gly-Met-Gly-Phe-Gly-Pro-Glu-Thr-Pro NH2 zur Herstellung von Schwermetallkomplexen, dadurch gekennzeichnet, dass man das Polypeptid der obigen Formel durch Umsetzung mit Schwermetallsalzen in die entsprechenden Schwermetallkomplexe überführt.
    UNTERANSPRUCH Verfahren zur Herstellung des neuen Polypeptides nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man aus EMI9.2 <tb> <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP> 5 <SEP> 6 <SEP> 7 <SEP> 8 <SEP> 9 <SEP> 9 <SEP> 10 <tb> BOC-Cys-Ser-Asn-Leu-Ser-Thr-Cys-Val-Leu-Ser <tb> <SEP> BOC <tb> <SEP> 11 <SEP> 12 <SEP> 13 <SEP> 14 <SEP> 15 <SEP> 16 <SEP> 17 <SEP> 18 <SEP> 19 <SEP> 20 <SEP> 1 <SEP> 21 <tb> Ala-Tyr-Trp-Arg-Asn-Leu-Asn-Asn-Phe-His-Lys 22 23 23 24 25 26 27 28 29 30 31 Phe-Ser-Gly-Met-Gly-Phe-Gly-Pro-Glu -Thr-Pro- NH die Schutzgruppen abspaltet.
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