CH513165A - Verfahren zur Herstellung neuer 1,3,4,9b-Tetrahydro-2H-indeno(1,2-c)pyridinderivate - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer 1,3,4,9b-Tetrahydro-2H-indeno(1,2-c)pyridinderivate

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CH513165A
CH513165A CH44071A CH44071A CH513165A CH 513165 A CH513165 A CH 513165A CH 44071 A CH44071 A CH 44071A CH 44071 A CH44071 A CH 44071A CH 513165 A CH513165 A CH 513165A
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methyl
pyridine
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Anton Dr Ebnoether
Jean-Michel Dr Bastian
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Sandoz Ag
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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung neuer   1,3,4,9b-Ietrahydro-211-indeno i,2-cJpyndlnden'vate   
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung neuer 1,3,4,9b-Tetrahydro   2H-    indeno[l,2-c]pyridinderivate der Formel I, worin R1 für eine Alkyl-, Alkenyloder Alkinylgruppe,   R.    für eine niedere primäre oder sekundäre Alkylgruppe und   R5    für Wasserstoff, Halogen oder eine niedere Alkylgruppe stehen, wobei R1 nicht die Methylgruppe bedeutet, wenn   R    für die Methylgruppe und   R5    für Wasserstoff stehen.



   Erfindungsgemäss gelangt man zu den Verbindungen der Formel I, indem man Verbindungen der Formel II, worin   R    und R3 obige Bedeutung besitzen, mit Verbindungen der Formel III, worin R1 obige Bedeutung besitzt und Y für den Säurerest eines reaktionsfähigen Esters steht, wobei R1 in den Verbindungen der Formel III nicht die Methylgruppe bedeutet, wenn in den Verbindungen der Formel II   R    für die Methylgruppe und   Ra    für Wasserstoff stehen, kondensiert.



   Die Kondensation der Verbindungen der Formel II mit den Verbindungen der Formel III wird vorzugsweise in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten Lö   sungsmfttel,    z.B. in einem niederen Alkohol wie Äthanol, in einem chlorierten Kohlenwasserstoff wie Chloroform, in einem aromatischen Kohlenwasserstoff wie Xylol oder in einem Di(nieder)alkylamid einer niederen aliphatischen Carbonsäure wie Dimethylformamid und in Gegenwart eines basischen Kondensationsmittels, z.B.



  eines Alkalimetallcarbonats wie Natrium- oder Kaliumcarbonat, oder einer tertiären organischen Base wie Tri äthylamin, oder eines Überschusses einer Verbindung der Formel II durchgeführt. In den Verbindungen der Formel II bedeutet Y insbesondere Chlor, Brom, Jod oder eine   Methan-,    Benzol- oder Toluolsulfonsäuregruppe. Die Kondensation wird vorzugsweise unter leicht erhöhter Temperatur, gegebenenfalls bei Siedetemperatur des Reaktionsgemisches durchgeführt.



   Aus den freien Basen lassen sich in bekannter Weise Säureadditionssalze herstellen und umgekehrt.



   Die durch R1 symbolisierten Alkylgruppen bestehen vorzugsweise aus 1 bis 10, insbesondere aus 1 bis 8 Kohlenstoffatomen. Die durch R1 symbolisierten Alkenyl- und Alkinylgruppen bestehen vorzugsweise aus 3 bis 6, insbesondere aus 3 bis 4 Kohlenstoffatomen. Die durch Ro symbolisierten niederen primären oder sekundären Alkylgruppen bestehen vorzugsweise aus 1 bis 5, insbesondere aus 1 bis 3 Kohlenstoffatomen. Die durch R3 symbolisierten niederen Alkylgruppen bestehen vorzugsweise aus 1 bis 4, insbesondere aus 1 bis 2 Kohlenstoffatomen.



   Die Ausgangsprodukte der Formel II können erhalten werden, indem man aus Verbindungen der Formel IV, worin   Rg    für die Methyl- oder Benzylgruppe steht, und   R    und R3 obige Bedeutung besitzen, die Methylbzw. Benzylgruppe abspaltet.



   Die Abspaltung der Methyl- bzw. Benzylgruppe wird vorzugsweise so durchgeführt, dass man die Verbindungen der Formel VI mit einem Chlorameisensäureester der Formel V, worin   R5    eine niedere Alkylgruppe, die Phenyl- oder Benzylgruppe bedeutet, zu den Urethanen der Formel VI, worin R2,   R3    und R5 obige Bedeutung besitzen, umsetzt und diese Urethane sauer oder alkalisch hydrolysiert.



   Die Reaktion der Verbindungen der Formel IV mit den Chlorameisensäureestern der Formel V wird vorzugsweise in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten Lösungsmittel, z.B. in einem aromatischen Kohlenwasserstoff, wie wasserfreies Benzol und bei erhöhter Temperatur, z.B. bei Siedetemperatur des Reaktionsgemisches durchgeführt. Für diese Reaktion stellen die Chlorameisensäureester der Formel Va, worin   R41    eine niedere Alkylgruppe bedeutet, speziell bevorzugte Ausgangsprodukte dar. Die so erhaltenen Urethane der Formel VI können entweder nach an sich bekannten Methoden gereinigt oder direkt bei der folgenden Urethanspaltung eingesetzt werden.



   Die Abspaltung der   -COOR4-Gruppe    von den Urethanen der Formel VI kann mit Hilfe von Säuren, z.B.



  von Mineralsäuren, wie Salzsäure oder Basen, z.B. Alkalimetallhydroxiden, wie Kalium- oder Natriumhydroxid, in einem unter den Reaktionsbedingungen inerten Lösungsmittel, z.B. in einem niederen Alkohol wie n Butanol, vorzugsweise bei Siedetemperatur des Reaktionsgemisches durchgeführt werden.



   Aus den freien Basen lassen sich in bekannter Weise Säureadditionssalze herstellen und umgekehrt.



   Die durch   R.    symbolisierten niederen primären oder sekundären Alkylgruppen bestehen vorzugsweise aus 1  bis 5, insbesondere aus 1 bis 3 Kohlenstoffatomen. Die durch   R.    symbolisierten niederen   Alkylgruppen    bestehen vorzugsweise aus 1 bis 4, insbesondere aus 1 bis 2 Kohlenstoffatomen.



   Die Verbindungen der Formel I und ihre pharmakologisch verträglichen Säureadditionssalze besitzen bei geringer Toxizität interessante pharmakodynamische Eigenschaften und können daher als Heilmittel verwendet werden.



   Sie besitzen salidiuretische Wirksamkeit, wie sich durch Diureseversuche an der Ratte und am Hund zeigte, und können so als Salidiuretica bei Indikationen verschiedenster Genese, z.B. Oedeme bei Herzinsuffi   zienz.    in der Schwangerschaft, Nephropathien, Leberer   krankungen    usf. verwendet werden. Die zu verwendenden Dosen variieren naturgemäss je nach der Art der Administration und des zu behandelnden Zustandes. Im allgemeinen werden jedoch befriedigende Resultate mit einer Tagesdosis von 1,0 bis 30mg/kg Körpergewicht erhalten; diese Tagesdosis kann nötigenfalls in 2 bis 3 Anteilen oder auch als Retardform verabreicht werden.



  Für grössere Säugetiere liegt die Tagesdosis bei etwa 5-50 mg. Für orale Applikationen enthalten die Teildosen etwa 2 bis 25 mg der Verbindungen der Formel I neben festen oder flüssigen Trägersubstanzen oder Verdünnungsmitteln.



   Die analgetischen Eigenschaften der Verbindungen   der    Formel I und ihrer Säureadditionssalze manifestieren sich z.B. im   ( < hot-plate -Test    und durch die Hemmung des   Pkenyl-Benzochinon-Syndroms    an Mäusen.



  Sie können daher als Analgetika Verwendung finden.



  Die zu verwendenden Dosen variieren naturgemäss je nach der Art der Administration und des zu behandelnden Zustandes. Im allgemeinen werden jedoch befriedigende Resultate mit einer Tagesdosis von 1,0 bis 30   mg/kg      lsörpel.ewicht    erhalten: diese Tagesdosis kann nötigenfalls in 2 bis 3 Anteilen oder auch als Retardform verabreicht werden. Für grössere Säugetiere liegt die Tagesdosis bei etwa 10-100 mg. Für orale Applikationen enthalten die Teildosen etwa 3 bis 50 mg der Verbindungen der Formel I neben festen oder flüssigen Trägersubstanzen oder Verdünnungsmitteln.



   Weiters zeigen sie eine spezifische Hemmung des offensiven Aggressionsverhaltens (Beeinflussung der of   knsiven    und defensiven Aggression bei der Maus) und   können    daher bei   Verhalteasstörungen-    psychopathischen, oligophrenen bzw. psychotischen Ursprungs angewendet werden. Die zu verwendenden Dosen variieren   naturCemäss    je nach der Art der Administration und des zu behandelnden Zustandes. Im allgemeinen werden jedoch befriedigende Resultate mit einer Tagesdosis von 0.07 bis 2,3 mg/kg Körpergewicht erhalten; diese Tagesdosis kann nötigenfalls in 2 bis 3 Anteilen oder auch als Retardform verabreicht werden. Für grössere Säugetiere liegt die Tagesdosis bei etwa 5 bis 100 mg.

  Für orale Applikationen enthalten die Teildosen etwa 2 bis 50 mg der Verbindungen der Formel I neben festen oder flüssigen Trägersubstanzen oder Verdünnungsmitteln.



   Schliesslich zeigten die Verbindungen der Formel I und ihre Säureadditionssalze auch noch antiphlogistische Wirkung (traumatisches Oedem an der Ratte) und können als Antiphlogistica bzw. Exsudationshemmer bei Entzündungen sowie bei Oedemen nach Kontusionen, Distorsionen oder Frakturen eingesetzt werden. Die zu verwendenden Dosen variieren naturgemäss je nach der Art der Administration und des zu behandelnden Zustandes. Im allgemeinen werden jedoch befriedigende Resultate mit einer Tagesdosis von 10 bis 30mg/kg Körpergewicht erhalten; diese Tagesdosis kann nötigenfalls in 2 bis 3 Anteilen oder auch als Retardform verabreicht werden. Für grössere Säugetiere liegt die Tagesdosis bei etwa 30 bis 100 mg. Für orale Applikationen enthalten die Teildosen etwa 10 bis 50 mg der Verbindungen der Formel I neben festen oder flüssigen Trägersubstanzen oder Verdünnungsmitteln.



   Als Heilmittel können die neuen Verbindungen der Formel I bzw. ihre physiologisch verträglichen Säureadditionssalze allein oder in geeigneter Arzneiform mit pharmakologisch indifferenten Hilfsstoffen verabreicht werden.



   Die als Ausgangsprodukte benötigten Verbindungen der Formel IV können erhalten werden, indem man Verbindungen der Formel VII worin   R,      R5    und R4 obige Bedeutung besitzen, oder Verbindungen der Formel VIII, worin R3 und   R;    obige Bedeutung besitzen und   R,;    und   R7    je für Wasserstoff oder eine niedere Alkylgruppe stehen, cyclisiert.



   Die Cyclisierung wird vorzugsweise mit Hilfe von starken Säuren durchgeführt. Beispiele solcher starken Säuren sind Bromwasserstoff, Phosphorsäure oder Methansulfonsäure. Die Cyclisierung wird bei erhöhter Temperatur, vorzugsweise zwischen etwa 80 und 1500, gegebenenfalls in einer Inertgasatmosphäre wie Stickstoff durchgeführt.



   Die Cyclisierung kann je nach den Reaktionsbedingungen direkt zu den Endprodukten der Formel IV führen oder durch Wasserabspaltung die Zwischenprodukte der Formel VIII ergeben, die dann anschliessend cyclisiert werden.



   Die Verbindungen der Formel VII können hergestellt werden, indem man Verbindungen der Formel IX, worin   R.I,    R3,   Rg    und Y obige Bedeutung besitzen, mit Natriumborhydrid in einem Lösungsmittel, z.B. in einem niederen Alkohol im Gemisch mit Wasser. reduziert.



   Die Ausgangsprodukte der Formel   IX    können hergestellt   werden,    indem man Verbindungen der Formel X, worin   R3    obige Bedeutung besitzt, mit Verbindungen der Formel XI oder XII, worin   R    obige Bedeutung besitzt und X für Halogen steht, umsetzt, die so erhaltenen Reaktionsprodukte zu den Verbindungen der Formel XIII, worin   R2    und   R,    obige Bedeutung besitzen, hydrolysiert und diese durch Reaktion mit Verbindungen der Formel XIV, worin   Ro    und X obige Bedeutung besitzen, zu den Verbindungen der Formel IX quatärisiert.



   Soweit die Herstellung der benötigten Ausgangsprodukte nicht   boschrieben    wird, sind diese bekannt oder nach an sich bekannten Verfahren, bzw. analog zu den hier beschriebenen oder analog zu an sich bekannten Verfahren herstellbar.

 

   In den nachfolgenden Beispielen, die die Ausführung der Erfindung erläutern. ihren Umfang aber in keiner Weise einschränken sollen, erfolgen alle Temperaturangaben in   Celsiusgraden    und sind unkorrigiert.



   Beispiel I   
1 ,3,4,9b-Tetrakvdro.5-rnctkvl-2-propargyl.2H-  -indeno[1,2 c]pyridin
Ein Gemisch von 9,1 1,3,4,9b-Tetrahyd g 1,3,4,9b-Tetrahydro-5-methyl-      -2H-indeno[l,2-c]pyridin    (Base, hergestellt aus dem Hy   Hydrochlorid    durch Behandlung mit   Kali umcarbonatlö-      sun,    und Extraktion mit Chloroform),   4,4 g    Propargyl  chlorid und   8,log    Kaliumcarbonat in   60ml    Chloroform wird unter Rühren während 50 Stunden zum Sieden erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird zur Abtrennung von anorganischen Salzen filtriert, mit Wasser gewaschen und die organische Phase nach Trocknung über Magnesiumsulfat im Rotationsverdampfer eingedampft.

  Man löst den Eindampfrückstand in Äthanol, versetzt mit äthanolischer Salzsäure bis zur deutlich sauren Reaktion (pH ca. 3) und dampft zur Trockne. Nach wiederholtem Umkristallisieren aus Äthanol/Petroläther erhält man das reine   1,3 ,4,9b-Tetrahydro-5-methyl-2-propargyl-2H-inde-    no[l,2-c]pyridin-hydrochlorid vom Smp. 202 bis 2030 (Zers.).



   Das als Ausgangsprodukt benötigte 1,3,4,9b-Tetra   hydro-5-methyl-2H-indeno[1 ,2-c]pyridin    kann folgendermassen erhalten werden: a) Eine Suspension von 32,2g   1 ,3,4,4a,5,9b-Hexahy-      dro-2-methyl-2H.indeno[1,2-c]pyridin.5.on    in 300 ml abs.



  Äther wird bei   - 300    unter Rühren tropfenweise mit 100 ml einer   4,4%igen    ätherischen Lösung von Methyllithium versetzt. Nach Beendigung der Zugabe rührt man 3 Stunden bei   - 200,    versetzt das Reaktionsgemisch unter Eiskühlung und unter Stickstoffatmosphäre tropfenweise mit 90 ml 20%iger Ammoniumchloridlösung und extrahiert mit Äther. Die vereinigten Ätherextrakte werden über Magnesiumsulfat getrocknet, das Magnesiumsulfat durch Filtration abgetrennt und das Filtrat zur Trockne eingedampft. Aus dem Rückstand, einem kristallin anfallenden Rohprodukt, erhält man nach zweimaligem Umkristallisieren aus Diisopropyläther reines   1 ,3,4,4a,5,9b-Hexahydro-2,5 - dimethyl-5(2H)-indeno 11,2-      -c]pyridinol    vom Smp. 132 - 1340.



   b) Eine Lösung von 14g   l,3,4,4a,5,9b-Texahydro-      -2,5-dimethyl-5(2H)-indeno[2,1-c]pyridinol    in   200ml    5n äthanolischer Chlorwasserstofflösung wird 15 Minuten unter Rückfluss zum Sieden erhitzt. Die Lösung wird anschliessend zur Trockne eingedampft. Nach zweimaligem Umkristallisieren des Rückstandes aus Isopropanol erhält man reines   1,3,4,9b-Tetrahydro-2,5-dimethyl-      -2H-indenoC1,2-c]pyridin-hydrochlorid    vom Smp. 203 bis 2050   (Zers.).   



   c) Eine Lösung von 21 g   1n3,4,9b-Tetrahydro-2,5-di-      methyl-2H.indeno[l,2.c]pyridin    in 90 ml abs. Benzol wird unter Rühren tropfenweise mit 68,8 g Chlorameisensäureäthylester versetzt. Man erhitzt darauf während 4 Stunden zum Sieden und extrahiert anschliessend die auf Raumtemperatur abgekühlte Reaktionslösung zweimal mit Wasser und einmal mit 2n Salzsäure. Die organische Phase wird über Magnesiumsulfat getrocknet und eingedampft. Man destilliert den verbleibenden Rückstand im Hochvakuum und erhält das reine 2-Äthoxycarbonyl   -1,3,4,9b-tetrahydro-5-methyl-2H-indeno[1,2-c]pyridin v.   



  Kp 143 -   1450/0,02Torr.   



   d) Eine Lösung von 117 g   2-Athoxycarbonyl-1,3,4,-      9b-tetrahydro-5.methyl-2H-indeno[1 ,2-c]pyridin    in 120 ml n-Butanol wird mit 12 g festem Kaliumhydroxid ver setzt und 3 Stunden zum Sieden erhitzt. Man dampft das Reaktionsgemisch am Rotationsverdampfer ein, nimmt den Rückstand in Wasser auf und extrahiert die Lösung wiederholt mit Chloroform. Die Chloroformextrakte werden über Magnesiumsulfat getrocknet u. darauf eingedampft. Zur Überführung der so erhaltenen Rohbase in das Hydrochlorid löst man den Eindampfrückstand in Äthanol und versetzt mit der berechneten Menge äthanolischer Salzsäure. Man dampft die Lösung zur Trockne und kristallisiert zweimal aus Äthanol/Äther.



  Das reine   1 ,3,4,9b-Tetrahydro-5-methyl-2H-indeno[1 .2-    -c]pyridin-hydrochlorid hat den Smp.   182 - 1840.   



   Beispiel 2
2-(3-Butinyl)-1   ,3,4,9b      -tetrahycCro-5-methyI-2H-       -indeno[l ,2-c]pyridin   
Eine Suspension von 10g 1,3,49b-Tetrahydro-5-me   thyl-2H-indeno[l ,2-c]pyridin    und 8,2 g Kaliumcarbonat in 50 ml Dimethylformamid wird bei einer Temperatur von 500 tropfenweise mit einer Lösung von 8,8 g 1 -Mesyloxy-3-butin in 10 ml Dimethylformamid versetzt.



  Das Reaktionsgemisch wird während 7 Stunden bei 500 gerührt und darauf mit   150ml    Wasser versetzt. Nach Sättigung mit Kaliumcarbonat wird das Reaktionsgemisch mit Benzol extrahiert, die Benzolextrakte über Magnesiumsulfat getrocknet und darauf das Lösungsmittel unter vermindertem Druck abgedampft. Man löst den verbleibenden Rückstand in 20 ml Äthanol und versetzt die Lösung mit der berechneten Menge äthanolischer Salzsäure. Das nach längerem Stehen im Kühlschrank anfallende Kristallisat wird zur weiteren Reinigung nochmals aus Äthanol umkristallisiert. Man erhält so das reine   2-(3 -Butinyl). 1 ,3,4,9b-tetrahydro-2H-indeno-      [1,2-c]pyridin-hydrochlorid    vom Smp.   202 - 2030    (Zers.).



   Beispiel 3   
1 ,3,4,9b-Tetrahydro-2-isobutyl-5-methyl-2H-  -indeno[l ,2-c] pridin   
Eine Suspension von 15 g 1,3,4,9b-Tetrahydro-5-methyl-2H-indeno[1,2-c]pyridin und 12,8 g Kaliumcarbonat in 100 ml Dimethylformamid wird bei einer Temperatur von 600 tropfenweise mit einer Lösung von 10,6g Iso   butylbromid    in   50ml    Dimethylformamid versetzt. Das Reaktionsgemisch wird während 3 Stunden bei 600 gerührt und darauf mit 150 ml Wasser versetzt. Nach Sättigung mit Kaliumcarbonat wird das Reaktionsgemisch mit Benzol extrahiert, die Benzolextrakte über Magnesiumsulfat getrocknet und darauf das Lösungsmittel unter vermindertem Druck abgedampft. Man löst den verbleibenden Rückstand in 20 ml Äthanol und versetzt die Lösung mit der   berechneten    Menge Fumarsäure.



  Das nach längerem Stehen im Kühlschrank anfallende Kristallisat wird zur weiteren Reinigung nochmals aus Äthanol umkristallisiert. Man erhält so das reine 1,3,4,9b-Tetrahydro-2-isobutyl-5-methyl-2H-indeno [1,2- c]pyridin-hydrogenfumarat vom Smp. 178 - 1800.

 

   Analog dem in Beispiel 3 beschriebenen Verfahren können auch folgende Verbindungen hergestellt werden:   2-Äthyl- 1,3,4,9b-tetrahydro -5-methyl-2H-indenoL 1,2-c]-    pyridin,    1,3 ,4,9b-Tetrahydro-2-isopropyl-5-methyl-2H-indeno-  [12-c]pyridin.   



   Beispiel 4   
1 ,3,4,9b-Tetrniiydrn-5-inethyl-2-pentyl-2H- deno[l,2-c]pyridin   
Man verfährt wie in Beispiel 3, geht jedoch von 8,7 g 1,3,4,9b-Tetrahydro-5-methyl-2H-indeno[1,2-c]pyr- idin, 7,8 g Kaliumcarbonat und 9,3 g Pentyljodid in insgesamt 100 ml Dimethylformamid aus und rührt das
Reaktionsgemisch 3 Stunden bei 600.



   Das Hydrochlorid der im Titel genannten Verbindung schmilzt bei   222 - 2240    nach Umkristallisieren aus Äthanol.  



   Beispiel 5
1,3,4,9b-Tetrahydron-5-methyl-2-octyl-2H-  -indeno[1,2-c]pyridin
Man verfährt wie in Beispiel 3, geht jedoch von 8,0 g 1,3,4,9b-Tetrahydro-5-methyl-2H-indeno[1,2-c]pyr- idin, 7,2 g Kaliumcarbonat und 8,4 g Octylbromid in insgesamt 100 ml Dimethylformamid aus und rührt das Reaktionsgemisch 3 Stunden bei 600.



   Das Hydrochlorid der im Titel genannten Verbindung schmilzt bei 211 - 2140.



   Beispiel 6    2-(2-Butiplyl)-1 ,3,4,9b-tetrahyeSro-5-methyl-2H-     -indeno[1,2-c]pyridin
Man verfährt wie in Beispiel 3, geht jedoch von 18,5 g   1 ,3,4,9b-Tetrahydro-5-methyl -2H-indeno-[1,2-c]-    pyridin, 13,8 g Kaliumcarbonat und 8,9 g 1-Chlor-2-butin in insgesamt 150 ml Dimethylformamid aus und rührt das Reaktionsgemisch 7 Stunden bei 500.



   Das Hydrochlorid der im Titel genannten Verbindung schmilzt bei   195 - 1970    (Zers.) nach Umkristallisieren aus Methanol/Aceton.



     Beispiel    7    2-Allyl-1,3,4,9b-tetrakydro-5-nZethyl-2H-     -indeno[1,2-c]pyridin
Eine Suspension von 18,0 g 1,3,4,9b-Tetrahydro-5   -methyl-2H-indenof1,2-c]pyridin-hydrochlorid    und 28,1 g Kaliumcarbonat in   200ml    Dimethylformamid wird unter Rühren bei 500 tropfenweise mit der Lösung von 11,8 g Allylbromid in 550 ml Dimethylformamid innerhalb von 15 Minuten versetzt. Man lässt noch während einer Stunde bei 500 reagieren und giesst darauf das Reaktionsgemisch in Benzol. Man extrahiert dreimal mit Wasser, trocknet die organische Phase über Magnesiumsulfat und dampft das Lösungsmittel ab. Der Rückstand wird in Aceton aufgenommen und mit der berechneten Menge äthanolischer Salzsäure versetzt. 

  Man lässt kri   st.lllisieren    und erhält das Hydrochlorid der Titelsubstanz vom Smp. 206 - 2080 (Zers.).
EMI4.1     

EMI4.2     
 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von neuen 1,3,4,9b-Tetra- hydro-2H-indeno[1,2-clpyridinen der Formel I, worin Rl für eine Alkyl-, Alkenyl- oder Alkinylgruppe, R für eine niedere primäre oder sekundäre Alkylgruppe und R. für Wasserstoff, Halogen oder eine niedere Alkylgruppe stehen, wobei R1 nicht die Methylgruppe bedeutet, wenn R2 für die Methylgruppe und R3 für Wasserstoff stehen, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel II, worin R3 und R3 obige Bedeutung besitzen, mit Verbindungen der Formel III, worin Rl obige Bedeutung besitzt und Y für den Säurerest eines reaktionsfähigen Esters steht, wobei R1 in den Verbindungen der Formel III nicht die Methylgruppe bedeutet,
    wenn in den Verbindungen der Formel II R für die Methylgruppe und R3 für Wasserstoff stehen kondensiert.
CH44071A 1969-01-23 1969-01-23 Verfahren zur Herstellung neuer 1,3,4,9b-Tetrahydro-2H-indeno(1,2-c)pyridinderivate CH513165A (de)

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