CH524595A - Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Carbonsäureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Carbonsäureestern

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CH524595A
CH524595A CH416772A CH416772A CH524595A CH 524595 A CH524595 A CH 524595A CH 416772 A CH416772 A CH 416772A CH 416772 A CH416772 A CH 416772A CH 524595 A CH524595 A CH 524595A
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carboxylic acid
dihydro
benzofuran
butyryl
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Ernst Dr Habicht
Bernard Dr Libis
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Ciba Geigy Ag
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D307/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom
    • C07D307/77Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom ortho- or peri-condensed with carbocyclic rings or ring systems
    • C07D307/78Benzo [b] furans; Hydrogenated benzo [b] furans
    • C07D307/82Benzo [b] furans; Hydrogenated benzo [b] furans with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to carbon atoms of the hetero ring
    • C07D307/84Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen
    • C07D307/85Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen attached in position 2

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Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Carbonsäureestern
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Carbonsäureestern.



   Verbindungen der allgemeinen   Formel 1,       (I)   
EMI1.1     
 in welcher
R eine Alkylgruppe mit höchstens 6 Kohlenstoffatomen,
R1 eine Alkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Cycloalkylgruppe mit 5 bis 7 Kohlenstoffatomen,
X Sauerstoff oder Schwefel und
Z1 und Z2 Wasserstoff, Halogen bis Atomnummer 35, Alkyl- oder Alkoxygruppen mit je höchstens 2 Kohlenstoffatomen bedeuten, sind bisher nicht bekannt geworden.



   Wie nun gefunden wurde, besitzen die neuen Verbindungen, insbesondere der Methyl-, Äthyl- und Decylester, der 2,3-Dihydro-5-(2-methylen-butyryl)-6-methyl-benzofuran-2-carbonsäure- sowie der 2,3-Dihydro-5-(2-methy  len-butyryl) -6,7-    dimethyl - benzofuran-2 - carbonsäureme thylester, wertvolle pharmakologische Eigenschaften sowie einen hohen therapeutischen Index. Mit Hilfe von Standard-Testen [vgl. E.G. Stenger et al., Schweiz. med.



  Wochenschr. 89, 1126   (l959)    wurde nachgewiesen, dass sie diuretische und saluretische Wirkung aufweisen. Diese Eigenschaften kennzeichnen die neuen Verbindungen als geeignet zur Behandlung von Störungen, welche durch mangelhafte Ausscheidung von Elektrolyten, insbesondere von Natriumchlorid, bedingt sind. Solche Störungen sind die Ursache von   Ödemen    und Hypertonien.



   In den heterocyclischen Carbonsäureestern der allgemeinen Formel I nimmt Z1 vorzugsweise die 4- oder 6 Stellung und Z2 vorzugsweise die 6- oder 7-Stellung ein.



   R und R1 sind z.B. als Alkylgruppen die Methyl-, Äthyl-, Propyl-, Isopropyl-, Butyl-, Isobutyl-, sek.Butyl-, tert.Butyl-, Pentyl-, 2-Methyl-butyl-, Isopentyl-, 2,2-Di  methylpropyl-, l-Methyl-butyl-, 1-Äthyl-propyl-, 1 ,2-Di-    methyl-propyl-, tert.Pentyl- und Hexylgruppe. Ferner kann z.B.   Rl    als Alkylgruppe die Heptyl-, Octyl-, Nonyloder Decylgruppe und als Cycloalkylgruppe die Cyclopentyl-, Cyclohexyl- oder Cycloheptylgruppe sein.



   Nach dem erfindungsgemässen Verfahren stellt man Verbindungen der allgemeinen Formel I her, indem man eine Verbindung der allgemeinen Formel II,    (Ip   
EMI1.2     
 in welcher Q   Cifl    Halogen bedeutet und R, R1, X,   Zl    und Z2 die unter Formel I angegebene Bedeutung haben, enthalogeniert.



   Als Halogen ist Q vorzugsweise Chlor oder Brom. Die Enthalogenierung kann mit Hilfe von Metallen, wie z.B.



  Kupfer, Magnesium, Aluminium, Eisen und insbesondere mittels Zinkstaub, vorgenommen werden. Da die Enthalogenierung im allgemeinen eine ausgeprägte exotherme Reaktion ist, wird sie vorteilhaft in einem Lösungsmittel durchgeführt. Die Reaktionstemperatur liegt zweckmässig zwischen 200 und   150 C,    vorzugsweise beim Siedepunkt des Reaktionsgemisches. Verwendet man Zinkstaub als Dehalogenierungsmittel, so sind z.B. niedere Alkanole, wie Methanol oder Äthanol, geeignete Lösungsmittel. Ne  ben den metallischen Dehalogenierungsmitteln kommen auch nichtmetallische, z.B. Alkalimetalljodide, in Frage Als Beispiele seien Natrium- oder Kaliumjodid genannt, die ebenfalls vorzugsweise in einem Lösungsmittel verwendet werden.

   Lösungsmittel, die sich eignen, sind beispielsweise niedere Alkanole, wie Methanol od. Äthanol, oder niedere Alkanone, wie Aceton oder Methyläthylketon.



   Die Ausgangsstoffe der Formel II können beispielsweise wie folgt hergestellt werden: Man geht von Carbonsäuren der allgemeinen Formel III,    (m)   
EMI2.1     
 in welcher X, Z1 und Z2 die unter Formel I angegebene Bedeutung haben, aus. Eine in der Literatur beschriebene Verbindung, die unter die allgemeine Formel III fällt, ist z.B. die   2,3 -Dihydro-6-rnethoxy-benzofuran-2-carbonsäu-    re [vgl. W. Will und P. Beck, Chem. Ber. 19, 1783 (1886)].



  Weitere 2,3-Dihydro-benzofuran-derivate von diesem Typus können analog hergestellt werden. Ferner kann die in der Literatur beschriebene   6-Äthoxy-benzo[bAthiophen-2-    -carbonsäure [vgl. E.   Campaigne    und W. Kreighbaum, J.



  Org. Chem. 26 363-365 (1961)] z.B. mit Natriumamalgam in gesättigter Natriumhydrogencarbonatlösung zur 2,3-Dihydro-6-äthoxy-benzo[b]thiophen-2-carbonsäure reduziert werden, die ebenfalls unter die allgemeine Formel III fällt. Weitere 2,3-Dihydro-benzo[b]thiophen-derivate von diesem Typus können analog erhalten werden.



   Die Verbindungen der allgemeinen   Formel ffi    können mit Oxalylchlorid in die entsprechenden Carbonylchloride übergeführt werden, welche mit Verbindungen der allgemeinetn Formel IV,    R1#H (IV)    in welcher R1 die unter Formel I angegebene Bedeutung hat, in Gegenwart von N,N-Diisopropyl-äthylamin in Benzol Carbonsäureester der allgemeinen Formel V,  (V)
EMI2.2     
 in   welcher    R1, X, Z1 und   Z    die unter Formel I angegebene Bedeutung haben, liefern. Die Methylester, welche unter die allgemeine Formel V fallen, können auch aus den freien Säuren mit Diazomethan in Chloroform-Äther hergestellt werden.



   Diese Carbonsäureester können z.B. nach Friedel Crafts mit Hilfe von Aluminiumchlorid in Nitrobenzol mit Carbonsäurechloriden der allgemeinen Formel VI,
EMI2.3     
 in welcher   R die    unter Formel I angegebene Bedeutung hat und Q vorzugsweise Chlor oder Brom bedeutet, in 5-Stellung acyliert werden.



   Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Herstellung der neuen Verbindungen der allgemeinen Formel I und von bisher nicht beschriebenen Zwischenprodukten näher, sollen jedoch den Umfang der Erfindung in keiner Weise beschränken. Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



   Beispiel 1 a) 4,3 g   2,3-Dihydro-5-(2-brom-2-brommethyl)-buty-      ryl)-6.rnethyl-benzofuran-2-carbonsäurernethylester    werden mit 10 g Kaliumjodid in 50 ml Äthanol 10 Minuten unter   Rückfluss    gekocht. Das Gemisch wird abgekühlt, mit überschüssiger wässriger Natriumthiosulfatlösung versetzt und mit 2-n. Salzsäure kongosauer gestellt Das Rohprodukt wird mit Äther extrahiert und die Lösung im Vakuum eingedampft. Man reinigt den Rückstand durch Chromatographie an einer Säule von Kieselgel (Korngrösse 0,02-0,5 mm). Als Elutionsmittel verwendet man ein Gemisch von Chloroform-Heptan-Essigsäure äthylester (10   :10 :    1). Die vereinigten Fraktionen des Rohproduktes werden im Vakuum eingedampft. Den Rückstand destilliert man im Hochvakuum.

   Der erhaltene 2,3 -Dihydro -5-(2-methylen-butyryl) -6-methyl-benzofuran -2-carbonsäuremethylester siedet bei   158-1610/0,06    Torr; Ausbeute 1,5 g, 55% der Theorie.



   Der als Ausgangsprodukt verwendete 2,3-Dihydro-5  -(2-brom-2-brommethyl-butyryl)-6-methyl    - benzofuran-2 -carbonsäuremethylester wird wie folgt hergestellt: b) 35,0 g 6-Methyl-benzofuran-2-carbonsäure [vgl. K.



  von Auwers,   Ann.    Chem. 408, 255 (1915)] werden in 500 ml einer gesättigten, wässrigen Natriumhydrogencarbonatlösung gelöst und die Lösung im Eisbad auf 50 abgekühlt. Man gibt 500,0 g 5%iges Natriumamalgam zu, entfernt das Reaktionsgemisch nach 2 Stunden aus dem Eisbad und lässt es 24 Stunden bei 200 stehen. Anschliessend wird die Lösung vom Quecksilber getrennt, filtriert und das Filtrat mit konz. Salzsäure auf pH 1 eingestellt.



  Der ausgefallene Niederschlag wird abfiltriert, mit 300 ml Wasser gewaschen und getrocknet. Die erhaltene 2,3-Dihydro-6-methyl-benzofuran-2-carbonsäure schmilzt bei 1570 und nach Umkristallisieren aus Methanol-Wasser bei 1580.



   c) 17,8 g der nach b) erhaltenen Carbonsäure werden in 100 ml Chloroform gelöst. Man versetzt die Lösung mit überschüssigem Diazomethan, das in Äther gelöst ist.



  Die Äther-Chloroformlösung wird eingedampft und der ölige Rückstand aus Methanol-Wasser umkristallisiert.



  Der erhaltene   2,3 -Dihydro-6-methyl-benzofuran-2car-    bonsäuremethylester schmilzt bei   320;    Ausbeute 17,3 g, 90% d.Th.



   d) 19,2 g des nach c) erhaltenen Carbonsäureesters werden mit 50 ml Nitrobenzol versetzt. Zu dem Gemisch werden innerhalb 30 Minuten unter Rühren und Kühlen 50,0 g Aluminiumchlorid portionenweise so zugefügt, dass die Temperatur nicht über 100 steigt. Bei der gleichen Temperatur tropft man innerhalb 30 Minuten 40 g   2-Brom-2-brommethyl-butyrylchlorid    [vgl. Merck A.G.,  niederländische Patentanmeldung 6,411,330; C.A. 63, 9872 c (1965)] zu. Dann wird das Reaktionsgemisch 5 Stunden im Eisbad weitergerührt, 16 Stunden bei Raumtemperatur stehengelassen, noch eine Stunde auf 400 erwärmt und auf 500,0 g Eis gegossen. Man fügt zur erhaltenen Suspension 50 ml konz. Salzsäure. Nachdem sich der Aluminiumchloridkomplex zersetzt hat, wird das Reaktionsgemisch dreimal mit je 150 ml Äther extrahiert.



  Man trocknet den Ätherextrakt über Natriumsulfat und dampft ihn ein. Der Rückstand wird an einer Säule von 900 g Kieselgel (Korngrösse 0,05-0,2 mm) nach der Elutionsmethode chromatographiert. Als Elutionsmittel verwendet man ein Gemisch von Chloroform-Heptan-Essig säureäthylester (10 : 10   1).    Die vereinigten Fraktionen des Rohproduktes werden im Vakuum eingedampft. Der Rückstand, der   2,3-Dihydro-5-(2-brom-2-brommethyl-bu-      tyryl) - 6 - methyl -    benzofuran - 2-carbonsäuremethylester, wird als Rohprodukt verwendet.



   Beispiel 2
Analog Beispiel la und d) erhält man aus 19,2 g 2,3  -Dihydro-6-methyl-benzofuran-2-carbonsäuremethylester    mit 42 g   2-Brom-2-brnmmethyl-3-methyl-butyrylchlon.d    den rohen 2,3-Dihydro-5-(2-brom-2-brommethyl-3-methyl-butyryl)- 6 - methyl-benzofuran-2-carbonsäuremethylester, von welchem man 4,5 g mit 10 g Kaliumjodid in
1,2 g 2,3-Dihydro-5-(2-methylen-3-methyl-butyryl)-6-methyl-benzofuran-2-carbonsäuremethylester vom Kp. 145 
1470/0,005 Torr überführt; Ausbeute 42% der Theorie.



   Beispiel 3 a) Analog Beispiel ld und a) erhält man aus 20,6 g   2,3 -Dihydro-6,7-dimethyl-benzofuran -2 - carbonsäureme-    thylester mit 40 g 2-Brom-2-brommethyl-butyrylchlorid den   2,3-Dihydro-5-(2-brom-2.brommethyl-butyryl)-6,7-di-    methyl-benzofuran-2-carbonsäuremethylester, von welchem man 4,5 g mit 10 g Kaliumjodid in 1,4 g 2,3-Dihydro-5-(2-methylen-butyryl)   -6,7- dimethyl -    benzofuran-2carbonsäuremethylester vom Smp. 500 (aus Methanol Wasser) überführt; Ausbeute 49% der Theorie.



   Der als Ausgangsstoff verwendete 2,3-Dihydro-6,7-di  methyl-benzofuran-2-carbonsäuremethylester    wird wie folgt hergestellt: b) 45,0 g 2,3-Dimethyl-phenol und 50,0 g Äpfelsäure werden pulverisiert und gut vermischt; das Gemisch wird mit 100 ml konz. Schwefelsäure versetzt und unter Rühren langsam erwärmt, so dass die Reaktionstemperatur nach 30 Minuten 1300 beträgt. Man hält die Lösung weitere 30 Minuten bei dieser Temperatur, giesst sie dann auf 1 kg Eis und rührt die entstandene Suspension 30 Minuten. Die ausgefallenen Kristalle werden abgenutscht und aus Äthanol umkristallisiert. Man erhält 7,8-Dimethyl -cumarin vom Smp.   128-1300;    Ausbeute 36,3 g,   56%    d.Th.



   c) 34,8 g des unter b) erhaltenen Cumarins werden in 60 ml Chloroform gelöst Man tropft zu dieser Lösung unter Rühren und gelegentlichem Kühlen mit Eis eine Lösung von 32,5 g Brom in 20 ml Chloroform so zu, dass die Reaktionstemperatur   20;250    beträgt. Das Gemisch wird weitere 20 Minuten bei Raumtemperatur gerührt und anschliessend im Vakuum das Chloroform vollständig abgedampft. Man fügt den Rückstand portionenweise zu einer Mischung von 90,0 g Kaliumhydroxid mit   300ml    Äthanol und hält die Reaktionstemperatur durch Eiskühlung zwischen 300 und 400. Das Gemisch wird anschliessend 30 Minuten bei 400 und 30 Minuten bei 800 gerührt und dann auf 2 Liter Eiswasser gegossen. Die wässrige, alkalische Lösung wird zweimal mit je 400 ml Äther gewaschen und mit konz. Salzsäure auf pH 2-3 gestellt.

   Man rührt die erhaltene Suspension eine halbe Stunde bei Raumtemperatur. Die ausgefallenen Kristalle werden abgenutscht und aus Äthanol umkristallisiert. Man erhält die 6,7-Dimethyl-benzofuran-2 -carbonsäure vom Smp.   237-239 .   



   d) Analog Beispiel 1 b) werden 38 g der nach c) erhaltenen Carbonsäure mit 500 g   5%igem    Natriumamalgam zu 34 g   2,3-Dihydro-6,7-dimethyl-benzofuran-2-carbon-    säure vom Smp. 1820 (aus Äthanol) reduziert; Ausbeute 89% d.Th.



   e) 19,2 g der nach d) hergestellten Carbonsäure werden analog Beispiel 1 c) mit Diazomethan in 18,3 g 2,3  -Dihydro-6,7-dirnethyl-benzofuran-2    -carbonsäuremethylester vom Smp.   49-500    übergeführt; Ausbeute 95% d.Th.



   Beispiel 4 a) Analog Beispiel 1 d und a) erhält man aus 21,3 g 2,3-Dihydro-6-chlor-7-methyl-benzofuran-2-carbonsäuremethylester mit 40 g   2-Brom-2-brommethyl-butyrylchlb    rid den rohen   2,3 -Dihydro -5-(2-brom-2-brommethyl-bu-    tyryl)-6-chlor-7-methyl-benzofuran-2-carbonsäuremethylester, von welchem man 4,7 g mit 20g Kaliumjodid in   1,6 g    2,3-Dihydro-5-(2- methylen - butyryl)- 6-   chlor - 7 - methyl-    -benzofuran-2-carbonsäuremethylester vom Smp.   57-610    (aus Methanol-Wasser) überführt, Ausbeute 52% der Theorie.



   Der Ausgangsstoff, der   2,3-Dihydro-6-chlor-7-methyl-      benzofuran-2-carbonsäuremethylester,    wird wie folgt hergestellt: b) 30 g 2-Methyl-3-chlor-phenol [vgl. F. Ullmann und L. Panchaud, A. 350, 108 (1906)], 28,6 g Äpfelsäure und 57 ml konz. Schwefelsäure werden unter Rühren auf 901000 erhitzt, bis keine Kohlenoxidentwicklung mehr festgestellt werden kann. Dann giesst man das Reaktionsgemisch auf Eis und extrahiert das Rohprodukt mit Äther.



  Die ätherische Lösung wird eingedampft und der Rückstand aus Äthanol umkristallisiert. Man erhält 7-Chlor-8 -methyl-cumarin vom Smp.   1430;    Ausbeute 19,3 g.



   c) 17,2 g des nach b) hergestellten Cumarins werden in 35 ml Chloroform suspendiert. Zu dieser Suspension tropft man innerhalb 20 Minuten bei 250 4,7 ml Brom in 10 ml Chloroform. Man rührt das Reaktionsgemisch 20 Minuten weiter und dampft es im Vakuum ein. Das zurückbleibende Öl wird unter Rühren zu einer Lösung von 39,5 g Kaliumhydroxid in 120 ml Äthanol zugetropft, so dass die Temperatur nicht über 400 ansteigt. Man rührt noch 30 Minuten bei 250 und 30 Minuten bei 800. Dann giesst man die Suspension auf Eis. Die erhaltene Lösung wird mit 4-n. Schwefelsäure auf pH 7 eingestellt, mit Äther gewaschen und mit konz. Salzsäure bis zur kongosauren Reaktion versetzt. Man extrahiert die ausgefallene, rohe Carbonsäure mit Äther, trocknet die Ätherlösung über Natriumsulfat und dampft sie ein.

   Man kristallisiert den Rückstand aus Cyclohexan-Essigsäureäthylester, wonach die 6-Chlor-7 -methyl-benzofuran-2-carbonsäure bei 2250 schmilzt.



   d) Analog Beispiel 1 b) werden 41,5 g der nach c) erhaltenen Carbonsäure mit 500 g 5%igem Natriumamalgam zu 39,6 g 2,3-Dihydro-6-chlor-7-methyl-benzofuran-2-carbonsäure vom Smp. 1330 (aus Cyclohexan-Es  sigsäurëäthylester)    reduziert; Ausbeute 93% d.Th.



   e) 21,3 g der nach d) erhaltenen Carbonsäure werden analog Beispiel 1 c) mit Diazomethan zu 19,2 g 2,3-Dihydro-6-chlor-7 - methyl - benzofuran-2 - carbonsäuremethyl  ester vom Smp.   52-55     (aus Methanol-Wasser) verestert; Ausbeute   85%    d.Th.



   Beispiel 5 a) Analog Beispiel 1 d und a) erhält man aus 20,6 g 2,3-Dihydro-6-methyl-benzofuran-2-carbonsäureäthylester mit 40 g 2-Brom-2-brommethyl-butyrylchlorid den rohen   2,3- Dihydro-5    -(2-brom   -2- brommethyl-butyryl)-benzofu-    ran-2-carbonsäureäthylester, von welchem man 4,5 g mit
10 g I(aliumjodid in 1,3 g   2,3-Dihydro-5-(2-methylen-bu-    tyryl)-6-methyl-benzofuran-2-carbonsäureäthylester vom Smp.   40-41     überführt; Ausbeute 45% der Theorie.



   Der als Ausgangsprodukt verwendete   2,3-Dihydro- 6-    methyl-benzofuran-2-carbonsäureäthylester wird wie folgt hergestellt: b) 17,8 g 2,3-Dihydro-6-methyl-benzofuran-2-carbonsäure werden in 62,5 g Oxalylchlorid gelöst. Die Lösung wird im Vakuum eingedampft, der Rückstand mit Benzol versetzt und das Benzol im Vakuum abgedampft.



  Dann versetzt man den Rückstand, das rohe 2,3-Dihydro -6-methyl-benzofuran-2-carbonylchlorid, mit 50 ml Ben zol und 9,2 g Äthanol und rührt die Lösung auf 00 ab.



  Bei derselben Temperatur tropft man 13,0 g N,N-Diisopropyl-äthylamin zu und erwärmt das Gemisch eine Stunde auf 500. Das Reaktionsgemisch wird abgekühlt, auf Eis gegossen und das Rohprodukt mit Äther extrahiert.



   Man wäscht die Ätherlösung mit Wasser, mit 2-n. Salzsäure, mit gesättigter, wässriger Natriumhydrogencarbonatlösung und mit Wasser, trocknet sie über Natrium sulfat und dampft sie ein. Man reinigt den Rückstand durch Chromatographie an einer Säule von 300 g Kieselgel   (Korngrösse    0,05-0,2 mm). Als Elutionsmittel verwendet man ein Gemisch von Benzol-Essigsäureäthylester  (100 :   3). Die    Fraktionen, welche das Rohprodukt enthalten, werden eingedampft und der Rückstand im Hochvakuum destilliert. Man erhält 15,9 g 2,3-Dihydro-6-methylbenzofuran-2-carbonsäureäthylester vom Smp.   57-58      (aus Hexan); Ausbeute 77% d.Th.



   Beispiel 6 a) Analog Beispiel   ld    und a) erhält man aus 31,8 g   2.3- Dihydro -6    -methyl - benzofuran-2-carbonsäuredecylester mit 40 g 2-Brom-2-brommethyl-butyrylchlorid den rohen 2,3 -Dihydro-5-(2-brom-2-brommethyl-butyryl)-6 -methyl-benzofuran-2-carbonsäuredecylester, von welchem man 5,6 g mit 10 g Kaliumjodid in 1,55 g 2,3-Dihydro-5-(2-methylen-butyryl) -6-   methyl-benzofuran -2    -carbonsäuredecylester vom Kp.   2270/0,05    Torr überführt; Ausbeute   39to    der Theorie.



   Der als Ausgangsprodukt verwendete 2,3-Dihydro-6 -methyl-benzofuran- 2- carbonsäuredecylester wird wie folgt hergestellt: b) Analog Beispiel 5 b) erhält man aus 17,8 g 2,3-Dihydro-6-methyl-benzofuran-2-carbonsäure und 62,5 g Oxalylchlorid das rohe   2,3 -Dihydro-6-methyl-benzofuran-    -2-carbonylchlorid, welches mit 31,6 g Decanol und 13,0 g N,N-Diisopropyl-äthylamin den 2,3-Dihydro-6-methyl -benzofuran-2-carbonsäuredecylester vom Smp.   42-43      (aus Methanol-Wasser) liefert; Ausbeute 27 g, 85% d.Th.



   Beispiel 7
Analog Beispiel la) werden ferner folgende Verbindungen hergestellt: a)   2,3 -Dihydro-5-(2-methylen-butyryl)-6methy1-ben-    zofuran-2-carbonsäurebutylester vom Kp.   176-180 /0,02    Torr; b)   2,3 -Dihydro-5-(2-methylen-butyryl) -6-methyl-    -benzofuran-2-carbonsäure- (2-hexylester) vom Kp. 1661700/0,03 Torr; c)   2,3 -Dihydro-5- (2-methylen-butyryl)-6-methyl-ben    zofuran-2-carbonsäurecyclopentylester vom Kp. 1641660/0,04 Torr; d)   2,3-Dihydro-5-(2-methylen-butyryl)-6-methyl-ben      zofuran-2carbonsäurecyclohexylester vom Kp.    1871900/0,05 Torr; e)   2,3-Dihydro-5-(2-methylen-valeryl)-6,7-dimethyl-    -benzofuran-2-carbonsäuremethylester vom Kp. 1530/ 0,035 Torr;

   f)   2,3-Dihydro-5- (2-methylen-butyryl)-6-methyl-      -benzo[bathiophen-2-carbonsäuremethylester    vom Smp.



  520 (aus Methanol-Wasser); g)   2,3-Dihydro-5- (2-methylen-octanoyl)-6-methyl-      -benzofuran-2-carbonsäuremethylester vom Kp.    1600/ 0,015 Torr. 

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung von neuen heterocyclischen Carbonsäureestern der allgemeinen Formel I, (I) EMI4.1 in welcher R eine Alkylgruppe mit höchstens 6 Kohlenstoffatomen, R1 eine Alkylgruppe mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen oder eine Cycloalkylgruppe mit 5 bis 7 Kohlenstoffatomen, X Sauerstoff oder Schwefel und Z1 und Z3 Wasserstoff, Halogen bis Atomnummer 35, Alkyl- oder Alkoxygruppen mit je höchstens 2 Kohlenstoffatomen bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel II, (11) EMI4.2 in welcher Q ein Halogen bedeutet und R, R1 X, Z1 und Z2 die unter Formel I angegebene Bedeutung haben, enthalogeniert.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Enthalogenierung mit Hilfe eines Metalls in einem Lösungsmittel vornimmt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Enthalogenierung mit einem Alkalimetalljodid in einem Lösungsmittel vornimmt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteran- spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Enthalogenierungsmittel Kaliumjodid und als Lösungsmittel Äthanol verwendet.
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