CH548361A - Verfahren zur herstellung der d-2-(6-methoxy-2-nphthyl)-propionsaeure. - Google Patents

Verfahren zur herstellung der d-2-(6-methoxy-2-nphthyl)-propionsaeure.

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CH548361A
CH548361A CH1601873A CH1601873A CH548361A CH 548361 A CH548361 A CH 548361A CH 1601873 A CH1601873 A CH 1601873A CH 1601873 A CH1601873 A CH 1601873A CH 548361 A CH548361 A CH 548361A
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Description


  
 



   Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung der neuen d-2- (6-Methoxy-2-naphthyl) propionsäure. Die Verbindung, welche bisher nicht beschrieben worden ist, zeigt entzündungshemmende, analgetische und antipyretische Wirkungen und kann entsprechend zur Behandlung von Entzündungen, Schmerzen und Fieder bei Mensch und Tier verwendet werden.



   Es können z.B. Entzündungen des Skelettmuskelsystems, der Skelettgelenke und der Gewebe behandelt werden. Die Verbindung eignet sich auch zur Behandlung von durch Entzündungen gekennzeichneten Erkrankungen, wie Rheuma, Prellungen, Zerreissungen, Arthritis, Knochenfrakturen, posttraumatische Zustände und Gicht.



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man 2- (6-Methoxy-2-naphthyl) -acrylsäure in einem inerten organischen Lösungsmittel mit Wasserstoff in Anwesenheit eines Hydrierungskatalysators behandelt, die entstandene racemische 2- (6-Methoxy-2-naphthyl) -propionsäure von er Reaktionsmischung abtrennt und in die optischen Antipoden aufspaltet und das d-Isomere gewinnt.



   Das Verfahren kann durch die folgenden Formeln dargestellt werden:
EMI1.1     

Geeignete Hydrierungskatalysatoren umfassen Palladium, Platin, Ruthenium, Rhodium oder Trichlor-tris- (methylpropylphenylphosphin) -rhodium usw.



   Die Reaktion erfolgt in einem inerten organischen Lösungsmittel, z.B. einem flüssigen Alkanol, wie Methanol, Äthanol usw.; Ester, wie Äthylacetat, Äther, wie Diäthyläther, Tetrahydrofuran, Tetrahydropyran und Dimethoxyäthan; und Kohlenwasserstoffen, wie n-Hexan, Benzol, Toluol, Xylol, usw.



  Halogenierte Kohlenwasserstoffe werden nicht bevorzugt, da sie den Katalysator gewöhnlich entaktivieren.



   Die Reaktion kann in saurer, neutraler oder basischer Lösung erfolgen, vorzugsweise unter neutralen Bedingungen.



   Die Temperatur zur Durchführung der Reaktion ist nicht entscheidend und liegt in der Regel zwischen 0   QC    und dem Siedepunkt des Lösungsmittels oder sogar darüber (wenn das System unter Druck steht). Die Reaktion erfolgt bis zur Hydrierung, gewöhnlich in 15 Minuten bis 48 Stunden, wobei gewöhnlich 2 Stunden ausreichen.



   Dann wird die Verbindung der Formel II von der Reaktionsmischung nach üblichen Verfahren, wie Filtrieren zur Entfernung der Katalysators und anschliessendes Eindampfen, abgetrennt. Zur Reinigung der Verbindung ist die Umkristallisation aus Aceton/Hexan geeignet.



   Die Aufspaltung der erhaltenen racemischen 2- (6 Methoxy-2-naphthyl) -propionsäure in die optischen Antipoden kann durch selektiven biologischen Abbau oder durch Herstellung der Diastereoisomerensalze der d,l-2- (6-Methoxy2-naphthyl) -propionsäure mit einer optisch aktiven Base, wie Cinchonidin, und anschliessende Trennung der so gebildeten Diastereoisomerensalze durch fraktionierte Kristallisation erreicht werden. Dann werden die getrennten Diastereoisomerensalze mit Säure gespalten und liefern die entsprechende d-2 (6-Methoxy-2-naphthyl) -propionsäure.



   Die Verbindungen der Formel lag können nach einem oder verschiedenen Verfahren der Schweizerischen Patenten Nr.



  517 690 und 535 730 hergestellt werden. Bei einem Verfahren wird die 2- (6-Methoxy-2-naphthyl)-acrylsäure hergestellt durch Behandlung eines 6-Methoxy-2- naphthylessigsäureesters mit Formaldehyd oder Paraformaldehyd und einem Alkalimetallalkoholat in Dimethylsulfoxyd und anschliessendes Ansäuern der Reaktionsmischung.



   Das folgende Beispiel veranschaulicht die Ausführung des Verfahrens.



   Beispiel
Eine Lösung von 10 g 2- (6-Methoxy-2-naphthyl) acrylsäure in 200 ccm Aethylacetat wurde mit 0,5 g eines 5 %igen Palladium-auf -Kohle-Katalysators 2 Stunden bei Zimmertemperatur hydriert. Durch Filtrieren der Reaktionsmischung und Abdampfen des Lösungsmittels vom Filtrat erhielt man die 2- (6-Methoxy-2-naphthyl) -propionsäure, die aus Aceton/Hexan umkristallisiert wurde.



   Eine Lösung von 230 g dl-2- (6-Methoxy-2-naphthyl) propionsäure wurde in 4,6 Liter warmem Methanol hergestellt.



  Die erhaltene Lösung wurde bis zum Trübewerden erhitzt, dann wurde ausreichend Methanol zugegeben, um die Lösung wieder klar zu machen. Diese heisse Lösung wurde dann zu einer Lösung aus 296 g Cinchonidin in 7,4 1 Methanol, die auf etwa 60    C    erhitzt war, zugefügt. Die Lösungen wurden unter Rühren vereinigt, dann wurde die kombinierte Mischung innerhalb von 2 Stunden auf Zimmertemperatur kommen gelassen. Nach Erreichen von Zimmertemperatur wurde die Reaktionsmischung weitere 2 Stunden gerührt und dann filtriert. Das Filtrat wurde mit einigen Anteilen kaltem Methanol gewaschen und getrocknet.



   100 g der Cinchronidinsalzkristalle wurden unter Rühren zu einer Mischung aus 600 ccm Äthylacetat und 450 ccm einer 2N-wässrigen Salzsäure zugefügt. Nach 2 Stunden langem Rühren der Mischung wurde die Äthylacetatschicht entfernt und mit Wasser neutral gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft; so erhielt man die d-2- (6 Methoxy-2-naphthyl) -propionsäure.

 

   PATENTANSPRUCH



   Verfahren zur Herstellung der d-2- (6-Methoxy-2-naphthyl) -propionsäure, dadurch gekennzeichnet, dass man 2- (6 Methoxy-2-naphthyl) -acrylsäure in einem inerten organischen Lösungsmittel mit Wasserstoff in Anwesenheit eines Hydrierungskatalysators behandelt, die entstandene racemische 2- (6 Methoxy-2-naphthyl) -propionsäure von der Reaktionsmischung abtrennt und in die optischen Antipoden aufspaltet und das   d-lsomere    gewinnt.



   UNTERANSPRÜCHE
1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als inertes organisches Lösungsmittel ein Alkanol, ein Ester, ein Aether oder ein Kohlenwasserstoff verwendet wird. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld konnte Anfang CLMS uberlappen**.



   

Claims (1)

  1. **WARNUNG** Anfang CLMS Feld konnte Ende DESC uberlappen **.
    Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung der neuen d-2- (6-Methoxy-2-naphthyl) propionsäure. Die Verbindung, welche bisher nicht beschrieben worden ist, zeigt entzündungshemmende, analgetische und antipyretische Wirkungen und kann entsprechend zur Behandlung von Entzündungen, Schmerzen und Fieder bei Mensch und Tier verwendet werden.
    Es können z.B. Entzündungen des Skelettmuskelsystems, der Skelettgelenke und der Gewebe behandelt werden. Die Verbindung eignet sich auch zur Behandlung von durch Entzündungen gekennzeichneten Erkrankungen, wie Rheuma, Prellungen, Zerreissungen, Arthritis, Knochenfrakturen, posttraumatische Zustände und Gicht.
    Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man 2- (6-Methoxy-2-naphthyl) -acrylsäure in einem inerten organischen Lösungsmittel mit Wasserstoff in Anwesenheit eines Hydrierungskatalysators behandelt, die entstandene racemische 2- (6-Methoxy-2-naphthyl) -propionsäure von er Reaktionsmischung abtrennt und in die optischen Antipoden aufspaltet und das d-Isomere gewinnt.
    Das Verfahren kann durch die folgenden Formeln dargestellt werden: EMI1.1 Geeignete Hydrierungskatalysatoren umfassen Palladium, Platin, Ruthenium, Rhodium oder Trichlor-tris- (methylpropylphenylphosphin) -rhodium usw.
    Die Reaktion erfolgt in einem inerten organischen Lösungsmittel, z.B. einem flüssigen Alkanol, wie Methanol, Äthanol usw.; Ester, wie Äthylacetat, Äther, wie Diäthyläther, Tetrahydrofuran, Tetrahydropyran und Dimethoxyäthan; und Kohlenwasserstoffen, wie n-Hexan, Benzol, Toluol, Xylol, usw.
    Halogenierte Kohlenwasserstoffe werden nicht bevorzugt, da sie den Katalysator gewöhnlich entaktivieren.
    Die Reaktion kann in saurer, neutraler oder basischer Lösung erfolgen, vorzugsweise unter neutralen Bedingungen.
    Die Temperatur zur Durchführung der Reaktion ist nicht entscheidend und liegt in der Regel zwischen 0 QC und dem Siedepunkt des Lösungsmittels oder sogar darüber (wenn das System unter Druck steht). Die Reaktion erfolgt bis zur Hydrierung, gewöhnlich in 15 Minuten bis 48 Stunden, wobei gewöhnlich 2 Stunden ausreichen.
    Dann wird die Verbindung der Formel II von der Reaktionsmischung nach üblichen Verfahren, wie Filtrieren zur Entfernung der Katalysators und anschliessendes Eindampfen, abgetrennt. Zur Reinigung der Verbindung ist die Umkristallisation aus Aceton/Hexan geeignet.
    Die Aufspaltung der erhaltenen racemischen 2- (6 Methoxy-2-naphthyl) -propionsäure in die optischen Antipoden kann durch selektiven biologischen Abbau oder durch Herstellung der Diastereoisomerensalze der d,l-2- (6-Methoxy2-naphthyl) -propionsäure mit einer optisch aktiven Base, wie Cinchonidin, und anschliessende Trennung der so gebildeten Diastereoisomerensalze durch fraktionierte Kristallisation erreicht werden. Dann werden die getrennten Diastereoisomerensalze mit Säure gespalten und liefern die entsprechende d-2 (6-Methoxy-2-naphthyl) -propionsäure.
    Die Verbindungen der Formel lag können nach einem oder verschiedenen Verfahren der Schweizerischen Patenten Nr.
    517 690 und 535 730 hergestellt werden. Bei einem Verfahren wird die 2- (6-Methoxy-2-naphthyl)-acrylsäure hergestellt durch Behandlung eines 6-Methoxy-2- naphthylessigsäureesters mit Formaldehyd oder Paraformaldehyd und einem Alkalimetallalkoholat in Dimethylsulfoxyd und anschliessendes Ansäuern der Reaktionsmischung.
    Das folgende Beispiel veranschaulicht die Ausführung des Verfahrens.
    Beispiel Eine Lösung von 10 g 2- (6-Methoxy-2-naphthyl) acrylsäure in 200 ccm Aethylacetat wurde mit 0,5 g eines 5 %igen Palladium-auf -Kohle-Katalysators 2 Stunden bei Zimmertemperatur hydriert. Durch Filtrieren der Reaktionsmischung und Abdampfen des Lösungsmittels vom Filtrat erhielt man die 2- (6-Methoxy-2-naphthyl) -propionsäure, die aus Aceton/Hexan umkristallisiert wurde.
    Eine Lösung von 230 g dl-2- (6-Methoxy-2-naphthyl) propionsäure wurde in 4,6 Liter warmem Methanol hergestellt.
    Die erhaltene Lösung wurde bis zum Trübewerden erhitzt, dann wurde ausreichend Methanol zugegeben, um die Lösung wieder klar zu machen. Diese heisse Lösung wurde dann zu einer Lösung aus 296 g Cinchonidin in 7,4 1 Methanol, die auf etwa 60 C erhitzt war, zugefügt. Die Lösungen wurden unter Rühren vereinigt, dann wurde die kombinierte Mischung innerhalb von 2 Stunden auf Zimmertemperatur kommen gelassen. Nach Erreichen von Zimmertemperatur wurde die Reaktionsmischung weitere 2 Stunden gerührt und dann filtriert. Das Filtrat wurde mit einigen Anteilen kaltem Methanol gewaschen und getrocknet.
    100 g der Cinchronidinsalzkristalle wurden unter Rühren zu einer Mischung aus 600 ccm Äthylacetat und 450 ccm einer 2N-wässrigen Salzsäure zugefügt. Nach 2 Stunden langem Rühren der Mischung wurde die Äthylacetatschicht entfernt und mit Wasser neutral gewaschen, über Natriumsulfat getrocknet und eingedampft; so erhielt man die d-2- (6 Methoxy-2-naphthyl) -propionsäure.
    PATENTANSPRUCH
    Verfahren zur Herstellung der d-2- (6-Methoxy-2-naphthyl) -propionsäure, dadurch gekennzeichnet, dass man 2- (6 Methoxy-2-naphthyl) -acrylsäure in einem inerten organischen Lösungsmittel mit Wasserstoff in Anwesenheit eines Hydrierungskatalysators behandelt, die entstandene racemische 2- (6 Methoxy-2-naphthyl) -propionsäure von der Reaktionsmischung abtrennt und in die optischen Antipoden aufspaltet und das d-lsomere gewinnt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als inertes organisches Lösungsmittel ein Alkanol, ein Ester, ein Aether oder ein Kohlenwasserstoff verwendet wird.
    2. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hydrierung unter neutralen Bedingungen durchgeführt wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch oder Unteranspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Hydrierungskatalysator Palladium, Platin, Ruthenium, Rhodium oder Trichlortris (methylpropylphenylphosphin) -rhodium verwendet wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Aufspaltung in die optischen Antipoden durch selektiven biologischen Abbau durchführt.
    5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Aufspaltung in die optischen Antipoden durch Herstellung des Gemisches diastereoisomerer Salze der d,l-2- (6-Methoxy-2-naphthyl) -propionsäure mit einer optisch aktiven Base, beispielsweise Cinchonidin, Auftrennung des Gemisches durch fraktionierte Kristallisation und Freisetzung der d-Propionsäure aus dem entsprechenden optisch aktiven Salz mittels einer Säure durchführt.
CH1601873A 1969-09-30 1970-08-18 Verfahren zur herstellung der d-2-(6-methoxy-2-nphthyl)-propionsaeure. CH548361A (de)

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