CH659267A5 - Mustervorrichtung an einer strickmaschine. - Google Patents
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- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
- D04B15/00—Details of, or auxiliary devices incorporated in, weft knitting machines, restricted to machines of this kind
- D04B15/66—Devices for determining or controlling patterns ; Program-control arrangements
- D04B15/68—Devices for determining or controlling patterns ; Program-control arrangements characterised by the knitting instruments used
- D04B15/76—Pattern wheels
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Description
Die Erfindung betrifft eine Mustervorrichtung an einer Strickmaschine mit am Strickschlitten angeordnetem Musterrad nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Sie ist für Flachstrickmaschinen mit in einer Richtung umlaufenden Strickschlitten vorgesehen, kann aber genauso an Rundstrickmaschinen mit rotierendem Schlossmantel und entsprechend modifiziert an Flachstrickmaschinen mit hin- und hergehendem Strickschlitten verwendet werden.
Aus der DE-PS 1 044 337 ist bereits eine Mustervorrichtung bekannt, bei welcher vor dem Arbeitshub des Strickschlittens von einer auf ein Jacquardkartenprisma aufgelegten Jacquardkarte über Jacquardplatinen das gewünschte Muster auf in einem Musterrad im gegenseitigen Abstand einer Stricknadelteilung angeordnete Musterradplatinen übertragen wird. Die Musterradplatinen werden dann durch eine Scheibe in ihrer ausgewählten Stellung arretiert. Beim eigentlichen Strickvorgang, also beim Lauf des Strickschlittens mit dem sich drehenden Musterrad über die Nadelbetten, wirken die Füsse der mustergemäss ausgewählten Musterradplatinen auf federnd in einem Musterbolzen gelagerte Stricknadeln und drücken diese aus dem Eingriffsbereich des Strickschlosses.
Diese Vorrichtung hat jedoch den Nachteil, dass nur ein dem Umfang des Musterrades entsprechendes, sich auf der gesamten Nadelbettenbreite wiederholendes Muster gestrickt werden kann. Eine Vergrösserung des Musterrades ist aus Platzgründen nicht möglich. Zur Erweiterung der Mustermöglichkeiten sind zwar bereits Lösungen bekannt geworden, nach welchem Muster des doppelten Musterradumfanges oder auch dem Musterradumfang entsprechende Muster nur an einer bestimmten Stelle des Gestrickes gearbeitet werden können. Aber auch hier ist die Musterbreite begrenzt.
Es sind ensprechend der DL-PS 146 631 auch bereits elektrisch gesteuerte Auswahlvorrichtungen für die Nadeln von Flachstrickmaschinen bekannt, bei welchen die die Nadeln steuernden Auswahlstösser gestaffelt angeordnete Füsse unter Bildung von Fussreihen in Nadelbettlängsrichtung aufweisen, für die jeweils auf dem Schlitten ein Austriebsteil vorgesehen ist. Dieses Austriebsteil ist zwischen benachbarten Füssen einer Fussreihe ein- und ausschaltbar. Die Austriebsteile sind als doppelarmige Hebel mit einer Austriebsschräge an den einem Hebelarm und einer Gabel am anderen Hebelarm ausgebildet, in welche der Klappanker eines zugeordneten Steuermagneten eingreift. Bei dieser Lösung ist jedoch das gesamte Nadelbett und der Strickschlitten völlig anders zu gestalten, eine Übertragung auf Maschinen mit Musterrad ist nicht denkbar.
Das Ziel der Erfindung besteht in der Entwicklung einer Mustervorrichtung für Strickmaschinen, welche mit geringstem konstruktiven Aufwand bei weitestgehender Beibehaltung der Gestaltung des Nadelbettes sowie der Strickschlitten und bei Wegfall einer grossen Anzahl teilweise kompliziert zu fertigender mechanischer Teile eine Verringerung des Mustererstellungsaufwandes sowie eine wesentliche Verkürzung der Musterumstellzeiten ermöglicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, an Strickmaschinen mit Musterrad die Mustermöglichkeiten wesentlich zu erweitern und das Herstellen beliebiger, sich maximal bis zur gesamten Nadelbettbreite erstreckender Muster zu ermöglichen. Es soll über die Musterradplatinen eine Einzelnadelauswahl aller Nadeln des Nadelbettes realisiert werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die im Patentanspruch 1 gekennzeichnete Mustervorrichtung gelöst. Ausgestaltungen der Erfindung sind durch die abhängigen Ansprüche definiert.
Mit der erfindungsgemässen Lösung kann, unter weitestgehender Beibehaltung der bisherigen Gestaltung der Nadelbetten sowie der Strickschlitten, eine Verringerung des Mustererstellungsaufwandes und eine wesentliche Verkürzung der Musterumstellzeiten erreicht werden.
Die Erfindung wird nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 die Anordnung der Strickschlitten mit Musterrad an einer Flach-Rund-Strickmaschine,
Fig. 2 einen Schnitt durch ein Musterrad und
Fig. 3 eine Ansicht der Platinenarretierscheibe.
Die Strickmaschine gemäss Fig. 1 besitzt zwei Nadelbet2
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tenpaare 1 und 2, über welche im steten Umlauf in einer Richtung auf einer ovalen Bahn Strickschlitten 3 gleiten.
Jeder Strickschlitten 3 ist neben den Strickschlössern mit einem Musterrad 4 versehen, das über einen Musterradbügel 5 mit dem Strickschlitten verbunden ist. Das Musterrad 4 wälzt sich über ein Zahnrad 6 (Fig. 2) auf einer nicht dargestellten am Nadelbettenträger angeordneten Zahnstange ab. Der Musterradbügel 5 trägt auch einen Selektor 7 sowie einen Taktsignalgeber 8. Der Körper des Musterrades 4 ist in bekannter Weise mit der Nadelbetteilung entsprechenden Schlitten zur Aufnahme von Platinen 9 versehen. Die Platinen 9 besitzen an ihrem unteren Ende einen Fuss 10 und oberhalb ihres Drehpunktes 11 einen Fuss 12. Die Füsse 12 der nebeneinander befindlichen Platinen 9 sind zum Zusammenwirken mit am Selektor 7 befindlichen gestaffelt gelagerten Auswahlstücken 14 entsprechend unterschiedlich zum Drehpunkt 11 angeordnet. Die Füsse 10 wirken in bekannter Weise mustergemäss auf Federbolzen ein und drücken über diese Federbolzen die Füsse der ausgewählten Nadeln aus dem Eingriffsbereich des Strickschlosses.
Zum Arretieren der Platinen 9 in ihrer ausgewählten Stellung ist eine Scheibe 15 vorgesehen. Diese Scheibe 15 besitzt an ihrer den oberen Platinenenden zugewandten Seite einen sich etwa über den halben Scheibenumfang erstreckenden Keil 16 und eine Gegenführung 17 mit Kurve 18. Im Bereich des Keiles 16 sind die Platinen 9 zum Zusammenwirken mit den Federbolzen in ihrer ausgewählten Stellung arretiert. Sie werden bei Weiterlauf des Strickschlittens 3 mit dem sich abwälzenden Musterrad 4 durch die Kurve 18 wieder in Auswahlbereitschaft gebracht und über die Auswahlstücke 14 neu ausgewählt, um nachfolgend durch den Keil 16 arretiert zu werden. Der Vorgang wiederholt sich laufend.
Im Auswahlbereich treffen die Füsse 12 auf die Auswahlstücke 14 des Selektors 7 und werden von diesem mustergemäss zur Musterradmitte weggedrückt oder in ihrer Stellung belassen. Die Auswahlstücke sind elektromeebanisch je nach gewünschtem Muster in zwei Stellungen bringbar. Die Informationen zur mustergemässen Verstellung der Auswahlstücke 14 gelangen über mitbewegte, die Strickschlitten 3 untereinander verbindende Kabel 19 von einem oder mehreren auf 5 den Strickschlitten 3 befindlichen Speichern 20 mit zugehörender elektronischer Steuerung. Jede Strickmaschine kann mit nur einem Speicher 20, welcher die Informationen an die Selektoren 7 der einzelnen Strickschlitten 3 weitergibt, oder aber mit mehreren Speichern 20, die dann jeweils nur eine io bestimmte Anzahl Selektroren 7 mit Informationen versorgen, ausgerüstet sein.
Zur Erzielung einer synchronen Bewegung des Musterrades 4 und der Selektorbetätigung, der Betätigung der Auswahlstücke 14, ist am Musterrad 4 eine Taktspur 13 angeord-15 net, welche mit den am Musterradbügel befindlichen Taktsignalgeber 8 zusammenwirkt. Synchronisiert durch das Taktsignal werden die Musterinformationen über eine elektronische Steuerung von dem oder den Speichern 20 zu den Selektoren 7 geleitet. Die Stromversorgung der elektronischen Steuerung, 20 der Speicher 20 bis zu den Selektoren 7 erfolgt über Schleifkontakte von der Schiene 22. Die Musterinformationen werden von einem feststehenden Musterspeicher aus auf den oder die mit den Strickschlitten 3 umlaufenden Speicher 20 übertragen. Diese Übertragung erfolgt entweder vor dem 25 Start der Strickmaschine für das gesamte Gestrick, oder aber laufend mindestens für einen Schlittenumlauf. Bei stillstehender Strickmaschine kann die Musterübertragung mittels auswechselbaren Informationsträgern, beispielsweise Kassetten oder Magnetscheiben, erfolgen, und bei laufender Strickma-30 schine mittels optoelektronischer Signale. Die Eingabe des Musterprogramms mittels auswechselbaren Informationsträgern hat den wesentlichen Vorteil, dass keine besonderen Übertragungselemente und kein besonderer Speicher ausserhalb der umlaufenden Strickschlitten benötigt werden. Die 35 Mustervorrichtung wird damit bedeutend einfacher.
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1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Mustervorrichtung an einer Strickmaschine mit jeweils am Strickschlitten (3) angeordnetem Musterrad (4), dessen im gegenseitigen Abstand einer Nadelteilung angeordnete, vor dem Arbeitshub des Strickschlittens (3) durch Jaquardplati-nen ausgewählte, und in dieser Stellung mittels einer Scheibe (15) arretierbaren Platinen (9) mustergemäss auf die Stricknadeln bzw. auf besondere mit den Stricknadeln in Verbindung stehende Musterbolzen einwirken, dadurch gekennzeichnet, dass sich am das Musterrad (4) tragenden Strickschlitten (3) ein Selektor (7) sowie ein Taktsignalgeber (8) befinden und der Selektor (7) eine Anzahl gestaffelt angeordnete elektrome-chanisch in zwei Stellungen bringbare, mit Füssen (12) der Platinen (9) des Musterrades (4) zusammenwirkende Auswahlstücke (14) aufweist, wobei der Selektor (7) von einem mit dem Strickschlitten (3) bewegten Speicher (20) und dieser wiederum von einem feststehenden Speicher Informationen erhält, und dass die durch die Auswahlstücke (14) ausgewählten Platinen (9) bis zu ihrem Vorbeilauf an den Stricknadeln durch die Scheibe (15) mit einem sich an ihrer den oberen Platinenenden zugewandten Seite befindlichen etwa über den halben Scheibenumfang erstreckenden Keil (16) und einer Gegenführung (17) arretiert sind.
2. Mustervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Strickmaschine nur ein mit den Strickschlitten bewegter Speicher (20) mit zugehöriger elektronischer Steuerung, welcher seine Informationen über die Strickschlitten (3) miteinander verbindende Kabel (19) an die Selektoren (7) weitergibt, angeordnet ist.
3. Mustervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strickmaschine mehrere mit den Strickschlitten (3) bewegte Speicher (20) mit zugehöriger elektronischer Steuerung, welche jeweils eine Anzahl Selektoren (7) mit Informationen versorgen, aufweist.
4. Mustervorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung einer synchronen Bewegung des Musterrades (4) und der Betätigung der Auswahlstücke (14) am Musterrad eine Taktspur (13) angeordnet ist, welche mit dem am Musterradbügel (5) befindlichen Taktsignalgeber (8) zusammenwirkt.
5. Mustervorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Musterinformationen, synchronisiert durch die Taktsignale, vom Speicher (20) über die ihm zugeordnete elektronische Steuerung zu den Selektoren (7) leitbar sind.
6. Mustervorrichtung nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gegenführung (17) der Scheibe (15) am Ende des Keils (16) zum Bringen der Platinen (9) in Auswahlbereitschaft mit einer Kurve (18) versehen ist.
7. Mustervorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Musterprogrammeingabe an den oder die Speicher (20) bei Stillstand der Strickmaschine mittels auswechselbarer das gesamte Strickprogramm enthaltender Informationsträger erfolgt.
Applications Claiming Priority (1)
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Family Applications (1)
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