CH666406A5 - Verfahren zur herstellung von mikrokapseln, welche bromokriptinmesylat als pharmakologischen wirkstoff enthalten. - Google Patents

Verfahren zur herstellung von mikrokapseln, welche bromokriptinmesylat als pharmakologischen wirkstoff enthalten. Download PDF

Info

Publication number
CH666406A5
CH666406A5 CH6660/83A CH666083A CH666406A5 CH 666406 A5 CH666406 A5 CH 666406A5 CH 6660/83 A CH6660/83 A CH 6660/83A CH 666083 A CH666083 A CH 666083A CH 666406 A5 CH666406 A5 CH 666406A5
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
acid
weight
lactic acid
molecular weight
matrix
Prior art date
Application number
CH6660/83A
Other languages
English (en)
Inventor
Joachim Dr Franz
Walter Dr Prikoszovich
Zdenek Dr Brich
Original Assignee
Sandoz Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sandoz Ag filed Critical Sandoz Ag
Publication of CH666406A5 publication Critical patent/CH666406A5/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K9/00Medicinal preparations characterised by special physical form
    • A61K9/48Preparations in capsules, e.g. of gelatin, of chocolate
    • A61K9/4841Filling excipients; Inactive ingredients
    • A61K9/4866Organic macromolecular compounds
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/33Heterocyclic compounds
    • A61K31/395Heterocyclic compounds having nitrogen as a ring hetero atom, e.g. guanethidine or rifamycins
    • A61K31/435Heterocyclic compounds having nitrogen as a ring hetero atom, e.g. guanethidine or rifamycins having six-membered rings with one nitrogen as the only ring hetero atom
    • A61K31/47Quinolines; Isoquinolines
    • A61K31/48Ergoline derivatives, e.g. lysergic acid, ergotamine
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K9/00Medicinal preparations characterised by special physical form
    • A61K9/48Preparations in capsules, e.g. of gelatin, of chocolate
    • A61K9/4841Filling excipients; Inactive ingredients
    • A61K9/4858Organic compounds

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Medicinal Preparation (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)

Description

666 406
PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Mikrokapseln, welche Bromokriptinmesylat als pharmakologisch aktiven Wirkstoff in einer bioabbaubaren polymeren Matrix enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikrokapseln durch Spühtrocknen hergestellt werden.
BESCHREIBUNG
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Mikrokapseln, welche Bromokriptinmesylat als pharmakologisch aktiven Wirkstoff in einer bioabbaubaren polymeren Matrix enthalten.
Diese Matrix besteht vorzugsweise aus oligomeren Hy-droxycarbonsäurederivaten, speziell solche aus Milchsäure und/oder Glykolsäure.
Es wurden bereits verschiedene Vorschläge in der Literatur gemacht, Depotformen von pharmakologisch aktiven Stoffen, z. B. von Polypeptiden, in Form einer Polymermatrix, einschliessend einer Obligomermatrix, aus Glykolsäure und/oder Milchsäure, welche den pharmakologischen Wirkstoff darin dispergiert enthalten, herzustellen. Die Depotform kann oral, z. B. in Form einer Suspension, oder vorzugsweise subkutan oder intramuskulär, z.B. in Form einer Suspension verabreicht werden.
Die Matrix kommt dadurch mit Körperflüssigkeit in Kontakt und setzt den Wirkstoff über eine verlängerte Periode frei, wodurch die Wirkungsdauer des Aktivstoffes verlängert wird. Das Polymer selbst wird langsam zu nicht giftigen Produkten abgebaut.
Die allgemeinen Prinzipien werden in der US-Patent-schrift 3 773 919 (DuPont) und in den folgenden Patent-Publikationen offenbart:
Die Europäische Patentanmeldung Nr. 26 599 (Lilly) offenbart Matrix-Copolymere, einschliessend Oligomere, aus Milchsäure und Glykolsäure mit Molgewichten von 6 000 bis 35 000, vorzugsweise von 15 000 bis 30 000. Es wird beschrieben, dass Depotformen aus solchen Polymeren in Tieren verwendet werden, welche wegen deren Fleisch- oder anderen Ernährungsprodukten gezüchtet werden.
Die Europäische Patentanmeldung Nr. 52 510 (Syntex) offenbart als Mikrokapseln injizierbare Depotformen von Polypeptiden in Polymeren aus Milchsäure und Copolyme-ren aus Milchsäure und Glykolsäure mit Molekulargewichten von 20 000 bis 100 000.
Die Matrixpolymere mit höheren Molgewichten haben meistens den Nachteil einer beträchtlich langen Abbauzeit in Körperflüssigkeiten, verglichen mit der Freisetzungszeit des Aktiwerkstoffes, was dazu führt, dass wenn der Aktivstoff vollständig aus der Polymermatrix verschwunden ist, eine zusätzliche Dosis anschliessend nicht verabreicht werden kann, ohne Gefahr für eine unerwünschte und gefahrliche Speicherung des polymeren Matrixmaterials.
Die US-Patentschrift 4 011 312 (American Home) beschreibt die Verwendung von Cooligomeren aus Milchsäure und Glykolsäure gemäss der US-Patentschrift 2 362 511 (DuPont), hergestellt als pharmazeutische Depotform, welche ein Antibiotikum zur Behandlung von Mastitis in Kühen enthält, z. B. durch Infusion einer Suspension oder durch Unterbringung eines Inplantats im Euter. Von den Oligomeren wird gesagt, dass sie ein Molgewicht von etwa 1 000 bis 2 000 haben und 20 bis 40 Mol-% Milchsäure enthalten.
Die Verwendung von einfachen Derivaten von Polymeren aus Milchsäure und/oder Glykolsäure in pharmazeutischen Depotformen wurde nicht beschrieben, obwohl die US-Patentschrift 2 362 511 die Umsetzung von Glykolsäure mit Aminosäuren beschreibt, die in nicht-medizinischen Bereichen verwendbar sind.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, brauchbare pharmazeutische Depotformen für klinische Anwendung von Bromokriptinmesylat zu verschaffen.
Dafür sind oligomere Matrixmaterialien empfehlenswert, welche den Vorteil einer befriedigend langen Wirkstofffreisetzungszeit, z.B. mehrere Wochen, haben.
Zusätzlich ist es vorteilhaft, dass diese oligomeren Matrixmaterialien z. B. wenig klebrig sind und dadurch leicht als Mikrokapseln durch eine Injektionsnadel verabreicht werden können.
Neben bekannten oligomeren Produkten können dafür auch eigens entwickelte spezifisch modifizierte Oligomere verwendet werden, welche Milchsäure- und/oder Glykolsäu-reeinheiten enthalten und in denen der Oligomerteil ein Molgewicht von 500 bis 10 000 hat und deren Endcarboxylgrup-pen in Form eines Amids mit einer Aminosäure oder eines Esters mit einem Sterol vorliegen. Sie werden im schweizerischen Patent Nr. 660488-2 beansprucht.
Die Milchsäureeinheiten können in optisch reiner Form (D- oder L-Milchsäure) oder deren Gemische, z.B. als race-mische Form (D,L-Milchsäure) vorhanden sein. Das Oligo-mer kann gewünschtenfalls andere Einheiten, besonders andere Hydroxycarbonsäure-Einheiten, enthalten.
Vorzugsweise hat das Oligomer ein Molgewicht von 500 bis 5 000, besonders 750 bis 5 000. Beispiele von Molgewichten sind 500 bis 1 000 für Oligomere, welche hauptsächlich aus Milchsäure und etwa 1 000 bis 3 000 für Oligomere, welche hauptsächlich aus Glykolsäure bestehen, wobei das Molgewicht durch die Säurezahl und/oder durch Dampfdruckerniedrigung bestimmt worden ist.
Das Oligomer enthält vorzugsweise mindestens 40%, speziell 70%, besonders 70 bis 80 Gew.-% Milchsäureeinheiten. Vorzugsweise sind die Molgewichte solcher Oligomere von 750 bis 5 000, speziell 750 bis 3 000, besonders 750 bis 2 000.
Was die Glykolsäureeinheiten anbelangt, enthält das Oligomer zweckmässig bis 60 Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 50%, speziell 20 bis 30% Glykolsäureeinheiten. Oligomere, welche bis 60% Glykolsäureeinheiten enthalten, haben vorzugsweise ein Molgewicht von 1 000 bis 5 000, besonders 1 000 bis 3 000, speziell 1 000 bis 2 500.
Andere Oligomere sind z.B. solche, welche mindestens 70 Gew.-% Glykolsäureeinheiten enthalten. Diese Oligomere haben vorzugsweise ein Molgewicht von 750 bis 1 500.
Wenn das Oligomer auch andere Hydroxycarbonsäure-einheiten als solche aus Glykolsäure oder Milchsäure enthält, sind diese vorzugsweise aus z.B. e-Hydroxycapronsäu-re. Vorzugsweise sind solche Einheiten mit maximal 30 Gew.-% des Oligomerrestes vertreten. Vorzugsweise sind weniger als 5% oder garkeine Einheiten anders als aus Milchsäure oder Glykolsäure vertreten.
Geeignete Sterole sind physiologisch annehmbare und nichttoxische Sterole. Vorzugsweise sind die Sterole in der Natur vorkommend. Besonders bevorzugte Sterole sind Cholesterol und Dihydrocholesterol.
Geeignete Aminosäuren sind physiologisch annehmbare und nichttoxische Aminosäuren. Vorzugsweise sind sie in der Natur vorkommend. Gewünschtenfalls kann die Aminosäure in Form eines Peptids vorhanden sein. Als Aminosäuren können neutrale, Säure- oder basische Aminosäuren eingesetzt werden. Geeignete neutrale Aminosäuren sind Glycin, Alanin, Valin, Leucin, Phenylalanin, Prolin oder Tryptophan. Geeignete Säureaminosäuren sind Glutamin oder Aspartinsäure und basische Aminosäuren sind z.B. Arginin. Lysin, Histidin oder Ornithin.
2
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
3
666406
Vorzugsweise werden aromatische Aminosäuren, wie Phenylalanin und Tyrosin oder deren Peptide eingesetzt.
Die spezifischen Matrixoligomeren werden vorzugsweise so hergestellt, dass ein Oligomer, Milchsäure- und/oder Glykolsäureeinheiten enthaltend und mit einem Molgewicht von 500 bis 10 000, amidiert oder verestert wird.
Die spezifischen Matrixprodukte können in konventioneller Weise chemisch hergestellt werden, wobei z.B. bekannte Kondensationsverfahren zur Bildung von Amiden und Estern zur Anwendung kommen. Vorzugsweise ist mindestens eine äquimolare Menge der Aminosäure oder des Sterols vorhanden. Vorzugsweise wird das Verfahren unter dehydratierenden Bedingungen, z.B. Aufheizen, damit Wasser abdestilliert wird, ausgeführt.
Das Reaktionsgemisch wird vorzugsweise bis auf etwa 150 bis etwa 250 °C aufgeheizt. Wasser wird zweckmässig abdestilliert. Vorzugsweise wird kein Katalysator verwendet, welcher die oligomeren Hydroxycarbonsäuren polymerisiert und damit deren Molgewicht erhöht. Aktivierung von reagierenden Gruppen ist wünschenswert. Z.B. wird in einer Amidierungsreaktion mit einer Aminosäure die Carboxyl-gruppe der freien oligomeren Hydroxycarbonsäure vorzugsweise in bekannter Weise aktiviert, z.B. durch Imidbildung.
Die spezifischen Matrixprodukte schliessen auch Gemische der veresterten oder amidierten oligomeren Hydroxycarbonsäuren ein, zusammen mit den freien oligomeren Hydroxycarbonsäuren, Sterolen und Aminosäuren. Die Reaktion wird jedoch vorzugsweise in solcher Weise ausgeführt, dass hauptsächlich reine veresterte oder amidierte oligomere Hydroxycarbonsäure gebildet werden.
Die Menge der freien oligomeren Hydroxycarbonsäuren, welche noch vorhanden ist, kann anhand der Säurezahl des Produktes, ausgedruckt werden. Die Säurezahl kann in bekannter Weise, z.B. durch Titration des Produktes mit einer KOH-Lösung bestimmt werden. Die Produkte haben vorzugsweise eine Säurezahl bis 20, z.B. zwischen 10 und 20.
Die Oligomere können, wie in bekannter Weise für analoge Verbindungen, gereinigt werden. Dadurch wird die Menge der freien Hydroxycarbonsäuren und der Sterole oder Aminosäuren vermindert. Säulenchromatographie z.B. mit Silicagel ist dabei die bevorzugte Methode, auf diese Weise werden erfindungsgemässe Produkte erhalten, welche eine Säurezahl unter 2, vorzugsweise unter 1,5, haben.
Die Menge der anderen Reaktionskomponenten in den Oligomeren, des Sterols oder der Aminosäure kann quantitativ in anderer konventioneller Weise, z. B. durch Dünnschichtchromatographie, bestimmt werden oder z. B. im Fall von Cholesterol durch Bestimmung der Jodzahl des Produktes. Sogar ohne Reinigung ist weniger als 2 Gew.-% oder weniger als 1,5 Gew.-% dieser Reaktionskomponente vorhanden. Wenn die Reaktionskomponente eine Aminosäure ist, ist ihr Beitrag zur Säurezahl klein und kann im allgemeinen vernachlässigt werden.
Bestimmung des Molgewichtes des Oligomeren kann mit bekannten Methoden ausgeführt werden. Bevorzugte bekannte Methoden basieren auf Dampfdruckerniedrigung und auf Gelpermeations-Chromatographie, wobei Polystyrol als Standard verwendet wird. Diese Methoden werden jedoch nicht genau zu den gleichen Resultaten führen. Für niedrigere Molgewichtsbereiche, z.B. von 500 bis 5 000, sind Werte, welche anhand der Dampfdruckerniedrigung bestimmt werden, mehr zuverlässig, für Molgewichtsbereiche über 5 000, die Werte bestimmt durch Gelpermeations-Chromatographie (Mw).
Die spezifischen Oligomeren haben eine Grenzviskosität unter 0,1 (100 ml/g). Diese wird zweckmässig in Benzol oder Chloroform bei 25,C C gemessen. Solche Viskositätsmessungen können in bekannter Weise ausgeführt werden.
Die Aminosäure- und Sterol-Ausgangsprodukte sind entweder bekannt oder können hergestellt werden, wie dies in analoger Weise für bekannte Produkte der Fall ist. Die Hydroxycarbonsäureoligomere können in konventioneller Weise zur Herstellung von Produkten aus Oligomeren, welche die gewünschte Anzahl Hydroxycarbonsäureeinheiten enthalten, hergestellt werden.
Das Verfahren kann ausgeführt werden, indem Milchsäure und/oder Glykolsäue in freier Form kondensiert werden. Falls Co-Oligomere hergestellt werden sollen, werden geeignete Mengen von Glykolsäure und Milchsäure miteinander unter dehydratierenden Bedingungen umgesetzt, z. B. durch Erhitzen, wobei Wasser abdestilliert wird. Die Reaktionszeit und die Temperatur können innerhalb weiter, für Sachverständige geläufiger Grenzen festgelegt werden und sind in den Beispielen erwähnt.
Co-Oligolactidglykolide in freier Säureform mit einem Molgewicht von 500 bis 5 000, welche mindestens 50 Gew.-% Milchsäureeinheiten enthalten, sind besonders brauchbare Zwischenverbindungen dadurch, dass sie funktionelle Gruppen, z.B. die freie Carboxylgruppe, aufweisen.
Vorzugsweise enthalten sie von 50 bis 90, besonders 70 bis 85 Gew.-%, Milchsäureeinheiten. Vorzugsweise ist ihr Molgewicht von 500 bis 3 000 und besonders von 750 bis 3 000, z. B. von 1 000 bis 2 000, bestimmt durch Dampfdruckerniedrigung.
Die Amid- und Estermatrixprodukte sind besonders verwendbar zur Herstellung von Bromokriptinmesylat enthaltenden Mikrokapseln z.B. für orale oder parenterale Verabreichung, z.B. intramuskuläre Verabreichung.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Mikrokapseln, welche Bromokriptinmesylat in einer bioabbaubaren polymeren Matrix enthalten, dadurch gekennzeichnet, dass die Mikrokapseln durch Sprühtrocknen hergestellt werden. Diese Bromokriptin-Depotformen werden nicht ausschliesslich aus den oben beschriebenen Amid- und Esterprodukten, sondern auch aus anderen Oligomeren und Polymeren gebildet. Sie werden in bekannter Weise hergestellt und verabreicht oder in oben erwähnter Weise, wenn sie aus den erfindungsgemässen Amid- und Esterprodukten gebildet werden.
Die Depotformen könne in bekannter Weise hergestellt werden und können öfter eine hohe Konzentration des Wirkstoffes enthalten. Ausserdem können die Depotformen vorteilhafte Eigenschaften für die Freisetzung des Wirkstoffes aufweisen, z.B. eine gleichmässige Freisetzung, besonders wenn sie in einem relativ niedrigen Molekulargewichtsbereich liegen und über eine verlängerte Zeitspanne. Ausserdem können auch die besonders dafür entwickelten Amide und Ester in Matrixform in Körperflüssigkeiten zu physiologisch annehmbaren Produkten in kurzer Zeit, nachdem aller Wirkstoff freigesetzt ist, abgebaut werden, was eine wiederholte Verabreichung erlaubt, ohne dass dadurch eine Oligo-meranreicherung stattfindet.
Zur Herstellung von Mikrokapseln wird das Bromokriptinmesylat in einem flüchtigen Lösungsmittel, wie Methanol, gelöst, wonach eine Lösung des Matrixmaterials, z.B. des Amid- oder des Esterproduktes, z.B. im gleichen oder in einem anderen Lösungsmittel, wie Methylenchlorid, zugefügt wird. Das erhaltene homogene Gemisch wird dann in Luft verspritzt und während des Spritzens in Form von Mikrokapseln getrocknet.
Vom Bromokriptinmesylat können die Mikrokapseln durchschnittlich 60 Gew.% aufnehmen.
Mikrokapseln haben gewöhnlich einen Diameter von einigen Submikron bis zu einigen Millimetern. Für die erfindungsgemässen Mikrokapseln werden Diameter von maxi5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
666 406
4
mal etwa 250 Mikron, z.B. 10 bis 60 Mikron, angestrebt, damit sie leicht eine Injektionsnadel passieren können.
Die Depotformen der pharmazeutischen Zusammenset-
np tonn fili die Mannt million des Bramofi«
tinmesylats angewendet werden.
Die Mengen des Bromokriptinmesylates und der zu verabreichenden Depotformen hängen von verschiedenen Faktoren ab, z.B. vom zu behandelnden Zustand, von der gewünschten Zeitdauer, der Freisetzungsgeschwindigkeit des Bromokriptins und von der biologischen Abbaubarkeit der oligomeren Matrix.
Die gewünschten Zusammensetzungen können in bekannter Weise formuliert werden. Die Menge des benötigten Wirkstoffes und die Freisetzungsgeschwindigkeit können anhand von in vivo oder in vitro-Techniken bestimmt werden, z. B. wie lange eine bestimmte Wirkstoffkonzentration im Blutplasma auf einem akzeptablen Niveau anhält. Die Abbaubarkeit der Matrix kann auch anhand von in vivo oder in vitro Techniken verfolgt werden, indem z.B. die Menge der Milchsäure oder Glykolsäure oder deren Oligomere im Blut gemessen oder mit histologischen Methoden bestimmt wird.
Die erfindungsgemäss hergestellten Mikrokapseln können z.B. subkutan und/oder intramuskulär als eine Suspension in einem geeigneten flüssigen Träger verabreicht werden.
Die Depotform kann zusätzlich noch einmal verabreicht werden, wenn die oligomere Matrix genügend abgebaut worden ist, z. B. nach 1 bis 2 Monaten.
Beispiele von Dosierungen sind:
Für die Prolaktinsekretionshemmung mit Bromokriptinmesylat kann eine Depotform hergestellt werden, die täglich etwa 2,5 bis 7,5 mg in etwa 10 bis 15 Tagen freisetzt und z. B.
5 etwa 20 bis 100 mg des Wirkstoffes enthält.
In den folgenden Beispielen sind alle Temperaturen in Celsiusgraden und unkorrigiert. Dilactid bezieht sich auf cy-clisches Lacton.
io Chemische Herstellung von Ausgangsprodukten D,L-01igomilchsäure
A. 1 In einem 21 Sulfierkolben mit Thermometer, Gaseinleitkapillare, Liebigkühler und Vakuumanschluss werden 1600 g optisch inaktive Milchsäure vorgelegt und unter ei-i5 nem schwachen Argon-Strom auf eine Badtemperatur von 160° aufgeheizt. Nach 8 Stunden ist ein klares farbloses Destillat angefallen. Dann wird 4 Stunden lang bei 100 Torr (Torr = 133,32 Pascal) weiterdestilliert, dann weitere 4 Stunden bei 20 Torr. Dann wird noch 3 Stunden bei 10 Torr 20 destilliert. Die Säurezahl des Sumpfes ist 30, entsprechend einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 1870. Das Produkt wird heiss auf eine Pozellanschale geleert, erkalten gelassen und dann kalt vermählen.
Schmelzbereich des Produktes 40—60°, Säurezahl 30. 25 Molgewicht bestimmt durch Dampfdruckerniedrigung ist 2000. Das Produkt ist völlig amorph und löst sich gut in Aceton und Methylenchlorid bei Raumtemperatur.
In analoger Weise werden Produkte hergestellt mit den folgenden Kenndaten, wobei Produkte mit höheren Molge-30 wichten längere Reaktionszeiten brauchen als Produkte mit niedrigeren:
Grenzviskosität Säurezahl Molgewicht aus Säurezahl aus Dampfdruck erniedr.
A.2
D, L-Oligomilchsäure
0,04
25,0
2240
2400
A.3
D,L-01igomilchsäure
0,03
25,0
2240
2100
A.4
L-Oligomilchsäure
104
538
A.5
L-Oligomilchsäure
63,5
882
A.6
L-Oligomilchsäure
48,5
1154
A.7
D,L-01igomilchsäure
0,01
27,0
2070
A.8
D,L-01igomilchsäure
0,01
18,8
2980
A.9
D,L-01igomilchsäure
0,03
23
2400
A.10
D.L-Oligomilchsäure
12
4590
C o-oligo-D, L-Lactid-Glykolide
A. 11 In einem 21 Sulfierkolben mit Thermometer, Gaseinleitung, Rückflusskühler und Vakuumanschluss werden 1350,0 g optisch inaktive Milchsäure (72 Gew.%-ige wässri-ge Lösung) und 150,6 g Glykolsäure vorgelegt. Unter Durchleiten eines schwachen Argon-Stromes wird auf eine Sumpftemp. von 160e hochgeheizt. Der Rückflusskühler wird durch einen absteigenden Kühler ersetzt. Nach 8 Stunden sind 295 ml Destillat abgetrennt und Wasser abdestilliert. Dann wird der Druck auf 100 Torr gesenkt und 2 Stunden dabei gehalten. Der Druck wird weiter auf 20 Torr gesenkt und 8 Stunden dabei gehalten. Die Sumpftemperatur wird dabei auf 180~ erhöht. Die Säurezahl des Sumpfes ist zu diesem Zeitpunkt 48 entsprechend einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 1170. Dann wird noch weitere 8 Stunden bei 10 Torr gehalten. Die Säurezahl ist dann 31,7 (Molgewicht 1770). Es sind insgesamt 555 ml Destillat angefallen. Das Produkt wird heiss auf eine Porzellanschale entleert, erkalten gelassen und dann kalt vermählen. Es entsteht ein hellgelbes Pulver, Schmelzbereich 40 — 60°, Säurezahl 31,7. Das Dampfdruckerniedrigung ermittelte Molgewicht ist 1900. Mikroanalyse C 48,20%, H 5,61%, O 46,30%, 84 Gew.-% Milchsäureeinheiten gemäss NMR.
In analoger Weise werden Produkte hergestellt mit den folgenden Kenndaten:
Säurezahl Molgewicht Gew.%
Mikroanalyse aus Säure- aus Dampf- Milch
Gew.-%
zahl druck- säure
C H O
erniedrigung nach
NMR
A.12
23
2430
1820
89
A.13
23
2430
1870
81
A. 14
29
1930
1770
84
48,2
5,6
A. 15
31
1800
1800
75
48,0
5,5
A.16
28
2000
1910
71
A. 17
25
2240
1820
50
55
60
Oligoglykolsäure
A. 18 In einem 750 ml Sulfierkolben mit Thermometer, Liebigkühler und Gaseinleitkapillare werden 500 g feste Glykolsäure vorgelegt und auf eine Sumpftemperatur von
160 C erhitzt. Es wurde zunächst 2 Stunden bei Normaldruck, dann 2 Stunden bei 100 Torr und zuletzt zwei weitere Stunden bei 10 Torr destilliert. Der noch heisse Sumpf wird auf eine Porzellanschale geleert und erstarrt sofort zu einer weissen wächsartigen Masse. Der Rückstand hat eine Säurezahl 79, ein Molgewicht 700 und einen Schmelzbereich von 140-190°.
Chemische Herstellung der bevorzugten Matrixmaterialien (Co)oligo-D,L-Lactid-Glykolid-cholesterylester
B. 1 In einem 21 Sulfierkolben mit Thermometer, Liebigkühler, Gaseinleitung und Rührer werden unter Argon-Spülung und guter Rührung 927 g des Cooligo-DL-Lactid-Glykolids A.15 und 298,2 g Cholesterin (0,77 Mol; Molverhältnis Cooligomer zu Cholesterin = 1:1,5) aufgeschmolzen, Sumpftemperatur 170°. Es wird 6 Stunden bei 10 Torr gerührt. Dann wird die heisse gelbbraune Masse auf eine Porzellanschale geleert und erkalten gelassen. Das Produkt hat die Säurezahl 14,6, Verseifungszahl 588, Jodzahl 14,0; das Molgewicht durch Dampfdruckerniedrigung ist 1140. Der Gehalt an freiem Cholesterin ist 1,0—2,0 Gew.-% nach Dünnschichtchromatographie an freies Lactid* 1,0 Gew.-%, der Wassergehalt ist 0,25 Gew.-% und der Schmelzbereich 70 — 90?. Mikroanalyse C 56,60%, H 6,90%, O 36,30%.
In analoger Weise werden 01igo-D,L-Milchsäurechole-sterylester (B.2 und B.3) und Cooligo-D,L-lactid-glykolid-cholesterylester (B.4) hergestellt mit den folgenden Kenndaten:
Produkt
B.2
B.3
B.4
Molverhältnis
Oligomer : Cholesterin
1 : 1
1:2
1:1,5
Säurezahl
17,5
13,2
15,7
Verseifungszahl
643
582
575
Molgewicht aus Dampfdruck-
erniedr.
1370
1150
1140
Gehalt freies* Lactid
(Gew.-%)
1,3
99
1,0
Gehalt freies Cholesterin
(Gew.-%)
0,7-1,0
1,0-1,5
ca. 1,0
Wassergehalt (Gew.-%)
0,20
Schmelzbereich (DSC)
40-50°
40-50°
60-80'
C (Gew.-%)
54,0
57,6
56,9
H (Gew.-%)
6,4
6,8
6,8
O (Gew.-%)
39,2
35,8
36,3
Gew.-% Cholesterin in
Einsatzmischung
13,1
23,1
24,1
Hergestellt aus (co)-oligo-
merer Hydroxycarbonsäure
A.9
A.9
A.ll
* cyclische Komponente
B.5 D,L-01igolactoyl-N-(L)-Phenylalanin a) Amid aus D,L-Oligomilchsäure und Hydroxyssucinimid
30 g (0,015 ml) D,L-Oligomilchsäure A.7 und 1,7 g (0,015 mol) N-Hydroxysuccinimid werden in 100 ml Äthyl-acetat suspendiert. Zu dieser Suspension wird, innerhalb 1 Minute, 3,1 g (0,015 mol) Dicyclohexylcarbodiimid portionenweise zugegeben. Die Zugabe ist leicht exotherm und die Mischung wird mit Wasserbad gekühlt. Die braunbeige Suspension ändert sich mit der Zeit zu einer sehr dicken, weissen
666 406
Suspension. Nach 23 Stunden wird die Suspension abfiltriert, der Filterkuchen mit 2 x 10 ml Äthylacetat gewaschen. Die klare Mutterlauge wird am Rotavapor, bei 50 °C Bad Temperatur eingedampft. Die sehr viskose Masse wird im Vakuumtrockenschrank, bei 50° über 24 Stunden getrocknet. man erhält ein leicht gelbes harziges Produkt mit folgenden NMR:
1H-NMR 360 MHz, Lösungsmittel CDCI3: ppm 5,50 (m, IH, CH-OH Ketteende); 5,18 (m, 27H, CH-C- in der Kette); 4,39 (m, 1H, CH-C-O Ketteende); 2,86 (S, 4H, CH2 in Succinimidyl); 1,72 (m, 3H, CH3—C—OH Ketteende); 1,57 (m, 81H, CH3- in der Kette); 1,48 (d, 3H, CH3—C— Ketteende).
b) D,L-01igolactoyl-N-(L)-Phenylalanin
2,4 g (0,0145 mol) L-Phenylalanin werden in einer Lösung aus 1,2 g (0,0145 mol) Natriumbicarbonat und 104 ml Wasser suspendiert. Nach 10 Minuten rühren wird eine Lösung von 30,0 g (0,0145 mol) (±)01igolactoylhydroxysuc-cinimid in 104 ml Tetrahydrofuran, innert 25 Minuten, tropfenweise zugegeben. Die Zugabe ist leicht exotherm.
Die Reaktionsmischung wird 72 Stunden bei Raumtemperatur gerührt, das pH ist am Ende 6,6 und wird mittels IN Chlorwasserstoffsäure auf 4,0 gestellt. Die Phasen werden getrennt und die wässrige Phase zweimal mit je 200 ml Methylenchlorid ausgeschüttelt. Die vereinigten organischen Phasen werden zweimal mit je 100 ml Wasser gewaschen. Die entstandene Lösung wird über Magnesiumsulfat getrocknet, dann am Rotavapor eingedampft. Der Rückstand wird im Vakuumtrockenschrank 48 Stunden bei Raumtemperatur getrocknet. Man erhält eine leicht gelbe Substanz. Nach NMR Messungen ist die Umsetzung 60%.
NMR-360 MHz in CDCL3: ppm 7,25 (m, 3.8H, Ar-NH); 5,38 8m, 1H, -CH-C-Ketteende); 5,21 (m, 27H, -CH-C- in der Kette); 5,06 (m, 0.6H, CH-OH Ketteende); 4,38 (m, 0,6H, -CH-N); 3,07-3,32 (m, 1.2H, CH2-Ar); 1,57 (m, 81H, CH3 in der Kette); 1,46 (m, 6H, CH3-Ketteende). GPC: M3 4860; Nn 3200; Mw/M„ = 1,52; Säurezahl: 17,3.
Gemäss NMR-Resultaten und Gelpermeationschroma-tographie ist das Produkt rein.
Reinigung der (Co)oligo-D,L-Lactid-Glykolid-cholesteryl-esterB.4 undB.l
C. 1 1000 g des Cooligo-DL-Lactid-Glykolid-choleste-rylesters B.4 werden in 2,5 Liter Isopropylacetat bei Raumtemperatur gelöst. Die Lösung wird auf eine Chromatographiesäule, die mit Kieselgel Qualität Merck 60 Korngrösse 0,063—0,200 mm (Nr. 7734) gefüllt ist, aufgebracht und mit weiterem Isopropylacetat eluiert. Die einzelnen Fraktionen werden am rotierenden Verdampfer bei Badtemperaturen von 140° zur Trockenen eingedampft und dann noch 6 Stunden im Trockenschrank bei 130° und 1 Torr getrocknet. Die nachfolgende Tabelle gibt die einzelnen Fraktionen wieder:
Fraktion Nr.
Gewicht in g trocken
Säurezahl
1
1,8
0,2
2
22,9
0,4
3
98,0
0,2
4
192,0
0,6
5
196,0
3,8
6
136,9
8,0
7
81,8
12,8
8
65,8
15,5
9
51,3
20,3
10
22,2
24,9
868,9
5
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
666 406
Die ersten 4 Fraktionen werden vereinigt, in trockenem Zustand gut gemischt und bei 130° noch 2 Stunden nachbehandelt und dann nach dem Erkalten wieder gemahlen. Es resultiert ein Produkt mit den Spezifikationen: Freies Cholesterin 0,5 Gew.-%, Säurezahl 0,5, Jodzahl 13,7, Verseifungszahl 600, Gehalt Schwermetalle unter 20 ppm, Molgewicht nach Dampfdruckerniedrigung 1320, Schmelzbereich 40 — 60°, Gehalt freies Lactid* unter 0,2 Gew.-%, Gehalt freies Glykolid* unter 0,5 Gew.-%, Gehalt Isopropylacetat 0,02 Gew.-%, Gehalt Glührückstand unter 0,03 Gew.-%. Mikroanalyse C 59,70, H 7,62, O 32,90. Molmassen nach GPC": Mw 2980 Mn 2000 (* cyclische Komponente, ** GPC = Gelpermeationschromatographie).
C.2 In analoger Weise wird der Cooligo-DL-Lactid-Glykolid-cholesterylester B.l gereinigt. Diejenige Fraktionen die eine Säurezahl kleiner als 1,5 aufweisen, werden vereinigt und weiter verarbeitet. Es resultiert ein Produkt mit den folgenden Spezifikationen: Gehalt freies Cholesterin 1,5 Gew.-%, Säurezahl 1,2, Jodzahl 13,7, Verseifungszahl 590, Gehalt Schwermetalle unter 20 ppm., Molgewicht nach Dampfdruckerniedrigung 1160, Schmelzbereich 40 — 60 °C, Gehalt freies Lactid* 0,2 Gew.-%, Gehalt freies Glykolid* unter 0,5 Gew.-%, Gehalt Isopropylacetat 0,02 Gew.-%, Gehalt Glührückstand 0,03 Gew.-%, Mikroanalyse C 59,50, H 7,60, O 33,20, Molmassen nach GPC** Mw = 2850, Mn = 2021.
Mikroverkapselung von Bromokriptinmesylat
D. 1 Man löst 2,5 g Bromokriptinmesylat in 20 ml Methanol p.a. und 7,5 g D,L-01igolactoyl-N-(L)-Phenylalanin (B.5) in 180 ml Methylenchlorid p.a. und mischt die beiden Lösungen.
Die Mischung der beiden Lösungen ergibt eine homogene Phase. Die Mischung wird in einem Mini-Spray Dryer der Firma Bücki Typ 190 unter den folgenden Bedingungen versprüht:
Man stellt zunächst die Apparatur mit einem Lösungsmittelgemisch aus 10% Methanol + 90% Methylenchlorid auf konstante Bedingungen ein, d.h. man reguliert die Temperatur am Eingang auf 59° + 1° und am Ausgang auf 39 + 1°. Dazu wird die Transportleistung der Pumpe auf etwa 600 ml/Stunde eingestellt. Die Belüftung wird auf Position 11 reguliert und der Luftstrom auf 310N1'/Stunde (1 NL = 22,415 Liter) eingestellt. Der Heizwiderstand beträgt 3,2.
Die so erhaltenen Mikrokapseln sind kleiner als 0,125 mm und lassen sich sehr gut dispergieren und mit einer Injektionsnadel applizieren ohne Aggregate zu bilden.
Die Mikrokapseln weisen eine Einbauquote von 20 Gew.-% auf, bezogen auf das Gesamtgewicht. Die in vitro
Freisetzung wird bei pH 4,0 und 37° (Zitrat/Phosphatpuffer) nach der rotating paddle-Methode (USP XX, Seite 959) bei 140u/min gemessen.
Ergebnisse Zeit (Min.) % Freisetzung an Bromokryp-
tine-mesylat Kapselmatrix aus B.5
60 2,4
120 2,4
180 2,5
300 2,6
420 2,6
1440 3,0
Abbaugeschwindigkeit eines spezifisch beschriebenen Matrixmaterials in wässrigem Medium a) In vitro Versuch
In einem in vitro Versuch wurde von den spezifischen Oligomeren im Vergleich zu den freien polymeren Hydroxycarbonsäuren und (co)polymeren Hydroxycarbonsäuren ein beschleunigter Abbau in Wasser und gegenüber den freien co-oligomeren Hydroxycarbonsäuren ein verbesserter verlangsamter Abbau festgestellt:
Filme aus den folgenden Produkten wurden in Wasser von 37° aufbewahrt und deren Gewichtsverlust nach einer Zeitspanne bestimmt:
13 40 54 90 Tagen
Cooligo-DL-Lactid-Glykolid
(A.15) 37% 100%
Copoly-DL-Lactid-Glykolid 75 Gew.-% Lactid;
Mw = 28 000 0,1%
Cooligo-DL-Lactid-Glykolid-
cholesterylester (C.2) 2% 45%
L-Polymilchsäure Mw = 40 000
Grenzviskosität = 0,68 2%
b) In vitro Test
Kleine Scheibchen von 7 mm Diameter und 0,5 mm Dik-ke des Oligomers C.2 unter a) werden intraperitoneal in Ratten implantiert. Der Abbau des oligomeren Produktes unter C.2 ist 39% (bestimmt durch Wiegen der entfernten Scheibchen).
6
5
10
15
20
25
30
35
40
45
50
55
60
65
S
CH6660/83A 1984-02-29 1983-12-14 Verfahren zur herstellung von mikrokapseln, welche bromokriptinmesylat als pharmakologischen wirkstoff enthalten. CH666406A5 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB848405227A GB8405227D0 (en) 1984-02-29 1984-02-29 Bromocriptine compositions

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH666406A5 true CH666406A5 (de) 1988-07-29

Family

ID=10557324

Family Applications (2)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH6660/83A CH666406A5 (de) 1984-02-29 1983-12-14 Verfahren zur herstellung von mikrokapseln, welche bromokriptinmesylat als pharmakologischen wirkstoff enthalten.
CH830/85A CH667009A5 (de) 1984-02-29 1985-02-22 Bromocriptin enthaltende zusammensetzungen.

Family Applications After (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH830/85A CH667009A5 (de) 1984-02-29 1985-02-22 Bromocriptin enthaltende zusammensetzungen.

Country Status (26)

Country Link
JP (1) JPS60202812A (de)
AT (1) AT387716B (de)
AU (2) AU586621B2 (de)
BE (1) BE901810A (de)
CA (1) CA1256374A (de)
CH (2) CH666406A5 (de)
DE (1) DE3505743C2 (de)
DK (1) DK175016B1 (de)
ES (1) ES8705223A1 (de)
FR (1) FR2560047B1 (de)
GB (1) GB8405227D0 (de)
GR (1) GR850506B (de)
HK (1) HK85490A (de)
HU (1) HU196121B (de)
IE (1) IE58235B1 (de)
IL (1) IL74459A (de)
IT (1) IT1199948B (de)
LU (1) LU85791A1 (de)
MX (1) MX9203626A (de)
NL (1) NL194231C (de)
NZ (1) NZ211247A (de)
PH (1) PH23266A (de)
PT (1) PT80015B (de)
SE (2) SE8500961L (de)
SG (1) SG69390G (de)
ZA (1) ZA851546B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1992011000A1 (de) * 1990-12-22 1992-07-09 Schwarz Pharma Ag Verfahren zur herstellung wirkstoffhaltiger mikropartikel aus hydrolytisch abbaubaren polymeren
US5725841A (en) * 1993-03-17 1998-03-10 Minnesota Mining And Manufacturing Company Aerosol formulation containing an ester-, amide-, or mercaptoester-derived dispersing aid

Families Citing this family (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1985004100A1 (en) * 1984-03-21 1985-09-26 American Home Products Corporation Sustained release pharmaceutical capsules
DE3722383A1 (de) * 1986-07-14 1988-01-28 Sandoz Ag Neue verwendung von bromocriptin

Family Cites Families (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
NL128902C (de) * 1960-06-06
CH507249A (de) * 1968-05-31 1971-05-15 Sandoz Ag Verfahren zur Herstellung von 2-Brom-a-ergokryptin
DE2553026A1 (de) * 1974-12-04 1976-06-10 Schlueter Edelfett Neue formulierungen
CH630257A5 (en) * 1975-03-17 1982-06-15 Hoffmann La Roche Sustained release formulation
IT1158162B (it) * 1977-12-22 1987-02-18 Sandoz Ag Composizioni farmaceutiche a base di derivati dell'ergolena e dell'ergolina
DE3045135A1 (de) * 1980-11-29 1982-06-09 Sandoz-Patent-GmbH, 7850 Lörrach Pharmazeutische kompositionen enthaltende bioabbaubare polymere
US4369172A (en) * 1981-12-18 1983-01-18 Forest Laboratories Inc. Prolonged release therapeutic compositions based on hydroxypropylmethylcellulose
DE3216870A1 (de) * 1982-05-03 1983-11-03 Schering AG, 1000 Berlin und 4709 Bergkamen Pharmazeutische zubereitungen mit zytostatischer wirkung
US4559222A (en) * 1983-05-04 1985-12-17 Alza Corporation Matrix composition for transdermal therapeutic system

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1992011000A1 (de) * 1990-12-22 1992-07-09 Schwarz Pharma Ag Verfahren zur herstellung wirkstoffhaltiger mikropartikel aus hydrolytisch abbaubaren polymeren
US5725841A (en) * 1993-03-17 1998-03-10 Minnesota Mining And Manufacturing Company Aerosol formulation containing an ester-, amide-, or mercaptoester-derived dispersing aid

Also Published As

Publication number Publication date
JPH0448776B2 (de) 1992-08-07
NZ211247A (en) 1989-02-24
PH23266A (en) 1989-06-23
AU586621B2 (en) 1989-07-20
HUT38254A (en) 1986-05-28
IT8547703A0 (it) 1985-02-20
CH667009A5 (de) 1988-09-15
CA1256374A (en) 1989-06-27
DK86785D0 (da) 1985-02-26
ES8705223A1 (es) 1987-05-01
JPS60202812A (ja) 1985-10-14
AU3913685A (en) 1985-09-05
NL8500417A (nl) 1985-09-16
ZA851546B (en) 1986-10-29
HK85490A (en) 1990-10-25
DE3505743C2 (de) 1995-02-16
AU3500689A (en) 1989-09-14
PT80015B (pt) 1987-09-18
AT387716B (de) 1989-03-10
NL194231B (nl) 2001-06-01
BE901810A (fr) 1985-08-26
IT8547703A1 (it) 1986-08-20
MX9203626A (es) 1992-09-01
GR850506B (de) 1985-06-28
ES540807A0 (es) 1987-05-01
DK86785A (da) 1985-08-30
ATA58085A (de) 1988-08-15
FR2560047A1 (fr) 1985-08-30
AU618599B2 (en) 1992-01-02
SG69390G (en) 1990-10-26
GB8405227D0 (en) 1984-04-04
IL74459A (en) 1988-12-30
SE8500961L (sv) 1985-08-30
NL194231C (nl) 2001-10-02
IL74459A0 (en) 1985-05-31
FR2560047B1 (fr) 1988-01-15
DE3505743A1 (de) 1985-08-29
DK175016B1 (da) 2004-04-26
HU196121B (en) 1988-10-28
LU85791A1 (fr) 1985-12-11
SE8500961D0 (sv) 1985-02-27
SE462259B (sv) 1990-05-28
IE58235B1 (en) 1993-08-11
IE850495L (en) 1985-08-29
IT1199948B (it) 1989-01-05
PT80015A (pt) 1986-02-10

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3345314A1 (de) Oligomere hydroxycarbonsaeurederivate, deren herstellung und verwendung
DE68910833T2 (de) Polylactid-zubereitungen.
DE3430852C2 (de) Neue Ester, deren Herstellung und Verwendung
DE69129770T2 (de) Biologisch abbaubare hochmolekulare Polymere, ihre Herstellung und ihre Verwendung
AT408609B (de) Zubereitung zur stetigen und kontrollierten abgabe von medikamentösen substanzen und verfahren zu deren herstellung
DE602006000381T2 (de) Bioabsorbierbare pharmazeutische Zusammensetzung enthaltend einen PLGA-Copolymer
DE69333817T2 (de) Leuprorelinpräparat mit verzögerter Wirkstoffabgabe
DE69727262T2 (de) Langsam freisetzende Zubereitung für bioaktive Substanz mit einer sauren Gruppe
DE69232555T2 (de) Biologisch abbaubare Polymermischungen zur Arzneistoffabgabe
JPS6254760A (ja) ポリオキシカルボン酸エステルおよびその製造法
FR2464973A1 (fr) Copolymeres d'acides lactique et glycolique et leur procede de preparation
HU186904B (en) Process for producing retarde pharmaceutical compositions
JPH0649185A (ja) 新規重合体
DE69835337T2 (de) Succinimid/ Hydroxycarbonsäure Copolymer und Verfahren zur Herstellung
EP0245840B1 (de) Biologisch abbaubare Polymere für Depotzubereitungen mit kontrollierter Wirkstoffabgabe
EP0505966B1 (de) Langwirkende bioabbaubare Mikropartikel und ein Verfahren zur Herstellung
DE2842089A1 (de) Arzneimittel mit verzoegerter wirkstoffabgabe
CH660488A5 (en) (Co)oligomeric hydroxycarboxylic acid derivatives, the preparation thereof, and the use thereof in pharmaceutical compositions
EP1152776B1 (de) Bioabbaubare, injizierbare oligomer-polymer-zusammensetzung
BE1001687A5 (fr) Composition a base de polyesters pour la liberation controlee de substances medicamenteuses.
EP0164571B1 (de) Retardformen des alpha-(2,5-Dimethoxy-phenyl)-beta-lycinamido-äthanols und Verfahren zu ihrer Herstellung
CH663718A5 (de) Pharmazeutische zusammensetzung enthaltend bromokryptin.
DE60213669T2 (de) Bioabbaubares polymermaterial für biomedizinische anwendungen
CH651475A5 (en) Pharmaceutical composition for delayed release of the active substance under physiological conditions
JPH04173746A (ja) 徐放性機能を有する薬剤・ポリマー複合体

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased
PL Patent ceased