CH682979A5 - Knochenklammer zur Osteosynthese. - Google Patents
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Description
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CH 682 979 A5
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Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Knochenklammer zur Osteosynthese, bestehend aus einer mit Abstand zum Knochen gehaltenen und die Knochenbruchstücke übergreifenden Knochenplatte mit einer Reihe von Löchern, aus Knochenschrauben mit einem quadratischen Bund und einem Gewindeansatz sowie aus Muttern, die zur Knochenplatte zu abgerundet und gegenüberliegend mit einem Vierkant versehen sind.
Zum Fixieren von Bruchstücken einer Knochenfraktur werden selbstanpressende Knochenplatten mit einer hohen Axial- und Biegesteifigkeit eingesetzt, die mit Knochenschrauben am Knochen befestigt werden. Diese Form der Knochenbruchheilung weist eine Reihe von Vorteilen auf. Dem steht jedoch gegenüber, dass durch die Anpress- und Druckkräfte die Knochenrinde geschwächt und die Knochenhaut beschädigt wird. Weiterhin wurde eine ungenügende Mineralisierung der Knochenrinde unter der Knochenplatte beobachtet. Die Heilung des Knochens und damit verbunden die bessere Festigkeit und gesteigerte Knochensubstanz begann erst nach Entfernung der festen Knochenplatte. Diese Nachteile wurden gemäss DE-OS 3118 344 mit einer verträglichen Osteosyntheseplatte versucht zu beseitigen, die nicht nur ausreichend fest ist, um eine Festlegung des Knochens im frühen Heilungsstadium des Bruches zu schaffen, sondern die ebenfalls nicht so fest ist, dass eine Verschlechterung des Knochens im darauffolgenden Heilungsstadium auftritt. Die Knochenplatte ist als Hohlkörper ausgebildet und in die metallfreien Zonen ist ein biologisch inertes polymeres Material eingebracht, das ein Einwachsen des Knochens verhindert. Nach der CH-PS 668 174 ist eine osteosyn-thetische Druckplatte bekannt, die ein sich mit zunehmendem Abstand vom Knochen erweiterndes Querschnittsprofil aufweist. Dadurch entsteht eine reduzierte Knochenapplikationsfläche bei Beibehaltung der Steifigkeit der Druckplatte, so dass ein geringerer Teil der Knochenoberfläche überdacht wird und eine verbesserte Durchblutung des Knochens möglich ist.
Beide Lösungen weisen eine aufwendige Fertigung auf und der Kontakt zwischen Knochenoberfläche und Knochenplatte ist nach wie vor, wenn auch in eingeschränktem Masse, vorhanden. In der PL-PS 145 631 und der DD-PS 258 361 ist eine Knochenklammer, bestehend aus einer Knochenplatte und Knochenschrauben, dargestellt. Die Knochenschrauben mit Knochengewinde besitzen statt des Schraubenkopfes einen Bund, der als Vierkant ausgebildet ist, sowie einen Gewindeansatz. Die Knochenschrauben werden mittels eines Vierkantschlüssels soweit in die Knochenbruchstücke eingebracht, dass der Bund zur Knochenhaut einen Abstand aufweist. Dabei müssen jedoch die Bunde so ausgerichtet werden, dass sie beim Auflegen der Knochenplatte, die auf ihrer dem Knochen zugewandten Seite mit einer Rinne versehen ist, in diese eingreifen. Die Knochenplatte wird durch Muttern, die auf die Gewindeansätze aufgeschraubt werden, befestigt. Auf Grund der Gestaltung des
Bundes ist eine Verstellung nur in vier Stufen pro Umdrehung möglich. Da Knochenschrauben eine grosse Steigerung besitzen, ist es kaum gewährleistet, die Bunde in eine Ebene zu bringen. Beim Befestigen der Knochenplatte treten deshalb Spannungen auf, die den Sitz der Schrauben im Knochen zusätzlich belasten. Zum anderen ist insbesondere bei der Behandlung von Frakturen der unteren Extremitäten die Stabilität der Knochenplatten in den üblichen Abmessungen nicht ausreichend.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Knochenklammer sowohl für die interne als auch für die externe Osteosynthese zu entwickeln, bei der die Knochenplatte mit Abstand zur Knochenoberfläche angeordnet ist, wobei eine ausreichende axiale Steifigkeit der Knochenplatte während des früheren Heilungsstadiums und ein spannungsfreies Einbringen der Knochenschrauben zu gewährleisten ist.
Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass im Abstand zur ersten Knochenplatte mittels Distanzstücken eine oder mehrere weitere Knochenplatten angeordnet sind. Dabei sind die Distanzstücke mit einem Innengewinde, das mit dem Gewindeansatz der Knochenschraube in Eingriff steht, sowie gegenüberliegend mit einer Auflagefläche und ebenfalls mit einem Gewindeansatz versehen. Bevorzugt weisen die Knochenschrauben einen ringförmigen Bund auf. Weiterhin sind die Knochenschrauben unterhalb ihres Bundes, die Distanzstücke und die Muttern, die auf die Gewindeansätze aufschraubbar sind, mit einem Mehrkant, insbesondere einem Sechskant, versehen, die die gleichen Abmessungen aufweisen.
Insbesondere bei Frakturen der unteren Extremitäten werden die Knochenbruchstücke mittels einer ersten Knochenplatte mit den entsprechenden Längenabmessungen festgelegt, wobei zuerst die Knochenschrauben eingebracht und mit ihren Bunden ausgerichtet werden. Auf diese wird die Knochen-platte aufgelegt und mit den Distanzstücken, die auf die Gewindeansätze aufgeschraubt werden, verspannt. Zur Stabilisierung wird nunmehr auf die Distanzstücke eine weitere Knochenplatte, die in ihren Längenabmessungen von der ersten Knochenplatte abweichen kann, aufgelegt und durch Muttern, die auf die Gewindeansätze der Distanzstücke aufgeschraubt werden, verspannt. Es ist jedoch auch möglich, einen Teil der Knochenschrauben an der ersten Knochenplatte mittels der Muttern zu befestigen.
Der Vorteil der erfindungsgemässen Lösung besteht darin, dass bei der Behandlung von Frakturen insbesondere der unteren Extremitäten während des frühen Heilungsstadiums die Knochenklammer eine ausreichend hohe Steifigkeit aufweist. Während des späteren Heilungsstadiums besteht die Möglichkeit eines einfachen teilweisen Abbaus der Knochenklammer, um eine relative Beweglichkeit der Bruchstelle zu erhalten. Die Knochenklammer ist in ihren Einzelteilen einfach herzustellen und im Anwendungsfall unkompliziert zu handhaben.
Die Erfindung soll nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles mit einer dazugehörigen Zeichnung näher erläutert werden.
Die Knochenklammer besteht aus einer Knochen5
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platte 1 mit einer Reihe von ovalen konischen Löchern 2 und einer auf der dem Knochen zugewandten Seite angeordneten Rinne 3. An dieser werden die Knochenbruchstücke mittels Knochenschrauben 4 mit Abstand zur Knochenoberfläche fixiert. Die Knochenschraube 4 weist statt eines Schraubenkopfes einen ringförmigen Bund 5 und einen Gewindeansatz 6 auf. Unterhalb des Bundes 5, der die Funktion der Auflage der Knochenplatte 1 übernimmt, ist ein Mehrkant 7 zum Eindrehen der Knochenschraube 4 angeordnet. Die Befestigung der Knochenplatte 1 an den Knochenschrauben 4 erfolgt mittels Distanzstücken 8. Das Distanzstück 8 ist ein rotationssymmetrischer Körper, dessen der Knochenplatte 1 zugewandtes Ende die Form eines Schraubenkopfes einer Knochenschraube aufweist sowie mit einem Innengewinde 9, das mit dem Gewindeansatz 6 in Eingriff steht, versehen ist. Die gegenüberliegende Seite ist als Auflagefläche 10 ausgebildet, auf der ein Gewindeansatz 11 angeordnet ist, der die gleichen Abmessungen wie der Gewindeansatz 6 besitzt. Unterhalb des Gewindeansatzes 11 entspricht der Durchmesser des Distanzstückes 8 dem des Bundes 5 der Knochenschrauben 4. Weiterhin weist das Distanzstück 8 einen Mehrkant 12 zum Anziehen auf. Auf die Gewindeansätze 11 wird eine zweite Knochenplatte 13 aufgesetzt, die die gleiche Gestaltung wie die Knochenplatte 1 aufweist. Die Knochenplatte 13 wird auf den Distanzstücken 8 mittels einer Mutter 14 befestigt, deren der Knochenplatte 13 zugewandte Seite die Form eines Schraubenkopfes einer Knochenschraube besitzt und deren andere, aus der Knochenplatte herausragende Seite einen Mehrkant aufweist. In bevorzugter Ausführung sind der Mehrkant 7 der Knochenschraube 4, der Mehrkant 12 des Distanzstückes 8 und der Mehrkant der Mutter 14 als Sechskant ausgebildet und weisen die gleichen Abmessungen auf.
Claims (3)
1. Knochenklammer zur Osteosynthese, bestehend aus einer mit Abstand zum Knochen gehaltenen und die Knochenbruchstücke übergreifenden Knochenplatte mit einer Reihe von Löchern, aus Knochenschrauben mit einem quadratischen Bund und einem Gewindeansatz sowie aus Muttern, die zur Knochenplatte zu abgerundet und gegenüberliegend mit einem Vierkant versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass im Abstand zur Knochenplatte (1) mittels Distanzstücken (8) eine oder mehrere weitere Knochenplatten (13) angeordnet sind und dass die Distanzstücke (8) mit einem Innengewinde (9), das in Eingriff mit dem Gewindeansatz (6) der Knochenschraube (4) bringbar ist, sowie gegenüberliegend mit einer Auflagefläche (10) und einem Gewindeansatz (11) versehen sind.
2. Knochenklammer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Knochenschraube (4) einen ringförmigen Bund (5) aufweist.
3. Knochenklammer nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichent, dass die Knochenschraube (4) unterhalb des Bundes (5), das Distanzstück (8) und die Mutter (14) mit einem Mehrkant (7, 12), insbesondere einem Sechskant, mit gleichen Abmessungen versehen sind.
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