CH690330A5 - Verfahren zur Herstellung von Methylen-bis(dibutyl-dithiocarbamat) mit einer ASTM-Farbzahl kleiner als 2. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Methylen-bis(dibutyl-dithiocarbamat) mit einer ASTM-Farbzahl kleiner als 2. Download PDF

Info

Publication number
CH690330A5
CH690330A5 CH00270/96A CH27096A CH690330A5 CH 690330 A5 CH690330 A5 CH 690330A5 CH 00270/96 A CH00270/96 A CH 00270/96A CH 27096 A CH27096 A CH 27096A CH 690330 A5 CH690330 A5 CH 690330A5
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
temperature
kpa
pressure
product
color number
Prior art date
Application number
CH00270/96A
Other languages
English (en)
Inventor
Bela Jover
Original Assignee
Mol Magyar Olaj & Gazipari Rt
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Mol Magyar Olaj & Gazipari Rt filed Critical Mol Magyar Olaj & Gazipari Rt
Publication of CH690330A5 publication Critical patent/CH690330A5/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C333/00Derivatives of thiocarbamic acids, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atom not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C333/14Dithiocarbamic acids; Derivatives thereof
    • C07C333/18Esters of dithiocarbamic acids
    • C07C333/20Esters of dithiocarbamic acids having nitrogen atoms of dithiocarbamate groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C333/00Derivatives of thiocarbamic acids, i.e. compounds containing any of the groups, the nitrogen atom not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C333/14Dithiocarbamic acids; Derivatives thereof
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10MLUBRICATING COMPOSITIONS; USE OF CHEMICAL SUBSTANCES EITHER ALONE OR AS LUBRICATING INGREDIENTS IN A LUBRICATING COMPOSITION
    • C10M135/00Lubricating compositions characterised by the additive being an organic non-macromolecular compound containing sulfur, selenium or tellurium
    • C10M135/12Thio-acids; Thiocyanates; Derivatives thereof
    • C10M135/14Thio-acids; Thiocyanates; Derivatives thereof having a carbon-to-sulfur double bond
    • C10M135/18Thio-acids; Thiocyanates; Derivatives thereof having a carbon-to-sulfur double bond thiocarbamic type, e.g. containing the groups
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10MLUBRICATING COMPOSITIONS; USE OF CHEMICAL SUBSTANCES EITHER ALONE OR AS LUBRICATING INGREDIENTS IN A LUBRICATING COMPOSITION
    • C10M2219/00Organic non-macromolecular compounds containing sulfur, selenium or tellurium as ingredients in lubricant compositions
    • C10M2219/06Thio-acids; Thiocyanates; Derivatives thereof
    • C10M2219/062Thio-acids; Thiocyanates; Derivatives thereof having carbon-to-sulfur double bonds
    • C10M2219/066Thiocarbamic type compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)

Description


  
 



  Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Methylen-bis(dibutyl-dithiocarbamat) mit einer ASTM-Farbzahl von kleiner als 2 durch Umsetzen von Di-n-butylamin und wässriger Natronlauge mit Schwefelkohlenstoff, Behandeln des erhaltenen Reaktionsgemisches mit Dichlormethan und anschliessendes Strippen im Vakuum, Trennen der Phasen und Abfiltrieren des ausgefallenen Natriumchlorids. Die ASTM-Farbzahl wird mit der ASTM-Methode D-1500-9 bestimmt. 



  Das 4,4 min -Methylen-bis(dibutyl-dithiocarbamat) wird verbreitet als aschefreies Antioxydant und als sog. EP-Additiv für extreme Drucke angewendet. Wegen seiner günstigen anwendungstechnischen Eigenschaften wird es in Schmiermitteln auf Erdölbasis und in anderen Produkten der Petrolindustrie (zum Beispiel Asphalt) eingesetzt. 



  Es ist unter verschiedenen Bezeichnungen im Handel, zum Beispiel als Additiv DITO-9 oder VANLUBBE 7723. 



  Seine Herstellung erfolgt in einer zweistufigen Synthese, deren erster Schritt die Herstellung des Na-Salzes der N,N-Dibutyl-dithioharnsäure durch Umsetzen von Di-n-butylamin, wässriger Natronlauge und Schwefelkohlenstoff ist: 
EMI1.1
 
 



  Die dem Natriumsalz zu Grunde liegende Säure kann in einem  zweiten Schritt mit Dichlormethan zum Endprodukt gekoppelt werden: 
EMI2.1
 
 



  Aus mehreren Patentschriften ist bekannt, wie die Reaktionen im Falle von Chargen zwischen 0,5 kg und 2,0 kg ausgeführt werden können. 



  Gemäss der US-PS 3 876 550 kann in einer Chargengrösse von 1,5 Mol (500 g) ein Produkt geeigneter Qualität hergestellt werden, wenn zu einem Gemisch aus 627 g Di-n-butylamin, 240 g 50%iger wässriger Natronlauge, 200 g Toluol und 200 g Isopropanol langsam, innerhalb von 5 Stunden 228 g Schwefelkohlenstoff gegeben werden. Die zulässige obere Temperaturgrenze dieser Reaktion ist 42 DEG C. Nachdem die Reaktion abgelaufen ist, wird das Gemisch langsam auf 65 DEG C erwärmt, wobei nicht umgesetzter Schwefelkohlenstoff abdestilliert. Dann werden innerhalb von 2,5 Stunden 225 g Dichlormethan zugegeben, wobei die Temperatur auf 75 DEG C ansteigt. Nach beendeter Zugabe wird das Gemisch für weitere 2,5 Stunden bei 60-65 DEG C gehalten. Das Gemisch wird mit 3x150 ml Wasser gewaschen. Die Spuren flüchtiger Stoffe werden durch Strippen im Vakuum (120 Torr) bei 122 DEG C entfernt.

   Das ausgefallene Natriumchlorid wird durch Filtrieren von dem Endprodukt abgetrennt. 



  Gemäss US-PS 5 015 368 werden zu einem Gemisch aus 1000 g Di-n-butylamin, 650 g 50%iger wässriger Natronlauge und  weiteren 1356 g Wasser langsam 603 g Schwefelkohlenstoff gegeben. Die zulässige Temperaturgrenze für diese Reaktion ist 63 DEG C. Anschliessend werden innerhalb von 4 Stunden 363 g Dichlormethan zugesetzt, wobei die Temperatur auf 88 DEG C ansteigt. Nach der langen Dosierzeit wird das Gemisch noch weitere drei Stunden lang bei dieser Temperatur gehalten. Dann wird das Rühren eingestellt, und die wässrige Phase wird abgelassen. Das verbliebene Produktgemisch wird bei 50 Torr und 150 DEG C gestrippt. Der Rückstand wird filtriert. 



  Aus den zitierten Beschreibungen geht hervor, dass bei der Zugabe des Schwefelkohlenstoffes und des Dichlormethans die Misch- und Wärmeübergangsverhältnisse eine wesentliche Rolle spielen. Deshalb müssen beide Reaktanten langsam und unter Einhalten einer oberen Temperaturgrenze in den Reaktor gegeben werden. 



  Im Laufe eigener Versuche wurde angestrebt, die Verfahren gemäss den genannten beiden US-Patentschriften an ein Reaktorvolumen von 1 m<3> zu adaptieren mit dem Ziel, pro Charge wenigstens 300 kg Produkt herzustellen. Es erwies sich jedoch, dass bei Reaktoren dieser Grösse die genannten Verfahren zu keinem Ergebnis führen, weil das Endprodukt in sehr schlechter Ausbeute (unter 40%) anfällt und sein Salzgehalt zwischen 150 und 200 ppm liegt. Das Produkt war schwarz und opalisierte, seine ASTM-Farbzahl lag oberhalb der oberen Grenze der ASTM-Skala: sie war grösser als 5.

   Es wurde gefunden, dass sich bei einer Massstabsvergrösserung die Misch- und Wärmeübergangsverhältnisse notwendigerweise verschlechtern und dadurch tensidartige Nebenprodukte ent stehen, durch deren Wirkung die Trennung der organischen Phase von der wässrigen Phase nicht gelingt und auch das im Produkt verbliebene Natriumchlorid durch Filtrieren nicht abtrennbar ist. 



  Ziel der Erfindung war es, unter Beseitigung der Mängel der bekannten Lösungen ein Verfahren auszuarbeiten, das zur Herstellung von Methylen-bis(dibutyl-dithiocarbamat) mit hoher Ausbeute und einer ASTM-Farbzahl von kleiner als 2 geeignet ist. 



  Die ökonomischen Vorteile der hohen Ausbeute sind offensichtlich. In diesem Falle muss man noch auch Umweltschutz-Erwägungen in Betracht ziehen. Das unreagierte Amin und das Kohlenstoffdisulfid sind schädliche Materialien, und eine hohe Ausbeute ist auch von diesem Gesichtspunkt aus wünschenswert. Die Farbe des Produktes ist durch keinen Standard vorgeschrieben, doch hat ein helleres Produkt in der Praxis einen höheren Wert. Das ist verständlich, weil die Abweichung der Farbe von dem farblosen Zustand durch Nebenprodukte undefinierbarer Komposition verursacht ist. Falls man in Betracht zieht, dass das Produkt in Zusatzstoffen verwendet wird, die Schmierstoffe und andere Kompositionen für eine lange Zeit verteidigen müssen, kann man verstehen, dass die Anwesenheit von Verunreinigungen undefinierbarer Komposition die Lebensdauer des Produktes verkürzt.

   Der Natriumchlorid-Gehalt des Produktes ist annehmbar, falls es annähernd unter 100 ppm liegt. 



  Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass in dem Verfahren die Bildung tensidartiger Nebenprodukte vermieden  werden kann, wenn während der Zugabe des Schwefelkohlenstoffes die Temperatur des Gemisches bei 15 DEG C oder darunter gehalten und nach Beendigung der Reaktion das Vakuumstrippen in zwei Stufen durchgeführt wird, wobei in der ersten Stufe bei 45-100 DEG C und 5-50 kPa Druck gearbeitet wird, dann die Phasentrennung erfolgt, und die abgetrennte organische Phase dann zum zweiten Mal, unter ähnlichen Bedingungen wie in der ersten Stufe gestrippt wird. 



  Die Erfindung beruht weiterhin auf der Erkenntnis, dass ein kleiner Teil der gebildeten tensidartigen Nebenprodukte in der ersten Stufe des Vakuumstrippens nicht entfernt wird. Es wurde gefunden, dass auch diese Nebenprodukte abgetrennt werden können, wenn die zwischen den beiden Vakuumstrippstufen eigeschaltete Phasentrennung bei 35-50 DEG C vorgenommen wird. 



  Gegenstand der Erfindung ist demnach ein Verfahren zur Herstellung von Methylen-bis(dibutyl-dithiocarbamat) mit einer ASTM-Farbzahl von kleiner als 2 durch Umsetzen von Di-n-butylamin und wässriger Natronlauge mit Schwefelkohlenstoff, Behandeln des erhaltenen Reaktionsgemisches mit Dichlormethan und anschliessendes Strippen im Vakuum, Trennen der Phasen und Abfiltrieren des ausgefallenen Natriumchlorids.

   Für das erfindungsgemässe Verfahren ist charakteristisch, dass während der Umsetzung des Schwefelkohlenstoffes die Temperatur des Gemisches bei 15 DEG C oder darunter gehalten und das Vakuumstrippen in zwei Stufen vorgenommen wird, wobei in der ersten Stufe bei 45-100 DEG C und einem Druck von 5-50 kPa gearbeitet wird, dann bei einer Tempera tur von 35-50 DEG C die Phasen voneinander getrennt werden, und die abgetrennte organische Phase - ebenfalls bei 45-100 DEG C und einem Druck von 5-50 kPa - zum zweiten Mal gestrippt wird. 



  Wird die Reaktion auf die erfindungsgemässe Weise geführt, so ist der grösste Teil der tensidartigen Nebenprodukte schon in der ersten Strippstufe abtrennbar, und der Sumpfrückstand kann in wässrige und organische Phase aufgetrennt werden. Anschliessend können in der zweiten Strippstufe die flüchtigen Bestandteile völlig entfernt werden. 



  Das erfindungsgemässe Verfahren hat folgende Hauptvorteile: 
 
   a) Die Qualität des Produktes ist wesentlich besser als die der nach den bekannten Verfahren hergestellten Produkte, weil seine Farbzahl gemäss der ASTM-Norm kleiner als 2 ist. Ein Produkt dieser Qualität konnte bis jetzt grosstechnisch nicht hergestellt werden. 
   b) Der NaCl-Gehalt des Produktes ist sehr niedrig, unter 40 ppm. 
   c) Die Ausbeute ist ausserordentlich günstig, sie beträgt über 95%. 
 



  Das erfindungsgemässe Verfahren wird anhand der folgenden Ausführungsbeispiele näher erläutert, ist jedoch nicht auf diese Beispiele beschränkt. 


 Beispiel 1 
 



  In einem Autoklav von 1 m<3> Volumen werden 416 kg Wasser, 64 kg Natriumhydroxid und 206,8 kg Di-n-butylamin vorgelegt. Das Gemisch wird unter Rühren auf 5 DEG C gekühlt. 



  In das gekühlte Gemisch lässt man langsam 121,6 kg Schwefelkohlenstoff einfliessen, wobei darauf zu achten ist, dass die Temperatur nicht über 15 DEG C ansteigt. Nach Beendigung der Zugabe wird noch 30 Minuten lang gerührt. Dann werden 81,6 kg Dichlormethan (20%iger Überschuss) in den Autoklav gegeben, der eine Temperatur von 15 DEG C hat. Der Autoklav wird langsam aufgeheizt. Die stark exotherme Alkylierung beginnt bei 45 DEG C. Die entstehende Reaktionswärme wird dem System durch Rückflusskochen des Dichlormethans entzogen. Mit dem Fortschreiten der Reaktion steigt die Temperatur des Autoklavs auf 75-80 DEG C an. Bei dieser Temperatur lässt man noch 2 Stunden nachreagieren. 



  Nach Beendigung der Alkylierung wird das überschüssige Dichlormethan bei atmosphärischem Druck abgezogen. Der Autoklav wird auf Vakuumdestillation umgeschaltet, und bei einem Druck von 7 kPa und einer Sumpftemperatur von 55 DEG C werden etwa 80 kg Wasser, Reste der nicht umgesetzten Ausgangsstoffe und die Nebenprodukte entfernt. Nach Beendigung der Vakuumdestillation wird der Autoklav auf 40 +/- 2 DEG C abgekühlt, wobei sich die Phasen voneinander trennen. Die Oberphase hat eine Masse von 338 kg, die wässrige Unterphase eine von 538,4 kg. Nach Ablassen der Unterphase wird die Vakuumdestillation bei 7 kPa Druck und 60 DEG C Temperatur fortgesetzt, dabei werden noch 20 kg wässriges, tensidhaltiges Destillat abgezogen. 



  Die 318 kg organische Phase werden bei 40 +/- 2 DEG C mit 3 x 320 kg Wasser gewaschen und dann separiert. Nach jeder Wäsche lässt man eine halbe Stunde abstehen und trennt erst dann das Waschwasser ab. 



  Man erhält in 98,2%iger Ausbeute bernsteinfarbenes Methylen-bis(dibutyl-dithiocarbamat) mit einem Salzgehalt von 15 ppm (NaCl). Die Farbzahl des Produktes gemäss ASTM-Norm ist 1. 


 Beispiel 2 
 



  Man arbeitet auf die im Beispiel 1 beschriebene Weise mit dem Unterschied, dass man die zweite Vakuumdestillation bis zu einer Sumpftemperatur von 90 DEG C und einem Druck von 40 kPa vornimmt. Auf diese Weise beträgt die Ausbeute 96,5%. Das bernsteinfarbene Produkt hat einen Salzgehalt (NaCl) von 35 ppm, seine ASTM-Farbzahl ist 1,5. 


 Beispiel 3 
 



  Man arbeitet auf die im Beispiel 1 angegebene Weise mit dem Unterschied, dass die sich an die atmosphärische Destillation anschliessende Vakuumdestillation bei 10 kPa Druck bis zu einer Sumpftemperatur von 60 DEG C vorgenommen wird. Dabei werden ausser den nicht umgesetzten Ausgangsprodukten und den Nebenprodukten 60 kg Wasser abgezogen. Die Phasentrennung wird bei 45 DEG C, die zweite Vakuumdestillation bei 35 kPa Druck bis zu einer Sumpftemperatur von 70 DEG C vorgenommen. Die Ausbeute am Endprodukt beträgt 97,8%. Das bernsteinfarbene Produkt hat eine ASTM-Farbzahl von 1,5 und einen Salzgehalt (NaCl) von 20 ppm. 


 Beispiel 4 
 



  Man arbeitet auf die im Beispiel 1 beschriebene Weise mit dem Unterschied, dass während des Zusatzes des Schwefelkohlenstoffes die Temperatur unter 12 DEG C gehalten wird. Die erste Vakuumdestillation wird bei einem Druck von 10 kPa bis  zu einer Sumpftemperatur von 60 DEG C vorgenommen. Die Phasen werden bei 45 DEG C voneinander getrennt. Die Ausbeute beträgt 96,6%. Das bernsteinfarbene Produkt hat eine ASTM-Farbzahl von 1,5 und einen Salzgehalt (NaCl) von 30 ppm. 


 Beispiel 5 
 



  Man arbeitet auf die im Beispiel 1 beschriebene Weise mit dem Unterschied, dass während des Zusatzes des Schwefelkohlenstoffes die Temperatur unter 10 DEG C gehalten wird. Die erste Vakuumdestillation wird bei einem Druck von 45 kPa bis zu einer Sumpftemperatur von 90 DEG C vorgenommen. Die Phasen werden bei 36 DEG C voneinander getrennt. Die Ausbeute beträgt 97,6%. Das bernsteinfarbene Produkt hat eine ASTM-Farbzahl von 1,5 und einen Salzgehalt (NaCl) von 24 ppm. 


 Vergleichsbeispiel 1 
 



  Auf Grund der in US-PS 3 876 550 angegebenen Rezeptur werden in einem Autoklav von 1 m<3> Volumen 209 kg Di-n-butylamin, 80 kg 50 masseprozentige Natronlauge, 66,6 kg Toluol und 66,6 kg Isopropanol vorgelegt. Zu diesem Gemisch werden innerhalb von 5 Stunden 76 kg Schwefelkohlenstoff zugesetzt, wobei darauf geachtet wird, dass die Temperatur nur bis 40 DEG C ansteigt. Nach Beendigung der Dosierung wird das Reaktionsgemisch langsam auf 65 DEG C aufgeheizt, wobei der nicht umgesetzte Schwefelkohlenstoff abdestilliert. Aus dem Gemisch kann bei einer Kondensatortemperatur von 15 DEG C kein Destillat aufgefangen werden. 



  Anschliessend werden 75 kg Dichlormethan innerhalb von 2,5 Stunden in den Autoklav gegeben, dann lässt man das Gemisch weitere 2,5 Stunden lang bei 60-65 DEG C nachreagieren. 



  Vor der Phasentrennung lässt man das Reaktionsgemisch 4 Stunden lang abstehen, aber auch so lassen sich nur etwa 10% der wässrigen Phase abtrennen. Die Hauptmasse des Reaktionsproduktes besteht aus einer hochviskosen harzigen, wässrigen Emulsion. Diese wird mit 3 x 50 l Wasser gewaschen. Dabei nimmt die Emulsion noch mehr Wasser auf, etwa 44-46 Masse-% des zugesetzten Waschwassers vergrössern die Masse der organischen Emulsionsphase. 



  Nun werden die flüchtigen Bestandteile bei 16 kPa Druck bis zu einer Temperatur von 105 DEG C abdestilliert. Dabei werden 230 kg mit unangenehm riechenden Chemikalien, Toluol und Isopropanol verunreinigtes Wasser, und zwischen 105 DEG C und 127 DEG C in einer Menge von 142 kg schlecht riechende Nebenprodukte undefinierbarer Zusammensetzung abgezogen. Das auf diese Weise von den flüchtigen Verbindungen befreite Produkt wird über Keramikfilterkerzen 8 Stunden lang filtriert. 



  Man erhält das Endprodukt in 39-%iger Ausbeute. Der Salzgehalt des Produktes liegt trotz des Filtrierens zwischen 150 ppm und 200 ppm, seine Farbe ist schwarz, opalisierend. Bei einem Versuch, das Produkt in \l zu lösen, setzen sich 5-8% ab. 


 Vergleichbeispiel 2 
 



  Man arbeitet wie im Vergleichsbeispiel 1 beschrieben mit dem Unterschied, dass man während des Zusatzes des Schwefelkohlenstoffes die Temperatur unter 15 DEG C hält. Auf diese Weise entstehen weniger Nebenprodukte, und bei der ersten Phasentrennung gelingt es, 40% der wässrigen Phase zu entfernen. Beim Waschen mit 3 x 50 l Wasser gehen nur 20 Masse-%  des Waschwassers in die organische Phase über. Bei der bis zu 105 DEG C bei einem Druck von 16 kPa vorgenommenen Destillation zur Entfernung der flüchtigen Bestandteile werden 195 kg eines aus Wasser, Toluol und Isopropanol bestehenden Destillates abgezogen, und die zweite Fraktion ist um etwa 15 Masse-% weniger. Die Ausbeute am Endprodukt beträgt 55%, das Filtrieren gelingt innerhalb von 6 Stunden, und der Salzgehalt des Produktes ist auf 120 ppm abgesunken.

   Die ASTM-Farbzahl des Produktes liegt zwischen 4,5 und 5. 


 Vergleichsbeispiel 3 
 



  Man arbeitet auf die im Vergleichsbeispiel 1 beschriebene Weise mit dem Unterschied, dass die Entfernung der flüchtigen Anteile nach der Alkylierung in zwei Stufen vorgenommen wird und die Phasentrennung bei Zimmertemperatur vorgenommen wird. 



  Nach der Entfernung der flüchtigen Anteile werden durch Normaldruck- und Vakuumdestillation 60 kg Ausgangsstoffe und tensidartige Nebenprodukte angezogen. Danach geht die Phasentrennung mit 90-%igem Wirkungsgrad vonstatten. Bei dem Waschen mit 3 x 50 l Wasser gehen nur 6-8% des Waschwassers in die organische Phase über, und die Phasengrenzen bilden sich infolge der erhöhten Temperatur der Phasentrennung günstiger aus als in den Vergleichsbeispielen 1 und 2. Die Ausbeute an Produkt beträgt 83%, der Salzgehalt (NaCl) des Produktes liegt unter 50 ppm. Die ASTM-Farbzahl des Produktes liegt zwischen 2,5 und 3. 



  Die Vergleichsbeispiele 1-3 zeigen eindeutig, dass die die Grundlage der Erfindung bildenden Erkenntnisse, d.h.,  dass während der Umsetzung mit Schwefelkohlenstoff die Temperatur bei 15 DEG C oder darunter gehalten werden muss, das Vakuumstrippen in zwei Stufen vorgenommen werden muss und die Phasentrennung zwischen 35 DEG C und 50 DEG C vorzunehmen ist, ein Produkt mit wesentlich besseren Eigenschaften (geringere ASTM-Farbzahl) und eine höhere Ausbeute ermöglichen. 

Claims (2)

1. Verfahren zur Herstellung von Methylen-bis(dibutyl-dithiocarbamat) mit einer ASTM-Farbzahl von kleiner als 2 durch Umsetzen von Di-n-butylamin und wässriger Natronlauge mit Schwefelkohlenstoff, Behandeln des erhaltenen Reaktionsgemisches mit Dichlormethan und anschliessendes Strippen im Vakuum, Trennen der Phasen und Abfiltrieren des ausgefallenen Natriumchlorids, dadurch gekennzeichnet, dass während der Umsetzung des Schwefelkohlenstoffes die Temperatur des Gemisches bei 15 DEG C oder darunter gehalten und das Vakuumstrippen in zwei Stufen vorgenommen wird, wobei in der ersten Stufe bei 45-100 DEG C und einem Druck von 5-50 kPa gearbeitet wird, dann bei einer Temperatur von 35-50 DEG C die Phasen voneinander getrennt werden, und die abgetrennte organische Phase - ebenfalls bei 45-100 DEG C und einem Druck von 5-50 kPa - zum zweiten Mal gestrippt wird.
2.
Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beide Stufen des Vakuumstrippens bei 50-70 DEG C und einem Druck von 7-12 kPa vorgenommen und die Phasen bei 40-45 DEG C voneinander getrennt werden.
CH00270/96A 1995-02-03 1996-02-02 Verfahren zur Herstellung von Methylen-bis(dibutyl-dithiocarbamat) mit einer ASTM-Farbzahl kleiner als 2. CH690330A5 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
HU9500320A HU211072B (en) 1995-02-03 1995-02-03 Improved process for the preparation of methylene-bis(dibutyl-dithiocarbamate) in running conditions

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH690330A5 true CH690330A5 (de) 2000-07-31

Family

ID=10986340

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH00270/96A CH690330A5 (de) 1995-02-03 1996-02-02 Verfahren zur Herstellung von Methylen-bis(dibutyl-dithiocarbamat) mit einer ASTM-Farbzahl kleiner als 2.

Country Status (30)

Country Link
US (1) US5744629A (de)
EP (1) EP0725060B1 (de)
JP (1) JPH08269005A (de)
KR (1) KR960031430A (de)
CN (1) CN1056604C (de)
AT (1) ATE181061T1 (de)
BE (1) BE1009129A3 (de)
CA (1) CA2168692C (de)
CH (1) CH690330A5 (de)
CZ (1) CZ27696A3 (de)
DE (1) DE69602770T2 (de)
DK (1) DK0725060T3 (de)
EA (1) EA000043B1 (de)
EE (1) EE9600005A (de)
ES (1) ES2117555B1 (de)
FI (1) FI960503A7 (de)
FR (1) FR2730230B1 (de)
GE (1) GEP19991794B (de)
GR (1) GR1002516B (de)
HR (1) HRP960051B1 (de)
HU (1) HU211072B (de)
IT (1) IT1282375B1 (de)
LU (1) LU88710A1 (de)
MC (1) MC2410A1 (de)
MD (1) MD1273F1 (de)
NL (1) NL1002233C2 (de)
PL (1) PL312604A1 (de)
RO (1) RO116192B1 (de)
SK (1) SK281304B6 (de)
YU (1) YU6896A (de)

Families Citing this family (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN104230775A (zh) 2013-06-18 2014-12-24 中国石油化工股份有限公司 一步法制备二烷基二硫代氨基甲酸酯的方法
CN104447457B (zh) * 2013-09-17 2016-09-28 中国石油化工股份有限公司 一种4,4’-亚甲基双(二烷基二硫代甲酰胺)的制备方法
CN105503676B (zh) * 2014-09-25 2017-09-29 中国石油化工股份有限公司 一种低色度亚甲基双(二烷基二硫代甲酰胺)的安全生产方法
CN105001137A (zh) * 2015-08-13 2015-10-28 新乡市瑞丰新材料股份有限公司 一种二烷基二硫代氨基甲酸酯的制备方法
CN107556224B (zh) * 2016-06-30 2020-02-28 中国石油化工股份有限公司 二烷基二硫代氨基甲酸酯的制备方法及抗磨防锈复合剂
CN117229185B (zh) * 2023-11-14 2024-01-30 北京工业大学 一种乳膏状沥青抗老化剂合成及其使用方法

Family Cites Families (10)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2069290A5 (de) * 1969-11-11 1971-09-03 Denki Kagaku Kogyo Kk
US3876550A (en) * 1974-04-15 1975-04-08 Lubrizol Corp Lubricant compositions
US4648985A (en) * 1984-11-15 1987-03-10 The Whitmore Manufacturing Company Extreme pressure additives for lubricants
US4645538A (en) * 1984-12-24 1987-02-24 Ethyl Corporation Asphaltic compositions
US4879054A (en) * 1988-02-29 1989-11-07 Amoco Corporation Process for producing low temperature high performance grease
US4859352A (en) * 1988-02-29 1989-08-22 Amoco Corporation Low temperature high performance grease
US4880551A (en) * 1988-06-06 1989-11-14 R. T. Vanderbilt Company, Inc. Antioxidant synergists for lubricating compositions
EP0396830B1 (de) * 1989-05-10 1993-10-27 Council of Scientific and Industrial Research Verfahren zur Herstellung von 1-amino-substituierten 1-thio-substituierten 2-Nitro Alkenen
US5015368A (en) * 1990-06-15 1991-05-14 The Lubrizol Corporation Ore flotation process using carbamate compounds
DE4220767A1 (de) * 1992-06-25 1994-01-05 Bitterfeld Wolfen Chemie Verfahren zur Herstellung von Methylen-bis-(N,N-dialkyldithiocarbamaten)

Also Published As

Publication number Publication date
YU6896A (sh) 1998-07-10
CN1137518A (zh) 1996-12-11
EP0725060B1 (de) 1999-06-09
GEP19991794B (en) 1999-10-05
SK14696A3 (en) 1997-08-06
JPH08269005A (ja) 1996-10-15
PL312604A1 (en) 1996-08-05
ATE181061T1 (de) 1999-06-15
KR960031430A (ko) 1996-09-17
ES2117555B1 (es) 1999-07-01
HU9500320D0 (en) 1995-03-28
HRP960051B1 (en) 2000-06-30
EP0725060A1 (de) 1996-08-07
DK0725060T3 (da) 1999-11-15
EA000043B1 (ru) 1998-02-26
GR1002516B (el) 1997-01-22
FR2730230B1 (fr) 1997-06-06
ES2117555A1 (es) 1998-08-01
CA2168692A1 (en) 1996-08-04
DE69602770D1 (de) 1999-07-15
HU211072B (en) 1997-05-28
CZ27696A3 (en) 1996-08-14
DE69602770T2 (de) 1999-11-11
SK281304B6 (sk) 2001-02-12
HRP960051A2 (en) 1997-08-31
ITMI960178A1 (it) 1997-08-02
CN1056604C (zh) 2000-09-20
NL1002233C2 (nl) 1996-08-05
FI960503A0 (fi) 1996-02-02
US5744629A (en) 1998-04-28
LU88710A1 (fr) 1996-08-23
EA199600003A3 (ru) 1996-10-01
MC2410A1 (fr) 1996-12-02
IT1282375B1 (it) 1998-03-20
FI960503A7 (fi) 1996-08-04
EE9600005A (et) 1996-08-15
BE1009129A3 (fr) 1996-12-03
MD1273F1 (ro) 1999-07-31
RO116192B1 (ro) 2000-11-30
FR2730230A1 (fr) 1996-08-09
EA199600003A2 (ru) 1996-07-01
CA2168692C (en) 2008-05-20
ITMI960178A0 (de) 1996-02-02

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69104103T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Methylenvernetztem Polyarylamin.
DE69405127T2 (de) Extraktion von Zitronensäuren
CH690330A5 (de) Verfahren zur Herstellung von Methylen-bis(dibutyl-dithiocarbamat) mit einer ASTM-Farbzahl kleiner als 2.
DE3249794C2 (de) Verfahren zur Herstellung von polymeren Polyolen
DE2760272C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Poly-(tetramethylenether)-glykol durch Alkoholyse eines Ester-Endgruppen aufweisenden Poly-(tetramethylenether)-glykols
DE2212604B2 (de) Verfahren zur herstellung von 2- halogenaethylphosphonsaeuren
DE1595729A1 (de) Cyclopolysiloxane sowie Verfahren zu ihrer Herstellung
DE1770510A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Triglycidyl-isocyanurat
DE2027089A1 (de) Verfahren zur Herstellung von phosphorhaltigen Polyolen für die Herstellung von flammfesten und hydrolysebeständigen Polyurethanen und dafür brauchbaren lagerbeständigen Vorgemischen
DE3528548A1 (de) Herstellung eines allylamins und quaternaerer diallylammoniumverbindungen daraus
EP1483307A1 (de) Verfahren zur herstellung von epoxidierten polysulfiden
EP1955994A1 (de) Verfahren zur Herstellung von DMA
DE19619445C1 (de) Verfahren zur Herstellung von optisch aktiver N-Phenylcarbamat-milchsäure
DE3139706C2 (de) Verfahren zur Verminderung des Aschegehaltes von Arylensulfidpolymeren
DE2538541A1 (de) Verfahren zur herstellung von ammonium-p-styrolsulfonat
DE2513470A1 (de) Verfahren zur herstellung von bis- (2-hydroxyaethyl)-terephthalat
CH681722A5 (de)
DE2804684A1 (de) Verfahren zur herstellung eines polymers von diallyldimethylammoniumfluorid
DE2245611A1 (de) Verfahren zur herstellung organischer isocyanate
DE2837694A1 (de) Verfahren und extraktionsmittel zur herstellung von reiner phosphorsaeure
DE2716256A1 (de) Verfahren zur herstellung von katalysatoren zum polymerisieren von olefinen
DE2014783C3 (de) Verfahren zur Abtrennung von Schwefelsäure aus einem Reaktionsgemisch
DE1270020B (de) Verfahren zur Herstellung von Alkyltitanaten
CH645340A5 (de) Verfahren zur herstellung von reinem, lagerbestaendigem acetoacetamid.
AT238222B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Monoaminoalkylphosphiten

Legal Events

Date Code Title Description
PL Patent ceased