CH84832A - Verfahren zur Darstellung einer komplexen Silberverbindung des Glykokolls. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung einer komplexen Silberverbindung des Glykokolls.

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CH84832A
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F Hoffmann- Aktiengesellschaft
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Hoffmann La Roche
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F1/00Compounds containing elements of Groups 1 or 11 of the Periodic Table
    • C07F1/005Compounds containing elements of Groups 1 or 11 of the Periodic Table without C-Metal linkages

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  • Organic Chemistry (AREA)

Description


  Verfahren zur Darstellung einer komplexen Silberverbindung des Glykokolls.    Komplexe Silberverbindungen von     α-Amino-          säuren    sind noch nicht bekannt. Bei Zusatz  voll Ammoniak und Aminen, wie zum Bei  spiel Methylamin, Äthylamin oder Äthylen  diamin, sowie von Cyaniden, Thiosulfaten,  Rhodaniden zu organischen und anorganischen  Silbersalzen entstehen bekanntlich komplexe  Silbersalze, welche das Silber nicht oder nur  zum geringen Teil in der Form des elektrisch  dissoziierten einwertigen Silberkationsbesitzen.

    Die Ammoniak- und Aminverbindungen ent  halten nach den Untersuchungen von     Bod-          länder    (Berichte der deutschen chemischen  Gesellschaft 36, 1903, S. 2878), Bodländer  und Fittig (Zeitschrift für physiologische Che  mie, 39, 1902, S. 605), sowie von Euler (Be  richte der deutschen chemischen Gesellschaft  36, 1903, S. 1854) das komplexe Kation  [Ag(Am)2]', wo Am NH3, CH3 ³ NH2 usw. be  deutet. Die Cyaniddoppelsalze weisen das  komplexe Anion [Ag(CN)2]', die     Rhodaniddop-          pelsalze    das Anion [Ag(SCN)2]', die     Thiosulfat-          doppelsalze    das Anion [Ag(S203)2]''' und  [Ag(S2Os)3]''''' auf.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zur Darstellung einer kom-    plexen Silberverbindung des Glykokolls,     wel-          ehes    darauf beruht, dass man auf     Glykokoll-          silber    einen Überschuss voll Glykokoll zur  Einwirkung bringt.  



  Die komplexe Silberverbindung des     Gly-          kokolls    bildet ein farbloses, in weissen Täfel  chen kristallisierendes Salz, welches sich  ziemlich leicht in Wasser löst. Die Löslich  keit wird durch Zusatz einer     Aminosäure    noch  erhöht. Die wässerige Lösung reagiert     lackmus-          alkalisch.    Sie zeichnet     sich.    gegenüber den  wässerigen Lösungen der einfachen Silber  salze durch eine bedeutend grössere Haltbar  keit aus. Auf Zusatz von Natronlauge oder  Soda trübt sie sich erst nach längerem Stehen.  Die komplexe Silberverbindung des     Glykokolls     soll zu therapeutischen Zwecken verwendet       werden.     



  <I>Beispiel 1:</I>  In eine kaltgesättigte wässerige Lösung  von vier Teilen     Glykokoll    wird ein Teil     Gly-          kokollsilber    eingetragen. Die Flüssigkeit wird,  wenn notwendig, filtriert und in eine Kälte  mischung gestellt. Die komplexe Silberver  bindung des     (Trlykokolls    scheidet sich als      farbloses Salz aus. Nach Abtrennung der  Kristalle kann man die Mutterlauge neuer  dings mit Glykokoll sättigen und durch Ein  tragen von Glykokollsilber weitere Mengen  der komplexen Silberverbindung erhalten.  



  Beispiel 2:  15,2 Teile Glykokollsilber werden in einer  konzentrierten Lösung von 67,5 Teilen     Gly-          kokoll    gelöst und die Flüssigkeit unter     Aus-          sehluf    von Licht bei niedriger Temperatur  irn Vakuum zur Trockne gedampft.  



  Beispiel 3:  An Stelle von fertiggebildetem     Glykokoll-          silber    kann man auch in eine kaltgesättigte  Lösung von S Teilen Glykokoll 1 Teil frisch  gefälltes Silberoxyd eintragen. Es entsteht  dann beim Erwärmen in der Lösung     Gly-          kokollsilber,    welches mit dem Überschuss an  Glykokoll die komplexe Silberverbindung  bildet. Zur Gewinnung der Komplexverbindung  wird die durch Filtrieren vom ungelösten  Silberoxyd befreite Lösung in eine Kälte  mischung gestellt. Es scheiden sich dann die  farblosen Tafelehen der Komplexverbindung ab.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung einer komplexen Silberverbindung des Glykokolls, dadurch ge kennzeichnet, dass man auf Glykokollsilber einen Überschuss von Glykokoll zur Einwir kung bringt. Die komplexe Silberverbindung des Gly- kokolls bildet ein farbloses, in weissen Täfel chen kristallisierendes Salz, welches sich ziemlich leicht in Wasser löst. Die Löslich keit wird durch Zusatz einer Aminosäure noch erhöht.
    Die wässerige- Lösung reagiert lack- mus-alkalisch. Sie zeichnet sich gegenüber den wässerigen Lösungen der einfachen Silber salze durch eine bedeutend grössere Haltbar- keit aus. Auf Zusatz von Natronlauge oder Soda trübt sie sich erst nach längerem Stehen. Die komplexe Silberverbindung des (-3'rlyl,-o- kolls soll zu therapeutischen Zwecken ver wendet werden.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch g o ekennzeichnet dass inan auf Silberoxyd einen Überschuss von Glykokoll zur Einwirkung bringt.
CH84832D 1918-12-23 1918-12-23 Verfahren zur Darstellung einer komplexen Silberverbindung des Glykokolls. CH84832A (de)

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