CH88690A - Verfahren zur Darstellung eines morphinfreien Opiumalkaloidpräparates. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines morphinfreien Opiumalkaloidpräparates.

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CH88690A
CH88690A CH88690DA CH88690A CH 88690 A CH88690 A CH 88690A CH 88690D A CH88690D A CH 88690DA CH 88690 A CH88690 A CH 88690A
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Sandoz Chemische Fabri Vormals
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Chem Fab Vormals Sandoz
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    • C07G5/00Alkaloids
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D489/00Heterocyclic compounds containing 4aH-8, 9 c- Iminoethano-phenanthro [4, 5-b, c, d] furan ring systems, e.g. derivatives of [4, 5-epoxy]-morphinan of the formula:
    • C07D489/02Heterocyclic compounds containing 4aH-8, 9 c- Iminoethano-phenanthro [4, 5-b, c, d] furan ring systems, e.g. derivatives of [4, 5-epoxy]-morphinan of the formula: with oxygen atoms attached in positions 3 and 6, e.g. morphine, morphinone

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Darstellung eines     morphinfreien        Opiumalkaloidpräparates.       Bei Opiumpräparaten, in denen die Opium  alkaloide in ihrem natürlichen Mengenver  hältnis vorhanden sind, herrscht das Morphin  sowohl an Gewicht, wie in pharmakologischer  Wirkung     vor.    Solche Präparate sind     nicht    in  allen Fällen     der    Opiummedikation in gleicher  Weise günstig.

   In gewissen Fällen. zum Bei  spiel bei     Funktionsstörungen,    die mit einem  Krampfe der glatten Muskulatur des Ver  dauungstraktes einhergehen, ist ein relativ       morphinarmes    oder gar ein     morphinfreies          Opiumalkaloidpräparat        zweckentsprechender     als ein     morphinreiches.     



  Gegenstand vorliegender Erfindung ist  nun ein Verfahren zur     Herstellung    eines       morphinfreien    Präparates, das die übrigen  Alkaloide des Opiums in ihrer gesamten  Menge enthält. Durch Zusatz verschieden  grosser Mengen von reinem Morphin zu die  sem Präparat kann man die pharmakologische  Wirkung des Präparates weitgehend und zu  verlässig regulieren, ohne dass der anerkannte  Vorteil verloren geht, der in dem günstigen  Zusammenwirken der Gesamtalkaloide des  Opiums besteht.

      Das neue     Opiiimall,:aolidpräparat    enthält  alle Nebenalkaloide des Opiums, also die Ge  samtalkaloide der of     fizinellen    Droge mit Aus  nahme des Morphins in ihrem ursprünglichen  Verhältnis und frei von fremden     Begleit-          stoffen.    Als     Ausgangsmaterial    zu dessen       Herstellung    kann man sowohl eine Mischung  von Opium und natürlicher Zellensubstanz,  als auch eine Mischung eines aus der Droge       hereiteten    geeigneten Extraktes und natür  licher     Zellstubstanz    verwenden, als welche  zur     Fixation    der Alkaloide vorteilhaft Blatt  hulver verwendet; wird.  



  Das Verfahren     beruht    darauf, dass man       dureb    Zusatz von sauer wirkenden     Reagen-          tien    zu     pflanzlichem        Ausgangsinaterial    die  Alkaloide in natürlicher     Zellstubstanz    gegen  über mit Wasser nicht mischbaren, niedrig  siedenden     Fettlösungsmitteln    fixiert, worauf       man    dem Material durch erschöpfende     Vor-          extrAtion        mit    einem dieser Fettlösungs  mittel die löslichen,

   nicht basischen     Begleit-          stoffe    der     AllLaloide    entzieht, dann das so       vorgereinigte        Extraktiunsgut    in neuen     1Vfen-          gen    Fettlösungsmittel suspendiert und alka-      lisch macht,     worauf        man    die in Freiheit ge  setzten     Alkaloide        extraliiert    und den so  gewonnenen     Extrakt    bei niedriger Tempe  ratur einengt.

   Der     niorphinhaltige    Rückstand  wird in der Kälte, vorteilhaft bei     (-r'e,yyenwart     von etwas     @@"asser,    durch Behandeln mit  einem     Fettlösiizt-:inittel,    in dem Morphin  nahezu unlöslich ist. wie z. B. Benzin, in die  darin leicht löslichen     Nebenalkaloide    und in  das bis auf geringe     Spuren    sich ausscheidende  Nebenprodukt     llorpliin    getrennt, worauf die       Lösun-,    der     Nelicnall@aloide    von Morphin     ab-          filtritert    und bei niedriger Temperatur zur  Trockne verdampft wird.

   Das     hinterbleibende          Alkaloidgeiniseh    kann zwecks     Reinigung    mit       ausreichender        verdünnter    Säure aufgenommen  und die Flüssigkeit von einer kleinen Menge  unlöslicher Flocken     abfiltriert    werden. Die  nun reine, nur in grösserer Konzentration gelb  lich gefärbte     Alkaloidlösung    kann als solche  verwendet und eingedampft werden.  



  Der     Mannit-fa.ltigkeit    der Opiumalkaloide  in ihrer     Basizitä        t    und in ihrer Löslichkeit  in     Fettlösungsmitteln    trägt das     Verfahren     Rechnung: Zur     Fixation    der starkbasischen.  Alkaloide, z. B. der     Morphingruppe,    wird mit  Rücksicht auf ihre     Säureempfindlichkeit    vor  teilhaft eine nur sehwach angesäuerte     Zell-          substanz,    welche die schwachbasischen Al  kaloide, z.

   B.     den,        Narkotingruppe,    gegenüber       Fettlösungsmitteln    noch nicht festzuhalten       vermal'',        angewandt,        iv        iilirend    zu der darauf  folgenden     Fixation    der     sclüvachen    Basen die       Zellsubstanz        zweckmässig    mit viel Mineral  säure, z.

       B.        Scliv-efelsä.tire,    im     Überschuss,    be  handelt wird, so dass aus einer Probe der       Zellsulistanz    mit einem Gemisch von     .1    Teilen  Alkohol und     f    Teilen Benzol freie Mineral  säure extrahiert werden kann.  



  Soll     das    Verfahren dazu dienen,     ausser     den     niorphinfreien        Nelienall@aloiden    gleich  zeitig auch das     l\ebenprodulzt    Morphin in sei  ner ganzen     Men..-e    aus Opium oder     daraus     bereiteten geeigneten     Extrakten    zu     gewinnen,     so kann man.

   infolge der     Schwerlöslichkeit          des    Morphins in reinen Fettlösungsmitteln  diesen sowohl zur     Vorextraktion    der     morphin-          lialtigE@n        angesäuerten        Zellsubsl:anz,    als     aueb     
EMI0002.0068     
  
    zur <SEP> ei <SEP> gentlicb(in <SEP> Extraktion <SEP> der <SEP> .sp;

  i.ter <SEP> iit
<tb>  Freiheit <SEP> gesetzten <SEP> Basen <SEP> bis <SEP> ztt <SEP> I.(-) <SEP> <B>"</B>@l <SEP> Alkohol
<tb>  zusetzen, <SEP> wobei <SEP> man <SEP> bis <SEP> zür <SEP> weiteren <SEP> Erhöhung
<tb>  des <SEP> Lösungsvermögens <SEP> '%-on <SEP> angewandten <SEP> alko  holhaltigen <SEP> F'ettlösun.-.snütteln <SEP> die <SEP> Extraktion
<tb>  der <SEP> in <SEP> Freiheit <SEP> gesetzten <SEP> Basen <SEP> unter <SEP> gelindem
<tb>  Erwärmen, <SEP> zum <SEP> Beispiel <SEP> mit <SEP>  < til@obolhaltigein
<tb>  Benzol <SEP> auf <SEP> <B>5()",</B> <SEP> ausführen <SEP> hanr. <SEP> Die <SEP> Ab  trennung <SEP> des <SEP> @Torlihiiis, <SEP> das <SEP> bei <SEP> ili@@s@r <SEP> Ar  beitsweise <SEP> diest:arlzliasiselien <SEP> NebenalkAoidi@
<tb>  im <SEP> Extrakt <SEP> in <SEP> viel. <SEP> a;

  -rösserer <SEP> Menge <SEP> be@@-leit@-t.
<tb>  geschieht <SEP> in <SEP> gleicber <SEP> Weise <SEP> t=,ie <SEP> beim <SEP> Ar  beiten <SEP> mit <SEP> alkoholfreien <SEP> Fettlösungsmitteln.
<tb>  <I>Beispiel <SEP> 1:</I>
<tb>  0,5 <SEP> <B>kg</B> <SEP> pulvertes <SEP> Opiuitt <SEP> wird <SEP> finit
<tb>  ?,5 <SEP> kg <SEP> Blattpulver, <SEP> das <SEP> mit <SEP> Alkohol <SEP> vor  extrahiert <SEP> war, <SEP> verinen-t <SEP> und <SEP> hierauf <SEP> zur
<tb>  Fixation <SEP> der <SEP> stark <SEP> basischem <SEP> Alkaloide <SEP> mit
<tb>  einer <SEP> Lösung <SEP> von <SEP> 0,6 <SEP> k@@ <SEP> hrista.ilisiert.eni <SEP> Alu  miniumsulfat:

   <SEP> in. <SEP> 0,Liter <SEP> -N\"itsser <SEP> liin@@r_,re
<tb>  Zeit <SEP> in <SEP> einer <SEP> Kugelmizlile <SEP> @-ründlieh <SEP> zerrieben.
<tb>  Man <SEP> befeuchtet <SEP> hierauf <SEP> das <SEP> -Material <SEP> mit <SEP> ? <SEP> Li  ter <SEP> Benzol, <SEP> setzt <SEP> das <SEP> Zerreiben <SEP> noch <SEP> eine <SEP> halbe
<tb>  Stunde <SEP> fort <SEP> und <SEP> extra <SEP> eiert <SEP> (ha <SEP> Pulver <SEP> ütt
<tb>  Perkolator <SEP> mit <SEP> Benzol, <SEP> his <SEP> nur <SEP> noch <SEP> @-erinLe
<tb>  Mengen <SEP> von <SEP> schwachbasischen <SEP> Alkaloiden
<tb>  frei <SEP> von <SEP> fettartigen <SEP> und <SEP> sauren <SEP> Stoffen <SEP> im
<tb>  Perkolate <SEP> nachweisbar <SEP> sind.

   <SEP> Das <SEP> Perholai.,
<tb>  das <SEP> die <SEP> schwaehbasisclien <SEP> Opiuniall@aloicle
<tb>  enthält, <SEP> wird <SEP> auf <SEP> etwa <SEP> <B>2,5</B> <SEP> Liter <SEP> ein@.eengt
<tb>  und <SEP> mit <SEP> 2,5 <SEP> kg <SEP> vorextrahiertem <SEP> Blattpulver
<tb>  vermischt, <SEP> das <SEP> nach <SEP> und <SEP> naeli <SEP> mit <SEP> so <SEP> viel
<tb>  50 <SEP> %iger <SEP> Schwefelsäure <SEP> versetzt <SEP> worden
<tb>  war, <SEP> da.ss <SEP> aus <SEP> einer <SEP> Probe <SEP> mit <SEP> einem <SEP> Gemisch
<tb>  von <SEP> .l <SEP> Teilen <SEP> Alkohol <SEP> und <SEP> 0 <SEP> Teilen <SEP> Benzol
<tb>  gerade <SEP> freie <SEP> Schwefelsäure <SEP> extrahiert <SEP> werden
<tb>  kann.

   <SEP> Das-feuchte <SEP> Pulver <SEP> wird <SEP> nun <SEP> im <SEP> Per  kolator <SEP> erschöpfend <SEP> mit <SEP> Benzol <SEP> extrahiert,
<tb>  wobei <SEP> das <SEP> Perkolat <SEP> alkaloidfrei <SEP> abläuft: <SEP> di(@
<tb>  stärker <SEP> saure <SEP> Zellsubstanz <SEP> bat <SEP> die <SEP> scInva,--li  basisehen <SEP> Alkaloide, <SEP> unter <SEP> denen <SEP> (las <SEP> r  kotin <SEP> vorherrscht, <SEP> gegenüber <SEP> Benzol <SEP> fixiirt.
<tb>  Die <SEP> beiden <SEP> auf <SEP> diese <SEP> Weise <SEP> vorextrahiertcn
<tb>  alkaloidhaltigen <SEP> Bla.tt:

  pulver <SEP> werden <SEP> nun <SEP> zu  sammen <SEP> in <SEP> 20 <SEP> Liter <SEP> Benzol <SEP> suspentlii@rt. <SEP> w@ <SEP> r  auf <SEP> mann <SEP> in <SEP> die <SEP> bewegte <SEP> @upensimn <SEP> hon-r_en  trierte <SEP> <B>(- )5'#</B> <SEP> @minonial@l@lun < @ <SEP> bi@ <SEP> zu <SEP> stark <SEP> al  kalischerReaktionlant@,sain <SEP> zula <SEP> ifenlüsst.Nach              zweistündiger    Einwirkung des     Ammoniaks     saugt man den     dünnen    Brei auf der     Nutsche     ab und wäscht mit Benzol erschöpfend nach.

    Der Extrakt     entli:ilt    die schwach- und die       starkbasischen        Nebenalkaloide    des     Opiums     und hat infolge der     Schwerlöslichkeit    des  Morphins in Benzol nur geringe Mengen die  ser Base     niitherausgelüst.    Das in der     Zell-          substan7        zuriiekbleibende        31oi-liliin        kann    als  Nebenprodukt     nach    irgend einer     bekannten          Alkaloidgewinnungsinetliode    isoliert werden.

    Der kleine     Morphinanteil,    der die Neben  alkaloide im     Benzolextrakte        benleitet,    wird       abgetrennt        durch    Minengen der Lösung auf  ein nicht     zii    kleines Volumen, woraus sich  beim Stehen in der     Kälte,    namentlich bei Zu  satz von etwas Wasser,

   das Morphin bis auf  eine praktisch verschwindend     ](leine    Menge  kristallinisch     ausselieidet    und von den in Lö  sung bleibenden     übrigen    Alkaloiden durch  Filtration abgetrennt werden     kann.    Man  dampft hierauf das Filtrat vollständig ein  und trocknet das     brä-unliclie        Alkaloidgemisch     im     Vakuumexsikkator.    Das Präparat.

   enthält  neben den Alkaloiden noch Spuren von Farb  stoff und geringe Mengen von     wachsartigen     Stoffen, die beim Aufnehmen der Basen     finit     ausreichender verdünnter     Siiure        ungelöst    blei  ben und den Farbstoff     aufnehmen,    so     class     durch Filtration eine nur sehwach     gelblich     gefärbte     Lösung    erhalten wird. Sie enthält  die Alkaloide frei von Fremdstoffen und kann  als solche verwendet oder     eingedampft    wer  den.  



       Beispiel   <I>2</I>  1 kg gepulvertes Opium Wird mit 5 kg  durch Extraktion mit     Alkohol    und Benzol  gereinigtem Blattpulver, das     finit    einer Lö  sung von 1,2 kg     kristallisierten(Aluminium-          sulfat    und 0,6 Liter Wasser     gründlich    ver  mischt worden war, längere Zeit verrieben,  hierauf mit 4 Liter Benzol befeuchtet und  im     Perkolator    mit 10 %     AIkoliol        enthaltendem     Benzol so lange extrahiert, bis keine fettarti  gen Stoffe und nur noch Spuren von Alka  loiden im     Perkolate        nachweisbar    sind.

   Das       mit-    Aluminiumsulfat     angesäuerte        Blattmehl     hält Morphin und verwandte Alkaloide zu-  
EMI0003.0056     
  
    rück, <SEP> während <SEP> \arkotin <SEP> und <SEP> andere <SEP> schwache
<tb>  Basen <SEP> zusammen <SEP> mit <SEP> den <SEP> löslichen, <SEP> nicht  basischen <SEP> ssegleil:stoffen <SEP> in- <SEP> das <SEP> Perkolat <SEP> über  gegangen <SEP> sind. <SEP> Dieses <SEP> wird <SEP> unter <SEP> vollstän.

    digein <SEP> Verjagen <SEP> des <SEP> liei"emiseliten <SEP> Alkohols
<tb>  auf <SEP> etwa <SEP> 5 <SEP> Liier <SEP> cingeen@@-t <SEP> und <SEP> mit <SEP> 5 <SEP> l(<B>"</B>,
<tb>  vorextrahiertein <SEP> Blattpulver <SEP> vermischt, <SEP> das
<tb>  nach <SEP> und <SEP> na(-li <SEP> mit <SEP> so <SEP> viel <SEP> 51> <SEP>  ,iger <SEP> Schwefel  säur<B><I>(j</I></B> <SEP> versetzt <SEP> worden <SEP> war, <SEP> dass <SEP> aus <SEP> einer
<tb>  Probe. <SEP> der <SEP> @in.@@esä <SEP> netten <SEP> Blattsubstanz <SEP> finit
<tb>  einem <SEP> Gemische <SEP> von, <SEP> 4 <SEP> Teilen <SEP> Alkohol <SEP> und
<tb>  G <SEP> Teilen <SEP> Benzol <SEP> freie <SEP> 1Vlineralsäure <SEP> extrahiert
<tb>  werden <SEP> kann. <SEP> 1)as <SEP> feuchte <SEP> Pulver <SEP> wird <SEP> nun
<tb>  im <SEP> Perkolator <SEP> erschöpfend <SEP> finit <SEP> reinem <SEP> Benzol
<tb>  extrahiert.

   <SEP> Bei <SEP> Verwendung <SEP> genügend <SEP> starb
<tb>  angesäuerter <SEP> sslat-tsuhstanz <SEP> fliesst <SEP> das <SEP> Per  kolat <SEP> völlig <SEP> i-ill;:iloidfi-(#i <SEP> ab. <SEP> Man <SEP> suspendiert
<tb>  nun <SEP> das <SEP> so <SEP> vorextra-hierte <SEP> Blattpulver <SEP> in
<tb>  20 <SEP> Liter <SEP> Benzol-, <SEP> leitet;

   <SEP> in <SEP> die <SEP> bewegte <SEP> Sus  pensionmnionialigas <SEP> bis <SEP> zit <SEP> stark <SEP> alkalischer
<tb>  Reaktion <SEP> ein. <SEP> filtriert <SEP> und <SEP> wäscht <SEP> mit <SEP> Ben  zol <SEP> his <SEP> zum <SEP> Verschwinden <SEP> der <SEP> Alkaloid  reaktionen <SEP> nach. <SEP> Der-Extralct., <SEP> der <SEP> die <SEP> schwach
<tb>  liasisclien <SEP> Opi-iimallialoide. <SEP> vorwiegend <SEP> der
<tb>  Narkotingrnhpe, <SEP> enthält, <SEP> wird <SEP> zur <SEP> Trockne
<tb>  verdampft, <SEP> wobei <SEP> der <SEP> ]Viehstand <SEP> namentlich
<tb>  beim <SEP> Zerreiben <SEP> mit <SEP> etwas <SEP> Ätlier <SEP> l@ristallinisch
<tb>  erstarrt. <SEP> 1?r <SEP> wird <SEP> mit <SEP> dein <SEP> später <SEP> gewonnenen
<tb>  morphinfreien <SEP> Geinisclie <SEP> der <SEP> ätärkern <SEP> Opium  basen <SEP> zum <SEP> Endstoffe <SEP> verinen < #t.

   <SEP> Das <SEP> Reiter
<tb>  oben <SEP> erwähni:e, <SEP> nur <SEP> schwach, <SEP> dass <SEP> heisst <SEP> mit
<tb>  Alumiriuinsull'iit <SEP> anues:iuerte <SEP> Blattpulver, <SEP> das
<tb>  die <SEP> stärker <SEP> basischen <SEP> Alkaloide, <SEP> z. <SEP> B. <SEP> das <SEP> lt1or  phin, <SEP> zurückgehall-en <SEP> hat, <SEP> wird <SEP> mit <SEP> 70 <SEP> Liter
<tb>  Benzol, <SEP> das <SEP> 10 <SEP>  'U <SEP> Alkohol <SEP> enthält, <SEP> bei <SEP> 50 <SEP>   <SEP> C
<tb>  gerührt, <SEP> wobei <SEP> man <SEP> gasförmiges <SEP> Ammoniak
<tb>  bis <SEP> zur <SEP> bleibenden, <SEP> stark <SEP> alkalischen <SEP> Reaktion
<tb>  der <SEP> Suspension <SEP> einleitet <SEP> und <SEP> auf <SEP> diese <SEP> Weise
<tb>  die <SEP> Alkaloide, <SEP> besonders <SEP> auch <SEP> das <SEP> schwer  1-ösliclie <SEP> Merpliin-. <SEP> in <SEP> Lösung <SEP> bringt.

   <SEP> Nach
<tb>  zweistiindi@""er <SEP> Einwirkung <SEP> des <SEP> Ammoniaks  auf <SEP> die <SEP> bei <SEP> 5 <SEP> 0 <SEP>   <SEP> C <SEP> bewegte <SEP> Suspension <SEP> saugt
<tb>  man <SEP> den <SEP> Extrakt <SEP> ab <SEP> und <SEP> wä,selit <SEP> mit <SEP> warmem
<tb>  Benzol, <SEP> das <SEP> 10 <SEP> % <SEP> Alkohol <SEP> enthält, <SEP> erschöpfend
<tb>  (:

  ach. <SEP> Das <SEP> Extrakt <SEP> wird <SEP> alsdann <SEP> unter <SEP> ver  niinderteni <SEP> Druck <SEP> unter <SEP> vollständigem <SEP> Ver  jagen <SEP> des <SEP> Alkohols, <SEP> der <SEP> Morphin <SEP> in <SEP> Lösung
<tb>  halten <SEP> würde, <SEP> auf <SEP> ein <SEP> nicht <SEP> zit <SEP> kleines <SEP> Vo-              lumen    (1 bis ? Liter) eingeengt, wobei der       Zweit    überwiegende Teil des Morphins aus  kristallisiert. 1     \m    die vollständige     Abschei-          dunb    des     1VTebenproduktes    Morphin in der       ivasserhaltiben,        schwerer    löslichen Form zu       bewirken,    setzt.

   man der Kristallsuspension       einige        Kubikcentimeter        Wasser        zii    und fil  triert. nach     län@"erem        Stehen    in der Kälte die  praktisch     inorphinfreie        Lösung    von der Aus  scheidung ab.

   Das Benzol wird alsdann aus  dem Filtrate verjagt, zuletzt durch Trocknen  des bräunlichen     Alkaloidbemisches    im     Va-          l@uuniexsili:l#.ator.    Durch     Vereinigen    dieses       CTenii#;ehes    der     morphinfreien        starkbasischen          Opiumalkaloide    mit dem oben erwähnten Ge  mische der     scInvaahen    Opiumbasen, vorwie  gend der     Narkotingruppe,    wird das     Endpro-          dukt    des     Verfahrens    erhalten, das die besam  ten 'Nebenalkaloide des Opiums enthält.

   Es       wird.    wie im Beispiel 1 angegeben, durch Auf  nehmen mit     verdünnter        Säure    von     geringen     Mengen wachsartiger     Verunreinigungen    und       Farbstoff    abgetrennt und frei von     Ballast-          stoff(-n    erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Ve rfahren zur Darstellung eines morphin- freien Opiumalkaloidpräparates aus pflanz lichere Ausgangsstoffen, das die Gesa.mt- men-e der '2\-el)enalIialolde von offizineller Dro-e in ihrem ursprünglichen Verhältnis und frei von fremden Begleitstoffen enthält, dadurch bekeinizeichnet,
    dass man durch Zu sat7 von sauer wirkenden Reagentien die Al haloide in natürlicher Zeltsubstanz gegenüber mit Wasser nicht mischbaren, niedrigsieden- den Fettlösungsmitteln fixiert, worauf man dem Material durch eischöpfende Vorextrak- tion mit einem dieser Fettlösungsmittel die löslichen, nicht basischen Begleitstoffe der Alkaloide entzieht,
    dann das so vorgereinibte Extraktions0,ut in neuen Mengen Fettlösunbs- mittel suspendiert mid alka,liseh macht, wor auf man die in.
    Freiheit besetzten Alkaloide aus der Zeltsubstanz lierauslö st und den gewonnenen alkaloidlialtiben I:tra @t bei niedriger Temperatur einengt, worauf nia.n den morphinhaltiben R.iicl@stand in der Kälte durch Behandeln mit einem Fettlösungsmittel, in dem Morphin nahezu unlöslich ist,
    in die löslichen Nebenallaloide und das sich aus scheidende Nebenprodukt Morphin trennt. die Lösung der @Tebenallraloide von Morphin ab filtriert und bei niedriger Temperatur zur Trockne verdampft. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Mischung von Opium mit natürlicher Zeltsubstanz als Ausgangsmaterial verwendet. :
    .?. Verfahren g,cmäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss man eine Mischung eines aus der Drohe bereiteten g eeig-neten Extralotes und natürlicher Zeltsubstanz als Ausgangsmaterial verwendet. 3.
    Verfahren @-cinäss Pateiita.iisprucli, dadurch gekennzeichnet, dass inan als natürliche Zeltsubstanz Blattpulver verwendet. I. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Fixation der schwachbasischen Opiumalkaloide der Zelt substanz Mineralsü.ure im Überscbuss zu setzt.
CH88690D 1918-10-25 1918-10-25 Verfahren zur Darstellung eines morphinfreien Opiumalkaloidpräparates. CH88690A (de)

Applications Claiming Priority (3)

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CH79578T 1918-10-25
CH88697T 1918-10-25
CH88690T 1918-10-25

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CH88690D CH88690A (de) 1918-10-25 1918-10-25 Verfahren zur Darstellung eines morphinfreien Opiumalkaloidpräparates.

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