CH88700A - Verfahren zur Isolierung von Morphin. - Google Patents

Verfahren zur Isolierung von Morphin.

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CH88700A
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morphine
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Sandoz Chemische Fabri Vormals
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Chem Fab Vormals Sandoz
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D489/00Heterocyclic compounds containing 4aH-8, 9 c- Iminoethano-phenanthro [4, 5-b, c, d] furan ring systems, e.g. derivatives of [4, 5-epoxy]-morphinan of the formula:
    • C07D489/02Heterocyclic compounds containing 4aH-8, 9 c- Iminoethano-phenanthro [4, 5-b, c, d] furan ring systems, e.g. derivatives of [4, 5-epoxy]-morphinan of the formula: with oxygen atoms attached in positions 3 and 6, e.g. morphine, morphinone

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Description


  verfahren zur Isolierung von Morphin.    Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zur Isolierung von Mor  phin aus pflanzlichem Ausgangsmaterial,  wobei man als solches     sowohl    eine     Mischung     von Opium und natürlicher     Zellsubstanz,        als     auch eine Mischung eines aus Opium berei  teten geeigneten Extraktes und natürlicher       Zellsubstanz        verwenden    kann. Als     natÜr-          liche        Zellsubstanz        wird    vorteilhaft. Blattpul  ver verwendet.  



  Das Verfahren beruht darauf, dass man  durch Zusatz von sauer wirkenden     Reagen-          lien    das Alkaloid in natürlicher     Zellsubstanz     gegenüber mit Wasser nicht mischbaren.  niedrig     siedenden    Fettlösungsmitteln fixiert.

    worauf man dem Material durch erschöp  fende     Vorextraktion    mit einem dieser Fett  lösungsmittel die löslichen, nicht basischen  Begleitstoffe des     Alkaloides    entzieht, dann  das so     vorgereinigte    Extraktionsgut in neuen  Mengen Fettlösungsmittel suspendiert und  alkalisch macht,     m,-rauf    man (las in Frei  heit gesetzte Morphin aus der     Zellsubstanz     Herauslöst, den so gewonnenen Extrakt auf  ein kleines Volumen einengt und das daraus  abgeschiedene hochprozentige Morphin auf    bekannte Weise in chemisch reine Form  überführt.  



  Infolge     der        Schwerlöslichkeit    des Mor  phins in reinen     l@et,tl.ösurigsmitteln        kamt    die  sen     sowohl        zur        Vorextraktion    der     rnorphin-          haltigen,    angesäuerten     Zellsubstanz,    wie zur  Extraktion der später in Freiheit gesetzten  Base     zweckmässig    bis     zti    1.0      ,t    Alkohol zuge  setzt werden.     Auch    kann man zur weiterer.

         Erhöilting    Lies     Lösungsvermögens    von ange  wandten     all;aloi(ll)altigen    Fettlösungsmitteln  die Extraktion     lies    in Freiheit     g1-esetzten    Mor  phins unter     gelindem        Erwärmen,    z.

   B. mit:       alkoliollialtigein        Benzol,    auf 50"     ausführen-          Beispiel:     1 kg     gepulvertes    Opium wird mit 5 kg  durch Extraktion mit Alkohol und Benzol       gereiniglein    Blattpulver,     das    mit einer     Lii-          sung    von     1,\'    kg     kristallisiertem        Aluminium-          sulfal;

      und<B>0,6</B> Liter Wasser -Kindlich     ver-          mischt        worden        Zwar,        längere        Zeit    verrieben,  hierauf     mit    !1 Liter Benzol befeuchtet und  im     Perkolator    mit     i0         ö    Alkohol     enthalten-          (.lern    Benzol so     lan,--e    extrahiert,

   bis keine  fettartigen     Stoffe        und    nur noch Spuren von       Alhaloiden        lm        Perkolat        nachweisbar    sind.      Das mit Aluminiumsulfat angesäuerte Blatt  mehl     hält    Morphin und     verwandte    Alkaloide  zurück. während     Narkotin    und andere       schwache    Basen zusammen mit den lös  lichen, nicht basischen Begleitstoffen in das       Perkolat    übergegangen sind.

   Das     morphin-          lialtige    Blattpulver wird mit     7"0    Liter Ben  zol, das 1.0      ,ö    Alkohol enthält, bei 50   C ge  rührt, wobei man gasförmiges Ammoniak  bis zur bleibenden, stark alkalischen Reak  tion der Suspension einleitet und auf diese  Weise (las Morphin in Lösung bringt. Nach  zweistündiger Einwirkung des Ammoniaks  auf die bei 50" C bewegte Suspension saugt  man den Extrakt ab und wäscht mit war  mem Benzol, das 10     %"    Alkohol enthält,     er-          schöpfend    nach.

   Der     Extrakt    wird alsdann       vorteilhaft    unter verminderten Druck, unter  vollständigem     Verjagen    des Alkohols und  ungeachtet der     beginnenden    Ausscheidung  des Morphins,     auf    L bis 2 Liter eingeengt.  Die     kristalline    Ausscheidung der Base wird  vollständig beine Stehen in der Kälte nach  Zusatz von ein wenig Wasser, während die       Begleitalkaloide    in Lösung bleiben.

   Durch  Filtration und Nachwaschen gewinnt man  die     1Iorphinausseheidung    als ein nur  schwach     hellbräunlich    gefärbtes Kristall  mehl,     das    auf bekannte Weise leicht in die       chemisch    reine Base     übergeführt        werden     kann.

Claims (1)

  1. PATr\ TAN SPRUCH Verfahren zur Isolierung von Morphin <B>i</B> aus pflanzlichem Ausgangsmaterial, da durch gekennzeichnet, dass man durch Zu satz von sauer wirkenden Reagentien das Morphin in natürlicher Zellsubstanz gegen itber init Wasser nicht mischbaren, niedrig siedenden Fettlösungsmitteln filiert,
    worauf man dem Material durch erschöpfende Vor- extraktion mit einem dieser Fettlösungsmit- fiel die löslichen, nicht basischen Begleit- stoffe des Alkaloides entzieht, dann das so vorgereinigte Extraktionsgut in neuen Men gen Fettlösungsmittel suspendiert und alka lisch macht, worauf man das in Freiheit ge setzte Alkaloid aus der Zellsubstanz heraus löst,
    den so gewonnenen Extrakt auf ein kleines Volumen einengt und das daraus abgeschiedene, hochprozentige Morphin auf bekannte Weise in chemisch reine Form überführt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man eine Mi schung der Droge mit natürlicher Zell- substanz als Ausgangsmaterial verwendet. 'w. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man eine Mi schung eines aus der Droge bereiteten ge eigneten Extraktes und natürlicher Zell- substanz als Ausgangsmaterial verwendet <B>3</B> .
    Verfahi@eri gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als natür liche Zellsubstanz Blattpulver verwendet. 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man infolge der Schwerlöslichkeit des Morphins in reinen Fettlösungsmitteln diesen zur Er höhung des Lösungsvermögens sowohl zur Vorextraktion der morphinhaltigen. angesäuerten Zellsubstanz, wie zur eigent lichen Extraktion der später in Freiheit gesetzten Basen bis zu 10 l" Alkohol zu setzt.
CH88700D 1918-10-25 1918-10-25 Verfahren zur Isolierung von Morphin. CH88700A (de)

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