CH97796A - Verfahren zur Darstellung von Ergotaminhydrochlorid. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Ergotaminhydrochlorid.

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CH97796A
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Sandoz Chemische Fabri Vormals
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Chem Fab Vormals Sandoz
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D519/00Heterocyclic compounds containing more than one system of two or more relevant hetero rings condensed among themselves or condensed with a common carbocyclic ring system not provided for in groups C07D453/00 or C07D455/00
    • C07D519/02Ergot alkaloids of the cyclic peptide type

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Description


  Verfahren zur Darstellung von Ergotaminhydrochlorid.    Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zur Darstellung des bisher  noch unbekannten Ergotaminhydrochlorids.  Als Ausgangsmaterial kann man sowohl die  reine Base, z. B. ihre Kristallisation aus was  serhaltigem Aceton, wie sie in Patent Nr.  86321 erwähnt ist, oder ein ergotaminreiches  Alkaloidrohprodukt verwenden und in letz  terem Fall die Salzbildung zur Abtrennung  des     Ergotamins    von     Begleitstoffen    verwen  den.    Das Verfahren zur Darstellung von     Er-          gotaminhydrochlorid    beruht darauf, dass man  auf das Alkaloid eine ausreichende Menge  von Chlorwasserstoffsäure nach Art der Salz  bildung einwirken lässt.  



  Zur Darstellung von     Ergotaminhydro-          chlorid    in fester kristallisierter Form löst  man die freie Base zweckmässig in mit Was  ser mischbaren, indifferenten, organischen  Lösungsmitteln, wie Alkohol oder Holzgeist,  auf und fügt hierauf die     Chlorwasserstoff-          säure    zu, worauf die kristallinische Aus  scheidung von Ergotaminhydrochlorid ein  setzt, oder man fällt das Salz aus einer Lö-    sung des Ergotamins in mit Wasser nicht  mischbaren organischen Lösungsmitteln, wie  Äther, Chloroform, Benzol, indem man vor  sichtig verdünnte Chlorwasserstoffsäure so  lange zusetzt, als eine Fällung entsteht. Man  kristallisiert darauf die abfiltrierte amorphe  Fällung aus einem geeigneten Lösungsmittel,  z. B. Holzgeist.

   Das Ergotaminhydrochlorid  bildet schöne Kristallisationsverbindungen  mit organischen Lösungsmitteln, z. B. mit  Methyl- und Äthylalkohol.    Zur Darstellung von     Ergotaminhydro-          chlorid    in     wässerigen    Lösungen, sowohl rei  nen, als auch solchen, denen Konservierungs  mittel, wie Alkohol und Glyzerin, zugesetzt  sind, fügt man dem Lösungsmittel die aus  reichende Menge     Chlorwasserstoffsäure    zu  und versetzt die so     verdünnte    Säure mit     einer     konzentrierten Lösung der     Ergotaminbase     in einem organischen Lösungsmittel, z. B.  Alkohol.  



  Wie die freie Base, so erleiden auch     Er-          gotaminhydrocihlomid        \und    seine Lösungen  namentlich am Licht durch Luftsauerstoff       ogydative    Veränderungen unter Gelb- und      Braunfärbung. Man vermeidet dieselben, in  dem man bei der Herstellung und bei der  Aufbewahrung von Ergotaminhydrochlorid  und seiner Lösungen, insbesondere beim Be  reiten und Abfüllen von Injektionslösungen  unter Anwendung geeigneter sauerstoffreier  Gase, wie Stickstoff und Kohlendioxyd, den  Luftzutritt verhindert.

      Beispiel:  5 b Ergotaminbase werden in 30 cm3  Chloroform gelöst und mit einer allmählich  gesteigerten Menge verdünnter Salzsäure so  lange geschüttelt, als eine     Fällung    von  flockigem Ergotaminhydrochlorid entsteht.  Durch Zusatz von Natriumchlorid vervoll.  ständigt man die Ausscheidung aus der wäs  serigen Schicht, filtriert ab und kristallisiert  flus vorerst getrocknete Salz aus Methylalko  hol um. Das in dünnen Prismen, manchmal  auch in rhombischen Täfelchen kristallisie  rende Ergotaminhydrochlorid erleidet bei 6O  stündigem Trocknen im Vakuum über     Phos-          phorpentoxyd    eineu Gewichtsverlust von  etwa. 5 %, wird jedoch erst im Hochvakuum  bei 56   in einigen Stunden gewichtskonstant  und weist dann einen Chlorwasserstoffgehalt  von 5,85 % auf.

   Die Bereitung und Aufbe  wahrung des getrockneten Salzes geschieht  zweckmässig unter Aussehluss von Luftsauer  stoff, z. B. unter Anwendung von Stickstoff  oder Kohlendioxyd.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Ergota- minhydrochlorid, dadurch gekennzeichnet, dass man auf Ergotamin eine ausreichende Menge von Chlorwasserstoffsäure nach Art der Salzbildung einwirken lässt. Ergotamin- hydrochlorid bildet mit geeigneten organi schen Lösungsmitteln schöne Kristallisations verbindungen; es erleidet wie die freie Base durch Luftsauerstoff namentlich am Licht leicht oxydative Veränderungen unter Gelb und Braunfärbung. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsma terial reines Ergotamin verwendet. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Ausgangsma- terial ein ergotaminreiches Alkaloidroh produkt verwendet. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Darstellung von Ergotaminhydrochlorid in fester kri stallisierter Form die freie Base in mit Wasser mischbaren, indifferenten, organi schen Lösungsmitteln auflöst und hierauf durch Zufügen der Chlorwasserstoffsäure die kristallinische Ausscheidung von Er- gotaminhydrochlorid bewirkt. 4.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man einer Lösung des Ergotamins in mit Wasser nicht misch baren organischen Lösungsmitteln, vor sichtig verdünnte Chlorwasserstoffsaure so lange zusetzt, als eine amorphe Fällung entsteht, und diese aus einem geeigneten Lösungsmittel umkristallisiert. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Darstellung des Ergotaminhydrochlorides in wässeriger Lösung dem Lösungsmittel die ausrei chende Menge Chlorwasserstoffsäure zu setzt<B>lind</B> die so verdünnte Säure mit einer konzentrierten Lösung der Ergotaminbase in einem organischen Lösungsmittel ver setzt. 6.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeiclinet, dass man die oxy dative Veränderung, beim Herstellen und Aufbe- tv@hresi von Erbota.minhydrochlorid und seinc@ LUsun-,en infolge der Einwirkung von Luftsauerstoff vermeidet, indem man unter Verwendung geeigneter sauerstoff freier Gase den Luftzutritt verhindert.
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