DD256769A1 - Zweikomponentendiazotypiematerial - Google Patents

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DD256769A1
DD256769A1 DD27087184A DD27087184A DD256769A1 DD 256769 A1 DD256769 A1 DD 256769A1 DD 27087184 A DD27087184 A DD 27087184A DD 27087184 A DD27087184 A DD 27087184A DD 256769 A1 DD256769 A1 DD 256769A1
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DD
German Democratic Republic
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diazonium
alkyl
diazotype
compounds
purple
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Application number
DD27087184A
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English (en)
Inventor
Roland Watzke
Heinz Mustroph
Original Assignee
Wolfen Filmfab Veb
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  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

Abstract

Die Aufgabe, ein Diazotypiematerial mit Diazoniumverbindungen zu schaffen, die ueber 500 nm absorbieren, thermisch stabil sind, bei der Photolyse farblos zerfallen, nicht vorkuppeln, mit bekannten Kupplern Farbstoffe ergeben, deren Absorptionsmaxima identisch mit dem Empfindlichkeitsmaximum der Diazoniumverbindungen sind und deren langwellige Absorptionsbande schmal ist, wird geloest, indem das Zweikomponentendiazotypiematerial, bestehend aus Unterlage, Diazoniumsalz, Kuppler, Bindemittel als lichtempfindliche und kupplungsfaehige Komponente mindestens ein Diazoniumsalz der allgemeinen Formel, in der R1 Alkyl, R2, R3 Alkyl, Aralkyl, Hydroxyalkyl, Chloralkyl, gemeinsam die fuer Vervollstaendigung eines 5- oder 6gliedrigen gesaettigten heterocyclischen Ringes notwendigen Alkylengruppen; R4 Chlor, Brom; bedeuten, enthaelt. Formel

Description

in der
R1 Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen;
R2, R3 Alkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Aralkyl mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen im Alkylrest, Hydroxyalkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, Chloralkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, gemeinsam diezurVervollständigung eines5-oder6gliedrigen gesättigten heterocyclischen Ringes notwendigen Alkylengruppen, derein weiteres Heteroatom wie Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff enthalten kann;
R4 Chlor, Brom
Χθ das Anion der Diazoniumverbindung
bedeuten, enthält
2. Zweikomponentendiazotypiematerial nach Punkt 1, gekennzeichnet dadurch, daß es weitere beliebige kupplungsfähige und lichtempfindliche Diazoniumsalze enthält.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Diazotypiematerial mit neuartigen lichtempfindlichen Verbindungen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Bekanntlich werden für die Herstellung von Diazotypiematerialien lichtempfindliche Benzendiazoniumverbindungen verwendet, die in 4-Stellung zur Diazoniumgruppe eine sekundäre Aminogruppe und gegebenenfalls weitere Substituenten im Benzenring enthalten. Die Eigenempfindlichkeit dieser Benzendiazoniumverbindungen beschränkt sich, entsprechend der Lage der % längstwelligen Absorptionsmaxima, auf den UV- und kurzwelligen sichtbaren Spektralbereich. Es war deshalb das Ziel vieler Arbeiten, die Empfindlichkeit der Diazoniumverbindungen weiter in den sichtbaren Spektralbereich zu verschieben, so z. B. durch Pyrendiazoniumverbindungen (US-PS 3486900) und Fluorendiazoniumverbindungen (DE-AS 1269480). Diese Diazoniumverbindungen besitzen jedoch eine Reihe von Nachteilen. Neben der komplizierten Synthese und geringen thermischen Stabilität schränken vor allem die bei der Photolyse entstehenden farbigen Zerfallsprodukte ihren Einsatz stark ein.
Eine weitere Möglichkeit wird in DD-WP 148910 mit 4-Dialkylaminostilben-4'-diazoniumverbindungen beschrieben. Bei diesen Diazoniumverbindungen tritt bei der Entwicklung (Azokupplung) eine hypsochrome Verschiebung des Absorptionsmaximums der Bildfarbstoffe gegenüber dem Absorptionsmaximum der Diazoniumverbindungen auf.
Dieser Effekt ist bei allen in der Diazotypie verwendeten Azokupplern zu finden. Außerdem neigen diese Diazoniumverbindungen in der Schicht zur Vorkupplung.
Im DD-Patent 247980 werden nun 2-Dialkylamino-3-alkoxy-6-alkoxybenzendiazoniumverbindungen beschrieben, die, je nach Substituenten, im Bereich von 500-530 nm absorbieren und selektiv grünlichtempfindlich sind. Verwendet man nun diese Diazoniumverbindungen zusammen mit langwellig absorbierenden blaulichtempfindlichen Diazoniumverbindungen (z. B. 3-Methoxy-4-pyrrolidinobenzendiazoniumtetrafluoroborat; \max = 412nm) in Mehrfarbmaterialien, kommt es, durch eine zu starke Überlagerung der Empfindlichkeitsbereiche zu Farbverfälschungen. Damit ist man bei der Auswahl blaulichtempfindlicher Diazoniumsalze für Mehrfarbmaterialien stark eingeengt.
Ziel der Erfindung t
Ziel der Erfindung ist es, ein Diazotypiematerial mit verbesserten Gebrauchseigenschaften zu schaffen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Diazotypiematerial mit Diazoniumverbindungen zu schaffen, die über 500 nm absorbieren, thermisch stabil sind, bei der Photolyse farblos zerfallen, nicht vorkuppeln, mit bekannten Kupplern Farbstoffe ergeben, deren Absorptionsmaxima identisch mit dem Empfindlichkeitsmaximum der Diazoniumverbindungen sind und deren langwellige Absorptionsbande schmal ist.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß das Zweikomponentendiazotypiematerial, bestehend aus Unterlage, Diazoniumsalz, Kuppler, Bindemittel und gegebenenfalls weiteren Zusätzen als lichtempfindliche und kupplungsfähige Komponente mindestens eine Benzendiazoniumverbindung der allgemeinen Formel
in der
R1 Alkyl mit 1 bis6 Kohlenstoffatomen;
R2,R3 Alkyl mit1 bis6 Kohlenstoffatomen, Aralkyl mit 1 bis4Kohlenstoffatomen im Alkylrest,Hydroxyalkyl mit 1 bis6
Kohlenstoffatomen, Chloralkyl mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, gemeinsam die zur Vervollständigung eines 5- oder 6gliedrigen gesättigten heterocyclischen Ringes notwendigen Alkylengruppen, der ein weiteres Heteroatom wie Sauerstoff, Schwefel oder Stickstoff enthalten kann; R4 Chlor, Brom;
X® das Anion der Diazoniumverbindung bedeuten,
enthält.
Als Anionen können alle in der Diazotypie üblichen, wie z.B.Tetrafluoroborat-, Tetrachlorozinkat-, Hydrogensulfat- oder Tosylatanionen verwendet werden.
Aus dem im J.prakt.Chem.323,705 (1981) angegebenen Absorptionsmaxima für substituierte p-Dialkylaminobenzendiazoniumionen ist bekannt, daß Substitution eines Chloratoms in m-Stellung zur Diazoniumgruppe das Absorptionsmaximum um 17 bis 20nm bathoch rom verschiebt. Überraschend wurde nun gefunden, daß Substitution eines Chlor- oder Bromatoms in 5-Stellung von 2-Dialkylamino-3-alkoxy-6-alkoxybenzendiazoniumionen hier das Absorptionsmaximum nicht beeinflußt, aber eine Verschmälerung der Absorptionsbande bewirkt. In der folgenden Tabelle sind die Halbwertbreiten Av-^5. 5-halogensubstituierter und der entsprechend unsubstituierten 2-Dialkylamino-3-alkoxy-6-alkoxybenzendiazoniumsalze in Methanol verglichen.
R2
R3
Δν·., (cm~
CH3 -(CH2I4-
CH3 -(CH2I4-
CH3 CH3 CH3
CH3 CH3 CH3
CH3 -(CH2I5-
CH3 -(CH2I5-
C2H5 -(CH2I2-O-(CH2I2
C2H5 -(CH2I2-O-(CH2I2
C2H5 -(CH2I2-O-(CH2I2
C2H5 -(CH2I5-
C2H5 -(CH2J5-
n-CiHg -(CH2I2-NH-(CH2I2-
n-C„Hg -(CH2I2-NH-(CH2I2-
H 4900
Cl 4300
H 4800
Br 4300
H 4900
Br 4400
H 5600
Cl 4800
Br 4700
H 5400
Cl 4600
H 5 500
Cl 4900
Die erfindungsgemäß vorgeschlagenen Diazoniumsalze sind gegenüber Licht über 500 nm lichtempfindlich, zerfallen bei der Photolyse farblos, kuppeln nicht vor und ergeben mit Derivaten des 2-Naphthols brillante Purpurfarbstoffe, so daß man ein Diazotypiematerial mit verbesserten Gebrauchseigenschaften erhält. Die erf'indungsgemäßen Diazoniumsalze können auch mit anderen bekannten Diazoniumsalzen in die Schicht eingebracht werden, wodurch man Einschicht-Mehrfarbenmaterialien erhalten kann.
Neben den in der Diazotypie bekannten Stabilisatorsäuren wie z.B. p-Toluensulfonsäure, Sulfosalicylsäure, Oxalsäure u.a. können alle bekannten Kupplerwiez.B. Acetessigsäurederivate, Cyanessigsäurederivate, Phenole, Naphthole u.a. eingesetzt werden. Vorzugsweise werden Derivate des 2-Naphthols als Nullkuppler eingesetzt. Als filmbildendes Polymer können alle bekannten Bindemittel wie z.B. Celluloseester, Polyvinylalkohol u.a. eingesetzt werden. Als Trägermaterial ist jeder übliche Schichtträger wie z. B. Papier, Glas, Kunststoffolie u. a. geeignet.
Das Diazotypiematerial wird in üblicher Weise hergestellt, wobei die Komponenten in den üblichen Mengenverhältnissen eingesetzt werden.
Ausführungsbeispiele Beispiel 1
Zunächst wird eine 10%ige Celluloseacetatlösung in CH2CI2/CH3OH (7:1) hergestellt und auf 100 g Lösung 0,5g Diethylphthalat zugesetzt. Unter Verwendung von 100g der beschriebenen Lösung werden Beschichtungsmassen zur Herstellung von Diazotypieaufzeichnungsmaterialien dadurch hergestellt, daß folgende Verbindungen zugesetzt werden:
0;6g p-Toluensulfonsäure
0;6g2-Hydroxy-2-methyl-3-naphthanilid
0(75 g 2-Pyrrolidino-3-methoxy-5-chlor-6-methoxybenzendiazoniumtetrafluoroborat Die Beschichtungsmasse wird dann auf einem mit einer Haftschicht versehenen Polyethylenterephthalatfilmschichtträger aufgetragen und getrocknet. Man erhält ein grünlichtempfindliches Diazotypiematerial.
Nach dem Aufbelichten einer roten Vorlage mit Licht einer Xenonlampe und Entwickeln in Ammoniakatmosphäre erhält man ein rotes Bild mitAmax = 526nm des Bildfarbstoffes.
Beispiel 2
Hie Polymerlösung von Beispiel 1 wird mitfolgenden Substanzen versetzt und das Trägermaterial des Beispiels 1 beschichtet:
Q;6g p-Toluensulfonsäure
0ί6<) 2-Hydroxy-6-methoxy-2'-methyl-3-naphthanilid
Q;75g2-Pipendino-3-ethoxy-5-chlor-6-ethoxybenzendia:zoniumtetrafluoroborat Die Beschichtungsmasse ergibt ein grünlichtempfindliches Diazotypiematerial. Nach dem Aufbelichten einer purpurnen Vorlage mit Licht einer Xenonlampe und Entwickeln in Ammoniakatmosphäre erhält man ein purpurnes Bild mit Xmax = 541 nm des Blldfarbstoffes.
Beispiel 3
Die Polymerlösung von Beispiel 1 wird mit folgenden Substanzen versetzt und dasTrägermaterial des Beispiels 1 beschichtet.
0]7g Sulfosalicylsäure
G£4g i-Phenyl-S-methyl-pyrazol-ö-on
0i7?gi2-Dimethylamino-3-methoxy-5:brom-6-methoxybenzendiazoniumtetrachlorozinkat Die Beschichtungsmasse ergibt ein grünlichtempfindliches Diazotypiematerial. Nach dem Aufbelichten einer purpurnen Vorlage mit Licht einer Xenonlampe und Entwickeln in Ammoniakatmosphäre erhält man ein gelbes Bild mit\max = 412nm des
ffildfärbstoffes. ·
Beispiel 4
Die Polymerlösung von Beispiel 1 wird mit folgenden Substanzen versetzt und auf ein mit einer Schutzschicht versehenes Papier gebracht.
(R8g p-Toluensulfonsäure
i'vOg ^-Hydroxy-e-methoxy-^'-methyl-S-naphthanilid
QiSBgS-Methoxy^-dimethylaminobenzendiazoniumtetrafluoroborat
0J55g2-IVIorpholino-3-ethoxy-5-chlor-6-iethoxybenzendia zoniumtetrafluoroborat Die Beschichtungsmasse ergibt ein blau- und grünlichtempfindliches Diazotypiematerial. Nach dem Aufbelichten einer purpurnen Vorlage mit Licht einer Xenonlampe und Entwickeln in Ammoniakatmosphäre erhält man ein purpurnes Bild und bei Aufbelichten einer gelben Vorlage ein blaues Bild. Wird eine Vorlage aufbelichtet, die gelbe und purpurne Bildteile hat, erhält man nach der Entwicklung an den Stellen mit gelben Bildteilen blaue und an den Stellen mit purpurnen Bildteilen purpurne Wiedergaben.
Beispiele
DHe Polymerlösung von Beispiel 1 wird mit folgenden Substanzen versetzt und das Trägermaterial des Beispiels 1 beschichtet Q)8g Sulfosalicylsäure
U0g2-Hydroxy-6-methoxy-2'-methyl-3-naphthanilid
Gfi4g3^methoxy-4-pyrrolidinobenzendiazoniumtetrafluoroborat
056g2-Piperazino-3-butoxy-5-chlor-6-butoxybenzendiazoniumtetrafluroborat.
Die Beschichtungsmasse ergibt ein blau- und grünlichtempfindliches Diazotypiematerial. Nach dem Aufbelichten einer purpurnen Vorlage mit Licht einer Xenonlampe und Entwickeln in Ammoniakatmosphäre erhält man ein purpurnes Bild und bei Aufbelichten einer gelben Vorlage ein blaues Bild. Wird eine Vorlage aufbelichtet, die gelbe und purpurne Bildteile hat, erhält man nach der Entwicklung an den Stellen mit gelben Bildteilen blaue und an den Stellen mit purpurnen Bildteilen purpurne Wiedergaben.

Claims (1)

1. Zweikomponentendiazotypiematerial, bestehend aus Unterlage, Diazoniumsalzen, Kuppler, Bindemittel und gegebenenfalls weiteren Zusätzen, gekennzeichnet dadurch, daß es als lichtempfindliches und kupplungsfähiges Diazoniumsalz mindestens eine Benzendiazoniumverbindung der allgemeinen Formel
Rl I Ν2 βΧθ
OR
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