DD260099A1 - Verfahren zur elektrischen isolierung von unterschwellungselementen - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur elektrischen Isolierung von Unterschwellungselementen. Ziel der Erfindung ist es, eine dauerhafte elektrische Isolation zwischen den Schienen eines Gleises auch unter extremen aeusseren Bedingungen im Gleis zu gewaehrleisten. Es wurde die Aufgabe gestellt, ein Verfahren zu finden, dass das unzulaessige Eindringen von Feuchtigkeit zwischen Rippenunterlagsplatte und Unterschwellungselementen zur Aufrechterhaltung der Funktion von Gleisstromkreisen und anderer sicherungstechnischer Einrichtungen verhindert. Erfindungsgemaess wurde diese Aufgabe dadurch geloest, dass die isolierende Unterlage eine besondere Form erhaelt und eine Verklebung mit dem Unterschwellungselement erfolgt und so eine geschlossene Trockenzone im Befestigungsbereich der Schienen geschaffen wird.
Description
Hierzu 2 Seiten Zeichnungen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur elektrischen Isolierung von Unterschwellungselementen in Eisenbahngleisen für das Betreiben von Gleisstromkreisen und anderen sicherungstechnischen Einrichtungen.
Es sind vielfältige verfahrenstechnische Lösungen zur elektrischen Isolierung von Unterschwellungselementen bekannt, die die beiden Schienen voneinander isolieren. In der Regel werden die stählernen Schienenbefestigungselemente durch Anordnung von isolierenden Teilen aus geeigneten Werkstoffen vom Unterschwellungselement elektrisch isoliert. Angewendet werden Gummielemente oder Plastteile, die je nach Schienenbefestigungsart unter der stählernen Unterlagsplatte oder direkt unter die Schiene angeordnet werden.
Zum Einsatz kommen auch isolierende Formteile, die zwischen dem stählernen Spannmittel und der Schiene eingelegt werden.
Die Verbindungselemente bzw. die Verankerung zwischen der Schienenbefestigung und dem Unterschwellungselement wird im allgemeinen ebenfalls isoliert. Die Schwellungsschrauben bzw. die Ankerelemente werden im Einbindebereich mit
kunststoffüberzügen (DD WP 84210) oder mit einer Kunstharzummantelung versehen.
In Unterschwellungselementen aus Beton sind bei Schraubverbindungen kunstharzgetauchte Holzdübel und Plastdübel (DEAS 1575322) eingesetzt.
Gewöhnlich werden mehrere isolationstechnische Möglichkeiten miteinander kombiniert.
Erfahrungsgemäß tritt jedoch im Gleis durch vielfältige Einflüsse eine Verringerung des elektrischen Widerstandes ein, die zum Versagen automatisch arbeitender sicherungstechnischer Einrichtungen führen kann.
Die technischen Forderungen hinsichtlich des elektrischen Schwellen- und Bettungswiderstandes können bei ungünstigen klimatischen und Witterungsbedingungen sowie bei Verschmutzung oder Mineralsalzbelastung des Gleises nicht eingehalten werden. In diesen Fällen ist entweder eine Auswechselung der Unterschwellungselemente mit Bettungsreinigung vorgesehen, oder es werden Maßnahmen zur Verbesserung der Isolationseigenschaften der Schienenbefestigung durchgeführt.
Methoden zur Nachisolation der Schienenbefestigung sind:
— die Erneuerung verschlissener Isoliereinlagen,
— der Einbau isolierender Schienenfußmanschetten,
— der Austausch der gesamten Schienenbefestigung und der Einsatz durch Befestigungsmaterial mit isolierendem Überzug (DD WP 225459).
Diese Maßnahmen sind aufwendig. Der isolationstechnische Effekt ist häufig unsicher bzw. nur von kurzzeitiger Wirkung. Die Verfügbarkeit der Betriebsgleise wird durch die notwendigen Arbeiten am Gleisoberbau erheblich eingeschränkt. Die Sicherheit des Zugbetriebes wird durch Gleise mit instabiler elektrischer Isolation beeinträchtigt. ,
Ziel der Erfindung ist ein Verfahren zur elektrischen Isolierung von Unterschwellungselementen, das eine dauerhafte Wirksamkeit der elektrischen Isolation auf hohem Niveau gewährleistet und sowohl bei neuen Unterschwellungselementen als auch zur Nachisolation anwendbar ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Schienen auf den Unterschwellungselementen gegeneinander dauerhaft elektrisch zu isolieren, um damit die Funktion von Gleisstromkreisen und anderer sicherungstechnischer Einrichtungen auch unter extremen äußeren Bedingungen im Gleis zu gewährleisten.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß eine weitestgehende Unterbrechung des Stromflusses von Schiene zu Schiene an der Oberfläche des Unterschwellungselementes bei Regen durch Verklebung der isolierenden Unterlagen mit dem Unterschwellungselement und durch Gewährleistung einer geschlossenen Trockenzone an den Schienenauflagern erreicht
Die wasserundurchlässige Klebefuge zwischen isolierender Unterlage und Unterschwellungselement verhindert den Wasserzutritt unter die isolierende Unterlage und verhindert damit die direkte elektrische Verbindung zwischen den Ankerschrauben bzw. Ankerelementen der beiden Schienenaüflager. In Verbindung mit der dachförmigen Gestaltung des Randbereichs der isolierenden Unterlage und der dadurch entstehenden Trockenzone wird der Stromfluß an der Oberfläche des Unterschwellungselementes wesentlich erschwert.
Der hohe und dauerhafte Isolationseffekt wird noch erhöht durch Verwendung wasserabweisender Materialien für die Isolierungsunterlagen, durch Verlängerung der Kriechstromwege und durch entsprechende Formgebung der Abtropfkanten bzw. der Wasserfilmabrißkanten.
Gegenüber den bisher bekannten Verfahren zur elektrischen Isolierung von Unterschwellungselementen wird eine wesentliche Verbesserung der Gleisisolation erreicht.
Die elektrische Isolation wird dauerhaft gesichert.
Die technischen Forderungen für die Funktion der Gleisstromkreise und anderer sicherungstechnischer Einrichtungen werden auch unter extremen Bedingungen im Gleis gewährleistet.
Ausführungsbeispiele
Die Erfindung soll nachstehend an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Die dazugehörigen Zeichnungen zeigen am Beispiel der Schienenbefestigung des Typs K in
Fig. 1: das isolierte Schienenauflagermit randgeformter Plastunterlage unter der Rippenplatte Fig. 2: das isolierte Schienenauflager mit Gummiunterlage und aufliegender größerer Plastunterlage unter der Rippenplatte.
Das in Fig. 1 dargestellte isolierte Schienenauflager ist wie folgt herzustellen:
Auf den trockenen Befestigungsbereich der Betonschwelle ist ein unter normaler Temperatur aushärtender Kleber mit isolierenden und wasserabweisenden Eigenschaften sowie dauerhaft elastischem Verhalten flächig aufzutragen. Verwendbar sind Kleber auf Kunstharz-, Teer-oder Bitumenbasis.
Auf die Kleberfläche 1 ist im noch nicht ausgehärteten Zustand des Klebers die randgeformte Plastunterlage 2 und die Rippenplatte 3 aufzulegen. Die randgeformte Plastunterlage 2 und die Rippenplatte 3 sind mittels Schwellenschrauben 4, deren Gewinde vorher gegen Korrosion zu schützen ist, zu befestigen.
Das isolierte Schienenauflager in Fig. 2 besteht aus einem zweilagigem Isolationsaufbau. Die Herstellung ist wie folgt vorgesehen:
Auf den Befestigungsbereich der Betonschwelle ist ein Kleber der vorbeschriebenen Art aufzutragen. Auf die frische Kleberfläche 1 ist eine flexible isolierende Gummiunterlage 5 üblicher Art aufzulegen. Danach ist die Oberseite der isolierenden Gummiunterlage 5 im Lochbereich mit dem Kleber zu versehen. Der Isolationsaufbau wird vervollständigt durch das Auflegen und Aufkleben einer allseitig überkragenden ebenflächigen Plastunterlage 6. Auf das so vorbereitete Auflager ist die Rippenplatte 3 mit den in Korrosionsschutzmittel getauchten Schwellenschrauben 4 zu befestigen.
Claims (3)
1. Verfahren zur elektrischen Isolierung von Unterschwellungselementen, dadurch gekennzeichnet, daß die isolierenden Unterlagen (2, 5) mit dem Unterschwellungselement verklebt sind.
2. Verfahren zur elektrischen Isolierung von Unterschwellungselementen nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Formgebung der isolierenden Unterlage (2) an deren Unterseite im Randbereich der Schienenbefestigung eine geschlossene Trockenzone gewährleistet wird.
3. Verfahren zur elektrischen Isolierung von Unterschwellungselementen nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Aufkleben zweier unterschiedlich großer isolierender Unterlagen (5,6) an der Unterseite der oberen Unterlage (6) im Randbereich der Schienenbefestigung eine geschlossene Trockenzone gewährleistet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DD30218287A DD260099A1 (de) | 1987-04-28 | 1987-04-28 | Verfahren zur elektrischen isolierung von unterschwellungselementen |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DD30218287A DD260099A1 (de) | 1987-04-28 | 1987-04-28 | Verfahren zur elektrischen isolierung von unterschwellungselementen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DD260099A1 true DD260099A1 (de) | 1988-09-14 |
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ID=5588538
Family Applications (1)
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| Country | Link |
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| DD (1) | DD260099A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0408543A3 (en) * | 1989-07-10 | 1991-11-27 | Voest-Alpine Zeltweg Gesellschaft M.B.H. | Locating means for rails |
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1987
- 1987-04-28 DD DD30218287A patent/DD260099A1/de not_active IP Right Cessation
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