DD284028B5 - Verfahren zur Herstellung von L-Alanyl-L-prolin-Derivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von L-Alanyl-L-prolin-Derivaten Download PDF

Info

Publication number
DD284028B5
DD284028B5 DD33068889A DD33068889A DD284028B5 DD 284028 B5 DD284028 B5 DD 284028B5 DD 33068889 A DD33068889 A DD 33068889A DD 33068889 A DD33068889 A DD 33068889A DD 284028 B5 DD284028 B5 DD 284028B5
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
proline
formula
alanyl
ethyl
ethoxycarbonyl
Prior art date
Application number
DD33068889A
Other languages
English (en)
Inventor
Marjo Dr Merslavic
Pavel Dr-Ing Zupet
Vesna Flego
Miha Dr Japelj
Branko Dr Stanovnik
Janja Cirnski
Original Assignee
Krka Tovarna Zdravil
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Krka Tovarna Zdravil filed Critical Krka Tovarna Zdravil
Publication of DD284028B5 publication Critical patent/DD284028B5/de

Links

Landscapes

  • Peptides Or Proteins (AREA)
  • Medicines That Contain Protein Lipid Enzymes And Other Medicines (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Pyrrole Compounds (AREA)

Description

worin R Äthyl oder Wasserstoff bedeutet, sowie deren pharmazeutisch annehmbaren Salzen, dadurch gekennzeichnet, daß man Ν,Ο-Bistrimethylsilyl-L-prolin der Formel Il
(H3C)3Si N
C00Si(CH3)3 mit einem N-/1(S)-Äthoxycarbonyl-3-phenylpropyl/L-alanin-Derivat der allgemeinen Formel
COOC2H5
CH2CH2CH NH CH CO Het CH-
'3
worin Het einen lmidazol-1- oder 2-Thiobenzthiazol-Rest bedeutet, in unpolaren organischen Lösungsmitteln, wie Dioxan, Tetrahydrofuran, Methylenchlorid, vorzugsweise Tetrahydrofuran, in einem Temperaturbereich von -10 bis +20 °C kondensiert und gegebenenfalls die erhaltene Verbindung der Formel I, worin R Äthyl bedeutet, in die Verbindung der Formel I, worin R Wasserstoff bedeutet, hydrolysiert.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung gehört zum Gebiet der Peptidchemie und betrifft ein Verfahren zur Herstellung von L-Alanyl-L-prolin-Derivaten der Formel
COOR CH0GH0CH BH CH CO
CH3
COOH
worin R Äthyl oder Wasserstoff bedeutet, sowie deren pharmazeutisch annehmbaren Salzen. Die Verbindung der allgemeinen Formel I inhibiert die Umwandlung des Decapeptids Angiotensins I zum Angiotensin II,das eine Rolle als Blutdruckregulator spielt. Das Enzym Rennin, das von Nieren ausgeschieden wird, weist eine Wirkung auf eines der Plasmaproteine, Renninsubstrat Angiotensinogen auf. Das letztere wird von Leber ausgeschieden und aus diesem Substrat wird Decapeptid Angiotensin I abgespalten. Angiotensin I wird mittels des Enzyms Angiotensinase zum Angiotensin Il umgewandelt. Die Verbindung der allgemeinen Formel I inhibiert das Enzym Angiotensinase und ist zur Behandlung der kardiovaskulären Erkrankungen, insbesondere Hypertension, geeignet.
-2-284 Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Bei bekannten Verfahren werden L-Alanyl-L-prolin-Derivate der Formel I durch Kondensation von Äthyl-4-phenyl-2-oxobutanoat und L-Alanyl-L-prolin und Hydrierung (US-PS 4 374 829) oder durch Kondensation von N-Carboxyanhydrid-N-/1(S)-äthoxycarbonyl-3-phenylpropyl/-L-alanin mit einem L-Prolinsalz (EP-A 215 335) hergestellt.
Ziel der Erfindung
Mit der Erfindung wird ein neues, technologisch und wirtschaftlich verbessertes Verfahren zur Herstellung von L-Alanyl-L-prolin-Derivaten, die pharmakologisch wertvolle Eigenschaften aufweisen, bereitgestellt.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein neues technologisch und wirtschaftlich verbessertes Verfahren zur Herstellung von L-Alanyl-L-prolin-Derivaten der Formel I zur Verfügung zu stellen.
Die Erfindung betrifftdas Verfahren zur Herstellung von L-Alanyl-L-prolin-Derivaten der allgemeinen Formel I
COOR
!" ш он со ж
CH3
COOH
worin R Äthyl oder Wasserstoff bedeutet, sowie deren pharmazeutisch annehmbaren Salzen wird dadurch ausgeführt, daß man Ν,Ο-Bistrimentylsilyl-L-prolin der Formel Il
(H3C)3S;
COOSi(CH3)3
mit einem N-/1(S)-Äthoxycarbonyl-3-phenylpropyl/-L-alanin-Derivat der allgemeinen Formel IM
COOC2H5
NHCHCOHet in
worin Het einen lmidazol-1- oder 2-Thiobenzthiazol-Rest bedeutet, in unpolaren organischen Lösungsmitteln, wie Dioxan, Tetrahydrofuran, Methylenchlorid, vorzugsweise Tetrahydrofuran, in einem Temperaturbereich von -10 bis +20 0C kondensiert und gegebenenfalls die erhaltene Verbindung der Formel I, worin R Äthyl bedeutet, in die Verbindung der Formel I, worin R Wasserstoff bedeutet, hydrolysiert.
Das vorliegende Verfahren unterscheidet sich von bekannten Verfahren in der Verwendung von N,O-Bistrimethylsilyl-L-prolin der Formel II, das mit einem Amid oder einem Thioester der Formel III kondensiert wird. Das Verfahren hat folgende Vorteile:
Die Kondensationszeit ist kürzer, die Reaktion läuft quantitativ ab.
Die Ausgangsverbindungen Il und III sind handelsüblich bzw. können auf eine bekannte Weise hergestellt werden.
Das Verfahren wird näher anhand folgender Beispiele erläutert, aber keineswegs darauf beschränkt.
Ausführungsbeispiele Beispiel 1
N-/1(S)-Äthoxycarbonyl-3-phenylpropyl/-L-alanyl-L-prolin-Maleinsalz
Eine auf-5 °C gekühlte Lösung von 2,8 g N-/1(S)-Äthoxycarbonyl-3-phenylpropyl/-L-alanin in 40 ml Methylenchlorid wird mit 2,44 g Ν,Ν'-Carbonyldiimidazol versetzt und 3 Stunden bei einer Temperatur von 0 bis -5 0C gerührt. Währenddessen wird
Ν,Ο-Bistrimethylsilylyl-L-prolin derart vorbereitet, daß man eine Suspension von 1,72 g L-Prolin in 40 ml Methylenchlorid mit 4,2 ml Triethylamin und 3,8 ml Trimethylchlorsilan versetzt und eine halbe Stunde bei 40 °C und 2 Stunden bei Raumtemperatur rührt. Aus derart hergestelltem und gekühltem N,O-Bistrimethylsilylyl-L-prolin wird das entstandene Triethylamin. HCI abfiltriert und zum N-/1(S)-Äthoxycarbonyl-3-phenylpropyl/-L-alanyl-imidazol gegossen. Man rührt weiter bei einer Temperatur von 0 bis -5 0C. Wenn mit HPLC festgestellt wird, daß die Ausgangsverbindung nicht mehr vorliegt, wird Methylenchlorid eingedämpft. Der Rückstand wird mit 40 ml Wasser und 15 ml Äthylacetat versetzt und pH wird auf 8,7 mit 2 N NaOH eingestellt. Die wäßrige Schicht wird noch einmal mit 10 ml Äthylacetat gewaschen, mit NaCI bis zur Sättigung und mit 15 ml Äthylacetat versetzt. pH wird mit HCI (1:1) auf 4,2 eingestellt, die Schichten werden abgetrennt und die wäßrige Schicht wird noch 7mal mit je 8 ml Äthylacetat extrahiert. Die Äthylacetatschichten werden mit Na2SO4 getrocknet und N-/1(S)-Äthoxycarbonyl-3-phenylpropyl/-L-aJanyl-L-prolin wird mit 1,2 g Maleinsäure ausgefällt. Der Niederschlag wird abfiltriert und im Vakuumtrockner bei 40 0C getrocknet. Es werden 4,1 g (83 %) des Titelprodukts mit Smp. 143 bis 147 0C erhalten.
Beispiel 2
Eine Lösung von 1,4 g N-/1(S)-Äthoxycarbonyl-3-phenylpropyl/-L-alanin in 40 ml Tetrahydrofuran wird mit 0,85 g 2-Mercaptobenzthiazol versetzt, bis zu 0 0C gekühlt, 1,2 g N^-Dicyclohexylcarbodiimid werden zugegeben und es wird 3 Stunden bei einer Temperatur von -5 bis 0 °C gerührt. Der ausgeschiedene Dicyclohexylharnstoff wird abfiltriert und der derart hergestellte Ester des 2-Mercaptobenzthiazols und des N-/KS)-Äthoxycarbonyl-3-phenylpropyl/-L-alanins wird zum gekühlten (auf 0 0C) Ν,Ο-Bistrimethylsilyl-L-prolin, das vorher durch Versetzung einer Suspension von 1,1g L-Prolin in 40 ml Tetrahydrofuran mit 2,8 ml Triethylamin und 2,6 ml Trimethylchlorsilan und Rühren über 3 Stunden bei Raumtemperatur hergestellt wurde, getropft. Das Rühren wird so lange fortgesetzt, bis nach HPLC die Ausgangsverbindung nicht mehr vorhanden ist. Tetrahydrofuran wird eingeengt, der Rückstand wird mit 20 ml Wasser und 10 ml Methylenchlorid versetzt, pH mit 2 N Natriumhydroxid auf 8,7 eingestellt und die Schichten werden abgetrennt. Die wäßrige Schicht wird mit Natriumchlorid bis zur Sättigung versetzt, mit 15 ml Äthylacetat bedeckt und pH wird mit Salzsäure auf 4,2 eingestellt. Die Schichten werden abgetrennt und die wäßrige Schicht wird noch mit 4 χ 8 ml Äthylacetat extrahiert. Die vereinigten Äthylacetatschichten werden mit Natriumsulfat getrocknet und N-/1(S)-Äthoxycarbonyl-3-phenylpropyl/-L-alanyl-L-prolin wird mit 0,6 g Maleinsäure gefällt. Der Niederschlag wird abfiltriert und im Vakuum bei 40 0C getrocknet. Es werden 1,5 g (61 %) des Titelprodukts erhalten.
Beispiel 3
N-/1(S)-Carboxy-3-phenylpropyl/-L-alanyl-L-prolin
1 g N-/1(S)-Äthoxycarbonyl-3-phenylpropyl/-L-alanyl-L-prolin, erhalten nach Beispiel 1, wird in 5 ml Äthanol und 5 ml Wasser,
enthaltend 320 mg Natriumhydroxid, gelöst und bis zur kompletten Hydrolyse gerührt. Nach der beendeten Hydrolyse wird das Lösungsmittel unter vermindertem Druck eingeengt. Der Rückstand wird in 10 ml Wasser, das mit Natriumchlorid gesättigt wird, gelöst, mit 10 ml Äthylacetat bedeckt und pH wird auf 4,2 mit einer Wasserstoffchlorid-Lösung eingestellt. Die wäßrige Schicht wird mit Äthylacetat (2 χ 10 ml) extrahiert, die vereinigten Äthylacetatschichten werden getrocknet und eingeengt.
Es werden 0,71 g (76 %) des Titelprodukts mit Smp. etwa 146 bis 152 0C erhalten.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von L-Alanyl-L-prolin-Derivaten der allgemeinen Formel
    COOR
    CH2CH2CH NH CH CO N CH3
    COOH
DD33068889A 1988-07-13 1989-07-11 Verfahren zur Herstellung von L-Alanyl-L-prolin-Derivaten DD284028B5 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
YU135588A YU46919B (sh) 1988-07-13 1988-07-13 Postupak za dobijanje derivata l-alanil-l-prolina

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD284028B5 true DD284028B5 (de) 1996-08-08

Family

ID=25553829

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD33068889A DD284028B5 (de) 1988-07-13 1989-07-11 Verfahren zur Herstellung von L-Alanyl-L-prolin-Derivaten

Country Status (10)

Country Link
JP (1) JP2714447B2 (de)
AT (1) AT394726B (de)
DD (1) DD284028B5 (de)
ES (1) ES2015723A6 (de)
NO (1) NO172894C (de)
PL (1) PL154625B1 (de)
SI (1) SI8811355A (de)
SU (1) SU1757471A3 (de)
UA (1) UA18634A1 (de)
YU (1) YU46919B (de)

Families Citing this family (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5847135A (en) * 1994-06-17 1998-12-08 Vertex Pharmaceuticals, Incorporated Inhibitors of interleukin-1β converting enzyme
AU2003272077A1 (en) * 2003-07-31 2005-02-14 Lupin Limited Alpha-amino acid benzothiazolylthio ester as intermediates for manufacture of ace inhibitors and process for preparation thereof
CN101484411A (zh) * 2006-06-27 2009-07-15 桑多斯股份公司 盐的新制备方法

Family Cites Families (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4442089A (en) * 1982-07-06 1984-04-10 E. R. Squibb & Sons, Inc. Method for treating glaucoma with topical or systemic ACE inhibitor compositions
JPS6248696A (ja) * 1985-08-27 1987-03-03 Kanegafuchi Chem Ind Co Ltd N−〔1(s)−エトキシカルボニル−3−フエニルプロピル〕−l−アラニル−l−プロリンの製造法

Also Published As

Publication number Publication date
PL154625B1 (en) 1991-08-30
NO892813D0 (no) 1989-07-07
UA18634A1 (uk) 1997-12-25
SU1757471A3 (ru) 1992-08-23
JPH0272195A (ja) 1990-03-12
NO172894B (no) 1993-06-14
PL280526A1 (en) 1990-02-05
NO892813L (no) 1990-01-15
SI8811355A (en) 1995-04-30
AT394726B (de) 1992-06-10
NO172894C (no) 1993-09-22
JP2714447B2 (ja) 1998-02-16
ATA168189A (de) 1991-11-15
YU135588A (en) 1990-02-28
ES2015723A6 (es) 1990-09-01
YU46919B (sh) 1994-06-24

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0236872B1 (de) Hydroxylaminderivate, deren Herstellung und Verwendung für Heilmittel
DE69520499T2 (de) Histidine und homohistidine derivate zur verwendung als protein farnesyltransferase hemmstoffe
DD202146A5 (de) Verfahren zur herstellung von substituierten acylderivaten von octahydro-1h-indol-2-carbon-saeure-verbindungen
EP0029488A1 (de) Aminosäurederivate, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zur Behandlung von Bluthochdruck
EP0133225A2 (de) Neue Peptidderivate und Salze davon, diese enthaltende pharmazeutische Präparate, Verfahren und Zwischenprodukte zu ihrer Herstellung
EP0144290A2 (de) Substituierte Aethylendiaminderivate
EP0052870A1 (de) Aminosäurederivate und Verfahren zu ihrer Herstellung
EP0394194B1 (de) Geschützte Aminosäuren und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE69018755T2 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-(L-Pyroglutamyl)-L-thiazolidin-4-carbonsäure-Derivaten.
DE69531296T2 (de) Anti-tumor verbindungen, welche einen zyklopentaquinazolin zyklus enthalten
EP0228625B1 (de) Peptid-Derivate mit inhibitorischer Wirkung auf hydroxylierende Enzyme, Verfahren zu ihrer Herstellung, diese enthaltende Mittel und ihre Verwendung
DE2449167A1 (de) Dipeptidderivate
DE2819898C2 (de)
AT394726B (de) Verfahren zur herstellung von l-alanyl-l-prolin-derivaten
DE2245459A1 (de) Verfahren zur herstellung eines tetrapeptid-derivates
EP0403828A1 (de) Renininhibitorische Peptide, Verfahren zur ihrer Herstellung und ihre Verwendung in Arzneimitteln
DE69920423T2 (de) Verfahren zur herstellung eines 4-thiazolylmethylderivates
AT394854B (de) Verfahren zur herstellung von n-l-alpha-aspartyl-l-phenylalanin(nieder)alkylestern
DD284028A5 (de) Verfahren zur Herstellung von L-Alanyl-L-prolin-Derivaten
DE3886656T2 (de) Lösungssynthese eines Oktapeptids.
EP0203450B1 (de) Neue Derivate bicyclischer Aminosäuren, Verfahren zu ihrer Herstellung, diese enthaltende Mittel und deren Verwendung
DE3701209A1 (de) Prolin-derivate
CH632737A5 (en) Process for preparing dipeptide derivatives
DE2416355A1 (de) Direkte synthese von dopaminaminosaeureamiden
DE3789729T2 (de) Peptidderivate und Verfahren zu deren Herstellung.

Legal Events

Date Code Title Description
EP Request for examination under paragraph 12(1) filed
AUF Maintained (sect. 12/3 extension act
B5 Patent specification, 2nd publ. accord. to extension act
IF04 In force in the year 2004

Expiry date: 20090712