DE14502C - Verfahren zur Gewinnung von Thran und Fischguano aus Fischen und Fischabfallen - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von Thran und Fischguano aus Fischen und FischabfallenInfo
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- DE14502C DE14502C DENDAT14502D DE14502DA DE14502C DE 14502 C DE14502 C DE 14502C DE NDAT14502 D DENDAT14502 D DE NDAT14502D DE 14502D A DE14502D A DE 14502DA DE 14502 C DE14502 C DE 14502C
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-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C11—ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
- C11B—PRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
- C11B13/00—Recovery of fats, fatty oils or fatty acids from waste materials
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02W—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
- Y02W30/00—Technologies for solid waste management
- Y02W30/50—Reuse, recycling or recovery technologies
- Y02W30/74—Recovery of fats, fatty oils, fatty acids or other fatty substances, e.g. lanolin or waxes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 23: Fettindustrie.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. November 1880 ab.
Man gewinnt bereits seit Jahren durch Dämpfen oder Kochen und nachheriges Pressen aus
Heringsköpfen (Abfällen bei der Fabrikation von sogenannten russischen Sardinen) Thran und
Fischguano, ohne dafs es möglich wäre, die in grofser Menge an der Nordseeküste, insbesondere
alljährlich gefangenen sogenannten Breitlinge und andere Fische in ähnlicher Weise zu
verwerthen. Diese Fische werden nämlich bei der geringsten Erwärmung so weich, dafs ein
Herauspressen des Thranes unmöglich ist, es entsteht vielmehr eine breiige Masse; auch
selbst die Extraction durch Aether oder Schwefelkohlenstoff führt hierbei nicht zum Ziele.
Das vorliegende Verfahren soll nun die angedeutete Verwerthung der Fische ermöglichen
und besteht im wesentlichen darin, dafs man die Fischcadaver und Abfälle zunächst auf
einige Tage in ein schwaches Säurebad bringt und dann in frischem Wasser kocht. Der Fisch
löst sich hierbei völlig auf und das in demselben enthaltene Fett (ca. 10 bis 12 pCt.) sammelt sich
auf der Oberfläche, während das Fleisch und die Gräten sich nach längerem Ruhigstehenlassen
infolge des gröfseren specifischen Gewichtes am Boden ansammeln und nach Entfernung
des Fettes und Wassers getrocknet und zu Fischguano verarbeitet werden können.
Zur Ausführung dieses Verfahrens kann man sich wasserdichter Behälter bedienen, die zunächst
halb mit Wasser gefüllt werden, dem man ca. 4 bis 8 ρ Ct. concentrirte Schwefelsäure
zusetzt. Alsdann füllt man den Behälter mit Fischen, rührt in Zwischenräumen von einigen
Stunden den Inhalt des Behälters um und läfst das Ganze 24 Stunden oder länger stehen.
Das Fleisch des Fisches wird durch diese Behandlung weifs, als wenn es gekocht wäre.
Hierauf werden die Fische mittelst siebartig durchlöcherter Schöpfvorrichtungen aus dem
Säurebehälter entfernt und in hölzerne oder metallene Bottiche gebracht, mit reinem Wasser
begossen und gekocht. Die Bottiche können entweder direct oder indirect geheizt werden.
Jedoch ist die Anwendung von hölzernen Bottichen und Dampfheizung vorzuziehen, da die
metallenen Bottiche von der den Fischen noch anhaftenden Säure leicht angegriffen werden.
Schon bei dem langsamen Erwärmen des Inhaltes wird ein Theil des in dem Fische enthaltenen
Fettes oder Thranes frei und sammelt sich an der Oberfläche als vollständig reine
klare Waare, die man schon jetzt, nachdem der darauf befindliche Schaum entfernt ist, abnimmt
und in Fässer bringt. Inzwischen bringt man unter Umrühren den ganzen Inhalt des Bottichs
zum Sieden, so dafs sich der Fisch vollständig, oder doch annähernd vollständig, auflöst, was
je nach der Gröfse des Kochgefäfses eine Zeit von 2 bis 3 Stunden in Anspruch nimmt und
läfst hierauf die Masse ruhig stehen.
Nach einiger Zeit wird sich wieder ein Theil des in dem Fische enthalten gewesenen Thranes
an der Oberfläche angesammelt haben, den man durch Abfüllen entfernt; darunter befindet
sich dann eine Schicht, welche Thran mit Fleischtheilen und Schmutz gemischt enthält
und ebenfalls abgefüllt wird, um später dadurch
in die einzelnen Bestandteile getrennt zu werden,
dafs man den Behälter bis auf 30 bis 40 ° C. anhaltend erwärmt und längere Zeit stehen läfst. Unterhalb dieser Schicht findet
sich dann eine grofse Schicht Wasser, welche man durch Ablafshähne oder Pumpen entfernt,
bis man unten auf die aufgelösten Fleischtheile und Gräten gelangt, die sich hier infolge ihrer
Schwere wieder abgelagert haben. In einem Reservoir läfst man diese untere Masse einige
Zeit stehen, damit sich ein Theil des darin noch befindlichen Wassers an der Oberfläche
ansammelt. Den Rückstand trocknet man demnächst auf einer Darre, um so einen völlig entfetteten,
feinpulverigen Fischguano zu erhalten. Besonders ist dieses Verfahren berechnet auf die Entfettung von Häringen, Breitlingen
(auch Sprott oder Anchovis genannt) und ähnlichen in Masse vorkommenden fettreichen
Fischen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Verfahren, aus Fischen und Fischabfällen Thran und Fischguano zu gewinnen, darin bestehend, dafs die Fische etc. zunächst in einem schwachen Säurebad behandelt und hierauf in reinem Wasser erwärmt bezw.' gekocht werden, wodurch sich die Fettbestandtheile abscheiden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE14502C true DE14502C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=291582
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT14502D Expired DE14502C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Thran und Fischguano aus Fischen und Fischabfallen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE14502C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1220847B (de) * | 1963-02-01 | 1966-07-14 | Distillers Co Yeast Ltd | Verfahren zur Herstellung von 3, 4-Dichlorbuten-(1) |
-
0
- DE DENDAT14502D patent/DE14502C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1220847B (de) * | 1963-02-01 | 1966-07-14 | Distillers Co Yeast Ltd | Verfahren zur Herstellung von 3, 4-Dichlorbuten-(1) |
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