DE14502C - Verfahren zur Gewinnung von Thran und Fischguano aus Fischen und Fischabfallen - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Thran und Fischguano aus Fischen und Fischabfallen

Info

Publication number
DE14502C
DE14502C DENDAT14502D DE14502DA DE14502C DE 14502 C DE14502 C DE 14502C DE NDAT14502 D DENDAT14502 D DE NDAT14502D DE 14502D A DE14502D A DE 14502DA DE 14502 C DE14502 C DE 14502C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
fish
guano
waste
obtaining
tran
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DENDAT14502D
Other languages
English (en)
Original Assignee
A. dohrmann, in Firma: dohrmann & kottendorf in Otterndorf in Hannover
Publication date
Application granted granted Critical
Publication of DE14502C publication Critical patent/DE14502C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B13/00Recovery of fats, fatty oils or fatty acids from waste materials
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W30/00Technologies for solid waste management
    • Y02W30/50Reuse, recycling or recovery technologies
    • Y02W30/74Recovery of fats, fatty oils, fatty acids or other fatty substances, e.g. lanolin or waxes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 23: Fettindustrie.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. November 1880 ab.
Man gewinnt bereits seit Jahren durch Dämpfen oder Kochen und nachheriges Pressen aus Heringsköpfen (Abfällen bei der Fabrikation von sogenannten russischen Sardinen) Thran und Fischguano, ohne dafs es möglich wäre, die in grofser Menge an der Nordseeküste, insbesondere alljährlich gefangenen sogenannten Breitlinge und andere Fische in ähnlicher Weise zu verwerthen. Diese Fische werden nämlich bei der geringsten Erwärmung so weich, dafs ein Herauspressen des Thranes unmöglich ist, es entsteht vielmehr eine breiige Masse; auch selbst die Extraction durch Aether oder Schwefelkohlenstoff führt hierbei nicht zum Ziele.
Das vorliegende Verfahren soll nun die angedeutete Verwerthung der Fische ermöglichen und besteht im wesentlichen darin, dafs man die Fischcadaver und Abfälle zunächst auf einige Tage in ein schwaches Säurebad bringt und dann in frischem Wasser kocht. Der Fisch löst sich hierbei völlig auf und das in demselben enthaltene Fett (ca. 10 bis 12 pCt.) sammelt sich auf der Oberfläche, während das Fleisch und die Gräten sich nach längerem Ruhigstehenlassen infolge des gröfseren specifischen Gewichtes am Boden ansammeln und nach Entfernung des Fettes und Wassers getrocknet und zu Fischguano verarbeitet werden können.
Zur Ausführung dieses Verfahrens kann man sich wasserdichter Behälter bedienen, die zunächst halb mit Wasser gefüllt werden, dem man ca. 4 bis 8 ρ Ct. concentrirte Schwefelsäure zusetzt. Alsdann füllt man den Behälter mit Fischen, rührt in Zwischenräumen von einigen Stunden den Inhalt des Behälters um und läfst das Ganze 24 Stunden oder länger stehen.
Das Fleisch des Fisches wird durch diese Behandlung weifs, als wenn es gekocht wäre. Hierauf werden die Fische mittelst siebartig durchlöcherter Schöpfvorrichtungen aus dem Säurebehälter entfernt und in hölzerne oder metallene Bottiche gebracht, mit reinem Wasser begossen und gekocht. Die Bottiche können entweder direct oder indirect geheizt werden. Jedoch ist die Anwendung von hölzernen Bottichen und Dampfheizung vorzuziehen, da die metallenen Bottiche von der den Fischen noch anhaftenden Säure leicht angegriffen werden.
Schon bei dem langsamen Erwärmen des Inhaltes wird ein Theil des in dem Fische enthaltenen Fettes oder Thranes frei und sammelt sich an der Oberfläche als vollständig reine klare Waare, die man schon jetzt, nachdem der darauf befindliche Schaum entfernt ist, abnimmt und in Fässer bringt. Inzwischen bringt man unter Umrühren den ganzen Inhalt des Bottichs zum Sieden, so dafs sich der Fisch vollständig, oder doch annähernd vollständig, auflöst, was je nach der Gröfse des Kochgefäfses eine Zeit von 2 bis 3 Stunden in Anspruch nimmt und läfst hierauf die Masse ruhig stehen.
Nach einiger Zeit wird sich wieder ein Theil des in dem Fische enthalten gewesenen Thranes an der Oberfläche angesammelt haben, den man durch Abfüllen entfernt; darunter befindet sich dann eine Schicht, welche Thran mit Fleischtheilen und Schmutz gemischt enthält und ebenfalls abgefüllt wird, um später dadurch
in die einzelnen Bestandteile getrennt zu werden, dafs man den Behälter bis auf 30 bis 40 ° C. anhaltend erwärmt und längere Zeit stehen läfst. Unterhalb dieser Schicht findet sich dann eine grofse Schicht Wasser, welche man durch Ablafshähne oder Pumpen entfernt, bis man unten auf die aufgelösten Fleischtheile und Gräten gelangt, die sich hier infolge ihrer Schwere wieder abgelagert haben. In einem Reservoir läfst man diese untere Masse einige Zeit stehen, damit sich ein Theil des darin noch befindlichen Wassers an der Oberfläche ansammelt. Den Rückstand trocknet man demnächst auf einer Darre, um so einen völlig entfetteten, feinpulverigen Fischguano zu erhalten. Besonders ist dieses Verfahren berechnet auf die Entfettung von Häringen, Breitlingen (auch Sprott oder Anchovis genannt) und ähnlichen in Masse vorkommenden fettreichen Fischen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Verfahren, aus Fischen und Fischabfällen Thran und Fischguano zu gewinnen, darin bestehend, dafs die Fische etc. zunächst in einem schwachen Säurebad behandelt und hierauf in reinem Wasser erwärmt bezw.' gekocht werden, wodurch sich die Fettbestandtheile abscheiden.
DENDAT14502D Verfahren zur Gewinnung von Thran und Fischguano aus Fischen und Fischabfallen Expired DE14502C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE14502C true DE14502C (de) 1900-01-01

Family

ID=291582

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT14502D Expired DE14502C (de) Verfahren zur Gewinnung von Thran und Fischguano aus Fischen und Fischabfallen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE14502C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1220847B (de) * 1963-02-01 1966-07-14 Distillers Co Yeast Ltd Verfahren zur Herstellung von 3, 4-Dichlorbuten-(1)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1220847B (de) * 1963-02-01 1966-07-14 Distillers Co Yeast Ltd Verfahren zur Herstellung von 3, 4-Dichlorbuten-(1)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2741380A1 (de) Verfahren zur gewinnung von fleisch aus meereskrebstieren, insbesondere aus dem antarktischem krill
DE14502C (de) Verfahren zur Gewinnung von Thran und Fischguano aus Fischen und Fischabfallen
DE721263C (de) Verfahren zur Herstellung von geruchlich einwandfreien Futtermitteln aus Fischen
DE76269C (de) Herstellung von Fischfleischextract
DE193232C (de)
DE729218C (de) Verfahren zur Herstellung von Nahrungsmitteln aus Fischen
DE11500C (de) Verfahren zur Herstellung eines Suppen-Extrakts
DE626155C (de) Verfahren zum Herstellen von Fleischextrakt
DE621350C (de) Verfahren zum Frischhalten von tierischen und pflanzlichen Stoffen fuer Nahrungszwecke
DE650742C (de) Verfahren zur Aufarbeitung von Bratsatz
AT142907B (de) Verfahren zur Veredelung von Margarine.
DE737685C (de) Verfahren zum UEberfuehren von Walfleisch in haltbare Erzeugnisse
AT94609B (de) Verfahren zur Gewinnung von Nährpräparaten aus im Autoklaven unter Druck entfetteten Knochen.
DE678514C (de) Verfahren zum Entfetten von Metallen und aehnlichen nicht absorbierenden Gegenstaenden mit fluechtigen Loesungsmitteln
DE633230C (de) Verfahren zur Herabsetzung des Saeuregehaltes von Butter
DE107869C (de)
AT147804B (de) Verfahren zur fabrikmäßigen Herstellung von "gebackenen Erbsen" als Dauerware.
DE127296C (de)
DE72211C (de) Auspressen des Oels aus ölhaltigen Pflanzen und Früchten unter Zusatz von Salz oder Zucker
DE622100C (de) Verfahren zur Gewinnung von Fett aus Fettemulsionen, insbesondere von Butter aus Rahm
DE23779C (de) Verfahren zur Abscheidung von Fett aus den Rückständen der Lederleimfabri]{a_ tion
DE553389C (de) Beizbad zum Beizen von Metallen
DE626260C (de) Verfahren zum Frischhalten von geschlachteten Fischen
DE288209C (de)
CH306624A (de) Verfahren zur Herstellung von keinen unangenehmen Geruch und Geschmack aufweisenden, niedrigschmelzenden Gemischen aus hochschmelzenden tierischen Fetten.