DE2715510B2 - Elektronisches Musikinstrument - Google Patents

Elektronisches Musikinstrument

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DE2715510B2
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    • G10HELECTROPHONIC MUSICAL INSTRUMENTS; INSTRUMENTS IN WHICH THE TONES ARE GENERATED BY ELECTROMECHANICAL MEANS OR ELECTRONIC GENERATORS, OR IN WHICH THE TONES ARE SYNTHESISED FROM A DATA STORE
    • G10H1/00Details of electrophonic musical instruments
    • G10H1/02Means for controlling the tone frequencies, e.g. attack or decay; Means for producing special musical effects, e.g. vibratos or glissandos
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf ein elektronisches Musikinstrument der Bauart mit einem auszulesenden Wellenformspeicher und mit einer Tastatur zur Erzeugung von Tastenniederdrück- und Tastenfreigabe-Signalen infolge der Betätigung jeweils einer der Tasten, wobei der Wellenformspeicher Amplitudenwerte einer Wellenform an Speicheradressen speichert, und eine mit dem Wellenformspeicher und der Tastatur verbundene Adressiervorrichtung in Abhängigkeit von den Tastenniederdrück- und Tastenfreigabe-Signalen Speicheradressen von auszulesenden Amplitudenwerten des Wellenformspeichers zur Erzeugung eines Tonsignals abgibt.
Es wurden bereits zahlreiche Versuche unternommen, durch elektronische Musikinstrumente natürliche und auch beliebige künstliche Töne zu erzeugen. Beispielsweise werden bei einem bekannten Verfahren auf Magnetbändern od. dgl. aufgezeichnete Originaltöne dadurch wiedergegeben, daß man die Magnetbänder mechanisch beim Niederdrücken von Tasten antreibt. Bei einem solchen nicht rein elektronisch arbeitenden Verfahren ist es demgemäß schwierig, dem mit einer hohen Geschwindigkeit sich ereignenden Niederdrükken der Tasten schnell und wiedergabetreu zu folgen. Ferner kann in einem derartigen Fall der Anstieg und der Abfall eines erzeugten Musiktons infolge des mechanischen Bandtransports außerordentlich unnatürlich werden.
Bei der elektronischen Synthetisierung natürlicher Töne treten zahlreiche Probleme auf. Allgemein gesagt wird ein natürlicher Ton durch eine außerordentlich komplizierte Kombination von Faktoren wie Amplitude, Frequenz und Phase gebildet. Darüber hinaus ändern sich diese Faktoren mit der Zeit. Es war daher praktisch unmöglich, alle diese Bedingungen zu erfüllen, d. h. es war nicht möglich, alle diese komplizierten Variationen wiederzugeben. Demgemäß haben die Versuche zur Simulierung natürlicher Töne, wie sie in der natürlichen Umwelt vorkommen, zumindest in der Praxis nicht zum Erfolg geführt. So ist aus der DE-AS 19 35 306 bereits ein elektronisches Musikinstrument der eingangs genannten Art bekannt, bei dem zum Erhalt des gewünschten Einschwing- und Abklingvorgangs eines Tons Impulsflankensteuerschaltungen verwendet werden, welche die digitalen Signale des Wellenformspeichers beeinflussen. Auch die Klavierschaltung gemäß US-PS 39 35 783 verwendet zusätzliche Schaltungen zur Erzeugung einer Umhüllendenkurve.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein elektronisches Musikinstrument der eingangs genannten Art derart auszubilden, daß mit vereinfachten Schaltungsmitteln eine naturgetreue Tonwiedergabe erreicht wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung die Maßnahmen des Kennzeichens des Anspruchs 1 vor. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich dabei aus den Unteransprüchen.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung beschrieben; in der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine Schaltung einer Tastatur zur Verwendung bei den Ausführungsbeispielen der Erfindung,
F i g. 2a - 2f Wellenformen an verschiedenen Ausgängen der Vorrichtung der F i g. 1,
F i g. 3 ein Blockdiagramm eines ersten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels eines elektronischen Musikinstruments,
lu Fig.4 und 5 Blockdiagramme einer Adressiervorrichtung und einer selbsthaltenden Flip-Flop-Schleife zum Zwecke der Erläuterung wesentlicher Teile des Ausführungsbeispiels der F i g. 3,
Fig.6, 7 und 8 Blockdiagramme des zweiten bzw.
ι > dritten bzw. vier ten Ausführungsbeispiels der Erfindung eines elektronischen Musikinstruments,
F i g. 9 ein Blockdiagramm eines abgewandelten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen, elektronischen Musikinstruments.
_>D Im Rahmen der vorliegenden Beschreibung bezieht sich der Ausdruck »vollständige Wellenform« eines Musiktons auf eine Tonwellenform, die mit einer Umhüllenden-Formung ausgestattet ist, wohingegen der Ausdruck »Tonwellenform« sich auf eine Tonwel-
r> ler.form ohne Umhüllenden-Formung bezieht. Das heißt also, daß der noch zu beschreibende erfindungsgemäße Wellenformspeicher die »vollständige« Wellenform des ganzen oder eines Teils des Ganzen eines Musiktons speichert. Zur Einsparung der Anzahl der Bits der
jo Speichermittel ist es vorzuziehen, die »vollständige« Wellenform für nur einen Teil eines Musiktons zu speichern. Von diesem Gesichtspunkt aus kann die »vollständige« Wellenform in der Einschwingperiode eines Musiktons in einem Speicher gespeichert werden
ii und die Wellenform der Restperiode des Musiktons kann durch wiederholtes Auslesen einer Standardwellenform aus einem anderen Speicher gebildet werden, welcher unabhängig die Standardwellenform speichert und um das wiederholt aus dem anderen Speicher ausgelesene Signal mit einer Aufrechterhaltungs-Umhüllenden und/oder einer Abkling-Umhüllenden zu multiplizieren, um so die obenerwähnte vollständige Wellenform für die Restperiode zu bilden. Eine derartige Anordnung ist besonders zur Erzeugung von
4ri Schlagtönen, wie beispielsweise den Tönen eines Klaviers, geeignet.
In sämtlichen im folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen werden ähnliche Tastaturen verwendet. Es sei daher zunächst eine solche Tastatur beschrieben.
r>o Fig. J zeigt eine Tastaturschaltung für eine einzige Taste. Ähnliche Schaltungen sind ebenfalls für andere Tasten der Tastatur vorgesehen. In F i g. 1 schaltet ein Tastenschalter KSW eine Spannungsquelle E an eine Schaltung zur Erzeugung verschiedener Tastenbetriebs-
« signale an. Eine Differenzierschaltung wird durch Widerstände R0 und Ri und einen Kondensator C] gebildet. Eine weitere Differenzierschaltung wird durch einen Kondensator Ci und einen Widerstand R2 gebildet. Die Dioden Di und Lh dienen zum Sperren von
wi Impulsen mit negativer Polarität. Inverter INV\ bis INVA invertieren die Polarität der Eingangssignale.
Ein Punkt A ist über den Widerstand R0 geerdet und üb"r den Tastenschalter KSW mit Spannungsquelle E verbunden. Die Spannung von der Spannungsquelle E
*r> erscheint während der Niederdrückung der Taste am Punkt A. Auf diese Weise wird beim Niederdrücken einer Taste ein Tastenniederdrücksignal A erzeugt, wie dies in Fig. 2a dargestellt ist. Der Inverter INVa bildet
ein invertiertes oder komplementäres Tastenniederdrücksignal A, wie dies in Fig.2b dargestellt ist. Das Tastenniederdrücksignal A wird durch die Differenzierschaltung aus den Widerständen R0 und R\ und dem Kondensator Q differenziert, um einen positiven und einen negativen Impuls zum Zeitpunkt der Tastenniederdrückung und der Tastenfreigabe zu erzeugen. Das der Tastenfreigabe entsprechende negative Impulssignal wird durch die Diode D\ blockiert. Auf diese Weise liefert die Diode D\ nur das Tastenniederdrückimpulssignal KD, wie dies in Fig. 2c dargestellt ist. Der Inverter INV\ invertiert die Polarität dieses Tastenniederdrückimpulses und erzeugt einen invertierten oder komplementären Tastenniederdriickimpuls KD, wie dies in Fig.2d dargestellt ist. Ferner wird das Tastenniederdrücksigna! A durch den Inverter INVi invertiert und sodann durch die Differenzierschaltung aus Kondensator C; und Widerstand /?2 differenziert, um ein negatives und positives Impulssignal zu Zeiten der Tastenniederdrückung und Tastenfreigabe zu erzeugen. Der der Tastenniederdrückung entsprechende negative Impuls wird durch die Diode Di blockiert. Auf diese Weise erzeugt die Diode Di das Tastenfreigabeimpulssignal KR, wie dies in Fig. 2e dargestellt ist. Der Inverter INV3 invertiert die Polarität dieses Tastenfreigabeimpulses und erzeugt das invertierte oder komplementäre Tastenfreigabeimpulssignal KR, wie dies in F i g. 2f gezeigt ist. Auf diese Weise erzeugt die Tastatur eine Gruppe von Signalen bei jedem Tastenanschlag.
Im folgenden werden die verschiedenen Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert. In allen diesen Äusführungsbeispielen stellt die in der Zeichnung gezeigte Schaltung diejenige für eine einzige Taste dar. Ein ähnlicher Schaltungsaufbau kann für jede Taste in der Tastatur oder in einem Teil der Tastatur vorgesehen sein.
F i g. 3 zeigt das erste Ausführungsbeispiel des elektronischen Musikinstruments, ausgebildet zur Erzeugung von Schlagtönen. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist die »vollständige« Wellenform für einen ganzen Musikton in einem Speicher gespeichert und wird aus diesem ausgelesen und kann alle Einschwing-, Aufrechterhaltungs- und Abkling-Umhüllenden vorsehen, wenn die Taste niedergedrückt ist und niedergedrückt bleibt. Ein weiterer Speicher ist zur Dämpfung des Musiktons bei Freigabe der Taste und nicht niedergedrücktem Dämpferpedal vorgesehen.
Die Wellenformspeicher WM3\ bzw. WM32 werden durch die Adressiervorrichtungen ADu bzw. ADs2 anadressiert. Der erste Wellenformspeicher WMn speichert die vollständige Wellenform vom Einschwingen bis zum Abklingen eines Tones (Kurve a), während der zweite Wellenformspeicher WM32 eine Dämpfungsumhüllenden-Wellenform (Kurve b) speichert. Wenn daher das Auslesen des zweiten Wellenformspeichers WM32 eingeleitet wird, beispielsweise durch die Freigabe der Taste während des Auslesens des ersten Wellenformspeichers WM3\, so werden Wellenformsignale, die aus den entsprechenden Wellenformspeichern WM3\ und WM32 ausgelesen werden, in einer Multipliziereinheit MUx multipliziert, um eine resultierende Wellenform vorzusehen, bei welcher das Abklingen vom Zeitpunkt der Tastenfreigabe schneller wird, wie dies durch Kurve c dargestellt ist Wenn demgemäB der Anschlagton eines Klangs eines Pianos od. dgl. im ersten Wellenformspeicher WMn gespeichert ist und eine geeignete Abkling-UmhüIIendenwellenform im zweiten Wellenformspeicher WM32 gespeichert ist, so
erhält man eine außerordentlich ausgezeichnete Simulation des Anschlagtons. Die Speicherinhalte der beider Wellenformspeicher WMn und WMu können hier beliebig entsprechend der Natur eines beabsichtigten Tones geändert werden.
Nunmehr sei die Arbeitsweise der Anordnung der Fig. 3beschrieben.
Wenn ein Tastenniederdrückimpuls KD, wie in Fig. 2c gezeigt, durch einen Tastenniederdrückvorgang, wie in Verbindung mit F i g. 1 beschrieben, erzeugt wird, so wird ein Flip-Flop FFn gesetzt, um kontinuierlich eine (^-Ausgangsgröße zu erzeugen. Sodann werden Takt- oder Clockimpulse Φ mit einer vorbestimmten Frequenz direkt durch eine UND-Schaltung ANDix zur Adressiervorrichtung ADi-, übertragen, die sequentiell einen Impuls an jedem ihrer Ausgänge, einen zu jeder Zeit, erzeugt, um dadurch den Wellenformspeicher WMn anzuadressieren, um die darin gespeicherte Wellenform auszulesen. Wenn die Adressiervorrichtung ADi\ die letzte Bit-Ausgangsgröße erzeugt, so wird das Flip-Flop FFn rückgesetzt und das Auslesen des Welienformspeichers WMn hört auf.
Fig.4 zeigt ein Beispiel der Adressiervorrichtung AD31, die einen Zähler 41 und einen Decodierer 42 umfaßt. Der Inhalt der Adressiervorrichtung ADn, d. h. der Inhalt des Zählers 41, wird durch den Tastenniederdrückimpuls KD vor Einleiten des Zählens gelöscht. Die anderen in dieser Beschreibung erwähnten Adressiervorrichtungen können in ähnlicher Weise aufgebaut sein. Der Wellenformspeicher WMn kann mit einem ROM od. dgl. gebildet sein. Die anderen in dieser Beschreibung erwähnten Wellenformspeicher können ähnlich aufgebaut sein.
Es sei nunmehr angenommen, daß der Tastenfreigabevorgang durchgeführt wird, während der erste Wellenformspeicher WMn ausgelesen wird, und daß ein Dämpfungspedal freigegeben wird und ein zugehöriger Dämpfungsschalter DP geschlossen wird, um ein abruptes Abklingen des Klangs zu bewirken. Wenn der Dämpferschalter DP offen ist, so wird über einen Widerstand Ry0 eine Spannung +V an einen Inverter INVi\ angelegt. Wenn der Dämpfungsschalter DP geschlossen ist, wo wird Erd-(Null-)Potential 0 an den Inverter INVn angelegt und demgemäB wird die Ausgangsgröße des Inverters INVn »1«. Bei Tastenfreigabe und geschlossenem Dämpfungsschalter DP wird ein Tastenfreigabeimpuls KR, wie in F i g. 2e gezeigt, an eine UND-Schaltung AWCd2 und eine ODER-Schaltung ORn angelegt und kann zu einem D-Flip-Flop FF32 übertragen werden. Auf diese Weise erzeugt das Flip-Flop FF32 eine Q-Ausgangsgröße. Die Q-Ausgangsgröße wird an UND-Schaltungen AND33 und ANDn geliefert. Der invertierte Tastenniederdrückimpuls KD, der an die UND-Schaltung AND33 angelegt ist, ist dann »1«, wenn die Taste freigegeben wurde. Ferner ist die Ausgangsgröße eines Inverters INV32, die mit der End-Bit-Ausgangsgröße der Adressiervorrichtung AD32 angelegt wird, ebenfalls an die UND-Schaltung AND33 angelegt und ist »1«, da noch keine Ausgangsgröße am End-Bit oder letzten Bit der Adressiervorrichtung AD32 vorhanden ist. DemgemäB genügt die UND-Schaltung AND33 der UN D-Bedingung und speist die Q-Ausgangsgröße des Flip-Flops FF32 zurück zum Eingang des gleichen Flip-Flop FF32, und zwar über die ODER-Schaltung OR3\. Das Flip-Flop FF32 hält sich daher selbst
Das sich selbst haltende Flip-Flop FF32 gestattet, daß die Taktimpulse Φ mit der vorbestimmten Frequenz
durch eine UND-Schaltung AND» laufen und in die Adressiervorrichtung AD32 eintreten. Die Adressiervorrichtung ADn adressiert den die Abklingumhüllende speichernden Wellenformspeicher WMj2 an, um die Tastwerte des Speicherinhalts auszulesen. Wenn hier beim letzten Bit der Adressiervorrichtung ACh2 eine Ausgangsgröße erzeugt wird, so wird die Ausgangsgröße des Inverters INV32 »0« und die UND-Bedingung für die UND-Schaltung AND31 entfällt. Daher wird der selbsthaltende Zustand des Flip-Flop FFn freigegeben und die Ansteuerung der Adressiervorrichtung wird beendet. Zur Vorbereitung für die Tastenfreigabe und eine erneute Niederdrückung der Taste wird der Inhalt der Adressiervorrichtung 32 gelöscht, und zwar entweder durch den Tastenniederdrüekimpuls KD oder den Tastenfreigabeimpuls KR über die ODER-Schaltung OR32.
In der oben beschriebenen Weise wird gemäß diesem Ausführungsbeispiel eine schnell abklingende Umhüllende der Wellenform erteilt, die aus dem ersten Wellenformspeicher WM3\ ausgelesen wird, d. h. multipliziert in der Multipliziereinheit MU3O durch das Schließen des Dämpferschalters DP und die Tastenfreigabe. Somit wird die sogenannte Dämpfungswirkung vorgesehen, durch welche das Klangvolumen schnell nach der Freigabe der Taste abnimmt.
Fig.5 zeigt eine selbsthaltende Flip-Flop-Schaltung, bei der ein Ausgang eines D-Flip-FIops FF50 selbst aufrechterhalten werden kann durch eine Schleife mit einer ODER-Schaltung OR50 und einer UND-Schaltung ANDio in der oben beschriebenen Weise. Da eine derartige selbsthaltende Schaltung auch in den folgenden Ausführungsbeispielen verwendet wird, kann eine ins einzelne gehende Erläuterung hier weggelassen werden.
Fig.6 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung, in dem die »vollständige« Wellenform in einem Speicher nur für die Einschwingperiode eines Musiktons gespeichert ist. Obwohl das Ausführungsbeispiel zum Erhalt eines Anschlagtons ähnlich dem ersten Ausführungsbeispiel geeignet ist, so ist doch die Verwendung nicht auf die Erzeugung solcher Schlagtöne beschränkt.
Dieses Ausführungsbeispiel verwendet drei Formen von' Wellenformspeichern IVM6], VVM62 und WM63, die durch Adressiervorrichtungen ADb) bzw. AD62 bzw. ADi3 anadressiert werden. Der erste Wellenformspeicher WMf,\ speichert die vollständige Wellenform in der Einschwingperiode, der zweite Wellenformspeicher WMa speichert mindestens eine Gnindperiode einer Musiktonwellenform und der dritte Wellenformspeicher VVM63 speichert eine Umhüllenden-Wellenform ausgehend vom Aufrechterhaltungsbereich zum Abklingbereich, eine Umhüllendenform, welche dem Einschwingen folgt Wenn daher die Umhüllendenformung ausgeführt wird während des Auslesens des zweiten Wellenformspeichers WMa darauffolgend auf das Auslesen des ersten Wellenformspeichers WMtx, so kann der Musikklang mit ähnlichen Wirkungen oder Effekten wie denjenigen beim ersten Ausführungsbeispiel unter Verwendung einfacherer Speicher erzeugt werden, als denjenigen beim ersten Ausführungsbeispiel. Hierbei kann der Speicherinhalt des dritten Weiäenformspeichers WMa nicht die Aufrechterhaltungs-Umhüllende umfassen.
Es sei nunmehr Aufbau und Betrieb dieses Ausführungsbeispiels im folgender, beschrieben, und zwar anhand der Vorgänge zur Ausbildung eines Musiktons.
Die Anordnung eines Flip-Flops FF6I, einer UND-Schaltung ANDb\ und der Adressiervorrichtung ADbx zum Anadressieren von Tastwerten im Wellenformspeicher VVM6I beim Ankommen eines Tastenniederdrück-■' impulses KD ist ähnlich der Anordnung beim Anadressieren des ersten Wellenformspeichers WM3) im ersten Ausführungsbeispiel, so daß eine Beschreibung hier weggelassen werden kann. Wenn das Auslesen des ersten Wellenformspeichers VVM6I, der die vollständige
i" Wellenform der Einschwingperiode speichert, aufhört und die End-Bit-Ausgangsgröße der Adressiervorrichtung ADt1X erzeugt wird, so stellt dieses End-Bit-Ausgangssignal das Flip-Flop FFn zurück. Die End-Bit-Ausgangsgröße wird ebenfalls als ein Signal XMF verwendet, um die Adressiervorrichtungen ADa und ADi3 anzusteuern, welche die zweiten und dritten Wellenformspeicher WMt2 und WMa anadressieren.
Ein D-Flip-Fiop FF62 wird durch eine ODER-Schaltung ORbx durch Signal IMF gesetzt. Die Ausgangsgröße des Flip-Flops FFa wird selbst aufrechterhalten, wenn der UND-Bedingung einer UND-Schaltung ANDb2 Genüge getan ist. Das Flip-Flop FFb2 liefert Taktimpulse Φ einer vorbestimmten Frequenz an die Adressiervorrichtung AD62 über eine UND-Schaltung
r> ANDb3. Auf diese Weise wird die Adressiervorrichtung ADb2 angesteuert, um den Inhalt des Wellenformspeichers WMa auszulesen. Die UND-Bedingung für die UND-Schaltung AND62 zur Erzeugung einer Ausgangsgröße »1« besteht _darin, daß das invertierte Tasten-
i» niederdrücksignal KD »l«jst_und daß ebenfalls die invertierte Ausgangsgröße DF (invertiert durch einen Inverter INV62) der End-Bit-Ausgangsgröße DF der Adressiervorrichtung ADb3 zuständig für die Anadressierung des dritten Weilenformspeichers WM63 »1« ist.
Bevor daher das Auslesen des dritten Wellenformspeichers WMb3 nach dem Niederdrücken der Taste nicht beendet ist, gilt die UND-Bedingung der UND-Schaltung AND62 und das Flip-Flop FF62 hält sich selbst.
Ein D-Flip-Flop FF63 zur Ansteuerung der Adressiervorrichtung AD63 wird durch die Schleife aus einer ODER-Schaltung OR62 und einer UND-Schaltung AND6A selbst gehalten, und zwar unter den ähnlichen Bedingungen wie für die Selbsthaltung des Flip-Flops FF62.
Die Adressiervorrichtung AD63 zur Adressierung des dritten Wellenformspeichers WM63 wird mit einem Ansteuer- oder Treibersignal beliefert, wenn die UND-Bedingung der UND-Schaltung AND65 erfüllt ist Eine Eingangsgröße der UND-Schaltung AND65 ist die Ausgangsgröße des selbsthaltenden Flip-Flops FF63 und die andere Eingangsgröße ist ein Abklingbefehlssignal DY, welches in der folgenden Weise gebildet wird.
Es gibt drei Arten von Abklingbefehlssignalen DY. Erstens: Wenn eine Taste niedergedrückt ist und wenn ein Tastenniederdrücksignal A (Fig.2a) erzeugt wird, so wird die UND-Bedingung einer UND-Schaltung AND66 erfüllt durch ein Taktsignal Φι einer vergleichsweise langen Periode der Taktsynchronisation. Infolgedessen adressiert die Adressiervorrichtung AD63 den dritten Wellenformspeicher WM63 mit einer verhältnismäßig langsamen Geschwindigkeit an, und zwar entsprechend dem Taktsignal Φ*, Demgemäß wird die verhältnismäßig gemäßigte Abkling-Umhüllendenwellenform mit der Wellenform multipliziert, die aus dem zweiten Wellenformspeicher WM62 in einer Multipliziereinheit MU6O ausgelesen wird. Die sich ergebende Wellenform wird über einen Addierer SM60 geliefert
Zweitens: Wenn die Taste nicht niedergedrückt ist
und das Inverter-Tastenniederdrücksignal Ά (Fig. 2b) erzeugt wird und wenn das Dämpferpedal niedergedrückt ist und der Pedalschalter DP geöffnet ist, so ist die UND-Bedingung einer UND-Schaltung ANDw erfüllt und die verhältnismäßig gemäßigte Abkling-Umhüdende wird dem Musikton erteilt, und zwar durch das gleiche Taktsignal Φι wie im ersten Fall.
Drittens: Wenn eine Ausgangsgröße eines Inverters INVt] »1« wird, bei Freigabe des Dämpferpedals zum Zwecke des Schließens des Pedalschalters DPund wenn die Taste nicht niedergedrückt ist, und wenn das invertierte Taste-Niederdrücksignal Ά erzeugt wird, so ist die UND-Bedingung einer UND-Schaltung äNDbj erfüllt und ein Taktsignal Φη einer verhältnismäßig kurzen Periode wird über eine ODER-Schaltung OR63 zur Adressiervorrichtung AD63 übertragen. Infolgedessen adressiert die Adressiervorrichtung AD63 den dritten Wellenformspeicher WM63 mit einer verhältnismäßig hohen Geschwindigkeit an. Demgemäß wird eine schnell abfallende oder abklingende Umhüllenden-Wellenform in die Multipliziereinheit MUw zur Wellenform eingegeben, die aus dem zweiten Wellenformspeicher WM62 ausgelesen ist. Somit wird darauffolgend auf die Ausleseausgangsgröße des ersten Wellenformspeichers WM6] die oben beschriebene Wellenform vom Addierer SM6O geliefert. Hier wird die dritte Adressiervorrichtung AD6I gelöscht, und zwar entweder durch den Tastenniederdrückimpuls KD oder den Tastenfreigabeimpuls KR geliefert über eine ODER-Schaltung ORm wie beim ersten Ausführungsbeispiel.
Aus der obigen Beschreibung ergibt sich, daß gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel die ganze Wellenform des Einschwingteils aus dem ersten Wellenformspeicher WM6x unmittelbar nach Niederdrückung der Taste ausgelesen wird. Darauffolgend auf das Auslesen der Wellenform im Einschwingteil wird der zweite Wellenformspeicher WM62 wiederholt ausgelesen. Mit diesen wiederholt ausgelesenen Wellenformen wird (a) die mäßig abfallende Umhüllende multipliziert, und zwar unabhängig vom Niederdrücken oder Freigeben der Taste, wenn der Dämpferschalter DP geöffnet ist, oder wird (b) die schnell abfallende Umhüllende unmittelbar nach Freigabe der Taste multipliziert, wenn der Dämpferschalter DPgeschlossen ist.
F i g. 7 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung, bei welchem eine Tonwellenform ohne Verwendung eines Dämpferpedals zum Abfallen oder Abklingen veranlaßt wird. Dieses Ausführungsbeispiel kann, wie man aus der Figur erkennt, als eine Abwandlung des zweiten Ausführungsbeispiels angesehen werden.
Dieses Ausführungsbeispiel umfaßt drei Arten von Wellenformspeichern WMj], WM72 und IVM73, die in entsprechender Weise durch Adressiervorrichtungen ADjx bzw. ADj2 bzw. AD73 anadressiert werden. Der erste Wellenformspeicher WAi7I speichert die vollständige Wellenform in der Einschwingperiode, der zweite Wellenformspeicher WM72 speichert mindestens eine Periode der Tonwellenform und der dritte Wellenformspeicher WMj3 speichert eine Umhüllenden-Wellenfonn von der Aufrechterhaltung bis zum Abklingen, wobei diese Umhüllende dem Einschwingen folgt Daher wird nach dem Auslesen des ersten Wellenformspeichers WMn der zweite Wellenformspeicher WMi2 darauffolgend wiederholt ausgelesen und die Umhüllenden-Wellenform, die aus dem dritten Wellenformspeicher WMn entsprechend der Freigabe der Taste ausgelesen wird, wird in einer Multipliziereinheit MUro mit der Ausgangsgröße des zweiten Wellenformspeichers WMi2 multipliziert. Auf diese Weise wird ein Musiktonsignal aus einem Addierer SM10 erzeugt.
Der Aufbau und die Arbeitsweise dieses Ausführungsbeispiels werden nunmehr durch die Beschreibung des Vorgangs bei der Bildung eines Musiktons weiter erläutert. Die Anordnung eines Flip-Flops FF71, einer UND-Schaltung AND?] und einer Adressiervorrichtung AD7] zum Anadressieren von Tastwerten (Ampliiuden-
iu werten) im Wellenformspeicher WM6] nach Ankunft eines Tastenniederdrückimpulses KD ist ähnlich derjenigen in den ersten und zweiten Ausführungsbeispielen. Das End-Bit-Ausgangssignal der Adressiervorrichtung ADj] wird als das Rückstellsignal für das Flip-Flop FF71 und auch als das Startsignal IAiF für die Adressiervorrichtung AD11 verwendet, welche den zweiten Wellenformspeicher WM72 anadressiert. Diese Punkte sind ähnlich denjenigen im zweiten Ausführungsbeispiel und brauchen daher nicht weiter beschrieben zu werden.
Bei der Durchführung des Auslesens des zweiten Wellenformspeichers WMn wird ein D-Flip-Flop FF72 durch eine ODER-Schaltung ORn durch das Signal J AfF gesetzt und die Ausgangsgröße des Flip-Flops FF72 wird dann selbst gehalten, wenn die UND-Bedingung für eine UND-Schaltung AND72 erfüllt ist. Die Adressiervorrichtung ADj2 wird durch eine UND-Schaltung ANDj3 durch Taktimpulse Φ mit einer vorbestimmten Periode angesteuert, um den Inhalt des zweiten Wellenformspeichers WMj2 auszulesen. Hier wie im Falle der
j» UND-Schaltung AND62 des zweiten Ausführungsbeispiels werden die Eingangsgrößen der UND-Schaltung ANDj2 gebildet durch den invertierten Tastenniederdrückimpuls KD und die invertierte Ausgangsgröße DF der End-Bit-Ausgangsgröße DF der Adressiervorrich-
J5 tung AD7I, und zwar erhalten durch einen Inverter INV10.
Das Auslesen des dritten Wellenformspeichers WM73 erfolgt auf die folgende Weise. Ein D-Flip-Flop FF73 wird durch eine ODER-Schaltung OR72 durch einen
4» Tastefreigabeimpuls KR eingestellt. Die Ausgangsgröße des Flip-Flops FF73 erhält sich dann selbst, wenn die UND-Bedingung für eine UND-Schaltung AND74 erfüllt ist. Ein Taktsignal CK7O steuert die Adressiervorrichtung AD73 durch eine UND-Schaltung ANDj5 an. Wenn die
Taste freigegeben ist, wird ein Tastefreigabeimpuls KR erzeugt und stellt das Flip-Flop FF73 durch eine ODER-Schaltung OR72 ein. Da die Eingabebedingungen der UND-Schaltung AND74 ähnlich denjenigen für die UND-Schaltung AND72 verbunden mit dem zweiten Wellenformspeicher WM72 sind, wird die Ausgangsgröße des Flip-Flops FF73 selbst gehalten. Da ein Eingang der UND-Schaltung AND7S kontinuierlich ein »1 «-Signal empfängt, ist somit die UND-Bedingung für die UND-Schaltung AND75 erfüllt, wenn der andere Eingang das Taktsignal CKjo empfängt Die Adressiervorrichtung AD73 führt das Anadressieren mit der durch das Taktsignal CK70 bestimmten Periode durch und der Inhalt des Wellenformspeichers WMn wird ausgelesen. Wie man aus der obenstehenden Erläuterung erkennt bestimmt das Taktsignal CK70 erfindungsgemäß die Abklinggeschwindigkeit und kann willkürlich auswählbar angeordnet sein. Wenn die Adressiervorrichtung AD7J die letzte Bit-Ausgangsgröße liefert, so wird das Abklingen beendet Die End-Bit-Ausgangsgröße wird im Inverter INVn zur Bildung des Abklingbeendigungs-Befehlssignals DF invertiert Das Abklingbeendigungs-Befehlssignal DF liefert »0« an jeden Eingang der UND-Schaitungen AND72 und AND74. Daher verlieren
die UND-Schaltungen AND,? und ANDn die UND-Bedingung und somit verschwinden die Eingangsgrößen der zweiten und dritten Adressiervorrichtungen AD12 und ADjj. Infolgedessen ist das Auslesen der zweiten und dritten Wellenformspeicher WMj2 und \VMj3 > beendet.
Zusammenfassend wird gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel die vollständige Wellenform in der Einschwingperiode aus dem ersten Wellenformspeicher WA/71 ausgelesen und über den Addierer SA/70 1» ausgegeben, und zwar unmittelbar nach Niederdrükkung der Taste, und darauffolgend wird der Inhalt des zweiten Wellenformspeichers WMj2, der die Tonwellenform ohne die Umhüllenden-Formung speichert, wiederholt ausgelesen, um den Aufrechterhaltungsteil ir> des Tones zu bilden. Ohne den Tastefreigabevorgang wird die Ausgangsgröße des zweiten Wellenformspeichers WM72 weiter geliefert durch die Multipliziereinheit ML/70 und den Addierer SMo. Wenn der Tastefreigabeimpuls KR durch den Tastefreigabevorgang erzeugt wird, wird die Abklingumhüllende, die im dritten Wellenformspeicher WA/73 gespeichert und aus diesem ausgelesen wird, mit der Wellenform in der Multipliziereinheit MUj0 multipliziert, die aus dem zweiten Wellenformspeicher WMj2 ausgelesen ist. Auf ->r> diese Weise kann der Musikton abklingen und verlöschen.
Gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel wird die Einschwingwellenform durch die Verwendung des ersten Wellenformspeichers WA/71, die Aulrechterhaltungswellenform des zweiten Wellenformspeichers WM72 und die Abklingwellenform durch die Kombination der zweiten und dritten Wellenformspeicher WA/72 und WMn gebildet.
F i g. 8 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel der ir> Erfindung, bei welchem die vollständigen Wellenformen beim Einschwingen und Abklingen eines Musikklangs aus Wellenformspeichern ausgelesen werden.
Dieses Ausführungsbeispiel verwendet ebenfalls drei Wellenformspeicher WA/ai, WAZ82 und WAZ83, die durch Adressiervorrichtungen ADsi bzw. ΛΑ» bzw. A Au anadressiert werden. Der erste Weilenformspeicher WMn speichert die vollständige Wellenform beim Einschwingen des Tones, der zweite Wellenformspeicher WA/g2 speichert eine Tonwellenform entsprechend -^ einer Grundperiode oder ganzzahligen Vielfachen davon und der dritte Wellenformspeicher WMa speichert die vollständige Wellenform in der Abklingperiode des Tons. Daher wird darauffolgend auf das Auslesen der Einschwingweilenform aus dem ersten so Wellenformspeicher WA/8i die Aufrechterhaltungswellenform wiederholt aus dem zweiten Wellenformspeicher WMg2 in Übereinstimmung mit der Fortsetzung der Aufrechterhaltung ausgelesen. Darauffolgend auf die Beendigung des Auslesens des zweiten Wellenformspeichers WMg2 wird die Abklingwellenform aus dem dritten Wellenformspeicher WMn ausgelesen. Auf diese Weise wird ein Musiktonsignal in geeigneter Weise durch einen Addierer SMm erzeugt.
Nunmehr sei der Vorgang der Ausbildung eines ω Musiktonsignals beschrieben, wobei gleichzeitig der erfindungsgemäße Aufbau sowie der erfindungsgemäße Betrieb der Anordnung erläutert wird.
Die Anordnung aus einem Flip-Flop FFn, einer UND-Schaltung ANDg\ und der Adressiervorrichtung *>5 AA11 adressiert den ersten Wellenformspeicher WMn bei Ankunft des Tastenniederdrückimpulses KD an. Das End-Bit-Ausgangssignal der Adressiervorrichtung ADs\ dient als das Rückstelisignal für das Flip-Flop FFg\ und ebenfalls als das Startsignal der Adressiervorrichtung ADg2, welche den zweiten Wellenformspeicher WMg2 anadressiert. Diese Punkte sind ähnlich denjenigen, die beim zweiten und dritten Ausführungsbeispiel beschrieben wurden und sind dahrr nicht nochmals hier im einzelnen erläutert.
Wenn das Auslesen der vollständigen Wellenform in der Einschwingperiode aus dem ersten Wellenformspeicher WA/ei aufhört, so wird ein D-Flip-Flop FFg2 durch eine ODER-Schaltung OR»\ durch Signal \MF eingestellt und die Ausgangsgröße des Flip-Flops FFi2 wird dann selbst gehalten, wenn die UhJD-Bedingung für eine UND-Schaltung ANDs2 erfüllt ist. Die Adressiervorrichtung ADgi wird durch Taktimpulse Φ mit einer vorbestimmten Periode über eine UND-Schaltung ANDgi angesteuert, um den Inhalt des Wellenformspeichers WMg2 auszulesen. Wie im Falle der UND-Schaltungen AND^2 und ANDj2 des zweiten und dritten Ausführungsbeispiels umfassen hier die Eingangssignale der UND-Schaltung ANDg2 den invertierten TastenniederdjTJckimpuls KD und die invertierte Ausgangsgröße DF der End-Bit-Ausgangsgröße DF der dritten Adressiervorrichtung ADg3 gebildet durch einen Inverter INVg2. Die Ausgangsgröße einer UND-Schaltung ANDm wird als eine Eingangsgröße für die UND-Schaltung ANDg2 verwendet. Die Eingangsgrößen der UND-Schaltung ANDg* umfassen eine O-Ausgangsgröße des Flip-Flops FFg2 und eine Ausgangsgröße eines Inverters INVn- Wie im folgenden beschrieben werden wird, ist die Ausgangsgröße des Inverters INVn »1« beim Niederdrücken der Taste. Wenn daher die (^-Ausgangsgröße des Flip-Flops FFg2 geliefert wird, ist die UND-Bedingung für die UND-Schaltung ANDm und demgemäß die UND-Schaltung ANDg2 erfüllt.
Auf diese Weise wird erfindungsgemäß das Auslesen des zweiten Wellenformspeichers WMg2 durchgeführt. Das Auslesen wird so lange wiederholt, bis die Taste freigegeben wird. Zum Auslesen des zweiten Wellenformspeichers WA/82 überträgt die Adressiervorrichtung ADg2 ein End-Bit-Ausgangssignal 2MF an eine UND-Schaltung ANDg6 bei jedem Zyklus des Adressierens. Wie weiter unten noch beschrieben wird, ist die UND-Bedingung für die UND-Schaltung ANDgf, dann nicht erfüllt, wenn der Tastenfreigabevorgang nicht durchgeführt ist.
Wenn als nächstes ein Tastefreigabeimpuls KR entsprechend einem Tastefreigabevorgang erzeugt wird, so wird ein D-Flip-Flop FFg3 über eine ODER-Schaltung ORs2 eingestellt und die Ausgangsgröße des Flip-Flops FFgz wird dann selbst festgehalten, wenn die UND-Bedingung für eine UND-Schaltung ANDg5 erfüllt ist. Die UND-Schaltung AND& besitzt Eingangssignale ähnlich denjenigen der UND-Schaltung ANDg2. Somit wird eine Eingangsgröße der UND-Schaltung ANDs6 »1«. Wenn das Signal 2MF, welches die andere Eingangsgröße der UND-Schaltung ANDg6 ist, ankommt, so ist die UND-Bedingung für die UND-Schaltung ANDg6 erfüllt Infolgedessen erzeugt die UND-Schaltung ANDgf, eine Ausgangsgröße, welche ein D-Flip-Flop FFg4 über eine ODER-Schaltung OA83 einstellt Die eingestellte (set) Ausgangsgröße des Flip-Flops FFgA bildet eines der Eingangssignale einer UND-Schaltung ANDg7, die Eingangssignale ähnlich denjenigen der UND-Schaltung ANDgs besitzt Die UND-Schaltung ANDg7 und eine ODER-Schaltung ORg3 bilden eine Schleife mit dem Flip-Flop FFm zur Selbsthaltung des Flip-Flops FFb*. Andererseits ändert
die Einstellausgangsgröße des Flip-Flops FFg* eine der Eingabebedingungen der UND-Schaltung AND& auf »0« über den Inverter /NVg|. Daher wird die UND-Bedingung fü. die UND-Schaltung AND^ und demgemäß die UND-Schaltung ANDg2 zerstört. Die Selbsthaltung des Flip-Flops FFg2 wird freigegeben und das Auslesen des zweiten Wellenformspeichers WMg2 wird gestoppt Wie man aus der obigen Erläuterung erkennt kann eine Möglichkeit bestehen, daß sich das Auslesen des zweiten Wellenformspeichers WMt2 für eine Zeitperiode nach der Erzeugung des Tastenfreigabeimpulses KR fortsetzt (obwohl eine derartige Zeitperiode hinsichtlich des Hörsinns des Tones kein Problem bildet). Dies wird auf die Tatsache zurückgeführt, daß im allgemeinen die Erzeugung des Tastefreigabeinipulses KR und die Erzeugung des End-Bit-Ausgangssignals 2AfFder Adressiervorrichtung ADg2 nicht gleichzeitig erfolgen. Darüber hinaus muß die Ausgangsgröße des zweiten Wellenformspeichers WMa2 und diejenige des dritten Wellenformspeichers WMg$ kontinuierlich sein. Es ist daher beabsichtigt, den dritten Wellenformspeicher WMa anzuadressieren, nachdem der zweite Wellenformspeicher WMg2 in zuverlässiger Weise bis zuletzt anadressiert wurde.
Die (^-Ausgangsgröße des Flip-Flops FFgt, die zum Stoppen des Auslesens des zweiten Wellenformspeichers WMg2 gedient hat, steuert die Adressiervorrichtung ADsi über eine UND-Schaltung ANDgg an, und zwar durch die Taktimpulse mit vorbestimmter Periode. Sodann wird der Inhalt des dritten Wellenformspeichers WMgi ausgelesen. Es wurde zuvor bereits erwähnt, daß der dritte Wellenformspeicher WMg3 die vollständige Wellenform in der Abklingperiode des Tones speichert, und zwar an Stelle von nur einer Abklingumhüllendenform. Nach Beendigung des Auslesens aus dem dritten Wellenformspeicher WMg3 wird die invertierte Ausgangsgröße ÖFder End-Bit-Ausgangsgröße der Adressiervorrichtung ADgi erzeugt. Daher wird jeweils ein Eingang der UND-Schaltungen ANDg2, ANDgs und ANDgi unbedingt »0« und die Flip-Flops FFg2, FFg^ und FFu werden für die nächste Tastenniederdrückung bereit.
Gemäß dem vierten oben beschriebenen Ausführungsbeispiel wird die vollständige Wellenform beim Einschwingen aus dem ersten Wellenformspeicher WMg\ ausgelesen und wird über den Addierer SM80 ausgegeben, und zwar unmittelbar nach Niederdrükkung der Taste. Die Tonwellenform im Aufrechterhaltungsbereich wird darauffolgend ausgelesen und aus dem zweiten Wellenformspeicher WMn über den Addierer SMgo ausgegeben, und zwar durch das Signal, welches die Auslesebeendigung des ersten Wellenformspeichers WMn anzeigt und schließlich wird beim Auftreten der Tastenfreigabe das Auslesen des zweiten Wellenformspeichers WMg2 beim nächsten Auftreten der Endadresse gestoppt und die vollständige Wellenform im Abklingbereich wird aus dem dritten Wellenformspeicher WMg3 ausgelesen und über den Addierer SMgo ausgegeben, wodurch die Bildung des gesamten Tonsignals vollständig wird.
Beschreibung der abgewandelten Ausbildungsform. Bei den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen wird das AnschlagansDrechen des Tastaturvorgangs nicht in Betracht gezogen und es kann kein Musiktor erzeugt werden, der sich entsprechend der Stärke des
in Tastenanschlags usw. verändert. Fig.9 zeigt ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel, welches diesen Punkt berücksichtigt Die Adaption dieser Abwandlung bei der Einschwingwellenform, die einen Teil jedes der vorhergehenden Ausführungsbeispiele bildet, gestattet
Ii Variationen des Musiktons entsprechend dem Tastenbetrieb, wie beispielsweise der Tastenniederdrückgeschwindigkeit oder dem Druck. Die Arbeitsweise und der Aufbau dieser Abwandlung werden im folgenden beschrieben.
-'«ι Der Tastenniederdrflckimpuls KD wird durch Betätigung eines Tastenschalters KSW erzeugt. Durch den Impuls KD wird ein Flip-Flop FF9O eingestellt, um eine (^-Ausgangsgröße vorzusehen. Nach Erzeugung der (^-Ausgangsgröße werden Taktimpulse Φ mit fester Periode an e.ne Adressiervorrichtung AD*, geliefert, und zwar über eine UND-Schaltung AND». Diese Punkte sind ähnlich denjenigen beim Anadressieren des ersten Wellenformspeichers in jedem der vorangegangenen Ausführungsbeispiele.
jo Gemäß dieser erfindungsgemäßen Abwandlung wird jedoch der niedergedrückte Zustand des Tastenschalters KSW durch einen Fühler SE abgefühlt und in ein elektrisches Signal umgewandelt. Der Spitzenwert der Tastenniederdrückstärke wird durch eine Halteschal-
r> tung HL gehalten oder gespeichert, worauf der gehaltene Wert in einen Digitalwert durch einen AD-Umsetzer ADCumgewandelt wird. Der umgewandelte Digitalwert ist ein Auslesesignal für einen Decoder DE. Abhängig vom Wert erzeugt der Decoder DE ein
κι »Betriebs«- oder »Enable«-Signal EN, welches das Auslesen eines der Wellenformspeicher WM<>\ bis WMsn befiehlt. Der ausgewählte und mit dem Enable-Signal EN vom Decoder DEbelieferte Wellenformspeicher speichert eine vollständige Wellenform im Einschwingbereich entsprechend dem speziellen Tastenanschlag. Eine derartige ausgewählte vollständige Wellenform wird durch die Adressiervorrichtung ADx ausgelesen.
Der Fühler SE kann durch irgendeinen Fühler verschiedener bekannter Bauarten gebildet sein. Beispielsweise kann ein elektrisch leitendes Material verwendet werden, dessen Widerstandswert sich mit der Stärke der Tastenniederdrückung ändert, wobei dieses Material mit der Taste kombiniert sein kann. Als Halteschaltung HL kann irgendeine bekannte Sample-Halteschaltung verwendet werden.
Hierzu 7 Blatt Zeichnungen

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Elektronisches Musikinstrument der Bauart mit einem auszulesenden Wellenformspeicher und mit einer Tastatur zur Erzeugung von Tastenniederdrück- und Tastenfreigabe-Signalen infolge der Betätigung jeweils einer der Tasten, wobei der Wellenformspeicher Amplitudenwerte einer Wellenform an Speicheradressen speichert, und eine mit dem Wellenformspeicher und der Tastatur verbundene Adressiervorrichtung in Abhängigkeit von den Tastenniederdrück- und Tastenfreigabe-Sitnalen Speicheradressen von auszulesenden Amplitudenwerten des Wellenformspeichers zur Erzeugung eines Tonsignals abgibt, dadurch gekennzeichnet, daß in den WellenformEpeichern mehrere Schwingungszyklen mit mindestens einen Einschwingteil eines Tons definierenden Amplitudenwerten zur Bildung einer mindestens eine Einschwingumhüllende aufweisenden Tonwellenform gespeichert sind.
2. Instrument nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Wellenformspeicher (WM 31) eine Wellenform vom Einschwingteil bis zum Abklingteil speichert (F ig. 3).
3. Instrument nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen zweiten Speicher (WM 32) zur Speicherung einer Abklingumhüllenden, eine zweite Adressiervorrichtung (AD32) verbunden mit dem zweiten Speicher (WM32) und der Tastatur, wobei die zweite Adressiervorrichtung (A D 32) aufgrund des Tastenfreigabesignals Speicheradressen zum Auslesen des zweiten Speichers (WM32) abgibt, so daß ein Abklingumhüllendensignal erzeugt wird, und durch einen Multiplizierer (ML/30) verbunden mit dem Wellenformspeicher (WM31) und dem zweiten Speicher (WM32) zur Multiplikation von Tonsignal und Abklingumhüllendensignal.
4. Musikinstrument nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß der erste Wellenformspeicher (WM61) lediglich die einen Einschwingteil eines Tones definierenden Amplitudenwerte speichert und die erste Adressiervorrichtung (AD%\) bei Erreichen einer Endadresse ein Endsignal abgibt, und durch einen zweiten Speicher (WM62) zur Speicherung von Amplitudenwerten einer mindestens eine Periode eines Tons definierenden Wellenform, eine zweite Adressiervorrichtung (A D 62) verbunden mit dem zweiten Speicher (WM 62) und der ersten Adressiervorrichtung (A D 61), wobei die zweite Adressiervorrichtung (A D 62) bei Zugang des Endsignals in periodischer Folge Speicheradressen zum Auslesen der zweiten Speichers (WM 62) abgibt, auf welche Weise ein Tonsignal mit konstanter Amplitude erzeugt wird, einen dritten Speicher (WM 63) zur Speicherung einer Abklingumhüllenden, eine dritte Adressiervorrichtung (AD63), die aufgrund des Endsignals Speicheradressen zum Auslesen des dritten Speichers (WM 63) abgibt, auf welche Weise ein Umhüllendensignal mit Abklingeigenschaft erzeugt wird, eine Multipliziervorrichtung (Mt/60) verbunden mit dem zweiten Speicher (WM62) und dritten Speicher (WM63) zur Multiplikation des Tonsignals mit dem Umhüllendensignal, und einen Addierer (SM60) verbunden mit dem Wellenformspeicher und dem Multiplizierer zur Addition der Ausgangsgrößen des Wellenformspeichers und der Ausgangsgrößen des Multiplizierers (F i g. 6).
5. Instrument nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß der erste Wellenformspeicher ( WM 71) lediglich die einen Einschwingteil eines Tones definierenden Amplitudenwerte speichert und die erste Adressiürvorrichtung (>4D71) bei Erreichen einer Endadresse ein Endsigna! abgibt, und durch einen zweiten Speicher (WM 72) zur Speicherung
id von Amplitudenwerten einer mindestens eine Periode eines Tons definierenden Wellenform, eine zweite Adressiervorrichtung (AD 72) verbunden mit dem zweiten Speicher (WM72) und der ersten Adressiervorrichtung (AD7\), wobei die zweite
ii Adressiervorrichtung (AD 72) bei Zugang des Endsignals in periodischer Folge Speicheradressen zum Auslesen des zweiten Speichers (WM 72) abgibt, auf welche Weise ein Tonsignal mit konstanter Amplitude erzeugt wird, einen dritten
2(i Speicher (WM73) zur Speicherung einer Abklingumhüllenden, eine dritte Adressiervorrichtung (AD73), die aufgrund des Tastenfreigabesignals Speicheradressen zum Auslesen des dritten Speichers (WM73) abgibt, auf welche Weise ein
2r> Umhüllendensignal mit Abklingeigenschaft erzeugt wird, einen Multiplizierer (ML/70) verbunden mit dem zweiten Speicher (WM 72) und dem dritten Soeiciier (WM 73) zur Multiplikation des Tonsignals und des Umhüllendensignals und einen Addierer
«ι (SM 70) verbunden mit dem Wellenformspeicher und dem Multiplizierer zur Addierung der Ausgangsgrößen des Wellenformspeichers und der Ausgangsgrößen des Multiplizierers (F i g. 7).
6. Instrument nach Anspruch 1, gekennzeichnet ii dadurch, daß der erste Wellenformspeicher(WM81) lediglich die einen Einschwingteil eines Tones definierenden Amplitudenwerte speichert und die erste Adressiervorrichtung (,4D81) bei Erreichen einer Endadresse ein Endesignal abgibt, und durch
■»" einen zweiten Speicher (WM82) zur Speicherung von Amplitudenwerten einer mindestens eine Tonperiode definierenden Wellenform, eine zweite Adressiervorrichtung verbunden mit dem zweiten Speicher (WM 82) und der ersten Adressiervorrich-
4"S tung (ADSi), wobei die zweite Adressiervorrichtung (A D 82) bei Zugang des Endsignals in periodischer Folge bis zum Empfang des Tastenfreigabesignals Speicheradressen zum Auslesen des zweiten Speichers (WM82) abgibt, um so ein
r><> Tonsignal mit konstanter Amplitude zu erzeugen, einen dritten Speicher (WM 83) zur Speicherung von Amplitudenwerten einer zahlreiche Schwingungszyklen bildenden Wellenform mit einer einen Abklingteil eines Tons mit Abklingumhüllenden
w definierenden Amplitude, eine dritte Adressiervorrichtung (ADS3) verbunden mit dem dritten Speicher (WM 83) und der Tastatur, die bei Zugang des Tastenfreigabesignals Speicheradressen zum Auslesen des dritten Speichers (WM83) abgibt, und
W) einen Addierer (SM80) verbunden mit dem Wellenformspeicher (WM81) und den zweiten und dritten Speichern (WM82; WM83) zum Addieren der Ausgangsgröße der drei Speicher (WM 81; WM 82; WM 83).
br>
7. Instrument nach einem der Ansprüche 4 — 6,
dadurch gekennzeichnet, daß die dritte Adressiervorrichtung durch ein Signal von einem Dämpferschalter steuerbar ist.
8. Instrument nach einem der Ansprüche 1—7, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Wellenformspeicher für unterschiedliche Anschlagstärken unterschiedliche Einschwingteiie speichert, die durch Abfühlvorrichtungen für die Tastenanschlagstärke auswählbar sind.
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