DE3780509T2 - Waermeempfindliches aufzeichnungsblatt. - Google Patents

Waermeempfindliches aufzeichnungsblatt.

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DE3780509T2
DE3780509T2 DE8787106860T DE3780509T DE3780509T2 DE 3780509 T2 DE3780509 T2 DE 3780509T2 DE 8787106860 T DE8787106860 T DE 8787106860T DE 3780509 T DE3780509 T DE 3780509T DE 3780509 T2 DE3780509 T2 DE 3780509T2
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Description

  • Die Erfindung betrifft ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt bzw. eine -folie und insbesondere ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt bzw. eine -folie mit einem Überzugsfilm, der eine farbbildende Lactonverbindung, eine azide Substanz und einen speziellen aliphatischen Carbonsäureester als Sensibilisator enthält.
  • Wärmeempfindliche Aufzeichnungsblätter bzw. -folien haben die Aufgabe, Bilder, wie Schriftzeichen und geometrische Figuren, durch thermische Energie darzustellen, und haben in jüngster Zeit Anwendungen in verschiedenen Druckeraufzeichnungsgeräten, Facsimiles, POS-Aufdrucken und bei der automatischen Fahrscheinprüfung gefunden. Es gibt verschiedene Verfahren der wärmeempfindlichen Aufzeichnung. Hinsichtlich Klarheit, Auflösung und Farbe der Bilder ist das vorherrschendste Verfahren die Verwendung einer farbbildenden Lactonverbindung, wie Kristallviolett-Lacton, das ein Farbvorläufer ist und einer aziden Substanz, die die Lactonverbindung zur Farbbildung anregen kann. Bei diesem Verfahren wurde schon früher eine phenolische Verbindung, wie Bisphenol A, die bei Raumtemperatur fest ist, jedoch beim Erwärmen schmilzt und als azider Bestandteil fungiert, als azide Substanz verwendet. Die in diesem Fall verwendeten wärmeempfindlichen Aufzeichnungsblätter bzw. -folien müssen einen hohen Weißheitsgrad und eine ausgezeichnete Stabilität in dem farbigen und in dem nichtfarbigen Bereich besitzen. Im allgemeinen müssen die Blätter bzw. die Folien zum Erhalt einer brillanten Farbe für eine bestimmte Mindestzeit bei einer Temperatur von etwa 140 bis 150ºC gehalten werden. Daher wurden bereits zum Erhalt brillanter Farben auf schnellere und einfachere Weise verschiedene Versuche unternommen. Beispielsweise existiert ein Verfahren, bei dem Stearamid als Sensibilisator zugegeben wird (Japanische offengelegte Patentpublikation Nr. 139740/1979), und ein Verfahren, bei dem Benzyl-p-hydroxybenzoat als azide Substanz verwendet wird (Japanische offengelegte Patentpublikation Nr. 74762/1979). Die in diesen Patentschriften beschriebenen Verfahren sind nicht ganz zufriedenstellend, obwohl sie die Farbbildungsempfindlichkeit vergrößern können. Es existiert ebenfalls ein Verfahren, bei dem ein Arylesterderivat, eine aliphatische mono- oder dibasische Säure mit einem Schmelzpunkt von 40 bis 150ºC als Sensibilisator hinzugegeben wird (Japanische offengelegte Patentpublikation Nr. 71191/1983). Das in diesem Patentdokument beschriebene Verfahren kann die Farbbildungsempfindlichkeit völlig vergrößern, aber es ist hinsichtlich der Stabilität der farbigen Bereiche und der nichtfarbigen Bereiche nicht zufriedenstellend.
  • Die am 07.08.1986 veröffentlichte DE-A-3 601 645 beschreibt ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt bzw. einer -folie mit einem Überzugsfilm, der eine farbbildende Lactonverbindung, eine azide Substanz und einen Sensibilisator enthält.
  • Die unter dem vorausgegangenen Hintergrund unternommenen ausgiebigen Forschungen der vorliegenden Erfinder haben nun zu der Entdeckung geführt, daß die Verwendung eines speziellen aliphatischen Carbonsäureester als Sensibilisator zu einem wärmeempfindlichen Aufzeichnungsblatt bzw. eine -folie mit einer viel stärkeren Auswirkung auf die Vergrößerung der Farbbildungsempfindlichkeit, als im Falle der Verwendung herkömmlicher Sensibilisatoren, führen kann und daß es eine ausgezeichnete Stabilität in den farbigen Bereichen und in den nichtfarbigen Bereichen besitzt.
  • Erfindungsgemäß wird ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt bzw. eine -folie mit einem Überzugsfilm, der eine farbbildende Lactonverbindung, eine azide Substanz und einen Sensibilisator enthält, bereitgestellt, wobei der genannte Sensibilisator aus zumindest einem aliphatischen Carbonsäureester besteht, der durch die Formel:
  • dargestellt wird, in der R¹ und R² identisch oder verschieden sind und jeweils eine Alkylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine Cycloalkylgruppe, eine Arylgruppe, eine Gruppe der Formel -CnH2n-Ar, in der n eine ganze Zahl von 1 bis 8 und Ar eine Arylgruppe ist, oder eine Gruppe der Formel -CnH2n-CO-Ar, in der n und Ar genauso definiert sind, darstellen; R³ für eine Gruppe der Formel -CnH2n-, in der n die definitionsgemäße Bedeutung hat, steht; R&sup4; und R&sup5; identisch oder verschieden sind und jeweils eine Alkylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine Cycloalkylgruppe, eine Gruppe der Formel -CnH2n-Ar, in der n und Ar die definitionsgemäße Bedeutung haben, oder eine Gruppe der Formel - CnH2n-CO-Ar, in der n und Ar die definitionsgemäße Bedeutung haben, darstellen; und R&sup6; für eine durch ein Halogenatom, ausgewählt aus der Gruppe Chlor, Brom und Iod, substituierte Alkylgruppe mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen steht; mit der Maßgabe, daß die Alkylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen für R¹, R², R&sup4; und R&sup5; durch ein Halogenatom substituiert sein kann und daß die Cycloalkylgruppe, die Arylgruppe und Ar in -CnH2n-Ar und CnH2n-CO-Ar durch eine Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl-, Aralkyl-, Phenacyl-, Alkyloxy-, Aryloxy-, Aralkyloxy-, Arylcarbonyl-, Arylsulfonyl-, Nitro- oder Ammoniumsulfonsäuregruppe oder ein Halogenatom substituiert sein können.
  • Eine unter den obigen Bedingungen bevorzugte Gruppe aliphatischer Carbonsäureester besitzt einen Schmelzpunkt von 60 bis 150ºC, und sie werden durch die folgende allgemeine Formel
  • worin R&sup7; für eine Cycloalkylgruppe, eine Arylgruppe, eine Gruppe der Formel -CnH2n-Ar, in der n eine ganze Zahl von 1 bis 8 und Ar eine Arylgruppe ist, steht, R³ eine Gruppe der Formel -CnH2n- in der n die bereits gegebene Definition besitzt, darstellt, R&sup8; eine Cycloalkylgruppe, eine Gruppe der Formel -CnH2n-Ar in der n und Ar die bereits gegebene Definition besitzen oder eine Gruppe der Formel -CnH2n-CO-Ar in der n und Ar die bereits gegebene Definition besitzen, darstellt, R&sup9; eine Alkylgruppe mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen, substituiert durch ein Chlor- oder Bromatom, darstellt und R¹&sup0; eine Arylgruppe darstellt, mit der Maßgabe, daß die Cycloalkylgruppe, die Arylgruppe und Ar in -CnH2n-Ar und -CnH2n-CO-Ar durch eine Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl-, Aral kyl-, Phenacyl-, Alkyloxy-, Aryloxy-, Aralkyloxy-, Arylcarbonyl-, Arylsulfonyl-, Nitro- oder Ammoniumsulfonsäuregruppe oder ein Halogenatom substituiert sein können, dargestellt.
  • Spezielle Beispiele umfassen aliphatische Carbonsäureester der folgenden Strukturformeln (1) bis (30). Davon werden die aliphatischen Carbonsäureester mit den Strukturformeln (3) bis (5), (9), (11) bis (14), (19) und (21) bis (25) bevorzugt.
  • Beispiele der erfindungsgemäß verwendeten farbbildenden Lactonverbindung umfassen Fluoranphthalide, wie 3,3-Bis-(p- dimethylaminophenyl)-phthalid, 3,3-Bis-(p-dimethylaminophenyl)-6-dimethylaminophthalid (als Kristallviolett-Lacton bekannt; abgekürzt CVL), 3,3-Bis-(p-dimethylaminophenyl)-6- aminophthalid, 3,3-Bis-(p-dimethylaminophenyl)-6-nitrophthalid, 3,3-Bis-(p-dimethylaminophenyl)-phthalid, 3,3-Bis-3-dimethylamino-7-methylfluoran, 3-Diethylamino-7-chlorfluoran, 3-Diethylamino-6-chlor-7-methylfluoran, 3-Diethylamino-7- anilinfluoran, 3-Diethylamino-6-methyl-7-anilinfluoran, 3- Piperidin-6-methyl-7-anilinfluoran, 3-(N-Ethyl-p-toluidin)- 7-(N-methylanilin)-fluoran, 3-(N-Ethyl-p-tolidin)-6-methyl- 7-anilinfluoran, 3-N-Ethyl-N-isoamylamino-6-methyl-7-anilinfluoran, 3-N-Methyl-N-cyclohexylamino-6-methyl-7-anilinfluoran und 3-N,N-Dimethylamino-7-o-chloranilinfluoran; Lactame, wie Rhodamin B-Lactam, und Spiropyran, wie 3-Methylspirodinaphthopyran, 3-Ethylspirodinaphthopyran und 3-Benzylspironaphthopyran. Die Verbindungen sollten farblos oder schwarz gefärbt sein und mit aziden Substanzen unter Bildung von Farben reagieren.
  • Die bei der Erfindung verwendete azide Substanz kann jede azide Substanz sein, die bei Raumtemperatur fest ist und beim Erhitzen auf etwa 60 bis 180ºC schmilzt, und den Lactonring der farbbildenden Lactonverbindung öffnet. Das funktioniert in Gegenwart von Sensibilisatoren gut. Beispiele der aziden Verbindung umfassen 4-Phenylphenol, 4-Hydroxyacetophenon, 2,2'-Dihydroxydiphenyl, 2,2'-Methylenbis-(4-chlorphenol), 2,2'-Methylenbis-(4-methyl-6-t-butylphenol), 4,4'- Isopropylidendiphenol (auch bekannt als Bisphenol A), 4,4'- lsopropylidenbis-(2-chlorphenol), 4,4'-Isopropylidenbis-(2- methylphenol), 4,4'-Ethylenbis-(2-methylphenol), 4,4'-Thiobis-(6-t-butyl-3-methylphenol), 1,1-Bis-(4-hydroxyphenyl)cyclohexan, 2,2'-Bis-(4-hydroxyphenyl)-n-heptan, 4,4'-Cyclohexyliden-bis-(2-isopropylphenol), 4,4'-Sulfonyldiphenol, Salicylanilid, Phenolharze vom Novolak-Typ und Benzyl-p- hydroxybenzoat.
  • Die azide Substanz wird in einer Menge von gewöhnlich 10 bis 1000 Gew.-Teilen (im weiteren Verlauf sind alle Teile Gew.Teile), vorzugsweise von 100 bis 500 Teilen, pro 100 Teile der farbbildenden Lactonverbindung verwendet.
  • Der Sensibilisator wird in einer Menge von gewöhnlich 1 bis 1000 Teilen, vorzugsweise 30 bis 100 Teilen, pro 100 Teile der aziden Verbindung verwendet.
  • Die farbbildende Lactonverbindung, die azide Substanz und der Sensibilisator werden in Form von feinen Teilchen verwendet, vorzugsweise von feinen Teilchen mit einem Teilchendurchmesser von weniger als einigen Mikrons.
  • Verschiedene bekannte Verfahren können zur Herstellung des wärmeempfindlichen Aufzeichnungsblatts bzw. der -folie verwendet werden. Im allgemeinen können (1) ein Verfahren, das die Herstellung einer Beschichtungsdispersion der farbbildenden Lactonverbindung, der aziden Substanz und des Sensibilisators in Wasser und das Aufbringen der Beschichtungsdispersion auf ein Blattsubstrat umfaßt, und (2) ein Verfahren, das die Dispergierung der farbbildenden Lactonverbindung und der aziden Substanz, getrennt voneinander in Wasser, einschließlich des Sensibilisators in mindestens einer der wäßrigen Beschichtungsdispersionen und das Auftragen der Beschichtungsdispersion übereinander auf einem Blattsubstrat umfaßt. Zu der Beschichtungsdispersion sollte ein wäßriges Bindemittel gegeben werden. Beispiele von Bindemitteln sind Polyvinylalkohol, Methylcellulose, Hydroxyethylcellulose, Carboxymethylcellulose, Stärken und Styrol-Maleinsäure-Copolymer. Außerdem können Ultraviolettabsorber (beispielsweise Benzophenonverbindungen und Triazolverbindungen), Füllstoffe, wie Calciumcarbonat, Schmiermittel, wie Polyethylenwachs und Paraffinwachs, Mittel, die Wasserfestigkeit verleihen, und andere verschiedene Chemikalien zu der Beschichtungsdispersion hinzugegeben werden, um ihre Leistungsfähigkeit zu verbessern. Verschiedene Dispergierungsmittel zum Dispergieren der verschiedenen Chemikalien in der obigen Beschichtungsdispersion können ebenfalls hinzugegeben werden.
  • Die Beschichtungsdispersion wird auf einem Blattsubstrat aufgezogen, so daß ihr Trockengewicht im allgemeinen 2 bis 12 gr pro m² des Folien- bzw. Blattsubstrats beträgt, und dann bei Raumtemperatur bis etwa 50ºC getrocknet, um das erfindungsgemäße wärmeempfindliche Aufzeichnungsblatt bzw. die -folie zu ergeben.
  • Im allgemeinen wird Papier als Blatt- bzw. Foliensubstrat verwendet, jedoch werden ebenfalls Kunststoffblätter bzw. -folien und nicht gewebte Blätter bzw. -folien verwendet.
  • Das erfindungsgemäße wärmeempfindliche Aufzeichnungsblatt bzw. die -folie besitzt eine sehr hohe Farbbildungsempfindlichkeit, und ihre farbigen und nichtfarbigen Bereiche besitzen eine ausgezeichnete Stabilität.
  • Die folgenden Beispiele, Vergleichsbeispiele und das Testbeispiel erläutern die vorliegende Erfindung genauer. Selbstverständlich wird die Erfindung durch alle diese Beispiele nicht limitiert. Alle Teil- und Prozentangaben in diesen Beispielen sind auf das Gewicht bezogen.
  • Beispiel 1
  • Dispersion A (enthält einen Farbstoff)
  • 3-(N-Ethyl-p-toluidin)-6-methyl- 7-anilinfluoran 1,0 Teil
  • Aliphatischer Carbonsäureester der Formel (I) 2,0 Teile
  • 10% wäßrige Polyvinylalkohol-Lösung 3,0 Teile
  • Wasser 5,0 Teile
  • Summe 11,0 Teile
  • Dispersion B (enthält eine azide Substanz)
  • Bisphenol A 3,0 Teile
  • Calciumcarbonat 3,0 Teile
  • Zinkstearat 0,5 Teile
  • 10% wäßrige Polyvinylalkohol-Lösung 7,0 Teile
  • Wasser 10,0 Teile
  • Summe 23,5 Teile
  • Die Dispersionen A und B wurden getrennt hergestellt, indem die angegebenen Zutaten vermischt wurden und pulverisiert wurden und indem sie in einem Farbkonditionierapparat dispergiert wurden. Dann wurden 11,0 Teile der Dispersion A und 23,5 Teile der Dispersion B unter Bildung einer wärmeempfindlichen Beschichtungsdispersion vermischt. Sie wurde auf Papier von hoher Qualität mit einer Geschwindigkeit von 64,5 g/m² aufgezogen, so daß ihre Menge beim Trocknen zu 8 g/m² wurde, und dann getrocknet, um ein erfindungsgemäßes wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt bzw. eine -folie zu erhalten.
  • Das Blatt hatte eine ausgezeichnete Farbbildungsempfindlichkeit und eine ausgezeichnete Stabilität in den farbigen und nichtfarbigen Bereichen.
  • Beispiele 2 bis 30
  • Die erfindungsgemäßen wärmeempfindlichen Aufzeichnungsblätter bzw. -folien wurden auf dieselbe Weise hergestellt, wie in Beispiel 1, außer daß die aliphatischen Carbonsäureester der Formeln (2) bis (30) anstelle der aliphatischen Carbonsäureester der Formel (I) verwendet wurden. Diese Folien bzw. Blätter hatten eine ausgezeichnete Farbbildungsempfindlichkeit und eine ausgezeichnete Stabilität in den farbigen und nichtfarbigen Bereichen.
  • Beispiel 31
  • Ein erfindungsgemäßes wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt bzw. eine -folie wurde auf dieselbe Weise wie in Beispiel 3 hergestellt, außer daß die Menge des aliphatischen Carbonsäureesters der Formel (III) auf 1,0 Teil geändert wurde, und die Menge der Dispersion A wurde auf 10 Teile geändert.
  • Das Blatt bzw. die Folie hatte ausgezeichnete Farbbildungsempfindlichkeit und eine ausgezeichnete Stabilität in den farbigen und nichtfarbigen Bereichen.
  • Beispiel 32
  • Ein erfindungsgemäßes wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt bzw. eine -folie wurde auf dieselbe Weise wie in Beispiel 3 hergestellt, außer daß die zugegebene Menge des aliphatischen Carbonsäureesters der Formel (III) auf 4,0 Teile geändert wurde, und die Menge der Dispersion A wurde auf 13 Teile geändert.
  • Die Folie bzw. das Blatt hatte eine ausgezeichnete Farbbildungsempfindlichkeit und eine ausgezeichnete Stabilität in den farbigen und nichtfarbigen Bereichen.
  • Vergleichsbeispiel 1
  • Ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt bzw. eine -folie wurde zum Vergleich auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, außer daß der aliphatische Carbonsäureester der Formel (I) nicht zugegeben wurde, und die verwendete Menge der Dispersion A wurde auf 9,0 Teile geändert.
  • Das Blatt bzw. die Folie besaß eine minderwertige Farbbildungsempfindlichkeit.
  • Vergleichsbeispiel 2
  • Ein wärmempfindliches Aufzeichnungsblatt bzw. eine -folie wurde zum Vergleich auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, außer daß anstelle des aliphatischen Carbonsäureesters der Formel (I) Stearmid verwendet wurde.
  • Das Blatt bzw. die Folie besaß eine geringere Farbbildungsempfindlichkeit und Stabilität in den farbigen und nichtfarbigen Bereichen.
  • Vergleichsbeispiel 3
  • Ein wärmempfindliches Aufzeichnungsblatt bzw. eine -folie wurde zum Vergleich hergestellt, außer daß die Zugabe des aliphatischen Carbonsäureesters der Formel (I) nicht vorgenommen wurde, die Menge der Dispersion A auf 9,0 Teile verändert wurde und Benzyl-p-hydroxybenzoat anstelle von Bisphenol A verwendet wurde.
  • Das Blatt bzw. die Folie hatte eine minderwertige Farbbildungsempfindlichkeit und eine minderwertige Stabilität in den farbigen Bereichen.
  • Vergleichsbeispiel 4
  • Ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt bzw. eine -folie wurde zum Vergleich auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, außer daß anstelle des aliphatischen Carbonsäureesters der Formel (I) Bis-(p-benzylphenyl)-malonat verwendet wurde.
  • Das Blatt bzw. die Folie hatte eine minderwertige Langzeitstabilität in den farbigen und nichtfarbigen Bereichen.
  • Vergleichsbeispiel 5
  • Ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt bzw. eine -folie wurde auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, außer daß anstelle des aliphatischen Carbonsäureesters der Formel (I) Di-m-tolyladipiat verwendet wurde.
  • Das Blatt bzw. die Folie hatte in den farbigen und nichtfarbigen Bereichen eine geringere Langzeitstabilität.
  • Vergleichsbeispiel 6
  • Ein wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt bzw. eine -folie wurde zum Vergleich auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, außer daß anstelle des aliphatischen Carbonsäureesters der Formel (I) Diphenylsebacat verwendet wurde.
  • Das Blatt bzw. die Folie hatte in den farbigen und nichtfarbigen Teilen eine geringere Langzeitstabilität.
  • Testbeispiel
  • Die in den Beispielen 1 bis 32 und in Vergleichsbeispielen 1 bis 6 erhaltenen wärmeempfindlichen Aufzeichnungsblätter bzw. -folien wurden auf die dynamische Bilddichte getestet und die Stabilität der farbigen und nichtfarbigen Teile durch unten beschriebene Verfahren bestimmt. Die Ergebnisse sind in den Tabellen 1 und 2 gezeigt.
  • Messung der dynamischen Bilddichte
  • Auf das wärmeempfindliche Aufzeichnungsblatt bzw. die -folie wrude mittels einer Thermokopf-Aufzeichnungsvorrichtung (Modell MSI, hergestellt von Matsushita Electronic Components Co., Ltd.) mit einer Pulsweite von 0,5 msek ein Bild gedruckt, und die Dichte des Bildes wurde mit einem Macbeth- Densitometer (RD-918, hergestellt von Macbeth Co., U.S.A.) gemessen.
  • Bewertung (A) der Stabilität der farbigen und nichtfarbigen Bereiche
  • Das Blatt bzw. die Folie wurde bei 140ºC unter einem Druck von 2,0 kg/cm² 1 Sekunde lang gegen eine Heizplatte gepreßt. Der farbige Bereich und der verbleibende nichtfarbige Bereich wurden bei 40ºC und 90% RH 24 Stunden lang stehengelassen. Der Grad der Weißfärbung oder des Hintergrundschleiers der farbigen und nichtfarbigen Bereiche wurden optisch beobachtet und mit der folgenden Skala bewertet.
  • 1) Bewertungsskala des farbigen Bereichs
  • : Keine Weißfärbung
  • : Kaum eine Weißfärbung
  • : Auftreten von Weißfärbung
  • X : Signifikante Weißfärbung
  • 2) Bewertungsskala des nichtfarbigen Teils
  • : Kein Hintergrundschleier
  • : Kaum ein Hintergrundschleier
  • : Auftreten eines Hintergrundschleiers
  • X : Signifikanter Hintergrundschleier
  • Bewertung (B) der Stabilität der farbigen und nichtfarbigen Bereiche
  • Sie wurde mit demselben Verfahren wie in Bewertung (A) bewertet, außer daß die farbigen und nichtfarbigen Bereiche 3 Monate lang bei 50ºC und 55% RF stehengelassen wurden. Tabelle 1 Stabilitatsbewertung (A) Beispiel Dynamische Bilddichte Farbiger Bereiche Nichtfarbiger Bereich Tabelle 2 Stabilitätsbewertung (A) Dynamische Bilddichte Farbiger Bereich Nichtfarbiger Bereich Beispiel Vergleichsbeispiel

Claims (13)

1. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt, dadurch gekennzeichnet daß es einen Überzugssfilm aufweist, der eine farbbildende Lactonverbindung, eine azide Substanz und einen Sensibilisator enthält, wobei der genannte Sensibilisator aus zumindest einem aliphatischen Carbonsäureester besteht, der durch die Formel:
dargestellt wird, in denen R¹ und R² identisch oder verschieden sind und jeweils eine Alkylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine Cycloalkylgruppe, eine Arylgruppe, eine Gruppe der Formel -CnH2n-Ar, in der n eine ganze Zahl von 1 bis 8 und Ar eine Arylgruppe ist, oder eine Gruppe der Formel -CnH2n-CO-Ar, in der n und Ar genauso definiert sind, darstellen; R³ für eine Gruppe der Formel -CnH2n-, in der n die definitionsgemäße Bedeutung hat, steht; R&sup4; und R&sup5; identisch oder verschieden sind und jeweils eine Alkylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen, eine Cycloalkylgruppe, eine Gruppe der Formel -CnH2n-Ar, in der n und Ar die definitionsgemäße Bedeutung haben, oder eine Gruppe der Formel -CnH2n-CO-Ar, in der n und Ar die definitionsgemäße Bedeutung haben, darstellen; und R&sup6; für eine durch ein Halogenatom, ausgewählt aus der Gruppe Chlor, Brom und Iod, substituierte Alkylgruppe mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen steht; mit der Maßgabe, daß die Alkylgruppe mit 1 bis 20 Kohlenstoffatomen für R¹, R², R&sup4; und R&sup5; durch ein Halogenatom substituiert sein kann, und daß die Cycloalkylgruppe, die Arylgruppe und Ar in -CnH2n-Ar und -CnH2n-CO-Ar durch eine Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl-, Aralkyl-, Phenacyl-, Alkyloxy-, Aryloxy-, Aralkyloxy-, Arylcarbonyl-, Arylsulfonyl-, Nitro- oder Ammoniumsulfonsäuregruppe oder ein Halogenatom substituiert sein können.
2. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensibilisator zumindest ein Ester der Oxalsäure mit einem Schmelzpunkt von 60 bis 150ºC ist und durch die allgemeine Formel (I') dargestellt wird:
worin R&sup7; für eine Cycloalkylgruppe, eine Arylgruppe, eine Gruppe der Formel -CnH2n-Ar, in der n eine ganze Zahl von 1 bis 8 und Ar eine Arylgruppe ist, steht, mit der Maßgabe, daß die Cycloalkylgruppe, die Arylgruppe und Ar in -CnH2n-Ar durch eine Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl-, Aralkyl-, Phenacyl-, Alkyloxy-, Aryloxy-, Aralkyloxy-, Arylcarbonyl-, Arylsulfonyl-, Nitro- oder Ammoniumsulfonsäuregruppe oder ein Halogenatom substituiert sein können.
3. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensibilisator zumindest ein Ester einer zweibasischen Säure mit einem Schmelzpunkt von 60 bis 150ºC ist und durch die folgende allgemeine Formel (II') dargestellt wird:
worin R³ für eine Gruppe der Formel -CnH2n- steht, in der n eine ganze Zahl von 1 bis 8 ist; R&sup8; eine Cycloalkylgruppe, eine Gruppe der Formel -CnH2n-Ar, in der n die definitionsgemäße Bedeutung hat und Ar eine Arylgruppe ist, oder eine Gruppe der Formel -CnH2n-CO-Ar, in der n und Ar die definitionsgemäße Bedeutung haben, darstellt; mit der Maßgabe, daß die Cycloalkylgruppe und Ar in -CnH2n-Ar und -CnH2n-CO-Ar durch eine Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl-, Aralkyl-, Phenacyl-, Alkyloxy-, Aryloxy-, Aralkyloxy-, Arylcarbonyl-, Arylsulfonyl-, Nitro- oder Aminoniumsulfonsäuregruppe oder ein Halogenatom substituiert sein können.
4. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensibilisator zumindest ein aliphatischer Monocarbonsäureester mit einem Schmelzpunkt von 60 bis 150ºC ist und durch die allgemeine Formel (III') dargestellt wird:
R&sup9;-COOR¹&sup0; ........... (III'),
worin R&sup9; für eine durch Chlor oder Brom substituierte Alkylgruppe mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen steht; R¹&sup0; eine Arylgruppe, die durch eine Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl-, Aralkyl-, Phenacyl-, Alkyloxy-, Aryloxy-, Aralkyloxy-, Arylcarbonyl-, Arylsulfonyl-, Nitro- oder Ammoniumsulfonsäuregruppe oder ein Halogenatom substituiert sein kann, darstellt.
5. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensibilisator zumindest ein durch die folgenden Strukturformeln dargestellter Oxalsäureester ist:
6. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensibilisator zumindest ein durch folgende Formeln dargestellter Ester einer zweibasischen Säure ist:
7. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensibilisator zumindest ein durch die folgenden Strukturformeln dargestellter aliphatischer Monocarbonsäureester ist:
8. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensibilisator zumindest ein durch folgende Strukturformeln dargestellter Oxalsäureester ist:
9. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensibilisator zumindest ein durch folgende Strukturformeln dargestellter Ester einer zweibasischen Säure ist:
10. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensibilisator zumindest ein durch folgende Strukturformeln dargestellter aliphatischer Monocarbonsäureester ist:
11. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge an azider Substanz in dem Überzugsfilm 100 bis 500 Gew.-Teile pro 100 Gew.-Teile der farbbildenden Lactonverbindung beträgt.
12. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge des Sensibilisators in dem Überzugsfilm 1 bis 1000 Gew.-Teile pro 100 Gew.-Teile azider Substanz beträgt.
13. Wärmeempfindliches Aufzeichnungsblatt nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge an Sensibilisator in dem Überzugsfilm 30 bis 100 Gew.-Teile pro 100 Gew.-Teile azider Substanz beträgt.
DE8787106860T 1986-05-16 1987-05-12 Waermeempfindliches aufzeichnungsblatt. Expired - Lifetime DE3780509T2 (de)

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