DE569205C - Verfahren zur Herstellung fester Diazoverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung fester Diazoverbindungen

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DE569205C
DE569205C DEI29197D DEI0029197D DE569205C DE 569205 C DE569205 C DE 569205C DE I29197 D DEI29197 D DE I29197D DE I0029197 D DEI0029197 D DE I0029197D DE 569205 C DE569205 C DE 569205C
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Germany
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diazo compounds
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solid
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aminoazo
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Expired
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DEI29197D
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Inventor
Dr Karl Schnitsspahn
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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  • Verfahren zur Herstellung fester Diazoverbindungen Es wurde gefunden, daß die Diazoverbindungen, welche aus solchen p-Aminoazokörpern erhältlich sind, die keine Sulfo- oder Carboxylgruppen, aber in o-Stellung zur Aminogruppe eine Alkoxygruppe enthalten, sich aus ihren wäßrigen Lösungen in fester Form abscheiden lassen und dann bei guter Löslichkeit eine sehr gute Haltbarkeit besitzen. Die vorliegenden festen Diazoazov erbindungen übertreffen in dieser Hinsicht die bekannten festen Diazoazoverbindungen, z. B. die in der Patentschrift 89 ¢37 beschriebenen.
  • Den durch die Patentschrift 89 437 bekanntgewordenen Chlorzinkdoppelsalzen von dianotierten Amino- und Diaminoazokörpern gegenüber weisen die nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Diazoazoverbindungen die Überlegenheit ihrer Gesamteigenschaften auf.
  • Chlorzinkdoppelsalze von Diazoazoverbindungen erweisen sich keineswegs in allen Fällen als für den färberischen Gebrauch und für den Versand in die Tropen genügend löslich und genügend halbar, vielmehr ist deren Löslichkeit und Haltbarkeit von Fall zu Fall stark verschieden. Diejenigen Diazoazochlorzinkdoppelsalze z. B., welche die Diazogruppe in einem o-Toluidin- oder m-Toluidinrest enthalten, besitzen bei der Warmlagerung nur geringe Haltbarkeit, und diejenigen, welche die Diazogruppe in einem nicht durch die Alkoxygruppe substituierten a-Naphthylaminrest enthalten, besitzen eine nur sehr geringe Löslichkeit und Warmlagerbeständigkeit. Der besondere technische Wert und die Beständigkeit der nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten Diazoazosalze ist nicht von der Art ihrer Abscheidung, z. B. als Chlor zinkdoppelsalz oder als Arylsulfonat, abhängig, sondern er gilt für beliebige Abscheidungsform auch z. B. für die einfachen mineralsauren Diazoazosalze, wie Chlorhydrate oder Sulfate. Er ist bedingt durch die Konstitution der Diazoazoliörper, d. h. durch die besondere Wirkung der o-ständigen Alkoxygruppe.
  • Die neuen festen Diazoazoverbindungen können zur Herstellung von Azofarbstoffen auf der Faser dienen und ermöglichen es, dem Färber Diazoazoverbindungen, welche besonders wertvolle Disazofarbstoffe liefern, in unmittelbar gebrauchsfähiger Form zu liefern, was für die Herstellung von Eisfarben, welche der Gruppe der sekundären Disazofarbstoffe angehören, von großer Wichtigkeit ist, besonders in Ländern mit geringerer technischer Erfahrung der Verbraucher. Die als Ausgangsmaterial für das vorliegende Verfahren dienenden p-Aminoazokörper können erhalten werden durch Einwirkung von Diazoverbindungen auf o Aminophenoläther, Aminokresoläther, Aminohydrochinonäther, r, 2-Aminonaphtholäther und deren Derivate, welche zur Bildung von p-Aminoazoverbindungen befähigt sind, wobei in keinem der beiden Komponenten Sulfo- oder Carboxylgruppen vorhanden sein sollen. Die Abscheidung der Diazoverbindungen kann durch Eindampfen bei niedriger Temperatur oder durch Ausfällung erfolgen, z. B. als mineral- oder arylsulfonsaure Salze oder als Metalldoppelsalze.
  • Beispiel i Die aus 272 Teilen des p-Aminoazokörpers aus diazotiertem m-Nitranilin und o-Anisidin durch Weiterdiazotierung in verdünnter Salzsäure erhaltene Diazoniumlösung wird mit 75 Teilen Chlorzink und iooo Teilen Natriumchlorid gefällt. Das in kristallisierter Form abgeschiedene Chlorzinkdoppelsalz des Diazokörpers wird abfiltriert und bei q.o bis 5o° getrocknet. Zweckmäßig wird es vor oder nach dem Trocknen mit geeigneten Einstellmitteln verdünnt.
  • Beispiel e Die aus dem p-Aminoazokörper q.-Nitrobenzolazo- 4.'- amino-5'- äthoxy-2'- methylbenzol durch Diazotierung in verdünnter Salzsäure erhaltene Diazoniumchloridlösung wird mit Natriumchlorid ausgesalzen. Das in kristallinischer Form abgeschiedene Diazoniumchlorid wird abfiltriert und bei etwa q.o bis 5o° getrocknet und in üblicher Weise fertig gemacht.
  • Beispiel 3 Die wie in Beispiel e aus 3oo Teilen des p-Aminoazokörpers erhaltene DiazoniumchIoridlösung wird mit 7 5 Teilen Chlorzink und Natriumchlorid ausgefällt. Das hierdurch in kristallisierter Form abgeschiedene Chlorzinkdoppelsalz wird abfiltriert.
  • Beispiel q.
  • Die aus 286 Teilen des aus diazotiertem o-Nitranilin und 3-Amino-¢-methoxy-i-methylbenzol -erhältlichen Aminoazokörpers erhaltene wäßrige Diazoniumchloridlösung wird mit einem Fünftel ihres Gewichts an 78 %iger Schwefelsäure versetzt. Das hierdurch abgeschiedene Diazoniumsulfat wird bei niedriger Temperatur abfiltriert, feucht mit teilentwässertem Aluminiumsulfat vermischt urid getrocknet.
  • Beispiel s Die aus 3o2 Teilen des p-Aminoazokörpers .l - Nitrobenzolazo-¢'- amino-2', 5'- dimethyoxybenzol erhaltene Diazoniumchloridlösung wird mit ioo Teilen Chlorzink und Natriumchlorid gefällt. Das hierdurch abgeschiedene Chlorzinkdoppelsalz des Diazoniumchlorids wird getrocknet und auf handelsüblichen Gehalt eingestellt.
  • Beispiel 6 Die aus 326 Teilen des Azofarbstoffes aus diazotiertem o-Chloranilin und i-Amino-2-äthoxynaphthalin erhaltene Diazoniumchloridlösung wird nach Beispie15 auf festes Diazosalz verarbeitet.
  • Beispiel 7 In der aus 302 Teilen des p-Aminoazokörpers 4-Nitrobenzolazo - ¢'- amino - 2', 5'-dimethoxybenzol erhältlichen Diazoniumchloridlösung werden goo Teile wasserfreies Natriumsulfat aufgelöst. Alsdann wird die Lösung bei etwa 5o° im Vakuum zur Trockne eingedampft.
  • Beispiel 8 Die aus 286 Teilen des p-Aminoazokörpers .4 - Nitrobenzolazo - ¢'- amino-5'-methoxy-2'-methylbenzol erhältliche Diazoniumchloridlösung wird mit einer warmen konzentrierten Lösung von 572 Teilen benzolsulfosaurem Natrium versetzt. Das beim Erkalten abgeschiedene Diazosalz wird bei niedriger Temperatur abfiltriert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung fester Diazoverbindungen, darin bestehend, daß man die aus p-Aminoazokörpern, welche keine Sulfo- oder Carboxylgruppen, aber in o-Stellung zur Aminogruppe eine Alkoxygruppe enthalten, erhältlichen Diazoverbiridungen auf bekannte Weise in fester Form abscheidet.
DEI29197D 1926-10-05 1926-10-06 Verfahren zur Herstellung fester Diazoverbindungen Expired DE569205C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4985416A (en) * 1989-03-13 1991-01-15 Dana Farber Cancer Institute, Inc. Platinum complexes of azodiazonium dyes as anti-tumor agents

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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