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Gebiet der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung ist auf die Verwendung von Metallchelaten
als Übertragungssystem
zur Verbesserung der Selektivität
von 2-(substituiertes Benzoyl)-1,3-cyclohexandion-Verbindungen als
Nachauflauf-Herbizide in Anbaupflanzen gerichtet.
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Hintergrund
der Erfindung
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Der
Schutz von Anbaupflanzen vor Unkräutern und anderer unerwünschter
Vegetation, die das Wachstum der Anbaupflanzen hemmt, ist ein immer
wieder auftretendes Problem in der Landwirtschaft. Zur Unterstützung der
Bekämpfung
dieses Problems haben Forscher auf dem Gebiet der Synthesechemie
eine umfangreiche Vielzahl von Chemikalien und chemischen Formulierungen
hergestellt, die wirksam in der Bekämpfung eines solchen ungewollten
Wachstums sind. Chemische Herbizide vieler Typen wurden in der Literatur
offenbart, und eine große
Anzahl befindet sich in der gewerblichen Anwendung.
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Unglücklicherweise
weisen viele solche Herbizide eine Phytotoxizität für die gewünschten Anbaupflanzen sowie
für die
zu bekämpfenden
Unkräuter
auf. Deshalb gibt es eine lange bestehende Nachfrage nach selektiven
Herbiziden, die häufig
auftretende Unkräuter
bekämpfen
werden, aber die nicht nachteilig die Anbaupflanzen beeinträchtigen
werden, wenn sie in herbizid wirksamen Mengen ausgebracht werden.
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US-PSen
4
780 127 ,
4 938 796 ,
5 006 158 und
5
089 046 offenbaren 2-(substituiertes Benzoyl)-1,3-cyclohexandion-Verbindungen
mit der allgemeinen Struktur:
worin X, Q und Z die nachfolgend
aufgeführten
Bedeutungen haben. Diese Dion-Verbindungen haben sich als wirksame
Vorauflauf- und Nachauflaufherbizide gegen eine große Vielzahl
von Gräsern,
zweikeimblättrigen Unkräutern und
Seggen erwiesen.
US-PS 5 668
089 offenbart eine dieser Verbindungen, 2-(2'-Nitro-4'-nitrofluormethylbenzoyl)-1,3-cyclohexandion,
als selektives Herbizid für
Mais. Außerdem
offenbart
WO 97/27748 , daß Metallchelate von 2-(substituiertes
Benzoyl)-1,3-cyclohexandion-Verbindungen sich als chemisch stabil für lange
Zeiträume
unter normalen sowie extremen Temperaturbedingungen erwiesen haben.
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Das
Stamm-Cyclohexandion weist eine substantielle phytotoxische Wirkung
auf. Im Gegensatz wurde jetzt gefunden, daß Metallchelate von 2-(substituiertes
Benzoyl)-1,3-cyclohexandion-Verbindungen wirksam ein breites Spektrum
von Unkräutern
bekämpfen
werden, ohne eine substantielle phytotoxische Wirkung auf die Anbaupflanzen
selbst auszuüben.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung ist auf Verfahren zur selektiven Bekämpfung von
Unkräutern
und anderer unerwünschter
Vegetation in gewünschten
Anbaupflanzen wie Weizen gerichtet. In einer Ausführungsform
der Erfindung umfaßt
das Verfahren die Nachauflaufausbringung einer herbizid wirksamen
Menge eines Metallchelats eines 2-(substituiertes Benzoyl)-1,3-cyclohexandions
auf den Locus solcher Unkräuter
und anderer Vegetation. In einer anderen Ausführungsform dieser Erfindung
umfaßt
das Verfahren die Nachauflaufausbringung einer herbizid wirksamen
Menge eines Metallchelats eines 2-(substituiertes Benzoyl)-1,3-cyclohexandions
auf den Locus solcher Unkräuter
und anderer Vegetation, wobei das Metallchelat als Mikrokapsel formuliert
wurde.
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Wie
hier verwendet, wird der Begriff "herbizid" eingesetzt, um eine Verbindung zu bezeichnen,
die das Wachstum von Pflanzen steuert (bekämpft) oder modifiziert. Der
Begriff "herbizid
wirksame Menge" wird
verwendet, um die Menge einer solchen Verbindung anzuzeigen, die
zur Erzeugung einer bekämpfenden
oder modifizierenden Wirkung fähig
ist. Bekämpfende
oder modifizierende Wirkungen schließen alle Abweichungen von der
natürlichen
Entwicklung ein, z. B. Abtöten,
Verzögerung,
Blattverbrennung, Albinismus, Zwergwuchs und dgl. Der Begriff "Pflanze" bezeichnet alle
physikalischen Teile einer Pflanze, einschließlich Samen, Sämlingen,
Schößlingen,
Wurzeln, Knollen, Stengeln, Stielen, Blattwerk und Früchten.
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Ausführliche Beschreibung der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von Metallchelaten
von herbiziden Dion-Verbindungen zur selektiven Bekämpfung von
Unkräutern
und anderer ungewünschter
Vegetation in gewünschten
Anbaupflanzen wie Weizen. Diese herbiziden Dion-Verbindungen besitzen
die allgemeine Formel (I):
worin X ein Halogenatom;
eine gerad- oder verzweigtkettige Alkyl- oder Alkoxy-Gruppe, die bis zu 6 Kohlenstoffatomen
enthält,
und die gegebenenfalls mit einer oder mehreren Gruppen -OR
1 oder einem oder mehreren Halogenatomen
substituiert ist; oder eine Gruppe darstellt, die aus Nitro, Cyano,
-CO
2R
2, -S(O)
mR
1, -O(CH
2)
rOR
1,
-COR
2, -OSO
2R
4, -NR
2R
3,
-SO
2NR
2R
3, -CONR
2R
3 und -CSNR
2R
3 ausgewählt
ist;
R
1 eine gerad- oder verzweigtkettige
Alkyl-Gruppe darstellt, die bis zu 6 Kohlenstoffatome enthält, und
die gegebenenfalls mit einem oder mehreren Halogenatomen substituiert
ist;
R
2 und R
3 jeweils
unabhängig
ein Wasserstoffatom; oder eine gerad- oder verzweigtkettige Alkyl-Gruppe
darstellen, die bis zu 6 Kohlenstoffatome enthält und die gegebenenfalls mit
einem oder mehreren Halogenatomen substituiert ist;
R
4 eine gerad- oder verzweigtkettige Alkyl-,
Alkenyl- oder Alkinyl-Gruppe,
die bis 6 Kohlenstoffatome enthält, und
die gegebenenfalls mit einem oder mehreren Halogenatomen substituiert
ist; oder eine Cycloalkyl-Gruppe darstellt,
die 3 bis 6 Kohlenstoffatome enthält;
jedes Z unabhängig Halogen,
Nitro, Cyano, S(O)
mR
5,
OS(O)
mR
5, (C
1-6)-Alkyl,
(C
1–6)-Alkoxy,
(C
1–6)-Halogenalkyl, (C
1–6)-Halogenalkoxy,
Carboxy, (C
l–6)-Alkylcarbonyloxy,
(C
l-6)-Alkoxycarbonyl, (C
1–6)-Alkylcarbonyl,
Amino, (C
1–6)-Alkylamino,
(C
1–6)-Dialkylamino
mit unabhängig
der angegebenen Anzahl von Kohlenstoffatomen in jeder Alkyl-Gruppe,
(C
1-6)-Alkylcarbonylamino,
(C
1–6)-Alkoxycarbonylamino,
(C
1-6)-Alkylaminocarbonylamino, (C
1–6)-Dialkylaminocarbonylamino
mit unabhängig
der angegebenen Anzahl von Kohlenstoffatomen in jeder Alky1-Gruppe,
(C
1–6)-Alkoxycarbonyl oxy,
(C
1–6)-Alkylaminocarbonyloxy,
(C
1–6)-Dialkylaminocarbonyloxy,
Phenylcarbonyl, substituiertes Phenylcarbonyl, Phenylcarbonyloxy,
substituiertes Phenylcarbonyloxy, Phenylcarbonylamino, substituiertes
Phenylcarbonylamino, Phenoxy oder substituiertes Phenoxy darstellt;
R
5 Cyano; -COR
6; -CO
2R
6; oder -S(O)
mR
7 darstellt;
R
6 Wasserstoff oder eine gerad- oder verzweigtkettige
Alkyl-Gruppe darstellt, die bis zu 6 Kohlenstoffatome enthält;
R
7 (C
1–6)-Alkyl, (C
1–6)-Halogenalkyl,
(C
1–6)-Cyanoalkyl,
(C
3–8)-Cycloalkyl, gegebenenfalls
substituiert mit Halogen, Cyano oder (C
1-4)-Alkyl; oder Phenyl
darstellt, das gegebenenfalls einem oder drei Vertretern aus den
gleichen oder unterschiedlichen aus Halogen, Nitro, Cyano, (C
1–4)-Halogenalkyl, (C
1–4)-Alkyl,
(C
1–4)-Alkoxy
oder -S(O)
mR
8 substituiert
ist;
R
8 (C
1–4)-A1ky1,
mit Halogen oder Cyano oder substituiertes (C
1–4)-Alkyl, Phenyl oder
Benzyl darstellt;
jedes Q unabhängig C
1–4-Alkyl
oder -CO
2R
9 darstellt,
worin R
9 C
1–4-Alkyl ist;
m
Null, eins oder zwei ist;
n Null oder eine ganze Zahl von eins
bis vier ist;
r eins, zwei oder drei ist; und
z 0 oder
eine ganze Zahl von 1 bis 6 ist.
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Wie
hier verwendet, schließen
die Begriffe "Halogen" und "Halo" Fluor-, Chlor-,
Brom- und Iodatome ein. In polyhalogenierten Gruppen können die
Halogene gleich oder verschieden sein. Der Begriff "substituiert" in den Ausdrücken "substituiertes Phenylcarbonyl", "substituiertes Phenylcarbonyloxy", "substituiertes Phenylcarbonylamino" und "substituiertes Phenoxy" bedeutet das Aufweisen
von einem bis fünf
Substituenten, die gleich oder verschieden sein können, ausgewählt aus
den folgenden: Halogen, Nitro, Cyano, S(O)mR2, (C1–6)-Alkyl, (C1–6)-Alkoxy,
(C1–6)-Halogenalkyl,
(C1–6)-Halogenalkoxy,
Carboxy, (C1–6)-Alkylcarbonyloxy, (C1–6)-Alkylcarbonyl,
(C1–6)-Alkoxycarbonyl,
(C1–6)-Alkylcarbonylamino,
Amino, (C1-6)-Alkylamino und (C1–6)-Dialkylamino
mit unabhängig
der angegebenen Anzahl der Kohlenstoffatomen in jeder Gruppe.
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Die
(2-substituiertes Benzoyl)-1,3-cyclohexandion-Verbindungen der Formel
(2) werden u. a. in den US-PSen
4 780 127 ,
4
938 796 ,
5 006 158 und
5 089 046 beschrieben,
deren Offenbarungen hier durch Verweis eingeführt werden. Herbizide 2-(substituiertes
Benzoyl)-1,3-cyclohexandion-Verbindungen zur Verwendung in dieser
Erfindung können
durch die in den zuvor genannten Patentveröffentlichungen beschriebenen Verfahren
oder durch die Anwendung und Anpassung bekannter Verfahren hergestellt
werden, die in der chemischen Literatur verwendet oder beschrieben
werden.
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2-(substituiertes
Benzoyl)-1,3-cyclohexandion-Verbindungen, die besonders nützlich in
der vorliegenden Erfindung sind, schließen diejenigen ein, worin z
Null ist; X Chlor, Brom, Nitro, Cyano, C1-4-Alkyl,
-CF3, -S(O)mR1 oder -OR1 ist;
n eins oder zwei ist; und jedes Z unabhängig Chlor, Brom, Nitro, Cyano,
C1–4-Alkyl, -CF3, -OR1, -OS(O)mR5 oder -S(O)mR5 ist. Beispiele
für bevorzugte
Cyclohexandion-Verbindungen sind 2-(2'-Nitro-4'methylsulfonylbenzoyl)-1,3-cyclohexandion,
2-(2'-Nitro-4'-methylsulfonyloxybenzoyl)-1,3-cyclohexandion
und 2-(2'-Chlor-4'-methylsulfonylbenzoyl)-1,3-cyclohexandion.
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Verbindungen
der Formel (2) können
in enolischen tautomeren Formen existieren, die zu geometrischen
Isomeren führen
können.
Außerdem
können
die verschiedenen Substituenten in bestimmten Fällen zu optischer Isomerie
und/oder Stereoisomerie beitragen. Alle solche Formen sind von den
Verbindungen umfaßt, die
in der vorliegenden Erfindung nützlich
sind.
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Metallchelate
von 2-(substituiertes Benzoyl)-1,3-cyclohexandion-Verbindungen der
Formel (I) werden unter anderem in
WO 97/27748 beschrieben,
dessen Offenbarungen hier durch Verweis eingeführt werden. Metallchelate von
2-(substituiertes Benzoyl)-1,3-cyclohexandion-Verbindungen besitzen
die allgemeine Struktur:
worin X, Q und Z die oben
aufgeführten
Bedeutungen haben und Me ein zwei- oder dreiwertiges Metallion wie Cu
2+, Co
2+, Zn
2+, Ni
2+, Ca
2+, Al
3+, Ti
3+ und Fe
3+ darstellt.
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Herbizide
Metallchelate von 2-(substituiertes Benzoyl)-1,3-cyclohexandion-Verbindungen
zur Verwendung in dieser Erfindung können durch die in der zuvor
genannten PCT-Anmeldung beschriebenen Verfahren oder durch die Anwendung
und Anpassung bekannter Verfahren hergestellt werden, die in der
chemischen Literatur verwendet oder beschrieben werden.
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Metallionen,
die nützlich
in der Bildung der Metallchelat-Verbindungen der vorliegenden Erfindung
sein können,
schließen
zwei- oder dreiwertige Metallionen wie Cu2+,
Co2+, Zn2+, Ni2+, Ca2+, Al3+, Ti3+ und Fe3+ ein. Die Auswahl eines besonderen Metallions
zur Bildung der Metallchelat-Verbindung wird von der zu komplexierenden
Dion-Verbindung und der Stärke
des Metallchelatkomplexes abhängen.
Ohne von der Theorie gebunden zu sein, erscheint es, als ob die
Stärke
des Metallchelatkomplexes direkt mit der Freisetzungsgeschwindigkeit
des Triketons aus dem Metallchelatkomplex verbunden ist, die wiederum
mit der Selektivität
der Metallchelatkomplexverbindungen dieser Erfindung verbunden ist.
Die Fachleute werden leicht das geeignete Metallion zur Verwendung
mit einer spezifischen Dion-Verbindung ohne unangebrachtes Experimentieren
bestimmen. Die bevorzugten Metallionen sind zweiwertige Übergangsmetallionen,
insbesondere Cu2+, Ni2+, Zn2+ und Co2+, wobei Cu2+ besonders
bevorzugt ist.
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Jedes
geeignete Salz, das eine Quelle für ein zwei- oder dreiwertiges
Metallion wäre,
kann zur Bildung des Metallchelats der Dion-Verbindung gemäß dieser
Erfindung verwendet werden. Besonders geeignete Salze schließen Chloride,
Sulfate, Nitrate, Carbonate, Phosphate und Acetate ein.
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Es
wurde ebenfalls festgestellt, daß die Stabilität und Aktivität der herbiziden
Metallchelatzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung pH-abhängig ist.
Der pH der Metallchelatzusammensetzungen sollte zwischen ca. 2 und
ca. 10 sein, bevorzugt zwischen ca. 3 und ca. 7. Allgemein wird
angenommen, daß der
pH für
Cu2+-Chelatzusammensetzungen zwischen ca.
4 und 6 sein sollte; für
Cu2+ zwischen ca. 3 und 5; und für Ni2+ und Zn2+ ca. 5.
Der optimale pH für
eine besondere Metallchelatzusammensetzung kann unter Verwendung
routinemäßiger experimenteller
Techniken bestimmt werden.
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Das
Metallchelat der herbiziden 2-(substituiertes Benzoyl)-1,3-cyclohexandion-Verbindungen
kann in der gleichen Weise formuliert werden, in denen Herbizide
allgemein formuliert werden. Die Wahl der Formulierung und der Anwendungsmodus
für jede
gegebene herbizide Verbindung können
ihre Aktivität
beeinflussen, und die Auswahl muß entsprechend vorgenommen
werden. Herbizide Zusammensetzungen können so als wasserdispergierbare
Granalien, als Spritzpulver, als Pulver oder Stäube, als Suspensionen oder
als Formen mit kontrollierter Freisetzung, wie z. B. Mikrokapseln,
formuliert werden. Die Formulierung des Metallchelats der herbiziden
2-(substituiertes Benzoyl)-1,3-cyclohexandion-Verbindungen zur Verwendung
in dieser Erfindung kann durch die in der zuvor genannten Patentanmeldung
beschriebenen Verfahren oder durch die Anwendung und Anpassung von
bekannten Verfahren hergestellt werden, die in der chemischen Literatur
verwendet oder beschrieben werden. Verfahren zur Mikroverkapselung
der herbiziden Zusammensetzung wurden spezifisch in US-PSen
4
285 720 und
4 956 129 und in US-Patentanmeldung Nr.
08/354
409 beschrieben, und sie können ebenfalls durch die Anwendung
und Anpassung bekannter Verfahren hergestellt werden, die in der
chemischen Literatur verwendet oder beschrieben werden. Die Aufgabe
der Formulierung ist es jedoch, die Zusammensetzungen auf den Locus
anzuwenden, an dem die Bekämpfung
durch ein zweckmäßiges Verfahren
gewünscht
ist (d.h. Nachauflaufausbringung). Der "Locus" soll Boden sowie etablierte Vegetation
einschließen.
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Formulierungen,
die die Metallchelate der herbiziden Dion-Verbindungen der Formel
(I) enthalten, können
durch herkömmliche
Verfahren auf Gebiete ausgebracht werden, in denen eine Bekämpfung gewünscht ist.
Die Formulierungen, die ein herbizides Metallchelat gemäß der Erfindung
enthalten, können
ebenfalls als Vormischung mit anderen Herbiziden hergestellt werden
oder können
mit einer oder mehreren zusätzlichen herbiziden
oder anderen landwirtschaftlichen Zusammensetzungen im Behälter vermischt
werden. Spezifische Beispiele für
andere Herbizide, die in eine herbizide Formulierung mit den erfindungsgemäßen Metallchelaten
eingeführt
werden können,
schließen
Acetanilide, Tralkoxydim, Bromoxynil und seine Ester, Thiafluamid, MCPA
und seine Ester, 2,4-D und seine Ester und Fluroxypyrmeptyl ein.
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In
der Durchführung
der vorliegenden Erfindung wird das Metallchelat der herbiziden
2-(substituiertes Benzoyl)-1,3-cyclohexandion-Verbindungen nach
dem Aufgehen auf den Locus der ungewünschten, zu bekämpfenden
Vegetation ausgebracht. Aufwandmengen werden von der besonderen
Pflanzenart und dem gewünschten
Bekämpfungsgrad
abhängen.
Allgemein können
Aufwandmengen zwischen ca. 5 und ca. 500 g/ha eingesetzt werden.
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Die
folgenden Beispiele sind allein für Veranschaulichungszwecke
und sind nicht als notwendigerweise repräsentativ für die gesamte durchgeführte Untersuchung
gedacht und sind nicht als Beschränkung der Erfindung in irgendeiner
Weise gedacht.
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Spezifische Ausführungsformen
der Erfindung
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Beispiel 1
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Alle
in den 1,3-Cyclohexandion-Formulierungen dieses Beispiels verwendeten
Metallchelatverbindungen wurden unter Verwendung eines Misch- und Mahl-Verfahren
hergestellt, ausgenommen Formulierung C, die unter Verwendung eines
Ausfällungsverfahrens
formuliert wurde. Sowohl das Misch- und Mahl-Verfahren als auch das Ausfällungsverfahren
werden in größerem Detail
in
WO 97/27748 beschrieben, dessen Offenbarung
hier durch Verweis eingeführt
wurde.
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12
Tage, nachdem die Samen in Aluminiumschalen ausgesät waren
(die Boden enthielten, der zwei Teile sandigen Lehm auf 1 Teil Torf
umfaßte),
wurden die 1,3-Cyclohexandion-Suspensionsformulierungen (in den
in Tabelle I nachfolgend aufgeführten
Mengen) nach dem Aufgehen auf die folgenden Pflanzenarten ausgebracht:
Galium aparine (Klebkraut) ("GALAP"); Chenopodium album
(Weißer
Gänsefuß) ("CHEAL"); Martricaria inodora
(Falsche Kamille) ("MATIN"); und Weizen.
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Die
Schalen wurden in ein Gewächshaus
gestellt und 6 und 21 Tage nach der Ausbringung ("DAA") bewertet. Die Verletzung
wurde als prozentuale Kontrolle bewertet, wobei die prozentuale
Kontrolle die Gesamtverletzung an den Pflanzen aufgrund aller Faktoren
war, einschließlich:
Gehemmtes Aufgehen, Krüppelwuchs,
Mißbildung,
Albinismus, Chlorose und andere Typen der Pflanzenverletzung. Die
Kontrollbewertung reicht von 0 bis 100%, wobei 0% keine Wirkung
mit Wachstum gleich der unbehandelten Kontrolle darstellt, und wobei
100% eine vollständige
Abtötung
darstellt.
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Die
beobachteten Ergebnisse (als Mittelwert von 3 Wiederholungen) sind
in Tabelle I nachfolgend zusammengefaßt.
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Aus
diesen Ergebnissen ist ersichtlich, daß die Phytotoxizität der 1,3-Cyclohexandion-Formulierungen auf
Weizen durch Komplexierung reduziert wurde. Im Gegensatz wurde jedoch
die herbizide Aktivität
der 1,3-Cyclohexandion-Formulierungen auf die Unkräuter und
andere unerwünschte
Vegetation nur schwach durch die Komplexierung beeinträchtigt.
Zusätzlich
ist aus diesen Ergebnissen ebenfalls ersichtlich, daß die Aktivität der 1,3-Cyclohexandion-Formulierung
in Abhängigkeit
vom Metallion variierte, das zur Bildung der Metallchelat-Verbindung
verwendet wurde.
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Beispiel 2
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Die
in den 1,3-Cyclohexandion-Suspensionsformulierungen dieses Beispiels
verwendeten Metallchelat-Verbindungen wurden unter Verwendung des
in Beispiel 1 beschriebenen Misch- und Mahl-Verfahrens hergestellt.
Außerdem
wurde ein Verfahren, das im wesentlichen identisch mit dem in Beispiel
1 beschriebenen ist, für
die Nachauflaufausbringung der 1,3-Cyclohexandion-Suspensionsformulierungen
(mit den in Tabelle II nachfolgend aufgeführten Mengen) in die Aluminiumschalen
eingesetzt, die die folgenden Pflanzenarten enthielten: CHEAL; Amaranthus
retroflexus ("redroot
pigweed") ("AMARE"); Polygonum convolvulus
(Gemeine Buchwinde) ("POLCO"); Brassica kaber
(Wilder Senf) ("SINAR"); Thlaspi arvense
(Ackerhellerkraut) ("THLAR"); Brassica canpestris
(Ölraps)
("BRSNN"); Weizen ("TRIAS"); und Gerste ("HORVS"). Die Verletzung wurde
zum Zeitpunkt 8 und 32 DAA bewertet.
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Die
beobachteten Ergebnisse (als Mittelwert von 4 Wiederholungen) sind
in Tabelle II nachfolgend zusammengefaßt.
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Diese
Daten zeigen, daß das
Kupferchelat von 2-(substituiertes Benzoyl)-1,3-Cyclohexandion,
Formulierung J, eine 16fache Zunahme der Weizenselektivität bei der
frühen
Bewertung im Vergleich mit der unkomplexierten Formulierung (Kontrolle
2) zeigte. Die Unkrautbekämpfungsaktivität der Kupferchelat-Formulierung war
etwa die gleiche wie diejenige der unkomplexierten Formulierung.
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Beispiel 3
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Die
in den 1,3-Cyclohexandion-Formulierungen dieses Beispiels verwendeten
Metallchelatverbindungen wurden unter Verwendung des Misch- und
Mahl-Verfahrens wie in Beispiel 1 beschrieben hergestellt. Kontrolle
3 und Formulierung K wurden als Suspensionsformulierungen formuliert,
und Formulierung L wurde als Mikrokapseln formuliert.
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Unter
Einsatz eines Verfahrens, das im wesentlichen identisch zu dem in
Beispiel 1 beschriebenen war, wurden die 1,3-Cyclohexandion-Formulierungen
nach dem Aufgehen mit den in Tabelle III nachfolgend aufgeführten Mengen
auf Aluminiumschalen ausgebracht, die die folgenden Pflanzenarten
enthielten: AMARE, BRSNS, POLCO, SINAR und TRZAS. Die Verletzung
wurde zum Zeitpunkt 6 und 22 DAA bewertet.
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Die
beobachteten Ergebnisse (als Mittelwert von 4 Wiederholungen) sind
in Tabelle III nachfolgend zusammengefaßt.
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Die
obigen Daten zeigen, daß das
Kupferchelat von 2-(substituiertes Benzoyl)-1,3-cyclohexandion (Formulierung
K) eine verbesserte Selektivität
gegenüber
der unkomplexierten Formulierung (Kontrolle 3) zeigte. Diese Daten
zeigen ebenfalls, daß die
Selektivität
des Kupferchelats von 2-(substituiertes
Benzoyl)-1,3-cyclohexandion weiter durch Mikroverkapselung verbessert
wurde (Formulierung L).
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Die
vorhergehende Beschreibung und das Beispiel sind allein für den Zweck
der Veranschaulichung und beschränken
nicht den Schutzumfang, der dieser Erfindung gewährt werden sollte.