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Hintergrund
der Erfindung
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren
zur Herstellung einer Polyesterfolie unter Einwirkung statischer Elektrizität. Die Erfindung
betrifft insbesondere ein Verfahren zur Herstellung einer biaxial
gestreckten Polyesterfolie, wobei die Bedingungen des Gießens der
Polyesterfolie bei hoher Geschwindigkeit derart geregelt werden,
dass keine durch den Einschluss von Kleinstluftbläschen zwischen
einer Kühltrommel
und einer schmelzflüssigen
Lage verursachten Oberflächendefekte
auftreten, und wobei die Bedingungen der Längsstreckung und der Querstreckung
geregelt werden. Die biaxial gestreckte Polyesterfolie weist mit
Blick auf eine geringe Dickeschwankung, Reißfestigkeit und einen verbesserten
Biegeeffekt hervorragende Eigenschaften auf und ist insbesondere
als Träger
für einen
fotografischen Film geeignet.
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Bei einem herkömmlichen Verfahren zur Herstellung
einer Gießfolie
durch schnelles Abkühlen
zum Zwecke der Verfestigung eines Polyesterharze enthaltenden thermoplastischen
Harzes wirkt statische Elektrizität ein, damit eine von einer
Düse abgegebene
schmelzflüssige
Harzlage an der Kühltrommel
anhaftet (Japanisches Patent KOKOKU 37-6142).
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Darüber hinaus ist aus der Druckschrift „Kobunshi
Jikken Gaku 5, Polycondensation and Polyaddition", Kyoritsu Shuppan, 1980, bekannt, dass
für die
Synthese eines Polyesters, beispielsweise einer Polyethylenterephthalat-Folie,
ein Metallkatalysator erforderlich ist.
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Wird zudem bei der vorstehend erwähnten Einwirkung
statischer Elektrizität
die Geschwindigkeit der Bildung der Gießfolie erhöht, so tritt beim Überschreiten
einer kritischen Geschwindigkeit das Problem von Lufteinschlüssen zwischen
der schmelzflüssigen
Harzlage und der rotierenden Kühltrommel
auf. Als Ergebnis hiervon bilden sich durch die Lufteinschlüsse Vertiefungen
an der Oberfläche
der gekühlten
Lage.
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Ein wesentliches Element der Lösung bei
der Erhöhung
der kritischen Geschwindigkeit, bei der die Bildung von Lufteinschlüssen erfolgt,
ist die Erhöhung
des Anteils des Metallkatalysators. Dies bedeutet, dass durch Erhöhung des
Anteils des Metallkatalysators der spezifische Widerstand der schmelzflüssigen Harzlage sinkt,
wodurch das Anhaften der Lage an der Kühltrommel unter Einwirkung
statischer Elektrizität
zum Zwecke der Verhinderung der Bildung von Lufteinschlüssen verbessert
wird. Die Steigerung des Anteils des Metallkatalysators bringt jedoch
das Problem einer Tonänderung
mit sich, die durch den thermischen Güteverlust und die Erzeugung
metallischer Teilchenhäufungen
in dem schmelzflüssigen
Harz verursacht werden.
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Daher erfolgt die Bildung einer Gießfolie,
indem eingedenk der Verwendung jeder Lage zulässige Bedingungen für die Oberfläche vorab
festgelegt, ein optimales Rezept für jedes Harzgemisch bestimmt,
und die Lage bei einer Geschwindigkeit unterhalb der kritischen
Geschwindigkeit gegossen wird. Insbesondere mit Blick auf eine Verringerung
des zulässigen
Anteils an Fremdstoffen, was beispielsweise bei einem fotografischen
Film von Bedeutung ist, ist von vornherein eine Beschränkung des
Metallkatalysatoranteils gegeben. Es wurden verschiedene Vorschläge gemacht,
um die Bildung der Folie, die Geschwindigkeit der Folienbildung, die
Tonänderung
und die Erzeugung metallischer Teilchenhäufungen miteinander in Einklang
zu bringen.
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So offenbart das japanische Patent
KOKAI 2 9688 beispielsweise ein Verfahren zum Bilden einer gleichmäßigen Polyethylenterephthalat-Folie
durch Festlegung des spezifischen Widerstandes des Polyesters im
schmelzflüssigen
Zustand auf 500.000 bis 500.000.000 Ω·cm. Bei der Vorgehensweise
gemäß diesem
Verfahren trat allerdings in einem kleinen Bereich des spezifischen
Widerstandes, mithin bei einem großen Metallkatalysatoranteil,
eine durch thermischen Güteverlust
verursachte Färbung
auf, und die Bildung von Lufteinschlüssen konnte bei hoher Geschwindigkeit
in einem bestimmten großen
Widerstandsbereich nicht verhindert werden. Entsprechend konnte
die Bildung einer Polyesterfolie für einen fotografischem Film
bei hoher Geschwindigkeit nicht erfolgen.
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Das japanische Patent KOKAI 8-291216
offenbart ein Verfahren zum Verhindern von Lufteinschlüssen durch
Einschränkung
des spezifischen Widerstandes des Polyesters im schmelzflüssigen Zustand
auf 1.000.000 bis 10.000.000 Ω·cm, mithin
auf einen engeren Bereich als im vorstehenden Fall. Dieses Verfahren ist
bei der Folienbildung mit hoher Geschwindigkeit vorzuziehen; es
ist jedoch aufgrund der problematischen Tonänderung sowie der ebenso problematischen
metallischen Teilchenhäufungen
für einen
fotografischen Film ungeeignet.
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Das japanische Patent KOKAI 61-219622
offenbart ein Verfahren zur Bildung einer thermoplastischen Polymerlage,
wobei das Verfahren umfasst: das Extrudieren der thermoplastischen
Polymerlage auf die Oberfläche
einer rotierenden Kühltrommel,
auf die zur Unterstützung
der Verfestigung der Lage eine flüssige Membranschicht aufgebracht
wurde (man spricht in diesem Zusammenhang vom Wasseraufbringsystem),
das Anordnen einer Düse
vor der die Rotationswelle der Kühltrommel
enthaltenden vertikalen Ebene und das Verkippen des Winkels der
Abgabe des schmelzflüssigen
thermoplastischen Polymers aus der Düse gegen die vertikale Ebene
zum Zwecke der Verkürzung
des Wegabstandes der extrudierten Lage von der Düse auf die Oberfläche der
Kühltrommel.
Das japanische Patent KOKAI 61-237619 offenbart eine Abwandlung
des eben beschriebenen Verfahrens, bei der eine Einstellplatte für den Kantenbereich
der Lage an beiden Seitenenden der Abgabeöffnung vorgesehen ist, und
bei der sich eine schmelzflüssige
Harzlage unmittelbar nach der Abgabe derart bewegt, dass beide Seiten
der Lage in Kontakt mit der Einstellplatte sind. Die eben beschriebenen Verfahren
zur Folienbildung nach dem Wasseraufbringsystem sind mit Blick auf
eine Festlegung der Bedingungen der Wasseraufbringung problematisch,
sodass Spuren von Wassertropfen nicht an der Oberfläche der Lage
verbleiben, und eine Präzisionssteuerung
erforderlich ist, um ein zulässiges
Maß an
Oberflächendefekten
für die
Folien, wie dies beispielsweise für Träger eines fotografischen Filmes
notwendig ist, einzuhalten. Darüber
hinaus ist es bei einer Verkippung des Abgabewinkels der Düse, wie
in den japanischen Patenten KOKAI 61-219622 und 61-237619 offenbart,
problematisch, einen Stellbolzen zum Einstellen des Gießschnabelzwischenraumes
unterzubringen, weshalb ein Raum oberhalb der Kühltrommel für das grobe manuelle Einstellen
vorgesehen werden muss.
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Wie vorstehend anhand des Standes
der Technik erläutert,
kann eine Polyesterfolie, die als Träger eines fotografischen Filmes
geeignet ist, ohne Probleme mit Blick auf Tonänderung, metallische Teilchenhäufungen
und dergleichen bei hoher Geschwindigkeit nicht stabil und ohne
Oberflächendefekte,
wie beispielsweise Lufteinschlüsse,
hergestellt werden.
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Darüber hinaus ist erforderlich,
dass die als Träger
für einen
fotografischen Film verwendeten Folien reißfest sind und nur geringe
Dickeschwankungen aufweisen. Aus dem Stand der Technik ist bekannt,
Dickeschwankungen dadurch zu verringern, dass Einfluss auf die Bedingungen
der Längsstreckung
wie den Streckungsabstand oder die Streckungskraft genommen wird,
dass das Längsstrecken
in mehreren Schritten erfolgt, oder dass die Folienkristallinität unmittelbar
vor dem Längsstrecken
beeinflusst wird. Bei eini gen Polyestern, wie beispielsweise dem
Polyethylen-2,6-Naphthalin-Dicarboxylat, besteht jedoch keine Eins-zu-Eins-Beziehung
zwischen (mechanischer) Beanspruchung und Dehnung, das heißt, einer
(mechanischen) Beanspruchung entsprechen zwei oder mehr Arten der
Dehnung. Als Ergebnis hiervon tritt während des Streckens der Polyesterfolie
in Richtung der Breite und in Richtung der Verbringung gehäuft eine
ungleichmäßige Dehnung auf.
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Dieses Problem kann nur durch eine
Streckung der Folie bis in den Bereich einer Einszu-Eins-Beziehung
zwischen (mechanischer) Beanspruchung und Dehnung vermieden werden.
So kann beispielsweise für den
Fall des Polyethylen-2,6-Naphthalin-Dicarboxylates eine gestreckte Folie
gleichmäßiger Dicke,
also mit geringer Dickeschwankung, durch Streckung mit einem Längsziehverhältnis von
ungefähr
5 hergestellt werden. Die mit einem Längsziehverhältnis von ungefähr 5 gestreckte
Folie neigt jedoch zum Reißen
und ist dementsprechend als Träger
für einen
fotografischen Film ungeeignet. Bei der Herstellung eines Filmes
mit einer Reißfestigkeit,
die die Folie als Träger
für einen
fotografischen Film geeignet macht, muss das Längsziehverhältnis kleiner als 4 sein. Unter
herkömmlichen
Bedingungen in diesem Bereich gestreckte Folien weisen jedoch ungleichmäßige Dicke
auf.
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Das japanische Patent KOKAI 60-178025
offenbart eine Einrichtung zur Beschränkung eines ungleichmäßigen Young'schen Moduls in Richtung
der Breite sowie einer ungleichmäßigen Dicke
durch Festlegen des Längsstreckungsabstandes
auf 30 bis 800 mm und der Streckungskraft auf 0,2 bis 10 kg/mm2. Allerdings kann eine geringe Dickeschwankungen
aufweisende Folie aus Polyethylen-2,6-Naphthalin-Dicarboxylat allein
durch diese Einrichtung nicht hergestellt werden.
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Das japanische Patent KOKAI 7-71821
offenbart eine Einrichtung zur Herstellung eines Polyesters mit hervorragender
gleichmäßiger Dicke,
bei der die Längsstreckung
in mehreren Schritten erfolgt. Folien, die mit einem Gesamtlängsziehverhältnis von
4 oder mehr gestreckt wurden, weisen jedoch eine Reißfestigkeit
auf, die für
eine Verwendung der Folie als Träger
eines fotografischen Filmes unzureichend ist. Zudem treten während der
Bearbeitung in weiteren Verfahrensschritten Risse auf.
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Das japanische Patent KOKAI 6-210719
offenbart eine Einrichtung zur Beschränkung der ungleichmäßigen Dicke
durch eine Beschränkung
der Kristallinität
der Folie unmittelbar vor der Längsstreckung
auf 0,5 bis 20%, wobei bei der Kristallisation eine Vorab streckung
erfolgt, das heißt,
die Längsstreckung
erfolgt in zwei Schritten, wobei die erste Längsstreckung bei einem Ziehverhältnis von
1,2 bis 2,5 ausgeführt
wird. Jedoch auch durch Festlegen der Kristallinität der Folie
auf 0,5 bis 25% kann durch diese Einrichtung für den Fall eines Gesamtlängsziehverhältnisses
von weniger als 4,0 eine gestreckte Folie mit geringer ungleichmäßiger Dicke nicht
hergestellt werden.
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Wie vorstehend anhand des Standes
der Technik erläutert,
können
Reißfestigkeit
und geringe ungleichmäßige Dicke
nicht miteinander in Einklang gebracht werden.
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Darüber hinaus ist erforderlich,
dass Polyesterfolien, die als Träger
für einen
fotografischen Film vorgesehen sind, lediglich einen kleinen Biegeeffekt
aufweisen.
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Die Biegung wird definiert und bestimmt,
indem am Eingang einer Spannvorrichtung eine gerade Linie in Richtung
der Breite einer längsgestreckten
Folie gezogen wird, und indem am Ausgang der Spannvorrichtung der
Grad der Biegung, das heißt
der Abstand zwischen dem oberen Ende der gebogenen Linie und der die
beiden Seiten der Folie (C in 6)
verbindenden geraden Linie im Verhältnis zur Breite der Folie
(W in 6) bestimmt wird.
Je kleiner die Biegung ist, desto geringer ist die Ungleichförmigkeit
in Richtung der Breite, was für
den Träger
eines fotografischen Filmes vorzuziehen ist. Man geht davon aus,
dass der Biegeeffekt durch die Verteilung der Molekülausrichtungen
in Richtung der Breite bedingt ist, was wiederum durch die thermische
Schrumpfung im mittleren Abschnitt, der während des Vorganges der Querstreckung
einer längsgestreckten
Folie in der Spannvorrichtung nicht durch eine Klammer fixiert ist,
verursacht wird.
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Es wurden einige Versuche unternommen,
die Biegung zu verringern, so beispielsweise indem eine Zwischenkühlzone,
deren Länge
größer oder
gleich der Folienbreite ist, zwischen der Streckungszone und der Wärmebehandlungszone
vorgesehen wurde, indem eine Abkühlung
auf den Glasübergangspunkt
(Einfrierpunkt) oder im Vergleich zur Zwischenkühlzone noch darunter vorgenommen
wurde, indem beim Kühlvorgang eine
erneute Streckung vorgenommen wurde, indem beim Kühlvorgang
eine Entspannung in Querrichtung erfolgte oder dergleichen. Diese
Techniken sind jedoch ungenügend,
da es einen Bereich gibt, in dem das Auftreten des Biegeeffektes
je nach Harzart und je nach äußeren Bedingungen,
wie beispielsweise der Geschwindigkeit oder dergleichen, nicht verhindert
werden kann.
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Entsprechend wird in dem japanischen
Patent KOKAI 3-193328 ein Verfahren offenbart, das zum Zwecke der
Verbesserung der Biegung entwickelt wurde, wobei das Verfahren umfasst:
das Bereitstellen einer Zwischenzone, deren Länge größer oder gleich der Breite
der Folie ist, zwischen der Streckungszone und der Wärmebehandlungszone,
und das Abkühlen
der Folie auf den Glasübergangspunkt
oder darunter. Für
den Fall einer Folie aus Polyethylen-2,6-Naphthalat wurde eine Verbesserung
mit Blick auf die Biegung bei Anwendung dieses Verfahrens jedoch
nicht beobachtet.
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Die japanischen Patente KOKAI 3-216326
und 4-142916-8 offenbaren Abwandlungen an dem vorstehend beschriebenen
Verfahren, so beispielsweise eine erneute Streckung beim Kühlvorgang,
eine Entspannung in Querrichtung beim Kühlvorgang und dergleichen.
Allerdings waren auch diese Verfahren mit Blick auf eine Verbesserung
der Biegung für
den Fall einer Folie aus Polyethylen-2,6-Naphthalat wenig wirkungsvoll.
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Darüber hinaus sind die vorstehend
beschriebenen Verfahren mit Blick auf eine Erhöhung der Geschwindigkeit der
Folienbildung wie auch mit Blick auf die Kühlbedingungen problematisch.
Sie sind zudem kaum verallgemeinerbar.
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Die japanischen Patente KOKAI 3-193329
und 3-207632 offenbaren eine Abwandlung an dem vorstehend beschriebenen
Verfahren, bei dem in der Zwischenzone Presswalzen eingesetzt werden.
Presswalzen neigen allerdings zur Erzeugung von Abrieb und Querunebenheiten,
weshalb dieses Verfahren für
die Herstellung des Trägers
eines fotografischen Filmes ebenfalls nicht geeignet ist.
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Wie vorstehend anhand des Standes
der Technik erläutert,
kann eine Folie, die als Träger
eines fotografischen Filmes dienen soll und einen geringen Biegeeffekt
aufweist, auch bei variierender Geschwindigkeit der Folienbildung
nicht stabil hergestellt werden.
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Obwohl vorstehend verschiedene Techniken
zur Herstellung einer Polyesterfolie besprochen wurden, ist es nicht
möglich,
eine Polyesterfolie stabil herzustellen, bei der keine Probleme
mit Blick auf Tonänderung, metallische
Teilchenhäufungen
und dergleichen bei hoher Geschwindigkeit auftreten, ohne dass Oberflächendefekte,
beispielsweise Lufteinschlüsse,
entstehen würden.
Darüber
hinaus ist es weder möglich,
die Anforderungen an Reißfestigkeit
und geringe Dickeschwankungen miteinander in Einklang zu bringen,
noch ist es möglich,
eine Polyesterfolie unter stabilen Bedingungen herzustel len, die
auch bei variierender Geschwindigkeit der Folienbildung einen geringen
Biegeeffekt aufweist.
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Zusammenfassung
der Erfindung
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Es ist Aufgabe der Erfindung, ein
Verfahren zur Herstellung einer biaxial gestreckten Polyesterfolie
bereitzustellen, bei dem die Bildung einer Gießfolie mit stabilen Oberflächenbedingungen
in einem Bereich höherer
Gießgeschwindigkeit
als bei herkömmlichen
Methoden möglich
ist, ohne dass Tonänderungen
und durch thermischen Güteverlust
verursachte metallische Teilchenhäufungen auftreten. Zudem soll
eine stabile Herstellung der biaxial gestreckten Polyesterfolie
mit hervorragender Reißfestigkeit,
geringer Dickeschwankung und geringem Biegeeffekt auch bei variierender
Geschwindigkeit der Folienbildung möglich sein.
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Es wurden intensive Untersuchungen
durchgeführt,
um die oben angeführten
Probleme zu lösen,
wobei ein Verfahren entwickelt wurde, das die oben angeführten Probleme überwindet,
und zwar durch eine Beschränkung
des elektrostatischen Widerstandes (Menge des beigemischten Metallkatalysators)
des zu verwendenden Harzes, durch ein Anordnen der Düse in einem
vorbestimmten Bereich bei dem Gießvorgang der Gießpolyesterfolie,
durch das Aufteilen des Längsstreckungsvorganges
in zwei Streckungsschritte mit beschränkten Freiheitsgraden der gegenseitigen
räumlichen
Lage der beteiligten Elemente, so beispielsweise mit Blick auf den
Spalt zwischen einem Ferninfrarotheizer (Ferninfrarotheizern) und
einer Streckungswalze (Streckungswalzen), durch das Beschränken der
Streckungsbedingungen, so beispielsweise des Ziehverhältnisses
bei jedem Streckungsvorgang, wie auch durch eine Beschränkung der
Spannbedingungen, so beispielsweise der Streckungstemperatur in
der Spannvorrichtung, der Temperatur in der Zwischenzone, der Durchlaufzeit
und der Wärmebehandlungstemperatur.
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Die vorliegende Erfindung stellt
daher ein Verfahren zur Herstellung einer biaxial gestreckten Polyesterfolie
bereit, wobei das Verfahren umfasst: das Gießen einer Polyestergießfolie durch
Extrudieren eines schmelzflüssigen
Polyesterharzes auf eine Kühltrommel
durch eine Düse
unter Einwirkung statischer Elektrizität auf das extrudierte schmelzflüssige Polyesterharz,
das Strecken der Gießfolie
in Längsrichtung
durch Streckungswalzen, das Strecken der längsgestreckten Gießfolie in
Querrichtung durch eine Spannvorrichtung, und das Wärmebehandeln
der biaxial gestreckten Gießfolie,
wobei das schmelzflüssige
Polyesterharz derart behandelt wurde, dass sein spezifischer Widerstand
5 × 106 bis 3 × 108 Ω·cm beträgt, die
Düse derart
angeordnet ist, dass diejenige Linie, die die Mitte der Kühltrommel
und den Schnitt der durch den Düsengießschnabel
laufenden vertikalen Linie mit der Umfangsfläche der Kühltrommel verbindet, einen
Winkel von 30 bis 90° mit
der durch die Mitte der Trommel laufenden vertikalen Linie einschließt, die
Streckung in Längsrichtung
eine erste Längsstreckung
und eine zweite Längsstreckung
umfasst, die beide unter Einwirkung von Wärme aus einem Ferninfrarotheizer
erfolgen, wobei die Streckungswalzen bei jeder Streckung mit einem
Spalt von 3 bis 40 mm angeordnet sind, und jeder Ferninfrarotheizer
mit einem Spalt von 5 bis 40 mm von der Umfangsfläche der
Streckungswalze angeordnet ist, die Gießfolie bei der ersten Längsstreckung
mit einem Ziehverhältnis
von 1,05 bis 1,5 gestreckt, auf die Glasübergangstemperatur oder darunter
abgekühlt
und sodann erneut derart gestreckt wird, dass das Gesamtziehverhältnis bei
der zweiten Längsstreckung
2,5 bis 3,9 beträgt,
die Streckung in Querrichtung bei einer Temperatur in einem Bereich
zwischen der Glasübergangstemperatur
und der Glasübergangstemperatur
+50°C erfolgt,
die quergestreckte Gießfolie
durch eine Zwischenzone läuft,
die auf einer Temperatur zwischen der Oberflächentemperatur der Gießfolie am
Ende der Querstreckung +20°C
und der Maximaltemperatur der Oberflächentemperatur der Gießfolie in
der Spannvorrichtung –20°C für 3 bis
30 Sekunden gehalten wird, und die Wärmebehandlung bei einer Temperatur
zwischen dem Schmelzverflüssigungspunkt –30°C und dem
Schmelzverflüssigungspunkt –5°C erfolgt.
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Kurze Beschreibung
der Zeichnung
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1 ist
eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung zur Herstellung
einer Polyesterfolie.
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2 ist
eine vergrößerte schematische
Teilseitenansicht einer Kühltrommel
zur Erläuterung
eines Winkels α.
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3 ist
eine schematische Seitenansicht einer Längsstreckungsvorrichtung.
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4 ist
eine vergrößerte schematische
Teilseitenansicht einer Vorrichtung zur Ausführung der Längsstreckung beim ersten Schritt
(Die Vorrichtung zur Ausführung
der Längsstreckung
beim zweiten Schritt ist ähnlich).
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5 ist
eine schematische Ansicht zur Darstellung des Zonenaufbaus einer
Spannvorrichtung.
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6 ist
eine Skizzenansicht zur Erläuterung
des Biegeeffektes.
- Bezugszeichenliste
- 1 Polyesterfolie
- 10 Abschnitt zum Gießen
- 11 Düse
- 12 Kühltrommel
- 20 Längsstreckungsvorrichtung
- 21 Längsstreckungsvorrichtung
beim ersten Streckungsschritt
- 22 Längsstreckungsvorrichtung
beim zweiten Streckungsschritt
- 23 Wärmestreckungswalze
- 24 Kühlstreckungswalze
- 25 Ferninfrarotheizer
- 26 Temperatursteuerungsdurchlaufwalze
- 30 Spannvorrichtung
- 31 Windfängervorhang
- 40 Aufwickler
- O Mittelpunkt der Kühltrommel
- A Oberes Ende der Kühltrommel
- B Schnitt
- α Winkel < AOB
- S Luftspalt
- δ Spalt
zwischen dem Ferninfrarotheizer und der Streckungswalze
- h Spalt zwischen Streckungswalzen
- X Messposition der Kühltemperatur
der Polyesterfolie
- W Breite der Folie
- C Grad der Biegung
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Detaillierte
Beschreibung der Erfindung
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Das Polyester ist ein Polymer, das
durch Polykondensation eines Diols und einer Dikarbonsäure hergestellt
wird. Dikarbonsäuren
sind beispielsweise Terephthalsäure,
Isophthalsäure,
Phthalsäure,
Naphthalin-Dikarbonsäure,
Adipinsäure,
Sebacinsäure
und dergleichen. Beispiele für
Diole sind Ethylenglykol, Triethylenglykol, Tetramethylenglykol,
Cyclohexan-Dimethanol und dergleichen. Beispiele für Polyester
sind Polyethylen-Terephthalat,
Polytetramethylen-Terephthalat, Polyethylen-p-oxybenzoat, Poly-1,4-Cyclohexen-Dimethylen-Terephthalat,
Polyethylen-2,6-Naphthalin-Dicarboxylat und dergleichen. Die Polyester
umfassen Homopolymere, Copolymere und Gemische. Beispiele für Comonomere
sind Diethylenglykol, Neopentylglykol, Polyalkenglykol für die Diolkomponente,
sowie Adipinsäure,
Sebacinsäure,
Phthalsäure,
Isophthalsäure
und 2,6-Naphthalin-Dikarbonsäure für die Karbonsäurekomponente.
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Bei der Herstellung des Polyesterharzes
kann jeder bekannte Katalysator für die Veresterung und für die Esteraustauschreaktion
verwendet werden. Obwohl die Veresterung auch ohne Katalysator abläuft, nimmt die
Esteraustauschreaktion einige Zeit in Anspruch, während der
thermische Güteverlust
durch den Verbleib des Polymers in einer Umgebung hoher Temperatur
fortschreitet. Demgemäß kann die
Esteraustauschreaktion durch Zugabe der nachstehend aufgeführten Katalysatoren
wirkungsvoll durchgeführt
werden.
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Als Katalysatoren für die Esteraustauschreaktion
sind zu nennen: Manganacetat-4-Hydrat,
Kobaltacetat, Magnesiumacetat, Magnesiumacetat-4-Hydrat, Kalziumacetat,
Kadmiumacetat, Zinkacetat, Zinkacetat-2-Hydrat, Bleiacetat, Magnesiumoxid,
Bleioxid und dergleichen. Zwei oder mehrere Katalysatoren können kombiniert
werden.
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Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
liegt der spezifische Widerstand des schmelzextrudierten Polyesterharzes
zwischen 5 × 106 und 3 × 108 Ω·cm. Ist
der spezifische Widerstand kleiner als 5 × 106 Ω·cm, wird das
Harz gelb, und die Erzeugung von Fremdstoffen nimmt zu. Steigt der
spezifische Widerstand über
3 × 108 Ω·cm, so
erfolgt die Bildung von Lufteinschlüssen, was letztlich zu Vertiefungen
auf der Oberfläche
der Folie führt.
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Der spezifische Widerstand des Polyesterharzes
wird eingestellt, indem der Anteil an vorstehend erwähnten Metallverbindungskatalysatoren
variiert wird. Im Allgemeinen läuft,
wenn der Anteil an Metallverbindungskatalysatoren steigt, die Esteraustauschreaktion
schneller ab, und der spezifische Widerstand wird kleiner. Wenn
allerdings der Anteil an einem Metallverbindungskatalysator zu groß wird,
kann dieser nicht gleichmäßig in dem
Polymer aufgelöst
werden, sodass Teilchenhäufungen
entstehen, die zu Fremdstoffen werden.
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Das Polyester kann Phosphorsäure, phosphorige
Säure,
deren Ester wie auch anorganische Teilchen, beispielsweise Silica,
Kaolin, Kalziumcarbonat, Titandioxid, Bariumsulfat und Aluminium
beim Schritt der Polymerisierung enthalten. Zudem können auch
anorganische Teilchen wie oben beschrieben und dergleichen nach
der Polymerisierung beigemischt werden. Das Polyester kann zudem
andere Zusatzstoffe enthalten, so beispielsweise Wärmestabilisatoren,
Antioxidantien, antistatische Mittel, Schmiermittel, UV-Absorber, fluoreszente
Aufhellmittel, Farbstoffe, lichtabschirmende Stoffe, Füllstoffe,
Flammenhemmstoffe und dergleichen.
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Das erfindungsgemäße Verfahren wird anhand der
Zeichnung näher
beschrieben.
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1 zeigt
den Aufbau einer Vorrichtung zur Herstellung einer Polyesterfolie,
die aus einem Gießabschnitt 10,
in dem eine Polyestergießfolie
gebildet wird, einer Vorrichtung zur Längsstreckung 20, die
die in der Gießvorrichtung 10 gebildete
Gießfolie
in Längsrichtung
streckt, einer Spannvorrichtung 30, die die längsgestreckte
Gießfolie
in Querrichtung streckt, und einem Aufwickler 40, der die
derart hergestellte biaxial gestreckte Polyesterfolie aufwickelt,
besteht. Der Gießabschnitt 10 weist
eine Düse 11 und
eine Kühltrommel 12 auf, wobei
die Vorrichtung 20 zur Längsstreckung eine Vorrichtung 21 zur
Längsstreckung
bei einem ersten Schritt und eine Vorrichtung 22 zur Längsstreckung
bei einem zweiten Schritt aufweist.
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In dem Gießabschnitt 10 wird
ausreichend getrocknetes Polyesterharz erwärmt, damit eine Schmelzverflüssigung
bei einer Temperatur zwischen dem Schmelverflüssigungspunkt +10°C und dem
Schmelverflüssigungspunkt
+50°C erfolgen
kann, und durch einen Extruder über
einen Filter und die Düse 11 in
Lagenform extrudiert. Die extrudierte Polyesterharzlage wird abgekühlt, um
auf der rotierenden Kühltrommel 12 verfestigt zu
werden. Die Düse 11 wird
in einer Position in einem Bereich des Winkels α zwischen 30° und 90°, vorzugsweise zwischen 45° und 60°, von der
die Mitte der Rotationswelle der Kühltrommel in Rotationsrichtung
enthaltenden vertikalen Ebene angeordnet. Der Winkel α ist <AOB, wobei 0 die
Mitte der Rotationswelle der Kühltrommel,
A das obere Ende der Umfangsfläche
der Kühltrommel
und B den Schnitt der von dem Düsenausgießschnabel
nach unten weisenden vertikalen Linie und der Umfangsfläche der
Kühltrommel
bezeichnen. Ist der Winkel α kleiner
als 30°,
bilden sich vermehrt Lufteinschlüsse,
wodurch Vertiefungen auf der Oberfläche der Folie entstehen. Andererseits
beträgt
der maximale Winkel α per
definitionem im Wesentlichen 90°.
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Der Winkel α wird zudem anhand 2 erläutert. In der Figur bezeichnen 11 die
Düse und
12 die Kühltrommel.
Die Mitte der Rotationswelle der Kühltrommel ist 0, der Berührpunkt
der Umfangsfläche
der Kühltrommel 12 gerade
oberhalb der Mitte O ist A, und der Schnitt der von dem Gießschnabel
der Düse 11 nach
unten weisenden vertikalen Linie mit der Umfangsfläche der
Kühltrommel 12 ist 13.
Das Bezugszeichen S bezeichnet in der Figur den Luftspalt.
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Bei der vorstehend beschriebenen
Vorrichtung ist ein Einwirker 13 statischer Elektrizität, beispielsweise
eine Anordnung aus Drähten,
oberhalb des aus der Düse 11 extrudierten
lagenförmigen
schmelzflüssigen Harzes
(gegenüber
der Kühltrommel 12)
angeordnet, und eine Hochspannung von 10 bis 30 kV wirkt auf die schmelzflüssige Harzlage
ein, um ein Anhaften der schmelzflüssigen Harzlage an der Kühltrommel 12 zu
bewirken. Die schmelzflüssige
Harzlage wird schnell abgekühlt,
um eine Verfestigung auf der Kühltrommel
und damit die Bildung einer Gießpolyesterfolie
zu erreichen. Die Gießfolie
wird sodann dem Längsstreckungsvorgang
zugeführt.
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Der Längsstreckungsvorgang wird anhand 3 erläutert. In der Figur bezeichnen
das Bezugszeichen 21 eine Vorrichtung zur Längsstreckung
bei einem ersten Schritt (erste Längsstreckung) und das Bezugszeichen 22 eine
Vorrichtung zur Längsstreckung
bei einem zweiten Schritt (zweite Längsstreckung). Jede der Streckvorrichtungen 21, 22 umfasst
eine Wärmestreckungswalze 23 und
eine Kühlstreckungswalze 24 mit voneinander
verschiedenen Umlaufgeschwindigkeiten, wobei die Wärmestreckungswalze 23 mit
einem darüber
angeordneten Ferninfrarotheizer 25 versehen ist. Eine Temperatursteuerungsdurchlaufrolle 25 ist
zwischen der Vorrichtung 21 zur Längsstreckung beim ersten Schritt
und der Vorrichtung 20 zur Längsstreckung beim zweiten Schritt
vorgesehen. In der Figur bezeichnet das Bezugszeichen X die Position,
an der die Temperatur der Polyesterfolie 1 auf das Kühlen der
längsgestreckten
Polyesterfolie bei der ersten Längsstreckung auf
den Glasübergangspunkt
oder darunter hin gemessen wird.
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Beim Längsstreckungsvorgang wird der
Ferninfrarotheizer 25 derart angeordnet, dass zwischen
ihm und der Wärmestreckungswalze 23 ein
Spalt von 5 bis 40 mm besteht. Die Kühlstreckungswalze 24 wird
derart angeordnet, dass zwischen ihr und der Wärmestreckungswalze 23 ein
Spalt von 3 bis 40 mm besteht. Die Gießfolie wird mit einem Ziehverhältnis von
1,05 bis 1,5 bei der ersten Längsstreckung
gestreckt, sodann auf die Glasübergangstemperatui
oder darunter abgekühlt,
und daraufhin bei der zweiten Längsstreckung
derart weiter gestreckt, dass das Gesamtziehverhältnis 2,5 bis 3,9 beträgt.
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Der Spalt δ zwischen der Wärmestreckungswalze 23 und
dem Ferninfrarotheizer 25 und der Spalt h zwischen den
Streckungswalzen 23, 24 werden anhand 4 erläutert. Der Spalt δ zwischen
der Wärmestreckungswalze 23 und
dem Ferninfrarotheizer 25 beträgt 5 bis 40 mm, vorzugsweise
10 bis 30 mm. Ist der Spalt δ kleiner
als 5 mm, erfolgt ein teilweises Anhaften der schmelzflüssigen Polyesterfolie
an der Oberfläche
der Walze. Ist der Spalt δ größer als
40 mm, sinkt die Wärmeeffizienz
in den Seitenabschnitten im Vergleich zum mittleren Abschnitt der
Polyesterfolie, was eine ungleichmäßige Dehnung und damit eine
ungleichmäßige Dicke
bewirkt. Der Spalt h zwischen den Streckungswalzen 23, 24 beträgt 3 bis
40 mm, vorzugsweise 10 bis 30 mm. Ist der Spalt h kleiner als 3
mm, sinkt die Herstellungsstabilität, da Abrieb auftritt. Ist
der Spalt h größer als
40 mm, tritt an Kantenabschnitten durch ein Zunehmen des so genannten
Neck-in-Effektes bei der Streckung eine Wellenbildung auf, was eine
ungleichmäßige Dehnung
und damit eine größere Dickeschwankung nach
sich zieht.
-
Bei der ersten Längsstreckung wird die Gießpolyesterfolie
mit einem Ziehverhältnis
von 1,05 bis 1,5, vorzugsweise 1,1 bis 1,3 gestreckt. Liegt das
Ziehverhältnis
unter 1,05, so sind die durch das Aufteilen in zwei Schritte bedingten
Effekte klein und können
den Grad der ungleichmäßigen Dicke
nicht erhöhen. Übersteigt das
Ziehverhältnis
1,5, so tritt eine beträchtliche
ungleichmäßige Dehnung
bereits bei der ersten Längsstreckung
auf, was im Ergebnis eine ungleichmäßige Dicke der längsgestreckten
Polyesterfolie nach der zweiten Längsstreckung verursacht.
-
Nach der ersten Längsstreckung wird die Polyesterfolie
auf die Glasübergangstemperatur
(Tg) oder darunter abgekühlt.
Wird die Polyesterfolie auf eine Temperatur oberhalb der Glasübergangstemperatur
(Tg) abgekühlt,
so tritt eine ungleichmäßige Dehnung
zwischen der Kühlstreckungswalze 24 bei
der ersten Längsstreckung
und der Wärmestreckungswalze 23 bei
der zweiten Längsstreckung
auf, was eine ungleichmäßige Dicke
nach sich zieht. Obwohl die untere Grenze der Temperatur nicht beschränkt ist,
ist, da die Polyesterfolie erneut auf eine Temperatur oberhalb der
Glasübergangstemperatur
(Tg) bis zur zweiten Längsstreckung
erwärmt
werden muss, ist eine extrem niedrige Temperatur kostentechnisch
unerwünscht.
-
Bei der zweiten Längsstreckung erfolgt das Strecken
derart, dass das Gesamtziehverhältnis
2,5 bis 3,9 beträgt.
Liegt das Gesamtziehverhältnis
unterhalb von 2,5, so wird die Ungleichmäßigkeit der Dicke erheblich.
Liegt das Gesamtziehverhältnis
oberhalb von 3,9, so wird die Folie dem Querstreckungsvorgang zugeführt.
-
Der Querstreckungsvorgang wird anhand
von 5 erläutert. In
der Figur bezeichnet das Bezugszeichen 30 eine Spannvorrichtung,
die – vom
Eingang her betrachtet – eine
Vorerwärmungszone
T1, Querstreckungszonen T2,
T3, Zwischenzonen (Zonen einer allmählichen
Temperaturzunahme) T4, T5,
T6, Wärmebehandlungszonen
T7, T8, Wärmeentspannungszonen
T9 bis Tn-
3 und Kühlzonen
Tn-2 bis Tn aufweist,
wobei die Zonen jeweils durch einen Windfängervorhang 31 voneinander
getrennt sind, und deren Temperatur jeweils einzeln eingestellt
werden kann. Die Wärmeentspannungszonen
und die Kühlzonen
sind nicht erfindungswesentlich, sondern optional.
-
Beim Querstreckungsvorgang wird die
längsgestreckte
Folie in die Spannvorrichtung eingeführt und in den Querstreckungszonen
bei einer Temperatur in einem Bereich zwischen der Glasübergangstemperatur (Tg)
und der Glasübergangstemperatur
(Tg) +50°C
quergestreckt. Die quergestreckte Polyesterfolie tritt in die Zwischenzonen
ein, in denen die Temperatur in einem Bereich zwischen der Querstreckungstemperatur (Oberflächentemperatur
der Polyesterfolie in der letzten Streckungszone) +20°C und der
Wärmebehandlungstemperatur
(maximale Temperatur der Oberfläche
der Polyesterfolie in der Spannvorrichtung) –20°C gehalten wird, und läuft in einem
Zeitraum von zwischen 3 und 30 Sekunden hindurch. Die Polyesterfolie
tritt sodann in die Wärmebehandlungszonen
ein und wird dort bei einer Temperatur in einem Bereich zwischen
dem Schmelzverflüssigungspunkt
(Tm) –30°C und dem
Schmelzvertlüssigungspunkt
(Tm) –5°C wärmebehandelt.
-
In der Querstreckungszone wird die
längsgestreckte
Folie bei einer Temperatur in einem Bereich zwischen der Glasübergangstemperatur
(Tg) und der Glasübergangstemperatur
(Tg) +50°C,
vorzugsweise zwischen Tg + 25°C
und Tg + 45°C
quergestreckt. Ist die Querstreckungstemperatur niedriger als Tg,
so treten während
des Streckens Risse auf. Ist die Querstreckungstemperatur größer als
Tg + 50°C,
so erfolgt eine ungleichmäßige Dehnung
in Querrichtung. Ein annehmbares Querziehverhältnis in der Querstreckungszone
beträgt
3,0 bis 4,2. Ist das Querziehverhältnis kleiner als 3,0 oder
größer als
4,2, so tritt eine ungleichmäßige Dicke
auf.
-
Nach der seitlichen Fixierung der
Polyesterfolie läuft
diese für
einen Zeitraum von 3 bis 30 Sekunden durch die Zwischenzone, in
der die Temperatur in einem Bereich zwischen der Querstreckungstemperatur +20°C und der
Wärmebehandlungstemperatur –20°, vorzugsweise
bei der Temperaturabfallkristallisationstemperatur (Tc) ±20°C, gehalten
wird. Ist die Temperatur der Zwischenzone geringer als die Querstreckungstemperatur
+20°C, so
ist die Entspannung der Energie der (mechanischen) Beanspruchung
der in der Folie angesammelten Moleküle bei der Beendigung der Querstreckung
klein. Als ein Ergebnis hiervon wirkt die Beanspruchung durch Schrumpfung
intensiv in dem mittleren Abschnitt der Folie, der nicht durch Klammern
in den Wärmebehandlungszonen
fixiert ist, was einen großen
Biegeeffekt bedingt. Andererseits tritt, wenn die Zwischenzonentemperatur
die Wärmebehandlungstemperatur –20°C übersteigt,
eine wärmebedingte
Schrumpfung in den Zwischenzonen auf, wobei die Schrumpfung in dem
mittleren Abschnitt erfolgt, der nicht durch Klammern fixiert ist,
was einen großen
Biegeeffekt bedingt. Ist die Durchlaufzeit durch die Zwischenzonen
nicht größer als
3 Sekunden, so ist die Entspannung der Energie der Beanspruchung
der in der Folie angesammelten Moleküle bei der Beendigung der Querstreckung
klein. Als ein Ergebnis hiervon wirkt die Beanspruchung durch Schrumpfung
intensiv in dem mittleren Abschnitt der Folie, der nicht durch Klammern
in den Wärmebehandlungszonen
fixiert ist, was einen großen
Biegeeffekt bedingt. Andererseits beeinflusst eine lange Durchlaufzeit die
Eigenschaften der Polyesterfolie nur wenig. Allerdings steigern
lange Zwischenzonen den Kostenaufwand für die Vorrichtungen.
-
Nachdem die Polyesterfolie durch
die Zwischenzonen gelaufen ist, wird die Wärmebehandlung in den Wärmebehandlungszonen
bei einer Temperatur zwischen dem Schmelzverflüssigungspunkt (Tm) – 30°C und dem
Schmelzverflüssigungspunkt
(Tm) –5°C ausgeführt. Ist
die Wärmebehandlungstemperatur
niedriger als Tm – 30°C, so neigt
die Polyesterfolie zum Reißen.
Als ein Ergebnis hiervon reißt
die Polyesterfolie bei nachfolgenden Verfahrensschritten, bei denen
sie als Träger
für einen
fotografischem Film vorbereitet wird. Demgegenüber erfolgt, wenn die Wärmebehandlungstemperatur
Tm – 5°C übersteigt,
ein teilweises Durchhängen während der
Verbringung, was Abrieb verursacht.
-
Mittels der vorstehend beschriebenen
Vorgänge
werden biaxial gestreckte Folien mit hervorragender Reißfestigkeit,
geringer ungleichmäßiger Dicke
und geringem Biegeeffekt hergestellt, die als Träger für fotografische Filme geeignet
sind. Die biaxial gestreckte Folie wird von einem Aufwickler aufgenommen.
-
Beispiele
-
Beispiel 1
-
Es wurde ein Polyethylen-2,6-Naphthalin-Dicarboxylat-Harz
unter Verwendung von Magnesiumacetat-4-Hydrat als Esteraustauschkatalysator
in einer Menge von 60 ppm (Gewicht des Magnesiumatoms pro Gewicht
des Polyesters) hergestellt. Der spezifische Widerstand des Harzes
beim Schmelzverflüssigen
betrug 108 Ω·cm Das vorstehend erwähnte Polyethylen-2,6-Naphthalin-Dicarboxylat-Harz
wurde schmelzverflüssigt und
aus einer Düse
extrudiert, die eine Gießschnabelbreite
von 500 mm aufwies und in einem Winkel α von 45° gegen die Kühltrommel (Oberflächentemperatur:
50°C) angeordnet
war, wobei die Kühltrommel
einen Durchmesser von 1 m und eine Rotationsgeschwindigkeit von
20 m/min, und die Gießfolie
eine Breite von 450 mm und eine Dicke von 1 mm aufwies.
-
Bei der Gießfolie traten weder Lufteinschlüsse noch
Fremdstoffe mit 50 μm
oder mehr auf.
-
Beispiel 2
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Es wurde eine Gießfolie unter denselben Bedingungen
wie in Beispiel 1 hergestellt, außer dass die Position der Düse auf einen
Winkel von 30° (Luftspalt:
50 mm) eingestellt wurde.
-
Es traten keine Fremdstoffe mit 50 μm oder mehr
auf, und die Bildung von Lufteinschlüssen wurde gerade noch verhindert.
-
Beispiel 3
-
Es wurde eine Gießfolie unter denselben Bedingungen
wie in Beispiel 1 hergestellt, außer dass die Position der Düse auf einen
Winkel von 90° (Luftspalt:
120 mm) eingestellt wurde.
-
Es traten weder Fremdstoffe von 50 μm oder mehr
noch Lufteinschlüsse
auf. Dennoch war der Neck-in-Effekt merklich, und die Breite der
Folie betrug 400 mm.
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Beispiel 4
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Es wurde eine Gießfolie unter denselben Bedingungen
wie in Beispiel 1 hergestellt, außer dass der Magnesiumanteil
bei 105 ppm lag. Der spezifische Widerstand des Harzes lag bei 5 × 106 Ω·cm.
-
Es traten keine Lufteinschlüsse auf.
Es wurden jedoch Fremdstoffe mit 50 μm oder mehr in einer Menge von
1 bis 5 Stück/m2 nachgewiesen.
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Beispiel 5
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Es wurde eine Gießfolie unter denselben Bedingungen
wie in Beispiel 1 hergestellt, außer dass der Magnesiumanteil
bei 40 ppm lag. Der spezifische Widerstand des Harzes lag bei 3 × 108 Ω·cm.
-
Es traten keine Fremdstoffe mit 50 μm oder mehr
auf, und Lufteinschlüsse
wurden gerade noch verhindert.
-
Vergleichsbeispiel 1
-
Es wurde eine Gießfolie unter denselben Bedingungen
wie in Beispiel 1 hergestellt, außer dass die Position der Düse auf einen
Winkel von 15° (Luftspalt:
50 mm) eingestellt wurde.
-
Die Gießfolie wies Spuren von Lufteinschlüssen auf.
-
Vergleichsbeispiel 2
-
Es wurde eine Gießfolie unter denselben Bedingungen
wie in Beispiel 1 hergestellt, außer dass der Magnesiumanteil
bei 120 ppm lag. Der spezifische Widerstand des Harzes beim Schmelzverflüssigen lag
bei 3 × 106 Ω·cm.
-
Fremdstoffe mit 50 μm oder mehr
traten gehäuft
auf.
-
Vergleichsbeispiel 3
-
Es wurde eine Gießfolie unter denselben Bedingungen
wie in Beispiel 1 hergestellt, außer dass der Magnesiumanteil
bei 30 ppm lag. Der spezifische Widerstand des Harzes beim Schmelzverflüssigen lag
bei 8 × 108 Ω·cm.
-
Die Gießfolie wies Spuren von Lufteinschlüssen auf.
-
Festlegen
der Position der Düse
-
Ein Vergleich der Beispiele 1 bis
4 mit dem Vergleichsbeispiel 1 zeigt, dass die gewünschte Position der
Düse in
einem Bereich für
den Winkel α von
30° bis
90° liegt,
da Lufteinschlüsse
auftreten, wenn der Winkel α kleiner
als 30° ist.
Ein bevorzugter Bereich ist 45° bis
60°, was
aus einer Betrachtung der Beziehung zwischen der Verhinderung von
Lufteinschlüssen
und dem Luftspalt (Breite der Folie) folgt.
-
Spezifischer
Widerstand beim Schmelzverflüssigen
-
Ein Vergleich der Beispiele 1, 4
und 5 mit den Vergleichsbeispielen 2 und 3 zeigt, dass, wenn der
spezifische Widerstand kleiner als 5 × 106 Ω·cm ist,
durch thermischen Güteverlust
in der Polyesterfolie verursachte Fremdteilchenhäufungen durch die große Menge
an Metallverbindungskatalysatoren zunehmen. Ist im anderen Extremfall
der spezifische Widerstand größer als
3 × 108 Ω·cm, so
ist die Verhinderung von Lufteinschlüssen unzureichend, und entsprechend
kann eine hohe Gießgeschwindigkeit
nicht erreicht werden. Ein geeigneter spezifischer Widerstand des
schmelzflüssigen
Polyesterharzes liegt zwischen 5 × 106 Ω·cm und
3 × 108 Ω·cm, vorzugsweise
zwischen 5 × 106 Ω·cm und
1 X 108 Ω·cm. Dadurch
wird die Erzeugung von Fremdstoffen in der Polyesterfolie zu den
vergleichsweise seltenen Problemen bei der Herstellung, und die
Bildung von Lufteinschlüssen
kann bis zu einer Gießgeschwindigkeit
von 20 m/min verhindert werden.
-
Beispiel 6
-
Es wurde eine Gießfolie unter denselben Bedingungen
wie in Beispiel 1 hergestellt, außer dass die Rotationsgeschwindigkeit
der Kühltrommel
auf 5 m/min umgestellt wurde.
-
Weder Lufteinschlüsse noch Fremdstoffe von 5 μm oder mehr
traten auf.
-
Die vorstehend beschriebene Gießfolie wurde
in Längsrichtung
unter den folgenden Bedienungen gestreckt, um eine längsgestreckte
Folie mit einer Dicke von ungefähr
320 μm herzustellen.
| Spalt
zwischen Walze und Heizer beim ersten Schritt: | 20
mm |
| Spalt
zwischen Walze und Heizer beim zweiten Schritt: | 20
mm |
| Spalt
zwischen Streckungswalzen beim ersten Schritt: | 20
mm |
| Spalt
zwischen Streckungswalzen beim zweiten Schritt: | 20
mm |
| Ziehverhältnis beim
ersten Schritt: | 1,2 |
| Kühltemperatur
nach der ersten Streckung | 100°C |
| Ziehverhältnis beim
zweiten Schritt: | 2,6 |
| Gesamtziehverhältnis: | 3,1 |
-
Die vorstehend erwähnte längsgestreckte
Folie wurde von einer Spannvorrichtung mit einem Ziehverhältnis von
3,5 unter den folgenden Bedienungen quergestreckt, um eine biaxiale
gestreckte Foliendicke von 90 μm
zu erhalten.
-
| Temperatur
der Querstreckung |
160°C |
| Temperatur
der Zwischenzone |
200°C |
| Durchlaufzeit
durch die Zwischenzone |
9
Sek. |
| Wärmebehandlungstemperatur |
250°C |
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Beispiel 7
-
Es wurde eine längsgestreckte Folie unter denselben
Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass der Spalt zwischen
dem Ferninfrarotheizer und der Streckungswalze beim ersten Schritt
wie auch beim zweiten Schritt 5 mm betrug.
-
Beispiel 8
-
Es wurde eine längsgestreckte Folie unter denselben
Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass der Spalt zwischen
dem Ferninfrarotheizer und der Streckungswalze beim ersten Schritt
wie auch beim zweiten Schritt 40 mm betrug.
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Beispiel 9
-
Es wurde eine längsgestreckte Folie unter denselben
Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass der Spalt zwischen
den Streckungswalzen beim ersten Schritt wie auch beim zweiten Schritt
3 mm betrug.
-
Beispiel 10
-
Es wurde eine längsgestreckte Folie unter denselben
Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass der Spalt zwischen
den Streckungswalzen beim ersten Schritt wie auch beim zweiten Schritt
40 mm betrug.
-
Beispiel 11
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Es wurde eine längsgestreckte Folie unter denselben
Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass das Ziehverhältnis beim
ersten Schritt 1,05 betrug. Das Gesamtziehverhältnis in Längsrichtung betrug 2,7.
-
Beispiel 12
-
Es wurde eine längsgestreckte Folie unter denselben
Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass das Ziehverhältnis beim
ersten Schritt 1,5 betrug. Das Gesamtziehverhältnis in Längsrichtung betrug 3,9.
-
Beispiel 13
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Es wurde eine längsgestreckte Folie unter denselben
Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass die Kühltemperatur
der Folie nach der Streckung des ersten Schrittes 120°C betrug.
-
Beispiel 14
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Es wurde eine längsgestreckte Folie unter denselben
Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass das Ziehverhältnis beim
ersten Schritt 2,1 betrug. Das Gesamtziehverhältnis in Längsrichtung betrug 2,5.
-
Beispiel 15
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Es wurde eine längsgestreckte Folie unter denselben
Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass das Ziehverhältnis beim
ersten Schritt 3,25 betrug. Das Gesamtziehverhältnis in Längsrichtung betrug 3,9.
-
Vergleichsbeispiel 4
-
Es wurde eine längsgestreckte Folie unter denselben
Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass der Spalt zwischen
dem Ferninfrarotheizer und der Streckungswalze beim ersten Schritt
50 mm betrug.
-
Vergleichsbeispiel 5
-
Es wurde eine längsgestreckte Folie unter denselben
Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass der Spalt zwischen
dem Ferninfrarotheizer und der Streckungswalze beim zweiten Schritt
50 mm betrug.
-
Vergleichsbeispiel 6
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Es wurde eine längsgestreckte Folie unter denselben
Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass der Spalt zwischen
dem Ferninfrarotheizer und der Streckungswalze beim ersten Schritt
4 mm betrug.
-
Im Ergebnis war die Folie teilweise
angeschmolzen und klebte an der Oberfläche der Walze, sodass die Fertigung
angehalten werden musste. Eine Probe konnte nicht entnommen werden.
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Vergleichsbeispiel 7
-
Es wurde eine längsgestreckte Folie unter denselben
Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass der Spalt zwischen
den Streckungswalzen beim ersten Schritt 50 mm betrug.
-
Vergleichsbeispiel 8
-
Es wurde eine längsgestreckte Folie unter denselben
Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass der Spalt zwischen
den Streckungswalzen beim zweiten Schritt 50 mm betrug.
-
Vergleichsbeispiel 9
-
Es wurde eine längsgestreckte Folie unter denselben
Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, nur mit 2 mm beim ersten
Schritt. Im Ergebnis war ein Teil der Folienoberfläche zwischen
den Walzen mit verschiedenen Rotationsgeschwindigkeiten eingepresst,
was Abrieb verursachte.
-
Vergleichsbeispiel 10
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Es wurde eine längsgestreckte Folie unter denselben
Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass das Ziehverhältnis beim
ersten Schritt 1,03 und beim zweiten Schritt 3,0 betrug. Das Gesamtziehverhältnis in
Längsrichtung
betrug 3,1.
-
Vergleichsbeispiel 11
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Es wurde eine längsgestreckte Folie unter denselben
Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass das Ziehverhältnis beim
ersten Schritt 1,6 und beim zweiten Schritt 1,95 betrug. Das Gesamtziehverhältnis in
Längsrichtung
betrug 3,1.
-
Vergleichsbeispiel 12
-
Es wurde eine längsgestreckte Folie unter denselben
Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass die Kühltemperatur
der Folie nach der Streckung des ersten Schrittes 130°C betrug.
-
Vergleichsbeispiel 13
-
Es wurde eine längsgestreckte Folie unter denselben
Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass das Ziehverhältnis beim
zweiten Schritt 2,0 betrug. Das Gesamtziehverhältnis in Längsrichtung betrug 2,4.
-
Vergleichsbeispiel 14
-
Es wurde eine längsgestreckte Folie unter denselben
Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass das Ziehverhältnis beim
zweiten Schritt 3,4 betrug. Das Gesamtziehverhältnis in Längsrichtung betrug 4,1.
-
Vergleichsbeispiel 15
-
Es wurde eine längsgestreckte Folie unter denselben
Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass das Ziehverhältnis in
Längsrichtung
2,9 betrug.
-
Vergleichsbeispiel 16
-
Es wurde eine längsgestreckte Folie unter denselben
Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass das Ziehverhältnis in
Längsrichtung
4,5 betrug.
-
Die Prozessbedingungen sowie die
Bewertung der hergestellten Folien in den Beispielen 6 bis 15 sowie
in den Vergleichsbeispielen 4 bis 16 sind in Tabelle 1 zusammengefasst.
-
Die Glasübergangstemperatur (Tg) wurde
durch Probenentnahme an einer biaxial gestreckten Folie aus Polyethylen-2,6-Naphthalin-Dicarboxylat
bestimmt, und zwar unter Zuhilfenahme eines differentiellen Scan-Kalorimeters
(„DCS-50", Tsushima Seisaku-Sho). Sie betrug
120°C.
Gesamtlängsziehverhältnis =
Ziehverhältnis
bei Schritt 1 × Ziehverhältnis bei
Schritt 1 Ungleichmäßige Dicke der
längsgestreckten
Folie = [(Dmax – Dmin) × 100]/Dmittel
-
Die maximale Dicke (Dmax), die minimale
Dicke (Dmin) und die mittlere Dicke (Dmittel) liegen in einem Intervall
von 30 m in Längsrichtung.
Daten für
die Vergleichsbeispiele 6 und 9 lagen nicht vor, da eine Probenentnahme
nicht möglich
war.
-
Die ungleichmäßige Dicke der biaxial gestreckten
Folie wurde durch dieselbe Formel wie die ungleichmäßige Dicke
der längsgestreckten
Folie mit Blick auf jede biaxial gestreckte Folie berechnet, die
durch Querstreckung der längsgestreckten
Folie mit jeweils speziellen Bedingungen der Längsstreckung hergestellt wurde.
-
Das Querziehverhältnis wurde entsprechend jedem
Längsziehverhältnis durch
Bestimmung des Gleichgewichtes zwischen der Längsausrichtung und der Querausrichtung
nach der biaxialen Streckung gewählt.
-
Reißfestigkeit: Jede biaxial gestreckte
Folie wurde von einem Reißtester
von Elmendorf (Toyo Seiki Seisaku-Sho, Ltd.) zerschnitten, wobei
die Reißfestigkeit
in Längsrichtung
und in Querrichtung bestimmt wurde.
-
Spalt zwischen
Ferninfrarotheizer und Walze
-
Ein Vergleich der Beispiele 6 bis
8 mit den Vergleichsbeispielen 4 bis 6 zeigt, dass, wenn der Spalt zwischen
dem Ferninfrarotheizer und der Streckungswalze (das heißt der Abstand
zwischen dem Ferninfrarotheizer und der Folie) kleiner als 5 mm
ist, Probleme auftreten, so beispielsweise ein teilweises Anschmelzen der
Folie an der Walzenoberfläche.
Wenn andererseits der erwähnte
Spalt 40 mm überschreitet,
nimmt die Wärmewirksamkeit
an beiden Seitenabschnitten im Vergleich zum mittleren Abschnitt
der Folie ab, wodurch die Dehnung (und damit auch die Dicke) sehr
ungleichmäßig wird.
Ein wün schenswerter
Spalt liegt in einem Bereich von 5 bis 40 mm, vorzugsweise 10 bis
30 mm, um den Grad der ungleichmäßigen Dicke
zu senken und damit auch die Herstellungsstabilität zu verbessern.
-
Spalt zwischen
Streckungswalzen
-
Ein Vergleich der Beispiele 6, 9
und 10 mit den Vergleichsbeispielen 7 bis 9 macht deutlich, dass,
wenn der Spalt zwischen den Streckungswalzen kleiner als 3 mm ist,
die Herstellungsstabilität
wegen des Auftretens von Abrieb durch die Quetschung der Folie zwischen
den beiden Streckungswalzen mit voneinander verschiedener Rotationsgeschwindigkeit
oder dergleichen sinkt. Wenn andererseits der Spalt zwischen den
Streckungswalzen 40 mm übersteigt,
ist derjenige Abstand der Folie, bei dem kein Kontakt mit einer
Streckungswalze gegeben ist, so groß, dass auf beiden Seiten eine
Wellenbildung, letztere verursacht durch die Zunahme des Neck-in-Effektes
bei der Streckung, auftritt, und die ungleichmäßige Dehnung steigt (die Gleichmäßigkeit der
Dicke wird schlechter). Ein wünschenswerter
Spalt liegt in einem Bereich von 3 bis 40 mm, vorzugsweise 10 bis
30 mm, damit der Grad der ungleichmäßigen Dicke sinkt und die Herstellungsstabilität verbessert
wird.
-
Längsziehverhältnis beim
ersten Schritt
-
Ein Vergleich der Beispiele 6, 11
und 12 mit den Vergleichsbeispielen 10 und 11 macht deutlich, dass, wenn
das Ziehverhältnis
beim ersten Schritt kleiner als 1,05 ist, die durch das Aufteilen
der Längsstreckung
in zwei Schritte bedingten Effekte klein sind und keine Erhöhung der
ungleichmäßigen Dicke
nach sich ziehen. Wenn andererseits das Ziehverhältnis 1,5 übersteigt, ist die ungleichmäßige Dicke
bei der ersten Streckung bereits groß. Ein wünschenswertes Ziehverhältnis liegt
zwischen 1,05 und 1,5, vorzugsweise 1,1 und 1,3, damit der Grad
der ungleichmäßigen Dicke
sinkt.
-
Folienkühltemperatur
nach dem ersten Streckungsschritt
-
Ein Vergleich der Beispiele 6 und
13 mit dem Vergleichsbeispiel 12 macht deutlich, dass bei einer
bestimmten Folienkühltemperatur
eine ungleichmäßige Dehnung
während
der Bewegung der Folie von der Querstreckungswalze bei dem ersten
Schritt zu der Wärmestreckungswalze
bei dem zweiten Streckungsschritt erfolgt, wodurch die ungleichmä ßige Dicke
sinkt. Entsprechend ist wünschenswert,
wenn die Folienkühltemperatur
nach dem ersten Streckungsschritt gleich der Glasübergangstemperatur
ist oder darunter liegt.
-
Gesamtziehverhältnis
-
Ein Vergleich der Beispiele 6, 14
und 15 mit den Vergleichsbeispielen 13 und 14 macht deutlich, dass, wenn
das Gesamtziehverhältnis
in Längsrichtung
kleiner als 2,5 ist, eine ungleichmäßige Dicke häufig auftritt. Übersteigt
das Gesamtziehverhältnis
3,9, so neigt die Polyesterfolie zum Abreißen. Ein wünschenswertes Gesamtziehverhältnis in
Längsrichtung
ist 2,5 bis 3,9.
-
Querziehverhältnis
-
Das geeignete Ziehverhältnis in
Querrichtung hängt
vom Gleichgewicht der Ausrichtungen ab und wird entsprechend dem
Ziehverhältnis
in Längsrichtung
festgesetzt. Durch den Vergleich der Beispiele 6, 14 und 15 mit
den Vergleichsbeispielen 15 und 16 wird deutlich, dass, wenn das
Ziehverhältnis
in Querrichtung kleiner als 3,0 ist, eine ungleichmäßige Dicke
häufig
auftritt. Übersteigt
das Ziehverhältnis
4,2, so neigt die Folie zum Abreißen. Bei dem vorstehend erwähnten Gesamtziehverhältnis in
Längsrichtung
liegt das wünschenswerte Ziehverhältnis in
Querrichtung bei 3,0 bis 4,2.
-
Beispiel 16
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Es wurde eine biaxial gestreckte
Folie mit einer Dicke von 90 μm
unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass
die Querstreckungstemperatur 120°C
betrug.
-
Beispiel 17
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Es wurde eine biaxial gestreckte
Folie mit einer Dicke von 90 μm
unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass
die Querstreckungstemperatur 170°C
betrug.
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Beispiel 18
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Es wurde eine biaxial gestreckte
Folie mit einer Dicke von 90 μm
unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass
die Zwischenzonentemperatur 180°C
betrug.
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Beispiel 19
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Es wurde eine biaxial gestreckte
Folie mit einer Dicke von 90 μm
unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass
die Zwischenzonentemperatur 230°C
betrug.
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Beispiel 20
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Es wurde eine biaxial gestreckte
Folie mit einer Dicke von 90 μm
unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass
die Verbringgeschwindigkeit verdreifacht wurde. Im Ergebnis war
die Durchlaufzeit durch die Zwischenzonen 3 Sekunden.
-
Beispiel 21
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Es wurde eine biaxial gestreckte
Folie mit einer Dicke von 90 μm
unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass
die Länge
der Zwischenzonen verdreifacht wurde. Im Ergebnis war die Durchlaufzeit
durch die Zwischenzonen 30 Sekunden.
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Beispiel 22
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Es wurde eine biaxial gestreckte
Folie mit einer Dicke von 90 μm
unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass
die Verbringgeschwindigkeit vervierfacht wurde. Im Ergebnis war
die Durchlaufzeit durch die Zwischenzonen 7,5 Sekunden.
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Beispiel 23
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Es wurde eine biaxial gestreckte
Folie mit einer Dicke von 90 μm
unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass
die Wärmebehandlungstemperatur
auf 238°C
eingestellt wurde.
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Beispiel 24
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Es wurde eine biaxial gestreckte
Folie mit einer Dicke von 90 μm
unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass
die Wärmebehandlungstemperatur
auf 263°C
eingestellt wurde.
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Vergleichsbeispiel 17
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Man hat versucht, eine biaxial gestreckte
Folie unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 6 herzustellen,
außer
dass die Querstreckungstemperatur 110°C betrug.
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Im Ergebnis trat häufig ein
Folienriss auf, und es konnte keine Probe einer biaxial gestreckten
Folie entnommen werden.
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Vergleichsbeispiel 18
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Man hat versucht, eine biaxial gestreckte
Folie unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 6 herzustellen,
außer
dass die Querstreckungstemperatur 180°C betrug.
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Im Ergebnis trat häufig eine
ungleichmäßige Dehnung
in Querrichtung auf, und es konnte keine Probe einer biaxial gestreckten
Folie entnommen werden.
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Vergleichsbeispiel 19
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Es wurde eine biaxial gestreckte
Folie mit einer Dicke von 90 μm
unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass
die Zwischenzonentemperatur 170°C
betrug.
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Vergleichsbeispiel 20
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Es wurde eine biaxial gestreckte
Folie mit einer Dicke von 90 μm
unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass
die Zwischenzonentemperatur 240°C
betrug.
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Vergleichsbeispiel 21
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Es wurde eine biaxial gestreckte
Folie mit einer Dicke von 90 μm
unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass
die Verbringgeschwindigkeit vervierfacht wurde. Im Ergebnis betrug
die Durchlaufzeit durch die Zwischenzonen 2,25 Sekunden.
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Vergleichsbeispiel 22
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Es wurde eine biaxial gestreckte
Folie mit einer Dicke von 90 μm
unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass
die Länge
der Zwischenzonen auf ein Viertel verringert wurde. Im Ergebnis betrug
die Durchlaufzeit durch die Zwischenzonen 2,25 Sekunden.
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Vergleichsbeispiel 23
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Es wurde eine biaxial gestreckte
Folie mit einer Dicke von 90 μm
unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 6 hergestellt, außer dass
die Wärmebehandlungstemperatur
auf 230°C
eingestellt wurde.
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Vergleichsbeispiel 24
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In Beispiel 6 betrug die Wärmebehandlungstemperatur
265°C, wobei
ein Durchhang im mittleren Abschnitt der Folie zu beobachten war.
Zudem trat durch den Kontakt mit den Maschinenelementen in der Spannvorrichtung
Abrieb auf Die Verfahrensbedingungen und die Bewertungen der hergestellten
Folien der Beispiele 16 bis 24 sowie der Vergleichsbeispiele 17
bis 24 sind in Tabelle 2 zusammengefasst. In der Tabelle sind keine Daten
für die
Vergleichsbeispiele 17, 18 und 24 angegeben, da hier keine Probe
genommen werden konnte. Bei den anderen Folien wurden keine Oberflächendefekte,
wie beispielsweise Abrieb, erzeugt.
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Nach der biaxialen Streckung wurde
eine Probe einer Folie aus Polyethylen-2,6-Naphthalin-Dicarboxylat entnommen, und
es wurden unter Zuhilfenahme eines differentiellen Scan-Kalorimeters
(„DCS-50", Shimazu Seisaku-Sho)
die Temperaturbeziehungen ermittelt. Sie ergaben sich wie folgt.
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W bezeichnet die Breite der Folie
und C den Grad der Verformung in der Mitte der Folie in Verbringrichtung,
wie in 6 gezeigt. Die
Folienmessung erfolgte bei 1200 mm.
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Die ungleichmäßige Dicke der biaxial gestreckten
Folie wurde durch dieselbe Formel wie vorstehend erwähnt bestimmt.
Die minimale Dicke und die maximale Dicke waren wie in Richtung
der Breite.
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Reißfestigkeit: Jede biaxial gestreckte
Folie wurde von einem Reißtester
von Elmendorf (Toyo Seiki Seisaku-Sho, Ltd.) zerschnitten, wobei
die Reißfestigkeit
in Längsrichtung
und in Querrichtung bestimmt wurde.
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Querstreckungstemperatur
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Ein Vergleich der Beispiele 6, 16
und 17 mit den Vergleichsbeispielen 17 und 18 ergibt, dass, wenn
die Streckungstemperatur in Querrichtung niedriger als die Glasübergangstemperatur
ist, Folienrisse während
des Streckens auftreten. Wenn andererseits die Streckungstemperatur
die Glasübergangstemperatur
+ 50°C überschreitet,
tritt eine ungleichmäßige Dehnung
in Richtung der Folienbreite auf. Eine wünschenswerte Querstreckungstemperatur
liegt in einem Bereich zwischen der Glasübergangstemperatur (Tg) und
der Glasübergangstemperatur
(Tg) + 50°C,
vorzugsweise zwischen Tg + 25°C
und Tg + 45°C,
um eine ungleichmäßige Dicke
in Richtung der Breite zu vermeiden.
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Zwischenzonentemperatur
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Ein Vergleich der Beispiele 6, 18
und 19 mit den Vergleichsbeispielen 19 und 20 macht deutlich, dass, wenn
die Zwischenzonentemperatur niedriger als die Querstreckungstemperatur
+ 20°C ist,
die Entspannung der Energie der mechanischen Beanspruchung der in
der Folie angesammelten Moleküle
bei Beendigung der Querstreckung klein ist. Im Ergebnis wirkt die
Schrumpfungsbeanspruchung der Polyesterfolie hauptsächlich in
dem mittleren Abschnitt, der nicht durch Klammern in den Wärmebehandlungszonen
fixiert ist, um den Biegeeffekt in großem Umfang zu ermöglichen.
Wenn andererseits die Zwischenzonentemperatur die Wärmebehandlungstemperatur –20°C übersteigt,
tritt Wärmeschrumpfung
in den Zwischenzonen auf, um den mittleren Abschnitt zu schrumpfen,
der nicht durch Klammern fixiert ist, um den Biegeeffekt in großem Umfang
zu ermögli chen.
Eine wünschenswerte
Zwischenzonentemperatur liegt in einem Bereich zwischen der Querstreckungstemperatur
+20°C und
der Wärmebehandlungstemperatur –20°C, vorzugsweise
zwischen der Temperaturabfallkristallisationstemperatur ±20°C. Indem
die Zwischenzonentemperatur in einem Bereich der Temperaturabfallkristallisationstemperatur ±20°C gehalten
wird, ist der Ausgleich zwischen der Entspannung der Energie der
Beanspruchung der in der Folie angesammelten Moleküle bei Beendigung
der Querstreckung und der thermischen Schrumpfung im mittleren Abschnitt
der Folie, der nicht durch Klammern fixiert ist, für die Verhinderung
des Biegeeffektes zur Senkung des Grades des Biegeeffektes vorzuziehen.
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Zwischenzonendurchlaufzeit
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Ein Vergleich der Beispiele 6, 20
und 21 mit den Vergleichsbeispielen 21, 22 macht deutlich, dass, wenn
die Durchlaufzeit durch die Zwischenzonen nicht weniger als 3 Sekunden
beträgt,
die Entspannung der Beanspruchungsenergie der in der Folie angesammelten
Moleküle
bei Beendigung der Querstreckung klein ist. Im Ergebnis wirkt die
Schrumpfungsbeanspruchung der Polyesterfolie hauptsächlich im
mittleren Abschnitt, der nicht durch Klammern in den Wärmebehandlungszonen
fixiert ist, um den Biegeeffekt in großem Umfang zu verringern. Demgegenüber hat
eine lange Durchlaufzeit nur geringen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit
der Polyesterfolie. Eine lange Durchlaufzone steigert allerdings
die Kosten für
die Maschinen. Eine wünschenswerte
Durchlaufzeit liegt in einem Bereich von 3 bis 30 Sekunden.
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Wärmebehandlungstemperatur
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Durch einen Vergleich der Beispiele
6, 23 und 24 mit den Vergleichsbeispielen 23 und 24 wird deutlich, dass,
wenn die Wärmebehandlungstemperatur
kleiner als Tm – 30 °C ist, die
Polyesterfolie zum Reißen
neigt. Im Ergebnis reißt
die Polyesterfolie in nachfolgenden Bearbeitungsschritten, wo eine
Bearbeitung zum Träger eines
fotografischen Filmes erfolgt. Wenn andererseits die Wärmebehandlungstemperatur
Tm – 5°C übersteigt,
tritt ein teilweises Durchhängen
während
der Verbringung auf, was Abrieb bewirkt. Eine wünschenswerte Wärmebehandlungstemperatur
liegt in einem Bereich zwischen Tm – 30°C und Tm – 5°C.