Technisches Gebiet.
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein chemisches
Verfahren, und sie betrifft eine intermediäre chemische
Verbindung in diesem Verfahren. Insbesondere betrifft die
vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von 1-(4-
Amino-6,7-dimethoxy-2-chinazolinyl)-4-(2-
tetrahydrofuroylpiperazin("Terazosin")hydrochloriddihydrat, und
sie betrifft die intermediäre Verbindung dieses Verfahrens, die
mit "Form IV" bezeichnete wasserfreie Kristallmodifikation von
Terazosinhydrochlorid.
Hintergrund der Erfindung
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1-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-chinazolinyl)-4-tetrahydrofuroylpiperazinhydrochlorid ist unter dem allgemeinen Namen
"Terazosin" bekannt, und es ist Gegenstand des U.S. Patentes Nr.
4 026 894.
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Pharmazeutische Zusammensetzungen, die Terazosin oder ein
pharmazeutisch verträgliches Salz umfassen und die Verwendung
solcher Zusammensetzungen zur Behandlung von Hochdruck sind im
U.S. Patent Nr. 4 112 097 offenbart und beansprucht.
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Das Dihydrat des Terazosins, seine Herstellung,
pharmazeutische Zusammensetzungen, die das Dihydrat enthalten,
und deren Verwendung zur Behandlung von Hochdruck sind im U.S.
Patent 4 251 532 offenbart und beansprucht.
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Das U.S. Patent Nr. 5 212 176 offenbart und beansprucht das
R(+)-Enantiomere von Terazosinhydrochloriddihydrat,
pharmazeutische Zusammensetzungen, die das R(+)-Enantiomere
enthalten, und deren Verwendung bei der Behandlung von
Hochdruck, von gutartiger prostatischer Hyperplasie, von
Hyperinsulinämie und von kongestivem Herzversagen.
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Die Kristallmodifikation Form II von wasserfreiem
Terazosinhydrchlorid ist Gegenstand des U.S. Patentes Nr. 5 294
615, und Verfahren zu dessen Herstellung sind in der
continuation-in-part-Anmeldung zum U.S. Patent Nr. 5 362 730,
erteilt am 8. November 1994, offenbart.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen.
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In den Zeichnungen
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ist FIGUR 1 das Infrarotspektrum der Kristallmodifikation Form
IV von wasserfreiem Terazosinhydrochlorid, das als ein
Intermediat im Verfahren der vorliegenden Erfindung
erzeugt wird.
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FIGUR 2 das 75,431 MHz NMR-Spektrum der
Kristallmodifikation Form IV von wasserfreiem Terazosinhydrochlorid,
das als ein Intermediat bei dem Verfahren der vorliegenden
Erfindung erzeugt wird.
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FIGUR 3 ist das Röntgen-Pulverdiffraktionsmuster (Spur) der
Kristallmodifikation Form IV von wasserfreiem
Terazosinhydrochlorid, das als ein Intermediat bei dem
Verfahren der vorliegenden Erfindung erzeugt wird.
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FIGUR 4 ist die differentielle Thermogrammspur der
Kristallmodifikation Form IV von wasserfreiem
Terazosinhydrochlorid, das als ein Intermediat bei dem
Verfahren der vorliegenden Erfindung erzeugt wird.
Zusammenfassung der Erfindung.
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In ihrer Hauptausführungsform umfaßt die vorliegende
Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von 1-(4-Amino-6,7-
dimethoxy-2-chinazolinyl)-4-(2-tetrahydrofuroyl)piperazinhydrochloriddihydrat, das folgende Schritte umfaßt:
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a) Umsetzen von 4-Amino-2-chlor-6,7-dimethoxychinazolin mit N-
(2-Tetrahydrofuryl)piperazin in einem wasserfreien polaren
organischen Lösungsmittel in Abwesenheit eines zugegebenen
Säurefängers unter Erzeugung der Kristallmodifikation Form IV
von wasserfreiem 1-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-chinazolinyl)-4-(2-
tetrahydrofuroyl)piperazinhydrochlorid; und b) nachfolgendes
Überführen des Produktes nach Schritt a) in 1-(4-Amino-6,7-
dimethoxy-2-chinazolinyl)-4-(2-tetrahydrofuroyl)piperazinhydrochloriddihydrat.
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In einer weiteren Ausführungsform stellt die vorliegende
Erfindung die neue wasserfreie Kristallmodifikation von 1-(4-
Amino-6,7-dimethoxy-2-chinazoinyl)-4-(2-
tetrahydrofuroyl)piperazinhydrochlorid zur Verfügung, die durch
Hauptpeaks im Röntgen-Pulverdiffraktionsmuster bei den Werten
von 7.15º ±0.2º; 10.44 ±0.2º; 14.56 ±0.2º;
20.48±0.2º; 21.23 ±0.2º; 22.47 ±0.2º; 23.70 ±0.2º; 24.43 ±0.2; und 27.11 ±0.2º;
für zwei Theta gekennzeichnet ist (die als die
Kristallmodifikation "Form IV" von wasserfreiem Terazosinhydrochlorid)
bezeichnet wird.
Eingehende Beschreibung und bevorzugte Ausführungsformen
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Das Verfahren der vorliegenden Erfindung liefert ein
effizientes, umweltfreundliches Verfahren mit hoher Ausbeute zur
Herstellung von Terazosinhydrochloriddihydrat, das über die neue
Kristalimodifikation "Form IV" von wasserfreiem
Terazosinhydrochlorid läuft, anstelle der basischen Form von Terazosin, wie
dies im U.S. Patent 4 251 532 gelehrt wird. Das Verfahren umfaßt
die Kupplung von 4-Amino-2-chlor-6,7-dimethoxy-chinazolin mit 1-
(2-Tetrahydrofuroyl)piperazin in einem wasserfreien polaren
organischen Lösungsmittel in Abwesenheit eines zugegebenen
Säurefängers im Temperaturbereich von zwischen ungefähr 100-150º
C, vorzugsweise ungefähr 110-130º C. Die Reaktion kann effektiv
in Lösungsmitteln wie etwa C&sub1;-C&sub4;-Alkoholen, C&sub2;-C&sub4;-Etheralkoholen,
C&sub4;-C&sub8;-Diethern und C&sub3;-C&sub6;-Ketonen durchgeführt werden. Da die
Reaktion am besten durch Erhitzen der Reaktionsmischung zum
Rückfluß durchgeführt wird, werden trockene polare organische
Lösungsmittel mit einem Siedepunkt im Temperaturbereich von
zwischen 100-150º C bevorzugt. Ein besonders bevorzugtes
Lösungsmittel ist der Monomethylether von Ethylenglykol (d.h.
Methoxyethanol), der einen Siedepunkt von ungefähr 125º C
aufweist.
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Mit dem Ausdruck "Etheralkohol" ist der Monoether eines
Diols gemeint, und er umfaßt solche Verbindungen, wie etwa
Methoxyethanol, Methoxypropanol, Ethoxyethanol und dergleichen.
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Mit dem Ausdruck "Diether" ist das Dietherderivat eines
Diols gemeint, und er umfaßt solche Verbindungen, wie etwa
Dimethoxymethan, Dimethoxyethan, Dimethoxypropan,
Diethoxymethan, Diethoxyethan und dergleichen.
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Der anfängliche Kupplungsreaktionsschritt des Verfahrens
gemäß der vorliegenden Erfindung wird während eines Zeitraumes
durchgeführt, der ausreichend ist, um die Reaktion der
Ausgangsmaterialien im wesentlichen zu vervollständigen, im
allgemeinen einen Zeitraum lang, der zwischen ungefähr sechs bis
zwölf Stunden liegt, vorzugsweise einen Zeitraum von ungefähr
acht Stunden lang.
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Das Verfahren der vorliegenden Reaktion ist dadurch
gekennzeichnet, daß die Kupplungsreaktion zwischen dem
Chlorchinazolin und der substituierten Piperazinverbindung in
Abwesenheit eines zugegebenen Säurefängers durchgeführt wird.
Das Verfahren gemäß dem Stand der Technik verwendet Triethylamin
zum Abfangen des Chlorwasserstoffs, der das Nebenprodukt der
Kupplungsreaktion ist. Aufgrund seiner Verwendung von
Triethylamin führt das Verfahren nach dem Stand der Technik
nach diesem ersten Kupplungsschritt zum Erhalt der basischen
Form von Terazosin, die mit Triethylamoniumchlorid verunreinigt
ist. Als Folge davon umfaßt dieses Verfahren, das in Beispiel 1
unten aufgeführt ist, eine Anzahl von nachfolgenden
Verfahrensschritten, die die pH-Einstellung und die Filtration umfassen,
um die Terazosinbase vom
Triethylamoniumchlorid-Reaktionsnebenprodukt abzutrennen. Diese Schritte tragen zur Komplexität
des Verfahrens gemäß dem Stand der Technik bei, was zu einer
entsprechenden Verminderung von Ausbeute und Durchsatz und zu
einer Steigerung der Volumina der Abfallmaterialien führt. Da
darüber hinaus das Produkt der anfänglichen Kupplungsreaktion
bei dem Verfahren gemäß dem Stand der Technik die basische Form
des Terazosins ist, sind nachfolgende Verfahrensschritte
notwendig, um die Base in das gewünschte Hydrochlorid zu
überführen, und um es in die Kristallform des Dihydrats zu
überführen.
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Als ein Beispiel für die größere Komplexität umfaßt das
Verfahren gemäß dem Stand der Technik den Schritt der
vollständigen Lösungsmittelentfernung am Ende des ersten
Kupplungsschrittes. Obwohl nicht eine Theorie unter Ausschluß
anderer bevorzugt werden soll, wird angenommen, daß die
Entfernung des Lösungsmittels aus dem ersten Kupplungsschritt
bei dem Verfahren gemäß dem Stand der Technik notwendig ist, um
den Verlust eines Teils des intermediären basischen
Kupplungsproduktes zu minimieren, der anderenfalls auftreten wirde, wenn
man das Produkt einfach aus der Lösung abfiltrieren würde. D.h.,
wenn man die Terazosinbase einfach aus der anfänglichen
Reaktionsmischung oder aus einer aufkonzentrierten
Reaktionsmischung abfiltriert, ist die Löslichkeit der Base im
Reaktionslösungsmittel ausreichend groß, daß der Verlust eines
beträchtlichen Anteils im Filtrat bewirkt wird.
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Das Weglassen der Zugabe eines Säurefängers zu der
anfänglichen Kupplungsreaktionsmischung führt dazu, daß der
erste Verfahrensschritt gemäß der vorliegenden Erfindung glatt
fortschreitet und direkt zur Herstellung einer hohen Ausbeute an
wasserfreiem Terazosinhydrochlorid führt. Da dieses Intermediat
ein ionisches Salz ist und eine wesentlich geringere Löslichkeit
im Reaktionslösungsmittel als die korrespondierende Base
aufweist, kann es einfach und fast vollständig durch Filtration
von der Reaktionsmischung abgetrennt werden, ohne daß das
Reaktionslösungsmittel entfernt werden muß. Alles, was bis zur
Erzeugung des gewünschten Endproduktes noch aussteht, ist die
nachfolgende Überführung, im zweiten Schritt des Verfahrens
gemäß der vorliegenden Erfindung, des wasserfreien
Terazosinhydrochlorids in dessen Dihydratform. Dies wird
nützlicherweise und in hoher Ausbeute mittels Umkristallisierung
der wasserfreien Form VI des Terazosinhydrochlorids aus dem
ersten Schritt aus wässerigem Ethanol durchgeführt.
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Wie aus den Werten, die in Tabelle 1 dargestellt sind,
ersichtlich ist, weist das Verfahren der vorliegenden Erfindung
zur Herstellung von Terazosinhydrochloriddihydrat eine Anzahl
von Vorteilen gegenüber dem Stand der Technik auf. Zunächst ist
die Ausbeute wesentlich erhöht. Das Verfahren gemäß dem Stand
der Technik führt zu einer Gesamtausbeute von ungefähr 73%, wenn
man von 4-Amino-2-chlor-6, 7-dimethoxychinazolin ausgeht, während
das Verfahren der vorliegenden Erfindung zu einer Gesamtausbeute
von ungefähr 92% führt.
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Zweitens führt die Ausschaltung einer Anzahl von
Verfahrensschritten verglichen mit dem Verfahren gemäß der Stand
der Technik zu einer großen Verminderung des
Abfallvloumenstroms, wobei die Volumina an Säure und organischen
Lösungsmitteln pro Mol Produkt minimiert werden, und wobei der
Bedarf an kaustischen Reagenzien gänzlich ausgeschaltet wird. In
der Tat vermeidet das Verfahren der vorliegenden Erfindung die
Verwendung von Triethylamin, einem möglicherweise gefährlichen
Luftverschmutzungsmittel.
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Drittens liefert das Verfahren der vorliegenden Erfindung
einen größeren Durchsatz. Bei absatzweiser Verfahrensweise
benötigt man mit dem vorliegenden Verfahren ungefähr vier Tage
zur Herstellung einer Charge Terazosinhydrochloriddihydrat,
verglichen mit ungefähr sieben Tagen zur Herstellung einer
Charge bei Anwendung des Verfahrens gemäß dem Stand der Technik.
Die Wirkung ist diejenige, daß der Zeitbedarf, bei dem die
industriellen Produktionsanlagen mit der Herstellung von Chargen
von Terazosinhydrochloriddihydrat befaßt sind, "zusammen
gedrängt" wird.
Tabelle 1
Vergleich des vorliegenden Verfahrens und des Verfahrens gemäß
dem Stand der Technik zur Herstellung von Terazosinhydrochlorid
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Überraschenderweise ist entdeckt worden, daß das
intermediäre wasserfreie Terazosinhydrochlorid, das aus dem
ersten Kupplungsschritt des Verfahrens der vorliegenden
Erfindung resultiert, eine bislang unbekannte
Kristallmodifikation ist. Um diese Substanz von den wasserfreien
Formen von Terazosinhydrochlorid zu unterscheiden, die dem
Anmelder zuvor bekannt waren (d. h. Form I, U.S. Patent Nr. 4
026 894, Form II, U.S. Patent Nr. 5 294 615 und Form III), wird
das Intermediat, das bei dem ersten Kupplungsschritt des
Verfahrens der vorliegenden Erfindung hergestellt wird, als
"Form IV" von wasserfreiem Terazosinhydrochlorid bezeichnet.
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Dieses Intermediat ist durch seine Infrarot- und NMR-
Spektren und durch die Röntgen-Pulver- und
Differentialthermogrammspuren gekennzeichnet, die jeweils in den Figuren 1-4
erscheinen.
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In den Beispielen 1-3 unten wird ein Vergleich zwischen dem
Verfahren gemäß dem Stand der Technik und demjenigen der
vorliegenden Erfindung angestellt. In Beispiel 1 wird das
Verfahren gemäß dem Stand der Technik zur Herstellung von
Terazosinhydrochloriddihydrat vorgestellt, das im U.S. Patent 4
251 532 erscheint. Beispiel 3 veranschaulicht das Verfahren
gemäß der vorliegenden Erfindung. In Beispiel 2 wurde das
Verfahren gemäß U.S. Patent 4 251 532 wiederholt, mit der
einzigen Änderung, daß der Triethylamin-Säurefänger
ausgeschlossen wurde.
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Wie aus der Untersuchung von Beispiel 2 hervorgeht, führt
das einfache Weglassen des Säurefängers aus dem Verfahren nach
dem Stand der Technik ohne die weiteren Änderungen die das
Verfahren der vorliegenden Erfindung umfaßt, zu einer
Gesamtausbeute an Terazosinhydrochloriddihydrat von ungefähr
65%, was ungefähr mit der 73%igen Gesamtausbeute vergleichbar
ist, die im Stand der Technik offenbart ist. Wenn das Verfahren
gemäß der vorliegenden Erfindung zur Herstellung von
Terazosinhydrochlorid angewendet wird, wie dies in Beispiel 3
gezeigt wird, steigt die Gesamtausbeute an
Terazosinhydrochloriddihydrat auf ungefähr 92%.
Beispiel 1
Verfahren gemäß dem Stand der Technik
(U.S. Patent Nr. 4 251 531)
Schritt 1 - Herstellung von 1-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-
chinazolinyl)-4-(2-tetrahydrofuroyl)piperazin
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Sechzig Gramm (0,25 Mol) von 4-Amino-2-chlor-6,7-
dimethoxychinazolin und 56,8 Gramm (0,308 Mol) von N-(2-
Tetrahydrofuroyl)piperazin wurden zu einer gerührten Lösung von
500 Gramm Methyl-Cellosolve (Ethylenglykolmonomethylether) und
37,9 Gramm Triethylamin zugesetzt. Die Reaktionsmischung wurde
auf eine Temperatur zwischen 115 und 120º C erhitzt und 8
Stunden lang gehalten, und dann wurde sie über Nacht auf
Raumtemperatur abkühlen lassen. Das Methyl-Cellosolve wurde
mittels Vakuumdestillation entfernt, der Rückstand wurde in
1920ml von 45º C warmem destillierten Wasser aufgenommen, und
die Temperatur der Lösung wurde erneut auf 45º C eingestellt.
Der pH wurde dann mit konzentrierter Chlorwasserstoffsäure auf
pH 2,5 eingestellt, und die Lösung wurde 1 Stunde lang gemischt.
Die Lösung wurde dann filtriert und der pH wurde mit gefiltertem
Ammoniakwasser (28%) auf pH 8,3 eingestellt. Nach einstündigem
Erhitzen auf 65º C wurde die Lösung auf 15º C abgekühlt und auf
einer Temperatur zwischen 15 und 20º C 16 Stunden lang gehalten.
Das resultierende kristalline Produkt wurde abfutriert, mit
kaltem Wasser (15º C) gewaschen und in Vakuum bei 65º C
getrocknet, wobei man 84 Gramm (87%) der wasserfreien Base
erhielt.
Schritt 2 - Herstellung von 1-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-
chinazolinyl)-4-(2-tetrahydrofuroyl)piperazinhydrochloriddihydrat
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Das Hydrochloridsalz der Dihydratverbindung, die wie oben
in Schritt 1 beschrieben hergestellt worden war, wurde
hergestellt, in dem 10 Gramm (0,026 Mol) des oben hergestellten
1-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-chinazolinyl)-4-(2-tetrahydrofuroyl)-
piperazins in 150ml 95%igem (190 Proof) Formel 3A Alkohol
aufgeschlämmt wurden, wobei die Aufschlämmung auf ungefähr 35º C
erwärmt wurde, und wobei 2,5ml konzentrierte wässerige
Chlorwasserstoffsäure zugesetzt wurde, und die Mischung auf
ungefähr 70º C erwärmt. Die Reaktionsmischung wurde mit
Aktivkohle behandelt, die Aktivkohle wurde abfiltriert, und das
Filtrat wurde über Nacht in einer Eisbox gekühlt. Das Produkt
wurde dann abfiltriert und bei 600 C getrocknet, wobei man 10
Gramm (0,022 Mol, 84%) des gewünschten Produktes erhielt, Smp.
271-274º C.
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Die Gesamtausbeute ausgehend von 4-Amino-2-chlor-6,7-
dimethoxychinazolin betrug 73%.
Beispiel 2
Abgewandeltes Verfahen nach dem Stand der Technik
Herstellung von 1-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-chinazolinyl)-4-(2-
tetrahydrofuroyl)piperazinhydrochloriddihydrat
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Das Verfahren gemäß U.S. Patent 4 251 532 wurde wiederholt,
mit der einzigen Ausnahme, daß in Schritt 1, der zur Bildung der
freien
1-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-chinazolinyl)-4-(2-tetrahydrofuroyl)piperazinbase führt, der Triethylamin-Säurefänger
weggelassen wurde.
Schritt 1 - Herstellung von 1-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-
chinazolinyl)-4-(2-tetrahydrofuroyl)piperazin
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Sechzig Gramm (0,25 Mol) 4-Amino-2-chlor-6,7-
dimethoxychinazolin und 56,8 Gramm (0,308 Mol) N-(2-
Tetrahydrofuroyl)piperzin wurden zu einer gerührten Lösung von
500 Gramm Methyl-Cellosolve (Ethylenglykolmonomethylether)
hinzugegeben. Die Reaktionsmischung wurde auf eine Temperatur
zwischen 115 bis 120º C erwärmt und dort 8 Stunden gehalten, und
dann wurde sie auf 60º C abgekühlt. Das Methyl-Cellosolve wurde
mittels Vakuumdestillation entfernt, der Rückstand wurde in
1920ml destilliertem Wasser von 45º C aufgenommen, und die
Temperatur der Lösung wurde erneut auf 45º C temperiert. Der pH
wurde dann mit konzentrierter Chlorwasserstoffsäure auf pH 2,5
eingestellt, und die Lösung wurde 1 Stunde lang vermischt. Die
Lösung wurde dann filtriert, und der pH wurde mit gefiltertem
Ammoniakwasser (28%) auf pH 8,3 eingestellt. Nach einstündigem
Erhitzen auf 65º C wurde die Lösung auf 15º C gekühlt und 16
Stunden lang bei einer Temperatur zwischen 15 und 20º C
gehalten. Das resultierende Kristallprodukt wurde filtriert, mit
kaltem Wasser gewaschen (15º C) und im Vakuum bei 65º C
getrocknet, wobei sich 90,8 Gramm (94%) der wasserfreien Base
ergaben.
Schritt 2 - Herstellung von 1-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-
chinazolinyl)-4-(2-tetrahydrofuroyl)piperazinhydrochloriddihydrat
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Das Hydrochloridsalz der Dihydratverbindung, die wie oben
in Schritt 1 beschrieben hergestellt worden war, wurde
hergestellt, indem 10 Gramm (0,026 Mol) des oben hergestellten
1-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-chinazolinyl)-4-(2-tetrahydrofuroyl)piperazins in 150ml 95%igem (190 Proof) Formel 3A Alkohol
aufgeschlämmt wurden, und indem die Aufschlämmung auf ungefähr
35º C erwärmt wurde, wobei 2,5ml konzentrierte wässerige
Chlorwassersäure zugesetzt wurden, und wobei die Mischung auf
ungefähr 70º C erhitzt wurde. Die Reaktionsmischung wurde mit
Aktivkohle behandelt, die Aktivkohle wurde abfiltriert und das
Filtrat wurde über Nacht in einer Eisbox gekühlt. Das Produkt
wurde dann abfiltriert und bei 60º C getrocknet, wobei 8,3 Gramm
(0,018 Mol, 69%) des gewünschten Produktes erhalten wurden.
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Die Gesamtausbeute ausgehend von 4-Amino-2-chlor-6,7-
dimethoxychinazolin betrug 65%.
Beispiel 3
Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung
Herstellung von 1-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-chinazolinyl)-4-(2-
tetrahydrofuroyl)piperazinhydrochloriddihydrat
Schritt 1 - Herstellung von wasserfreiem 1-(4-Amino-6,7-
dimethoxy-2-chinazolinyl)-4-(2-tetrahydrofuroyl)piperazinhydrochlorid
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Eine Aufschlämmung von 60 Gramm (0,25 Mol) 4-Amino-2-chlor-
6,7-dimethoxy-chinazolin, 55,39 (0,3 Mol) 1-(2-
Tetrahydrofuroyl)piperazin und 175 Gramm 2-Methoxyethanol wurde
unter einer Stickstoffatmosphäre bei mechanischem Rühren 8
Stunden lang auf 120-123º C erhitzt. Die Aufschlämmung wurde
dann auf 70º C abgekühlt und 140ml 3A 100%iges (200 Proof)
Ethanol wurden zugesetzt. Die resultierende Mischung wurde auf
60 bis 70º C 1 Stunde lang erwärmt und dann auf 0-5º C
abgekühlt. Zu der gekühlten Lösung wurden 2,5 Gramm
konzentrierte wässerige Chlorwasserstoffsäure in 12ml 3A
100%igem (200 Proof) Ethanol zugesetzt. Diese Mischung wurde bei
-5-5º C 1,5 Stunden lang gehalten, wobei danach der ausgefallene
Feststoff mittels Filtration gesammelt und mit 50ml kaltem 3A
100%igem (200 Proof) Ethanol gewaschen wurde, wobei man 98,7g
(0,233 Mol, 93%) an wasserfreiem 1-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-
chinazolinyl)-4-(2-tetrahydrofuroyl)piperazinhydrochlorid von
zuvor unbekannter Kristallmodifikation erhielt.
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Das Infrarot- und NMR-Spektrum und die Röntgen-Pulver- und
Differentialthermogrammspuren erscheinen jeweils in den Figuren
1-4.
Schritt 2 - 1-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-chinazolinyl)-4-(2-
tetrahydrofuroyl)-piperazinhydrochloriddihydrat
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Zu einer Mischung von 296ml destilliertem Wasser und 166ml
3A 100%igem (200 Proof Ethanol) wurden 97,6 Gramm (0,231 Mol) 1-
(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-chinazolinyl)-4-(2-tetrahydrofuroyl)piperazinhydrochlorid, hergestellt, wie oben in Schritt 1
beschrieben, zugesetzt.
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Die Mischung wurde auf 78º C erwärmt und dann mit 3 Gramm
Diatomeenerde behandelt. Nach 5-minütigem Rühren wurde die
Mischung filtriert und der Filterkuchen wurde mit 25ml heißem
destilliertem Wasser gewaschen. Das Filtrat wurde gekühlt und 1
Stunde lang bei 30º C gehalten. Zu der resultierenden
Aufschlämmung wurden über einen Zeitraum von 32 Minuten 148ml 3A
100%iges (200 Proof) Ethanol zugesetzt. Die resultierende
Mischung wurde auf 10º C gekühlt, und der pH wurde durch die
Zugabe von 3,8 Gramm konzentrierter wässeriger
Chlorwasserstoffsäure auf 2,0 eingestellt. Die saure Lösung
wurde auf 0-5º C gekühlt und in diesem Temperaturbereich
sechzehn Stunden lang gehalten.
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Der ausgefallene Feststoff wurde mittels Filtration
gesammelt und in einem Vakuumofen bei 50-55º C bei 127mm Hg
zwanzig Stunden lang getrocknet, wobei man 105 Gramm (0,229 Mol,
99%) 1-(4-Amino-6,7-dimethoxy-2-chinazolinyl)-4-(2-
tetrahydrofuroyl)piperazinhydrochloriddihydrat erhielt.
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Die Gesamtausbeute ausgehend von 4-Amino-2-chlor-6,7-
dimethoxy-chinazolin betrug 92%.