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Die vorliegende Erfindung betrifft
thermisch stabilisierte gefriergetrocknete vesikelhaltige Ultraschallkontrastmittel
sowie ein Verfahren zu deren Herstellung.
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Vesikel (dieser Begriff wird hierin
verwendet, um unilamellare und multilamellare Strukturen zu bezeichnen,
z. B. Strukturen, welche verschiedentlich als Liposome, Micellen,
Mikrobläschen
und Mikroballone bezeichnet werden) werden häufig als Mittel zur Gabe beziehungsweise
Verabreichung von therapeutisch oder diagnostisch wirksamen Stoffen
verwendet. In dem Gebiet der Ultraschallbildgebungskontrastmedien
können Vesikel,
welche Materialien enthalten (hierin als vesikuläre Materialien bezeichnet),
die bei Körpertemperatur gasförmig sind,
als echogene Kontrastmittel verwendet werden, insbesondere zur Verabreichung
in das Gefäßsystem.
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Vesikuläre Kontrastmedien werden im
Allgemeinen in der Form einer wässrigen
Dispersion verabreicht, welche eine niedrige Konzentration der Vesikel
relativ zu dem wässrigen
Trägermedium
enthält.
Dementsprechend wird die Lagerung und der Transport solcher vesikulären Kontrastmittel
deutlich effizienter, wenn die Vesikel in getrockneter Form gelagert
werden können.
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Das Gefriertrocknen von vesikulären Zusammensetzungen
ist möglich,
und daher werden im Allgemeinen Formulierungshilfsmittel in die
Zusammensetzung eingeschlossen, um die Trockentechnik zu unterstützen. Solche
Hilfsmittel dienen im Allgemeinen zu einer von zwei Funktionen.
Es werden Füllmittel
zugesetzt, um den Gesamtfeststoffgehalt zu erhöhen, so dass ein mechanisch
robusteres Produkt erreicht wird. Stabilisatoren, anders auch als
Kryoprotektanden oder Lyoprotektanden bezeichnet, werden zugesetzt,
um die Bildung des Glaszustandes zu unterstützen, welcher während der
Entwässerung
gebildet wird, und um dem getrockneten Produkt physikalische Festigkeit
zu verleihen. Beispiele für
auf diese Weise verwendete Stabilisatoren umschließen Mannit
und Glukose.
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Gefriergetrocknete vesikuläre Ultraschallkontrastmittel
vermitteln ebenso Probleme, obwohl sie Vorteile hinsichtlich des
Transports und der Lagerung auf Grund der Verminderung in der Masse
relativ zu den wässrigen
zur Verwendung fertigen Dispersionen zu Verfügung stellen, da das gefriergetrocknete
Produkt in dem Bereich von Umgebungstemperaturen normalerweise im
Zusammenhang mit dem Transport und der Lagerung thermisch nicht
stabil ist, und als ein Ergebnis muss es vor der sekundären Bildung
beziehungsweise Herstellung in einer Umgebung gehalten werden, in
welcher die Temperatur unterhalb der Umgebungstemperatur gehalten
wird (z. B. bei 5 bis 10°C).
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Es wurde nun überraschenderweise gefunden,
dass durch die geeignete Wahl des Stabilisators, welcher zum Gefriertrocknen
verwendet wird, es möglich
ist, gefriergetrocknete vesikuläre
Ultraschallkontrastmittel herzustellen, welche bei Umgebungstemperaturen
und oberhalb davon und in der Tat bei allen Temperaturen, welche
im Normalfall während
des Transports und der Lagerung auftreten, thermisch stabil sind.
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Das thermisch stabile gefriergetrocknete
Produkt kann anschließend
ohne den Bedarf einer Temperaturkontrolle von dessen Umgebung gelagert
und transportiert werden und kann insbesondere an Krankenhäuser und Ärzte für die Vor-Ort-Formulierung
in eine verabreichbare Dispersion geliefert werden, ohne das es erforderlich
ist, dass solche Verwender spezielle Lagerungsvorrichtungen besitzen.
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Von einem Aspekt betrachtet stellt
somit die vorliegende Erfindung ein gefriergetrocknetes, vesikelhaltiges
Ultraschallkontrastmittel zur Verfügung, enthaltend einen Gefriertrocknungsstabilisator
oder eine Mischung von Stabilisatoren, wobei (i) das Gewichtsverhältnis des
Stabilisators oder der Mischung von Stabilisatoren zu den Vesikeln
in dem Mittel mindestens 10 : 1 beträgt, (ii) der Stabilisator oder
die Mischung von Stabilisatoren einen Tg-Wert oberhalb von 20°C (bevorzugt
von mindestens 22°C,
insbesondere bevorzugt von mindestens 25°C, ganz besonders bevorzugt
von mindestens 30°C
und äußerst bevorzugt
von mindestens 40°C,
z. B. bis zu 65°C
oder höher)
und einen Tg'-Wert von –37°C oder darüber (bevorzugt
oberhalb von –36°C, besonders
bevorzugt oberhalb von –35°C, z. B.
von –10
bis –37°C) aufweist,
und (iii) das Mittel bei Temperaturen oberhalb von 20°C (bevorzugt
von mindestens 22°C,
besonders bevorzugt von mindestens 25°C, ganz besonders bevorzugt
von mindestens 30°C
und äußerst bevorzugt
von mindestens 40°C,
z. B. von bis zu 65°C
oder höher)
thermisch stabil ist.
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Von einem weiteren Aspekt betrachtet
stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines
thermisch stabilen gerfiergetrockneten vesikelhaltigen Ultraschallkontrastmittels
zur Verfügung,
welches bei Temperaturen oberhalb von 20°C (bevorzugt von mindestens
22°C, besonders
bevorzugt von mindestens 25°C,
ganzu besonders bevorzugt von mindestens 30°C und äußerst bevorzugt von mindestens
40°C, z.
B. bis zu 65°C
oder höher)
thermisch stabil ist, wobei das Verfahren das Gefriertrocknen einer
wässrigen
Dispersion, umfassend ein vesikuläres Ultraschallkontrastmittel
und einen Gefriertrocknungsstabilisator oder eine Mischung von Stabilisatoren,
umfasst, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass der Stabilisator
oder die Mischung von Stabilisatoren in der Dispersion in einem
Gewichtsverhältnis
bezüglich
der Vesikel darin von mindestens 10 : 1 vorliegt, und dass der Stabilisator
oder die Mischung von Stabilisatoren einen Tg-Wert oberhalb von 20°C (bevorzugt von mindestens
22°C, besonders
bevorzugt von mindestens 25°C,
ganz besonders bevorzugt von mindestens 30°C und außerst bevorzugt von mindestens
40°C, z.
B. bis zu 65°C
oder höher)
und einen Tg'-Wert von –37°C oder darüber (bevorzugt
oberhalb von –36°C, besonders
bevorzugt oberhalb von –35°C, z. B.
von –10
bis –37°C) besitzt.
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Von noch einem weiteren Aspekt betrachtet
stellt die vorliegende Erfindung die Verwendung eines gefriergetrockneten
Stabilisators oder eine Mischung von Stabilisatoren mit einem Tg-Wert
oberhalb von 20°C (bevorzugt
von mindestens 22°C,
besonders bevorzugt von mindestens 25°C, ganz besonders bevorzugt
von mindestens 30°C
und äußerst bevorzugt
von mindestens 40°C,
z. B. bis zu 65°C
oder höher)
und einen Tg'-Wert von –37°C oder darüber (bevorzugt
oberhalb –36°C, besonders
bevorzugt oberhalb –35°C, z. B.
von –10
bis 37°C)
in der Herstellung eines vesikelhaltigen Ultraschallkontrastmittels
zur Verfügung,
welches bei Temperaturen oberhalb von 20°C (bevorzugt von mindestens
22°C, besonders
bevorzugt von mindestens 25°C,
ganz besonders bevorzugt von mindestens 30°C und äußerst bevorzugt von mindestens
40°C, z.
B. bis zu 65°C
oder höher)
thermisch stabil ist und welches den Stabilisator oder die Mischung
von Stabilisatoren in einem Gewichtsverhältnis bezüglich des Vesikels darin von
mindestens 10 : 1 enthält.
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Von einem weiteren Aspekt betrachtet
stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Lagerung und zum
Transport eines gefriergetrockneten vesikelhaltigen Ultraschallkontrastmittels,
wie es oben definiert wurde, zur Verfügung, worin die Lagerung oder
der Transport ohne Kühlung
stattfindet.
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Von noch einem weiteren Aspekt betrachtet
stellt die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines
vesikelhaltigen Ultraschallkontrastmittels zur Verfügung, welches
das Dispergieren eines gefriergetrockneten vesikelhaltigen Ultraschallkontrastmittels,
wie es oben definiert wurde, in einem physiologisch tolerierbaren
wässrigen
Dispersionsmedium umfasst.
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Für
ein jedes Material ist Tg die Glasübergangstemperatur des getrockneten
Materials, während
Tg' die Glasübergangstemperatur
der maximal gefrieraufkonzentrierten reinen wässrigen Lösung des Materials darstellt.
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Neben der verbesserten thermischen
Stabilität
erhöhen
die gefriergetrockneten vesikulären
Kontrastmittel gemäß der vorliegenden
Erfindung ebenso überraschenderweise
die Fähigkeit
der Vesikel, Halocarbongase und Gasvorstufen, welche in herkömmlichen
Ultraschallkontrastmitteln verwendet werden, zurückzuhalten.
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In der Erfindung können die
Ultraschallkontrastmittel jegliche physiologisch tolerierbare echogene
vesikuläre
Mittel sein. Bevorzugt enthalten die Vesikel jedoch ein Gas oder
eine Gasvorstufe beziehungsweise einen Gasvorläufer (z. B. eine Verbindung
oder eine Verbindungsmischung, welche im wesentlichen gasförmig (einschlielilich
Dampft bei normaler Temperatur des menschlichen Körpers (37°C) vorliegt).
Ein jegliches biokompatibles Gas, Gasvorläufer oder Mischung kann eingesetzt
werden. Das Gas kann daher zum Beispiel umfassen Luft; Stickstoff;
Sauerstoff; Kohlendioxid; Wasserstoff; und Stickoxid; ein Inertgas,
wie Helium, Argon, Xenon oder Krypton; ein Schwefelfluorid, wie
Schwefelhexafluorid, Dischwefeldekafluorid, oder Trifluormethylschwefelpentafluorid;
Selenhexafluorid; ein wahlweise halogeniertes Silan, wie Tetramethylsilan;
einen niedermolekulargewichtigen Kohlenwasserstoff (z. B. enthaltend
bis zu 7 Kohlenstoffatome), beispielsweise ein Alkan, wie Methan,
Ethan, ein Propan, ein Butan oder ein Pentan, ein Cycloalkan, wie
Cyclobutan oder Cyclopentan, ein Alken, wie Propen oder ein Beten,
oder ein Alkin, wie Acetylen; einen Ether; ein Keton; einen Ester; einen
halogenierten niedermolekulargewichtigen Kohlenwasserstoff (z. B.
enthaltend bis zu 7 Kohlenstoffatome); oder eine Mischung irgendwelcher
der vorstehend genannten Materialien. Mindestens einige der Halogenatome
in den halogenierten Gasen sind vorteilhafterweise Fluoratome. Daher
können
beispielsweise biokompatible halogenierte Kohlenwasserstoffgase
ausgewählt
sein aus Bromchlordifluormethan, Chlordifluormethan, Dichlordifluormethan,
Bromtrifluormethan, Chlortrifluormethan, Chlorpentafluorethan, Dichlortetrafluorethan
und Perfluorkohlenstoffen, z. B. Perfluoralkanen, wie Perfluormethan,
Perfluorethan, Perfluorpropanen, Perfluorbutanen (z. B. Perfluor-n-butan,
wahlweise in Mischung mit anderen Isomeren, wie Perfluorisobutan), Perfluorpentanen,
Perfluorhexanen und Perfluorheptanen; Perfluoralkenen, wie Perfluorpropen,
Perfluorbutenen (z. B. Perfluorbut-2-en) und Perfluorbutadien; Perfluoralkinen,
wie Perfluorbut-2-in; und Perfluorcycloalkanen, wie Perfluorcyclobutan,
Perflu ormethylcyclobutan, Perfluordimethylcyclobutanen, Perfluortrimethylcyclobutanen,
Perfluorcyclopentan, Perfluormethylcyclopentan, Perfluordimethylcyclopentanen,
Perfluorcyclohexan, Perfluormethylcyclohexan und Perfluorcycloheptan.
Andere halogenierte Gase umschliessen fluorierte, z. B. perfluorierte,
Ketone, wie Perfluoraceton, und fluorierte, z. B. perfluorierte,
Ether, wie Perfluordiethylether.
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Besonders bevorzugt enthalten die
Vesikel ein Perfluoralkan, insbesondere ein Perfluorbutan, Perfluorpentan
oder Perfluorhexan, insbesondere n-Perfluorbutan.
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In den Vesikeln kann die Membran
aus jeglichen physiologisch tolerierbaren membranbildenden Materialien
gebildet sein, insbesondere Phospholipiden, und kann entweder vernetzt
oder nicht vernetzt sein. Die aus Mischungen von geladenen und nicht
geladenen Phospholipiden gebildeten Membranen sind insbesondere
bevorzugt, und es ist besonders bevorzugt, dass die Vesikel eine
Nettooberflächenladung
tragen sollten, bevorzugt eine negative Ladung. Solche Phospholipid-Vesikel haben besonders
günstige
Blutverweilzeiten.
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Die Vesikel können weiter mit einem Blutaufenthaltsverlängerungsmittel
versehen sein, z. B. durch, Konjugieren solch eines Mittels an die
Membran oder an eine lipophile Gruppe, welche sich in der Membran verankert.
Solche Blutaufenthaltsverlängerungsmittel,
z. B. Polyalkylenoxide, wie Polyethylenglykol, können als Opsonisationsinhibitoren
wirken, wobei. die Aufnahme der Vesikel aus dem Gefäß. durch
das Retikuloendothelialsystem verzögert wird.
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Wünschenswerterweise
bestehen mindestens 75%, bevorzugt im wesentlichen das gesamte Phospholipidmaterial
in dem Kontrastmittel gemäß der Erfindung
aus Molekülen,
welche einzeln eine Nettogesamtladung unter Bedingungen der Herstellung
und/oder der Verwendung tragen, wobei die Ladung positiv oder, besonders
bevorzugt, negativ sein kann. Repräsentative positiv geladene
Phospholipide umschließen
Ester von Phosphatidsäuren,
wie Dipalmitoylphosphatidsäure
oder Distearoylphosphatidsäure,
mit Aminoalkoholen, wie Hydroxyethylendiamin. Beispiele für negativ
geladene Phospholipide umschließen
natürlich
auftretende (z. B. abgeleitet von Soya oder Eidotter), semisynthetische
(z. B. teilweise oder vollständig
hydrierte) und synthetische Phosphatidylserine, Phosphatidylglycerine,
Phosphatidylinositole, Phosphatidsäuren und Kardiolipine. Die
Fettacylgruppen solcher Phospholipide enthalten typischerweise ungefähr 14–22 Kohlenstoffatome,
wie beispielsweise in Palmitoyl- und Stearoyl-Gruppen. Lysoformen
sol cher geladenen Phospholipide sind ebenso gemäß der vorliegenden Erfindung
nützlich,
wobei der Begriff "Lyso" Phospholipide bezeichnet, welche nur eine
Fettacylgruppe enthalten, wobei diese bevorzugt an das Kohlenstoffatom
der 1-Position der Glyceryleinhet estergebunden ist. Solche Lysoformen
geladener Phospholipide können
vorteilhafterweise in Mischung mit geladenen Phospholipiden, welche
zwei Fettacylgruppen enthalten, verwendet werden.
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Phosphatidylserine repräsentieren
besonders bevorzugte Phospholipide zur Verwendung in Kontrastmitteln
gemäß der vorliegenden
Erfindung und stellen bevorzugt einen wesentlichen Teil, z. B. mindestens 80%
des anfänglichen
Phospholipidgehalts davon, beispielsweise 85–92%, dar, obwohl dieser in
der nachfolgenden Verarbeitung, wie der Wärmesterilisation, nachträglich leicht
vermindert werden kann, z. B. auf ca. 70%. Ohne an irgendeine theoretische
Betrachtung gebunden sein zu wollen, wird angenommen, dass das ionische
Verbrücken
zwischen den Carboxyl- und Aminogruppen der benachbarten Serin-Einheiten
zu der Stabilität
solcher Systeme beiträgt.
Bevorzugte Phosphatidylserine umschließen gesättigtes (z. B. hydriertes oder synthetisches)
natürliches
Phosphatidylserin und synthetische oder semisynthetische Dialkanoylphosphatidylserine,
wie Distearoylphosphatidylserin, Dipalmitoylphosphatidylserin und
Diarachidoylphosphatidylserin.
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Ein wichtiger Vorteil der Verwendung
solcher Phosphatidylserin-basierten Kontrastmittel liegt darin, dass
der Körper
gealterte rote Blutzellen und Blutplättchen durch hohe Konzentrationen
von Phosphatidylserin auf deren Oberfläche erkennt und solche Kontrastmittel
aus dem Blutkreislauf in einer ähnlichen
Weise wie die Eliminierung von gealterten roten Blutzellen eliminieren
kann. Darüberhinaus
können
sie, da die Oberfläche solcher
Kontrastmittel als vom Körper
endogen registriert werden kann, die Induktion von nachteilhaften
systemischen Nebeneffekten, wie haemodynamischen Effekten und von
anderern anaphylaktischen Reaktionen, vermeiden, welche die Verabreichung
einiger Liposomzubereitungen begleiten können (siehe zum Beispiel die WO-A-95/12386).
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Liposomale Ultraschallkontrastmittel,
welche zur Verwendung gemäß der vorliegenden
Erfindung geeignet sind, können
hergestellt werden, wie es in der Literatur beschrieben ist, siehe
beispielsweise die WO-A-92/22247, WO-A-94/28780, WO-A-93/05819,
WO-A-95/16467, die PCT/GB96/01361 und Unger et al. Invest. Radiol.
29 (Suppl. 2): S134–S136
(1994).
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Wie vorstehend angegeben wurde, ist
der Stabilisator, welcher gemäß der vorligenden
Erfindung verwendet wird, ein physiologisch tolerierbarer Gefriertrocknungsstabilisator
(oder eine Mischung) mit einer Glasübergangstemperatur (Tg) oberhalb
von 20°C,
z. B. in dem Bereich von 25 bs 70°C,
und mit. einen Tg'-Wert von –37°C oder darüber. Beispiele
geeigneter Stabilisatoren umschließen Saccharose, Maltose H2O, Trihalose, Raffinose, und Stachyose.
Ein besonders geeignetes Beispiel ist Saccharose, wahlweise in Mischung
mit geringeren Mengen (z. B. bis zu 20 Gew.-%, bevorzugt bis zu
10 (Gew.-%) anderer Stabilisatoren.
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Wiederum, wie oben bereits verzeichnet
wurde, liegt der Stabilisator in der Zusammensetzung in einem Gewichtsverhältnis von
mindestens 10 : 1, bevorzugt von mindestens 20 : 1, optimalerweise
in der Höhe von
200 : 1, z. B. bis zu 5000 : 1 oder sogar darüber, vor. Dementsprechend ist
der Beitrag der Glasübergangstemperatur
(Tg) des getrockneten Produkts relativ unabhängig von der vesikulären Komponente,
und Stabilisatorkandidaten können
leicht durch Routinetechniken gescreent werden, wobei bestimmt wird,
ob sie in Kombination mit den anderen Bestandteilen, welche in dem
wässrigen
Trägermedium
vorliegen, unter Bildung eines Produkts mit einer Glasübergangstemperatur
(Tg) oberhalb von 20°C
trocknen.
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Herkömmlich liegt der Stabilisator
in 1 bis 50 Gew.-%, bevorzugt in 5 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt
in ungefähr
10 bis 20 Gew.-% in der Zusammensetzung vor, welche einer Gefriertrocknung
unterzogen wird. Die Konzentration des Stabilisators kann, wenn
dies gewünscht
ist, ebenso oberhalb der isotonischen Konzentrationen liegen, da
das Produkt unter Wiederherstellung nach dem Gefriertrocknen verdünnt werden kann.
Die Vesikelkomponente liegt bevorzugt in 0,01 bis 5 Gew.-%, bevorzugt
in 0,1 bis 3 Gew.-%, besonders bevorzugt in ungefähr 0,5 bis
1,5 Gew.-% vor (wobei angenommen wird, dass dessen Gewicht nur das
Gewicht des membranbildenden Materials ist). Die Menge an Stabilisator
in Bezug auf das Wiederherstellungsfluid, welches zur Umwandlung
des gefriergetrockneten Produkts in eine verabreichbare Dispersion
verwendet wird, wird in Abhängikeit
der Körperregion
oder des Organs, welche/welches einem Bildgebungsverfahren unterzogen
werden soll, und in Abhängikeit
des gewählten
Verabreichungsmodus ausgewählt.
Zum Beispiel kann sie mindestens zweimal die in der Zusammensetzung
darstellen, welche der Gefriertrocknung unterzogen wurde.
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Für
Ultraschallanwendungen, wie die Echocardiographie, kann es angenehm
sein, um einen freien Durchgang durch das Lungensystem zu erlauben
und um eine Resonanz mit den bevorzugten Bildgebungsfrequenzen von
ungefähr
0,1 bis 15 MHz zu erreichen, dass Vesikel eingesetzt werden, welche
eine mittlere Größe von 0,1
bis 10 μm,
z. B. 1–7 μm, aufweisen.
Die Vesikel können
mit einer sehr schmalen Größenverteilung
innerhalb des für
die Echocardiographie bevorzugten Bereichs hergestellt werden, wodurch
deren Echogenizität
sowie deren in-vivo-Sicherheit stark verbessert wird, und wodurch
den Kontrastmitteln ein besonderer Vorteil in Anwendungen verliehen
wird, wie in Blutdruckmessungen, Blutflußüberwachung und Ultraschalltomographie.
Somit können
beispielsweise Produkte, in denen über 90% (z. B. mindestens 95%,
bevorzugt mindestens 98%) der Vesikel Durchmesser in dem Bereich
von 1–7 μm aufweisen
und weniger als 5% (z. B. nicht mehr als 3%, bevorzgt nicht mehr
als 2%) der Vesikel Durchmesser oberhalb von 7 μm aufweisen, leicht hergestellt
werden.
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In Ultraschallanwendungen können die
Kontrastmedien beispielsweise in Dosen verabreicht werden, so dass
die Menge des membranbildenden Materials (z. B. Phospholipid) in
dem Bereich von 0,1–10 μg/kg Körpergewicht,
besonders bevorzugt 1–5 μg/kg eingespritzt
wird. Es ist verständlich,
dass die Verwendung solcher niedrigen Teile an membranbildendem
Material von substantiellem Vorteil in der Minimierung möglicher toxischer
Nebeneffekte ist.
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Die Gesamtkonzentration des membranbildenden
Materials in den zur Verwendung fertigen Zusammensetzungen, welche
unter Verwendung des getrockneten Produkts der Erfindung hergestellt
sind, liegt wünschenswerterweise
in dem Bereich von 0,01 bis 5 Gew.-%, bevorzugt von 0,05 bis 2,0
Gew.-%, und insbesondere bei ungefähr 0,5 Gew.-%.
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Die der Gefriertrocknung unterzogene
Zusammensetzung enthält
vorteilhafterweise mindestens einen Füllstoff, z. B. ein Polyol (z.
B. ein C3-Polyol, wie Glycerin oder Propylenglykol)
oder ein Polysaccharid wie Dextran, oder ein Polyglykol, wie Polyethylenglykol,
oder Mischungen davon Typischerweise kann das Füllmittel in Konzentrationen
verwendet werden, welche ähnlich
zu denen oder geringfügig
niedriger als die des Stabilisators sind, z. B. 3 bis 10 Gew.-%,
bevorzugt ungefähr
5 Gew.-%. Die Füllmittel
sollten dazu in der Lage sein, während
des Gefriertrocknungsverfahrens zu kristallisieren, da sie nur in
diesem Zustand einen neutralen Effekt auf die Produktstabilität ausüben. Sie
unterscheiden sich somit von den Stabilisatoren, welche während des
Gefriertrocknens in dem amorphen Zustand vorliegen sollten.
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Andere Bestandteile beziehungsweise
Hilfsmittel können,
wenn dieses erwünscht
ist, in der Zusammensetzung, welche getrocknet werden soll, vorliegen
oder können
bei der Formulierung zur Verabreichung zugesetzt werden. Solche
Bestandteile können
beispielsweise pH-Regulatoren, Osmolalitätseinsteller, Viskositätssteigerungsmittel,
Emulgatoren etc. einschließen
und können
in herkömlichen
Mengen verwendet werden.
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Das getrocknete Produkt liegt im
Allgemeinen in pulvriger Form vor und ist in Wasser, einer wässrigen Lösung, wie
Kochsalzlösung
(welche vorteilhafterweise derartig im Gleichgewicht gehalten wird,
dass das fertige Produkt zur Injektion nicht hypotonisch ist) oder
einer Lösung
einer oder mehrerer Tonus- beziehungsweise Tonizität-einstellender
Substanzen, wie Salze (z. B. von Plasmakationen mit physiologisch
tolerierbaren Gegenionen) oder Zucker, Zuckeralkohole, Glykole und
andere nichtionische Polyolmaterialien (z. B. Glukose, Saccharose,
Sorbit, Mannit, Glycerin, Polyethylenglykole, Propylenglykole und ähnliches)
leicht wiederherstellbar. Die Wiederherstellung beziehungsweise
Rekonstitution erfordert im Allgemeinen nur minimale Bewegung, wie
sie beispielsweise durch vorsichtiges Schütteln mit der Hand zur Verfügung gestellt
wird. Die Größe der Vesikel,
welche auf diese Weise gebildet werden, ist einheitlich reproduzierbar
und ist in der Praxis unabhängig
von der Menge der angewendeten Bewegungsenergie, welche durch die
Größe der in
der anfänglichen Vesikeldispersion
gebildeten Vesikel bestimmt wird, wobei dieser Größenparameter überaschenderweise
im wesentlichen in dem lyophilisierten und wiederhergestellten Produkt
aufrecht erhalten wird. Da die Größe der Vesikel in der anfänglichen
Dispersion durch die Verfahrensparameter, wie das Verfahren, die
Geschwindigkeit und die Dauer der Bewegung, leicht reguliert beziehungsweise
kontrolliert werden kann, kann somit die letztendliche Vesikelgröße leicht
reguliert beziehungsweise konrolliert werden.
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Das Volumen und die Konzentrationen
der Wiederherstellungs- beziehungsweise Rekonstitutionsflüssigkeit
kann wünschenswerterweise
derartig ausbalanciert sein, dass die resultierenden zur Verwendung
fertigen Formulierungen im wesentlichen isotonisch sind. Demnach
hängt das
Volumen und die Konzentration der gewählten Rekonstitutionsflüssigkeit
von dem Typ und der Menge des Stabilisators (und anderer Füllmittel)
ab, welche in dem gefriergetrockneten Produkt vorliegen.
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Die lyophilisierten Produkte gemäß der vorliegenden
Erfindung haben bewiesen, dass sie innerhalb mehrerer Monate unter
Umgebungsbedingungen lagerungsstabil sind. Die durch die Rekonstitution
beziehungsweise Wiederherstellung in Wasser (oder anderen Rekonstitutionsflüssigkeiten,
wie vorstehend diskutiert) gebildeten Vesikeldispersionen können innerhalb
einer beachtlichen Zeitdauer, z. B. bis zu mindestens 12 Stunden,
stabil sein, wobei eine beachtliche Flexibilität erlaubt wird, wenn das getrocknete
Produkt vor der Injektion wiederhergestellt wird.
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Wenn die Wiederherstellungs- beziehungsweise
Rekonstitutionsflüssigkeit
als ein Tonuseinstellungsmittel dieselbe Verbindung enthält wie sie
als ein Stabilisator in der Lyophilisierung verwendet wird, muss
die Menge des in der Zusammensetzung zum Gefriertrocknen anwesenden
Stabilisators nur derartig ausreichend sein, das sie die optimale
Stabilisierung während
des Gefriertrocknens ergibt. Die Isotonizität des fertigen Produkts kann
somit durch Auswahl einer adäquaten
Menge und Konzentration der Rekonstitutions- beziehungsweise Wiederherstellungsflüssigkeit
erhalten werden. Somit wird eine beachtliche Flexibilität in Abhängigkeit der
Konzentration und dem Typ der Verbindung(en), welche als Stabilisatoren)
während
des Gefriertrocknungsschritts verwendet werden, und der Konzentration
und dem Typ der Verbindungen) in der Rekonstitutionsflüssigkeit
erlaubt, während
weiterhin ein stabiles wiederhergestelltes Produkt erreicht wird.
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Das Gefriertrocknen gemäß der vorliegenden
Erfindung kann in einer konventionellen Weise bewirkt werden, obwohl
die Verwendung von Stabilisatoren gemäß der Erfindung den zusätzlichen
Vorteil aufweisen kann, dass kürzere
Gefriertrocknungszyklen verwendet werden können, da die Zusammensetzungen
vor dem Trocknen im Allgemeinen höhere Glastemperaturen (Tg')
als gleichwertige Zusammensetzungen aufweisen, welche Kryoprotektanden,
wie Glukose oder Mannit, enthalten.
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Die Erfindung wurde oben in Hinblick
auf vesikuläre
Ultraschallkontrastmittel beschrieben. Sie ist jedoch ebenso auf
vesikuläre
Kontrastmittel für
andere diagnostische Bildgebungsmodalitäten anwendbar (z. B. MRI, Röntgenstrahlen,
SPECT, PET, magnetographische Bildgebung etc.).
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Die Erfindung wird im Folgenden weiter
durch Bezugnahme auf die folgenden nichtbegrenzenden Beispiele beschrieben:
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BEISPIEL 1
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Herstellung eines lyophilisierten
Produkts
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Es wurden 500,4 mg hydriertes Ei-Phosphatidylserin
zu 100 ml Wasser, enthaltend 5,4% (w/w) einer Mischung von Propylenglykol
und Glycerin (3 : 10 w/w) gegeben. Die Mischung wurde geschüttelt und
auf 80°C fünf Minuten
lang erwärmt,
auf Raumtemperatur abkühlen
gelassen, wiederum geschüttelt
und über
Nacht vor der Verwendung stehen gelassen.
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Es wurden 50 ml der resultierenden
Lösung
in einem Rundbodenkolben mit einem konischen Hals transferiert.
Der Kolben wurde mit einem Glasmantel mit einem Temperaturkontrolleingang
und -ausgang versehen, verbunden mit einem Wasserbad, welches bei
25°C gehalten
wurde. Ein Rotor-Stator-Mischschaft wurde in die Lösung eingeführt, und,
um ein Austreten von Gas zu vermeiden, der Raum zwischen der Halswand und
dem Mischschaft wurde mit einem speziell entworfenen Metallstopfen
abgedichtet, ausgestattet mit einer Gaseinlass-/-auslassverbindung
für die
Einstellung des Gasgehalts und zur Druckkontrolle beziehungsweise -regulierung.
Der Gasauslass wurde an eine Vakuumpumpe angeschlossen, und die
Lösung
wurde eine Minute lang entgast. Eine Atmosphäre von Perfluor-n-butan-Gas
wurde anschließend
durch den Gaseinlass eingefüllt.
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Die Lösung wurde bei 23000 U/min
10 Minuten lang homogenisiert, wobei der Rotor-Stator-Mischschaft
derartig gehalten wurde, dass sich die Öffnungen leicht oberhalb der
Oberfläche
der Flüssigkeit
befanden. Es wurde eine weiß gefärbte chremige
Dispersion erhalten, welche in einen abschließbaren beziehungsweise versiegelbaren
Behälter
transferiert wurde und mit Perfluor-n-butan gespühlt wurde. Die Dispersion wurde
anschließend
in einen Scheidetrichter transferiert und bei 12000 U/min 30 Minuten
lang zentrifugiert, wobei eine chremige Schicht von Bläschen am
oberen Rand sowie eine trübe
darunterliegende Schicht (infranatant) erhalten wurden. Die Unterschicht
wurde entfernt und durch Wasser ersetzt. Das Zentrifugieren wurde
anschließend
zweimal wiederholt, allerdings jetzt bei 12000 U/min innerahlb von
15 Minuten. Nach dem letzten Zentrifugieren wurde der Überstand
durch 10% (w/w) Saccharose ersetzt. Es wurden 2 ml-Portionen der resultierenden
Dispersion auf 10 ml-Flachbodenfläschchen, welche speziell für die Lyophilisierung
entworfen wurden, aufgeteilt, und die Fläschchen wurden auf –47°C abgekühlt und
ungefähr
48 Stunden lang lyophilisiert, wobei eine weiße flockige Feststoffsubstanz
erhalten wurde. Die Fläschchen
wurden in eine Vakuumkammer gegeben, und die Luft wurde durch eine
Vakuumpumpe entfernt und durch Perfluor-n-butan-Gas ersetzt. Vor
der Verwendung wurde Wasser zugesetzt, und die Fläschchen
wurden mehrere Sekunden lang vorsichtig mit der Hand geschüttelt, wobei
Mikrobläschen
erhalten wurden, welche als Ultraschallkontrastmittel geeignet waren.
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Charakterisierung
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Die Größenverteilung und Volumenkonzentration
der Mikrobläschen
wurde unter Verwendung eines Coulter-Counter-Mark-II-Apparates,
ausgestattet mit einer 50 μm-Öffnung mit
einem Meßbereich
beziehungsweise einer -Blende von 1–30 μm, gemessen. Es wurden 20 μl-Proben
in 200 ml Kochsalzlösung,
gesättigt
mit Luft bei Raumtemperatur, verdünnt, und man ließ 3 Minuten
lang vor der Messung äquilibrieren.
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Die Ultraschallcharakterisierung
wurde mit einem experimentellen Aufbau, welcher von dem von de Jong,
N. und Hoff, "Ultrasonics", 31: 175–181 (1993) leicht modifiziert
wurde, durchgeführt.
Dieses Instrument misst die Ultraschalldämpfungswirksamkeit (ultrasound
attenuation efficacy) in dem Frequenzbereich von 2–8 MHz einer
verdünnten
Suspension von Kontrastmittel. Während
der Dämpfungsmessung
wurde ein Druckstabilitätststest
durch Aussetzten der Probe einem Überdruck von 120 mmHg für 90 Sekunden
durchgeführt.
Typischerweise wurden 2–3 μl der Probe
in 55 ml Isoton II verdünnt,
und die verdünnte
Probensuspension wurde 3 Minuten lang vor der Analyse gerührt. Als
primärer
Antwortparameter wurde die Dämpfung
bei 3,5 MHz verwendet, zusammen mit dem Verzögerungsdämpfungswert (recovery attenuation
value) bei 3,5 MHz nach dem Entlassen des Überdrucks.
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Tabelle 1
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In vitro-Eigenschaften der Bläschchen-Dispersionen,
hergestellt nach Beispiel 1. Anzahl- und Volumen-gewichtete Konzentrationen
und mittlere Volumendurchmesser. Akustische Eigenschaften, gemessen gemäß der obigen
Beschreibung.
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BEISPIEL 2
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Der Gasgehalt der fünf Proben,
welche gemäß Beispiel
1 oben hergestellt wurden, wurde jeweils durch Luft, Perfluorbutan,
Schwefelhexafluorid, Trifluormethylschfelpentafluorid und Tetramethylsilan
gemäß der folgenden
Prozedur ersetzt:
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Zwei Proben, enthaltend lyophilisiertes
Produkt aus Beispiel 1, wurden in einen Exsikkator mit einem Gaseinlass
und einem Gasauslass gegeben. Der Exsikkator wurde an einen Büchi 168
Vakuum/Destillations-Regulator angeschlossen, welcher die kontrollierte
Evakuierung der Proben und den Einlass eines ausgewählten Gases
erlaubt. Die Proben wurden fünf
Minuten lang bei ungefähr
10 mbar evakuiert, woraufhin der Druck auf Atmosphärendruck
durch Einlass des gewählten
Gases erhöht
wurde, gefolgt vom vorsichtigen Abdecken der Fläschchen. Das Verfahren wurde
unter Verwendung weiterer Paare von Proben für jedes der gewählten Gase
wiederholt.
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Es wurde 2 ml destilliertes Wasser
zu einem. jeden Fläschchen
zugesetzt, und die Fläschchen
wurden vor der Verwendung vorsichtig mit der Hand geschüttelt. Die
resultierenden Mikrobläschen-Dispersionen
wurden im Hinblick auf die Größenverteilungsmessungen,
wie im Beispiel 1 beschrieben, charakterisiert. Die Ergebnisse sind
in Tabelle 2 zusammengefasst.
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Tabelle 2
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In vitro-Eigenschaften von Phosphatidylserin-stabilisierten
Mikrobläschen-Dispersionen,
hergestellt gemäß Beispiel
2 – Anzahl-,
und Volumen-gewichtete Konzentrationen und mittlere Volumendurchmesser.
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Wie aus den obigen Ergebnissen ersichtlich
ist, kommt es zu keiner deutlichen Änderung in der Größenverteilung
durch den Gasaustausch, was zeigt, dass die vorgebildete Mikrobläschengröße im wesentlichen erhalten
bleibt während
sowohl der Lyophilisierung als auch der Rekonstitution.
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In vivo-Ergebnisse
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Ein Ansatz, welcher mit jedem der
fünf Gase
hergestellt wurde, wurde in vivo hinsichtlich der Doppler-Verstärkungs-Eigenschaften
bei 10 MHz evaluiert. Die Dispersionen wurden in Chinchillahäschen über eine Ohrvene
injiziert und unter Verwendung einer Doppler-Technik gemessen, wobei
ein Ultraschallfühler
direkt an die Halsschlagader angelegt wurde. Die Signalintensitäten und
-Dauer wurden aufgezeichnet, und das Integral der Doppler-Kurve
wurde berechnet. Die erhaltenen Ergebnisse (siehe Tabelle 3 unten)
zeigen, dass Mikrobläschen,
welche Perfluorbutan enthalten, die stärkste Doppler-Intensitäts-Verstärkung ergeben.
Die Mikrobläschen,
welche Schwefelhexafluorid, Trifluormethylschwefelpentafluorid oder
Tetramethylsilan enthalten, sind nur geringfügig weniger wirksam als Doppler-Verstärker als
jene, welche Perfluorbutan enthalten, wobei Integrale in dem Bereich
von 60–80%
der Abbildung für
Perfluorbutan erhalten werden.
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Tabelle 3
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Die Ergebnisse für die I.V.-Injektionen von
Beispiel 2-Produkten in Hasen. Die Werte werden für die Drift
in der Basislinie eingestellt. Die Doppler-Einheit wird als die
Erhöhung
in dem Doppler-Signal relativ zu dem von Blut definiert.
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BEISPIEL 3
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Ein Fläschchen, enthaltend lyophilisiertes
Material unter einer Atmosphäre
von Perfluorbutan, wurde wie in Beispiel 1 beschrieben hergestellt.
Es wurde direkt vor der Verwendung Wasser zugesetzt, so dass eine Mikrobläschensuspension
erhalten wurde.
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Es wurden 200 ml Isoton II-Fluid
mehrere Tage lang bei Raumtemperatur der Luft ausgesetzt, so dass eine
vollständig
Luft-gesättigte
Lösung
erhalten wurde. Es wurden weitere 200 ml des Fluids entgast in einem Vakuumkolben
bei 60°C
innerhalb von einer Stunde und auf Raumtemperatur unter Erhalt des
Vakuums abgekühlt.
Luft wurde direkt vor der Verwendung in den Kolben eingelassen.
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Es wurden 10 μl-Portionen der Mikrobläschen-Suspension
zu jedem der Fluide zugegeben, und die resultierenden Mischungen
wurden fünf
Minuten lang vor der Größe-Charakterisierung
inkubiert (Coulter Multisizer Mark II).
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In der entgasten Umgebung, wo keine
Diffusion von Gasen aus dem Fluid in die Mikrobläschen erwartet wurde, betrug
der mittlere Mikrobläschen-Durchmesser
1,77 μm,
und 0,25% der Mikrobläschen
waren größer als
5 μm. In
dem Luftgesättigten
Fluid betrugen die entsprechenden Werte 2,43 μm und 0,67%; wiederholte Messungen,
welche nach weiteren 5 Minuten durchgeführt wurden, zeigten an, dass
die Mikrobläschengrößen einen
stabilen Wert erreicht hatten.
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Diese Ergebnisse zeigen, dass der
mittlere Durchmesser der Mikrobläschen
um nur 37% stieg, wenn sie einem Luft-gesättigten Fluid analog zu arteriellem
Blut ausgesetzt wurden, wobei nur sehr wenige Mikrobläschen eine
Größe erreichten,
welche eine Blockade der kapillaren Blutgefäße hervorrufen könnte. Dieses könnte zu
der Verdopplung in der Größe von Luft-/Perfluorhexan-enthaltenden
Mikrobläschen
in einer ähnlichen
Umgebung einem Kontrast bilden (d. h. eine hochverdünnte Dispersion
von Mikrobläschen
in Wasser, enthaltend gelöste
Luft), wie dies in Beispiel II der WO-A-95/03835 berichtet wird.
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BEISPIEL 4
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VERGLEICH
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Beispiel 1 wurde wiederholt, wobei
der Überstand
vor der Lyophilisierung an Stelle mit (a) 65 mg/mL mit Saccharose
plus 65 mg/mL Mannit, (b) 100 mg/mL Mannit plus 50 mg/mL Glucose,
(c) 20 mg/mL Saccharose, 76 mg/mL Mannit und 38 mg/mL Glucose sowie
(d) 90 mg/mL Saccharose ersetzt wurde.
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Die Tg'- und Tg-Werte der nassen
und getrockneten Zusammensetzungen wurden bestimmt
und sind in Tabelle 4 unten dargestellt.
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Formulierungen (a) bis (c) benötigen längere Gefriertrocknungszyklen
als die Formulierung (d) und müssen
ungleich der Formulierung (d) unterhalb von Umgebungstemperatur
zum Erhalt deren Integrität
beziehungsweise Beständigkeit
gelagert werden.
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BEISPIEL 5
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Gasretention
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Das analog Beispiel 1, allerdings
unter Verwendung von (a) 10% (w/w) Saccharose, (b) 5% (w/w) PEG 3000,
(c) 2% (w/w) Mannit und 1% (w/w) Glucose, sowie (d) 5% (w/w) Trehalose
zum Ersatz des Überstands vor
der Lyophilisierung hergestellte Material wurde einem ausgiebigen
Spühlen
mit N2, einer Aussetzung von wiederholten
Vakuumcyklen und einem Zerdrücken
zum Testen der Fähigkeit
des Produkts, Perfluorbutan zurückzuhalten,
unterzogen. Nach der Beanspruchungs-Behandlung wurde der verbleibende Perfluorbutan-Gehalt
bestimmt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 5 unten dargestellt.
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In den vorstehenden Beispielen können höhere Prozentteile
an Stabilisator (z. B. 20% eher als 10%) verwendet werden, und andere
Rekonstitutionsfluide als Wasser, z. B. Kochsalzlösung oder
Polyollösungen, auf
die oben Bezug genommen wurde, können
eingesetzt werden. In ähnlicher
Weise können
die Portionen, wel che lyophilisiert werden, größer sein (z. B. 4 mL eher als
2 mL), die Lyophilisierungs-Fläschen
können
größer sein
(z. B. 20 mL) und die Lyophilisierung kann länger andauern (z. B. 60 Stunden).