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ALLGEMEINER
STAND DER TECHNIK
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Die Bekämpfung von bestimmten Unkräutern wie
Ipomoea, Cyperus, Sida und Euphorbia ist besonders schwierig. Ihre
die ganze Vegetationsperiode andauernde Konkurrenzwirkung kann ertragsverringernd wirken
und zu beträchtlichen
wirtschaftlichen Verlusten beim Anbau von Reihenkulturen führen. In
der Praxis wird zur Bekämpfung
dieser Problemunkräuter
sehr häufig
ein Herbizid im Nachauflauf ausgebracht. Es existiert jedoch zur
Zeit kein einziges selektives Herbizid, mit dem diese Unkräuter wirtschaftlich
erfaßt
werden.
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Bei Glyphosate [(N-Phosphonomethyl)glycin]
handelt es sich um ein hochwirksames Herbizid mit einem breiten
Wirkungsspektrum. Bei bestimmten landwirtschaftlich wichtigen Unkrautarten
sind jedoch für
eine wirksame Bekämpfung
relativ hohe Aufwandmengen an Glyphosate erforderlich. Hohe Glyphosatemengen können zu
einem unerwünschten
erhöhten
Selektionsdruck führen.
Ein anerkanntes Problem auf diesem Gebiet ist die Toleranz gegenüber Glyphosate
von insbesondere Ipomoea. Neue Unkrautbekämpfungsverfahren und Zusammensetzungen,
die die Glyphosate-Aufwandmengen wirksam erniedrigen und trotzdem
breit herbizid wirksam sind, sind daher äußerst erwünscht.
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Wäßrige Zusammensetzungen,
die Imidazolinylsäuresalze
enthalten, sind in
US 4,816,060 und
wäßrige Zusammensetzungen,
die Glyphosatesalze enthalten, in
EP 220,902-A2 beschrieben. Aus
DE 4019362 A1 ist eine Kombination
aus Glyphosate plus Imazaquin und Imazapyr bekannt; in Weed Technology
1992, Band 6, 45–51,
wird die Anwendung von Glyphosate und Imazaquin beschrieben; aus
WO 96/08148 sind Kombinationen von Glyphosate und DMSO bekannt.
Konzentrierte wäßrige Zusammensetzungen die
ein Imidazolinylsäuresahz
und ein Glyphosatesalz enthalten, wie sie hier beansprucht werden,
sind jedoch nicht beschrieben worden. Der Hauptgrund dafür, daß keine
wäßrigen Zusammensetzungen,
die diese beiden Verbindungen enthalten, beschrieben wurden, liegt
darin, daß Imidazolinylsäuresalze
und Glyphosatesalze im allgemeinen nicht miteinander kompatibel
sind. Wäßrige Glyphosatesalzzusammensetzungen
weisen im allgemeinen einen pH-Wert von ungefähr 4 auf. Imidazolinylsäuresalze
sind jedoch in einem Medium mit einem pH-Wert von ungefähr 4 nicht
völlig
stabil. Glyphosatesalze wiederum sind bei den pH-Werten, die zur
Bereitstellung von stabilen wäßrigen Imidazolinylsäuresalzzusammensetzungen
erforderlich sind, nicht völlig
stabil.
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Um die mit wäßrigen Zusammensetzungen, die
Imidazolinylsäuresalze
und Glyphosatesalze enthalten, einhergehenden Inkompatibilitätsprobleme
zu überwinden,
wurden emulgierbare Suspensionskonzentratzusammensetzungen, die
Imidazolinylsäuren
und Glyphosate enthalten, beschrieben (siehe z. B.
US 5,268,352 ). Emulgierbare Suspensionskonzentratzusammensetzungen
sind jedoch deshalb nicht völlig
zufriedenstellend, weil schwere aromatische Lösungsmittel verwendet werden
müssen.
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Es mangelt der Technik also an einer
wäßrigen Zusammensetzung,
die die mit Imidazolinylsäuresalzen
und Glyphosatesalzen einhergehenden Inkompatibilitätsprobleme überwindet,
ohne auf schwere aromatische Lösungsmittel
zurückzugreifen.
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KURZDARSTELLUNG
DER ERFINDUNG
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Überraschenderweise
wurde nun gefunden, daß die
Kombination aus Glyphosate und einer Imidazolinonverbindung Unkräuter synergistisch
bekämpft.
Mit der erfindungsgemäßen synergistischen
Kombination lassen sich vorteilhaft niedrigere Glyphosateaufwandmengen
mit einem erweiterten Unkrautbekämpfungsspektrum
kombinieren. Weiterhin ermöglichen
die erfindungsgemäßen synergistischen
herbiziden Verfahren und Zusammensetzungen wirksame Resistenz-Managementprogramme
und ermöglichen
eine verbesserte Bekämpfung
von schädlichen
Unkräutern
wie Ipomoea in der Produktion von glyphosateresistenten Kulturpflanzen.
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Die vorliegende Erfindung stellt
ein Verfahren für
die synergistische Bekämpfung
von unerwünschten Pflanzen,
wie Ipomoea, Cyperus, Sida oder Euphorbia, bereit, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß man
eine synergistisch wirksame Menge einer Kombination aus Glyphosate
und mindestens einer Imidazolinonverbindung aus der Gruppe Imazethapyr
oder dessen R-Isomer oder eines seiner Salze, Imazapic oder dessen R-Isomer
oder eines seiner Salze, Imazamox oder dessen R-Isomer oder eines
seiner Salze, Imazapyr oder dessen R-Isomer oder eines seiner Salze
und deren Mischungen auf den Standort dieser Pflanzen bzw. auf das
Blattwerk oder die Stengel dieser Pflanzen ausbringt.
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Die vorliegende Erfindung betrifft
auch eine konzentrierte wäßrige Herbizidzusammensetzung
enthaltend ungefähr
0,1% w/v bis ungefähr
7% w/v eines Imidazolinylsäuresalzes
aus der Gruppe bestehend aus einem Salz von Imazethapyr, Imazapic,
Imazamox, Imazapyr und Mischungen davon, ungefähr 15% w/v bis ungefähr 45% w/v
eines Glyphosatesalzes, ungefähr
0,5% w/v bis ungefähr
6% w/v Dimethylsulfoxid, ungefähr 0,5%
w/v bis ungefähr
15% w/v eines Netzmittels, bis zu ungefähr 10% w/v eines Gefrierschutzmittels,
bis zu ungefähr
1% w/v eines Entschäumers,
bis zu ungefähr
3% w/v einer Base sowie Wasser, unter der Voraussetzung, daß die Zusammensetzung
einen Ausgangs-pH-Wert von ungefähr
6,0 bis ungefähr
7,0 aufweist.
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Die vorliegende Erfindung betrifft
weiterhin ein Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen konzentrierten
wäßrigen Herbizidzusammensetzungen.
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GENAUE BESCHREIBUNG
DER ERFINDUNG
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Bei Glyphosate [(N-Phosphonomethyl)glycin]
handelt es sich um ein hochwirksames Herbizid mit breitem Wirkungsspektrum.
Bei gewissen Problemunkräutern
wie Ipomoea, Sida, Cyperus und Euphorbia können jedoch für eine wirksame
Bekämpfung
sehr hohe Glyphosateaufwandmengen erforderlich sein. Hohe Glyphosateaufwandmengen
können
den Kulturpflanzensicherheitsbereich verringern, die eventuell auftretende
Entstehung von toleranten Unkräutern
fördern
und dazu führen,
daß die
Unkrautbekämpfung
unwirtschaftlich wird.
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Überraschenderweise
wurde nun gefunden, daß sich
durch Anwendung einer Kombination aus Glyphosate plus mindestens
einer Imidazolinonverbindung aus der Gruppe Imazethapyr oder dessen
R-Isomer oder eines seiner Salze, Imazaquin oder dessen R-Isomer
oder eines seiner Salze, Imazamox oder dessen R-Isomer oder eines
seiner Salze, Imazapic oder dessen R-Isomer oder eines seiner Salze
und Imazapyr oder dessen R-Isomer oder eines seiner Salze, Problemunkräuter, insbesondere
Ipomoea, Sida, Cyperus und Euphorbia, insbesondere Ipomoea, synergistisch
bekämpfen
lassen. Das heißt,
daß man
durch die Anwendung der erfindungsgemäßen Kombination solch einen
gegenseitig verstärkend
wirkenden Effekt erzielt, daß sich die
Aufwandmengen der einzelnen Herbizidkomponenten verringern lassen
und trotzdem die gleiche Herbizidwirkung erzielt wird bzw. daß die Anwendung
der Kombination der Herbizidkomponenten eine stärkere Herbizidwirkung, als
dies aufgrund der Wirkung der Anwendung der einzelnen Herbizidkomponenten
bei separater Anwendung zu erwarten war, aufweist (synergistische
Wirkung).
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Im Zusammenhang mit der Beschreibung
und den Ansprüchen
bedeutet der Ausdruck Glyphosate die Verbindung N-(Phosphonomethyl)glycin
oder dessen landwirtschaftlich unbedenklichen Salze. Auf ähnliche Weise
bedeuten die für
die Imidazolinonverbindungen Imazethapyr, Imazaquin, Imazapic, Imazamox
und Imazapyr im vorliegenden Zusammenhang mit der Beschreibung und
den Ansprüchen
verwendeten Ausdrücke die
Verbindung, deren R-Isomer, eines ihrer landwirtschaftlich unbedenklichen
Salze oder deren Mischungen, außer
wenn sich aus dem Zusammenhang deutlich etwas anderes ergibt. Die
Imidazolinonverbindungen und ihre entsprechenden chemischen Bezeichnungen
seien nun im folgenden aufgeführt.
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Imazethapyr bedeutet 5-Ethyl-2-(4-isopropyl-4-methyl-5-oxo-2-imidazolin-2-yl)nicotinsäure, deren R-Isomer,
eines ihrer Salze oder deren Mischungen.
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Imazaquin bedeutet 2-(4-Isopropyl-4-methyl-5-oxo-2-imidazolin-2-yl)chinolincarbonsäure, deren R-Isomer,
eines ihrer Salze oder deren Mischungen.
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Imazapic bedeutet 2-(4-Isopropyl-5-methyl-5-oxo-2-imidazolin-2-yl)-5-methylnicotinsäure, deren R-Isomer,
eines ihrer Salze oder deren Mischungen.
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Imazamox bedeutet 2-(4-Isopropyl-4-methyl-5-oxo-2-imidazolin-2-yl)-5-(methoxymethyl)nicotinsäure, deren
R-Isomer, eines ihrer Salze oder deren Mischungen.
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Imazapyr bedeutet 2-(4-Isopropyl-4-methyl-5-oxo-2-imidazolin-2-yl)nicotinsäure, deren
R-Isomer, eines ihrer Salze oder deren Mischungen.
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Im Zusammenhang mit der vorliegenden
Erfindung beinhaltet der Ausdruck „landwirtschaftlich unbedenkliches
Salz" ein Alkalimetall-,
Ammonium-, Alkylsulfonium- oder Alkylphosphoniumsalz oder das quartäre Salz
eines Amins mit einem Molekulargewicht von unter 300. Insbesondere
beinhaltet der Ausdruck Isopropylammonium, Ammonium, Natrium und
Trimesium, insbesondere Isopropylammonium und Ammonium.
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In der Beschreibung und in den Ansprüchen bedeutet
der Ausdruck „R-Isomer" das optische Isomer einer
Imidazolinonverbindung, bei dem dem asymmetrischen Kohlenstoff im
Imidazolinonring, der durch eine Methyl- und eine Isopropylgruppe substituiert
ist, die R-Konfiguration zugewiesen wurde; als Beispiel ist unten das
R-Isomer der Imidazolinonverbindung Imazapyr dargestellt.
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Im allgemeinen handelt es sich bei
den im Handel erhältlichen
Glyphosateformulierungen um wäßrige Lösungen eines
landwirtschaftlich unbedenklichen Salzes wie Glyphosate-Isopropylammonium,
Glyphosate-Sesquinatrium, Glyphosate-Trimesium und dergleichen.
Auf ähnliche
Weise sind Imidazolinonherbizide und ihre landwirtschaftlich unbedenklichen
Salze im Handel als wäßrige Lösungen erhältlich.
Außerdem
sind Imidazolinonherbizide im Handel als dispergierbares Granulat,
lösliches
Granulat und dergleichen erhältlich.
In der Praxis selbst kann die erfindungsgemäße Kombination gleichzeitig
(als Tankmischung oder Vormischung), getrennt oder nacheinander
ausgebracht werden.
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Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren
wird daher eine synergistisch wirksame Menge einer Kombination aus
Glyphosate und einer Imidazolinonverbindung aus der Gruppe Imazethapyr,
Imazapic, Imazamox und Imazapyr auf den Standort der unerwünschten
Pflanzen bzw. auf das Blattwerk oder die Stengel dieser Pflanzen
ausgebracht, insbesondere auf Pflanzen der Gattungen Ipomoea, Cyperus,
Sida und Euphorbia, vorzugsweise Ipomoea lacunosa, Cyperus Rotundas,
Sida spinosa und Euphorbia maculata, stärker bevorzugt Ipomoea lacunosa.
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Bevorzugte Kombinationen für das erfindungsgemäße Verfahren
sind diejenigen Kombinationen, bei denen das Gewichtsverhältnis (w/w)
von Glyphosate zu Imidazolinonverbindung ungefähr 3 : 1 bis 65 : 1 beträgt. Stärker bevorzugte
erfindungsgemäße Kombinationen
sind solche Kombinationen aus Glyphosate und Imazethapyr, bei denen
das Verhältnis
(w/w) von Glyphosate zu Imazethapyr ungefähr 8 : 1 bis 12 : 1 beträgt, Kombinationen
aus Glyphosate und Imazapic, bei denen das Verhältnis (w/w) von Glyphosate
zu Imazapic ungefähr
15 : 1 bis 65 : 1 beträgt,
oder Kombinationen aus Glyphosate und Imazamox, bei denen das Verhältnis (w/w)
von Glyphosate zu Imazamox ungefähr
20 : 1 bis 65 : 1 beträgt.
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Die synergistisch wirksame Menge
der Kombination aus Glyphosate und einer Imidazolinonverbindung
aus der Gruppe Imazethapyr, Imazapic, Imazamox und Imazapyr kann
entsprechend den vorherrschenden Bedingungen, wie der jeweils vorhandenen
Imidazolinonverbindung, dem Verunkrautungsdruck, dem Zeitpunkt der
Ausbringung, den Witterungsbedingungen, den Bodenbedingungen, der
Ausbringungsweise, dem Charakter der umgebenden Landschaft, der
Art der Zielkultur und dergleichen variieren. Im allgemeinen läßt sich
eine synergistische Wirkung bei Aufwandmengen von ungefähr 200 g/ha– 800 g/ha
Glyphosate in Kombination mit ungefähr 8,0 g/ha–150 g/ha einer Imidazolinonverbindung,
vorzugsweise ungefähr
480 g/ha–720 g/ha
Glyphosate in Kombination mit ungefähr 60 g/ha–80 g/ha Imazethapyr erzielen.
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In der Praxis selbst kann eine Tankmischung
aus einer im Handel erhältlichen
Kombination oder Präsentationsform
von Glyphosate und einer Imidazolinonverbindung aus der Gruppe Imazethapyr,
Imazapic, Imazamox und Imazapyr auf das Blattwerk der Kulturpflanze
ausgebracht werden, oder das Glyphosate und die Imidazolinonverbindung
können
getrennt oder nacheinander ausgebracht werden, oder die erfindungsgemäßen Kombizusammensetzungen
können
in Form nur eines Kombipräparats
ausgebracht werden, wie dies im vorliegenden Text beschrieben wird.
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Die synergistisch wirksame Menge
einer Kombination aus Glyphosate und einer Imidazolinonverbindung,
die sieh für
die erfindungsgemäße Zusammensetzung
eignet, ist eine Menge, die ausreicht, um ungefähr 200 g/ha– 1200 g/ha Glyphosate und
ungefähr
8,0 g/ha–150
g/ha einer Imidazolinonverbindung, vorzugsweise ungefähr 400 g/ha–800 g/ha
Glyphosate und ungefähr
55 g/ha– 100
g/ha Imazethapyr, stärker
bevorzugt ungefähr
480 g/ha–720
g/ha Glyphosate und ungefähr
60 g/ha bis 80 g/ha Imazethapyr, bereitzustellen.
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Mit den erfindungsgemäßen synergistischen
Herbizidzusammensetzungen lassen sich wirksame Resistenz-Managementprogramme
durchführen,
darunter im Pflanzenbau, z. B. im Anbau von glyphosateresistenter
Sojabohne, glyphosateresistentem Canola-Raps, glyphosateresistenter
Zuckerrübe,
glyphosateresistentem Mais, glyphosateresistentem Weizen, glyphosateresistentem
Reis und dergleichen, vorzugsweise im Anbau von glyphosateresistenter
Sojabohne.
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In einer besonderen Ausführungsform
der Erfindung enthalten lagerstabile erfindungsgemäße Herbizidzusammensetzungen
ungefähr
0,1% w/v bis ungefähr
7% w/v eines Imidazolinylsäuresalzes,
ungefähr
15% w/v bis ungefähr
45% w/v eines Glyphosatesalzes, ungefähr 0,5% w/v bis ungefähr 6% w/v
Dimethylsulfoxid, ungefähr
0,5% w/v bis ungefähr
15% w/v eines Netzmittels, bis zu ungefähr 10% w/v eines Gefrierschutzmittels,
bis zu ungefähr
1% w/v eines Entschäumers,
bis zu ungefähr
3% w/v einer Base sowie Wasser, unter der Voraussetzung, daß die Zusammensetzung
einen Ausgangs-pH-Wert von ungefähr
6,0 bis ungefähr
7,0 aufweist.
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In einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung enthalten die wäßrigen Herbizidzusammensetzungen
ungefähr
0,5% w/v bis ungefähr
5% w/v eines Imidazolinylsäuresalzes,
ungefähr
20% w/v bis ungefähr 35%
w/v eines Glyphosatesalzes, ungefähr 0,5% w/v bis ungefähr 4% w/v
Dimethylsulfoxid, ungefähr
1% w/v bis ungefähr
15% w/v eines Netzmittels, ungefähr
1% w/v bis ungefähr
5% w/v eines Gefrierschutzmittels, bis zu ungefähr 0,5% w/v eines Entschäumers, bis
zu ungefähr
2,5% w/v einer Base sowie Wasser, unter der Voraussetzung, daß die Zusammensetzung
einen Ausgangs pH-Wert von ungefähr
6,0 bis ungefähr
6,8 aufweist.
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Vorteilhafterweise wurde nun gefunden,
daß die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
physikalisch und chemisch stabile, konzentrierte wäßrige Herbizidzusammensetzungen
von Imidazolinylsäuresalzen und
Glyphosatesalzeen bereitstellen. Die Stabilität der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
wird durch die Mitverwendung von Dimethylsulfoxid in den Zusammensetzungen
und durch die Beschränkung
des Ausgangs-pH-Werts der Zusammensetzungen auf einen pH-Wert von
ungefähr
6,0 bis ungefähr
7,0 erzielt. Vorteilhafterweise werden mit den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
die Inkompatibilitätsprobleme,
die mit Imidazolinylsäuresalzen
und Glyphosatesalzen einhergehen, überwunden, ohne daß schwere
aromatische Lösungsmittel
erforderlich sind.
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Die Imidazolinylsäuresalze, die sich für die stabilen
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
eignen, weisen die Strukturformel I
auf,
in der
W Sauerstoff
oder Schwefel bedeutet;
R
1 C
1-C
4-Alkyl bedeutet;
R
2 C
1-C
4-Alkyl
oder C
3-C
6-Cycloalkyl
bedeutet; R
1 und R
2 gemeinsam
mit dem Kohlenstoff, an den sie gebunden sind, können C
3-C
6-Cycloalkyl, das gegebenenfalls durch Methyl
substituiert ist, bedeuten,
X Wasserstoff, Halogen, Hydroxy
oder Methyl bedeutet,
Y und Z unabhängig Wasserstoff, Halogen,
C
1-C
6-Alkyl, C
1-C
4-Alkoxymethyl,
Hydroxy-niederalkyl, C
1-C
6-Alkoxy, C
1-C
4-Alkylthio, Phenoxy,
C
1-C
4-Halogenalkyl,
Nitro, Cyano, C
1-C
4-Alkylamino,
Di-niederalkyl-amino, oder C
1-C
4-Alkylsulfonyl
oder Phenyl, die gegebenenfalls durch C
1-C
4-Alkyl, C
1-C
4-Alkoxy oder Halogen substituiert sind,
bedeuten; gemeinsam können
Y und Z einen Ring bilden, in dem YZ durch die Struktur -(CH
2)n-, in der n eine ganze Zahl 3 oder 4 bedeutet,
mit der Maßgabe,
daß X
Wasserstoff bedeutet, oder
worin L, M, Q und R unabhängig Wasserstoff,
Halogen, C
1-C
4-Alkyl
oder C
1-C
4-Alkoxy
bedeuten, wiedergegeben ist, und
R
3 ein
Ammonium-, organisches Ammonium-, Trialkylsulfonium- oder Alkalimetallkation
bedeutet, mit der Maßgabe,
daß Imazaquin
ausgeschlossen ist.
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Unter dem Ausdruck Niederalkyl versteht
man C1-C6-Alkyl,
vorzugsweise C1-C4-Alkyl.
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Zu den bevorzugten Imidazolinylsäuresalzen
für die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
zählen:
Salze
von Imazethapyr oder dessen R-Isomer;
Salze von Imazapic oder
dessen R-Isomer;
Salze von Imazamox oder dessen R-Isomer;
Salze
von Imazapyr oder dessen R-Isomer sowie deren Mischungen.
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Zu den Glyphosatesalzen, die sich
für die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
eignen, zählen Glyphosatesalze,
bei denen der Kationenteil des Salves ein Ammonium-, organisches
Ammonium-, Trialkylsulfonium- oder Alkalimetallkation ist, was jedoch
keine Einschränkung
darstellen soll. Bevorzugte Glyphosatesalze sind organische Aminsalze
von Glyphosate, wie die C1-C6-Alkylaminsalze,
Di (C1-C6-alkyl)aminsalze und
Tri(C1-C6-alkyl)aminsalze,
wobei die C1-C6-Alkylaminsalze
stärker
bevorzugt sind. Ganz besonders eignet sich Glyphosate-Isopropylaminsalz
für die
erfindungsgemäßen Zusammensetzungen.
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In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung sind der Kationenteil des Imidazolinylsäuresalzes
und des Glyphosatesalzes gleich. Insbesondere wurde gefunden, daß Zusammensetzungen,
die Imazethapyr-Isopropylaminsalz und Glyphosate-Isopropylaminsalz
enthalten, physikalisch und chemisch stabil sind.
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Zur Bereitstellung von herbizid wirksamen
Mengen der gemeinsam wirkenden Bestandteile beträgt das Verhältnis des Imidazolinylsäuresalzes
zu dem Glyphosatesalz in den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen vorzugsweise
ungefähr
1 : 4 bis ungefähr
1 : 15, stärker
bevorzugt ungefähr
1 : 7 bis ungefähr
1 : 12 auf Gewicht-Volumen-Basis.
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Zu den Netzmitteln, die sich für die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
eignen, zählen
traditionelle Netzmittel wie ethoxylierte Talgamine, alpha-Olefinsulfonatsalze,
Alkylphenol-Polyethylenoxid-Kondensationsprodukte
und dergleichen sowie deren Mischungen, was jedoch keine Einschränkung darstellen
soll. Zu den bevorzugten Netzmitteln zählen ethoxylierte Talgamine
mit 15 mol Ethylenoxid pro Molekül
(wie SURFOM 5204-CS, das von der Fa. Oxiteno, Maua, Sao Paulo, Brasilien,
erhältlich
ist), Natriumalpha-olefinsulfonate (wie Witconate AOK, das von der
Fa. Witco, Sao Paulo, Sao Paulo, Brasilien, erhältlich ist) und Nonylphenolethoxylate
(wie FLO MO®9N,
das von der Fa. Witco, New York, New York, USA, erhältlich ist)
sowie deren Mischungen. Ethoxylierte Talgamine eignen sich besonders
für die
stabilen erfindungsgemäßen Zusammensetzungen.
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Zu den Gefrierschutzmitteln, die
sich für
die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
eignen, zählen Glykole
wie Propylenglykol und Ethylenglykol, N-Methylpyrrolidon, Cyclohexanon
sowie Alkohole wie Ethanol und Methanol, was jedoch keine Einschränkung darstellen
soll. Zu den bevorzugten Gefrierschutzmitteln zählen Glykole, wobei Propylenglykol
ein besonders bevorzugtes Gefrierschutzmittel darstellt. Entschäumer, die sich
für die
vorliegende Erfindung eignen, sind traditionelle Entschäumer, darunter
Entschäumer
auf Silikonbasis, wie Antifoam SE 47 (das von der Fa. Wacker, Santo
Amaro, Sao Paulo, Brasilien, erhältlich
ist), was jedoch keine Einschränkung
darstellen soll.
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Außerdem können die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen
traditionelle Zusatzstoffe, die in wäßrigen Zusammensetzungen verwendet
werden, wie antimikrobielle Mittel, Antioxidantien, Puffer (darunter auch
eine K2HPO4/KH2PO4-Mischung), Farbstoffe
und dergleichen sowie deren Mischungen, enthalten.
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Eine am stärksten bevorzugte konzentrierte
wäßrige erfindungsgemäße Herbizidzusammensetzung enthält ungefähr 2% w/v
bis ungefähr
4% w/v eines Imazethapyr-Isopropylaminsalzes,
ungefähr
20% w/v bis ungefähr
35% w/v eines Glyphosate-Isopropylaminsalzes, ungefähr 0,5%
w/v bis ungefähr
4% w/v Dimethylsulfoxid, ungefähr
5% w/v bis ungefähr
15% w/v eines ethoxylierten Talgamins, ungefähr 1% w/v bis ungefähr 5% w/v
Propylenglykol, ungefähr
0,001% w/v bis ungefähr
0,1% w/v eines Entschäumers,
ungefähr
0,5% w/v bis ungefähr
2,5% w/v einer Base sowie Wasser, unter der Voraussetzung, daß die Zusammensetzung
einen AusgangspH-Wert von ungefähr
6,0 bis ungefähr
6,8 aufweist und das Verhältnis
zwischen Imazethapyr-Isopropylaminsalz zu Glyphosate-Isopropylaminsalz
ungefähr
1 : 7 bis ungefähr
1 : 12 beträgt.
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Die vorliegende Erfindung betrifft
auch ein Verfahren zur Herstellung von konzentrierten wäßrigen Herbizidzusammensetzungen.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren
wird
- (a) eine erste wäßrige Lösung enthaltend ein Imidazolinylsäuresalz
ausgewählt
aus der Gruppe bestehend aus einem Salz von Imazethapyr, Imazapic,
Imazamox, Imazapyr sowie Mischungen davon bereitgestellt;
- (b) in die erste wäßrige Lösung Dimethylsulfoxid
sowie gegebenenfalls ein Gefrierschutzmittel eindispergiert, wodurch
man eine zweite wäßrige Lösung erhält,
- (c) die zweite wäßrige Lösung mit
einer wäßrigen Lösung eines
Glyphosatesalzes versetzt, wodurch man eine homogene Lösung erhält, wobei
während
dieses Schritts der pH-Wert mittels einer Base oberhalb von ungefähr pH 6,0
gehalten wird,
- (d) der pH-Wert der in Schritt (c) hergestellten homogenen Lösung gegebenenfalls
auf ungefähr
pH 6,0 bis ungefähr
pH 7,0 eingestellt,
- (e) die in Schritt (d) erhaltene Lösung, deren pH-Wert nun eingestellt
ist, mit einem Netzmittel sowie gegebenenfalls einem Entschäumer versetzt,
und
- (f) die Mischung mit Wasser versetzt.
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Zu den Basen, die sich zur Stabilisierung
des pH-Werts der oben in Schritt (c) hergestellten Lösung auf
einem Wert von oberhalb pH 6,0 eignen, zählen Ammoniak und organische
Amine und dergleichen sowie deren Mischungen, was jedoch keine Einschränkung darstellen
soll. Zu den bevorzugten Basen zählen
organische Amine wie Isopropylamin.
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Bei einem bevorzugten erfindungsgemäßen Verfahren
wird der pH-Wert in Schritt (d) mit einer Säure eingestellt. Zu den Säuren, die
sich für
das erfindungsgemäße Verfahren
eignen, zählen
Mineralsäuren
und organische Säuren,
wobei organische Säuren
wie Essigsäure
bevorzugt sind.
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Die konzentrierten wäßrigen erfindungsgemäßen Herbizidzusammensetzungen
werden mit Wasser verdünnt
und auf den Standort, wo man Unkräuter bekämpfen will, als verdünnte wäßrige Sprays
ausgebracht. Obwohl die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen bei alleiniger Verwendung
Unkräuter
wirksam bekämpfen,
können
sie auch in Kombination mit anderen biologisch wirksamen Chemikalien,
darunter auch anderen Herbiziden, verwendet werden.
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Zum besseren Verständnis der
Erfindung werden nun spezifische Beispiele dieser beschrieben. Diese Beispiele
dienen nur der Erläuterung
und sind keinesfalls so zu verstehen, daß sie den Erfindungsumfang
und die der Erfindung zugrundeliegenden Prinzipien einschränken.
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In den folgenden Beispielen wird
der Synergismus nach dem Colby1-Verfahren
bestimmt, d. h. die erwartete (oder vorhergesagte) Reaktion der
Kombination wird dadurch berechnet, daß man das Produkt der für jede Einzelkomponente
der Kombination bei alleiniger Verwendung beobachteten Reaktion
durch 100 dividiert und diesen Wert von der Summe der für jede Komponente
bei alleiniger Verwendung beobachteten Reaktion abzieht. Der Synergismus
der Kombination wird dann bestimmt, indem man die beobachtete Reaktion
der Kombination mit der erwarteten (oder vorhergesagten) Reaktion,
wie sie aufgrund der beobachteten Reaktion jeder Einzelkomponente
allein berechnet wurde, vergleicht. Übertrifft die beobachtete Reaktion
der Kombination die erwartete (oder vorhergesagte) Reaktion signifikant,
was mit Fishers „protected
LSD (least significant difference)-Test" bei einem Signifikanzniveau von 0,05
bestimmt wird, so wird die Kombination als synergistisch bezeichnet.
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Das Obengesagte wird nun im Folgenden
mathematisch erläutert,
wobei eine Kombination C aus einer Komponente A plus Komponente
B besteht und Beob. die beobachtete Reaktion auf die Kombination
C bedeutet
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BEISPIEL 1
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Auswertung der Herbizidwirkung
einer Kombination aus Glyphosate und Imazethapyr
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In dieser Auswertung werden Ipomoea-lacunosa-Pflanzen
so lange in Standard-Glashausboden gezogen, bis sie das 6-Blatt-Stadium
erreicht haben. Diese Pflanzen werden dann eine vorbestimmte Zeit
lang mittels einer Spritzdüse
mit einem Arbeitsdruck von 30 psi mit einer wäßrigen Lösung der Testverbindung so besprüht, daß man zu
verschiedenen Aufwandmengen von ungefähr 20 g/ha bis 720 g/ha gelangt.
Jede Behandlung wird in 3 facher Wiederholung durchgeführt. Nach
dem Besprühen
werden die Pflanzen auf Glashausgestelle gestellt und entsprechend
der normalen Glashauspraxis gepflegt. 4 Wochen nach der Behandlung werden
die Pflanzen untersucht und die Unkrautwirkung wird in % im Vergleich
zur unbehandelten Kontrolle festgehalten. Ebenfalls 4 Wochen nach
der Behandlung wird die Pflanzenlänge gemessen und als Längenreduktion
in % im Vergleich zur Länge
der unbehandelten Kontrolle festgehalten. Die Pflanzenlänge wird
dadurch gemessen, daß man
die Triebe ausbreitet und von der Bodenoberfläche bis zur Triebspitze mißt.
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Die erhaltenen Werte werden mit traditionellen
statistischen Analysetechniken untersucht, um die Grenzdifferenz
(least significant difference, LSD) oder Standardabweichung zu bestimmen.
Die Colby-Analysemethode
wird zur Bestimmung der erzielten biologischen Wirkung der Kombinationsbehandlung
im Vergleich zur biologischen Wirkung jeder Komponente der Kombination
bei alleiniger Ausbringung verwendet.
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TABELLE
I
Auswertung der Unkrautwirkung
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Wie aus den in Tabelle I dargestellten
Werten ersichtlich, wurde mit der Anwendung einer Kombination von
Glyphosate plus Imazethapyr eine signifikant höhere Unkrautwirkung erzielt,
als dies aufgrund der mittels Anwendung von Imazethapyr alleine
oder Glyphosate alleine erzielten Unkrautwirkung zu erwarten war.
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TABELLE
II
Auswertung der Reduktion der Pflanzenlänge
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Wie aus den in Tabelle II dargestellten
Werten ersichtlich, wurde durch die Anwendung einer Kombination
von Glyphosate plus Imazethapyr bei 4 der 6 geprüften Aufwandmengen eine signifikant
stärkere
Reduktion der Pflanzenlänge
erzielt, als dies aufgrund der Anwendung von Glyphosate alleine
oder Imazethapyr alleine zu erwarten war.
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BEISPIEL 2
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Auswertung der Herbizidwirkung
einer Kombination aus Glyphosate und Imazapic
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In dieser Auswertung werden Ipomoea-lacunosa-Pflanzen
in einer 1 : 1-Mischung aus sandigem Lehm und Sand für Bauzwecke
gezogen, bis sie das 5-Blatt-Stadium erreicht hatten. Diese Pflanzen
wurden dann mittels einer unter CO2-Druck
stehenden Sprühkabine
mit einer wäßrigen Lösung der
Testverbindung besprüht.
Jede Behandlung wird 4 mal wiederholt. Nach dem Besprühen werden
die Pflanzen auf Glashausgestelle gestellt und entsprechend der
normalen Glashauspraxis gepflegt. 4 Wochen nach der Behandlung werden
die Pflanzen visuell untersucht und die Unkrautwirkung wird in %
im Vergleich zur unbehandelten Kontrolle festgehalten. Ebenfalls
4 Wochen nach der Behandlung wird die Anzahl der Blätter bestimmt
und als Blattreduktion in % im Vergleich zur unbehandelten Kontrolle
festgehalten. Nach der visuellen Bonitur wird die Pflanze an der
Bodenoberfläche
abgeschnitten und das abgeschnittene Pflanzenmaterial wird gewogen
und abgemessen. Frischgewicht und Länge der Pflanze werden als
Gewichtsreduktion in % im Vergleich zur unbehandelten Kontrolle
bzw. Längenreduktion
in % im Vergleich zur unbehandelten Kontrolle festgehalten.
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Die Werte werden mit statistischen
Standard Analysetechniken analysiert, um die Grenzdifferenz (least significant
difference, LSD) oder die Standardabweichung zu bestimmen. Die Colby-Methode
wird verwendet, um zu bestimmen, ob die Testkombination eine synergistische
Wechselwirkung aufweist.
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TABELLE
III -- Auswertung der Unkrautwirkung
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TABELLE
IV -- Auswertung der Reduktion der Blattzahl
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BEISPIEL 3
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Auswertung der Herbizidwirkung
einer Kombination aus Glyphosate und Imazamox
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Ipomoea-lacunosa-Pflanzen im 5-Blatt-Stadium
werden mit Testverbindungen behandelt und 3 Wochen nach der Behandlung
ausgewertet, wobei man im wesentlichen wie in Beispiel 2 oben vorgeht.
Jede Behandlung wird 4 mal wiederholt. Die Werte werden gemittelt;
sie sind in den Tabellen V und VI unten angegeben.
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TABELLE
V -- Auswertung der Unkrautwirkung
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TABELLE
VI -- Auswertung der Reduktion des Frischgewichts
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TABELLE
VII -- Auswertung der Reduktion der Blattzahl
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BEISPIEL 4
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Auswertung der Herbizidwirkung
einer Kombination aus Glyphosate und dem R-Isomer einer Imidazolinonverbindung
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In der vorliegenden Auswertung werden
Ipomoea-lacunosa-Pflanzen
und Nußgraspflanzen
(Cyperus rotundus) in einer 1 : 1-Mischung aus feinem sandigem Lehm
und Sand für
Bauzwecke herangezogen, bis die Ipomoea-lacunosa- Pflanzen das 5-7-Blatt-Stadium und die
Nußgraspflanzen
das 10-15-Blatt-Stadium erreicht hatten. Diese Pflanzen werden dann
mittels einer unter CO2-Druck stehenden
Sprühkammer
mit einer Aufwandmenge von 15 Gallonen/Morgen mit einer wäßrigen Lösung der
Testverbindung besprüht.
Jede Behandlung wird 4 mal wiederholt. Nach dem Besprühen werden
die Pflanzen auf Glashausgestelle gestellt und entsprechend der
normalen Glashauspraxis gepflegt. Die Pflanzen werden in regelmäßigen Abständen visuell
geprüft
und die Unkrautwirkung wird in % im Vergleich zur unbehandelten
Kontrolle festgehalten. Die Werte werden mit statistischen Standardtechniken
analysiert, um die Grenzdifferenz (least significant difference,
LSD) oder die Standardabweichung zu bestimmen. Die Colby-Methode
wird verwendet, um zu bestimmen, ob die Testkombination eine synergistische
Wechselwirkung aufweist.
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TABELLE
VIII -- Auswertung der Bekämpfung
von Ipomoea lacunoss 5 Wochen nach der Behandlung
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TABELLE
IX -- Auswertung der Bekämpfung
von Nußgras
4 Wochen nach der Behandlung
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BEISPIEL 5
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Herstellung von konzentrierten
wäßrigen Herbizidzusammensetzungen
enthaltend Imazethapyr-Isopropylaminsalz und Glyphosate-Isopropylaminsalz
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Die unten in Tabelle X angegebenen
konzentrierten wäßrigen Herbizidzusammensetzungen
werden nach der folgenden allgemeinen Vorgehensweise hergestellt:
- (1) erste wäßrige Lösung des
Imazethapyr-Isopropylaminsalzes
aus Imazethapyr und Isopropylamin herstellen;
- (2) erste wäßrige Lösung mit
Dimethylsulfoxid und gegebenenfalls Propylenglykol versetzen, wodurch
man eine zweite wäßrige Lösung erhält;
- (3) zweite wäßrige Lösung mit
wäßriger Glyphosate-Isopropylaminsalzlösung versetzen,
wodurch man eine homogene Lösung
erhält,
wobei während
dieses Schrittes der pH-Wert mittels einer Base oberhalb von ungefähr pH 6,2
gehalten wird;
- (4) pH-Wert der homogenen Lösung
mit 10%iger (w/w) Essigsäurelösung auf
einen pH-Wert von ungefähr pH
6,2 bis ungefähr
pH 6,8 einstellen;
- (5) die Lösung,
deren pH-Wert nun eingestellt ist, mit SURFOM 5204-CS (ethoxyliertes
Talgamin-Netzmittel) und Antifoam SE 47 (Entschäumer) versetzen, und
- (6) die Mischung mit Wasser versetzen.
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BEISPIEL 6
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Auswertung der Lagerstabilität konzentrierter
wäßriger Herbizidzusammensetzungen
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Die Lagerstabilität der in Beispiel 5 hergestellten
konzentrierten wäßrigen Herbizidzusammensetzungen
wird dadurch ausgewertet, daß man
Proben der Zusammensetzungen bei Raumtemperatur (RT), 45°C und 5°C aufbewahrt.
Die Proben werden in regelmäßigen Abständen entnommen
und visuell auf physikalische Veränderungen im Aussehen der Zusammensetzungen
untersucht. Die Ergebnisse sind in Tabelle XI zusammengefaßt. Wie
aus den Werten in Tabelle XI ersichtlich, sind die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen insbesondere
dann langzeitstabil, wenn sie oberhalb 5°C aufbewahrt werden.
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BEISPIEL 7
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Vergleichende
Auswertungen der Lagerstabilität
konzentrierter wäßriger Herbizidzusammensetzungen
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Die Lagerstabilität der Zusammensetzungen Nr.
20, 21 und 22 aus Beispiel 5 wird mit den Vergleichszusammensetzungen
A, B und C verglichen. Die Vergleichszusammensetzungen A, B und
C sind im wesentlichen mit den Zusammensetzungen 20, 21 bzw. 22
identisch, nur daß die
Zusammensetzungen A, B und C jeweils einen Ausgangs-pH-Wert von
5,8 aufweisen. Die Zusammensetzungen werden gemäß der in Beispiel 6 beschriebenen
Vorgehensweise ausgewertet, und die Ergebnisse sind in Tabelle XII
zusammengefaßt.
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Wie aus den Werten in Tabelle XII
ersichtlich, weisen die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen, die
einen Anfangs-pH-Wert von 6,2 aufweisen, eine bessere Lagerstabilität als die
Vergleichszusammensetzungen, die einen Anfangs-pH-Wert von 5,8 aufweisen,
auf.
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